Das sozialistische Patientenkollektiv (Teil 3)

Man kann das, was in der Praxis der Orgontherapeuten geschieht auf die Gesellschaft übertragen. Zwar hat diese kein Über-Ich, kein Unbewußtes und keine „Komplexe“, doch jenseits von diesen psychologischen Vorstellungen: alle Systeme folgen den, wenn auch auf ihre jeweils spezifische Art und Weise, identischen energetischen Gesetzmäßigkeiten, etwa was die Abwehr („Reaktion“) von bioenergetischen bzw. „bio-sozialen“ Impulsen („Revolution“) betrifft. Aufkleber wie folgender sagen alles, doch nur die Orgonomie versteht wirklich, was sie eigentlich im Grunde aussagen:

Dem werden natürlich Aufkleber wie der folgende entgegengehalten:

Was soll man DAGEGEN einwenden können! Klingt gut, aber „Selbstorganisation statt Lohnarbeit“ kann nur jemand fordern, der wohlbehütet aufgewachsen, danach ohne jedwede Lebenserfahrung an die Uni gegangen ist und die Welt nur durch die rosarote Brille betrachtet. Jemand, der in der Jauchegrube dieser Gesellschaft aufgewachsen ist, die Unterschicht und ihre Kinder auf viszeraler Ebene kennt, weiß, daß ein Gutteil nicht arm ist, weil „der Kapitalismus“ so unerbittlich ist, sondern sie sind arm, weil sie schlichtweg einen „Dachschaden“ haben. Sie leben nicht in der Hölle, die Hölle ist vielmehr in ihnen. (Wann und wie in der Generationenfolge diese Hölle in sie gelangt ist, d.h. wie sich die äußere Hölle im Inneren verankert hat, ist eine ganz andere Frage!) „Befreit“ man sie von der Lohnarbeit, wie es „Hartz IV“ in gewisser Hinsicht getan hat, dann verlieren sie auch noch den letzten Halt. Der Zwang fünf Tage die Woche ganztägig zu malochen, ist ein absoluter Segen für sie – und nicht zuletzt für die Gesellschaft. Was passiert, wenn man diese Massen „befreit“, hat nicht zuletzt die Sowjetunion gezeigt. Schließlich mußten die Leiter der „volkseigenen Betriebe“ zu weitaus härteren Maßnahmen greifen, gar mit Konzentrationslagern und physischer Vernichtung drohen, um sinnlosen Vandalismus, ständige Arbeitsverweigerung und den „Diebstahl an Volkseigentum“ einzudämmen und die Gesellschaft in Gang zu halten. Wegen der gepanzerten Menschen muß jedweder Sozialismus, egal wie human sein Antlitz ist, letztendlich in der Hölle auf Erden münden.

Wenn man den sozialistischen und anarchistischen Wichsern sagt, daß der Kapitalismus mit seiner Mischung aus Zwang und Freiheit wahrscheinlich das ideale Gesellschaftssystem bzw. das Gesellschaftssystem ist, das einen Grad an Gesundheit verkörpert, den der gepanzerte Mensch gerade so noch eben ertragen kann, ticken sie auf die eine oder andere Weise aus. Sozialisten und Anarchisten sind schlichtweg Irre, die in die Psychiatrie gehören. Das sozialistische Patientenkollektiv:

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12 Antworten to “Das sozialistische Patientenkollektiv (Teil 3)”

  1. Robert (Berlin) Says:

     Zitat:
    》„Befreit“ man sie von der Lohnarbeit, wie es „Hartz IV“ in gewisser Hinsicht getan hat, dann verlieren sie auch noch den letzten Halt. Der Zwang fünf Tage die Woche ganztägig zu malochen, ist ein absoluter Segen für sie – und nicht zuletzt für die Gesellschaft.《

    Das Sozialsystem war ja als Rettungsanker für Notleidende, Arbeitsunfähige, Schwerstkranke etc. gedacht. Inzwischen geht der halbe Staatshaushalt für den Sozialstaat drauf. Und jetzt ist es ein Magnet für die halbe Weltbevölkerung, welche von den linken Heilsbringern unter falschen Versprechen hierher gelockt werden. Dass es bald zusammen bricht, ist nur noch eine Frage der Zeit. So wurde die Idee der Siechenhilfe und Wohlfahrt von den linken Utopisten, aber auch Politopportunisten, ad absurdum geführt.

  2. O. Says:

    Es ist genau dieser pseudolinke Aufstand, der die AfD erst möglich gemacht hat. Das sind die Wahlhelfer der AfD. keiner hättte sie beachtet, wenn nicht diese „Gegendemonstrationen“ statt gefunden haben. Also die AfD darf sich bei ihren „Gegnern“ herzlichst bedanken!

    Hartz IV ist die von SPD/CDU eingeführte Abfrackprämie. Jeder der arbeitslos werden könnte fürchtet hierin abzurutschen und sein ganzes Eigentum aufzehren zu müssen, bevor die Abfrackprämie erhält. Der Misstand ist die hohe Arbeitslosigkeit und der Lehrstellenabbau gewesen, die Jugend hatte kein Perspektive. Die Arbeit wurde nicht mehr gerecht bezahlt, sondern der Abfrackprämie angepasst. Arbeit wurde nicht mehr entlohnt. Kein Arbeitnehmer konnte mehr von seiner Hände Arbeit leben oder eine Familie ernähren. Der Kapitalismus wurde asozial. Wer eine Arbeit wollte, musste fragen, wieviel kostet sie mich, wieviel Geld muss ich mitbringen, dass ich unterbezahlt arbeiten darf. Und das Versäumnis der Konservativen war hier klar, diesem Trend entgegen zu wirken.
    Es bedarf zwei Gehälter, um seine Miete zu bezahlen. Kein Paar kann sich leisten, dass einer zuhause bleibt und die Kinder versorgt.

    Was ist die Konsequenz aus dem (dass keiner aufgestanden ist)? Ein neuer Faschismus. Und dabei ist es völlig egal – welcher Typ von Faschismus.

  3. Peter Nasselstein Says:

    Das SPK in voller Aktion:

    http://www.pi-news.net/2019/04/video-buergerdialog-in-koeln-wenn-linke-argumentieren/

  4. JanDavid Says:

    Jemand, der in der Jauchegrube dieser Gesellschaft aufgewachsen ist, die Unterschicht und ihre Kinder auf viszeraler Ebene kennt, weiß, daß ein Gutteil nicht arm ist, weil „der Kapitalismus“ so unerbittlich ist, sondern sie sind arm, weil sie schlichtweg einen „Dachschaden“ haben. Sie leben nicht in der Hölle, die Hölle ist vielmehr in ihnen.

    Der Zwang fünf Tage die Woche ganztägig zu malochen, ist ein absoluter Segen für sie – und nicht zuletzt für die Gesellschaft.

    Ok. Der Unterschichtler muss fünf Tage in der Woche arbeiten, obwohl er nicht will.

    Die Hölle ist in ihm. Er ist auch – im Sinne der Charakteranalyse – schwer arbeitsgestört.

    Er ist nach der Arbeit nicht nur müde. Er ist auch zerschlagen und unglücklich.

    Er hat das Gefühl, Arbeit macht ihn unglücklich.

    Da eine Therapie zwecks Analyse und positiver Veränderung seines Charakters nicht in Sicht – oder nicht bezahlbar – ist, quält er sich eben durch bis zum Renteneintrittsalter.

    An Glücksspiel liebt er am meisten Lotto, weil dieses extrem hohe Gewinne bei extrem niedrigen Einsätzen ermöglicht – etwa im Vergleich zum Roulette.

    Er hat Sorgen. Er will ausgesorgt haben.

    In unserem Lande wünschen viele, dass die knappe bezahlte Arbeit auf mehr Menschen verteilt wird.

    Auf mehr Schultern verteilt – wird gern formuliert.

    Dabei könnte das falsch sein. Arbeit könnte etwas zu tun haben mit dem Orgonomischen Potential.

    Lasst mich mal Devil’s Advocate spielen.

    Was, wenn etwa die Arbeitszeiten in unserem Lande zu kurz sind??

    Wenn man vielleicht besser 55 Stunden pro Woche haben sollte. Den Zehnstundentag plus Samstag Vormittag.

    Bei dem hierzulande üblichen Druck und Arbeitsverdichtung ist man danach nicht mehr imstande etwas vernünftiges zu tun, wie etwa Essen zubereiten.

    Das kann bewirken, dass die Pizzabringdienste noch viel mehr werden.

    Auch bisher unübliche Dienstleistungen könnten üblich werden. Viele, viele Leute, auch solche, die absolut nicht der Oberschicht angehören, werden sich Putzfrauen und Kindermädchen leisten.

    Und Hilfen für die Pflege von im Haus lebenden Alten, die man nicht den vom Pflegenotstand gezeichneten Pflegeheimen in die Hand geben will.

    Hilfen etwa aus Bulgarien. Oder sogar aus dem eigenen Land, also Deutschland.

    Falls die da vorhandenen Hindernisse beseitigt werden.

    Millionen neue schlechtbezahlte Jobs würden entstehen.

    Arbeit zieht mehr Arbeit nach sich.

    Ist nur eine theoretische Überlegung. Die andere Frage ist, ob man das will.

    • JanDavid Says:

      Kapitalismus? Ein System, wo man den Kleinunternehmer immer mehr an die Wand drückt, ihm Bedingungen diktiert, wo es ihm nicht besser geht als den abhängig Beschäftigten …

      Wo multinationale Konzerne, Organisationen, Bürokratien den Ton angeben?

      Nicht viel anders als Staatskapitalismus und Zentralverwaltungswirtschaft. Wo ja ich dagegen bin.

      Kein Bock.

      Aber eins ist andersrum.

      Wir haben Anzeichen einer – seitens der EZB – gewaltsam unterdrückten Deflation.

      Gekennzeichnet durch Marktsättigung, hervorgerufen durch zunehmende Ungleichheit.

      Überangebot an fast allem.

      Immer weniger Kaufkraft der Massen …

  5. JanDavid Says:

    sondern sie sind arm, weil sie schlichtweg einen „Dachschaden“ haben. Sie leben nicht in der Hölle, die Hölle ist vielmehr in ihnen …

    Sie sind arm, weil sie …

    Im Rahmen der gängigen „Arbeits-Zwangsmoral“ gibt es diejenigen charakterlich-geistigen Grundeinstellungen, welche im Buch „Rich Dad, Poor Dad“ von Kiyosaki als die Lebenshaltung des „Poor Dad“ beschrieben sind.

    Die herrschen bei den meisten Unter- und Mittelschichtlern vor.

    Ich habe das Buch mal gelesen, habe aber nicht viel in Erinnerung.

    „Arbeite nicht für Geld“ ist die wesentliche Haltung des „Rich Dad“.

    Vermutlich meint der Autor, dass eine gewisse Gelassenheit fehlt, sondern dass ich für Geld den ganzen Tag Dinge, tue, die ich gerade nicht tun möchte, mit der Folge, dass die Arbeit mich unglücklich macht. Vielleicht macht sie dann auch arm, aber das ist vermutlich schwieriger einzusehen.

    Was laut Kiyosaki in Amerika auch fehlt, ist die „financial education“ der Menschen.

    Meiner Ansicht nach fehlt die in Deutschland noch viel mehr.

    Hart und streng gegen sich selber sein und hart arbeiten.

    Streng einteilen und buchführen.

    Letzteres ist wichtig, aber vermutlich fehlt da noch etwas.

    Viel.

    • JanDavid Says:

      Die Unterschicht. Nicht meine Schicht. Das empfinde ich immer deutlicher.

      „Selbstorganisation statt Lohnarbeit“ kann nur jemand fordern, der wohlbehütet aufgewachsen, danach ohne jedwede Lebenserfahrung an die Uni gegangen ist und die Welt nur durch die rosarote Brille betrachtet …

      bei mir: ich zähle mich zu den – in Kindheit, Jugend, und jungem Erwachsenenalter – Wohlbehüteten.

      Mit allen Vorteilen, aber auch Nachteilen und Problemen, die das zur Folge hat.

      Selbstorganisation – das haben die Menschen, wie ich glaube, irgendwie verlernt.

      Das war in Deutschland in der Nachkriegszeit noch besser.

      In der Autobiografie von Dirk Rossmann (der mit der Drogeriemarkt-Kette) kann man einiges lesen, wie das damals war.

      Dirk Rossmann: „… dann bin ich auf den Baum geklettert!“

      Selbstorganisation – das haben die Menschen, wie ich glaube, irgendwie verlernt.

      Deshalb wurden Dinge wie Tauschringe und Komplementärwährungen (der „Chiemgauer“ zum Beispiel) erfunden …

      • JanDavid Says:

        http://www.pi-news.net/2019/04/familien-am-existenzminimum

        „Es gibt kein wirkungsvolleres Herrschaftsinstrument als die Schaffung Abhängiger. Das uralte Rezept funktioniert in keiner Staatsform erfolgreicher als in der Demokratie.“

        In dem Artikel steht auch:

        „Selbst Jahresbruttoeinkommen von 50.000 Euro reichten heute gerade noch aus, um sich über Wasser zu halten.“

        und:

        „Nach den Berechnungen der Verbände liegt schon eine Familie mit zwei Kindern und 35.000 Euro Bruttolohn unterhalb des gesetzlichen Existenzminimums.“

        Dabei ist es gar nicht einfach, 35.000 Euro im Jahr zu verdienen …

  6. Robert (Berlin) Says:

    Essay Queerness in der Politik

    Lasst uns Banden bilden!

    Die Sehnsucht nach dem Ende traditioneller Genderrollen ist groß. Damit lässt sich Politik machen: Eine starke linke Bewegung braucht mehr Queerness.

    http://www.taz.de/Essay-Queerness-in-der-Politik/!5585319/

    „Ich habe seit Jahren keine heterosexuell lebende Frau mehr getroffen, die sich nicht wünschte, auf Frauen zu stehen. Keinen heterosexuell lebenden Mann, der sich nicht gern von seiner Partnerin penetrieren lassen würde.“

  7. JanDavid Says:

    „Es gibt kein wirkungsvolleres Herrschaftsinstrument als die Schaffung Abhängiger. Das uralte Rezept funktioniert in keiner Staatsform erfolgreicher als in der Demokratie.“

    Zwecks Schaffung Abhängiger kann man auch große Mengen von Menschen aus fernen Ländern in die europäischen Sozialsysteme einwandern lassen. Finanzieren tut das dann die EZB durch ihr exzessives Geld-Drucken …

  8. JanDavid Says:

    Für Millionen Menschen in Deutschland gilt eine strenge Residenzpflicht. Dazu gehören die Asylbewerber, aber auch sechs Millionen Hartz-IV-Bezieher.

    Werden sie außerhalb ihres „wohnortnahen Bereichs“ erwischt,

    droht ihnen eine Totalsperre der bestenfalls gerade noch existenzsichernden Bezüge.

    Als Indizien für ein Verlassen des Wohnorts, welche folglich „Maßnahmen“ rechtfertigten, gelten danach:

    Abbuchungen von Reiseunternehmen, Firmen oder Tankstellen außerhalb des ortsnahen Bereichs vom Konto, Nichterscheinen zu Terminen,

    Nichterreichbarkeit per Telefon, ständiges Verschieben von Terminen, überquellender Briefkasten, dauerhaft herabgelassene Jalousien,

    Unflexibilität des Kunden, anonyme Anzeigen, Hinweise von Dritten, Anrufe von Orten außerhalb des Nahbereichs oder eine fehlende Reaktion auf ein Maßnahmeangebot.

    Aus einem Artikel auf „RT Deutsch“ betreffend HartzIV.

    Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/87997-hartz-iv-verpflichtet-zu-hause-zu-sitzen

    Entspricht das überhaupt der Wahrheit?

    Wenn ja:

    „Befreit“ das HartzIV die Mitellosen?

    Es macht abhängig wie kein anderes System.

    War das nicht in den Zeiten vor HartzIV viel freier?

    Musste nicht zu Zeiten von AlG / AlHi – also etwa bis zum Jahr 2000 – ein Bezieher lediglich die postalische Erreichbarkeit sicherstellen – etwa durch einen zuverlässigen Nachbarn oder Freund, der die Post aus dem Briefkasten nahm und auch las, und fertig?

    Sperre nur, wenn man bei Firmen, wo man arbeiten sollte, oder bei Terminen im Arbeitsamt nicht erschien?

    Wie war das damals?

    Und wie ist es heute?

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