Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 12

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12. Die Kontinuität der Funktion

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4 Antworten to “Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 12”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „Dies kann man besonders schön anhand der Phylogenese des Auges illustrieren. Das Auge entwickelte sich nicht, „um zu“ sehen, sondern eine Körperöffnung übernahm nacheinander verschiedene Funktionen bis sich im „Kontinuum der Funktion“ schließlich das Auge ausbildete.“

    Ständig über Richard Dawkins herziehen, aber nicht wissen, dass das Auge aus photosensiblen Hautzellen entstand. Siehe Richard Dawkins, Gipfel des Unwahrscheinlichen, Kap. 5.

    Für soviel Darwinismus dann auch gleich die richtige Sendung:

    „Hier dämonisiert Reich die Natur – und prompt schreibt er Unsinn.“
    Mir kam es auch ganz freudianisch vor und ich konnte es nicht ganz nachvollziehen. Insgesamt kommt mir der späte Reich auch etwas mystischer vor als vorher.

  2. David Says:

    … je „primitiver“ der Mensch ist, desto rationaler ist er: gewaltlos, monogam, kinderliebend, sexualbejahend, rational (ohne großartige mystische Irrationalismen) und ungepanzert. (Das einzige, was allen orgonomischen Theorien entgegenläuft ist die manchmal extreme Lendenlordose bei genitalen Naturvölkern.)

    Naturvolk – auch die in der Wüste – Kalahari und umliegende Gegenden – lebenden Khoisan sind vermutlich relativ rational und ungepanzert.

    In:

    http://hochschulanzeiger.faz.net/ein-dorf-testet-das-bedingungslose-grundeinkommen-geld-fuer-alle-12032873.html

    heißt es – Zitat:

    Man muss wissen, dass in Otjivero zu rund 80 Prozent Damara leben, eine Volksgruppe, die zu den Khoisan-Völkern gehört. Bei den Khoisan herrscht eine ausgeprägte Kultur des Schenkens und des Einforderns.

    Wer etwas übrig hat, egal ob Essen, Wasser, Geld oder Zeit, gibt anderen etwas ab. Und wer etwas braucht, eine Tasse Maismehl, ein Stück Seife oder jemanden, der auf die Kinder aufpasst, fragt bei Angehörigen und Nachbarn.

    Wir Deutschen definieren uns ja eher über das, was wir haben: Wenn Sie mit 40 immer noch in einer Studentenbude wohnen, fragt die Familie, wie es weitergehen soll. Das würden die Khoisan nie tun. Sie definieren sich darüber, was sie anderen geben.

    Wer nie etwas abgibt, dessen Status sinkt, und irgendwann wird er aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.

    Zitat Ende.

    Vermutlich handelt es sich bei Khoisan – das sind die, die man früher Hottentotten und Buschleute nannte – um die Urbevölkerung des südlichen und mittleren Afrika, die schon vor den Bantu-Wanderungen da war.

    Sie selber – aus regen- und waldreicheren Regionen nach Süden verdrängt und / oder war die Kalahari früher, wie auch die Sahara – nicht so trocken wie heute? In beiden Fällen würde die Saharasia-Theorie passen.

    Bei uns hängt der Status vorwiegend davon ab, wieviel materielle Güter und Geld wir raffen und / oder ansparen, abgesehen vielleicht davon dass jemand Priester oder ein – im Vergleich zu Bankern und Managern – relativ schlecht bezahlter hoher Beamter ist.

    Lendenlordose: Ist das das „Hohlkreuz“? Könnte ein Haltungsfehler sein, infolge von Jagen und Sammeln vorwiegend von Dingen, die am Boden sind; auch bei Ackerbau – vor allem Hackbau – betreibenden Völkern durchaus denkbar …

    Zitat:

    Auch die Kriminalitätsrate sank: Auf den umliegenden Farmen wurde kaum noch gewildert. Frauen, die vorher gelegentlich genäht hatten, kurbelten ihr Geschäft an. Sie reisten nach Windhoek, um auch dort ihre Kleider zu verkaufen.

    Zitat Ende.

    Konservativen Quellen zufolge werden durch eine „Stütze“, wie etwa die – 1996 durch das PRWORA abgeschaffte – amerikanische Sozialhilfe – oder das deutsche „HartzIV“ die Unterschichten asozial gemacht und dadurch die Kriminalität gefördert.

    Bei bedingungslosem Zudrehen des Geldhahns würde daher die Kriminalität abnehmen, und die Städte würden sicherer.

    Jedoch spricht das eben zitierte experimentelle Ergebnis aus dem Experiment von Otjivero sehr dafür, dass besagte konservative Behauptungen schlicht unwahr sind.

  3. stephan Says:

    „Gewalt entsteht immer dann, wenn die „gesellschaftliche Panzerung“ in Zeiten des Umbruchs nachgibt. In den Tagen gesellschaftlicher Ruhe war die Gewalt in der
    Panzerung gebunden und der Normale und der Abweichende standen in einem Verhältnis des Gegensatzes und gleichzeitig der wechselseitigen Anziehung. Dieser gesellschaftliche Zustand wird z.B. in Komödien gezeigt, wo stets ein gesellschaftlicher Außenseiter für „Unruhe“ sorgt, am Ende die Gesellschaft aber
    gefestigter ist als zuvor….Mit der Auflösung der gesellschaftlichen Panzerung wird die Gewalt freigesetzt, es
    kommt zu einem unversöhnlichen, auf Vernichtung zielenden Gegensatz wie in der Tragödie, der schließlich die Gesellschaft als Ganzes zerreißt“

    Das erinnert stark an René Girards Theorie des „versöhnenden Opfers“, das notwendig ist, um die gesellschaftliche Ordnung wiederherzustellen. Girard zieht zum Beweis nicht nur Rituale von „Naturvölkern“, sondern auch Bespiele aus den antiken Tragödie und Komödie heranzieht.

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