Posts Tagged ‘Autoinfektion’

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie

2. November 2020

Diese Arbeit von Klaus Heimann spiegelt die Orgonomie in Deutschland bzw. das orgonomische Wissen in Deutschland Mitte/Ende der 1970er Jahre wider. In diese Zeit reichen die Bemühungen zurück, die Orgonomie in Deutschland, nach der restlosen Zerstörung erster Anfänge auf deutschem Boden, die 1933 erfolgte, erneut zu etablieren. Das damalige orgonomische Wissen ist der Ausgangspunkt des NACHRICHTENBRIEFes und sollte deshalb von jedem, der neu zu unseren Netzseiten stößt, als Einführung gelesen werden, damit wir alle eine gemeinsame Grundlage haben. Klaus Heimanns Arbeit hat den Zauber des Anfangs an sich und möge in einer neuen Generation das Feuer von neuem entzünden:

ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER ORGONOMIE von Klaus Heimann

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 17)

10. Oktober 2018

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Funktionelle Betrachtungen zu Verbrennung und Erstrahlung

Das Norovirus

20. Oktober 2011

Das Norovirus ist wirklich zum Kotzen. Ich hatte bisher zweimal Brechdurchfall durch dieses Virus und nie in meinem Leben ist es mir so schlecht gegangen. Diese nicht enden wollenden Brechattacken. Auch kann man sich praktisch auf der Toilette häuslich niederlassen. Es ist wirklich zum KOTZEN! Niemand braucht diesen Scheiß. Man wird nicht einmal immun.

Gleichzeitig ist das Virus sehr interessant. Die typischen Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) wurden bereits 1945 beschrieben, der Infektionsweg 1947 mittels Freiwilliger dingfest gemacht. Als klar umrissene klinische Gegebenheit trat das Virus aber erst 20 Jahre später in Erscheinung. Ursprünglich sprach man vom „Norwalk agent“, weil 1968 in dieser Stadt in Ohio diese Form der akuten Gastroenteritis das erste Mal in einer Massenepidemie auftrat. Als immer mehr Erkrankungswellen publik wurden, sprach man schließlich vom „Norowalk-Virus“. 1972 konnte das Virus im Elektronenmikoskop dingfest gemacht und durch Freiwillige, die ein Ultrafiltrat des Stuhls von Erkrankten einnahmen, unzweifelhaft mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden. Seit 2002, als es in „Norovirus“ umbenannt wurde, steigt die Infektionsrate dramatisch an von 10 000 gemeldeten Fällen auf heute über 150 000. Mittlerweile ist das Norovirus bei weitem die häufigste Ursache für Brechdurchfall. Vor zehn Jahren trat es noch alle zwei Jahre auf, seit fünf Jahren jeden Winter. Passenderweise fast immer zur Weihnachtszeit.

Das gehäufte Auftreten während der dunkelsten Zeit des Jahres habe jedoch nichts mit unserem geschwächten Abwehrsystem zu tun, sondern damit, daß es im Winter zu „Punktmutationen“ komme, was zu aggressiven und besonders ansteckenden Variationen des Virus führe.

Warum das so ist und warum es überhaupt zu dem dramatischen Anstieg in den letzten zehn Jahren gekommen ist, kann m.W. niemand befriedigend erklären. Allenfalls wird vorgebracht, daß unser Immunsystem die Epidemie solange kontrollieren kann, bis nach etwa einem Jahr einerseits die Immunität sich langsam verliert und andererseits die Viren neue Mutationen hervorbringen, die die Immunabwehr von neuem unterlaufen. Hinzu kommt, daß Viren in der vergleichsweise trockenen Luft des Winters besser überleben können.

Viele „orthodoxe Reichianer“ spekulieren jetzt vielleicht, man habe es mit „Autoinfektion“ zu tun. Es ist jedoch unzweifelhaft, daß man sich mit dem Norovirus anstecken muß, damit die entsprechenden Symptome auftreten. Außerdem ist unzweifelhaft, daß die wellenförmig auftretenden Epidemien direkter Ausdruck von Veränderungen am Genom des Virus selbst sind.

Andererseits muß man aber auch fragen, woher Viren, die grundsätzlich nur als Parasiten überleben (d.h. sich fortpflanzen) können, überhaupt kommen sollen, wenn sie denn keine Verfallserscheinungen von vollwertigen Organismen sind! In diesem Sinne geht wirklich jeder Virus auf „Autoinfektion“ zurück. Das würde auch erklären, wie immer wieder neue Virenarten sozusagen „aus dem Nichts“ auftauchen können.

Die Entstehung, die langsame Ausbreitung und schließlich die rezente Explosion des Neurovirus könnte durchaus ein unmittelbarer Ausdruck des DOR-Notstandes auf dem Planeten Erde sein. Eine Art „atmosphärischer Sympathikotonie“, die in den kalten Wintermonaten besonders ausgeprägt ist. Überlegungen, wie sich das im einzelnen zutragen mag, d.h. wie genau sich hier das Norovirus einordnet, wird sich zu schnell in Spekulationen verlieren. Jedenfalls imponiert die akute Gastroenteritis fatal als eine typische DOR-Krankheit: eine schier nicht zu ertragende Übelkeit im Solar plexus (genau so fühlt sich der Heroinentzug an!) und eine für Kleinkinder und Senioren potentiell lebensbedrohliche Dehydration.

In vieler Hinsicht erinnert das Auftreten des Norovirus an die Erkältung, der Reich schlichtweg den infektiösen, viralen Charakter absprach und stattdessen mit einer Fehlanpassung der organismischen Orgonenergie erklärte. Durch die „laufende Nase“, d.h. durch geschwollene Schleimhäute in den oberen Atemwegen, versucht der Organismus so viel Orgonenergie wie nur irgend möglich aufzunehmen. Deshalb auch das gehäufte Auftreten von Erkältungen in der kalten Jahreszeit, wenn generell weniger Orgonenergie in der Atmosphäre vorhanden ist (Arthur Steig: „On the Common Cold: Notes by Layman Based on Wilhelm Reich’s Concept ‚Orgone Energy Metabolism’”, Orgone Energy Bulletin, IV(1), January 1952, S.54-58).

Der Brechdurchfall wäre entsprechend der Versuch des Organismus möglichst schnell, möglichst viel DOR zu entladen.

The Journal of Orgonomy (Vol. 7, No. 2, November 1973)

22. September 2011

In einer Diskussion der medizinischen Literatur über Magen- und Duodenalgeschwüre, sowie aus seiner eigenen orgontherapeutischen Praxis kommt Robert A. Dew zu dem Schluß, daß der Pylorospasmus, d.h. die Verengung des Magenausgangs, ein Ausdruck der Sympathikotonie, eine entscheidende Rolle spielt, da „es die gastrische parasympathetische Überaktivität hervorruft und die Oberflächen der Schleimhäute so schwächt, daß sie dem Pepsin und der Säure nichts mehr entgegenzusetzen haben“ (Dew: „The Biopathic Diathesis: Gastrointestinal Peptic Ulcer“, S. 218). Auf jeden Fall hat Dew in seiner orgontherapeutischen und internistischen Praxis festgestellt, daß „bei jedem Neurotiker mit Magenproblemen und jedem Patienten mit einem Magenulkus (…) eine ausgeprägte Unnachgiebigkeit des Zwerchfell und des Bauchsegments das biophysikalische Merkmal war, das am meisten hervorstach“ (ebd., S. 212).

Charles Konia faßt Reichs Arbeit über Magen- und Darmgeschwüre (Wilhelm Reich: „12. Orgonomic Thinking in Medicine [The Stomach Ulcer as Illustration]“ Orgone Energy Bulletin, Vol. 4, No. 1, January 1952, S. 1-12), auf die Dew merkwürdigerweise nicht Bezug nimmt, wie folgt zusammen:

Reich zeigte, daß chronische Sympathikotonie mit ihrer Tendenz zur Steigerung der Säureproduktion im Magen und Verkrampfung der Darmwand nur den somatischen Aspekt der Erkrankung an Magengeschwüren darstellt, während der unterdrückte Haß das psychische Gegenstück bildet. Die Grundlage sowohl für die psychische als auch die somatische Komponente der Krankheit ist eine chronische energetische Kontraktion des Zwerchfellsegments. Dies stellt die biophysikalische Grundlage für das dar, was gemeinhin als Veranlagung zur Ulkusbildung bezeichnet wird. Durch die Panzerung des Zwerchfellsegments kontrahieren sich die Schleimhäute der Organe, die sich in diesem Segment befinden, und es kommt dadurch zu einer verminderten Blutzufuhr. Der Gefäßkrampf führt zu einer größeren Anfälligkeit der Schleimhaäute für Ulkusbildung, was schließlich zu Perforation und Hämorrhagie führt. (Konia: “Somatic Biopathies. Part 2: The Diaphragmatic Segment” The Journal of Orgonomy, Vol. 24, No. 2, November 1990, S. 192)

Zur orgonometrischen Gleichung des Magenulkus siehe Charles Konia: „Orgone Therapy. Part 7“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 22, No. 2, November 1988, S. 265):

Diese Gleichung besagt, daß die chronische Sympathetikotonie und der unterdrückte Haß gleichzeitig auftretende Äußerungsformen der chronischen energetischen Kontraktion des Zwerchfellsegments darstellen. Die Veranlagung für die Bildung von Magengeschwüren kann nur überwunden werden, indem der Haß, der in diesem Panzersegment gebunden ist, „entbunden“ und damit beseitigt wird.

Zwei Bemerkungen sollen diesen Blogeintrag abschließen:

Es wäre einfach nur lächerlich, wenn jemand mit einem peptischen Ulkus zu einem Arzt kommt und der sagte: „Sie leiden unter orgastischer Impotenz!“ In seiner „Kurzschlüssigkeit“ wäre das nichts anderes als Mystizismus! Das andere, das mechanistische, Extrem wäre der Schulmediziner, der sagt: „Sie leiden unter zu viel Magensäure!“ Der Ffunktionelle Arzt wird sagen: „Sie leiden unter einer Zwerchfellverkrampfung und ich werde diese jetzt lösen, um die spezifische Ursache ihrer Beschwerden zu beseitigen.“ Es geht also weniger um eine abstrakte allgemeine, systemische Ursache (die orgastische Impotenz), noch um ein bloßes „konkretistisches“ Symptom (die Magenübersäuerung), sondern um die funktionelle Störung: die biopathische Diathese, d.h. die ganz spezifische Anlage, die eine ganz spezifische Biopathie nach sich gezogen hat und ganz spezifisch behandelt wird. (Es gibt auch Leute, die zwar eine Zwerchfellpanzerung haben, also die Anlage zum Magengeschwür, aber es kommt nie zum Ausbruch der Krankheit, z.B. weil sie keinem Streß ausgesetzt sind.)

Und was ist mit dem 1982 entdeckten Bakterium Helicobacter pylori? Zentrales Element der Erkrankung bleibt erstens die Übersäuerung des Magens und zweitens eine Beeinträchtigung der Schutzmechanismen, die die Magenschleimhaut davor bewahrt, sozusagen selbst „verdaut“ zu werden. Hierbei spielt die Infektion mit Helicobacter pylori zweifellos eine wichtige Rolle, umgekehrt sind sich gute Gastroenterologen jedoch bewußt, daß eine Infektion mit Helicobacter pylori nicht alles erklären kann, sondern auch Risikofaktoren wie Mißbrauch von Entzündungshemmern, Pfortaderhochdruck, Rauchen und nicht zuletzt Streß eine wichtige Rolle spielen. Auch stellen sich Fragen wie,

  1. inwieweit die Orgonität des Organismus im ganzen und des Zwerchfellsegments im besonderen eine solche Infektion begünstigen bzw. verhindern kann;
  2. wie der Organismus orgonotisch mit einer erfolgten Infektion umgeht; und
  3. ob der anorgonotische Zustand des Magens zu einem bionösen Zerfall der Magenschleimhaut führt („Autoinfektion“).

Imgrunde stellen sich hier die gleichen Fragen wie bei der Tuberkulose, die Reich ebenfalls als Biopathie betrachtete.