
Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, b. Sex wozu?
Seit Beginn des Internets geht es mit religiösen Bewegungen wie den Mormonen oder den Zeugen Jehovas rasant bergab, einfach weil der ganze Unsinn, die theologischen Widersprüche und der Machtmißbrauch publik werden. Alles ist nur einen Knopfdruck entfernt! Von daher ist es kein Wunder, daß auch „die“ Juden zunehmend unter Beschuß geraten. Der Unterschied ist nur… …sind 2000 Jahre Geschichte.
Diese Geschichte führt ein beunruhigendes Fortleben. Dazu muß man nur ins Netz gehen, wobei es gleichgültig ist, ob man linke oder rechte Seiten aufruft. Es ist charakteristisch für den geistigen Zustand unseres Vaterlandes, wenn man im Kommentarbereich eines beliebigen politikkritischen Videos Nazi-Ergüsse wie den folgenden lesen muß:
die jüdische talmud legitimiert des kindesmissbrauch, laut jüdischer lehre sind 3 jährige mädchen reif für die jüdische vergewaltigung
die jüdische lehre nennt nichtjuden slaven und vieh, die dem juden dienen müssen, die jüdische lehre will die weltherrschaft, die sie ja mitlerweile in festen händen hält.
die jüdische lehre erlaubt ebenfalls das töten von nicht-juden, ausserdem muss jeder nicht-jude, der sich mit der jüdischen lehre befasst, ermordet werden, also auch ich. judentum=frieden 😉
Ich kenne kein besseres Beispiel für Emotionelle Pest als den Antisemitismus (bzw. seine moderne Ausprägung, den „Antizionismus“ – der vielleicht noch widerwärtiger ist). Die Pest wirft den Juden (bzw. Israelis) genau das fälschlicherweise vor, was sie selbst praktiziert:
„Materialismus“, so als wenn sich, beispielsweise, die britische Regierung auch nur einen Scheiß um das Los der sogenannten „Palästinenser“ kümmern würde, wäre sie nicht vom Öl und den Investitionen der Araber abhängig. Hat sich beispielsweise auch nur ein westlicher Politiker um die Millionen geschert, die in den letzten Jahren regelmäßig in Afrika massakriert werden?
„Kontrolle der westlichen Medien“, so als wären die nicht eindeutig antizionistisch (antisemitisch). Man mache doch nur mal den Fernseher an oder schlage eine Zeitung auf. Selbst in den Unterhaltungsmedien: dort sind Juden grundsätzlich nur als solche erkennbar, wenn sie antisemitische Klischees erfüllen. Jüdische Onkel Toms spielen diese Rolle mit kindlicher Begeisterung. Und dann erst die Onkel Toms hinter der Kamera: man denke nur an Spielberg und sein antizionistisches (antisemitisches) Machwerk München!
Ständig wird Israel als Bedrohung für den Weltfrieden hingestellt. Man schaue doch mal bitte auf eine Weltkarte und versuche Israel auszumachen – es ist in diesem Maßstab gar nicht darstellbar.
Am drolligsten sind aber die Hinweise auf angeblich erschreckende Stellen aus dem Talmud, die beweisen würden, wie die Juden tatsächlich über die Nichtjuden denken. Diese Vorwürfe sind so unglaublich frech erlogen und selbst fabriziert, daß einem die Spucke wegbleibt (Grieben 2004: Talmudfälschungen).
Dank unserer Politiker wird alles wiederkommen. Europaweit Verhältnisse wie bereits heute in der Stadt Malmö, aus der die Juden vor den Pogromen der Muselnazis fliehen. Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!
Reich schrieb über den Antisemitismus:
Unbewußte Sehnsucht nach sexueller Lebensfreude und sexueller Reinheit bei gleichzeitiger Angst vor der natürlichen und gleichzeitiger Angst vor der perversen Sexualität ergibt faschistisch-sadistischen Antisemitismus. (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 184)
Reich illustriert das 1935 wie folgt:
DER JUDE IM FASCHISTISCHEN LICHT
Die Sexpol behauptet, daß ein wesentliches Stück des faschistischen Antisemitismus der unbewußt irrationalen Auffassung entspricht, der Jude repräsentiere brutale, schmutzige Sinnlichkeit und den sexuellen Schächer. Hier ein Beleg:
Deutscher Volksgenosse, weißt Du:
daß der Jude
daß der Jude
daß jüdische
daß der Jude
obiges nach seinen Talmudgesetzen tun muß,
da es für ihn eine gottgefällige Tat ist.
Deutsche Volksgenossen, darum fordert:
Für Deutsche, die mit
Nichtariern Geschlechtsverkehr unterhalten,
Zuchthausstrafen, Aberkennung der Staatsbürgerrechte,
Vermögensbeschlagnahme und Ausweisung. Im Rückfall
Todesstrafe. Die Nachkommen sind unfruchtbar zu
machen und dürfen keine Staatsbürger werden, sie und
der nichtarische Teil sind auszuweisen. Frauen und
Mädchen, die sich freiwillig mit Juden einlassen, ist
in keinem Fall gesetzliches Schutz zu gewähren. Für
Betrügereien hohe Zuchthausstrafen. Der Jude lebt von
der Lüge und stirbt an der Wahrheit.
Nora-Druck, Berlin
Das Verbot des Geschlechtsverkehrs zwischen Juden und Ariern wurde Gesetz!
Von fünfzehn Beschuldigungen beziehen sich zehn unmittelbar auf Sexuelles!
Rationelle Sexualpolitik ist die wichtigste Waffe gegen faschistische Mystik! (Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie 2(3)(7):189f)
Was den Talmud und die faschistischen Tendenzen in der israelischen Gesellschaft betrifft: Eine Gesetzesreligion wie die jüdische muß ständig mit den Konsequenzen der rigiden, mittlerweile wirklichkeitswidrigen Gesetze, mit anderen Worten der gesellschaftlichen Panzerung, ringen. Nach diesen Gesetzen ist ein vergewaltigtes kleines Mädchen für den Rest seines Lebens unrein und damit gesellschaftlich erledigt. Die Rabbiner haben, wie immer in solchen Fällen, zu willkürlichen Spitzfindigkeiten gegriffen, um diese Ungerechtigkeit abzuwenden, was aber regelmäßig zu neuen Ungeheuerlichkeiten führt, die dann wieder noch spitzfindiger weggebügelt werden müssen und immer so weiter, bis wir den Talmud und eine vollkommen verpanzerte Gesellschaft vor uns haben. Juden wie Reich haben diesen neurotischen Wahnsinn, der sich als „Religion“ tarnt, hinter sich gelassen, d.h. „den Stamm verlassen“. Andere, wie Freud und Einstein, haben das halbherzig getan, d.h. ihre „jüdische Identität“ bewahrt, d.h. den Wahnsinn weiter unterstützt. Eine dritte Gruppe hat aus dem religiösen Wahnsinn einen politischen Wahnsinn gemacht, eine „politische Religion“ ähnlich dem Nationalsozialismus oder dem modernen Islamismus. Uns interessiert nur der sexualökonomische Kern dieser universellen Sauerei!
Leute, laßt Euch weder von Antisemiten noch von Philosemiten verarschen! Juden sind auch nur allzu(un)menschlich:
Die drei Parias des Geistes (Laska) werden rehabilitiert und dergestalt ins diametrale Gegenteil verkehrt:
LaMettrie wird unisono auf den „Maschinenmenschen“ reduziert. Monoton taucht sein Name auf, wenn irgendwas von „Kybernetik“, „Robotik“ und „Transhumanismus“ die Rede ist. Der Mensch ist eine Maschine, in die man mittels Drogen irgendwelche Phantasma einspeisen kann:
Stirner wird immer wieder von allen möglichen Perversen und Transen ins Feld geführt: Psychische Gesundheit ist Spuk! Ich bin, wer ich bin!
Und schließlich Reich, der seine beiden Vorgänger in sich vereinigt. Dazu möchte ich ausnahmsweise KI zitieren:
Wilhelm Reich wird oft als eine Art „Urvater“ oder visionärer Vorläufer des Transhumanismus betrachtet, obwohl er primär als Psychoanalytiker und Begründer der Körpertherapie bekannt ist. Die Verbindung ergibt sich vor allem aus seinem Streben nach einer fundamentalen Überwindung menschlicher Limitierungen durch die Manipulation biologischer Energien.
Hier sind die zentralen Parallelen und Konzepte, die diese Einordnung stützen:
Überwindung des „Körperpanzers“: Reich lehrte, daß Menschen durch Erziehung und Trauma eine muskuläre und psychische Panzerung entwickeln, die den freien Fluß der Lebensenergie verhindert. Sein Ziel war die Befreiung des Menschen von diesen biologischen und psychischen Fesseln – ein Kerngedanke des Transhumanismus, der die biologischen Schranken des Menschen erweitern oder aufheben will.
Orgon-Energie als technologische Optimierung: Mit der Entdeckung der „Orgon-Energie“ und dem Bau von Geräten wie dem Orgon-Akkumulator versuchte Reich, die menschliche Vitalität und Gesundheit durch externe Apparaturen gezielt zu steigern. Dieser Ansatz, den menschlichen Körper durch Technik zu „optimieren“ oder zu heilen, ist ein Grundpfeiler transhumanistischen Denkens.
Wissenschaftlicher Messianismus: Reich glaubte, durch die Entschlüsselung der Lebensenergie eine universelle Lösung für Krankheiten und gesellschaftliche Mißstände gefunden zu haben. Diese Vision einer durch Wissenschaft und Technik herbeigeführten „perfekten“ Existenz spiegelt den Optimismus moderner Transhumanisten wider.
Vordenker der Transformation: Während Reich sich auf die biologisch-energetische Ebene konzentrierte, zielen heutige Transhumanisten auf digitale oder genetische Upgrades ab. Beide eint jedoch der radikale Bruch mit dem traditionellen Menschenbild und die Überzeugung, daß der Mensch kein „fertiges“ Wesen ist.
In der Rezeption wird Reich daher oft als jemand gesehen, der die Grenzen zwischen Psychologie, Biologie und Technologie aufbrach, was ihn zu einer inspirierenden, wenn auch umstrittenen Figur für transhumanistische Strömungen macht.
Und was spezifisch die gesellschaftliche Zersetzung mit den Themen Geschlecht und Sexualität betrifft das folgende. Die Beispiele mögen antiquiert sein, doch es zeichnen sich Tendenzen ab, daß es in diese Richtung mit der Reich-Rezeption weitergeht.
1. Feminismus (Körperpolitik & Patriarchatskritik)
Alice Schwarzer: In ihrem frühen Werk (z.B. Der kleine Unterschied und seine großen Folgen) und in der Zeitschrift EMMA finden sich Spuren von Reichs Thesen zur sexuellen Unterdrückung der Frau als politisches Machtmittel.
Germaine Greer: In ihrem Klassiker Der weibliche Eunuch (1970) bezieht sie sich auf Reich, um zu erklären, wie Frauen durch gesellschaftliche Unterdrückung ihrer Sexualität und Lebensenergie entfremdet werden.
Shulamith Firestone: In The Dialectic of Sex (1970) verbindet sie Marx und Freud, nutzt dabei aber stark Reichs Ansatz, daß die sexuelle Revolution die Basis für die soziale Revolution sein muß.
Dianne Post: Die US-amerikanische Feministin bezog sich später explizit auf Reichs Analysen zur autoritären Familienstruktur als Keimzelle des Patriarchats.
2. Homosexuellenbewegung & Sexualpolitik
Hans-Georg Stümke: In seinem Standardwerk Homosexuelle in Deutschland analysiert er, wie die frühe Schwulenbewegung der 70er Jahre (z.B. die HAY in Berlin) Reich als theoretisches Fundament nutzte, um den Zusammenhang zwischen Faschismus und Homophobie zu erklären.
Rosa von Praunheim: Sein Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971) atmet den Geist von Reichs „Sexualökonomie“. Der Titel spiegelt Reichs Idee wider, daß die Umwelt (die Gesellschaft) das Individuum neurotisch macht.
Guy Hocquenghem: Der französische Theoretiker (Das homosexuelle Begehren, 1972) radikalisierte Reichs Thesen und verband sie mit Deleuze/Guattari, um die bürgerliche Moral als Unterdrückungsmechanismus zu entlarven.
Reimut Reiche: In Sexualität und Klassenkampf (1968) setzte er sich intensiv mit Reich auseinander, um die sexuelle Befreiung innerhalb der Studentenbewegung theoretisch zu begründen (wenn auch kritisch gegenüber Reichs späterem „Biologismus“).
3. Übergreifende Vordenker (Frankfurter Schule)
Herbert Marcuse: Er ist die wichtigste Brücke. In Triebstruktur und Gesellschaft (1955) rehabilitierte er Reich für die Neue Linke. Ohne Marcuses Reich-Rezeption hätte es die theoretische Grundlage für die sexuellen Revolten der 68er (Feminismus und Gay Lib) so nicht gegeben.
Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:
Blogeinträge September-Dezember 2010
Kommentare zu „Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion“
Robert schrieb 2012:
http://de.wikipedia.org/wiki/49%E2%80%9351_Park_Place
Robert 2013:
„Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.“
Hier verwischt Konia mehrere Themen und hinterläßt ein großes Durcheinander. Die Fakten sprechen eindeutig für eine Sprengung der 3 Hochhäuser am 11. September. Wer keine ACO-induzierte Augenblockade hat, kann es kinderleicht erkennen.
Ahmadineschad hat dieselben Ziele wie andere Musels, die Weltherrschaft des Islam. Das ist schließlich das Ziel ihrer Religion.
Der Iran hat in den lezten 500 Jahren kein Land angegriffen, wieso sollte er es jetzt tun?
Die USA sind mit viel größeren Verbrechern (z. B. Bahrain, Saudi-Arabien) verbündet, als es das muselmanische Iran ist.
Weil Konia eine schwere Augenblockade hat, kann er nicht die Verbrechen der US-Regierung sehen (und was ist mit Obama?) und leugnet alles in Bezug auf dieses Thema. Damit zerstört er die orgonomische Soziologie stärker, als es jeder linke Schreiberling, der sich auf Reich beruft, machen könnte.
Kommentare zu „Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens“
Peter 2012: Wie verpeilt doch unsere Kultur seit langer Zeit ist!
In Faust I sagt Mephistopheles:
Das kommt nur auf Gewohnheit an.
So nimmt ein Kind der Mutter Brust
Nicht gleich im Anfang willig an,
Doch bald ernährt es sich mit Lust.
So wird’s Euch an der Weisheit Brüsten
Mit jedem Tage mehr gelüsten.
O.:
Unterschätzt bzw. nicht geschätzt wird hier von einer Frau/ „Orgonomin“ das Beisein des Vaters. Dieser wird nicht einmal erwähnt. Also auch in der Orgonomie eine mechanistische Sicht über die überpotente Rolle der Frau. Ist dies nicht ein Zeichen des liberalen Feminismus beim ACO? Ich bin froh, dass man aus Reich nicht mehr eine Frau machen kann. War es doch ein Mann, der auf die wichtigsten Dinge bei der Geburt hinweist, wenn auch ein Arzt.
In mystischer „reichianischer“ Idealisierung wird auf den Mutter-Kind-Kontakt gleich nach der Geburt verwiesen und sogar dem Fötus bei Geburt eine aktive Rolle zugewiesen (new!).
Verschwiegen wird bei dieser Annahme, dass der Fötus auch genau so aktiv sich der „Austreibung“ und dem Zur-Welt-kommen sich über Tage hinweg verweigern kann, wenn diese durch ärztliche, mechanistisch-orientierte Prozesse gestört und verschreckt wird. Beispielsweise durch die Ankündigung einer gewaltvoll einzuleitenden Kaiserschnittgeburt mit Narkotisierung der Mutter. (Totaler Kontaktverlust zum Kind!)
Und hier muss der Vater mit klarem Kopf dabei sein, um die „medizinischen“ Phanastereien der ständig wechselnden Ärzte entgegen zu wirken, damit das Kind in Ruhe und nach eigenem Rhythmus kommen kann, wenn Mutter und Kind bereit sind. Das Fötus bestimmt den Zeitpunkt nicht die Mutter oder die Medizin.
Kein Wort hiervon von der ACO-Orgonomin? Wo ist der Vater nach ihrer Vorstellung? Dies ist (liberale) Freiheitskärmerei, nach dem „Ich weiß es besser“ Muster neoreichianischem Theoretisierens.
Hier wird eben gerade nicht aus der Praxis gesprochen, sondern eine „politische“ (reichistische) Position vertreten, die vorgibt es besser zu wissen.
Für die Einzelsequenz, dass evtl. das Kind zur Brust allein finde, steckt insofern ein Funke Sinn, als dass der Kontakt zwischen Mutter und Kind nicht in diesem Moment zu stören ist. Das Neugeborene braucht den sofortigen Kontakt zur Muttern auf dem Bauch.
Ob es wie es hier mechanistisch-orgonomisch anklingt, die Strecke vom Bauch zur Brust leistungsorientiert selbstständig zurücklegen muss, darüber muss man wohl wieder streiten und dies nicht zum Dogma machen. Der Vater wird auch vom ersten Moment an vom Kinde wahrgenommen. Wer diesen Zeitpunkt verpasst, liebe „abwesende Väter“, ist emotional raus aus dem Kontakt zum Kind! Welcher Orgonom hat dies erzählt? Ich.
____________________
Das ACO wird zunehmend auch an ihren eigenen Ansprüchen gemessen werden und diesem sozialpolitischen Ansichten Bakers konfrontiert, wenn es dem nicht zu genügen scheint. – „Die Geister, die ich rief …“ (aus Zauberlehrling)
Es kann auch nicht annehmen, dass sie alleine sich um die „Kinder der Zukunft“ bemüht haben. Andeutungen in Halbsätzen über die Kompetenz von Säuglingen reicht nicht, um zu beeindrucken.
Kommentar zu „Integrieren sich die Moslems oder ‚übernehmen sie das Ruder‘?“
Robert schrieb 2013: Über diese Spaltung in extreme und moderate Moslems sagt auch dieser Artikel etwas aus
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/harlem-shake-bringt-schuelern-in-tunesien-und-aegypten-aerger-ein-a-886364.html
Kommentar zu „Wenn der Liberalismus tot ist, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam“
Peter: Gegen „sozialdemokratische“ Kryptokommunisten wie Helmut Schmidt, der für die Niederschlagung des Tiananmen-Aufstands von 1989 Verständnis zeigte:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/tibeter_und_andere_chinesen/
Kommentare zu „Homosexualität bei Jugendlichen“
Marcel 2013: Zu viele weibliche Hormone während der Schwangerschaft sollen eine Rolle spielen, das wäre dann eine Art Behinderung. In 20 Jahren werden sie sich wahrscheinlich Behindertenausweise austellen lassen.
Robert 2015: Furcht vor Familie
Familie vernachlässigen und Einzelgängertum überbetonen: Die Politik der vergangenen Jahre wirkt. Glaubt man der Shell-Jugendstudie, würden inzwischen sogar mehr Jugendliche lieber neben einem schwulen Pärchen (88 Prozent, Tendenz steigend) als neben einer deutschen Familie mit vielen Kindern (82 Prozent, Tendenz gleichbleibend) wohnen.
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/furcht-vor-familie/
Kommentare zu „Das Marihuana-Problem“
Robert 2013:
„befreit sie aus ihrer sexuellen Not“
„and putting them out of their sexual misery“
Etwas grob übersetzt, weil eine Befreiung ist es ja nicht, eher ein wegdrängen/ausschalten.
a) to put somebody/something out of business jdn/etwas aus dem Geschäft drängen;
b) to put somebody out of a job jdn entlassen;
c) to put somebody/something out of one’s mind jdn/etwas vergessen
d) (extinguish) fire löschen; candle, cigarette ausmachen; (turn off) lights ausschalten
Peter:
„put him out of his misery“ meint an sich Gnadenschuß!
O.: Konia könnte auch mal darauf eingehen, dass das Leben des Kiffers schon vorher abgestumpft ist und die Droge der missglückte Versuch ist, dieser Realität sich zu entziehen und zu entspannen (was man von der heutigen Droge M. auch nicht mehr sagen kann, weil da so manches beigemischt wird – was auch den Medizinern entgeht).
Das Marijuanna der Siebziger ist nicht das von heute und wird ganz anders (exzessiver) konsumiert. Warum darüber kein Wort?
Ferner sei auch erwähnt, dass das M. mal wieder modern ist und wohl zu einem Großteil den Konsum der harten Drogen verdrängt, zumindest in der Menge, damit ist die Chance eines Entzuges hoffnungsvoller als bei Heroin.
Medizinisch auch interessant, dass es in der Medizin als anerkanntes Medikament gegeben wird, um Schmerzzustände zu betäuben oder den Appetit zu beeinflussen.
O.:
Die Frage nach der Legalisierung von Drogen sollte endlich entschieden werden. Sie gehören reszeptfrei in den Apotheken zu erwerben, damit sie von der Straße und aus den Schulen verschwinden. Natürlich können sich dann Kriminelle keine goldene Nase mehr verdienen. Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren, weil sie legal sind und eine ordentliche Aufklärung hierzu liegt im Interesse der Allgemeinheit.
Eltern haben Vorbildfunktion, wenn sie weitestgehend drogenfrei leben, werden auch die Kinder in der Regel keine Drogen nehmen, es sei denn, sie haben eine absolute verklemmte Haltung dazu.
Die freigewordenen Polizeikräfte könnten sich dann mal den Wirtschaftskriminellen widmen, insbesondere denen der Nahrungsmittelindustrie, es wäre doch schön, wenn keine Gifte und vergammeltes Essen (statt Bio) auf den Tisch kämen.
Johannes:
Genau, Drogen gehören weg von der Straße und auch das Elend in den Hohn-Häusern kann dadurch nur besser werden. Durch „reine“ Repression kann man das Elend nur verlagern. Apotheken sind ein guter Vorschlag.
Hier schmeißen Leute Flaschen und Müll aus ihren Fenstern, hören nachts rücksichtslos lauten Dreck… Inwieweit sie ihre Rezeptoren befeuern, weiß ich nicht, doch ihr Verhalten spricht für sie.
Cannabis ist v.a. nicht ohne…, weil es nicht ausschließlich entspannend, oder „nur“ psychedelisch wirkt, etwa das Innere offenbaren würde, sondern dabei gleichzeitig auch betäubt, also Empfindungen blockiert, wobei man hierbei bedenken muss, dass es um verschiedene Rezeptoren mit unterschiedlicher Rezeptoraffinität geht. Sogesehen denke ich, dass manche Sorten möglicherweise schon geeignet sein können, um Schmerzpatienten zu behandeln.
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehe ich das anders. Es sollte aber auch mehr über Ritalin und SSRI gestritten werden.
Diese vielen angeblichen Räuchermischungen mit synthetischen Cannabinoiden wurden hier bislang nicht diskutiert. Diese sind weitaus schlimmer und trotzdem sehr verbreitet. Seit einigen Jahren werden sie immer häufiger und besser getarnt in Cannabisprodukten gefunden.
Echte Psychedelika könnten hingegen wieder therapeutisch wirklich sinnvoll eingesetzt werden.
Das ist die andere Seite: http://youtu.be/XKVGKU-NzRQ
Dieser eine Prozentanteil, welcher in dem ersten Video erwähnt wird, bedeutet tatsächlich nicht wenige „Fälle“.
Die vielen vorher erzeugten, ausgeblendeten, sogenannten latenten Psychosen, oder auch „Hausfrauen“- und Minipsychosen, geförderten Neurosen und Psychosen durch unsere „nette“ und verpestete Gesellschaft sollten als Ursachen aber auch miteinbezogen werden.
O.:
Insbesondere südländische Menschen kommen schnell in psychotische Zustände, wenn ihnen der Boden unter den Füßen weggerissen wird: Sie den Arbeitplatz verlieren und die Frau sich daraufhin von ihnen trennt und den Sex verweigert.
Bei einer Häufung oder erhöhten Intensität von Stressoren, scheint mir das „Gehirn“ abzuschalten oder in die Psychose zu flüchten, um die Realität nicht mehr wahrnehmen zu können, da sie unerträglich geworden ist für den Betroffenen.
Klaus:
„Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren.“ Da habe ich Zweifel, da diese Drogen ja nicht NUR deshalb einen Reiz haben, weil sie illegal sind.
O.:
Mangels alternativer Erlebnissweilten werden auch viele Jugendliche noch vom Techno der Oma- und Opageneration angezogen. Die Drogen müssen schließlich auch verkauft werden, somit ist die Unterhaltungsindustrie als „Subkultur“ hierauf spezialisiert. Eine komatisierte Drogengeneration wird nicht kritisch denken wollen, noch können, zu gravierend sind die „gelochten Hirne“, die in der Substanz geschädigt sind. Diese Zielgruppe wird man nicht mehr erreichen. Aber wenn sie zu Apotheke laufen müssen, wie Rentner, die ihre Medikament abholen, dürfte dies ihnen wohl auch langsam uncool erscheinen. Der coole Drogendealer wird dann nicht mehr ihr Lieferant sein, sondern die weißkittelige Apothekenhelferin (auf 400,00 € Basis angestellt). Das BTM wird von Fahrern für 3,30 € Stundenlohn zur Apotheke mehrfach täglich vorbeigefahren.
Nun könnte auch der Drogenkonsum in Discos untersagt werden, wer konsumiert, bleibt draußen, wie die Raucher. – Man kann sich noch einiges ausdenken … Schließlich ist das heimische Konsumieren vor dem Fernseher doch sinnvoller, um das Programm der privaten Sender zu ertragen.
Klaus Says:
Die alten grünen Standardargumente. Eignen sich die Erfahrungen in Holland zum einen und in Zürich zum anderen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Platzspitz ) dazu, diese doch recht gutmenschliche Sicht zu stützen?
Es gibt zwei Arten von „Orgonomie“, die kaum etwas mit Reichs Orgonomie zu tun haben. Die erste macht aus Reichs Beiträgen eine in sich geschlossene „Weltanschauung“, die zweite benutzt Reichs Lebenswerk als eine Art Steinbruch, wo man nach Belieben (d.h. nach den eigenen ideologischen Vorlieben) mal das und mal jenes herausklauben kann.
Dem aufmerksamen Leser dieses Blogs wird aufgefallen sein, daß die einzelnen Beiträge untereinander nicht immer harmonieren und ab und an „Widersprüche“ auftreten. Dazu ist zu sagen, daß der Student der Orgonomie die Welt immer wieder von neuem und möglichst unvoreingenommen betrachtet. Er hat keine in sich geschlossene „Weltanschauung“, d.h. er hat kein Brett vor dem Kopf. Er ist offen für alles und im guten und echten Sinne liberal.
Man nehme etwa die drei Grundtabus, auf denen die gepanzerte Gesellschaft aufgebaut ist: Sexualität, Politik und Religion. In der gegenwärtigen anti-autoritären Gesellschaft ist es nur allzu verständlich, wenn der Student der Orgonomie dem Uneingeweihten als „puritanisch“, „konservativ“ und sogar als „christlich“ erscheinen mag. Wenn sich die Umstände geändert haben, könnten wir uns durchaus im entgegengesetzten Lager wiederfinden. Außerdem entwickelt sich die Orgonomie im allgemeinen und die orgonomische Soziologie im besonderen beständig fort.
Das Mißverständnis, daß es sich bei der Orgonomie um eine „in sich geschlossene Weltanschauung“ handelt, entsteht auch dadurch, daß es etwa undenkbar ist, daß sich ein Cloudbuster-Operateur (Meteorologie, Ingenieurwesen) nicht mit Reichs sexualökonomischen Theorien auseinandersetzt (Medizin, Psychologie, Soziologie) und sich nicht fortwährend in orgontherapeutischer Behandlung befindet. Wie überall in der Wissenschaft geht es darum, die Instrumente und Geräte intakt zu halten. In der Orgonomie ist das wichtigste Instrument der menschliche Geist und Körper sowie das soziale Gefüge zwischen den Arbeitenden (Arbeitsdemokratie).
Ab und an hatte ich wirklich genug von der Orgonomie. Es waren „WTF“-Momente. Da war beispielsweise der Augenblick, als ich über die Rolle des Augenkontakts bei Menschenaffen sprach, die ihn als extrem aggressiven Akt wahrnehmen. Mein „orgonomisches“ Gegenüber reagierte heftigst: das müßten die Verhaltensforscher falsch interpretiert haben! – Es paßt nicht zur „orgonomischen“ Weltanschauung, in der beispielsweise der „tiefe Augenkontakt“ eine wesentliche Rolle spielt. Bei solchen Reaktionen denke ich mir dann: „Scheiße! In was für eine Sekte grenzdebiler Irrer bin ich hier bloß reingeraten?“ Andere Beispiele sind irrationale Reaktionen auf meine faktisch begründeten Zweifel über Giordano Bruno oder die Hexenverfolgung oder die offensichtliche Beobachtung daß es, oh Schreck, Rassenunterschiede gibt.
Ähnlich die Reaktion, als ich erwähnte, daß Malinowski seinem posthum veröffentlichten Tagebuch zufolge Probleme mit dem Rassismus der Trobriander hatte, die einen Horror vor Körpergerüchen haben und jedes Körperhaar entfernen. Und dann kommt da so ein übelst vor sich hin müffelnder (generell ist Kleidung, diese Segnung des weißen Mannes, in den Tropen unhygienisch!), ständig schwitzender, blasser und wie ein Halbaffe über und über behaarter Untermensch (ein Mitteleuropäer) wie Malinowski daher! Malinowski hat sich gerächt, indem er von „Niggern“ und, was die jungen Trobrianderinnen betraf, „Huren“ sprach. Aber erwähne das mal gegenüber einem ganz in der „orgonomischen“ Weltanschauung aufgehenden Sektierer, für den Malinowski ein orgonomischer Heiliger ist! „Blödsinn!“ Da müßte ich was mißverstanden haben, blablabla.
Für diese Leute scheint es keine objektive Wirklichkeit zu geben. Alles wird mit einer vermeintlich „orgonomischen“ Brille gesehen, ohne daß sie sich bewußt sind, daß sie eine Brille tragen. Diese Brille ist fast durchgehend rosa gefärbt: Friede, Freude, Eierkuchen.
Reich ist nicht ganz unschuldig für das Aufkommen dieser Weltanschauung, mußte er sich doch zeitlebens mit Leuten auseinandersetzen, für die der Mensch ein „sadomasochistisches Tier“ war, die Welt ein von wachsender Entropie und dem „Todestrieb“ bestimmtes Jammertal; dauerhaftes Glück sei Illusion, der Stoizismus die angemessene Geistesverfassung. Noch heute sind die arroganten Hackfressen der Reich-Hasser von diesem Gedankengut durchfurcht.
Tatsächlich hat sich die Gesellschaft aber mittlerweile grundlegend geändert. Aus der autoritären Gesellschaft wurde die anti-autoritäre Gesellschaft und an die Stelle von Sigmund Freud ist Erich Fromm getreten. Zwar spreizen sich in pseudo-intellektuellen Schmierantenblättern noch immer die Zyniker, aber der Gutmensch dominiert zusehends die Szenerie. Er hat sich sogar seinen eigenen Reich-Film gedreht: ein weicher, verletzlicher, durch und durch anti-autoritärer Reich, der nahe am Wasser gebaut hat. Aussagen Reichs, die nicht in diese Weltanschauung passen, hat Reich, dieses Weichei, dann halt aus Angst vor „McCarthy“ getätigt!
Ähnlich sieht es im Bereich der Orgonbiophysik aus. Da haben wir ein perfektes Weltsystem vor uns: der Raum ist mit einer Art Sauce (dem Orgon) gefüllt, das durch das Universum, die Atmosphäre und den menschlichen Körper fließt, wie es die „alten Weisheiten“ der Völker und verschiedene moderne Esoteriker lehren. Mein Protest, daß man die Orgonenergie nicht einfach mit dem Äther, dem Od, dem Chi und all den anderen „feinstofflichen“ Essenzen gleichsetzen kann, wird jeweils verächtlich vom Tisch gewischt. Reichs Orgon wird mit den verzerrten Wahrnehmungen von gepanzerten Menschen gleichgesetzt!
Reich war ein Wissenschaftler, kein Begründer von etwas, was die Welt nun wirklich als allerletztes braucht: eine neue Weltanschauung. Tatsächlich ist diese vermeintlich „orgonomische“ Weltanschauung derartig beschränkt, klaustrophobisch und offensichtlich falsch und schlichtweg peinlich, daß man den Kritikern der Orgonomie manchmal nur aus vollem Herzen rechtgeben kann. Tatsächlich entspricht diese „orgonomische“ Weltanschauung dem Weltbild des kleinen Mannes, der nicht etwa nach Erkenntnis sucht, sondern nach Halt und Orientierung in dieser Welt.

Die Emotionelle Pest richtet sich allgemein gegen eine Erregung in der Umwelt, die der emotionell Pestkranke nicht ertragen kann. Das ist etwa so, wie wenn du an einer schwierigen Arbeit sitzt, dich konzentrieren mußt, und dich irgendeine Musik in den Wahnsinn treibt und du dann tatsächlich ausrastest. Das wird meist eine nachvollziehbare und rationale Reaktion auf die Rücksichtslosigkeit deiner Mitmenschen sein. Anders sieht es aus, wenn du aus irgendeiner Frustration heraus überempfindlich bist und selbst rücksichtslos auf Nichtigkeiten reagierst. Diese irrationale Reaktion ist Emotionelle Pest. Unmißverständlich ist es Emotionelle Pest, wenn das ganze mit einer sexuellen Unbefriedigtheit bei dir im Zusammenhang steht. Und ganz spezifisch Emotionelle Pest liegt vor, wenn sich deine Reaktion gegen das Genitalleben anderer richtet. Der krönende Abschluß an Emotioneller Pest ist es schließlich, wenn zu diesem Beginnen die Moral ins Spiel gebracht wird!
Elsworth F. Baker, Jahrgang 1903, war jener Schüler Reichs, dem er seit 1949, als Reich begann von New York City wegzuziehen, um sich ganzjährig in Maine niederzulassen, die Ausbildung zukünftiger medizinischer Orgonomen anvertraute. Eine Aufgabe, der Baker bis zu seinem Tode 1985 nachging. Ein Jahr zuvor verstarb seine Ehefrau Marguerite, die wie er bei Reich in Therapie war und beispielsweise am Projekt „Kinder der Zukunft“ teilgenommen hatte. Die beiden waren seit 1941 verheiratet.
Nun möchte ich auf den Artikel des damals fast 100jährigen Morton Herskowitz „A Refutation of Political Misuses of Reich’s Work“ eingehen, der sehr persönliche Angriffe auf Baker enthält, die neuerdings von Philip Bennett wiederholt wurden (siehe dazu Orgonomische Facebook-Seiten seit der Trump-Wahl (Teil 1)) und allgemein seit nunmehr über 40 Jahren als Klatsch umgehen.
Nachdem er Baker als Rechtsextremisten und „Elitisten“ outet, fährt Herskowitz fort, daß Courtney F. Baker zufolge sein Vater oft log, etwas, was Courtneys Partnerin, die Orgonomin Louisa Lance bestätigt habe. Herkowitz fährt fort: „Einmal nahm ich an einer feierlichen Veranstaltung teil, bei der ein Kollege auf einen jungen Mann hinwies, dessen Bewegungen und Mimik offensichtlich gestört waren. Er erzählte mir, daß der junge Mann der Sohn von Elsworth Baker und einer seiner Patientinnen sei.” Im Klatsch heißt es, daß Baker über viele Jahre eine heimliche Geliebte hatte, eine Beziehung, aus der das besagte Kind hervorging, und daß er dies seiner Familie, d.h. seiner Frau und seinen drei Söhnen gegenüber geheimhielt. Baker, ein Lügner und Betrüger. Ich hätte beinahe geschrieben „typisch AfDler“!
Lassen wir Baker selbst zu Wort kommen. 1979 hielt er vor dem American College of Orgonomy eine Rede, die folgende Sätze enthielt:
Wenn in einer Ehe ein Partner den anderen nicht mehr erregt, ist dies in der Regel dauerhaft, es sei denn, es handelt sich um korrigierbare Faktoren. Im letzteren Fall kann eine kurze Affäre die Ehe wiederherstellen und die beiden einander näher bringen. Im ersten Fall kann die Ehe aufgelöst werden oder als eine Partnerschaft fortgesetzt werden, die in anderer Hinsicht sehr befriedigend ist. Im letzteren Fall kann einer oder beide Partner sexuelle Befriedigung außerhalb der Ehe suchen. Dies sollte mit äußerster Diskretion geschehen. Ich verstehe nicht, warum das so ist, daß einer der Partner aufhört, sich für den anderen zu begeistern, während der andere weiterhin fasziniert ist und immer noch tief verliebt ist.
Es ist nicht immer möglich, einen Partner zu finden, der sowohl die Bedürfnisse nach Gesellschaft als auch nach Sexualität angemessen befriedigen kann. Wenn diese Situation akzeptiert werden kann, sind möglicherweise zwei Partner erforderlich. Gesunde Paare bleiben zusammen und sind treu, solange die Beziehung zufriedenstellend ist. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, wird ein neuer Partner gesucht. („On Love“, The Journal of Orgonomy, Volume 14, No. 1, May 1980)
Die besagte „äußerste Diskretion“, also das „Lügen“ und „Täuschen“, das man Baker vorwarf, dient dazu, die Gefühle und Integrität des ursprünglichen, nunmehr rein platonischen Partners zu schützen. Der „äußere Schein“ wird gewahrt. Für Linke, die mangels Kontakt mit dem eigenen bioenergetischen Kern von unverarbeiteter Schuld zerfressen sind und ihre Erlösung in „der Gesellschaft“, im Kollektiv, „der Gerechtigkeit“ und in einem „ehrlichen Miteinander“, also ihrer Ersatzreligion, suchen, ist ein solches Verhalten eines „selbstsüchtigen“ konservativen Charakters absolut unerträglich. Ein Sakrileg! Daß sie das alles einen feuchten Kehricht angeht und… Ich habe mir wahrhaftig nie Illusionen über die Abgründe der „gutbürgerlichen“ Welt gemacht, aber nichts stößt mich mehr ab, als dieser linke ersatzreligiöse Moralismus, dieses Gutmenschentum, die angeblich ethische Überlegenheit – dieses diametrale Gegenteil von genitaler Liebe. Ich verweise zurück auf den Anfangsparagraphen und den verlinkten Blogeintrag!

Ich kann es nicht lassen, die Facebook-Beiträge von Amerikanern, die außerhalb des American College of Orgonomy (ACO) stehen, über mich ergehen zu lassen. James DeMeo ist (bzw. ntürlich war) die einzige Ausnahme, der Rest ist einheitlich für Hillary, Obama, Bernie Sanders, den sogenannten „demokratischen Sozialismus“ und die Grüne Agenda. Das rechtfertigen sie mit ihrem Kampf gegen den „Faschismus“, den Trump angeblich verkörpert, vor allem aber „sexualökonomisch“, d.h. mit Themen wie Frauenrechte, Empfängnisverhütung und Abtreibung, Schwulenrechte, Mutterschutz, etc. Hinzu kommt der „Klimaschutz“ und allgemein der Schutz der Umwelt.
Diese Argumente zielen ins Leere, denn „rechte“ Orgonomen wie Baker, Mathews und Konia haben sich ausdrücklich und radikal von Konservativen distanziert, wenn es um die Bereiche Sexualität, Religion und Umweltschutz geht. Aber warum dann doch realiter immer konservative Politiker unterstützen? Weil es getreu des Reichschen Diktums darum geht Politik selbst als Krankheit zu sehen, d.h. Politik an und für sich in Frage zu stellen.
Von jeher haben Konservative Politik stets auf ihren rationalen Kern beschränken wollen, d.h. schlicht auf die „Staatskunst“: Sicherung der Grenzen, der Infrastruktur und das ständige Bemühen, die Gewaltenteilung aufrechtzuerhalten. Linke hingegen wollten stets weit mehr als reine Staatskunst, nämlich stets „Gesellschaftspolitik“, d.h. ideologische Gleichschaltung durch den Staat (etwa den „Kampf gegen Rechts“), die Sozialstaatsidee, etc. Mit anderen Worten die Durchdringung der gesamten Gesellschaft mit der Emotionellen Pest, die mit staatlicher Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Plötzlich werden die Grenzen geöffnet, die Staatskassen für arbeitsscheues Gesindel geplündert, deine Kinder lernen in der Schule alles über „Analverkehr“ und du selbst stehst mit einem Bein im Gefängnis, wenn du eine Meinung kundtust, die vor wenigen Jahren noch Mainstream war. Und diese „orgonomischen“ Idioten unterstützen das alles, damit weiter Millionen Ungeborene zerhackt und abgesaugt werden dürfen, der Islam sich auf Kosten des Christentums ausbreiten kann und die Landschaft mit Vogelschreddern verschandelt wird … Und das alles im Namen von „Wilhelm Reich“!
Um der Idiotie die Krone aufzusetzen, sagen sie dir dann noch voll Entrüstung ins Gesicht, daß ja schließlich gerade doch das ACO politisch sei. Sie sind charakter-strukturell unfähig den Unterschied zu sehen, weil ihre Panzerstruktur zwanghaft nach „Gesellschaftspolitik“ verlangt. Sie brauchen sie, wie Konservative die Religion brauchen.