Der Rote Faden: Psychoanalyse und Kommunismus

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

 

 

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4 Antworten to “Der Rote Faden: Psychoanalyse und Kommunismus”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Langer traf sich später mit Fidel Castro und überzeugte ihn, die Tiefenpsychologie in Kuba zuzulassen.

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    „Wußten Sie, daß Fenichel 1930 oder 1931 die UdSSR besucht hatte, wie zuvor Reich 1929?“

    Auf Seite 38 des Werkes »Hier geht das Leben auf eine sehr merkwürdige Weise weiter …«: Zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland von Brecht et. al. sieht man Fenichel vor dem Eingang des Moskauer Kulturparks.

    Die Kolonie Bolschewo war übrigens ein potemkisches Dorf der GPU zur Täuschung von ausländischen Besuchern (Heller, Nekrich, Geschichte der Sowjetunion).

  2. O. Says:

    Reich sei …“rausgeflogen, weil er die Psychoanalyse politisch mißbrauchen wollte.“ Schönes Märchen, war doch Reichs Steckenpferd das von Freud: die Sexualität. Dann also bitte auch bei der Wahrheit bleiben, er wollte die Psychoanalyse sexuell „missbrauchen“ und entwickelte sie weiter zur Charakteranalyse, was die Psychoanalyse faktisch zu ersetzten drohte. Nur darum handelte Freud neidvoll mit dem Ausschluss und wollte ihn ans Messer der Nazis liefern. Sein Beginn einer Vegetotherapie mit dem Vortrag „Psychischer Kontakt und vegetative Srömung“ hatte wohl kaum noch einer vernommen, da der Ausschluss schon beschlossen war und ist demnach für das Publikum bedeutungslos gewesen. – Ein kleiner Schritt für Reich, aber kein Schritt für die Menschheit.

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    Ist eine Revolution von „oben“ (mit einem doch meist sehr bürgerlichen Kopf) überhaupt eine Revolution oder nur eine Machtverschiebung? = solche Dinge sind inhaltlich-politische Diskussionen, wie es wohl (auch) Thema der Rundbriefe war.

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    Sofern Fenichel und Fromm keine vereinspolitsche Veränderung im Sinn hatten, sondern eine Veränderung der breiten Psychoanalyse jenseits von Freud, kann es als politische Orientierung eines psychoanalytischen Flügels betrachtet werden, zu dem sich Reich zunächst wohl auch zählte. (?)
    Zielt es auf die Veränderung der Psychoanalyse oder Orgonomie ab, ist es klar subversiv. Und hierbei war die Fenichel-Gruppe auch nicht der einzige Akteur und welche Akteure gibt es in der Orgonomie? Sind diese zentralistisch/ zum Schein dezentral oder sollten sie (wie hier schon mal erwähnt im Sinne Reichs) lieber dezentral sein, besser sogar ohne ein Netzwerk.

    Das alles scheint doch sehr vielschichtig zu sein.

    Reich hatte sich „sexual-politisch“ (nicht parteipolitisch) entwickelt, wo der Inhalt die „politische“ Richtung vorgab. (s. Sexpol) Mit dem Orgon wurde alles, insbesondere in den USA (wo politisches Engagement außerhalb der zwei Parteien nicht gut ankommt), entpolitisiert, dafür auf die orgonomische Sprache geeicht. Steht er damit nicht in der Tradition der „Revolution von unten“, über eine Veränderung der Charakterstruktur, was Reich zum Alptraum der Faschisten macht.

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    Jacoby beschreibt Fenichel mit äußertster Sympathie, er wirkt dort (nach meiner Erinnerung) als „zweiter Reich“, als noch immer sein Freund … – vielleicht habe ich auch die Spitzfindigkeiten überlesen.

    Wenn Fenichel jedoch Reich kritisieren würde wie Chester Raphael E.F. Baker, müsste ich ihn noch mal lesen, ob was Brauchbares dabei ist. Wo kritisiert Fenichel Reich? In seinen Büchern oder im Rundbrief? (Im Letzteren wäre er ja feige gewesen.)

    • Peter Nasselstein Says:

      Raphaels Kritik der Baker erinnert mich an Fenichels (allgegenwärtige) psychoanalytische Kritik an Reich: „Es ist auch schematische und berücksichtigt nicht die Komplexität“ (kein wörtliches Zitat). Beide Kritiken beeindrucken und sehen auf den ersten Blick intellektuell überlegen aus, aber wenn man tiefer sieht, ist es einfach erbärmliches Blablabla und voller Mißverständnisse. Zum Beispiel schreibt Raphael, es gäbe Reich zufolge keine „emotionalen Pest-Charaktere“.

  3. Robert (Berlin) Says:

    Erratum, S. 145:
    Escape from Freedo
    muss heißen: Escape from Freedom

    Welche Zeitschrift???
    Obermayer H 1943: Social Reconstruction without Sex-Economy 2(2,3):173-175
    Obermayer H 1945: Besprechung von James Burnham: The Machiavellians 4(2,3):216-220

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