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Über den Terrorismus (Teil 5)

19. Oktober 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.
 

In gewisser Weise unterstützen moderne Liberale den Terrorismus heimlich, indem sie seinen Missetaten vollkommen kurzsichtig gegenüberstehen und seine Motive rationalisieren. Auch sie haben ein „Interesse daran, sich gegen Lösungen für die Probleme zu wehren“. Auch sie werden „alle notwendigen Allianzen“ mit irgendwelchen Linken, Radikalen oder „Volksfront“-Gruppen eingehen, um eine für sie unangenehme Lösung zu verhindern, bis fast zur „Zerstörung des Staates“ selbst. Sie verstehen sich als intellektuelle und moralische Elite jenseits des Willens der krassen Mehrheit, die mit ihnen nicht einverstanden ist und über ihre Medien und Schulen „umerzogen“ werden muss. Sie preisen „das Volk“, hegen ihm gegenüber aber eine heimliche Verachtung, weil sie glauben, dass es die Führung der Liberalen in das gelobte Land benötigt. Sie scheren sich nicht um die Unfähigkeit der gepanzerten Massen, geschweige denn, dass sie sie sehen können, da sie nicht tief in sich selbst hineinschauen können. Deshalb entschuldigen und/oder rationalisieren sie die neurotischsten und destruktivsten Taten. Sie setzen sich besonders für Menschen ein, mit denen sie ihr moralisches Überlegenheitsgefühl stärken können, wie die Unterprivilegierten, die Entwicklungsbedürftigen, für bedürftige Künstler und sogar für gefährliche Kriminelle (z.B. das Gespann Dyade Norman Mailer-Jack Abbotg). Zu der Frage, „das Volk“ zu preisen, hat Reich erklärt: „Hört endlich auf, die Menschen und ihre Taten zu entschuldigen . . . Sie werden sich erst einmal selbst so erkennen müssen, wie sie wirklich sind und handeln. Nur die widerlichen Freiheitskrämer verherrlichen die Massen“ (6, S.143) h.

Untersucht man das Leben der Terroristen und Radikalen, erweist sich meist die mittelständische soziologische Schicht als der Boden, der sie hervorbringt. Es ist ein Bereich voller ödipaler Obertöne, wie es Lewis Feuer in einer seiner klassischen Studien (7) beschrieben hat. Ob reicher oder ärmer, das bürgerliche Ethos von Liberalismus und Intellektualismus, kombiniert mit einem moralischen Grundmoralismus, der eher der Schuld als echter Vernunft nachgibt, und einem strukturellen Hang, eine „permissive“ Atmosphäre zu schaffen, führt bei ihren Nachkommen zu sozialer Irrationalität und Zerstörungswut. Das heißt, die Eltern sind bei der „Freiheit“ so „kopfgesteuert“ wie der Pornograf beim „Sex“. Dies ist ein Thema, das von Midge Decter gut erläutert wurde, die die Beziehung zwischen bestimmten Typen von liberalen Eltern und ihren radikalen Kindern deutlich aufgezeigt hat (8). Diese Eltern ziehen ihre Kinder auf dem Boden ihrer eigenen Neurosen auf und fördern sie, um stellvertretend ihren eigenen Hass gegen das Establishment zu entfalten. Mit anderen Worten, sie selbst sind „Terroristen in grauen Flanell-Anzügen“. Aus solchen Hintergründen entsprangen Terroristen oder Terroristenführer, Mikro- und Makro-, sowie Radikale in den meisten Weltregionen. Die Kathy Boudins, Mark Rudds, Judith Clarks, Ted Golds, Bernardine Dohrnsi und andere solche „Weathermen“ Gruppierungenj und Individuen haben Eltern oder Modelle, die für ihre eigenen politisch extremistischen Ideologien bekannt sind. Lucinda Franksk, eine Journalistin aus ihren Reihen, hat in ihrem aufschlussreichen Artikel im New York Times Magazine (9) ihre Hintergründe und ihr Leben beschrieben. Es ist zu einer Binsenweisheit geworden, dass die meisten der linken revolutionären Führer aus dem gleichen patriarchalischen Autoritarismus mit seinen fehlgeschlagenen Lösungen und Reaktionsbildungen von Schuldgefühl, Rebellion, Subversion und mörderischem Hass stammen.

Es ist äußerst wichtig, die oben genannten Dynamiken zu verstehen, wenn mit ihnen effektiv umgegangen werden soll, um die Bedrohung unseres Lebens, unseres Glücks und unserer Freiheit so gering wie möglich zu halten. Unaufhaltsam führt die Zermürbung von Kraft und Willen, die sich aus den Aktivitäten der Terroristen und Radikalen ergibt, zu einem Totalitarismus der einen oder anderen Art, wie James Q. Wilson hervorhob.

 

Anmerkungen des Übersetzers

g Bezieht sich auf den Kapitalverbrecher und Mörder Jack Henry Abbott, dessen vorzeitige Begnadigung durch Norman Mailer unterstützt wurde. Mailer unterstützte Abbott finanziell, half ihm, ein Buch zu veröffentlichen, so dass dieser die Bewunderung der Literaten-Szene in New York City gewann. Abbott erstach bald nach der Freilassung einen angehenden Schauspieler und erhängte sich später im Gefängnis.
Zu seinem Buch Mitteilungen aus dem Bauch der Hölle (Ullstein 1982) schrieb Mailer das Vorwort.

h Christusmord, Ullstein 1983, S.262f.
Mathews geht etwas frei mit dem Text um, so dass ich die Laska-Übersetzung dementsprechend angepasst habe. Auszeichnung bei „verherrlichen“ von Mathews.

i Kathy Boudin (*1943) war eine ehemalige Terroristin der Terrorgruppe Weathermen. Sie war 1981 bei einem Banküberfall beteiligt, bei den 3 Menschen erschossen wurden.
Kathy Boudin wurde in eine Familie mit langer linker Geschichte geboren. Sie wuchs in Greenwich Village, New York City auf. Ihre Familie war jüdisch. Ihr Großonkel war Louis B. Boudin, ein marxistischer Theoretiker. Ihr Vater, Rechtsanwalt Leonard Boudin, hatte umstrittene Klienten wie Judith Coplon, die kubanische Regierung und Paul Robeson vertreten. Leonard Boudin, ein Anwalt der National Lawyers Guild , war der Rechtspartner von Victor Rabinowitz , der selbst zahlreiche linke Organisationen beriet.

Mark William Rudd (*1947), ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Weathermen. Tötete durch eine Bombenexplosion 3 seiner Gesinnungsgenossen.
Wuchs in einer jüdischen Familie auf. Sein Engagement für den „Kampf gegen den US-Imperialismus“ sei von der revolutionären Bewegung in Kuba inspiriert worden. Besuchte 1968 Kuba, um sich mit kubanischen, sowjetischen und nordvietnamesischen Delegierten zu treffen. Beschrieb das Leben auf Kuba als „extrem humanistisch“ und idealisierte Ernesto „Che“ Guevara, indem er ihn als „heroischen Guerilla“ bezeichnete.

Judith Alice Clark (*1949), ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Weathermen. War 1981 bei einem Banküberfall beteiligt, bei den 3 Menschen erschossen wurden.
Clark wuchs in einer jüdischen Familie auf. Ihre Eltern waren viele Jahre lang Mitglieder der Kommunistischen Partei (CPUSA). Als Kind lebte Clark von 1950 bis 1953 in der Sowjetunion.

Theodore „Ted“ Gold (1947– 970), ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Weathermen. Starb durch eine Bombenexplosion der Weathermen.
Gold war ein rotes Windelbaby (Kind von CPUSA-Mitgliedern). Er war der Sohn von Hyman Gold, einem prominenten jüdischen Arzt und Mathematiklehrer an der Columbia University. Die Eltern waren Teil der Alten Linken gewesen.

Bernardine Rae Dohrn (*1942), ehemalige Leiterin der Weathermen. Hatte einen jüdischen Vater und war Mitarbeiterin von Martin Luther King, Jr. Später Radikalisierung und Untergrund.

j Linksradikale inländische Terrorgruppe der USA, existierte 1969-1976. Der Weather Underground war für Bombenanschläge auf das Kapitol der Vereinigten Staaten, das Pentagon und mehrere Polizeistationen in New York sowie die Stadthausexplosion in Greenwich Village verantwortlich, bei der drei ihrer Mitglieder getötet wurden. Unterstützung durch Kuba. Hatte mehrere Abspaltungen wie z.B. PFOC und ARU.

k Lucinda Franks (*1946), Pulitzer Preisträgerin, schrieb“ über Leben und Tod von Diana Oughton (ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Weathermen).

 

Literatur

6. Reich, W.: The Murder of Christ. New York, Orgone Orgone Institute Press, 1953
7. Feuer, L.: The Conflict of Generations. New York: Basic Books, 1969
8. Decter, M.: Liberal Parents Radical Children. New York: Coward, McCann & Geoghegan, 1975
9. Franks, L: „The Seeds of Terror“”, New York Times Magazine, November 22, 1981

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 16 (1982), Nr. 2, S. 235-243.
Übersetzt von Robert (Berlin).

Schuld und Schulden

15. September 2019

Es ist ein schönes „rechtspopulistisches“ Bonmot, daß wir alle in einer offenen IRRENANSTALT leben. Wer wollte das bestreiten! Aber geht es auch etwas spezifischer?

Nehmen wir die heute alles beherrschende liberale Charakterstruktur, wie sie von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia beschrieben wurde. Eines ihrer Hauptcharakteristika ist das unverarbeitete nagende Schuldgefühl, das psychogenetisch auf den Ödipuskomplex und hier speziell auf die subversive Rebellion gegen den Vater zurückgeht. Den Rest des Lebens muß man dann immer wieder zeigen, was für ein guter Mensch man doch ist, eben kein hinterhältiger Mörder („Nazi“). Konia hat in den 1960er Jahren das Schuldgefühl bioenergetisch mit der Energie erklärt, die in der gepanzerten Muskulatur festgehalten wird und wegen der Aggressionshemmung (unter der insbesondere der Liberale leidet) nicht entladen werden kann.

Jetzt schaue man sich die Politik an, die absolut manisch zeigen will, daß wir keine „Nazis“ sind, stets darum bemüht ist, durch eigenes Leiden („Einschränkungen“) irgendeine imaginäre „Schuld“ abzutragen und die zu diesem Beginnen das Volk offen in die Selbstzerstörung führt. Die Neurose wird konsequent ausgelebt und normale Menschen wie unsereins stehen daneben und können sich nur verwundert am Kopf kratzen. EIN IRRENHAUS!

Ich habe sogar den Verdacht, daß unsere Wirtschaftspolitik auf die beschriebene liberale Charakterstruktur zurückgeht. Die Nullzins-, wenn nicht gar Negativzinspolitik kann nur dazu führen, daß das erwirtschaftete Kapital geradezu panisch vollkommen un-, wenn nicht kontraproduktiv verschleudert wird, etwa in Schrottimmobilien. Vor allen Dingen soll diese krypto-Gesellianische Politik der Zentralbanken dazu führen, daß keine Energie mehr gebunden, kein Kapital mehr akkumuliert werden kann. Das Geld soll fließen! Es soll also der von Konia beschriebene „Schuldmechanismus“ (Energie Festgefahren in der Muskulatur = Geld festgehalten auf dem Konto) von vornherein unterbunden werden. Dieser Einsicht kommt die deutsche Sprache mit der doppelten Bedeutung des Wortes „Schuld“ entgegen

Ähnliches läßt sich zum linksgrünen Umweltwahn sagen: es geht gar nicht um Umweltschutz (sonst gäbe es ja auch keine Insekten-, Fledermäuse- und Vogelschredder!), sondern darum die Schuld zu beseitigen, indem wir gegenüber der Natur unsere „Schulden“ abtragen, insbesondere unser CO2-Konto. Es ist ein echter Massenwahn aufgrund der Charakterdynamik, die von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker, Paul Mathews und insbesondere Charles Konia aufgedeckt wurde. Der Hebel, um diesen Wahnsinn zu beenden, kann niemals die Politik sein, sondern nur die öffentliche Bewußtmachung dieser Charakterdynamik.

Die soziopolitische Diathese

19. Juli 2019

 

Paul Mathews:
Die soziopolitische Diathese

 

Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM, No. 7 (Teil 1)

1. Juli 2019

Nach Jahren ist dieser Tage wieder eine neue Ausgabe der Zeitschrift des Wilhelm Reich Infant Trust, Orgonomic Functionalism erschienen, die No. 7. Die Artikel stammen aus jedem Jahr zwischen 1935 und 1939.

Das ganze wird eingeleitet durch ein „Gespräch mit einem Frisörgehilfen“ aus Reichs Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie. Dieses Gespräch ist ein Beispiel für die besagte „politische Psychologie“. Es wird zwei Arten von Lesern geben:

Erstens jene, die in Reich einen (Mit-)Marxisten erkennen, der die Mehrwerttheorie „massengerecht“ darstellt. Ein perfekter Propagandist für die Demokratische Partei der USA, die seit spätestens Bernie Sanders den Sozialismus als Vision für Amerika entdeckt hat. Dazu passend sind viele Artikel nicht nur ins Amerikanische, sondern auch ins – Mexikanische übersetzt worden. Für den US-Amerikaner ist das ein politisches Statement „für Vielfalt und offene Grenzen“.

Die zweite Art von Lesern wird sich über Reichs Argumentation verwundert zeigen. Kein Arbeiter auf der ganzen Welt brauchte jemals die Mehrwerttheorie, um dem Tatbestand seiner Ausbeutung gewahr zu werden. Charakteristischerweise wird der Friseurgehilfe von Reich gefragt, warum er nicht mehr Geld bekomme, wenn die Geschäfte gut laufen, aber nicht, warum er nicht weniger Geld bekommt, wenn diese schlecht laufen.

Verblendet durch Marx‘ pseudowissenschaftliche Theorie sieht Reich nicht, daß die Frage der Bezahlung eine pure Machtfrage ist, die von der Mehrwerttheorie nur verkleistert wird. Diese Theorie hat eine ganz andere Funktion: sie soll den Kapitalismus an sich in Frage stellen. Der Friseurgehilfe könnte statt 100 im Monat 1000 Mark verdienen – solange der Unternehmer den Mehrwert einheimst, bleibt es eine (vermeintliche) Ungerechtigkeit. (Man sieht, ohne MORAL funktioniert der angeblich „materialistische“ Marxismus gar nicht!)

Gerade aus psychologischer Sicht ist Reichs ganzer Ansatz an Absurdität kaum zu überbieten. Der Friseurgehilfe soll seiner vermeintlich eigenen Interessen gegenwärtig werden und damit aufhören sich mit seinem Boß zu identifizieren. Dieser soll enteignet werden und der Mehrwert, der vorher in die Taschen des Kapitalisten floß, soll der Gemeinschaft der Werktätigen zugute kommen. Das bedeutet schlichtweg den Anreiz zu beseitigen, überhaupt Friseursalons aufzumachen und zu expandieren. Der erste Schritt hin zum Sozialismus ist stets die Einführung einer konfiskatorischen Erbschaftsteuer. Daß wir evolutionär so geprägt sind, für unsere Nachkommen zu arbeiten, d.h. für unsere Gene, und daß mit solchen Maßnahmen entsprechend der „psychologische“ Grundantrieb aller ökonomischen Aktivität zerstört wird… Zu diesem biologischen Erbe gehört auch, daß man sich mit seinem Boß identifiziert und mit ihm in Wettstreit tritt. (Ich verweise auf die soziopolitische Charakterologie und den dort beschriebenen grundlegenden „psychologischen“ Unterschied zwischen dem Konservativen, Identifikation und Wettstreit mit dem Vater, und dem Linken, subversive Rebellion gegen den Vater.)

Reichs hochnotpeinlicher Aufsatz ist nur von geschichtlichem Interesse, aber nun wirklich nichts für eine Zeitschrift, die der Verbreitung der Orgonomie dient. Läge der Fokus primär auf der Wissenschaft, würden die Aufsätze parallel im deutschen Original veröffentlicht werden und nicht ausgerechnet auf spanisch! Ich verweise auf Paul Mathews Ausführungen zu den SEX-POL-Essays: Reichs frühe Schriften werden gegen ihn selbst in Stellung gebracht. Die Emotionelle Pest in Aktion: Reich wird benutzt, um die Orgonomie zu zerstören.

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 3)

20. Februar 2019

Es gibt (…) zweierlei „Moral“, aber nur eine Art moralischer Regulierung. Diejenige „Moral“, die alle Menschen mit Selbstverständlichkeit bejahen (nicht vergewaltigen, nicht morden usw.), ist nur aufgrund vollster Befriedigung der natürlichen Bedürfnisse herzustellen. Doch die andere „Moral“, die wir verneinen (Askese für Kinder und Jugendliche, absolute ewige Treue, Zwangsehe, usw.), ist selbst krankhaft und erzeugt das Chaos, zu dessen Bewältigung sie sich berufen glaubt. Ihr gilt unser unerbittlicher Kampf. (Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 50)

Reich führt aus, daß durch die Stärkung der letzteren „Moral“ Perversionen und Brutalität nur zunehmen. Versucht man aber die Moral einfach in einem rebellischen Akt wegzufegen, wird durch das entstehende Chaos zwangsläufig eine noch stärkere und strengere Moral letztendliches Resultat sein. So gesehen sind Gott und Teufel nur zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Die soziopolitische Diathese (Teil 3)

4. November 2018

Paul Mathews: Die soziopolitische Diathese

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 2)

17. Juni 2018

 

Paul Mathews: Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

Orgonomie? Kein Interesse!

23. Mai 2018

Leute interessieren sich für die Orgonomie nur, wenn sie sich für sich selbst interessieren. Aber heute bringt niemand mehr Interesse für sich selbst auf! Alles geht in der sozialen Fassade auf, d.h. der Anpassung an die Umgebung. Man hat seinen „eigenen“ Style, seine „eigene“ Meinung, seinen „eigenen“ Geschmack, d.h. man geht im Kollektiv auf. Man schaue sich doch heutige Jugendliche an: es gibt sie gar nicht mehr als Individuen, es sind bloße Abziehbilder, hohl und ohne Fatum, Tiefe, Gravitas. Die gesamte Existenz einer derartig „vergesellschafteten“ Kreatur erschöpft sich im menschlichen Bereich.

Wenn es in die Tiefe geht, dann geht es allenfalls um die mittlere Schicht, d.h. die verinnerlichten gesellschaftlichen Verbote bzw. die sinnlose Rebellion gegen sie. Das Kind identifizierte sich mit der lustfeindlichen Umwelt, um nicht vernichtet zu werden. So entstand „sein“ Charakter, der nichts weiter ist als das Fremde in ihm. Dergestalt ist er sein eigener schlimmster Feind! Entsprechend ist sein „Egoismus“, seine „Selbstsucht“ nichts als eine Illusion, denn mit seinem wirklichen Selbst hat dieser Wahn nichts, aber auch rein gar nichts gemein. Er dient nicht sich selbst, sondern „Dämonen“, die ihn besetzen und besitzen. Entsprechend ist auch seine gesamte „Spiritualität“ null und nichtig.

Seinen bioenergetischern Kern, d.h. er selbst, die Orgonenergie: für den bzw. die bringt er keinen Funken Interesse auf. Und wer sich nicht für sich selbst interessiert, sondern, um mit Max Stirner zu reden, für „den Menschen“ oder irgendein anderes Hirngespinst, der interessiert sich auch nicht für die Orgonomie. Das rabbinische Judentum und der an seine Stelle tretende Humanismus, der das intellektuelle Leben in den USA dominiert, ist, um mit Reich zu reden, „ausschließlich auf den ‚menschlichen‘ Bereich beschränkt. Es ist diese Beschränkung auf rein menschliche Angelegenheiten, eine Folge der Panzerung, die dafür verantwortlich ist, daß der Mensch keinen Kontakt mit dem Universum bekam“ (Reichs Speaks of Freud). Allein schon von daher, kann die Orgonomie keinen Blumentopf gewinnen.

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ sind meine TODFEINDE

17. Dezember 2017

Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ benutzen Reichs Ideen aus Was ist Klassenbewußtsein?, um die westliche Gesellschaft zu zerstören. Weihnachten und alles, was sonst noch, mit Europa und dem Christentum verbunden ist, soll tabuisiert werden, weil es das richtige Bewußtsein untergräbt.

Sie benutzen Die Massenpsychologie des Faschismus, um jedweden Versuch zu deslegitimieren, sich für das Eigene einzusetzen. Alles, was nicht den Charakter einer Rebellion gegen die Autoritäten, gegen unsere Vorväter und schließlich gegen unser biologisches Erbe trägt, ist „reaktionär“.

Und schließlich haben sie, insbesondere mit Alexander Lowens „Bioenergetik“ und ähnlichen Systemen, den orgontherapeutischen Ansatz so gedreht, daß er die Patienten noch kontaktloser macht, als sie ohnehin schon waren und um insbesondere die okulare Panzerung zu verstärken. Es wird genau jene Struktur des Panzers reproduziert (Verschiebung von der Körperpanzerung zur Augenpanzerung), die die bioenergetische Grundlage des linksliberalen Syndroms ist.

Die Entdeckung des Orgons, den Orgonakkumulator und sogar den Cloudbuster nutzen sie dafür den Mystizismus zu legitimieren und zu propagieren, d.h. den Kern des Nationalsozialismus und aller anderen reaktionären, lebensfeindlichen Ideologien. Das Orgon wird unvermittelt zu einer Schnittstelle zwischen der materiellen und der vorgeblich „geistigen Welt“.

Alles, was sie tun, dient der Vernichtung der Orgonomie bei gleichzeitiger Nutzung ihrer Ergebnisse, um das Projekt der organisierten Emotionellen Pest voranzubringen, alle Möglichkeiten der individuellen und gesellschaftlichen Selbststeuerung zu hintertreiben und schließlich zu zerstören. Funktionell (das heißt von der Frage her: „Was kommt letztendlich dabei heraus?“) betrachtet, arbeiten sie genau für jene Kräfte, mit denen Reich sich am Ende im Krieg sah: die Kommunisten und „Rockefeller“, d.h. die Internationalisten und Globalisten. Sie tun dies explizit, insbesondere um sich gegen jene beiden Figuren abzugrenzen, die sie abgrundtief hassen: Elsworth F. Baker und Charles Konia. Konservative, d.h. klare Denker wie dieser hier:

Aber haben denn linke Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“ nicht ein Recht auf ihre Meinung? Wie David Horowitz, einer der Gründer der Neuen Linken, gezeigt hat, gibt es eine direkte Linie von den Stalinisten, gegen die Reich gekämpft hat, der Neuen Linken und den heutigen Obama-Demokraten in den USA – sie sind identisch! Die Linke in Europa ist noch schlimmer… Wilhelm Reichs TODFEINDE gerieren sich heute frech als Reich-Anhänger, Reichianer und „Orgonomen“!