Posts Tagged ‘Gerechtigkeit’

Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 8)

12. Mai 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Nur ein funktionell denkender Mensch – mit der Fähigkeit, unangenehmen Wahrheiten über seinen eigenen Charakter ins Auge zu sehen – kann rationale Entscheidungen für das Überleben von primären, aus dem Kern stammenden Werten treffen. Der ideologische Charakter – ob liberal, konservativ, mystisch-mechanistisch oder emotionelle Pest – kann nur auf der Ebene der Abwehr gegen oder des Dienstes an der sekundären Schicht in unterschiedlichen Graden funktionieren. Die Notwendigkeit der Abwehr mindert die Energie, die für eine echte Sorge (Kontakt zum Kern) für Säuglinge und Kinder, für Freiheit und Frieden, für das planetarische Überleben (Kontakt zur Umwelt) und für das Gefühl der Zugehörigkeit und der Teilhabe am Universum (kosmischer Kontakt) notwendig ist. Der Mystiker braucht die Religion und der Liberale braucht Ethik und Humanismus als Ersatzkontakte, so wie die emotionale Pest Macht braucht, um zu überleben.

All die genannten Tatsachen verdeutlichen, warum immer dann, wenn – wie in den Medien – die Liberalen vorherrschen, die Betonung auf „Menschenrechte“ und „Gerechtigkeit“ für den „Benachteiligten“ und die unaufhörliche, nie eingeschränkte Kritik am eigenen Land oder der eigenen Einflusssphäre (dem Westen) liegt, gleichgültig wie überlegen die vorgeblichen liberalen Werte sind im Vergleich zum Rivalen (Sowjetunion, Rotchina und der kommunistischen Welt), dem Zweifel zugutegehalten und dem unermüdliche Ehrerbietung und ständige Begünstigung sowie unendliches Wunschdenken zuteilwerden. Dieses ständige Kritisieren dient der Sache des Feindes, der Zugang zu unserer offenen Gesellschaft hat. Die Frage ist, ob dies eine unvermeidliche Begleiterscheinung der Kritik ist oder eine unbewusste Motivation hat.

Eine eindeutige und unbestreitbare Verletzung der „liberalen Werte“ seitens der letzteren wird mit einer Reaktion des zögerlichen Zugeständnisses oder des Stillhaltens und des Rückzugs beantwortet – wie im Falle Kambodschas, der Nachwirkungen von Vietnam, der kommunistischen Dissidenten, der Abschaffung der bürgerlichen Freiheiten in Nicaragua usw. – mit Aufrufen zu Geduld und Toleranz, während einer ähnlichen und im Vergleich dazu sogar geringeren Verletzung durch die USA und ihre Verbündeten in der westlichen Welt mit den rechtschaffensten und intolerantesten Forderungen begegnet wird, wie in Chile, Südafrika, El Salvador, Israel und den Philippinen und was auch immer die gegenwärtig angesagte cause célèbreh für das immer unrechthabende Vaterland – den USA – ist.

Der liberale Charakter durchdringt das politische Spektrum der Linken so sehr, dass sie die Bedrohung durch den Roten Faschismus nicht vollständig sehen und verstehen können. Die Identifikation mit diesen Faschisten liegt im ideologischen Bereich als Teil der großen humanistischen Konstruktion. Die Stärke der Abwehr ist so stark, dass sie, wenn sie von den offensichtlichsten und durchschaubarsten monströsen Übeln dieser Mächte bedrängt wird, entweder keine Bereitschaft zum Glauben oder eine Hast zur Rationalisierung besteht – wie bei Einstein.

 

Anmerkungen des Übersetzers

hfranz.: berühmte Ursache.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 21 (1987), Nr. 1, S. 68-83.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 6)

6. Mai 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Lassen Sie uns an dieser Stelle eine Pause einlegen, um einige zwingende Fragen zu stellen: Wie bestimmen wir, was ideologisch und was natürliches, rationales Denken ist? Wie messen wir den Grad der Wahrheit in der Ideologie? Auch hier können wir uns an Reich wenden, um uns beraten zu lassen:

Wahrheit ist voller, unmittelbarer Kontakt zwischen wahrnehmendem und wahrgenommenem Leben. Je besser der Kontakt ist, desto voller ist das wahrheitsgetreue Erleben. Je besser die Funktionen der lebendigen Wahrnehmung koordiniert sind, desto umfassender ist eine jeweilige Wahrheit. Und die lebendige Wahrnehmung ist genau in dem Grade koordiniert, wie die Bewegung des lebendigen Protoplasmas koordiniert ist. . . . Wahrheit ist ihrem Wesen nach kein ethisches Ideal, wie viele Glauben. Sie wurde erst zum ethischen Ideal, als sie zusammen mit dem „Paradies“, d.h. der vollen Funktionsfähigkeit des Lebendigen im Menschen, verloren ging. . . . Wahrheit ist in einem und wirkt in einem, genau wie das Herz eines Menschen schlägt und seine Augen sehen, nämlich gut oder schlecht, je nach dem Zustand seines Organismus. . . . Wahrheit ist demnach eine natürliche Funktion, ebenso wie das Gehen oder das Laufen oder das Jagen von Bären bei den Eskimos oder das Auffinden von Spuren des Feindes bei den Indianern. (1:167)f

Wenn es also eine grundlegende Wahrheit gibt, dann sind es die Gesetze des Lebens. Reichs Entdeckung der Orgasmusformel und des funktionellen Denkens haben verdeutlicht, welche diese Gesetze sind. Die Wahrheit liegt also unter den Trümmern der sekundären Schicht und ihrer oberflächlichen Fassade. Sie liegt innerhalb des primären Kerns der Lebensstruktur. Rationales Denken muss daher in funktioneller Hinsicht den Bedürfnissen dieses Kerns entsprechen und nicht der Abwehrfunktion der oberen destruktiven und täuschenden Schichten. Reich bezeichnete die sekundäre Schicht als das „Reich des Faschisten“ und die äußere Schicht als das „Reich des Liberalen“ (15). Damit verdeutlichte er die Charakterfunktion des Liberalen; dass er seine Schuld und Scham vor anderen und vor sich selbst verbergen muss. Die humanistische Ideologie des Liberalen ist, wie E.F. Baker und andere gezeigt haben, nur eine große Täuschung, die ironischerweise versucht, das Gute des primären Kerns zu nutzen, um es sehr gut abzuwehren (16, 17). Der Liberale tut dies, indem er eine Ethik von Güte und „Fairness“ schafft, die aufgrund ihrer kontaktlosen und mechanistischen Anwendung unweigerlich zum Gegenteil führt und zur Unterstützung der schlimmsten Unterdrücker der Menschheit, der organisierten und der unorganisierten. Hinsichtlich der Liberalen („Freiheitskrämer“) sagte Reich:

. . . Er meint nicht das, was er sagt. Er weiß nichts über das Leben und dessen Schwierigkeiten. Er verwandelt alle Realitäten in Formalitäten und alle praktischen Probleme des Lebens in Ideen über ein zukünftiges Paradies der Menschheit. Auf diese Weise bringt er sich – und wenn er durch gutgläubige Massen an die Macht gebracht wurde, auch diese – in eine schlimme Situation. . . . Wahrheit ist für ihn ein „Ideal“ und nicht die Art und Weise, in der alle Angelegenheiten erledigt werden. Ist er rechthaberisch, so glaubt er, dass er die Wahrheit verteidigt. Der Konservative, der aus der instinktiven Kenntnis der großen Schwierigkeiten, die mit dem Streben nach Wahrheit verbunden sind, den status quo im gesellschaftlichen Leben verteidigt, ist weit ehrlicher. (1:173g)

In Übereinstimmung mit dem obigen Zitat neigt der Liberale dazu, sich selbst als ein Modell für Mitgefühl, Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit darzustellen. Doch wo immer sein Einfluss vorherrscht, wird entweder das Gegenteil von dem erreicht, was er angeblich anstrebt – oder eine grobe Verzerrung davon – wie ein Zustand der Zügellosigkeit, der Verwirrung, des Chaos und der Unordnung, der sich leicht für eine Übernahme durch eine Gegentyrannei (das Weimarer Deutschland, Kerenskis Russland, Benes‘ Tschechoslowakei usw.) oder der Reaktion eignet. Dafür gibt es, wie bereits erwähnt, einen guten Grund, also lassen Sie uns unter anderem speziell die Frage des modernen Liberalismus und des Rassismus untersuchen.

 

Anmerkungen des Übersetzers

f Christusmord, Verlag Ullstein GmbH, 1983, S. 297f.
g Christusmord, Verlag Ullstein GmbH, 1983, S. 307. Fehlendes Kursiv hinzugefügt.

 

Literatur

1. Reich, W.: The Murder of Christ. Rangeley, Maine: Orgone Institute Press, 1953.
15. Reich, W.: The Mass Psychology of Fascism. New York: Orgone Institute Press, 1946, p.viii.
16. Baker, E.F.: Man in the Trap. New York: Macmillan Co., 1967.
17. Mathews, P.: „A Functional Understanding of the Modern Liberal Character“, Journal of Orgonomy, 1(1&2), 1967.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 21 (1987), Nr. 1, S. 68-83.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Ideologie und das Nichtglaubenwollen (Teil 5)

29. April 2020

von Paul Mathews, M.A.

 

Selbst ein so bewunderter Verfechter des Friedens, der Gerechtigkeit und des Humanismus wie Albert Einstein erwies sich als fähig, einige der schrecklichsten Missetaten der Linken zu rationalisieren und die Nation anzugreifen, die ihn vor der Verfolgung bewahrte und ihn bis zur Vergötterung ehrte. In einem erstaunlichen Briefwechsel über einen Zeitraum von mehr als 17 Jahren zwischen Einstein und Professor Sidney Hook von der New Yorker Universität beispielsweise zeigte Einstein ein hohes Maß an Sympathie für die Sowjetunion und ihre vorgeblichen Ideale (10)e. In einem Brief an Max Born, der 1938 geschrieben und lange nach dessen Tod in einem Band von Borns Korrespondenz mit Einstein veröffentlicht wurde, erklärte Einstein, er sei von denjenigen „überzeugt worden, die Russland am besten kennen“, dass die Moskauer Prozesse authentisch und nicht inszeniert seien. Hook fragte sich, ob sich Einstein auf Otto Nathan bezogen habe, einen engen Freund von Einstein und einen Treuhänder seines Nachlasses. Hook stellt fest, dass Dr. Otto Nathan „an der NYU als fanatischer Anti-Antikommunist bekannt war“, der die Moskauer Prozesse ernst genommen habe, und er fragt sich, ob er „maßgeblich dazu beigetragen habe, Einsteins Meinung zu ändern“. In einer Reihe von Briefen drückt Einstein seine Bewunderung für die sowjetischen Errungenschaften aus und entweder rationalisiert er oder redet zweideutig über deren offensichtliche Übel. Über Amerika hat er wenig Gutes zu sagen und in einem Brief vom 3. April 1948 schreibt Einstein an Sidney Hook:

Meiner Meinung nach sind Ihre Ansichten alles andere als objektiv. Wenn Sie sich fragen, wer seit Kriegsende seinen Gegner durch direkte Aktionen in höherem Maße bedroht hat – die Russen die Amerikaner oder die Amerikaner die Russen? Die Antwort ist meiner Meinung nach nicht zweifelhaft . . . Ich bin nicht blind für die gravierenden Schwächen des russischen Regierungssystems . . . aber es hat auf der anderen Seite große Verdienste und es ist schwierig zu entscheiden, ob es den Russen möglich gewesen wäre, mit milderen Methoden zu überleben.

Reich vermutete, dass es ein weiterer Mitarbeiter Einsteins war, Leopold Infeld, ein polnischer Kommunist, der Einstein gegen ihn eingenommen hatte (11). Auch Otto Nathans „fanatischer Anti-Antikommunismus“ ist sicherlich verdächtig. Man kann jedoch sehen, dass Einsteins eigene ideologische Tendenzen linke Unterwanderung bei ihm leicht machten.

Heute, fast 70 Jahre seit der russischen Revolution und 31 Jahre seit Einsteins Tod, bleibt die kommunistische rotfaschistische Bedrohung die stärkste soziopolitische emotionelle Pest-Bedrohung für die Freie Welt. Was sie besonders auszeichnet, sind nicht nur ihre militärische Macht und ihr krebsartiges Wachstum (12), sondern auch die ideologischen Mechanismen, die es so schwierig machen, die Welt davon zu überzeugen, dass sie die Gefahr voll und ganz erkennen und bereit sein muss, ihr ohne Zweifel zu begegnen. Die Vorstellung, dass es irgendwie paranoid, McCarthyistisch oder faschistisch sei, ein Antikommunist zu sein, muss bekämpft und korrigiert werden. Die eigentümlichen Umkehrungen, bei denen Amerika immer das Problem ist, während die Sowjets lediglich „reagieren“, müssen aufgedeckt werden. Das erstaunliche Entgegenkommen der Medien gegenüber Terroristen, die Krittelei an der lange verzögerten militärischen Reaktion auf den staatlich geförderten Terrorismus und die Weigerung, das zu sehen, was Claire Sterling und andere als „The Terror Network“ (13, 14) bezeichnet haben, das letztendlich von den rotfaschistischen Herkunftsländern ausgeht, müssen aufgedeckt werden. Die Technik, Amerika und die Freie Welt mit der kommunistischen Welt gleichzusetzen, muss aufgedeckt werden. Diese ideologischen Mechanismen müssen analysiert und als die Abwehr erklärt werden, die sie darstellen. Wir beschreiben zwar linksgerichtete Mechanismen, aber das Prinzip ist auf beiden Seiten des Spektrums anwendbar und wird nur durch die angegebenen Argumente modifiziert.

 

Anmerkungen des Übersetzers

e https://www.commentarymagazine.com/articles/my-running-debate-with-einstein/

 

Literatur

10. Hook, S.: „My Running Debate with Einstein“, Commentary, July, 1982.
11. Reich, W.: The Einstein Affair. Rangeley, Maine: Orgone Institute Press, 1953.
12. Konia, C.: „Cancer and Communism,“ Journal of Orgonomy, 20(1, 2), 1986.
13. Sterling, C.: The Terror Network. New York: Holt, Rinehart & Winston, April, 1981.
14. Netanyahu, B., Ed.: Terrorism – How the West Can Win. New York: Farrar, Straus & Giroux, 1986.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 21 (1987), Nr. 1, S. 68-83.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

19. Mai 2019

 

Paul Mathews:
Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

 

Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

22. März 2019

 

Paul Mathews:
Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

 

Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen (Teil 7)

3. Juli 2018

 

Paul Mathews: Der biologische Rechenfehler und die gegenwärtigen Probleme des Menschen

Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters (Teil 7)

10. April 2018

 

Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters (Teil 2)

27. März 2018

 

Paul Mathews: Eine funktionelle Auffassung des modernen liberalen Charakters

Das Skandalon Reich, Baker, Konia

11. Mai 2017

Linke, die ja so viel auf ihre ökonomischen und gesellschaftlichen Analysen geben, haben seit Marx, Lenin und Stalin tatsächlich immer nur eins getan: Rufmord oder wie es so viel vielsagender im Englischen heißt „character assassination“ – Charaktermord. Das sieht man an Trump und sah man an Kohl („Birne“). Linke sind generell immer persönlich geworden, wollten „Charaktermasken“ herunterreißen, insbesondere die sexuellen Verfehlungen von konservativen Politikern, die für „Werte und Familie“ eintraten. Jedwede Hemmung verlieren sie, wenn es um vermeintliche „Nazis“ geht. Sie schütten ganze Ozeane voller Jauche über dir aus, nur eins wird niemals kommen: ein vernünftiges Argument. Ich kann in diesem Zusammenhang nur immer wieder an die Sarrazin-Diskussion vor wenigen Jahren erinnern!

Man kann sich gar nicht ausmalen, was für eine Provokation Reich darstellte, als er damit anfing, die Linke charakteranalytisch zu betrachten. Auch ist der Haß von „Reichianern“ auf Elsworth F. Baker und Charles Konia so maßlos, weil beide diese Herangehensweise noch weiter verschärft haben. Und dabei geht es ja nicht um Rufmord und Niedertracht, worin etwa die Pestratte Karl Marx ein Meister war, sondern ganz im Gegenteil um wirkliche Charakteranalyse. Linken ins Gesicht zu sagen, daß sie ganz und gar nicht so heilig sind, wie sie immer tun, und daß der ganze Mummenschanz ums „Soziale“, um „Gleichberechtigung“ und „Gerechtigkeit“ nichts weiter ist als Ausdruck ihrer persönlichen Neurose, mit der sie andere behelligen – das treibt sie in die Raserei. Sie sind schlichtweg nicht daran gewöhnt, persönlich infrage gestellt zu werden, während Konservative dem nonstop ausgesetzt sind.

Kinder an der Macht (Teil 2)

30. Oktober 2016

Die ganze Infantilität der westlichen Politik zeigt sich bei der Frage der „Gerechtigkeit“.

Ist es nicht ungerecht, daß wir im Wohlstand leben, die südlichen Länder im Elend? Länder, bei denen aus rein genetischen Gründen, der durchschnittliche IQ bei 90, 80, gar 70 (sic!) liegt, können durch keine Entwicklungshilfe der Welt jemals prosperieren oder gar eine Demokratie entwickeln. Das ist so und wird sich niemals ändern lassen. Die natürliche Auswahl, „die Evolution“, ist ungerecht.

Ist das Erben nicht ungerecht? Wir arbeiten, um zu überleben und um das Erwirtschaftete an unsere Nachfahren weiterzugeben. Sehe ich in den Spiegel, erblicke ich mit zunehmendem Alter immer deutlicher meinen Vater, meine Mutter, meine vier Großeltern. Für „mich“ bleibt kaum Platz! In uns leben unsere Ahnen fort, wir sind sie, und alles, was sie geschaffen haben, gehört uns und sonst niemandem! Nur Kinder glauben, sie wären aus dem Nichts auf die Welt gefallen und seien „Individuen“. Ist es etwa „ungerecht“, daß meine Vorfahren mir ihr gutes Aussehen und überragende Intelligenz vermacht haben?

Muß der Staat nicht für Gerechtigkeit sorgen? Die infantilen Halunken von Links kämpfen immer gegen den „Überwachungsstaat“, also gegen die einzige rationale Funktion des Staates, nämlich den Schutz der Bürger, sind aber wie blind dafür, daß wir mit den Steuerbehörden bereits in einem Orwellschen Alptraum leben. Muß ich dir wirklich erklären, warum „Steuergerechtigkeit“ eine Absurdität ist?

Kinder an der Macht!