Posts Tagged ‘Science Fiction’

Hilfe, ich sehe überall UFOs! (Eine Ergänzung zum gestrigen Blogeintrag)

1. August 2018

Alien Hunter, wo man außerirdische Lebensaktivitäten auf offiziellen NASA-Photos der Mondoberfläche ausmachen soll, hat den fatalen Einfluß auf mich, daß ich plötzlich überall Zusammenhänge ausmache, die gar nicht vorhanden sind. Hat man erst einmal seinen Geist darauf trainiert, aus jedem Muster, das man zu erkennen glaubt, welterschütternde Schlußfolgerungen zu ziehen, ist nichts mehr vor einem sicher. Beispielsweise sehe ich, wenn ich zum Himmel schaue, gigantische Raumschiffe, die sich in den Wolkenformationen verstecken bzw. hinter den Wolkenformationen stecken. Das ist eine der Gefährdungen des orgonomischen Funktionalismus; man sieht Muster, wo keine sind. Teilweise gemahnt das an die Wahrnehmung des Schizophrenen in einer psychotischen Phase! „Das ist doch kein Zufall, daß wir uns hier begegnen!“ „Hä??!“ – Paranoiker akzeptieren schlichtweg keine Zufälle, also keine sozusagen „Musterlosigkeit“.

Reich selbst wird oft eine paranoide Schizophrenie angedichtet, weil er „überall“ eine kommunistische Verschwörung sah, im Zusammenhang mit seinen „Raumkanonen“ die US-Luftwaffe und das Weiße Haus als heimliche Verbündete betrachtete und gegen treue Mitarbeiter zunehmend mißtrauischer wurde. Zunächst einmal hängt alles von der Einschätzung ab, die man von „Moskau“ und generell der sozialistischen Bewegung hat, davon, ob es UFOs wirklich gibt, davon wie man Reichs Mitarbeiter bewertet, etc. Vor allem zeigt sich hier aber die inhärente Gefahr des unvoreingenommenen Suchens nach gemeinsamen Funktionsprinzipien, also die Gefahr, die im orgonomischen Funktionalismus lauert. Von daher sollte man nochmals Reichs ausführliche Beschreibung eines Falls von paranoider Schizophrenie in Charakteranalyse durcharbeiten, wo es darum geht, daß die betroffene Patientin Dinge bzw. Zusammenhänge sieht, an denen Homo normalis wie blind vorbeigeht.

Wenn man beispielsweise, frei nach Hans Hass, ein Auto als zusätzliches Organ betrachtet, neben Organen wie Leber und Sprache (sic!), wird die Grenze zum Irrsinn fließend. Oder man denke an Reichs Konzept der Emotionellen Pest. Eine der passendsten Allegorien dafür findet sich in dem Science Fiction/Horror-Film Die Invasion der Körperfresser, also einem psychotischen Fiebertraum, der zu einem Drehbuch geronn. Wie etwa die Geschichte des Mesmerismus gezeigt hat, ist es vom Sehen und Manipulieren des organismischen Orgonenergie-Feldes zur spiritistischen Spökenkiekerei nur ein Schritt. Der entscheidende Unterschied zwischen dem Funktionalismus und dem krankhaften Obskurantismus ist, daß der erstere zwar zeitweise sozusagen „entgleisen“ oder dauerhaft mystisch entarten kann, es aber vom letzteren keinen Weg zum ersteren gibt. Schizophrene und Mystiker ertragen das einheitliche Strömen der Energie nicht, ziehen sich ängstlich zurück oder deskompensieren vollends.

Der verdrängte Christus: 10. Unsere christliche Kultur

15. Juni 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

10. Unsere christliche Kultur

Der genitale Charakter und die genitale Welt

13. April 2018

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

acologo

Der genitale Charakter und die genitale Welt (Teil 1)

9. Oktober 2017

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Paul Mathews: Der genitale Charakter und die genitale Welt

acologo

Der Rote Faden: Sexpol

20. September 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

 

 

Robert (Berlin) 2011: Der Autor Aldous Huxley zeichnete eine Diktatur in der Zukunft in welcher die Menschen “lernen, ihre Knechtschaft zu lieben“. Die beruhigende Droge Soma im Roman entspräche in der Realität einer Mischung aus zahlreichen Medikamenten, die eine künstliche Zufriedenheit bedingen. Huxley verlautbarte:

“Es wird in der nächsten oder übernächsten Generation eine pharmakologische Methode geben um Menschen dazu zu bringen, ihre Knechtschaft zu lieben und um Diktaturen ohne Tränen hervorzubringen, um es so zu formulieren, um ein schmerzfreies Konzentrationslager für ganze Gesellschaften hervorzubringen, damit Menschen es eher genießen dass man ihnen ihre Freiheiten nimmt, weil sie abgelenkt sind von jeglichem Verlangen nach Rebellion durch Propaganda oder Gehirnwäsche oder durch via pharmakologischen Mitteln ergänzte Gehirnwäsche. Und das scheint die endgültige Revolution zu sein.”

http://www.politaia.org/umwelt-und-gesundheit/infokrieg-%E2%80%93-oxford-professor-fordert-zwangsmedikation-der-gesamten-bevolkerung-durch-trinkwasser/

Robert (Berlin): Zu Jef Last:

http://www.munzinger.de/search/portrait/Jef+Last/0/1804.html

Robert (Berlin): „In Norway Last was supported by Willy Brandt who gave him jobs
as an interpreter.“

Jef Last gehörte zu den Kulturradikalen und war Mitglied der SDAP (wie Brandt).

http://www.bevrijdingintercultureel.nl/eng/illsutraties/lasteng.pdf

Weitere Informationen auch in Einhart Lorenz: ‚Willy Brandt in Norwegen. Die Jahre des Exils 1933 bis 1940‘

Sebastian: Eine Frage zur ersten Grafik: Reich schreibt, daß Sexualität und Arbeit beim genitalen Charakter keine Gegensätze sind. Die biologische Erregung pendelt zwischen Arbeit und Liebesbetätigung hin und her. Heißt das, daß Arbeit = Lust bzw. im pädagogischen Kontext Lernen = Lust ist?

Dazu Peter: Liebe, Arbeit und Wissen sind Kernimpulse, die nach außen gerichtet und deshalb in sich luftvoll sind. Für diesen Lustgewinn nimmt man gerne einige Mühen in Kauf. Erst durch die Panzerung verwandelt sich Sexualität in Frust, Arbeit in „sinnlose Plackerei“ und Wissen in dröge „Information“. Dies wird dann versucht sekundär zu kompensieren: durch „Pornographie“ (im denkbar weitesten Sinne), durch „Boni“ und etwa durch einen Unterricht, der aufgebaut ist wie Fernsehunterhaltung. Ohne Panzerung wären diese künstlichen Maßnahmen nicht notwendig.

Und O.: „Lustvolles“ Arbeiten und Lernen geht nur, wenn man auch einiger Maßen lustvolle, befriedigende Sexualität hat, erst dann kann es wie im Modell „pendeln“.
Was kreatives, produktives und „lustvolles“ Arbeiten ist, muss sich jeder für sich überlegen. Man arbeitet aus eigenem Antrieb und nicht, weil man muss im Idealfall. Ohne befiedigende Sexualität wird das Arbeiten starr, spasslos und mehr und mehr zur Qual zum reinen Gelderwerb, um sich gerade so zu ernähren. Wer liebt, kann ja sich auch nicht den ganzen Tag „sexuell“ betätigen … über einen längeren Zeitraum gedacht, sondern wird dann auch einfach etwas arbeiten wollen, Arbeit, für die sich jemand berufen fühlt und die Sinn macht für den einzelnen …
Arbeit und Sexualität ist mehr eine Frage der Qualität nicht der Quantität! Das wird oft verwechselt.

Kinder (und Erwachsene) lernen am besten, wenn sie sich ihren Stoff selber aussuchen können und ihre Zeit selbst einteilen können. Das Schulsystem widerspricht dieser Idee per se. Noten sind überflüssig … in die Richtung würde es gehen. Und Kinder brauchen auch Zeit für sich und für ihre Freunde und Platz zum spielen ohne Einmischung von außen, dann könne sie mal sehr langsam und dann wieder ganz schnell lernen. Lernen findet oft phasisch statt und jedes Kind hat einen eigenen Rhythmus. Im Einheitsrhythmus macht man die Selbstregulation der Kinder kaputt, das wird ja mit dem Schulsystem ja auch beabsichtigt, weil man eben kein willensstarke Kinder will, sondern lieber seelisch und somatisch verstümmelte Kinder.

O. Says: Mit der Annahme oder Vision wir hätten eine zügellose sexualisierte Gesellschaft mit viel Pornographie … verwischt man schnell das tatsächliche sexuelle Elend, das nach wie vor existiert. Natürlich kann man sich mit Drogen vollpumpen, den ganzen Tag oder vor RTL rumhängen und eine Anzüglichkeit nach der anderen konsumieren, das Ergebnis ist aber, das im Bett der Leute nichts mehr läuft, also genau das Gegenteil von dem, was man vermuten wollte. Die Erregung läuft auf niedrigem Niveau zur fast dauerhaften Erregung und Spannung, die keine Abfuhr bekommt. Diejeinigen, die sich dann unter eigenem Zwang sexuell austoben für ein paar Jahre sind doch relativ wenige und eben auch gar nicht entspannt. Von sexueller Freiheit sind wir Lichtjahre entfernt, unsere Freiheit besteht darin, dass wir theoretisch uns irgendwo in einer Disco oder Club besaufen können und versuchen mal jemanden abszuschleppen, um einen One-Nigth-Stand für das Selbstbewußtsein hinzubekommen. Ob das dann einer umsetzen kann, hängt vom Geschick (oder von der plumpen und dümmsten Art der Anmache ab …), das ist die Freiheit, die wir noch haben. So können wir auch unsere Partner auf diese Weise schnell betrügen (und bekommen dann ein schlechtes Gewissen), aber solche Erlebnisse sind so emotional dürftig, dass man sie sich auch gleich stecken lassen kann, wenn man sich in früheren Jahren mal „ausgetobt“ hat. Die heutige Zeit ist prüder, sehr viel prüder geworden. Und das geht stetig voran.
Von sexueller Befriedigung redet ohnehin keiner, da weiß auch keiner genau, was das sein soll. Das wird dann mit dem schlichten „Orgasmus des Mannes“ verwechselt. Um mal zu provozieren: Frauen haben eben keinen im Akt.
Was die Männer nicht wissen, ist: Sie haben auch keinen!

Peter; Eine sehr gute Beschreibung der chronischen „energetischen Überexpansion“ in Wirtschaft und Politik:

http://www.pi-news.net/2011/08/der-westen-am-scheideweg/

Dazu O.: Eine neue Generation von Politikern. Bis die am Bahnhof angekommen wären, ist der Zug lang abgefahren. Wer immer noch auf Politik (-er) hofft, ist verloren. Warum wird da so nett mit denen umgegangen? Wird Zeit, dass man sich was neues ausdenkt bzw. dass man überhaupt mal wieder sich was denkt … und dann handelt.

Robert (Berlin) 2013: Die KPD war allerdings die einzige Partei in der Weimarer Republik, die den Schwulenparagraphen (denn Verboten war nur die männliche Homosexualität) abschaffen wollte. Federführend war hier Richard Linsert, ein Mitarbeiter Hirschfelds.
Rohrwasser fand nur einen kommunistischen Roman, der sich mit sexuellen Themen auseinandersetzte, „Maria und der Paragraph“.

O.: Wilhelm Reich mal wieder nur unter Beschuß sexualökonomisch pestkranker Politfunktionäre, die eines schnellstens begriffen, Reich wollte ihnen und ihren Untertanen an die orgastische Impotenz, was unbedingt von allen Faschisten (braun bis rot) verhindert werden sollte.
Reich hätte daraus schlußfolgern müssen, dass es eine politische Änderung nicht ohne Therapie der Massen und ihrer Anführer geben kann.

Robert (Berlin) 2014: Institut für Sexualwissenschaft (1919-1933)
eine Online-Ausstellung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft

http://www.hirschfeld.in-berlin.de/institut/de/ifsframe.html

Robert (Berlin) 2015: Kurze Mitteilung: Wilhelm Reich 1931 in Düsseldorf
Klar war bislang schon, dass Wihelm Reich bei der Gründungskonferenz des ersten “Einheitsverbandes für proletarische Sexualreform und Mutterschutz”, am 2.5.1931 in Düsseldorf, eine zentrale Rolle spielte.

http://andreas-peglau-psychoanalyse.de/kurze-mitteilung-wilhelm-reich-1931-in-duesseldorf/

Robert (Berlin) weiter: Zu Schröter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Schr%C3%B6ter_(Politiker)

Robert (Berlin): Schröter unterwarf sich schon Mitte 1929 völlig der Parteilinie und wurde 1930 von der KPD mit der Leitung der ARSO beauftragt. Auch 1930 und 1932 wieder in den Reichstag gewählt, leitete er 1932/33 den kommunistischen Reichsausschuß der Erwerbslosen

http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=5138

Robert (Berlin): Das Thema „Kapitalistische und proletarische Sozialpolitik“ könnte sich an einer Broschüre von Paul Merker, Proletarische oder kapitalistische Sozialpolitik, Berlin: Internat. Arbeiter-Verlag 1928, anlehnen.

Robert 2011: Excellenter Artikel über Reichs mittlere Phase. Die Stalinisierung der KPD läßt sich auch an deren häufigen Kurswechsel feststellen, was zu ihrer großen Fluktuation beitrug.

Robert (Berlin) 2013: Zu Martha Ruben-Wolf:


Robert (Berlin) 2016:
https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_Dornemann

Robert (Berlin): „In der Broschüre Liebe verboten (Verlag für Arbeiterkultur, Berlin 1931) wurde über den gescheiterten Berliner Kongreß berichtet und für eine Lösung der Sexualnot nach sowjetischem Vorbild geworben, außerdem enthielt sie die Auseinandersetzung mit einer Papstenzyklika. Ihr Kern bildete aber eindeutig Reichs Plattform.“

http://bit.ly/1XwD6An

Guardians of the Galaxy

20. April 2017

Ja, ich hab‘s getan, das erste Mal in diesem Jahr: einen Film im Fernsehen angeschaut, Guardians of the Galaxy. Es ist immer der gleiche weichbirnige Unsinn. Wird es denn niemals einen Science Fiction-Film geben für Leute, die zumindest einen zweistelligen IQ haben? Der Flug durch die Galaxie ist schlichtweg undenkbar, weil viel zu langwierig. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit! Jedenfalls für außenstehende Beobachter und was bringt es mir, wenn ich zwar praktisch instantan 4 Millionen Lichtjahre überwunden habe, damit aber auch 4 Millionen Jahre in der Zukunft lande, was ich feststelle, wenn ich nach 8 Millionen Jahren wieder „zuhause“ bin! Mal abgesehen von der unvorstellbaren Energie, ncht nur um nur die die Nähe solcher Geschwindigkeiten zu gelangen, sondern auch, um das Raumschiff abzuschirmen. Bereits die Kollision mit einem Staubkorn würde eine gigantomanische Explosion auslösen.

Wenn reisen zwischen Sternensystemen möglich wären, dann nur über Mechanismen (was immer hier auch „Mechanismen“ bedeuten soll!), die den Raum schlichtweg aufheben. Würde der Raum zu nichts, würde das aber auch bedeuten, daß die Grenze zwischen Raum- und „Zeitreisen“ vollends aufgehoben wäre. Es wäre alles schlichtweg unvorstellbar. Zeitreisen sind nämlich nur in einem „Multiversum“ denkbar, in dem alle Variationen eines durch Zeitreisende abgewandelten Ereignisses sich entfalten und so Paradoxa vermieden werden. Schön und gut, aber Physiker vergessen bei solchen Gedankenspielereien gerne ihre eigentliche Profession: das Universum ist real, die Materie, die Energie, die unwandelbaren Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung… Statt das Universum zu einer Chimäre aufzublasen, wäre es rationaler unsere Reisenden zu etwas zu machen, was kaum noch Ähnlichkeit zu „Astronauten“ hat oder den Witzfiguren in Science Fiction-Filmen, sondern schlichtweg unbeschreibbar wäre. Wesen, die beispielsweise immer (!) durch geschlossene Fenster gehen – mitsamt den Menschen, die sie entführen.

Niemals wird ein „Mr. Spock“ oder irgendein anderer Außerirdischer auf unserer Erde landen. Was tatsächlich passieren wird bzw. schon immer passiert ist, werden jene verwirrenden Chimären sein, über die sich alle lustig machen. Das UFO-Phänomen in all seiner Bizarrheit und Ungreifbarkeit entspricht genau dem, was zu erwarten ist, wenn wir nicht die einzige hochentwickelte Zivilisation im Universum sind. Abstruse Horrorfilme kommen der Realität wahrscheinlich weitaus näher als Star Wars oder Star Trek.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.13.

27. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

Invasion von der Wega

14. Oktober 2015

Nach Sean Connery und der Schrecken der Medusa ein zweiter Blick auf das linke Hollywood:

Wenn Die Invasion der Körperfresser vielleicht der beste Film war, der je gedreht wurde, ist Die Invasion von der Wega vielleicht eine der besten Fernsehserien. Die Handlung läßt sich mit einem Satz zusammenfassen: Ein Mann gegen die Emotionelle Pest.

In dem oben verlinkten Wikipedia-Beitrag heißt es:

Der Umstand, daß die Außerirdischen als Menschen auftreten und somit überall und plötzlich in Erscheinung treten können, erzeugt eine unheimliche Bedrohung, die von überall her zu kommen scheint und damit eine dramaturgische Spannung, die selten nachher in einem solchen Serienprojekt wieder erreicht wurde. Die Serie greift damit deutlich Motive der sogenannten „Invasionsfilme“ aus den 1950er-Jahren auf (etwa The Invasion of the Body Snatchers – deutscher Titel Die Dämonischen von Don Siegel), die auf die Angst vor dem sich angeblich einschleichenden Kommunismus in den USA anspielten.

Tatsächlich wollte der Autor der Serie, Larry Cohen, eine Art Satire über den grassierenden Antikommunismus kreieren. Dazu schreibt die amerikanische Wikipedia:

Für viele Zuschauer schien es oft so, als spiegele das Thema der Paranoia, das The Invaders durchzieht, die Ängste vor einer kommunistischen Unterwanderung zur Zeit des Kalten Krieges wider. Ängste, die aus der ein Jahrzehnt zurückliegenden McCarthy-Ära nachklangen. Der Schöpfer der Serie, Larry Cohen, hat bestätigt, daß dies Absicht war, zusammen mit dem politischen Thema der Serie insgesamt. Im Audiokommentar für die Episode „The Innocent” (…), sagte Cohen, seine Erfahrung mit der Schwarzen Liste für Drehbuchautoren in Hollywood wegen angeblicher kommunistischer Verbindungen habe ihn dazu inspiriert, die Angst vor einer hinterhältigen Unterwanderung der Gesellschaft „dem Gespött auszusetzen“, indem er Kommunisten durch Außerirdische ersetzte.

Cohen hat auch zugestanden, daß er nicht der erste war, der die Ängste des Kalten Krieges in ein Science-Fiction-Drama umgesetzt hat. Wie oben angedeutet, hatten solche Ängste Filme wie The Invasion of the Body Snatchers beeinflußt. Cohen gibt in seinem Kommentar an, daß die politische Intention, die einige seiner Kreationen, einschließlich The Invaders beinhalteten, nicht immer von den Produzenten und Schauspielern geteilt wurden.

Damals machten sich „fortschrittliche“ Menschen über die „Paranoia“ und den untergründigen „McCarthyismus“ der Fernsehserie lustig – während ihr Urheber, der wirre Linke Cohen, das ganze von vornherein ins Lächerliche ziehen wollte. Tatsächlich hat Cohen jedoch die Realität der kommunistischen Unterwanderung sehr genau beschrieben. Man sehe sich beispielsweise die Folge „Der Carterpilot“ an:

Die ganze Folge, imgrunde die ganze (in Amerika 43teilige, in Deutschland leider nur 20teilige) Reihe, illustriert die Ausführungen des KGB-Offiziers Yuri Bezmeno, die ich in älteren Blogs so häufig erwähnt habe.

Das ganze erinnert etwas an die hysterischen Stimmen, als das deutsche Volk in den 1980er Jahren begann, sich gegen die schleichende Überfremdung zu wehren, die aus ihm eine bloße „Be-Völkerung“ macht. Wie heute wieder wurde regierungsamtlich und in allen Medien die „Ausländerfeindlichkeit“ bekämpft – so daß wir heute vor dem Phänomen der Deutschenfeindlichkeit stehen und es kaum einen deutschen Schüler gibt, der nicht von Gasthartzvierlerkindern terrorisiert, teilweise sogar versklavt wird, während jede Gegenwehr ein Tabu ist: „Nazi!!“

Gegenwehr ist in der EUdSSR eine Straftat!

Und wer die Serie noch ernster nehmen will: in der Folge „Tödliche Kristalle“ wird gezeigt, wie die Außerirdischen die Atmosphäre dieses Planeten umwandeln, damit er der ihres Heimatplaneten entspricht. Sie können den Sauerstoff nicht ertragen – es sind DOR-Wesen. Die sauerstoffvernichtenden „Kristalle“, die sie dazu verwenden, erinnern an Reichs Entdeckung von Melanor.

Und: die gesamte Serie beschreibt ein Szenario, das sich heute praktisch eins zu eins in der Wirklichkeit abspielt. Man höre aich etwa diesen Vortrag an:

Hier David Jacobs über sein neustes Buch:

Wilhelm Reich und Jerome Eden haben uns gewarnt – mittlerweile ist die Inavasion der Außerirdischen soweit fortgeschritten, daß es wahrscheinlich keine Rettung mehr gibt. Interessanterweise geht Jacobs davon aus, daß sie im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts begann… Siehe dazu meinen Beitrag Der Tag, an dem die Erde stillstand.

Jacobs, Professor für neuere amerikanische Geschichte, hat sich seit Mitte der 1960er Jahre mit dem UFO-Phänomen auseinandergesetzt und war ein enger Freund des mittlerweile verstorbenen UFO-Forschers Bob Hopkins, dem Pionier der Erforschung des Phänomens der Entführungen durch UFOs. Jacobs geht davon aus, daß im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, spätestens in den 1890er Jahren, fremde insektenartige Wesen auf diesem Planeten in „UFOs“ landeten und Menschen entführten. (Damals gab es weltweit eine erste „UFO-Welle“ mit geheimnisvollen „Luftschiffen“.) Woher sie kommen und wie sie das ganze bewerkstelligt haben, sei zwar eine interessante Frage aber zunächst einmal vollkommen nebensächlich. Aus ihrer DNA (oder deren Äquivalent oder was auch immer – wieder eine nebensächliche Frage!) und der ihrer ersten Entführungsopfer formten sie eine Rasse von möglicherweise geklonten Arbeitssklaven, die bekannten „UFOnauten“, die wie menschliche Embryos aussehen und die gleichzeitig merkwürdig „insektenartig“ sind. Ihnen fiel die Aufgabe zu über die Generationen hinweg die Mitglieder von Familien zu entführen und mit deren Erbmaterial Hybride zu züchten, die immer mehr gewöhnlichen Menschen gleichen. Nach hundert Jahren wären sie nun soweit und diese Hybride unterschieden sich in nichts mehr von uns, mit einer alles entscheidenden Ausnahme: sie können uns telepathisch „scannen“ und telepathisch beeinflussen, was ein denkbar großes Machtgefälle konstituiert. Warum die Urgroßeltern, die Großeltern, die Eltern und Kinder von Familien jeweils hunderte Male im Jahr entführt wurden und werden und dieses Programm sich so ausweitet, daß irgendwann alle Menschen betroffen sein werden und was das nunmehr scheinbar abgeschlossene Zuchtprogramm soll, kann natürlich niemand mit Sicherheit beantworten, doch die Antwort sollte naheliegen: der Planet wird organisch und ohne jeden Verlust, den ein „Krieg der Welten“, so einseitig er sich auch gestalten würde, für den Angreifer bedeuten würde, in die Gesellschaft der insektenartigen Wesen integriert. Die Invasion von der Wega!

Ein Blick 60 Jahre zurück in die Zukunft

2. Januar 2015

1939 gelang es dem aus Österreich stammenden, damals an seinem Forschungsinstitut in Norwegen tätigen, Arzt und Naturforscher Dr. Wilhelm Reich, an „Bion“-Präparaten eine organisches Material aufladende Energieform nachzuweisen. Nachdem Reich in die USA übergesiedelt war, glückt ihm 1940 der Nachweis derselben Energie in der Atmosphäre. Diese von ihm entdeckte Energie nannte Reich „Orgon“, sie entspricht in etwa der von Biologen schon immer postulierten Lebens- oder Bioenergie und dem von der klassischen Physik angenommenen Weltäther.

Die Entdeckung der Orgonenergie und die Möglichkeiten, das Orgon objektiv nachzuweisen, werden in Reichs Werk Der Krebs beschrieben. Unter anderen Wissenschaftlern bestätigte zum Beispiel auch Albert Einstein Reichs Versuchsergebnisse.

In Der Krebs hat Reich den Bau und die Funktionsweise des „Orgonenergie-Akkumulators“ beschrieben, mit dem es ihm, aufgrund einer besonderen Eigenschaft der Orgonenergie, gelang, diese zu konzentrieren. Die Orgonenergie funktioniert nämlich nicht nach dem im Zweiten Thermodynamischen Gesetz, einem der Grundpfeiler der klassischen und modernen Physik, beschriebenen Funktionsprinzipien. Das Orgon bewirkt also nicht etwa, wie alle anderen Energiearten, eine Zunahme der Entropie, sondern eine Abnahme derselben, d.h. Orgonenergie fließt vom niedrigeren zum höheren Energie- und Organisationsniveau.

Aufgrund dieser Gesetzmäßigkeit, die Reich als „Orgnomisches Potential“ bezeichnet hat, gelang es ihm Anfang der 1950er Jahre, die Orgonenergie aus der Atmosphäre abzuziehen und in Wasser zu leiten, da das Orgon in der Atmosphäre in einer niedrigeren Konzentration vorliegt als im Wasser und eine spezielle Affinität zwischen Orgon und Wasser besteht.

Im Jahre 1954 machte Reich die Beobachtung, daß einige „Sterne“ am Nachthimmel erloschen oder „davonschwebten“, wenn er einen „Cloudbuster“, so nannte er das Gerät, mit dem er die atmosphärische Orgonenergie abzog, auf sie richtete. Reich war aufgrund dieser und anderer Beobachtungen und Experimente und wegen theoretischer Überlegungen über die physikalischen Eigenschaften des Orgons davon überzeugt, daß es sich bei diesen „Sternen“ um Objekte handelt, die allgemein hin als „UFOs“ bezeichnet werden.

Er informierte die US-Behörden über seine Beobachtungen und Experimentalergebnisse und machte ihnen später seine theoretischen Überlegungen und mathematischen Berechnungen zugänglich. Ein enger Mitarbeiter Reichs traf im Air Technical Intelligence Command (ATIC) in Dayton, Ohio mit hohen Vertretern der US-Luftwaffe und des CIA zusammen und informierte sie über die Arbeiten Reichs.

Ende 1954 machte Reich eine Forschungsexpedition in die Wüste von Arizona, um die Beziehung zwischen der Wüstenentwicklung und der atmosphärischen DOR-Verseuchung zu untersuchen. „DOR“ ist eine Form der Orgonenergie, die Reich im sogenannten „ORANUR-Experiment“ entdeckt hatte, das im gleichnamigen Buch ausführlich beschrieben wird.

Hier sei erwähnt, daß DOR entstand, als Reich eine kleine Menge an nuklearem Material einer hochkonzentrierten Orgonenergie-Strahlung ausgesetzt hatte. DOR ist das Endpunkt der daraus resultierenden sogenannten „ORANUR-Reaktion“.

Reichs Forschungen in der Wüste von Arizona zeigten nun, daß „UFOs“ die kosmische Orgonenergie in ihren Antriebssystemen benutzen und als „Abgas“ das in DOR metabolisierte Orgon wieder ausstoßen. Durch die Wirkung des DORs auf den atmosphärischen Wasserhaushalt sind die „UFOs“ zu einem großen Teil für die zunehmende Wüstenentwicklung und die Versteppung weiter Landstriche auf diesem Planeten verantwortlich. Außerdem verursacht DOR die sogenannte DOR-Krankheit.

Da, wie am Anfang erwähnt, organismisches und atmosphärisches Orgon „funktionell identisch“ sind, hat die DOR-Verseuchung so auch einen direkten Einfluß auf unser physisches und psychisches Funktionieren und unsere Gesundheit.

Reichs Cloudbuster erlaubt nun zweierlei: Erstens kann man mit dem Cloudbuster das DOR aus der Atmosphäre abziehen und so den atmosphärischen Energiemetabolismus und Wasserhaushalt wieder normalisieren. Zweitens hat sich bei der praktischen Feldarbeit gezeigt, daß es möglich ist, direkt Energie von den UFOs abzuziehen und sie so an ihren, für die Atmosphäre und ihre Lebensformen schädlichen, Manövern zu hindern. Es scheint auch ein gewisser DOR-Gehalt der Atmosphäre für das Funktionieren der fremden Raumschiffe nötig zu sein.

Hier die UFOs, die Reich Mitte der 1950er Jahre beschrieben hat (Das ORANUR-Experiment II [Contact with Space]), aus dem Weltraum aufgenommen (Space Shuttle Columbia, Nov. 1996). Wie der Kommentator sagt: es sieht wirklich so aus, als würden sie die atmosphärische Orgonenergie aufnehmen und der den Strömen der Orgonenergie in der Atmosphäre folgen:

Mit den restlichen 9 Videos dieser YouTube-Reihe möchte ich nichts zu tun haben! Ich hätte lieber das LiveStreak-Video gebracht, aber da wird Reich nicht erwähnt.

YouTube regt zu neuen Überlegungen hinsichtlich dessen an, was Jerome Eden in Die kosmische Revolution beschrieben hat. Man gebe das Stichwort „Whitley Strieber“ ein und hangele sich so weiter.

Beispielsweise deutet die verwirrende Vielfalt der UFO-Erscheinungen darauf hin, daß es viele verschiedene Formen von Außerirdischen gibt. Und was ihr unsinniges, jeder offensichtlichen Logik widersprechendes Verhalten betrifft, könnte das teilweise mit den Wechselwirkungen zwischen diesen „Rassen“ zusammenhängen. Es könnte Hierarchien von Abhängigkeiten geben, sich widersprechende Agenden oder richtiggehende Kriege. Auch könnten sich diese Konflikte auf die „Astralebene“, das „Jenseits“ oder „was auch immer“ erstrecken.

Das meiste, was uns in dieser Hinsicht präsentiert wird, unterscheidet sich kaum von dem, was Psychiater alltäglich in geschlossenen Anstalten zu hören bekommen, aber aus dem Spintisieren über „Exopolitik“ und Botschaften aus „feinstofflichen Welten“ könnte man vielleicht die Wahrheit herausschälen, solange man kühlen Kopf bewahrt und nie vergißt, daß jeder Mystizismus von primitiven mechanistischen Vorstellungen durchzogen ist. „Dinge“ wie „die Seele“, die „Astralebene“ und Szenarien wie aus „Raumschiff Enterprise“ werden den energetischen Phänomen einfach nicht gerecht. Nicht von ungefähr spricht Reich von „Ea“, was sowohl für „Energie alpha“ (die primordiale kosmische Orgonenergie) als auch für „Enigma“ steht.

Der vielleicht wichtigste Aspekt dieses Themas ist die eigene Charakterstruktur: es ist nichts für Leute, die selbst einen Hang zur schizophrenen Spaltung und eine Tendenz zum Mystizismus haben.

Reichs Auseinandersetzung mit dem UFO-Phänomen war eng mit dem ORANUR-Experiment und seiner daran anschließenden Beschäftigung mit dem globalen „DOR-Notstand“ verbunden. In mancher Hinsicht ist der Schriftsteller Whitley Strieber eine zeitgenössische Entsprechung Reichs. Den meisten werden seine Theorien (oder besser gesagt Spekulationen) zu mystisch und „wirr“ sein, doch Strieber ist ein sehr guter Beobachter und anregender Denker. (Und m.E. einer der ganz wenigen Schriftsteller, der wirklich erzählen kann.) Er beschäftigt sich auf seine Weise genau mit jenen Themen, die auch Reich in seinen letzten Jahren umgetrieben haben: Ea („UFOs“), das Rätsel des menschlichen Bewußtseins, die Klimakatastrophe, den geheimen Projekte der US-Regierung, etc. Siehe www.unknowncountry.com und natürlich Ea und die Wellenfunktion.

Ich bin davon überzeugt, daß Reich zwischen 1954 und 1955 (vielleicht sogar früher) ähnliche Erlebnisse hatte, wie Strieber sie beschreibt. Beispielsweise berichtet Reich, daß auf Orgonon nach dem ORANUR-Experiment immer wieder Dinge verschwanden, umgestellt und verschoben waren, so als wären „Kobolde“ am Werke gewesen. Manche spekulierten über eine „hysterische“ Ilse Ollendorff, doch es könnten tatsächlich „Kobolde“ gewesen sein.

Nachdem ich mich neuerdings erneut wieder etwas mit Strieber beschäftigt habe, bin ich in meiner Überzeugung bestärkt, daß die „Greys“ genau das sind, wovon Reich und später Jerome Eden gesprochen haben: DOR-Wesen, die seit Jahrtausenden wie Parasiten von uns leben. Siehe auch Jerome Edens Die kosmische Revolution: 16. Die Kinder der Finsternis .

In Das ORANUR-Experiment II (Contact with Space) frägt sich Reich schließlich, ob die Außerirdischen „geisteskrank“ sind, weil ihr Verhalten, bzw. das Verhalten der Fliegenden Untertassen, keinerlei logischen Sinn macht. Strieber war mit weitaus absurderen Dingen konfrontiert, über die er ohne Angst sich lächerlich zu machen offen berichtete. Entsprechend wurde er zu einem Paria, der beispielsweise auf Flughäfen von vorbeigehenden Fluggästen angespuckt wurde.

Ein Beispiel für die ganze Absurdität ist beispielsweise, daß Strieber, ein passionierter Nichtraucher, die Anwesenheit der Besucher stets mit „Zigarettenqualm“ aussoziierte – und dann sogar beobachtete, wie einer der „Greys“ Kettenraucher war. Entsprechend halte ich beispielsweise das folgende vollkommen abwegige Video für möglicherweise authentisch:

Das ganze ist extrem heikel, weil damit, d.h. mit dem Versuch die außerirdische Invasion zu verstehen, einerseits immer die Gefahr des Mystizismus einhergeht – und andererseits genau dieser Mystizismus die vielleicht schärfste Waffe der Außerirdischen ist, weil sie die Erdenbewohner lähmt.

Reich hat die Mystik nicht rationalistisch wegerklärt, sondern ernst genommen, um ihr desto effektiver entgegentreten zu können. Sie beruht auf der verzerrten Wahrnehmung realer Energieströme im Körper.

Der Okkultismus, z.B. die Astrologie, ist in dieser Hinsicht weitaus problematischer, da man nicht nur mit subjektiven Befindlichkeiten, sondern immer wieder mit objektiven „Belegen“ konfrontiert wird, denen man Rechnung tragen muß, will man „wissenschaftlich unvoreingenommen“ vorgehen.

Ganze Kulturen haben sich unrettbar in der sich immer wieder bestätigenden Astrologie verfangen. Etwa die hochentwickelten Inka, die sich nicht gegen die Spanier wehrten, weil ihr Untergang in den Sternen vorgezeichnet war. In Sternkonstellationen und dunklen Flecken in der Milchstraße machten die Inka Tiergestalten aus, denen bestimmte Eigenschaften zugeordnet waren, so daß die Himmelsmechanik einen tiefgründigen Sinnzusammenhang nach dem anderen generierte.

Es scheint, daß wir heute auf breiter Front wieder auf dem Weg in solch ein wahnhaftes und im wahrsten Sinne des Wortes verhängnis-volles Weltbild sind. Man denke nur an den vom Maya-Kalender inspirierten malignen Schwachsinn, der mit dem Jahr 2012 getrieben wurde!

Geblendet durch immer neue „Bestätigungen in der Wirklichkeit“ wird nicht gesehen, daß Systemen wie der Astrologie, Numerologie, Kartenlegen, etc. jede Grundlage abgeht. Selbst wenn sie teilweise funktionieren, d.h. anekdotische Überzeugungskraft besitzen und vielleicht sogar hier und da statistische Überraschungen auftreten: jedes beliebige andere System, irgendeine willkürlich und künstlich erschaffene …ologie, würde ähnliche Ergebnisse zeitigen. Offenbar „erzeugen“ (?) derartige Systeme spontan und unkontrollierbar sinnvolle Zusammenhänge („Serialität“, „Synchronizität“). Sogenannte „Satanisten“ nutzen dies aus, um mit Hilfe von Magie Macht auszuüben und letztendlich zu einem Gott zu werden. (Ein „Satanist“ hat beispielsweise keinerlei Probleme damit die „klingonische“ Götter aus Star Trek anzurufen und sich davon reale Effekte zu versprechen!)

Ich würde niemals ein Horoskop lesen oder mir aus der Hand lesen lassen. Nicht nur, daß ich Angst vor sich selbst erfüllenden Prophezeiungen habe. Darüber hinaus habe ich Angst etwas „heraufzubeschwören“. Ich teile die Auffassung echter Christen, daß diese „Techniken“ durchweg dämonisch sind.

Magisches Denken kommt dem psychotischen und hochneurotischen Denken sehr nahe. Sich dem auszusetzen, verstärkt und verfestigt die eigene Neurose. Man hält sich davon fern, genauso wie man von sexuellen Perversionen Abstand hält. Es zieht einen hinunter! Nicht von ungefähr haben Esoteriker und Okkultisten eine dunkle Aura, sind unglücklich, übellaunig und von abstrusen Krankheiten geplagt.

Aber zurück zur Erklärung „okkulter“ bzw. „parapsychologischer“ Phänomene: sie scheinen eine makroskopische Entsprechung quantenphysikalischer Vorgänge zu sein. Der Schlüssel hat sicherlich mit dem Orgonomischen Potential zu tun, das entsprechend auf atomarer Ebene der statistisch-mechanischen Zufallsverteilung entgegenwirkt und so die Quantenphänomene hervorruft. Siehe dazu die beiden Aufsätze Ea und die Wellenfunktion und Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur.

Die Nomenklatura der „Marktwirtschaft“

19. Juli 2014

Die kapitalistische Nomenklatura wuchert wie ein Krebsgeschwür am arbeitsdemokratischen Organismus.

Als Oskar Lafontaine 2005 aus der SPD austrat, verwies er als Alternative zu Schröder und Merkel voller Begeisterung auf die expansive Geld- und Fiskalpolitik der angelsächsischen Welt. Gemeinsam höhlten und höhlen Kommunisten wie Lafontaine und sein fiskalpolitisches Vorbild, der angeblich „konservative“ George W. Bush, den Kapitalismus energetisch aus und steuern auf eine apokalyptische Weltwirtschaftskrise zu. Mit Obama sind alle Dämme gebrochen.

Es ist unfaßbar, welche Summen die Leute, die die Weltwirtschaft und damit die Menschheit an den Rand des Abgrundes geführt haben, raffen.

Bereits 2003 zitierte das rechtskonservative Internet-Journal The Federalist Digest den Finanzanalytiker und Publizisten Don Bauder:

Wenn der Klassenkrieg ausbricht, werden sich die Aktiengesellschaften und Wall Street nur selbst die Schuld geben können. Vor drei Jahrzehnten verdienten die Geschäftsführer der 100 größten Gesellschaften das 39-fache dessen, was der durchschnittliche Arbeiter erhielt. Jetzt sind es 1000mal mehr.

2002 war das Einkommen in den Chefetagen Großbritanniens dramatisch angestiegen – um das Siebenfache im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen. Bei den Spitzenmanagern der 100 führenden Gesellschaften stieg das Einkommen im Durchschnitt um 23% (auf 1 677 685 Pfund), während es beim Volk nur 3,2% waren. Gleichzeitig war der Wert der betroffenen 100 Firmen in den vorangegangenen drei Jahren um 50% gesunken!

Damals berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf die US-Steuerbehörde, daß die 400 größten Steuerzahler der USA im Jahr 2000 ein Vermögen von fast 70 Milliarden Dollar aufgewiesen hatten – gegenüber 53,5 Milliarden Dollar im Jahr zuvor!

An der Abkoppelung der Managergehälter vom realen Wirtschaftsleben und aberwitzigen Steigerungsraten im Einkommen der vermeintlichen „Elite“ wird sofort deutlich, wie über alle Maßen grotesk unser Geldsystem ist. Die einzige gangbare Alternative zum derzeitigen irrealen Kapitalismus findet sich in Ökonomie und Sexualökonomie.

Dort wird der planwirtschaftliche (!) Mechanismus beschrieben, der die „Nomenklatura“ unermeßlich reich macht. Es sind mafiöse Strukturen, die langsam aber sicher unsere Gesellschaft unterhöhlt haben und sie sehr bald zum Kollabieren bringen werden.

Man schaue sich etwa an, was gegenwärtig bei der EZB abläuft. Dazu Andreas Marquart vom Ludwig von Mises-Institut. Die Milliarden von Mario Draghi nutzen jenen, die das Geld als erste bekommen: Staaten, Banken und Großunternehmen. Der Mittelstand, die Arbeitsdemokratie, wird geschröpft. Marquart:

Weil sich das neu in Form von Kredit geschaffene Geld nicht gleichmäßig in einer Volkswirtschaft verteilt. Wer das neue Geld als erster erhält, profitiert zu Lasten derer, die in der Reihe weiter hinten stehen. Die Hauptprofiteure sind Staat, Banken und Großunternehmen. Es verliert aber sogar der relativ, der sich am liebsten gar nicht oder nur gering verschulden möchte. Er muß zuschauen, wie beispielsweise die Immobilie, auf die er anspart, immer teurer wird. Viele andere, die bereit sind, sich zu verschulden oder sich höher zu verschulden, bieten um diese Immobilie mit und treiben den Preis nach oben. (…) Von den jüngsten Geldspritzen profitieren vor allem Staaten und Banken. Die Staaten profitieren in der Form, daß ein Teil der immensen Liquidität, die geschaffen wird, in Staatsanleihen fließt und deren Renditen sinken läßt. Das erhöht für die Staaten den Spielraum für weitere Schulden. Die Banken profitieren, weil sie relativ risikolos in Staatsanleihen investieren können. Sie haben gar kein großes Interesse, Darlehen an Unternehmen zu vergeben. Warum auch … sie bekommen Geld fast umsonst und streichen durch die Investition in Staatsanleihen die Zinsdifferenz ein. (…) Es profitieren aber auch Unternehmen aus Sektoren und Branchen, die überdimensioniert sind und eigentlich eine Bereinigung erfahren müßten. Hier werden Unternehmen indirekt künstlich am Leben erhalten, deren Ressourcen woanders dringender benötigt würden.

In Deutschland besitzen die reichsten 5 Prozent über die Hälfte des Vermögens – und die Politik der EZB setzt alles daran, diese Quote zu erhöhen. Das, was in dieser Hinsicht gegenwärtig in Spanien geschieht, wirkt, als hätte es sich ein durchgeknallter Gesellianer ausgedacht! Der krypto-Gesellianische Wahnsinn hat Methode! Gleichzeitig überlegen die Finanzeliten, wie sie die von ihnen erzeugte soziale Kluft langfristig überleben können.

Im Kapitalismus hat, wie Milton Friedman es einmal ausdrückte, farbig bedrucktes Papier nur deshalb einen Wert, weil alle glauben, daß es einen Wert hat! In diesem Sinne ist Geld etwas rein „Ideeles“. Entsprechend ist der Kapitalismus ein Tummelplatz der Gaukler und Betrüger und Verschwörer (die Nomenklatura), die wie die Maden im Speck der Arbeitsdemokratie leben.

Der wirkliche Wert des Geldes beruht darauf, daß es mit der dem arbeitsdemokratischen Kern der Gesellschaft verbunden ist, d.h. eine „materielle“ Grundlage hat: das Versprechen, für das das „farbig bedruckte Papier“ steht, wird tatsächlich eingelöst. Diese „Einlösung“ ist prinzipiell in zweierlei Gestalt möglich: jemand arbeitet, buchstäblich werden die Schulden „abgearbeitet“, oder der Geldschein wird gegen eine entsprechende Menge Gold eingetauscht, also etwas Materielles, was alle guten Eigenschaften des immateriellen Geldes hat. Beispielsweise, daß es gegen alles andere ausgetauscht werden kann, was bei einem beliebig anderen Gegenstand, etwa einer Banenenstaude oder einem Plastikeimer voller Würme oder einem Drehzahlmesser, nicht der Fall wäre.

Die besagte Nomenklatura versucht alles, um ihre Machtbasis, die Geldwirtschaft, von diesen materiellen und damit behindernden Grundlagen zu kappen. Die alten, vorkapitalistischen Zeiten sollen wiederhergestellt werden, in der alles auf Symbolik beruhte. Entsprechend sind die natürlichen Verbündeten der kapitalistischen Nomenklatura die rechts- und linksextremen Antikapitalisten.

In Ökonomie und Sexualökonomie wird erklärt, warum die Islamisten und die neo-feudalistischen Sozialisten die USA (den Kapitalismus) so abgrundtief hassen. Die wirtschaftlichen, politischen und sogar religiösen Gründe sind nur vorgeschoben. Um was es wirklich geht, ist das verzweifelte Festklammern an überkommenen Strukturen, die zwar unglücklich machen, aber gleichzeitig verhindern, daß die Menschen ihr Elend spüren („erleiden“) müssen.

Diese Strukturen sind vor Jahrhunderten aufgebrochen und haben in blutigen Geburtswehen dem Kapitalismus schließlich freie Bahn gelassen. Reich hat, unter dem verhängnisvollen Einfluß der Marxschen Lehre, diesen Prozeß anfangs nicht durchschaut. Als er dann in Die Massenpsychologie des Faschismus die „sexuellen Verhältnisse“ gleichberechtigt neben die wirtschaftlichen Verhältnissen zu stellen wagte, wurde er von den Marxisten geächtet. Später, im Christusmord, betonte er schließlich, daß die genitale Misere im Westen in der Bedeutung im Rang weit vor den wirtschaftlichen Sorgen steht „und in den asiatischen Gesellschaften sind sie unmittelbarer Grund und ständige Quelle von deren ökonomischem Elend“ (Christusmord, Freiburg 1978, S. 115).

Was bei der kapitalistischen Emanzipationsbewegung falsch gelaufen ist, wird ebenfalls in Ökonomie und Sexualökonomie ausgeführt: der Kern des Kapitalismus, das Geld, ist sozusagen „feudalistisch“ geblieben, d.h. es hat sich von der arbeitsdemokratischen Sphäre gelöst bzw. nie an sie Anschluß gefunden.

Seit Nixon 1971, getreu der Doktrin John Maynard Keynes‘, die Golddeckung des Dollars endgültig beseitigte, ist die Fiskal- und Geldpolitik nichts anderes als staatliche Herstellung von Falschgeld, das den Organismus des Kapitalismus von innen her aushöhlt. Der Kapitalismus ist an einer Art „Krebsschrumpfungs-Biopathie“ erkrankt! Die Wirtschaft wird ständig künstlich mit „Geldschöpfung“ angekurbelt. Es fließt dermaßen viel Geld in den Markt, daß es dafür keine sinnvollen Investitionsmöglichkeiten gibt. So platzt eine „Blase“ (ein „Tumor“) nach der anderen, die Internetblase, die Imobilienblase, etc. Jetzt ist das System dermaßen instabil, die Fundamente des Geldwertes dermaßen brüchig, daß noch mehr Geld, und zwar unermeßlich viel, „geschöpft“ wird.

Der Wirtschaftswissenschaftler Guido Hülsmann führt in seinem Nachwort zu Murray Newton Rothbards Buch Das Schein-Geld-System folgendes aus:

Genau wie die nationalen Währungssysteme geschaffen wurden, um den jeweils politisch einflußreichsten Gruppen ständige Vorteile zu Lasten aller anderer Bürger zu verschaffen, so wurden bestimmte internationale Institutionen (EWS, EZB, IWF usw.) ins Leben gerufen, um diese Vorteile für die politische und administrative Kaste zu erhalten und zu festigen.

Siehe auch Roland Baaders Geld, Gold und Gottspieler.

Die entsprechenden staatskriminellen Kreise in Europa stecken z.B. hinter dem Euro. Die Nomenklatura will an die Goldreserven, so eine mögliche Wiedereinführung des Goldstandards hintertreiben und die ökonomischen Grundlagen der Arbeitsdemokratie endgültig zerstören, auf daß sie ewig für ihre Klientel Geld „schöpfen“ können.

Naiv wie unsereiner ist, frägt er sich, warum man nicht gleich auf die eine funktionierende Weltwährung zurückgreift: das Gold!

Selbst den Science Fiction-Autoren fällt kein besseres Geld ein als das fiktive Edelmetall „Latinum“ der Ferengi! Wie, um alles in der Welt, soll eine internationale (gar „interplanetare“) Wirtschaft auch anders funktionieren können!

Star Trek ist in dieser Hinsicht tatsächlich sehenswert. Wie wäre ein längerfristiger Handel zwischen unterschiedlichen Sternensystemen möglich, also Zivilisationen, die nichts miteinander verbindet außer gegenseitiges Mißtrauen und Angst? Über das Universalzahlungsmittel Gold (bzw. „Latinum“) und/oder über Arbeit! Betrug und Übervorteilung sind dergestalt so gut wie ausgeschlossen. Unruhe kommt erst ins Spiel, wenn irgendeine „dritte Macht“ auf Gewalt setzt und das Wechselspiel von Geben und Nehmen außer Kraft setzt.

legendsoftheferengi