Frage und Antwort: Sex und Liebe

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Frage und Antwort: Sex und Liebe

 

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3 Antworten to “Frage und Antwort: Sex und Liebe”

  1. Robert (Berlin) Says:

    Bei Reich hat man oft den Eindruck (jedenfalls in den Frühwerken), alles dreht sich nur um den Geschlechtsverkehr. Hier hat Holbrook eine wichtige Aufklärung gegeben.
    Außerdem Doppelplusgut, dass es ein Orgonom macht und kein Reichianer, der noch irgendeinen esoterischen Mumpitz mit einflechtet.

  2. O. Says:

    Ich bin mehr der „Wellentheoretiker“ – statt Anhänger einer „Pulsationsmetapher“. Eine Pulsation muss man auf die Welle zurückführen, demnach handelt es sich eindeutig um eine Wellenangst.

    Schade nur, dass wir mit dem Pulsationsbegriff „Reich die Sexualität abschneiden“, d. h. die Funktion des Orgasmus leugnen.

    Zurück zur seiner Ausgangsfrage, die keiner Pulsationserklärung bedarf: Warum hätten Jugendliche so viel mehr Sex (- was zu beweisen wäre und faktisch wohl kaum stimmt), seien aber nicht „gesünder“? Oder würden weniger lieben?
    Die zweite Frage muss als arrogant und für unsinnig erklärt werden. Was wissen wir über die Gefühle der Jugendlichen und wie sie lieben und was soll so anders zu unserer Generation gewesen sein?

    Die Frage ist: Warum versteht ein Reichianer / Orgonomom oder Pulsations- oder Wellentheoretiker nicht den Zusammenhang zwischen Sexualität (Reichs Funktions des Orgasmus) und Gesundheit? Reich hatte die Quantität (Häufigkeit des Sexualverhaltens) nicht in den Vordergrund gestellt. In seiner frühen Phase ging es überhaupt um die Erkämpfung der Bedingungen, dass Jugendliche aufgeklärt werden und ihre Sexualität leben konnten (vgl. sein Buch: Die Sexuelle Revolution).
    In „Die Funktion des Orgasmus“ ging es um die Qualität des Erlebens und die Wiederherstellung der Erlebnisfähigkeit desselben. Es ging nicht um die Erlebbarkeit einer Pulsation! Die Liebesfähigkeit (das psychische Erleben) ist hierbei von Reich nicht ausgearbeitet worden und lässt sich auch nicht gleichsetzen mit Sexualität.
    Zu wem man Liebe empfindet, hat erst einmal nichts mit der eigenen Genitalität zu tun.

    Die Antwort (hier oben) ist: falsch. Pulsation hat nichts mit Liebe zu tun. Die Gleichmacherei und Verwechslung der Ebenen ist Unfug. Liebe ist nicht Orgasmus oder Pulsation.
    Mit diesen Worten wird also nichts erklärt.

    Was Reich gemeint haben könnte, rückt in weite Ferne: Sexualität ohne Liebe macht keinen großen Sinn, wenn man eine emotionale Erfahrung machen möchte. Es ist aber keine Frage der Gesundheit, die wird über die „Funktion des Orgasmus“ definiert.

    Die Theorie von Hoolbrock oder anderen hören sich so logisch und steril-monokausal an, so dass ein Nachdenken darüber sich zu erübrigen scheint. Erübrigt sich das Denken, kann man die „Theorie“ auch in die Tonne schmeißen.

    Fazit:
    Reichs frühes Werk macht chronologisch Sinn: Zuerst hat er für die jugendliche Sexualität sich eingesetzt und nicht für dessen Unterdrückung, dann hat er das qualitative Erleben beschrieben, auf dass es ankommt, aber nicht nur als eine „Gesundheitsformel“.

  3. Peter Nasselstein Says:

    siehe auch:

    https://nachrichtenbrief.com/2015/02/13/die-orgonometrie-von-liebe-und-sex/

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