Igitt: Sex, Schlamm und Ackerknecht

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Igitt: Sex, Schlamm und Ackerknecht

 

 

Robert sagte 2010: Der Publizist William S. Schlamm,… rechtskonservativer Reich-Hasser
Es ist typisch für die vielen Konservativen, dass sie perverse Sexualität nicht von natürlicher Sexualität unterscheiden können und deswegen Reich missverstehen. Schlamm ist da beileibe nicht der Einzige. Der übelste Vorwurf ist, Reich hätte den sexuellen Kindesmissbrauch unterstützt.
Während die Konservativen Reich unterstellen, er fördere Perversionen, unterstellen ihm die Liberalen, er wolle eine genitale Diktatur errichten (und die Prä-Genitalität unterdrücken).

Klaus: Immer wenn ich anfing, was von Bloch zu lesen, war ich sehr gelangweilt, weil ich mich fragte, was er außer historischen Thesen zu bieten hat an allgemeinen Erkenntnissen. Und wenn da auch allgemeinere Erkenntnisse sind, kann man die kürzer und klarer zum Ausdruck bringen. Diese Standardautoren der Linken machten sich eben vierzig Jahre gut in Regalen – Suhrkamp hat ja gleich fürs Design gesorgt. Nun hatten die linken Studenten immerhin wenigstens Helden fürs Bücherregal – die gegenwärtigen haben u. a. wegen der standardisierten Veranstaltungen und Prüfungen meistens erheblich weniger Lektüreerfahrungen aus eigener Initiative. Nicht einmal mehr zum Protzen ist etwas im Regal aneinandergereiht.
Wie sehr z. B. Adorno bloß Kultstatus hatte (und z. T. noch hat) (wie mir scheint: ohne inhaltlich Umwerfendes mitzuteilen), merkte ich z. B. daran, dass in einem meiner spannendsten Seminare – über kleine Schriften Gottlob Freges – mein Nachbar einerseits heimlich, andererseits demonstrativ (Buch unterm Tisch, aber vor Seminarbeginn sichtbar) Adorno las.

Robert: Adorno hat allerdings mit die „Studien zum autoritären Charakter“ geliefert, womit er die Psychostruktur des faschistischen Charakters liefern wollte. Es hat allerdings mehr mit Sozialpsychologie statt Tiefenpsychologie zu tun. Ich bezweifele, ob er Reichs „Massenpsychologie“ gelesen hat – jedenfalls merkt man darin wenig (in der Suhrkamper Taschenbuchausgabe). Das Buch erschien 1950 als Sammelwerk in den USA.
http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4rer_Charakter

Jonas Says:
@Robert:
Habe leider die Quelle nicht parat, erinnere mich aber gelesen zu haben, dass sich Adorno im „autoritären Charakter“ stark an Reich orientierte – auch wenn er seinen Namen nicht erwähnt. In privaten Briefen diskutiert er dies aber. Er gibt Reich den Vorzug gegenüber Erich Fromm, da letzterer den Fehler beginge, die psychoanalytische Methode direkt auf die Gesellschaft anzuwenden, während Reich psychoanalytische und soziologische Methodik nach ihren Zuständigkeitsbereichen getrennt halten will.
Das man davon zugegebenermaßen wenig merkt, ist natürlich eine andere Geschichte. Zum Verhältnis Adorno-Reich sind sicherlich Laskas Arbeiten im LSR-Projekt lesenswert (Stichwort Re-pulsions- und De-zeptionsgeschichte).

Klaus: Wie trivial es ist, was er zum irrationalen Kampf gegen jegliche Autorität zu sagen hat – eben so trivial, wie das, wogegen er argumentiert, lächerlich ist. Daher wundern mich immer die vielen Worte, die dafür gebraucht wurden.

David 2015: Der libertinistische Gegenpart zum asketisch verträumten Bloch spielte Herbert Marcuse, der Prophet des Anspruchsdenkens, der Leistungsverweigerung und der anti-genitalen polymorph-perversen Erotisierung der Gesellschaft. Alles was die Spießer von je her den fortschrittlichen Menschen fälschlich andichteten, propagierte dieses Schwein.
Und Habermas?
Der wird doch auch immer wieder erwähnt – im Zusammenhang mit der Kritischen Theorie:
Zitat Wikipedia:
Wegen der Vielfalt seiner philosophischen und sozialwissenschaftlichen Aktivitäten gilt Habermas als ein produktiver und engagierter öffentlicher Intellektueller.[2] Vom hegelianisch-marxistischen Ursprung der Frankfurter Schule hat er sich durch die Rezeption und Integration eines breiten Spektrums neuerer Theorien gelöst. Er verband den historischen Materialismus von Marx mit dem amerikanischen Pragmatismus, der Entwicklungstheorie von Piaget und Kohlberg
(ähnlich auch Loevinger – das sind doch die Stadien der moralisch-psychologischen Entwicklung des Kindes wenn ich mich nicht irre; Anmerkung von mir)
und der Psychoanalyse von Freud. Zudem beeinflusste er maßgeblich die deutschen Sozialwissenschaften, die Moral- und Sozialphilosophie. Meilensteine waren vor allem seine Theorie des kommunikativen Handelns
(kommunikatives Handeln klingt ziemlich modern, irgendwie facebook-like; nach Arbeitsdemokratie hört das sich aber gar nicht an, finde ich; Anmerkung von mir)
und, wiederholt inspiriert durch die diskurstheoretische Auseinandersetzung mit Karl-Otto Apel, seine Diskurstheorie der Moral und des Rechts.
Zitat Ende.
Irgendwie kommt mir das alles ziemlich „rechts“ vor und anfangen konnte ich mit Habermas noch nie was. Vielleicht konnte ich ihn noch nicht einmal verstehen.

Robert 2011: Zu Daniel Cohn-Bendit ein informativer Artikel von Bettina Röhl:
Vom Wutbürger zum Machtbürger
Daniel Cohn-Bendit ist eine Art Überpräsident der 68er Bewegung. Seine pädophilen Entgleisungen schaden ihm nicht. Jetzt schwingt er sich zum Oberrichter über Demokratie, Verfassung und die Schweiz auf. Von Bettina Röhl
http://fact-fiction.net/?p=5646#more-5646

Dazu Peter: Bei den lesenswerten Leserbriefen habe ich folgenden interessanten Link gefunden:
http://wireltern.eu/news/die-paedophilenpartei.html
Ich werde niemals soviel fressen können, wie ich kotzen möchte.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger weist Forderungen aus der CSU nach höheren Mindeststrafen für sexuellen Kindesmissbrauch ab.
Im „Hamburger Abendblatt“ nannte die FDP-Politikerin die geforderte Strafverschärfung für jede Form von sexuellem Missbrauch „reine Symbolpolitik“.
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/Justizministerin-gegen-schaerfere-Strafen_aid_949153.html
Ja, es ist symbolisch, daß in diesem Land Diebstahl härter bestraft wird als die Zerstörung einer Kinderseele.

O.: So wie Dieter E. Zimmer im Zeit-Artikel WR interpretiert und dieses Verständnis als das der 68-er hinstellt, wird den Studenten unterstellt sie wollten oder konnte WR nicht verstehen. Aber auch in den 90-ern wurde Reich in Belzig und Berlin in Reich-nahen Kreisen noch als Freifahrtschein zum Ficken missverstanden. Die meisten Reich-Schüler waren aber noch zu verklemmt, um überhaupt mal Sex zu haben, so musste sie dann bei den etwas lockeren sozialisierten Ex-DDR-lern/-innen sich abschauen, wie man einfach mal sich mit jemandem zum Sex verabreden kann.
Also auch in Berlin wurde noch geglaubt, bei „Reich-Lese-Unkundigen“, die aber durch Vorträge glaubten etwas vom genitalen Charakter verstanden zu haben, man müsse nur ficken und frei fließen. Die Eingeweihten wussten natürlich, dass das nichts bringen würde und das man ohne Therapie ohnehin nicht vorankäme.
Das Problem war aber vielmehr eine taugliche Therapie zu finden, wo doch niemand weit und breit eine Ahnung davon hatte … und so beißt sich die „sexuelle Revolution“ noch in ihren eigenen „Schwanz“ – wenn sie einen hat.

Peter 2015: Erneute Hetze von Rechts gegen Reich – angestachelt durch das linke Gesindel…
https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/02/linksanarchistische-kinderladen-der-68er-revolutionare-befreiung-durch-kindersex/

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4 Antworten to “Igitt: Sex, Schlamm und Ackerknecht”

  1. Robert (Berlin) Says:

    „Kleine Lolitas, kokett und gerissen“

    Anja Röhl erhebt Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater, den „Konkret“-Gründer Klaus Rainer Röhl. Die „Konkret“ mutierte Ende der 60er vom Sprachrohr der Apo zum Pädo-Pornoblatt.

    http://www.taz.de/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Konkret-Gruender/!5143183/


    So verharmlosten linke Freiheitskrämer sexuelle Ausnutzung von Minderjährigen

    • Peter Nasselstein Says:

      Anja wird von Jutta Dithfurt benutzt, um weiter an der Meinhof-Legende stricken zu können. Die dauerbesoffene Meinhof hat sich nie um ihre Kinder gekümmert, die sie nur bei ihrem großbürgerlichen Leben hinderten. Ihre „politische Arbeit“ war nur das Hobby einer dekadenten und abgrundtief verlogenen Frau. Wie das alles zusammenhängt, wird von Bettina beschrieben, die im übrigen die Übergriffe ihres Vaters bestätigt.

      http://www.pi-news.net/2018/05/die-raf-hat-euch-lieb-erschuetterndes-werk-von-bettina-roehl/

      Dutschke war schlichtweg ein schizophrener Spinner, der von seinem blöden Geschwafel selbst kein Wort verstand, Baader war bekennender Sadomasochist, die Kommunarden schlichtweg impotente Drogenfreaks – es zieht dir dir Schuhe aus, wenn du Bettinas Buch liest. Die 68er sind jenseits von ekelhaft. Und wirklich KINDERFICKER!

      Ich sehe (siehe auch hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2018/verleugnete-konsequenzen/) die 68er als ultimativen Ausfluß der orgastischen Impotenz: wenn es einer Gesellschaft zu gut geht, muß sie sich selbst zerstören, weil sie die expansive nerge buchstäblich zu zerreißen droht. Ausgerechnet Reich mit den 68ern zu verbinden, hat etwas Tragikomisches an sich!

      • Robert (Berlin) Says:

        „Ausgerechnet Reich mit den 68ern zu verbinden, hat etwas Tragikomisches an sich!“
        Nein, Reich hat sehr viel mit 68 zu tun. Orgastische Impotenz plus Rebellion multipliziert mit Emotionaler Pest. Die Rebellen wollten die sexuelle Revolution, aufgeputscht durch Reich Werke. Schon Frankreich Studentenrebellion fing wegen getrennten Schlafräumen an*. Mit Wahrscheinlichkeit durch Reichs Schriften hervorgerufen.
        Wie sah es aus? Sie wollten sexuelle Befreiung, wie es Reich beschrieben hatte, aber die sekundäre Schicht verhindert es. Die sexuelle Sehnsucht verwandelt sich in Wut und Hass. Sexuelle Perversionen, wahllose Fickerei und sexueller Kindermissbrauch sind das Ergebnis.
        Reich beschreibt es in Christusmord. Es ist wie ein Flitzbogen, der hoch angespannt, plötzlich losgelassen wird. Die sexuelle Raserei ist die Folge orgastische impotenter Massen, die verzweifelt die sexuelle Befreiung mit Gewalt erzwingen wollen. Es entartet in Pornographie, Zügellosigkeit und Missbrauch.

        * http://www.spiegel.de/einestages/mai-1968-in-frankreich-jungakademiker-in-sexuellen-noeten-a-1206579.html

        „Während in anderen Ländern Studenten wegen des Vietnamkriegs oder politischer Missstände auf die Straße gingen, begannen die Mai-Unruhen in Frankreich eher banal: mit der Empörung über geschlechtergetrennte Schlafräume.“

  2. Robert (Berlin) Says:

    40. Todestag von William S. Schlamm:
    Der frühe »Anti-Mainstream-Publizist«

    Auch in den 1960er- und 1970er-Jahren machte man sich keine Freunde, wenn man als Publizist gegen den herrschenden Mainstream anschrieb. William S. Schlamm tat es trotzdem. Nicht zuletzt deshalb wurde die von ihm aus der Taufe gehobene Zeitbühne ein Erfolg.

    https://kopp-report.de/40-todestag-von-william-s-schlamm-der-fruehe-anti-mainstream-publizist/

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