Der genitale Charakter und die genitale Welt (Teil 1)

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

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8 Antworten to “Der genitale Charakter und die genitale Welt (Teil 1)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „Für Plato war der Intellekt die Utopie – das Reich des „Philosophenkönigs“ “

    Nun auch bei der Wilhelm Reich Gesellschaft näher erforscht->
    http://www.wilhelm-reich-gesellschaft.de/content/aktuell-0#Seiler

  2. Zeitgenosse Says:

    Also ich würde mich als Utopisten bezeichnen und ein gewisses Verständnis für WR bringe ich durchaus auf. Das Problem liegt mMn tiefer. Eine ideale Welt (die es eh nie 100%ig geben kann egal wer sie gestaltet) ist ja auch in der Orgonomie ein eher schwammiger Begriff. Ich verweise auf die Kinder der Zukunft (Summerhill ist zwar ein Anfang aber die Defizite dort sind einfach vorhanden – vor allem im Intellektuellem (etwas mehr Regelschule würde auch Summerhill gut tun ohne gleich das ganze Konzept, welches ich als gut erachte, zzu kippen)) oder auf das Konzept der Arbeitsdemokratie, welches einfach nicht herausgearbeitet wurde. Das sollte eben den kindern der Zukunft vorbehalten sein – wir alle hier sind doch nur Neurotiker; in meiner Sichtweise sind das auch die Orgonomen da keiner von ihnen ein geborener genitaler Charakter war. Egal welche Konzepte wir auch immer aufstellen für ein sogenanntes Utopia – es wird immer unvollständig sein. Aber wir können durchaus den Grundstein dafür legen – eben im Sinne eines anderen Ausbildungssystems und auch in der Integration orgonomischer Prinzipien in der Säuglingspflege oder noch besser direkt in den Kreißsälen. Dann bleibt die Hoffnung, dass in 2-3 generationen die Menschen soweit sind, ein Utopia zu errichten.

    Bzgl. den Trobriandern: Nun. Ein Volk von ein paar tausend können sich durchaus so organisieren das es einigermaßen „genital“ wirkt/ist, aber wie das mit 9 Milliarden Menschen funktionieren soll – das entzieht sich meiner Kenntnis.

    Nachtrag: ich habe mich seit kurzem mit dem Phänomen der sogenannten Scanner-Persönlichkeiten auseinandergesetzt. Das prominenteste Beispiel für solch eine Persönlichkeit ist Leonardo da Vinci oder auch Leibnitz. Universalgenies. Ich denke druchaus das dies die zukunft ist und das bei solchen Personen (sind max. 10% der Bevölkerung wenn überhaupt) die Anzahl an Genitalen Menschen höher ist. iast aber nur eine Arbeitshypothese. man erlaube mir einen kurzen unprofessionellen Rückgriff in die Mystery-Szene: in der Serie Pretender werden solche Scannerpersönlichkeiten gut dargestellt. Wenn auch überzeichnet – aber eine Story braucht es ja.

    Was Visionen/Utopien angeht. Ganz generell? „Es braucht mehr Mut, politik zu wagen“. Meinte mal Willy Brandt. ich sage: es bräuchte mehr Mut, Visionen und Utopien zu wagen. Davon sehe ich in der politischen landschaft NICHTS.

    • Robert (Berlin) Says:

      „vor allem im Intellektuellem“
      Genitale Gesundheit ist wichtiger als Intellekt. Es geht um die Befriedigung biologischer Bedürfnisse. Wir haben ja überhaupt noch nicht das Wissen, um eine Gesellschaft in Richtung Genitalität zu bringen.

    • claus Says:

      Ich meine, man sollte überhaupt nicht eine Gesellschaft irgendwo hinbringen wollen. Schon das ist eine Art Planungs- und Wissensanmaßung.

      • Zeitgenosse Says:

        Claus: Aha. Dann ist wohl das Projekt Kinder der Zukunft im Grunde ja eine Anmaßung und man sollte es besser lassen? WR hatte eine eindeutige Stoßrichtung und wollte die Gesellschaft wo hin bringen.

        Robert: es sollte beides im Gleichgewicht sein. Die Summerhillabsolventen kalgen zu Recht, das in ihrer Schulzeit die Wissensvermittlung einfach zu kurz kam. Stimmt. Aber das Wissen wird nicht generiert wenn man alles so lässt wie es ist. Also irgendwer muss ja den Grundstein legen. Oder? Wie ich geschrieben habe: eventuell sind die Menschen nach ein paar Generationen so weit es richtig oder besser zu machen. Dass das jetzige System auch zu nmmichts führt wurde inzwischen mehr als bewiesen.

        • claus Says:

          Ich glaube, es ist ein Stück weit Anmaßung, wenn man Pläne politisch umsetzen will, um die Menschen besser zu machen. Vielleicht ist das allenfalls OK, sofern es um Pläne des Sich-Heraushaltens geht.
          Dass Reich die Gesellschaft da-und-da-hinbringen wollte, scheint mir ein Erbe seines Kommunismus der 30er zu sein.

          • Zeitgenosse Says:

            Das Kinder der Zukunft Projekt stammt im Grunde aus der Reich`schen Spätära und damit hat es mit seinem früherem kommunismus kaum noch was zu tun. In allen seinen Werken kommt er auf dieses Projekt und auf den „genitalen Menschen“ zu sprechen. Also von daher scheint es FÜR MICH klar zu sein.

            Anmaßung? Ja das könnte sein. Allerdings sehe ich da durchaus handlungsbedarf: es ist im Grunde Aufgabe einer Politik Weichenstellungen durch zu führen.

        • Robert (Berlin) Says:

          @Zeitgenosse #Summerhill
          Summerhill scheint mir eine Gegenreaktion gegen eine sadistisch-autoritäre Erziehung und Schulung gewesen zu sein. Neill kam ja von den Reformschulen (Hellerau usw.) her. Ich denke, in einer gesunden Welt wird so etwas gar nicht mehr nötig sein. Gesunde Kinder werden aus eigenem Interesse lernen wollen, ohne Zwang.

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