Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 32)

Es gibt einen profunden Unterschied zwischen der Sexualität einer Hysterikerin, die sich „sexuell befreit“ gibt, und einer richtigen, d.h. „tiefen“ Frau, die sich kühl und sachlich gibt. Ähnlich ist auch die „Progressivität“ der Linken und die „Rigidität“ der Rechten zu bewerten. Hinter dem ersten verbirgt sich doch nur Angst vor wirklichem Fortschritt, vor Bewegung, vor wirklicher Lebensfreude, während im zweiten Fall wenigstens noch ein genuines Potential für Bewegung vorhanden ist.

Dies hat sehr viel mit dem Problem der Kontaktlosigkeit zu tun. Wer war denn für die Freigabe der Pornographie in den 1970er Jahren? Und wer hatte mehr Kontakt zum gesunden Wesenskern, jene die „progressiv“ für die Freigabe waren oder jene die „rigide“ dagegen waren?

Rebellion führt zu nichts! Das ist wie in der „Primärtherapie“: du schreist und strampelst – und die Panzerung verschlimmert sich! Kontakt ist das Zauberwort sowohl in der Orgontherapie als auch in der Befreiung der Gesellschaft. Und hier halte ich von den linken „Emanzipationsbewegungen“ genausowenig wie von wilden „Reichianischen“ Therapeuten.

Dabei hebt niemand den Konservativen in den Himmel. Sicherlich nicht Elsworth F. Baker und Charles Konia, wäre ja auch schlecht möglich, da Reich so viel über und gegen den Konservativen geschrieben hat – und ich sehe nicht, wo dies in der neueren Orgonomie zurückgenommen wurde. Nur ist die Kritik an den Konservativen mittlerweile Allgemeingut. Und da dies so ist, ist es wohl nötig, daß auch endlich mal den „guten Menschen“ die Maske vom Gesicht gerissen wird. Es ist wirklich nicht sehr originell heutzutage auf den Konservativen einzudreschen!

Was die Begriffe „Liberaler“ und „Konservativer“ betrifft: was soll man denn sonst für Begriffe nehmen? Mit diesen allgemeinen Termini kann man sich wenigstens noch der Umwelt verständlich machen, während orgonomische Begriffe (z.B. „Fassaden-Charakter“ und „verzerrter Kernkontakt-Charakter“) uns halt auf orgonomische Zirkel beschränken würde. Und so schlecht ist der Begriff „Liberaler“ gar nicht. Max Stirner benutzt ihn z.B. orgonomisch ziemlich korrekt:

  1. den politischen Liberalismus [heute würde man wohl von „Nationalliberalismus“ sprechen]: der „die Völker“ durch Knechtung des Einzelnen unter die Staatsidee erzeugt;
  2. den sozialen Liberalismus: der die „Gerechtigkeit“ dadurch erzwingt, daß allen das Eigentum genommen wird und alle „gleiche Lumpe“ werden; und
  3. den humanen Liberalismus: der die „Menschlichkeit“ dadurch erzwingt, daß er alles Individuelle negiert.

Kurz: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Und wofür steht die Rechte?

  1. für die Unfreiheit, die dem Einzelnen ermöglicht frei zu sein, da er nicht für die Sache der „Freiheit“ einstehen muß, sondern für sich – also frei sein kann;
  2. für die Ungleichheit, d.h. es gibt nicht das Eigentum, das niemandem gehört, sondern viele Eigentümer;
  3. für die Inhumanität, d.h. es gibt nicht den Menschen, sondern die Menschen dürfen sie selber sein.
  4. Was ist denn so schrecklich Schlimmes am Kommunismus?

    Was ist denn so arbeitsdemokratisch am konservativen Lebensentwurf?

    Für uns Deutsche ist es trotz der Erfahrung mit der Mauer sehr schwer antikommunistisch zu sein. Erst mal wegen der Nazis („zuerst holten sie die Kommunisten und dann die Juden… und ich schwieg“) und dann auch, weil wir wegen unserer geographischen und geschichtlichen Lage mit den Regierungen des Ostens zusammenarbeiten mußten. So verdrängten wir den satanischen Charakter des Kommunismus aus unserem Blickfeld. Dieser läßt sich zwiefach festmachen:

    1. Von Hegel über Marx zu Stalin ging es immer zentral um einen Mythos (der nicht nur marginal rassistisch ist – besonders bei Marx): die Judenherrschaft muß gebrochen werden, um einerseits die „Anarchie“ (es wird ohne Plan produziert und konsumiert) zu brechen und andererseits die geknechtete Arbeit zu befreien. Dieses mythologische Grundmuster ist der Ausgangspunkt für alle möglichen pestilenten Projektionen. Jerome Eden hat dies sehr schön in Die kosmische Revolution dargelegt: man projiziert das eigene DOR (die Panzerung) nach draußen und versucht es auf dem sozialen Schauplatz zu bekämpfen. Bei manchen „Reichianern“ wird dies sogar explizit: Kapitalismus = Panzerung.
    2. Die KP ist im engsten Sinne des Wortes eine kriminelle Vereinigung. Da gibt es verblüffende Parallelen zur Mafia, die ja auch als eine Art von „Befreiungsorganisation“ angefangen hat. Und genauso wie in Filmen wie Der Pate geradezu Propaganda für das „romantische Verbrechen“ gemacht wird, leistet die Linke der KP Schützenhilfe. In Rußland hat sich die kommunistische Herrschaft in eine der mafiösen Oligarchen verwandelt und in China ist die KP selbst nichts anderes als die Mafia. Das erinnert einen an die geschniegelten Mafia-Manager in den USA, die ins normale Wirtschaftsleben ein Standbein hineinbekommen wollen (Der Pate, Teil 2 und 3).

    Beides, der „psychomagische“ und „quasireligiöse“ Hintergrund hier und das Parasitentum dort, kennzeichnet den Kommunismus: beides kann man letztlich nur als „Projektionsmechanismus in DORifizierten Organismen“ und als „Umsichgreifen des DORs“ verstehen (Subversion).

    Und grade hier klinkt sich der liberale Charakter ein, der gegen das Bestehende (seine Eltern) rebelliert. Der konservative Charakter tut dies nicht, er identifiziert sich mit seinem Hintergrund.

    Das erklärt auch, warum ich für eine „konservative Wende“ bin:

    Wir haben nichts mehr zu fürchten, als das Chaos, d.h. die Zerstörung der Lebensenergie durch das DOR: Pornographie im weitesten Sinne (die Linke war immer dafür), Drogen, Rebellion und das Verkünden von Wahrheiten ohne die Gegenwahrheiten zu erwägen. Wird dies nicht eingedämmt und sprießen Die Grünen weiter, haben wir bald entweder eine Gegenreaktion a la LePen oder eine „grüne“ Diktatur über Europa, die dann zur Errichtung der „sozialen Demokratie“ als Übergang zum Sozialismus führen würde. Und das wäre das Ende der Arbeitsdemokratie, die im Grunde nur eins ist: Verantwortung für sich selbst, damit Verantwortung für die die man liebt, damit Verantwortung für alle Menschen und damit Verantwortung für die Natur. Dies sind alles spezifisch konservierende bzw. „konservative“ Werte.

    Und wofür steht der Sozialismus? Für Verantwortungslosigkeit auf jeder Ebene: ich erinnere an Tschernobyl. Dem wird entgegengehalten, man könnte mit dieser einseitigen Parteinahme „innerhalb der Falle“ nicht einverstanden sein, weil man gegen JEDE Lebensverneinung sei. Gut, heißt das, daß du in Polen nicht für die Solidarnosc eingetreten wärst, weil die Katholische Kirche zutiefst lebensfeindlich ist? Das Fatale an einer solchen kompromißlos „lebenspositiven“ Haltung ist doch, daß sie letztlich nur der Lebensfeindlichkeit gute Dienste leistet, also hier der KP.

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6 Antworten to “Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 32)”

  1. Robert (Berlin) Says:

    KULTURKAMPF, LINKSEXTREMISMUS, POLITISCHE KORREKTHEIT, RASSISMUS

    „Antirassisten“ sind die glühendsten Rassisten: Marieke Rijneveld versus Amanda Gormans

    Die Stahlfeder über neuesten Auswüchse linksgrünen Rassenwahns
    Marieke Lucas Rijneveld, eine preisgekrönte niederländische Schriftstellerin, bekam den Auftrag ein Gedicht der afroamerikanischen Autorin Amanda Gormans (Foto) zu übersetzen. Was danach passierte, tja, das lässt sich am treffendsten mit „linksgrünem Rassenwahn“ beschreiben.

    https://19vierundachtzig.com/2021/03/09/die-stahlfeder-ueber-neuesten-auswuechse-linksgruenen-rassenwahns/

  2. Peter Nasselstein Says:

    American College of Orgonomy
    Free On-line Webinar
    „Therapy Helps a Teenager Grow Up“
    Edward Chastka, M.D.
    Saturday, March 13, 2021 at 4:00 PM

    Join Edward Chastka, M.D. for a free online webinar on Saturday, March 13, 2021 from 4:00PM to 5:00PM (EDT) as part of the ACO’s newly revised Case Presentation Series. Dr. Chastka will present, „Therapy Helps a Teenager Grow Up“ in a discussion with interviewer/host Chris Burritt, D.O. Following their conversation, you will have the opportunity to ask questions by on-line chat.

    With a mostly absent father and a well-intentioned but overbearing mother, Walter grew up stubbornly saying “no” to everything in his life. His increasing negativity and withdrawal from life interfered with his ability to function and he became immobilized—unable to go to school, work or even get out of bed. Walter preferred to spend hours playing mindless video games on his phone rather than face challenges in his life.

    Hear how Dr. Chastka helped Walter recognize his conflicted feelings about his domineering mother, who he truly needed. Additionally, Dr. Chastka understood how this young man longed for a father figure and utilized this awareness to gently and steadily guide him out of his sad and troubled youth to become a functioning adult.

    The webinar will be facilitated by Zoom and will last approximately one hour. Attendance is free. Registration is required.
    Register today: March 13th Webinar Registration Link

    American College of Orgonomy
    http://www.orgonomy.org
    http://www.adifferentkindofpsychiatry.com

  3. claus Says:

    „Es ist wirklich nicht sehr originell heutzutage auf den Konservativen einzudreschen!“ Heute trifft das so auch auf die katholische Kirche zu.

  4. Peter Nasselstein Says:

    Woran erkennt man Stalinisten wie Merkel? sie machen das gleiche, was mit Reich von den Stalinisten in den USA gemacht wurde: ZERSETZUNGSARBEIT!

  5. Peter Nasselstein Says:

    Diese beiden Rauswürfe sagen alles über die totale Verschwulung unserer Gesellschaft. Alle sind nur noch betroffen und Herzchen und Wattebäusche und Schwuchteleien:

    https://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_89634106/dieter-bohlen-verlaesst-dsds-warum-sein-rauswurf-genau-richtig-ist.html

    https://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_89643180/sky-trennt-sich-vorzeitig-von-kommentator-joerg-dahlmann.html

    RETTET DEN HASS!!!

    https://www.achgut.com/artikel/rettet_den_hass

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