Posts Tagged ‘Bazillen’

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 17)

10. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VI. Orgontherapie: 3.1. Die karzinomatöse Schrumpfungs-Biopathie (Die Krebs-Biopathie)1

Schon früh stieß Reich im Laufe seiner Forschung auf das Problem der Krebsentstehung. Bei den Bion-Versuchen hatte sich gezeigt, daß aus zerfallendem Gewebe einerseits die Bione, andererseits die T-Bazillen entstehen. Ferner war bekannt, daß die T-Bazillen, die sich zu Krebszellen organisieren können, von den Bionen gelähmt werden und daß die Bione T-Bazillen vernichten können. Die erste Entwicklung eines Krebstumors ist immer der bläschenförmige Zerfall des Gewebes. „Der bläschenförmige Zerfall wird hervorgerufen durch biopathische Schrumpfung (das ist die Kontraktion der biologischen Orgonenergie des autonomen Lebensapparates/K.H.), wodurch das plasmatische Gewebe erheblich geschwächt wird. Bei dem Zerfallsprozeß entstehen zwei Arten von Gebilden. Einmal die sogenannten PA Bione, womit Reich die gesunden Bione bezeichnet, und zweitens die T-Bazillen (T gleich Tod), die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstehen. Sie sind unter dem Mikroskop wegen ihrer Kleinheit nur bei 3000 bis 5000 facher Vergrößerung zu erkennen. Diese Vergrößerungen verundeutlichen zwar die Schärfe der Zeichnungen unter dem Mikroskop, machen aber die Beweglichkeit umso deutlicher… Ein Elektronenmikroskop ist für diese Zwecke ungeeignet, da mit ihm ja nur totes Material untersucht werden kann. Diese T-Bazillen sind in jedem Krebs-Tumor ebenso wie im Blut eines krebskranken Patienten vorhanden. Die T-Bazillen sind keine Infektion von außen; sondern wir lernen damit den ungewöhnlichen Begriff der Autoinfektion kennen. Die PA Bione liegen mit den T-Bazillen in einem gegenseitigen Kampf, wobei die PA Bione die Tendenz haben, die T-Bazillen zu lähmen oder zu töten. Die Krebszelle durchläuft verschiedene Stadien bis zu dem amoeboiden Protozoon. Die Entwicklung zum fließenden amoeboiden Protozoon kann zwar unter dem Mikroskop verfolgt werden, und auch bei Mäusen kann diese Entwicklung beobachtet werden; dagegen kann sie beim Menschen nicht erreicht werden, da vorher der Tod eintritt.“2 Anhand der T-Reaktion des Blutes kann bereits lange vor der Tumorbildung die Krebserkrankung diagnostiziert werden.

Auch der Teilungsprozeß der Krebszellen wird im Lichte der Orgonomie gut verständlich. Dem orgonphysikalischen Grundgesetz des orgonomischen Potentials zufolge zieht das stärkere System das schwächere an. „Der Kern der Zelle bildet nach orgonomischer Auffassung das energetisch stärkere System, während dem Plasma ständig Nahrung und Atmung zugeführt wird. Im biologisch geschwächten Zellsystem verschieben sich die Energieverhältnisse rapide zugunsten des Kerns. Während das Plasma bereits zu ersticken droht, kämpft der Kern immer noch. Dies führt zu einem Überschuß an Energie im Kern, der konvulsiv zur Entladung und Zellteilung kommt. Es handelt sich hierbei um einen Viertakt: der mechanischen Spannung, energetischen Ladung, energetischen Entladung und Mechanischen Entspannung.“3

Mit Hilfe des Orgon-Akkumulators gelang es Reich, die Krebs-Tumoren innerhalb kurzer Zeit zum Verschwinden zu bringen. Die Orgonbestrahlung stärkt den Körper bei der Bekämpfung der T-Bazillen, die sich im Falle der Krebserkrnkung im Tumor organisieren. Die Tatsache der Tumorbeseitigung durch Orgonbestrahlung wurde von mehreren Ärzten bestätigt, z.B. durch die Mediziner Hoppe4 und Tropp5.

Da die Tumorbildung schließlich nur ein Symptom einer tieferliegenden Störung des Gesamtorganismus darstellt, ist es nicht verwunderlich, daß nach der Beseitigung des Krebs-Tumors von einer Gesundung nicht gesprochen werden kann. Die Heilung einer Biopathie, auch der Krebs-Schrumpfungsbiopathie, ist nur sehr schwer zu erzielen, und die Erkenntnisse der Orgonomie liefern kein Allheilmittel gegen eine einmal ausgebrochene Krebserkrankung oder andersartigen Biopathie. Sie weisen aber auf die Möglichkeiten einer umfassenden Vorbeugung der Krebserkrankung hin, die Reich als „Fäulnis der Gewebe bei lebendigem Leibe infolge Lusthungers des Organismus“ bezeichnete.6 Dazu ist allerdings eine Veränderung unserer gesamten Lebensanschauung notwendig, die Reich für das Entstehen des Krebses verantwortlich macht: „Schuld ist in Wirklichkeit unsere gesamte Lebensanschauung, der Moralismus, die sexuelle Verkrüppelung unserer Kinder und Jugendlichen, die moralistischen Vorurteile in Medizin und Pädagogik, kurz unsere Lebensblindheit und –angst, die wir seit mehreren tausend Jahren von Geschlecht zu Geschlecht forterben.“7

 

Fußnoten

  1. Eine ausführliche Darstellung der orgonomischen Erforschung der Krebserkrankung findet sich in: Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 167–424. Ich halte mich bei der hier vorgetragenen Kurzdarstellung an: Hoppe, W., Biophysikalische und biophysische Krebsentstehung… a.a.O.
  2. Hoppe, Biopsychische…., a.a.O. S. 7f
  3. ebenda S. 7f
  4. Siehe z.B. Hoppe, W., Zusammenstoß der Orgon- und Radiumtherapie in einem Falle von Hautkrebs, in: Intern. Zeitschr. f. Orgonomie, Bd. 1 H. 4, 1953 S. 198–203
  5. Siehe: Tropp, S.I., Die Behandlung einer bösartigen mediastalen Geschwulst mit dem Orgonakkumulator, in: Int. Zeitschr. f. Orgonomie Bd. I H 1 1950, S. 21–32
  6. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 402
  7. ebenda

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 10)

24. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

III. Das Oranur-Experiment1

Langjährige Beobachtungen wiesen auf einen Antagonismus zwischen masse-freier, kosmischer Orgonenergie und Nuklearenergie, die durch Spaltung als Produkt von Materie entsteht, hin. Bion-Versuche hatten auf die Existenz von sogenannten T-Bazillen hingewiesen, die durch Degeneration und fauligen Zerfall aus lebenden und nichtlebenden Eiweißstoffen entstanden (T = Tod). Sie unterschieden sich unter anderem durch ihre längliche Form und ihre Zickzackbewegungen von den bereits besprochenen Orgonenergiebläschen, den Bionen. Die Bione zeigten nun die Eigenschaft, die T-Bazillen zu immobilisieren und zu töten.2 Bei der Erforschung der Krebskrankheit wurde deutlich, daß aber auch die im Körper des Krebskranken vorhandenen T-Bazillen, die aus fauligem Gewebezerfall entstehen, in der Lage sind, den menschlichen Organismus zu töten. Ebenso zeigt die Nuklearenergie eine tötende Wirkung auf den menschlichen Organismus, während die Orgonenergie niemals schädliche Wirkungen gehabt hat. Analog zur Wirkung der Bione auf T-Bazillen wollte Reich die Wirkung von Orgonenergie auf Kernenergie untersuchen. Er hoffte, so ein Mittel gegen die Gefährlichkeit radioaktiver Strahlen und gegen die Strahlenkrankheit zu finden.

Er besorgte folglich radioaktives Material, welches er in einen Orgon-Akkumulator setzte. Mit einem Geiger-Müller-Zähler untersuchte er die Veränderungen der Meßwerte. Es geschah jedoch etwas ganz anderes als erwartet: das radioaktive Material erregte die Orgonenergie so stark, daß die zuvor gemessenen Geiger-Müller-Zähler Werte sowie die Werte unbehandelten radioaktiven Materials, das zur Kontrolle diente, um ein Vielfaches überschritten wurden, Trotz Einhaltung der von der Atombehörde vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen wurde das ganze Gelände, auf dem das Oranur-Experiment stattfand, von der übererregten Orgonenergie verseucht. Mitarbeiter wurden von massiver Übelkeit befallen, einige hatten gar mit dem Tod zu kämpfen, andere machten einen Rückfall in alte Krankheiten durch. Das Gebäude, in dem die Experimente stattfanden, und die nähere Umgebung waren noch jahrelang verseucht, so daß es unmöglich war, dort zu leben. Offenbar hatte die Kernstrahlung nicht nur die orgonotische Ladung im und um den Orgon-Akkumulator herum erhöht, was sich in den Meßwerten am Geiger-Müller-Apparat zeigte, sondern auch die Orgonenergie irgendwie umgefomt. Diese umgeformte Orgonenergie nannte Reich DOR (von Deadly ORgone), weil sie eine „tödliche“ Wirkung auf die Atmosphäre hat, die drückend, fast erstickend wirkt, und von Stille und Öde beherrscht wird. Der Glanz und die Strahlen verschwinden aus der Natur (trotz Sonnenschein), Menschen reagieren mit heftigen Beschwerden, ohne oft genau angeben zu können, was mit ihnen los ist. Dieser Zustand der Atmosphäre wurde erst im Anschluß an das Oranur-Experiment entdeckt, konnte seitdem aber des öfteren beobachtet werden. Reich nahm an, daß auch die Entstehung von Wüsten auf die Einwirkung von DOR zurückzuführen ist.

Insgesamt gesehen stellt DOR einen der größten Probleme der Orgonomie dar. „Man kann nur schwer sagen, was es eigentlich ist und wie es wirkt, obwohl einige seiner Eigenschaften schon genauer bekannt sind. Seine Farbe ist schwarz, sensible Menschen empfinden es als drückend, während unsensible Menschen es erst bewußt wahrnehmen, wenn sie von massiver Übelkeit befallen werden. … Das DOR wurde auch als ‚abgestanden‘, tödlich und unbeweglich charakterisiert. Was abgestanden hier bedeutet, ist schwer zu definieren. Wir meinen damit, daß die frische, stimulierende und belebende Wirkung des ursprünglichen Orgon fehlt.“3 Wie Orgonenergie in DOR umgewandelt wird, ist bislang nur wenig bekannt. Raknes vermutet, daß die primordiale Orgonenergie, die sich in ständiger Bewegung befindet und die Eigenschaft hat, Materie mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu durchdringen, viel von ihrer Beweglichkeit verliert, wenn sie auf Materie trifft, die sie nur schwer durchdringen kann, und zum „schweren, trägen, drückenden und lebensfeindlichen“ DOR wird.4 In der Bewegungsform der toten Materie sieht Raknes eine Ähnlichkeit zur DOR Bewegung; er neigt zu der Annahme, daß DOR gesetzmäßig beim Übergang von lebender zu toter Materie auftritt.

 

Fußnoten

  1. Das Oranur-Experiment ist ausführlich beschrieben in: Reich, W., Ausgewählte Schriften, Köln 1976 S. 368-447 (Oranur = ORgone Anti NUclear Radiation)
  2. Vgl. Reich, W., Die Entdeckung… Der Krebs a.a.O. S. 52ff
  3. Raknes, W. Reich und die Orgonomie, a.a.O. S. 80f
  4. Vgl. ebenda S. 81f

Biogenese und Krebsschrumpfungs-Biopathie (Teil 4)

13. September 2013

Über das Verhältnis von T-Bazillen zu Bakterien schreiben Chester M. Raphael und Helen E. MacDonald:

T-Bazillen erhält man nie direkt aus der Luft. Wenn Agarplatten der Luft ausgesetzt werden, erhält man immer gemischte Kulturen von Fäulnisbakterien, Staphylokokken, Streptokokken, kleinen Kokken und manchmal Schimmelpilzen. Wenn man jedoch eine solchermaßen infizierte Platte längere Zeit stehen läßt, setzt die Degeneration der Kultur ein. Die äußeren Ränder der Wachstumsbereiche werden grünlich und zeigen gegen das Licht gehalten einen bläulichen Schimmer. Man überimpfe von diesem Rand auf eine noch frische Stelle des Agars oder eine neue Agarplatte. Dieser Vorgang wird laufend wiederholt, wobei jedesmal das Material vom Rand entnommen wird.

In jedem Stadium wird das Wachstum mikroskopisch untersucht. Man wird feststellen, daß nach wiederholten Teilungen die längliche Gestalt der Fäulnis- oder Fusiformisbakterien kürzeren Formen Platz macht, die dann zu Streptokokken, Diplokokken und Kokken werden, welche dann wiederum mit jeder Teilung kleiner und kleiner werden, bis schließlich T-Bazillen vorliegen. Wenn sie eine Größe von 0,2 bis 0,25 µ erreichen, sind es meist einzelne, kommaförmige, runde oder ovale schwarze Punkte, mit nur wenigen Diplokokken oder längeren Strepto-Formen. Und wenn ihre Aktivität die Charakteristische Zickzackunruhe zeigte, ist die Kultur reif. Solche Kulturen haben einen fauligen Geruch, der genauso kennzeichnend und unverkennbar wie ekelhaft ist.

krebsramcd1

Wenn man die Kultur zum Zwecke der Diagnostik macht, also um zu bestimmen, ob bereits T-Bazillen im Gewebe oder im Blut vorhanden sind, wird die Probe zuerst in Bouillon geimpft. Es wird dasselbe Verfahren angewandt, das für den Reichschen Bluttest beschrieben wurde. Die Probe wird dann mit der Pipette in ein Teströhrchen gebracht, das 5 bis 6 ml Bouillon enthält, die bei 15 lbs Druck zwanzig Minuten lang autoklaviert wurde. Die Öffnung des Teströhrchens wird abgeflammt und sofort mit dem sterilen Wattepfropf verschlossen. Anschließend wird es bei 37°C inkubiert.

Gesundes Blut zeigt kein Wachstum in Bouillon. Die Kultur wird nach 24 bis 48 Stunden beobachtet. Wenn eine ungleichmäßig verteilte Trübung mit Flocken an der Oberfläche der Flüssigkeit aufgetreten ist, ist das auf Bakterien zurückzuführen, die in der Probe gewesen sein können (wie im Blut bei Krebs in der Spätphase) oder zufällig mit hineingekommen sind. Solche Kulturen werden nach einigen Tagen klar. Wenn das Blut T-positiv ist, zeigt das durchscheinende Braun der Bouillon eine grünliche Verfärbung. Die mikroskopische Untersuchung bestätigt dann das Vorhandensein der T-Bazillen.

Wenn man den Prozeß weiterführen will, kann das Teströhrchen nach den ersten paar Tagen aus dem Inkubator entfernt und bei Zimmertemperatur gehalten werden. Während der folgenden Wochen werden die Kulturen zunehmend grünlicher und trüber und entwickeln den charakteristischen Fäulnisgeruch der T-Bazillen. Die mikroskopische Untersuchung zeigt nun das Vorhandensein von T-Bazillen, die gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilt sind. Es findet keine Agglutination der T-Bazillen statt (wenigstens nicht innerhalb von einigen Monaten oder Jahren). Von Zeit zu Zeit sollte sterile Bouillon zugesetzt werden, um das, was durch Verdunstung verlorengegangen ist, jeweils zu ersetzen; die Kultur wird sich dann faßt unbegrenzt halten.

Irgendwann, nachdem sich die grünliche Verfärbung und der Fäulnisgeruch entwickelt haben, kann ein kleiner Tropfen der Flüssigkeit auf einen Schrägagar oder direkt auf eine Agarplatte gebracht und mit der Pipettenspitze vorsichtig auf der Oberfläche des Agars ausgestrichen werden. Von da an ist das Verfahren das gleiche wie das oben beschriebene zur Herstellung einer reinen T-Bazillen-Kultur aus degenerierenden Bakterien. Dabei werden die üblichen-sterilen Techniken der Laborarbeit angewandt.

(…) Wenn man schnell große Mengen von T-Bazillen herstellen will, z.B. zur Beimpfung, dann nimmt man Blut von einer cancerösen Maus oder das Tumorgewebe selbst und kultiviert es in Bouillon. Man läßt die grünliche Verfärbung und den Fäulnisgeruch sich entwickeln, was wenige Tage bis einige Wochen dauern kann. Dann wird ein Tropfen der Kultur auf Agar geimpft und mehrere Übertragungen hintereinander auf frischen Agar durchgeführt, bis man in genügendem Ausmaß ein gleichförmiges Wachstum von reifen T-Bazillen erhält. Auch hier gibt es keine festen, mechanischen Regeln über die Anzahl der notwendigen Überimpfungen oder hinsichtlich des Zeitintervalls zwischen den Übertragungen. Dies wird auf funktionelle Weise bestimmt, indem man die stattfindenden Veränderungen verfolgt, und zwar makroskopisch und mikroskopisch.

In Krebsgewebe bilden sich ebenfalls Fäulnisbakterien. Auch diese degenerieren zu Ts, und zwar folgendermaßen:

krebsramcd2

(Chester M. Raphael/Helen E. MacDonald: „Orgonomic Diagnosis of Cancer Biopathie: III. The T-Bazilli“, Orgone Energy Bulletin, 4(2) April 1952, S. 92-94 [zitiert nach Wilhelm Reich Blätter, 6/77])

In Der Krebs (Fischer TB, S. 260-264) bietet Reich einen kurzen Überblick über Entsprechungen zu den T-Bazillen in der medizinischen Literatur. Über die Identität dieser T-Bazillen mit „Krebsviren“ siehe Simeon Tropps Brief an Virginia Wuerthele-Caspe Livingston (1906-1990) „Information on Cancer Research“, Orgone Energy Bulletin, 3(2), April 1951, S.113-114. Siehe auch Charles Konia: „Reich’s Discovery of T-Bacilli“, Journal of Orgonomy, 4(2), November 1975, S. 241-247.

„Wilhelm von Brehmer (1883-?) machte 1928 die Entdeckung der Siphonospora polymorpha, die sicherlich mit den T-Bazillen Reichs identisch ist“ (Klaus-Peter Schlebusch: „Die Forschungen des W.v. Brehmer zum Krebsproblem“, Wilhelm Reich Blätter, 6/77). Siehe auch Heiko Lassek/Michael Gierlinger: „Blutdiagnostik und Bion-Forschung nach Wilhelm Reich“, emotion 6, 1984, S. 125-129). Sie erwähnen auch Günter Enderleins Endobiont und Cyclogenie (S. 129-132) und die Mykoplasmen von Franz Gerlach (S. 134-136).

Über T-Bazillen und Viren in der Krebsgenese hier zwei Stimmen aus den 1980er Jahren:

Ich habe schon erwähnt, daß die Proto-Virushypothese die zur Zeit eleganteste Lösung ist, die es rechtfertigt, weiterhin Milliarden DM in die Erforschung der Virusentstehung der Krebskrankheit zu stecken. Das paläobiologische Viruspartikel wäre im Genom eingeschlossen und könnte durch mannigfache Prozesse aktiviert werden (ionisierende Strahlen, Karzinogene, psychosozialer Streß, usw.). Interessant ist für uns nur der Grundgedanke: Im menschlichen Organismus wäre ein onkogenes Agens permanent vorhanden, das durchaus formal mit Reichs T-Bazillus verglichen werden könnte. (Ekkehard Ruebsam: „Emotionale Blockierung und Krebs“, emotion 2, 1981, S. 37-99)

Über die orgonomische Interpretation der Retroviren schreibt Charles Konia:

Beim Krebs reorganisiert sich die hochorganisierte und spezialisierte metazoale Zelle, die aerob verstoffwechselt, auf niedrigem Energieniveau in eine protozoale (Krebs-) Zelle, die anaerob verstoffwechselt. Einer Klasse zugehörig, die als Retroviren bezeichnet wird, untergraben Krebsviren das gesunde genetische Funktionieren der Zellen, bei der der Energiefluß von der DNA zur RNA und schließlich zur Proteinsynthese (Anabolismus) erfolgt. Dies ist das Fortschreiten des orgonomischen Potentials von niedrig zu hoch. Retroviren kehren dieses natürliche Fortschreiten des Energieaufbaus um, indem RNA zurück in DNA verwandelt wird. Das immunologische Abwehrsystem des Betreffenden wird untergraben. (Konia: „Cancer and Communism (Part 2)“, Journal of Orgonomy, 20(2), November 1986, S. 195-213)

Mittlerweile haben die Retroviren, nachdem sie in der Krebsforschung nicht reüssieren konnten, beim HIV/AIDS Karriere gemacht.

Der Infektionscharakter der T-Bazillen erklärt auch viel von der Vererbung des Krebses, die wohl auch nach Reich pränatal ist, aber nicht genetisch. Reich stellte beispielsweise fest, daß die Jungen von vorgeblichen Krebsmäusen kaum Krebs kriegten, aber die Jungen von normalen Mäusen, die mit hohen Dosen von T-Bazillen behandelt worden waren, sehr oft ebenfalls Krebs entwickelten, weil über das Blut T-Bazillen in den Embryo gelangen (Der Krebs, S. 294f).