Posts Tagged ‘Max Stirner’

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 32)

11. März 2021

Es gibt einen profunden Unterschied zwischen der Sexualität einer Hysterikerin, die sich „sexuell befreit“ gibt, und einer richtigen, d.h. „tiefen“ Frau, die sich kühl und sachlich gibt. Ähnlich ist auch die „Progressivität“ der Linken und die „Rigidität“ der Rechten zu bewerten. Hinter dem ersten verbirgt sich doch nur Angst vor wirklichem Fortschritt, vor Bewegung, vor wirklicher Lebensfreude, während im zweiten Fall wenigstens noch ein genuines Potential für Bewegung vorhanden ist.

Dies hat sehr viel mit dem Problem der Kontaktlosigkeit zu tun. Wer war denn für die Freigabe der Pornographie in den 1970er Jahren? Und wer hatte mehr Kontakt zum gesunden Wesenskern, jene die „progressiv“ für die Freigabe waren oder jene die „rigide“ dagegen waren?

Rebellion führt zu nichts! Das ist wie in der „Primärtherapie“: du schreist und strampelst – und die Panzerung verschlimmert sich! Kontakt ist das Zauberwort sowohl in der Orgontherapie als auch in der Befreiung der Gesellschaft. Und hier halte ich von den linken „Emanzipationsbewegungen“ genausowenig wie von wilden „Reichianischen“ Therapeuten.

Dabei hebt niemand den Konservativen in den Himmel. Sicherlich nicht Elsworth F. Baker und Charles Konia, wäre ja auch schlecht möglich, da Reich so viel über und gegen den Konservativen geschrieben hat – und ich sehe nicht, wo dies in der neueren Orgonomie zurückgenommen wurde. Nur ist die Kritik an den Konservativen mittlerweile Allgemeingut. Und da dies so ist, ist es wohl nötig, daß auch endlich mal den „guten Menschen“ die Maske vom Gesicht gerissen wird. Es ist wirklich nicht sehr originell heutzutage auf den Konservativen einzudreschen!

Was die Begriffe „Liberaler“ und „Konservativer“ betrifft: was soll man denn sonst für Begriffe nehmen? Mit diesen allgemeinen Termini kann man sich wenigstens noch der Umwelt verständlich machen, während orgonomische Begriffe (z.B. „Fassaden-Charakter“ und „verzerrter Kernkontakt-Charakter“) uns halt auf orgonomische Zirkel beschränken würde. Und so schlecht ist der Begriff „Liberaler“ gar nicht. Max Stirner benutzt ihn z.B. orgonomisch ziemlich korrekt:

  1. den politischen Liberalismus [heute würde man wohl von „Nationalliberalismus“ sprechen]: der „die Völker“ durch Knechtung des Einzelnen unter die Staatsidee erzeugt;
  2. den sozialen Liberalismus: der die „Gerechtigkeit“ dadurch erzwingt, daß allen das Eigentum genommen wird und alle „gleiche Lumpe“ werden; und
  3. den humanen Liberalismus: der die „Menschlichkeit“ dadurch erzwingt, daß er alles Individuelle negiert.

Kurz: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Und wofür steht die Rechte?

  1. für die Unfreiheit, die dem Einzelnen ermöglicht frei zu sein, da er nicht für die Sache der „Freiheit“ einstehen muß, sondern für sich – also frei sein kann;
  2. für die Ungleichheit, d.h. es gibt nicht das Eigentum, das niemandem gehört, sondern viele Eigentümer;
  3. für die Inhumanität, d.h. es gibt nicht den Menschen, sondern die Menschen dürfen sie selber sein.
  4. Was ist denn so schrecklich Schlimmes am Kommunismus?

    Was ist denn so arbeitsdemokratisch am konservativen Lebensentwurf?

    Für uns Deutsche ist es trotz der Erfahrung mit der Mauer sehr schwer antikommunistisch zu sein. Erst mal wegen der Nazis („zuerst holten sie die Kommunisten und dann die Juden… und ich schwieg“) und dann auch, weil wir wegen unserer geographischen und geschichtlichen Lage mit den Regierungen des Ostens zusammenarbeiten mußten. So verdrängten wir den satanischen Charakter des Kommunismus aus unserem Blickfeld. Dieser läßt sich zwiefach festmachen:

    1. Von Hegel über Marx zu Stalin ging es immer zentral um einen Mythos (der nicht nur marginal rassistisch ist – besonders bei Marx): die Judenherrschaft muß gebrochen werden, um einerseits die „Anarchie“ (es wird ohne Plan produziert und konsumiert) zu brechen und andererseits die geknechtete Arbeit zu befreien. Dieses mythologische Grundmuster ist der Ausgangspunkt für alle möglichen pestilenten Projektionen. Jerome Eden hat dies sehr schön in Die kosmische Revolution dargelegt: man projiziert das eigene DOR (die Panzerung) nach draußen und versucht es auf dem sozialen Schauplatz zu bekämpfen. Bei manchen „Reichianern“ wird dies sogar explizit: Kapitalismus = Panzerung.
    2. Die KP ist im engsten Sinne des Wortes eine kriminelle Vereinigung. Da gibt es verblüffende Parallelen zur Mafia, die ja auch als eine Art von „Befreiungsorganisation“ angefangen hat. Und genauso wie in Filmen wie Der Pate geradezu Propaganda für das „romantische Verbrechen“ gemacht wird, leistet die Linke der KP Schützenhilfe. In Rußland hat sich die kommunistische Herrschaft in eine der mafiösen Oligarchen verwandelt und in China ist die KP selbst nichts anderes als die Mafia. Das erinnert einen an die geschniegelten Mafia-Manager in den USA, die ins normale Wirtschaftsleben ein Standbein hineinbekommen wollen (Der Pate, Teil 2 und 3).

    Beides, der „psychomagische“ und „quasireligiöse“ Hintergrund hier und das Parasitentum dort, kennzeichnet den Kommunismus: beides kann man letztlich nur als „Projektionsmechanismus in DORifizierten Organismen“ und als „Umsichgreifen des DORs“ verstehen (Subversion).

    Und grade hier klinkt sich der liberale Charakter ein, der gegen das Bestehende (seine Eltern) rebelliert. Der konservative Charakter tut dies nicht, er identifiziert sich mit seinem Hintergrund.

    Das erklärt auch, warum ich für eine „konservative Wende“ bin:

    Wir haben nichts mehr zu fürchten, als das Chaos, d.h. die Zerstörung der Lebensenergie durch das DOR: Pornographie im weitesten Sinne (die Linke war immer dafür), Drogen, Rebellion und das Verkünden von Wahrheiten ohne die Gegenwahrheiten zu erwägen. Wird dies nicht eingedämmt und sprießen Die Grünen weiter, haben wir bald entweder eine Gegenreaktion a la LePen oder eine „grüne“ Diktatur über Europa, die dann zur Errichtung der „sozialen Demokratie“ als Übergang zum Sozialismus führen würde. Und das wäre das Ende der Arbeitsdemokratie, die im Grunde nur eins ist: Verantwortung für sich selbst, damit Verantwortung für die die man liebt, damit Verantwortung für alle Menschen und damit Verantwortung für die Natur. Dies sind alles spezifisch konservierende bzw. „konservative“ Werte.

    Und wofür steht der Sozialismus? Für Verantwortungslosigkeit auf jeder Ebene: ich erinnere an Tschernobyl. Dem wird entgegengehalten, man könnte mit dieser einseitigen Parteinahme „innerhalb der Falle“ nicht einverstanden sein, weil man gegen JEDE Lebensverneinung sei. Gut, heißt das, daß du in Polen nicht für die Solidarnosc eingetreten wärst, weil die Katholische Kirche zutiefst lebensfeindlich ist? Das Fatale an einer solchen kompromißlos „lebenspositiven“ Haltung ist doch, daß sie letztlich nur der Lebensfeindlichkeit gute Dienste leistet, also hier der KP.

nachrichtenbrief193

21. Februar 2021

Ein ganz anderer Mensch, eine ganz andere Haltung:

Übrigens rätseln sie, wie der Linke Steimle von Linken derartig pestilent angegangen werden konnte. Sie verstehen es nicht, weil sie nicht gelernt haben, zwischen Liberalen („Linken“) und Pseudoliberalen (Kommunisten) zu unterscheiden.

Eine Ergänzung zu „Lore Rubin Reich: ERINNERUNGEN AN EINE CHAOTISCHE WELT“

27. März 2020

Die erwähnte schlichtweg SCHWACHSINNIGE Interpretation/Zurückweisung der Reichschen Orgasmustheorie, kann man auch auf Max Stirners Anthropologie ausweiten. Der wird entgegengehalten, daß die Menschen zu „Egomanen“ werden, zu ichsüchtigen Soziopathen. Hallo! Der gesamte Ansatz Stirners beruht ja darauf, daß das „Ich“ eine Lüge ist, d.h. eine vollkommen vergesellschaftete, bzw. gesellschaftlich verformte Instanz. Ebensogut könnte man Handpuppen „Egoismus“ vorwerfen!

Es geht eben nicht um das „freie Ausleben“, denn die Menschen sind ja gar nicht frei. Um was es geht, hat Reich verdeutlicht, als er erstmals in der Menschheitsgeschichte zwischen primären und sekundären Trieben unterschieden hat. Wenn man die ersteren unterdrückt, verwandelt man sie in sekundäre Triebe. Wenn man die letzteren NICHT unterdrückt, verhindert man jede Chance, daß sich die primären Triebe jemals entfalten können.

Fast alle Menschen, insbesondere aber wirklich alle „Intellektuellen“, sind schlichtweg zu dumm, um die Sexualökonomie zu begreifen. Das hat natürlich NICHTS mit dem IQ zu tun, sondern diese Dummheit, oder besser Dumpfheit, ist unmittelbarer Ausdruck der Panzerung, insbesondere der Augenpanzerung. Diese „Menschen“, die nicht mal die allerprimitivsten Zusammenhänge durchschauen, sind gar nicht sie selbst, sondern bloße Roboter, die von der Emotionellen Pest gesteuert werden. Oder ein vielleicht passenderes Bild: es ist so, als stünden sie unter Drogen. Kein Wunder, daß sie REICH für verrückt halten und in den Orgonomen nur irre Sektierer sehen können…

Marx’ ursprüngliche Botschaft (Teil 4)

16. März 2020

Wie kam es überhaupt zum Marxismus? Marx (der damals nichts über Ökonomie wußte) und Engels gehörten zur Berliner Gruppe der Links-Hegelianer. Unter ihnen war auch Max Stirner, der seine Theorie der Selbstregulierung formulierte und veröffentlichte. Man siehe die Bibliographie von Christusmord. Reich nannte Stirner „unseren Gott“, siehe Leidenschaft der Jugend. Siehe auch American Odyssey, S. 382. Gegen Stirners proto-orgononomisches Konzept der Selbstregulierung schrieben Marx und Engels ihr (bis 1903) unveröffentlichtes Manuskript Deutsche Ideologie. Aus den in diesem Manuskript formulierten Konzepten entwickelte sich später unmittelbar Marx‘ Kapital, das somit im Grunde genommen ein gegen „unseren Gott“ Stirner geschriebenes Buch ist.

Aus ideengeschichtlicher Sicht ist Marx‘ Hauptwerk ein Anti-Reich-Buch. Willy Brandt übersetzte (zusammen mit einem Norweger) Das Kapital im Exil erstmals ins Norwegische, ausdrücklich, um dem dortigen Einfluß von Reichs Sexualökonomie entgegenzuwirken! Später, Ende der 1960er Jahre, wurde erneut Marx‘ Werk genutzt, um Reichs Einfluß etwas entgegenzusetzen. Es wurde ursprünglich verfaßt, um der „Orgonomie“ (Stirner) entgegenzuwirken, ebenso wie Freuds spätere Bücher dazu dienten, der „Orgonomie“ (der frühe Freud, Otto Gross und Reichs frühe Sexualökonomie) Einhalt zu gebieten. Bis heute sind alle Marxisten (auch „Reichisten-Marxisten“) Erzfeinde der Orgonomie.

Als Das Kapital erschien, interessierte sich niemand für Marx‘ völlig unlesbaren Erguß. Es wurde nur ein verspäteter Erfolg aufgrund der politischen und sogar rein wirtschaftlichen Machenschaften von Engels innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, SPD. Und selbst hier war sein tatsächlicher Einfluß jenseits von Lippenbekenntnissen fast gleich Null. Wirklich, niemand brauchte dieses Buch! Offensichtlich brauchte die „Arbeiterklasse“ Marx überhaupt nicht! Der Marxismus wurde erst einflußreich, als die provinzlerischen Russen, die die deutsche Sozialdemokratie als unhinterfragbaren „westlichen Fortschritt“ angenommen hatten, ihre Revolution machten. Danach war Marx ein fester Bestandteil der kommunistischen Pest, kam wegen der Sowjetunion (und nur wegen ihr) in Mode und verschwand 1989 wieder. Heute interessiert sich niemand mehr für diesen Murx.

Der Marxismus ist kein wirtschaftswissenschaftliches Kapitel, sondern ein Problem, das bei der Emotionellen Pest einzuordnen ist!

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Marx’ ursprüngliche Botschaft (Teil 3)

14. März 2020

Die Arbeitswerttheorie (die „lebendige Arbeitskraft“, die Reich betonte) ging nicht auf Marx zurück, sondern auf Adam Smith. Man kann sie sogar weiter auf Aristoteles zurückführen. Das einzige Originelle, das Marx beigetragen hat (und das ist eigentlich das einzige Originelle am Marxismus, der Rest ist Plagiat, politische Ideologie und mißverstandene Hegelsche Dialektik), war die Reduktion der Arbeitswerttheorie auf eine unsinnige Absurdität, d.h. es gibt nach Marx keine andere Wertquelle als die Arbeitskraft. Es ist ziemlich witzig, daß der deutsche Reichist-Marxist Bernd Senf zugeben muß, daß zumindest der Wert von Gold nicht nur von der Arbeitskraft abhängt. Aber dann ist der gesamte Marxismus null und nichtig!

Solche Neomarxisten wirken dieser unvermeidlichen Schlußfolgerung entgegen, indem sie veraltete rationalistische Theorien des 19. Jahrhunderts über die Anfänge der Wirtschaft in der Menschheitsgeschichte vorbringen. Demnach wurde die ursprüngliche Wirtschaft vom praktischen Wert („Gebrauchswert“) bestimmt, erst später kam der irrationale Tauschwert und brachte alles durcheinander, so daß wir zu einer Wirtschaft zurückkehren sollten, die vom praktischen Wert bestimmt wird. Nun, diese Theorie ist schierer Unsinn! Man lese zum Beispiel Bronislaw Malinowski: So wie die Trobriander keinen Sex hatten, um sich fortzupflanzen, sondern nur zum Vergnügen, aßen sie nicht, um zu überleben, sondern nur zum Vergnügen. Tatsächlich kannten sie den Mechanismus des Verhungerns nicht, sondern schrieben alles der schwarzen Magie zu. Zu sagen, daß ihre Wirtschaft auf praktischem Wert beruht, ist Quatsch. Das Gegenteil ist der Fall! (Es ist ein Rätsel, wie Reich Malinowski lesen, sogar ein enger Freund von ihm sein und in den 1930er Jahren immer noch Marxist bleiben konnte!)

Und ist die gesamte Marxistische Werttheorie nicht ein mechano-mystischer Begriff? Die Leute sagen „Arbeit fließt in Produkte und bestimmt deren Wert“. Wie Malinowski betont, handelt es sich um ein äußerst mechanistisches Konzept, da „Bewertung“ ein subjektiver Prozeß ist („Selbstregulierung“). Und es ist auch ein äußerst mystisches Konzept, da es sich in nichts von der Behauptung der Katholiken unterscheidet, daß Wein und Brot nach der Segnung völlig andere Substanzen sind als zuvor. Übrigens: Werttheorie und Transsubstantiationstheorie haben die gleiche Quelle: Aristoteles! Marxismus ist eine Religion, keine Wissenschaft! Gott wird einfach durch die „Menschheit“ und Christus der Erlöser durch das „Proletariat“ ersetzt.

Dies beweist auch die Erforschung der Anfänge des Marxismus: Er wurde als ethisches, zutiefst anti-sexuelles philosophisch-theologisches Glaubenssystem geschaffen, um der anti-ethischen extrem atheistischen, individualistischen, „nihilistischen“, „solipsistischen“, „individual-anarchistischen“ Zerstörung des Hegelianismus (der selbst Theologie in der Verkleidung der Philosophie war) entgegenzuwirken, kurz: es sollte Max Stirners Einfluß negiert werden.

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Marx’ ursprüngliche Botschaft (Teil 2)

12. März 2020

Im Zentrum von Hegels Philosophie steht die Frage, wie Bewegung überhaupt möglich ist. Man kennt das Paradoxon von Zenon: Ein Pfeil kann sich vom „philosophischen“ Standpunkt aus nicht bewegen, weil der Pfeil in jedem Moment, in dem wir den Pfeil mit unserem „philosophischen Auge“ betrachten, stillsteht. Wie die Bilder eines Filmes. Nach Hegel ist die Bewegung nur möglich, weil zwei sich gegenseitig ausschließende Tatsachen (der Pfeil ist entweder hier oder er ist dort) koexistieren können (Bewegung des Pfeils). Diese Einheit von „hier“ und „da“ ist die synthetische Funktion des Geistes, und somit ist alles um uns herum eigentlich nichts als Geist oder vielmehr die Entfremdung des „reinen Geistes“ der Logik und seiner Bewegungsgesetze in Zeit und Raum hinein: These, Antithese, Synthese. Dieser „Geist“ ist autonom, d.h. weder mein Geist („hier“) noch dein Geist („dort“), sondern der universelle Geist.

Der zunächst reine und dann entfremdete Geist wird zum „absoluten Geist“, wenn er sich in Kunst und Musik, Religion und Philosophie manifestiert, wo er sich schließlich seiner selbst bewußt wird. Dieser „absolute Geist“ ist die höhere Synthese des „subjektiven Geistes“ des Individuums und des „objektiven Geistes“ der Ethik: Familie, Gesellschaft, Staat. Der „objektive Geist“ manifestiert sich in der Geschichte der Welt, und die Geschichte der Welt ist nichts anderes als die Geschichte von Staaten, Reichen und Dynastien. Das Endziel dieser Entwicklung ist eben der „absolute Geist“. Daher muß das egoistische Individuum, das die Entwicklung des „objektiven Geistes“ behindert, um jeden Preis unterworfen werden, d.h. muß vollständig der Ethik unterworfen werden. Der Staat ist alles, denn der Staat ist die Manifestation Gottes, oder vielmehr der Staat führt zur endgültigen Manifestation Gottes als „absoluter Geist“.

So waren „Staaten mit philosophischem Ziel“ wie Nazideutschland und die (durch und durch „deutsche“) Sowjetunion die höchsten Manifestationen des Hegelschen Denkens. Das ist keine „Verschwörungstheorie“, sondern das Fortwirken einer besonderen Weltanschauung, die ansteckend ist. Man kann sie auf Hegel zurückführen, auf Martin Luther, auf die Gründer der römischen Kirche, auf Platon und weiter zurück auf die alten saharasischen Götterreiche, die James DeMeo beschrieben hat.

Marx war die Fortsetzung von Hegel: die völlige Unterwerfung des egoistischen Individuums unter die Idee der Menschheit, d.h. der preußischen Schule. Max Stirner war das Gegenteil von Hegel: „egoistische“ Selbstregulierung, d.h. Neills Summerhill. Stirner war ein Todfeind der Ethik an sich. Er war gegen das „Über-Ich“ und für „die Kinder der Zukunft“.

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Marx’ ursprüngliche Botschaft (Teil 1)

11. März 2020

Im Schwarzbuch des Kommunismus von Stéphane Courtois wird der Kommunismus so behandelt, als wäre er dem Nationalsozialismus ähnlich. Das Buch spricht nur darüber, was die Kommunisten „nationalsozialistisch“ mit dem Körper gemacht haben. Aber die wahre Tragödie des Kommunismus war das, was sie der Seele eines jeden einzelnen Mitglieds der Gesellschaft angetan haben. Sie haben systematisch jede Selbstregulierung zerstört. Sie zerstörten die bioenergetische Kraft. Ich erinnere mich noch gut an den depressiven Ausdruck der Menschen auf den Straßen Ost-Berlins. Die wirkliche Bankrotterklärung des Kommunismus war jedoch, was NACH seinem Zusammenbruch in den betroffenen Ländern geschehen ist!

Dies geht direkt auf die Dichotomie zwischen Marx und Max Stirner zurück. „Kommunismus“ oder „Kommunist“ ist eine böse Fehlbezeichnung (die ursprünglichen Kommunisten der Arbeiterklasse waren alles andere als modern-liberale Modjus) – es gibt nur einen Nenner, der alle „kommunistischen“ Massenmörder vereint: Sie waren MARXISTEN, alle, und sie haben nicht trotz, sondern wegen Marx‘ Lehren gemordet. Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie (mit einem Vorwort von Stéphane Courtois) zeigt mit Zitat nach Zitat nach Zitat, daß alle im Schwarzbuch des Kommunismus beschriebenen Dinge in den ursprünglichen Gedanken von Marx und Engels angelegt, vorhanden, explizit gefordert waren. „Nach der Revolution werden die Leute uns als Monster betrachten!“

Bernd A. Laska hat aufgezeigt, daß Marx und Engels ihre mörderische Ideologie als Gegenentwurf zu Max Stirners Der Einzige und sein Eigentum entwickelt haben. Nicht der „Kommunismus“ war und ist der Feind, sondern der Marxismus, der nichts anderes als das Wesen der modern-liberalen Ideologie verkörpert, der ultimative Ausdruck der faschistischen Mentalität.

Bei der Lektüre des Rotbuch der kommunistischen Ideologie mit Auszügen aus Marx‘ und Engels Schriften und Korrespondenz saß ich gerade im Park, als ein Death Metal-Fan mit Totenköpfen und Blut und Zeugs auf seinem T-Shirt vorbeiging und plötzlich war ich in die Welt versetzt, die ich betreten hatte, als ich Jahre zuvor ein kleines christlich-fundamentalistisches Büchlein Das andere Gesicht des Karl Marx über Marx‘ angeblichen Satanismus gelesen hatte. Damals reagierte ich schon etwas herablassend auf den christlichen Autor Richard Wurmbrand, aber jetzt wurde ich ständig mit Marx‘ haßerfülltem und wirklich gemeinem Zeugs, seinen rassistischen und antisemitischen Beschimpfungen, seiner Kriegs- und Terrorlust bombardiert (er forderte tatsächlich eine Art von innerparteilicher Tscheka für seinen „Bund der Kommunisten“), seiner komplett psychopathisch-empathielosen Unmenschlichkeit – es hat mich wirklich getroffen: Marx, ein Ritter im Dienste Satans? Gehörte er wirklich einer Aleister Crowley-ähnlichen Loge an? Steht etwas hinter dem Kommunismus, dem (abgesehen vom Islam) zerstörerischten Kult, den es je gegeben hat?

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nachrichtenbrief144

4. Dezember 2019

Der verdrängte Christus: 28. Die Vertreibung aus dem Paradies

24. Oktober 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

28. Die Vertreibung aus dem Paradies

Der verdrängte Christus: 18. Am Anfang stand der Neuplatonismus

8. August 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

18. Am Anfang stand der Neuplatonismus