Paul Mathews: Leserbrief an Paul Ritters Zeitschrift ORGONOMIC FUNCTIONALISM

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Leserbrief an Paul Ritters Zeitschrift ORGONOMIC FUNCTIONALISM

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24 Antworten to “Paul Mathews: Leserbrief an Paul Ritters Zeitschrift ORGONOMIC FUNCTIONALISM”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „Die Emotionelle Pest sucht immer nach Wegen…“
    Heißt es nun Emotionelle oder Emotionale Pest?

    • Peter Nasselstein Says:

      Reich schreibt in der CHARAKTERANALYSE:

      Der Ausdruck »emotionelle Pest« ist keine diffamierende Bezeichnung. Er betrifft nicht bewußte Bösartigkeit, moralische oder biologische Degeneration, Unmoralität oder ähnliches. Ein Organismus, dem die Fähigkeit, sich natürlich fortzubewegen, von der Geburt an dauernd unmöglich gemacht wurde, entwickelt künstliche Formen der Fortbewegung. Er hinkt oder geht auf Krücken. Ebenso bewegt sich ein Mensch mit den Mitteln der emotionellen Pest im Leben fort, wenn ihm von Geburt an die natürlichen Lebensäußerungen der Selbstregelung unterbunden wurden. Der emotionell Pest­kranke hinkt charakterlich. Die emotionelle Pest ist eine chro­nische Biopathie des Organismus. Sie brach mit der ersten massenmäßigen Unterdrückung des genitalen Liebeslebens in die menschliche Gesellschaft ein; sie wurde zu einer Endemie, die die Erdbevölkerung seit Jahrtausenden peinigt.

      Wäre das auf Englisch geschrieben und übersetzt worden, würde da „emotionale Pest“ stehen. Beides ist im Deutschen möglich, doch „emotional“ ist gängiger. Reich wählte „emotionell“, entsprechend „funktionell“ statt „funktional“. Das heißt aber nicht, daß „emotionelle Pest“ falsch ist. Ich schreibe „Emotionelle Pest“, weil es für mich ein stehender Begriff ist wie „Zweiter Weltkrieg“.

  2. Robert (Berlin) Says:

    “ Versuch Lowens zu sein, mit den Psychoanalytikern irgendwie einen Vergleich zu“

    Das fiel mir auch immer sehr bei Löwen auf, dass er sich viel mit Freud befasste und sehr wenig mit Reichs Schriften. Er war immer ein Opportunist des Zeitgeistes.

    • Peter Nasselstein Says:

      Aus unterschiedlichen Quellen habe ich erfahren, daß heutige Psychoanalytiker und damalige Psychiater (die durchweg eine psychoanalytische Ausbildung hatten – im Gegensatz zu heute) vollkommen entsetzt über Lowen waren, weil der als Nicht-Psychologe und Nicht-Arzt (er war Gymnastiklehrer, Anwalt und Allgemeinmediziner) wirklich vollkommenen Mumpitz gebaut hat, wenn er in seinen Schrift „psychoanalysierte“. Gerade lese ich eine Rezension von Lowens erstem Buch durch Ritter: ein mechanistischer Alptraum. Oberkörper = Aufladung, Unterkörper = Entladung, etc. Vollkommener Schrott, was erstaunlicherweise Ritter erkennt.

      Und wenn ich dann an den neuen „offiziellen“ Reich-Film denke, wo für die „Alexander Lowen Foundation“ und die Bioenergetikerin Ladas Werbung gemacht wird… Ansonsten: – Marxisten!

  3. Robert (Berlin) Says:

    Energy and Character is certainly not an orgonomic journal, but a mishmash of neo-reichianism. If you think Paul Mathews is a fascist, how do you know what’s healthy?

  4. Peter Nasselstein Says:

    Bitte ZEUGNISSE EINER FREUNDSCHAFT in die Hand nehmen und im Register nach „Ritter“ suchen. Man wird sehen, daß Reich die ganze Situation so sah wie später Mathews. Kunststück, denn der war enger Mitarbeiter Bakers und hat alles mitgekriegt. Außerdem, wenn man Mathews‘ Brief noch mal liest: er verdammt Ritter ja nun auch nicht in Bausch und Bogen!

  5. Peter Nasselstein Says:

    Da ständig Nebelkerzen geworfen werden, noch daß: Es ist nicht ohne Grund, daß „ausgerechnet“ Mathews diesen Brief schrieb, denn er war selbst orgonomischer Laientherapeut (wenn auch nur informell) und nahm an allen von Bakers Ausbildungsseminaren teil. Der Unterschied zu Ritter und etwa „Skan-Therapeuten“ war, daß er tatsächlich die Orgonomie verstanden hatte und, zweitens, als Nichtarzt niemals auf den Gedanken gekommen wäre anders als verbal zu intervenieren. Heute bildet das ACO offiziell Nichtärzte aus, aber die sind explizit nicht als „Körpertherapeuten“ unterwegs. Umgekehrt sind es gerade die diversen „Reichianer“ seit Ritter und seinen „Schülern“, die weitaus mehr „körpertherapeutisch“ vorgehen, als es ein ACO-Arzt je tun würde. Eine vollkommen absurde Situation. „Körpertherapeuten“ sind typischerweise Psychologen, Politologen, Soziologen und andere „Geisteswissenschaftler“.

  6. Robert (Berlin) Says:

    From 1954 to 1964 Paul and Jean Ritter ran the Ritter Press in Nottingham, where Paul taught at the School of Architecture from 1952 to 1964, when the School moved to the University, and a new professor was appointed. Ritter Press mainly published the journal Orgonomic Functionalism, devoted to the work of Wilhelm Reich, which appeared in 38 issues in 10 volumes. Paul Ritter was the editor and main contributor. Reich did not accept him as his follower, and wrote in a letter to A. S. Neill: „He claims now to establish the TRUE Functionalism. I am a kind of precursor. He is ending in utter confusion.“[5] After Reich’s death in 1957 Ritter edited a Reich Memorial Volume with contributions by the Ritters, Neill, Nic Waal, and the later Reich biographer Myron Sharaf.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Paul_Ritter

  7. O. Says:

    Dies ist der Kernpunkt der Kritik:
    „Ich glaube nicht, daß Sie oder irgendeiner Ihrer „Auszubildenden“ Orgontherapie praktizieren oder Berichte über Ihre Behandlungen im Orgonomic Functionalism veröffentlichen sollten.“

    Und dies gilt es respektvoll und klar darzulegen. Doch mit jedem Vorstoß, Praktizierende darauf zu verweisen, dass sie inhaltliche keine „Orgontherapie“ betreiben, noch ein ausreichendes Verständnis hiervon entwickelt haben, vermehren sich Selbsternannte/ Gurus und verwandeln „orgontherapie“ in emotionelle Pest um.

    Die ACO – sich berufend auf Reich – hält die Grundausbildung zum Arzt und Psychiater für maßgeblich. Psychologen werden klar ausgeschlossen. Jetzt ist zu fragen, als was bitte die Orgontherapie zu verstehen sei? Stellt man sie als „psychiatrische Orgontherapie“ vor, dann würde ich dem zustimmen, dass dies nicht das Fach eines Psychologen ist.
    Dann ist die „Orgontherapie“ rein psychiatrisch und KEINE Psychotherapie! –

    Es würde sich von selbst erledigen, um sie zu streiten, sie wäre damit „out of discussion“ und beerdigt. Und ob Orgon eine Relevanz innerhalb der Psychotherapie habe, wäre auch mit „Nein“ beantwortet.

    Kurzum erscheint mir die Argumentation des ACO (Baker etc.) gewaltig zu hinken. Und warum hätte man nicht Geld aus Amerika nehmen können, damit in Europa passende Personen ausgebildet werden?

    • Robert (Berlin) Says:

      Reich commissioned Baker to train orgone therapists. All deviations such as radix do not have the goal of orgastic potency.
      How do you know what health is? Your gut feeling can’t be a criterion.

      • Peter Nasselstein Says:

        Sean Haldane… Lächerlich!

        Baker war in der Wilhelm Reich Foundation für die Ausbildung verantwortlich. Alles schon tausendmal dargelegt…

        w-reich.de

      • Robert (Berlin) Says:

        You can say a lot. But you have not yet submitted a single verifiable proof.

      • Robert (Berlin) Says:

        James DeMeo on Facebook:
        The now-deceased orgonomist Elsworth Baker, close associate of Wilhelm Reich, once wrote on this, in his book „Man in the Trap“, and was scalded with boiling hate by the Reichian Left. Moderate conservative orgonomists in those days were screamed at during conferences by radical Marxists, who disrupted their events much as we see today as a regular thing on „progressive“ (Communist) university campuses. Meanwhile, some of the most outspoken critics of modern liberal-progressive Communism are former leftists or old-fashioned liberals, who realize how wrong progressivism has been, how disastrous Marxism has been, and how far off to the hard-left their former associates have strayed. Wilhelm Reich was one such, a young Marxist who later abandoned and criticized the Marxist factions, by 1933 – he was thrown out of every Marxist organization he ever joined, and finally got the message. By 1936, his name was on an NKVD death-list.

    • Robert (Berlin) Says:

      Mathews wrote [JOO 5(2)]:
      „In fact, in the light of the behavior of these groups, as well as the trend toward distortion of Reich and orgone therapy by so called encounter groups, women’s libs, and „primal screams,“ pessimism increases. Of course, a modicum of truth is expressed in all these groups, but they are like an almost totally blind man who upon seeing a vague ray of light stumbles wildly toward it at the edge of a precipice.“

      Whether Primal scream or Radix emotional education.

    • Robert (Berlin) Says:

      „neither of whom was an orgonomist.“
      Both were members of the ACO.

      „but he was still a member of the Party in good standing when the Nazis took over and the German Party ceased to exist.“

      The distribution of his books was forbidden and shortly before the seizure of power (Nazis) there was an expulsion procedure. Communists said to Reich that if they came to power, they would shoot him.

      „As for the more recent tale that he was on a KGB „death list“, if anyone had seriously wanted to kill him, it would have been rather easy.“

      Don’t you confuse the NKWD with the KGB and the 1930s with the’50s?

      • Robert (Berlin) Says:

        (1) Do you know any names?

        (2) That’s not right. Police pursued the police officer murderer Erich Mielke, later head of the secret police in East Germany, 60 years later. You couldn’t kill people that easily because the state police were watching the Communists. At that time, the nations were still conservative or right-wing.

        • Tzindaro Says:

          ( 1 ) I do not recall the names, but if you write to the Cuban Embassy they may be able to tell you more.

          ( 2 ) Hardly the same kind of case. Erich Mielke was very well-known and very many people wanted him punished for something, regardless of what. A killing of a known Communist agitator like Reich by an unknown person would almost certainly have been blamed on the Nazis and not much done to solve it by investigating anyone else, especially other Communists.

          Contrary to fiction, most murders are never solved or are „solved“ by framing some innocent person. Governments go to great lengths to convince the public it is impossible to get away with murder, but in reality it is one of the easiest crimes to get away with according to statistics. It is almost impossible to solve a well-planed killing by a single person who does not have a subconscious wish to get caught. If self-defeating idiots did not boast about a killing to their friends or post pictures of it on Facebook, there would be few murders solved. Killings by organized groups like the IRA or nation-state intelligence services are almost never solved.

          If the Soviet government had wanted Reich dead, he would have been dead quite soon. The claim they wanted to kill him is part of the modern myth by right-wing Reichians that seeks to inflate his importance as an anti-communist thinker and counter the historical fact that he was once a Communist.

        • Robert (Berlin) Says:

          „The claim they wanted to kill him is part of the modern myth by right-wing Reichians“

          But Brady, a red fascist, set the ball rolling. As a leftist, you just don’t want to believe it.

  8. Peter Nasselstein Says:

    Dem vielleicht ersten der modernen „Reichianischen Therapeuten“, Paul Ritter, schrieb Reich am 9. Oktober 1950 persönlich, daß er auf keinen Fall Leute in „Therapie“ nehmen solle, egal wie sehr es ihn auch dränge ihnen zu helfen. Reich fuhr fort:

    Sie (die Orgontherapie) ist nicht mehr und nicht weniger als bio-psychiatrische Chirurgie und kann nur von versierten und gut ausgebildeten Menschen mit der entsprechenden (Charakter-) Struktur auf eine sichere Weise durchgeführt werden. Sie ist deshalb auf Ärzte beschränkt. (Journal of Orgonomy, May 1977, S. 62)

    Sollte er ihm später den Rat gegeben haben, nicht zu schnell in der „Therapie“ vorzugehen, dann allenfalls um weiteren Schaden zu verhindern, der auf Reich zurückgefallen wäre.

  9. Robert (Berlin) Says:

    But under the direction of Baker, the ACO went all the way over to the very far right …

    Paul Mathews wrote:
    „It would be irrational in a world ravaged by Red Fascism, with its enormous populations and power for destruction, to give it equal or less attention than Black Fascism.“

    • Robert (Berlin) Says:

      and lost all the potential suport orgonomy could have gained if it had sought to join forces with it’s natural allies in the movement for social justice that existed in the 60s.

      Mathews about analysis of the political forces:
      „Also, we must do this regardless of its possible being unpopular. Our primary concern is not with being „accepted“ or „democratic“ or „progressive“ or „avant-garde“ or „knowing“ in the mechanistic and ideological sense.“

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