
Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, i. Fickende Gehirne
Schlagwörter: das Unbewußte, Dopamin, Erotik, Hirnforschung, Kernspin, Klitoris, Lernen, Liebe, Marilyn Monroe, Orgasmus, Oxytocin, Perversion, Psychoanalyse, Serotonin, Sex, Sexualität, Solar plexus, Sucht, Testosteron, Vagina
28. Juni 2009 um 11:04 |
Weil immer noch viele Leute der Ansicht sind, dass das Gegenteil der Fall sei und dass sexuelle Abstinenz gut für den Schulerfolg sei.
Wie ich glaube, haben wir zurzeit ganz generell eine Strömung „rückwärts“ hin zu den Ansichten wie: „Leiste erstmal was hinsichtlich Schule, Berufsausbildung, und einige Jahre Beruf, dann darfst Du auch heiraten.“ Ich selber kenne diese Ansicht von früher her, von meinem Vater, jedoch habe ich das Gefühl, dass die Verbreitung dieser Ansicht in unserer Gesellschaft wieder zunimmt.
29. Mai 2014 um 00:16 |
Der weibliche Orgasmus findet im Kopf statt; was also im Kopf einer Frau stattfindet, niemand wird es erraten.
Einige Ehemänner sind plötzlich völlig entsetzt, wenn nach über 20 Jahren Ehe und die Kinder gerade aus dem Haus sind, es heißt: „Schatz, ich möchte mal andere Männer ausprobieren. Ich ziehe mal zur Probe zu einem anderen …“
Was geht dieser Frau durch den Kopf? – Vielleicht, dass sie einen Orgasmus erleben möchte …? Keine Nachricht ist zerstörerischer für den Ehemann als diese.
– Doch keine Sorge, das Leben kann weiter gehen, meist auch besser für den Mann. Denn auch für ihn steht eine Frau schon bereit, die sich ihm um den Hals wirft. – Was allerdings dieser Frau durch den Kopf, wer mag es erraten?
29. Mai 2014 um 07:11 |
Ich suche einen ungepanzerten Mann, und da es ihn nicht gibt, geht die Suche weiter, …
29. Juni 2014 um 13:24 |
Tja, du wirst in den nächsten hundert Jahren auch keinen treffen.
Dürfte wohl nie wieder vorkommen, wenn die Sache mit den EAs stimmen sollte.
Der Zug ist abgefahren – sage ich nicht gerne, aber so sieht es (für mich) leider aus. 😦
29. Juni 2014 um 13:11 |
Leib, Körper vs. Verkopfung usw. hin; Leib, Körper vs. Verkopfung usw. her; seit Descartes ist es recht plausibel, dass vorhandene raumzeitliche Sachen im Unterschied zu Erleben, Erfahren, Bewusstsein, … nicht Orten des Raumes und der Zeit zuzuordnen sind. Etwas anderes ist, ob Erleben, Erfahren, Bewusstsein, … Ursachen in raumzeitlichen Vorgängen haben! Das berührt jenen Unterschied nicht. Und dass ich ein fühle, heißt nicht, dass das Kribbeln IM BEIN IST (bekanntestes Beispiel: Phantomschmerzen). Daher das Interesse an Hirnphysiologie auch im Rahmen der Leib-Seele-Diskussionen. Orgon mag im Knie sein, das Kribbeln, zu dem Orgon irgendwie kausal beitragen mag, eher nicht. Es wäre nun sehr spannend, wenn Erleben – welcher Art auch immer – als unabhängig von Hirnfunktionen erwiesen werden könnte. Auch „Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie wurde festgestellt, ‚daß das zentrale Merkmal des Orgasmus die Verminderung der kortikalen Aktivität – präfrontaler Kortex/linker Temporallappen – ist. Diese ist verantwortlich für die Enthemmung – den sogenannten Kontrollverlust und die Auflösung bzw. Aufweichung der Körpergrenzen.‘“ genügt dem noch nicht.
(vgl z.B. David Chalmers „The Conscious Mind“)
29. Juni 2014 um 13:13 |
Oben ist „Kribbeln-im-Bein“ einzusetzen: Und dass ich ein Kribbeln-im-Bein fühle, heißt nicht, dass das Kribbeln IM BEIN IST.
13. Oktober 2014 um 18:46 |
Hirnkontrolle ist angesagt:
http://www.zeit.de/digital/mobil/2014-10/muse-headband-eeg-hirnstrommessung-meditation-test
„Wer mit Muse zum besseren Menschen werden will, muss meditieren, angeleitet von der dazugehörigen App Muse Calm. Das EEG-Stirnband misst dabei die Gehirnaktivität. Am Ende jeder Einheit zeigt die App, wie ruhig oder aktiv das Gehirn war.“
Ein Kommentator:
„Ich möchte jetzt auch nicht zu sehr abschweifen, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das Gerät (wenn wahrscheinlich auch nur in sehr kleinem Umfang) dazu führen könnte, dass man sich anpasst, bzw. dass man seine Gedanken anpasst. Aber im Endeffekt ist das ja auch das Ziel bei der Meditation.“
15. Oktober 2016 um 11:44 |
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/ein-gelaehmter-kann-dank-eines-hirnimplantatss-wieder-etwas-in-den-haenden-spueren-14479318.html
„Durch einen schweren Autounfall jegliche Empfindungen in den Händen verloren zu haben und diese zehn Jahre später wiederzugewinnen – diese unglaubliche Erfahrung durfte Nathan Copeland machen. Er profitiert von einer Technik, die an der Universität von Pittsburgh und dem dortigen medizinischen Zentrum, entwickelt worden ist. Die Technik basiert auf einer Stimulierung des Gehirns, wodurch Gelähmte wieder etwas empfinden können.“
Ist Empfinden insofern anders als Gefühl i.e.S., als es doch eher ‚im Gehirn realisiert‘ wird? Liegt hier ein wesentlicher Unterschied zwischen Emotion und Sensation?
Tatsächlich wird man jemanden nicht in Rage bringen können, wenn er sich nicht bewegen kann – wohingegen man Kribbeln, Wärmeempfinden u.ä. wohl empfinden mag ohne Körperbewegung. Das mag für eine spezifischere Bindung von Emotion an nicht nur im Hirn stattfindende Prozesse sprechen.
16. August 2017 um 21:40 |
Passendes Bild:
https://www.google.de/search?q=queer&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwja9ICfwNzVAhUBaRQKHTy0AycQ_AUICygC&biw=1440&bih=754#imgrc=u_JRj90NKvEcgM:&spf=1502912210797
20. September 2017 um 15:28 |
Die empirisch durch die Entdeckung afferenter und efferenter Bahnen nahegelegte Auffassung der ‚fickenden Gehirne‘ wurde von Hilary Putnam 1981 auf den Punkt gebracht; hier ein Überblick von Olaf Müller: http://gehirnimtank.de/
22. Oktober 2017 um 21:52 |
Zu dem Thema gehört auch:
Ist Hungergefühl wirklich nur das Ergebnis einer Art ‚Messung‘ des Blutzuckerspiegels?
Ich jedenfalls spüre Hunger immer ganz stark ‚im Bauch‘. Wie kommt es zu diesem Gefühl der Lokalisation?
10. November 2018 um 18:38 |
Zu Marilyn Monroe:
„Gleichwohl starb Marilyn nicht in Armut – die Mehrheit ihres Besitzes hinterließ sie ihrem inzwischen ebenfalls verstorbenen Schauspiellehrer Lee Strasberg, von dem sie „beinahe religiös abhängig war“ (Miller). 25 Prozent vermachte sie ihrer Psychoanalytikerin Marianne Kris. Die Seelendoktorin, die 1980 ihre Augen schloß, hinterließ ihre Marilyn-Erbschaft dem Londoner „Anna Freud Institute“, das Kinder, auch psychotherapeutisch, betreut.
Die Beträge, die das Institut sowie die Strasberg Witwe Anna heute noch beziehen, sind „beträchtlich“, denn die Vermarktung des toten Idols bringt jährlich rund eine Million Dollar ein – weit mehr als ihre gesamten Filmhonorare.“
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13684905.html
19. Mai 2022 um 11:22 |
William and Mary: