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Auf dem Weg zur Antiorgonomie (Teil 2)

5. Mai 2026

Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre war Reich ein Kommunist. Reich wurde von der KPD zur Mitgliederwerbung mißbraucht. Heute nimmt z.B. entsprechend Die Linke buchstäblich alles Wahre, Gute und Schöne mitsamt ihrer Vertreter in Beschlag. Diese Grundtendenz zum Mißbrauch des Lebendigen ist keine Stalinistische Entstellung, sondern gehört zum falschen, verlogenen Grundwesen des Marxismus („die soziale Fassade“). Deshalb sind Marxisten, gerade wenn sie sich Reich positiv zuwenden, Todfeinde der Orgonomie. Das Fatale ist, daß sie zu diesem Mißbrauch von Reich selbst geradezu eingeladen wurden. Mit der Revision seiner alten Marxistischen Texte wollte Reich in den 1940er Jahren seinen eigenen Marxismus der 1920er/1930er Jahre zurückdrängen, doch dummerweise hatte dies bei der Veröffentlichung in Europa den gegenteiligen Effekt, denn so wurde die Orgonomie in einem Marxistischen Kontext vermittelt. Reich hatte sich bereits 1951 voller Selbstzweifel notiert:

Ich muß damit aufhören, meine früheren Bücher zu vertreiben, z.B. Massenpsychologie und Sexuelle Revolution. Nicht, weil sie falsch sind, sie stehen so da, wie sie geschrieben wurden, sondern weil sie die entscheidende Frage, d.h. die Orgonenergie, verdecken und von den Leuten mißbraucht werden. (z.n. Chester M. Raphael: Wilhelm Reich – Misconstrued – Misesteemed, New York 1970, S. 86)

Das Phänomen des „Reichschen Freudo-Marxismus“ kann man am besten anhand des orgonomischen Modells von der Dreischichtung der menschlichen Charakterstruktur erfassen:

Die oberflächliche soziale Fassade ist das Reich des Marxismus, der die Vorstellung, der Mensch sei primär Objekt der Biologie, vehement von sich weist, vielmehr läßt er den Einzelnen und seine Bedürfnisse in ein kollektivistisches Ensemble sozialer Beziehungen aufgehen. Es ist die kontaktlose Theorie des Intellektuellen, der vom Leben isoliert das Leben mit Theorien bewältigen will, ohne sich vorher auf das Leben einzulassen. Entsprechend kann die Marxistische Soziologie nur ökonomisch rationales Verhalten erklären. Reich schreibt im Rückblick auf seine Marxistische Periode:

Die Kluft zwischen ökonomistischer und bio-soziologischer Anschauung wurde unüberbrückbar. Der „Theorie des (vom rationalen ökonomischen Kalkül geleiteten, PN) Klassenmenschen“ trat die irrationale Natur der Gesellschaft des Tieres „Mensch“ gegenüber. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 21)

Was für Marx rational war (der durch unterschiedliche ökonomische Interessen bestimmte Klassenkampf), wurde für Reich zum Inbegriff der Irrationalität, während das, was für Marx irrational war (die Postulierung gemeinsamer Interessen zwischen den Klassen), für Reich die Essenz seiner Bio-Soziologie wurde: die alle Klassen übergreifende natürliche Arbeitsdemokratie.

Freud war in den Bereich des Irrationalen vorgestoßen, ist aber in der von den sekundären Trieben entstellten mittleren Schicht der Charakterstruktur steckengeblieben. Bei ihm löste sich das Leben in einen sadomasochistischen Alptraum auf, über den sich der menschliche Geist stoisch erheben müsse. Während Marx mit seinem Hegelianischen Geschichtsmystizismus die gesamte bisherige Entwicklung, das gesamte bisherige Patriarchat gerechtfertigt hatte, da es im Paradies münden würde, leugnete der resignative Schopenhauerianer Freud überhaupt jede Entwicklung zum Besseren.

Reich hat die optimistischen Illusionen der sozialen Fassade und die Resignation der sekundären Schicht transzendiert und ist zum biologischen Kern des Menschen vorgedrungen. Zunächst war Reich aber selbst noch in Illusionen befangen und wollte einen ins optimistische gewendeten Freud mit Marx verbinden: das perverse Unbewußte sei ein Produkt jener sozialen Prozesse, die Marx beschrieben und beherrschbar gemacht hätte. Hatten die Marxisten aber schon Probleme mit Freud, der doch immerhin lehrte, der Mensch müsse in die anarchische Natur ähnlich eingreifen wie ins Marktgeschehen, konnten sie rein gar nichts mit der nun vollkommen dem menschlichen Zugriff entzogenen ahistorischen Biologie Reichs anfangen.

Reich selbst erkannte zunehmend, daß dieser Widerstreit von Psychoanalyse und Marxismus wenig mit Wissenschaft zu tun hatte, sondern daß die beiden Weltanschauungen eine Funktion des jeweiligen Charakters ihrer Exponenten waren. Dieser war für das resignative konservative Beharren auf der einen und die optimistische liberale Kontaktlosigkeit auf der anderen Seite verantwortlich. Die Psychoanalyse beharrte gegen Reichs Optimismus auf der Unwandelbarkeit der Conditio humana. Reich mußte aber auch erkennen, daß Marx ihm nichts zu geben hatte:

Die ökonomischen Bewegungen, die durch den Einfluß von Karl Marx auf die Soziologie entstanden sind, haben durch das Hervortreten eines neuen menschlichen und sozialen Problems die Basis ihrer Wirksamkeit verloren. (Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, Fischer TB, S. 10)

Die soziale Existenz des Lebewesens Mensch ist bioenergetisch betrachtet an sich nur ein kleiner Gipfel auf dem gigantischen Berg seines biologischen Daseins. (Ausgewählte Schriften, S. 24)

Die Orgonomie kann mit dem Marxismus rein gar nichts anfangen. Doch leider ist es umgekehrt anders und es entwickelt sich eine „Antiorgonomie“.

Man versucht Reichs Lebenswerk systematisch Schritt für Schritt aufzuarbeiten, so wie es sich historisch entwickelt hat: von Freud über Marx zur „sexualökonomischen Lebensforschung“ und schließlich dem „kosmischen Orgon-Ingenieurswesen“. Demnach könne man beispielsweise Reichs Konzept der „Arbeitsdemokratie“ erst richtig verstehen, wenn man sich mit dem Marxismus beschäftigt hat (der in diesem Zusammenhang viel wichtigere Leninismus wird dabei stets ausgeblendet!); die Orgonbiophysik erschließe sich erst vor dem Hintergrund der Psychoanalyse, etc.

Ich, der Verfasser einer umfangreichen Chronologie und Bibliographie der Entwicklung des Reichschen Denkens bin sicherlich der letzte, der diese Herangehensweise nicht zu würdigen weiß, doch trotzdem ist ihr ein tiefgreifender Denkfehler inhärent, denn Reichs Entwicklung verlief sozusagen „falsch herum“. Er hat sich von der Psychologie (Psychoanalyse) über die Soziologie (Marxismus) zur Biologie (Orgon-Biophysik) entwickelt. Also vom oberflächlichsten Funktionsbereich zum tiefsten Funktionsbereich. Nun kann man jedoch daß Höhere nur vom Tieferen her verstehen.

Es geht schlicht darum, daß in der Natur tiefere und umfassendere Funktionsbereiche die höheren und weniger umfassenden Funktionsbereiche bestimmen statt umgekehrt. Das Umgekehrte ist funktionell identisch mit widernatürlicher Panzerung. Wer also Reich „chronologisch“ aufarbeiten will, verfehlt die Orgonomie auf eine denkbar fundamentale Weise. Mehr Entstellung geht gar nicht!

Es ist schlicht und ergreifend Unsinn die Charakteranalyse, wie sie heute von Orgontherapeuten angewendet wird, von Freud her begreifen zu wollen, „um tiefer in sie einzudringen“. Desgleichen wird man die Arbeitsdemokratie grundlegend mißverstehen, wenn man sie von Reichs Beschäftigung mit Marx her begreifen will. Das gleiche gilt auch beispielsweise für den orgonomischen Funktionalismus und Engels.

Die entsprechenden „systematischen“ Ausführungen „kritischer Orgonomen“ mögen ja alle sehr schlau und akademisch klingen, man wird alle möglichen Reich-Zitate anführen können (teilweise auch aus Reichs späteren Jahren!), aber das ändert nichts an der Tatsache, daß hier eine Art „Orgonomie“ konstruiert wird, die tatsächlich so etwas wie Antiorgonomie ist. Eine Orgonomie, die auf den Kopf gestellt ist.

Übrigens beruhte auch ein Gutteil des mittlerweile zum Glück weitgehend erloschenen „Reichianismus“ auf dieser „Antiorgonomie“. Ich kann mich noch gut an die arroganten Ergüsse erinnern: die Amerikaner könnten Reich gar nicht verstehen, weil sie seine Frühschriften nicht kennen; von Arbeitsdemokratie hätten sie keine Ahnung, da sie nichts von Marx verstünden, etc.pp.

Da gibt es Leute, die haben die erste Hälfte der Charakteranalyse gelesen, fangen an wild herumzupsychologisieren – und glauben allen ernstes damit Orgonomie zu betreiben. Nicht weniger schlimm sind jene, die angeregt durch die zweite Hälfte der Charakteranalyse, sich als „Körpertherapeuten“ verstehen, d.h. die Orgontherapie auf eine Art mechanische „Gymnastik“ reduzieren.

Oder man nehme jenen amerikanischen Erzieher, der vor vielen Jahren im Wilhelm Reich Museum einen Vortrag hielt, in dem er Elsworth F. Bakers Ausführungen über die soziopolitischen Charaktere als „Travestie der Orgonomie“ abkanzelte, denn wie man anhand der Massenpsychologie des Faschismus unschwer erkennen könne, habe Reich seine soziologischen Theorien von Marx und Engels abgeleitet, von denen Baker keine Ahnung habe. Baker erklärt soziologische Phänomene von der Orgon-Biophysik (d.h. hier von der Charakterstruktur) her – und wird dafür von einem „buchkundigen“ „kritischen Orgonomen“ angegriffen.

Fast alle diese Leute haben eine linksliberale Charakterstruktur und entsprechend „intellektualisieren“ sie alles: eine oberflächliche Funktion (das Gehirn, der Intellekt) maßt sich an, die tiefere Funktion (den Körper, die Bioenergie) zu bestimmen. Von ihrer verkorksten Struktur her können sie die Orgonomie unmöglich verstehen. Sie bleibt ihnen imgrunde fremd.

Dass WR in Berlin (speziell den Nazis) kaum bekannt war: [Zettel, undatiert]

6. August 2025

Dass WR in Berlin (speziell den Nazis) kaum bekannt war: [Zettel, undatiert]

Die faschistische Partei Wilhelm Reichs (Teil 5)

22. Januar 2025

Aktuell wird diskutiert, ob Hitler und Konsorten „links“ waren oder gar Kommunisten. Dabei argumentiert man, etwa Leute wie Weigel und Krall, vor allem wirtschaftlich. Nicht ohne Grund habe es „nationalsozialistische Arbeiterpartei“ geheißen und habe Hitler intern Stalin und seinen so überaus effektiven Staatsapparat bewundert. Hitler selbst lamentierte, sein eigener Hauptfehler sei gewesen, daß er nicht konsequenter gegen die rechte „Reaktion“ vorgegangen wäre. Betrachtet man die üblichen politischen Koordinatensysteme mit Autoritarismus-Libertarismus-Achsen, Etatismus-Anarchie-Achsen etc. kann man aus Hitler einen „Etatisten“ machen, indem man auf die Planwirtschaft verweist, oder einen „Libertären“, wenn der Fokus auf dessen dezidierte Verachtung für den Staatsapparat gerichtet wird, der die biologische Auslese hintertreibe. Nie herrschte mehr bewußt erzeugte administrative Anarchie als unter Hitler! Der Stärkere sollte sich durchsetzen, „das Lebensvolle und Aufstrebende“ vor dem alles erstickenden „jüdischen Gesetz“ bewahrt werden. Tatsächlich sind beim Nationalsozialismus viele antiautoritäre Züge bemerkenswert. Es war vor allem eine Jugendbewegung, sowohl von der historischen „Jugend- und Lebensreformbewegung“ von Anfang des 20sten Jahrhunderts her als auch angesichts des geringen Altersdurchschnitts des Führungspersonals bis hin zur organisierten Despotenzierung der elterlichen, kirchlichen und allgemein traditionellen Autorität. Ganz zu schweigen vom mehr untergründig als offen propagierten „Neuheidentum“.

Reich stand in den gleichen beiden Traditionssträngen, was allein schon ersichtlich ist, wenn man ganz naiv die Propaganda des Austromarxismus, der KPÖ, der KPD und der linkssozialistischen Kleinparteien auf sich wirken läßt und mit der der NSDAP vergleicht. Alle schwärmten von einer sozialistischen Zukunft, „mit uns zieht die neue Zeit“, Befreiung von alten Fesseln etc. Das sah man noch seltsam ungebrochen nach dem Zweiten Weltkrieg im Übergang von der NSDAP zur SED und von der Hitler-Jugend zur Freien Deutsche Jugend:

Es galt aus der rein formalen „bürgerlichen Demokratie“ eine wirkliche, das ganze Leben durchdringende „soziale Demokratie“ zu machen. Frei nach Reichs kurzzeitiger Wiener Zeitung von 1930 sollten „revolutionäre Sozialdemokraten“ den wirklichen Sozialismus errichten, d.h. die Demokratisierung nicht nur des politischen, sondern vor allem auch des wirtschaftlichen Systems. Dies sollte einhergehen, man lese nur Reichs Die sexuelle Revolution (der ich obiges Schema entnommen habe), mit der Lösung von Liebe und Sexualität von der vor allem wirtschaftlichen Institution Ehe (bzw. das, was Reich als „Zwangsehe“ bezeichnete) und vor allen von der Lösung der Kindererziehung von der Familie (bzw. der „Zwangsfamilie“). Bei Reich selbst wurden daraus die beiden Konzepte „Arbeitsdemokratie“ und „Kinder der Zukunft“, in der DDR Ulbrichts immer neue Versuche, die Planwirtschaft effektiv zu machen, bis hin zu kybernetischen Modellen, und in der DDR Honeckers das Programm einer „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ – und Kinderkrippen… In diesem Zusammenhang lohnt es sich wirklich Andreas Peglaus monomentales Werk Unpolitische Wissenschaft? von vorne bis hinten durchzulesen; Peglau, ein Reichianer mit DDR-Sozialisation, der immer noch von den „alten Idealen“ träumt.

Jenseits aller politischen Polemik und des „Jetzt habe ich dich!“ und billigen Bloßstellungen durch historische Gleichsetzung durchzieht all dies (SPD, KPD, NSDAP, SED, Die Grünen) ein Motiv, das Reich 1942 in Die Funktion des Orgasmus als (mißglückte) „biologische Revolution“ bezeichnet hat: die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit (letztendlich Freiheit von der einschränkenden Panzerung) und die gleichzeitige Angst vor der Freiheit (das „Abbiegen“ im obigen Schema), die solche durch und durch groteske Gestalten wie Adolf Hitler und Rudolf Habeck möglich gemacht hat.

Um zur Anfangsfrage zurückzukehren: Rechter (schwarzer) Faschismus ist, wenn sich Reaktionäre, die rechts von extremen Konservativen stehen, sozialistische Ideen aneignen und mit dem spielen, was Reich als „sozialistische Sehnsucht der Massen“ bezeichnet hat. Linker (roter) Faschismus ist, wenn der Antiautoritarismus der Massen in einen voluntaristischen, d.h. korrupten etatistischen Neofeudalismus umbiegt – und der neue Führer bei piratigen Aktionen auf Siegestore projiziert wird: „Ein Mensch. Ein Wort“

Wilhelm Reich, Mildred Brady und die Buntesrepublik Schland

29. November 2024

Überall, wo Reich aufgetreten ist, hatte er dank seiner intakten Arbeitsfunktion einen durchschlagenden Erfolg, sei es ab 1920 innerhalb der Psychoanalyse, sei es ab 1928 im Umfeld von KPÖ und KPD und den Sexualreformbewegungen der beiden Länder, sei es ab 1934 in Dänemark und Norwegen oder ab 1940 in den USA. Trotz des Bruches durch den Austrofaschismus und den Nationalsozialismus hat Reich bis heute in Österreich und Deutschland nachgewirkt. Anfang der 1970er Jahre sah es in den entsprechenden gesellschaftlichen Nischen sogar so aus, als würde Reich die Kultur dominieren. Wie Andreas Peglau nachgewiesen hat, wirkte er sogar hier und da im „Dritten Reich“ und in der „DDR“ nach! Norwegens Psychotherapeutische Szene und sogar die Kulturszene wäre ohne Reich bis heute undenkbar. In abgeschwächter Form gilt das auch für Dänemark und selbst für Schweden. Und ab etwa 1947 kann man bei der langsam wachsenden „orgonomischen Bewegung“ von einem immer sichtbarer werdenden sozialen Phänomen, insbesondere in New York, sprechen. Reich, seine Bücher und nicht zuletzt der Orgonenergie-Akkumulator wurden zu öffentlichen Begriffen und die Orgontherapeuten wurden von Patienten überlaufen. Dann wurde aber, wieder 1947, ähnlich wie ein Jahrzehnt zuvor, eine sich über Jahre hinziehende und sich dabei immer weiter ausdehnende Medienkampagne losgetreten. Reich mußte nicht nur wegen Hitler aus Norwegen fliehen und auch in Amerika ventilierte er schließlich eine erneute Flucht in die Schweiz.

Die Journaille hat Reich zu Fall gebracht! In Österreich und Deutschland war es die christliche und reaktionäre Presse, in Skandinavien die sozialdemokratische und in den USA die, ja, kommunistische Presse. „Die Kommunistische Presse der USA“?! Dazu muß man sich nur heute CNN und MSNBC in Amerika anschauen, die in vieler Hinsicht eine Entsprechung zu ARD und ZDF sind: es sind kommunistische Sender! Die Person, die die Pressekampagne in den USA los trat, Mildred Edie Brady, war Stalinistin. Und ein Großteil ihrer Kollegen hatten genau die gleiche Einstellung. Man braucht sich zum Vergleich wieder nur in den Redaktionsstuben der heutigen BRD umschauen, wo das rotgrüne Gesindel praktisch zu 100 % dominiert. Daß Brady auf Seiten der Pharmaindustrie (damals „Rockefeller“ heute „BlackRock“) stand und auch heute die Medien nichts anderes als die Propaganda- und Werbeabteilung der Pharmaindustrie sind, steht zum Kommunismus in keinster Weise im Widerspruch! Ich kann mich beispielsweise noch sehr gut erinnern, daß die Antifa zu Corona-Zeiten der bewaffnete Arm der Pharmalobby war!

Blicken wir zurück an den Anfang des Jahrtausends, als eine gewisse Angela Merkel einen geradezu libertären Wahlkampf gegen die rotgrüne Schröder-Regierung führte. Sie war die deutsche „Margret Thatcher“ und ich war begeisterter „Merkelianer“. Endlich sollte das ungeheure Arbeitspotential dieses Landes freigesetzt werden. Ein neues, alles dagewesene in den Schatten stellende Wirtschaftswunder! Doch schnell merkte die Dame, daß sie unmöglich gegen die sogenannte „öffentliche“ Meinung regieren konnte, d.h. gegen die Journaille des öffentlich verächtlichen Schundfunks und von ZEIT, STERN, SPIEGEL etc. Entsprechend hat sich ihre Politik ausgerichtet: wir haben „Thatcher“ gewählt und „Kamela Harris“ erhalten! Ähnliches wiederholte sich 2015: kurz vorher hatte sie noch verkündet, Multikulti sei eine Illusion und krachend gescheitert, doch dann bekam sie Angst vor „schlechten Bildern an der Grenze“, die die Tagesschau senden könnte, und plötzlich galt „Wir schaffen das!“. Seitdem sind unsere Weihnachtsmärkte Hochsicherheitstracks. Alles nur wegen Merkels panischer Angst vor – „Mildred Brady“! Mittlerweile steht dieses Land nach Jahrzehnten indirekter Regierung durch „Mildred Brady“ definitiv vor dem Kollaps. Hunderttausende warten auf ihre Entlassung, mit zitternden Händen öffnen gerade Millionen die Briefe mit der Nebenkostenabrechnung und eine Dunkelflaute steht vor der Tür, die dieses von den Rotgrünen in der Substanz ausgehöhltes Land in ein Chaos stürzen wird, das sich die durch die Medien hypnotisierten Schlafschafe in seinem ganzen Grauen nicht ausmalen können. Viel Spaß bei russischen Vergeltungsschlägen in einem dunklen, klirrendkalten Land, in dem es keinen Strom mehr gibt!

„Mildred Brady“ hat zwischen 1947 und 1957 die Orgonomie (von der heute nur noch ein blasser Schatten übriggeblieben ist!) zerstört und das auf exakt die gleiche Weise, wie sie in den letzten zwei Jahrzehnten Deutschland zerstört hat. Der Alzheimer, die Hohlbratze und der Schwachkopf sind nur Statisten aufgehangen an den Täuschungsschnüren der Journaille.

Warum, wieso, wie? Wie ist es möglich unaufhaltsame, produktive, lebendige Bewegungen wie die Orgonomie oder wie Deutschland aufzuhalten und zu zerstören. Was motiviert die verschwindend kleine Minderheit, die das Unmögliche zuwege bringt. Man lese dazu Paul Mathews Das Weltgeschehen, die Medien und Modju.

Mehr Gedanken zu Trotzki

18. September 2024

Trotzki und der Ukraine-Krieg

Trotzki plante Anfang der 1920er Jahre, da die Oktoberrevolution ein bloßes Fanal gewesen sei, die Revolution in Deutschland, dem Kernland der Marxistischen Arbeiterbewegung. Berlin, sozusagen als kommunistisches „Germania“, sollte das Zentrum eines schließlichen Weltreichs der Räte werden, nicht zuletzt über den späteren Stiefvater von Eva Reich, „Genossen Thomas“. Siehe dazu meine Ausführungen hier. Nachdem dieser Plan spätestens 1923 (wie ein anderer Plan einer anderen „Arbeiterpartei“ im gleichen Jahr…) im Blut der deutschen Arbeiter ertränkt wurde, trat nach und nach Stalin in den Mittelpunkt des Geschehens und sabotierte Anfang der 1930er alle Bemühungen der KPD, doch noch die Macht zu erlangen. Nicht zuletzt Reich wurde ein Opfer dieser systematischen Sabotage, die verhindern sollte, daß die Zentralmacht der weltweiten Arbeiterbewegung sich doch noch von Moskau nach Berlin verlagern würde. Stattdessen war der Plan, die Weltrevolution mit den Stiefeln der Roten Armee voranzubringen.

Daß Stalins Befürchtungen nicht unbegründet waren, zeigte sich anderthalb Jahrzehnte später an Jugoslawien, das sich prompt als empfindlicher Störfaktor im kommunistischen Weltsystem erwies, nachdem es sich selbst, ohne Hilfe der Roten Armee, befreit hatte. Man stelle sich mal ein „Rätedeutschland“ vor! Es wäre „Trotzki vs. Stalin“ gewesen. Daß es dann „Hitler vs. Stalin“ wurde, ist ein Treppenwitz der Geschichte. Erwähnt sei auch, daß nach dem Hitler-Stalin-Pakt, die aus dem GULAG in deutsche KZs überstellten Kommunisten („Trotzkisten“) durchweg aufatmeten, da hier beim Klassenfeind die Verhältnisse für sie definitiv menschenwürdiger waren als im Vaterland des Proletariats.

Zum Überfall auf die SU komme ich gleich, zunächst sei erwähnt, daß auch im Ersten Weltkrieg der deutsche Landser weit im Osten stand – vereinzelt weiter als Hitler kommen sollte. Trotzkis Brest-Litowsk und die enge Kooperation zwischen Reichswehr und Roter Armee schloß sich an, der erst Hitler ein Ende gesetzt hat. Das wird wohl auch der wahre Grund für die Säuberungen des paranoiden Stalins an der Spitze der Roten Armee gewesen sein! Man kannte und schätzte sich, was Hitlers „Vernichtungskrieg“ noch absurder machte:

Was den unmittelbaren Auslöser für Barbarossa betrifft, habe ich eher vorsichtig formuliert, weil ich ständig auf „neuste“ Forschungen stoße, nach denen die Präventivkrieg-Hypothese „definitiv“ Unsinn sei. Deshalb mein Ausweichen auf eine Metaebene: „wegen Trotzki als mahnendes Über-Ich der Revolution“ mußte Stalin früher oder später Westeuropa angreifen bzw. „befreien“. Die einzige Chance Westeuropas war in den Aufmarsch der Russen einzubrechen. Wenn du angreifen willst, sind die Panzer und Truppen in Formation und können, da auf dem Präsentierteller, deshalb auch von einem schwächeren Gegner (in diesem Fall Hitler) vernichtet werden. Wäre die SU auf Verteidigung gepolt gewesen, wären ihre Panzer, Geschütze, Truppentransporter etc. irgendwo in Wäldern und Sümpfen weit gestreut und deshalb „unvernichtbar“ versteckt gewesen. Bundeswehrsoldaten haben das ständig geübt: mit Pack und Sack raus aus der „konzentrierten“ Kaserne und weit aufgefächert rein in den Wald. Diese Routine war der BEWEIS, daß wir den Warschauer Pakt nicht angreifen wollten! Es wird von Freund und Feind auch immer unterschlagen, wie schlecht die Wehrmacht ausgestattet war: nie werden die altertümlichen Doppeldecker und die noch altertümlicheren Pferdegespanne gezeigt und das notorisch „unreparierbare“ Militärgefährt aus Frankreich. Dieser wilde Indianerhaufen, bei dem nichts zusammenpaßte (etwa was die Munition betrifft – heute wäre das Stichwort „NATO-Standard“), hatte nur eine Chance, weil die Russen null auf Verteidigung angelegt waren und alles ganz vorne konzentriert für den Angriff bereitstand. Hitler hat Europa und damit die Welt gerettet durch eine Wahnsinnsaktion – fast so halbrecherisch wie diese, Peters Behauptung!

Apropos gesellschaftlicher Selbstmord: Von Anfang an war ich der Meinung, daß der den Russen aufgezwungene Ukrainefeldzug der dritte und finale Versuch der amerikanischen Ostküste ist Deutschland (!) zu vernichten. Klappt ja auch hervorragend. China ist ein Witz und steht vor dem Kollaps. Die einzige Gefahr für die Ostküste ist Deutschland im Verein mit den Weiten Rußlands. Die verwirrenderweise „krypto-Trotzkistische“ Ostküste hat immer noch Angst vor „Trotzki und Hitler“, d.h. vor Berlin („Germania“) als Zentrum eines russisch-deutschen Großreichs, das sowohl Trotzki (Räteeurasia mit Berlin als Zentrum der Marxistischen Arbeiterbewegung) als auch Hitler letztendlich anstrebten.

Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß die Stalinisten und die Ostküste nach 1945 um Ea-Technologie konkurrierten; ein Ringen, bei dem Reich umkam, und die Ostküste heute diese Technologie souverän beherrscht:

Schlaf weiter: wie im Film Matrix ist die Wirklichkeit schlimmer, als jeder denkbare Alptraum!

Nachwort zu „Peter liest die kommentierte Neuauflage der Originalausgabe von Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS“

3. März 2023

Bemerkenswert ist nicht nur Reichs singulär kompromißloser Antifaschismus zu einer Zeit, als seine psychoanalytischen Kollegen noch vollkommen blind waren gegenüber der sich abzeichnenden Gefahren, wenn sie nicht sogar anfingen, sich den vermeintlich unausweichlichen Zeitläufen zu unterwerfen, sondern vor allem auch wie „politisch unkorrekt“ Reich damals war: Eingeständnis, daß die Nazis gewonnen haben, positive Bewertung des „Neuheidentums“, Offenheit gegenüber der „schwarzen Opposition“ innerhalb des NS gegen Hitler. Später nicht ein einziges Wort über all die Nazis, mit denen er auf Ellis Island interniert war, Antistalinist als alle für Uncle Joe waren, die Weigerung als Opfer („Holocaustüberlebender“) dazustehen und daraus wohlfeilen „moralischen“ Profit zu schlagen etc.

Das ganze ist sicherlich auch Reichs „oppositioneller“ Denkungsart zu schulden. Wie Myron Sharaf es beschreibt: Assistent wettert in den 1950er Jahren ganz „orgonomisch korrekt“ gegen Rotchina – unerwartet kontert Reich, immerhin würde es zig Millionen Menschen vertreten. Alle in seinem Umfeld, z.B. Wolfe und dessen Frau, sind „orgonomisch korrekt“ antichristlich eingestellt – unerwartet kontert Reich und sieht auch eine positive Rolle für Priester. – Immer das Gegenteil dessen, was man von ihm erwartet. Das macht die Reich-Forschung so problematisch. Man will z.B. Reichs Haltung zu Nietzsche eruieren, je nach Quelle:

War Reich mit einer Aussage konfrontiert, die Nietzsche verächtlich machte, findet sich als (hypothetische) Reich-Aussage: „Nietzsche war ein großer Denker, dem ich viel verdanke.“

Wäre Nietzsche hochgejubelt worden, hätte Reich zum gleichen Zeitpunkt auch sagen können: „Nietzsche war doch nur ein verrannter Neurotiker, der dem Wesentlichen ausgewichen ist.“

Das macht wohl auch einen Gutteil von Reichs „Funktionalismus“ aus: alles ist abhängig von den Umständen. Es geht um die grundsätzliche Haltung, nicht um dogmatische Aussagen.

Aber genau das wird zunehmen unmöglich. Kaum hat man heutzutage einen Halbsatz angefangen, wird man schon vom Gegenüber festgenagelt. „Ahh, so einer sind Sie also!“ – Das führt dahin, daß keiner mehr denkt, sondern sich alle nur noch nach „Denk“-Schablonen richten. Man weiß schon immer im Voraus, was das Gegenüber sagen wird. Reich hat hier sowohl 1933 (als er ein Tabu brach und die „Niederlage der Arbeiterklasse“ eingestand) als auch 1946 nicht mitgespielt (als er sich weigerte „die Deutschen“ zu verdammen und „die Russen“ zu glorifizieren). Beim ersten Mal führte das zu Reichs vollständiger politischer und wissenschaftlicher Isolation (Ausschluß aus der KPD und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung) beim zweiten Mal zu einer linken Pressekampagne, die ihn buchstäblich in den Tod gehetzt hat.

Außerdem (schon Reich war Opfer dieses Mechanismus) ist man schnell mit irgendwelchen „Diagnosen“ zur Hand. Findet sich schon zwischen Jugendlichen: der ist das, jener das und der ist doch ein ….

Sich hier beim vermeintlichen „Diagnostizieren“ auf Reich zu berufen, ist ebenso abwegig, wie bei dem Spruch das Private sei politisch. Bei Reich äußerte sich um 1933 die „Politisierung des Privaten“ darin, daß er auf den Versammlungen der Sexpol bei der Beantwortung anonymisierter Fragezettel die privaten, d.h. sexuellen Probleme des Massenindividuums öffentlich ansprach und so das „private Gewissen“ außer Gefecht setzte. Das ist etwas anderes, ja das Gegenteil dessen, was heute daraus gemacht wird: das öffentliche Abarbeiten von psychischen Störungen und die Normalisierung von Perversionen, die erst ein Produkt des besagten Gewissens sind (sekundäre Triebe). Reich hat nie Perversionen öffentlich behandelt, sondern nur im privaten Gespräch nach der Versammlung. Was heute in der Tradition der 68er als „Politisierung des Privaten“ gilt, ist genau das, was Reich vehement abgelehnt hat: die bunte Vielfalt der Neurosen und Perversionen, die Freud und seine in jeder Beziehung „surrealen“ Adepten gefeiert haben.

Ganz im Gegenteil: Reich wollte Verhaltensmuster bloßstellen, die vor ihm kaum als pathologisch, sondern vielmehr als normal betrachtet wurden:

1. vor Reich gab es gerade mal die Symptomkomplexe „Hysterie“ und „Zwangsneurose“. Erst Reich hat das als krankhaft gebrandmarkt, was vorher als Ausbund der Gesundheit galt: der phallisch-narzißtische Charakter. Zwischenbemerkung: damit hat Reich nicht die armen, sozial auffälligen wehruntüchtigen Kranken gebrandmarkt, wie vor ihm Freud (der viel zur Wehrertüchtigung im Ersten Weltkrieg beigetragen hat – das Göring-Institut hat diesen „arischen“ Aspekt der Psychoanalyse später aufgegriffen), sondern die sprichwörtlichen „Leutnants“. Reichs Erweiterung der Nosologie war vom Ansatz her keine „Stigmatisierung des Untermenschen“, sondern ganz im Gegenteil eine emanzipatorische Demaskierung des Herrenmenschen a la Freud. (Ob Herr Prof. Dr. Freud ihm das [unbewußt] übelgenommen hat?)

2. Reichs Beispiele für den „pestilenten Charakter“ und den „Kleinen Mann“ haben eine ganz ähnliche Zielrichtung: der selbstgewisse amerikanische Spießer, die Clique um Truman, die die Bombe geworfen haben, die Töchter der Amerikanischen Revolution, etc.

3. „Modju“, „Red Fascist“, „Enemy of Mankind“, „Communist“, etc. – wenn man Reich genau liest, sind diese Begriffe NIE gegen die Konservativen und „Rechtspopulisten“ gerichtet, sondern gegen jene, die diese verfolgen. Jene Gutmenschen, Verbraucherschützer (Brady), Journalisten, die nur so mit „Charakterdiagnosen“ um sich werfen, selbst aber als Ausbund der Gesundheit gelten. Die wollte Reich festmachen, demaskieren; ihnen ein für allemal selbst ein Label verpassen.

4. der Begriff „Modern Liberal“ bzw. heute Pseudo Liberal (die restlichen „soziopolitischen“ Charaktere werden praktisch nie erwähnt) richtet sich nie gegen die „Armen, Schwachen und Kranken“, sondern sozusagen gegen die „phallischen Narzißten des Hirns“ (siehe Punkt 1).

Wilhelm Reich und die Ukraine

1. April 2022

Reich wurde in einem Gebiet geboren und ist aufgewachsen, das heute zum westlichsten Teil der Ukraine gehört. Die Einzelheiten kann man auf der Website https://www.wilhelmrei.ch/ nachlesen.

Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Deutsche Reich ständig am Rande des Bürgerkrieges, während sich die Sowjetunion aus einem blutigen Bürgerkrieg herausschälte. Man war alles andere als geborene Freunde, denn die Komintern tat alles, um einen blutigen Bürgerkrieg in Deutschland zu befeuern, und die Deutschen standen auf Seiten der Weißen; eine Unterstützung, die von den Sozialdemokraten bis zum rechten Rand des politischen Spektrums reichte. Außerdem hatten die Deutschen mit der Sowjetunion noch ein Hühnchen zu rupfen, denn die hatte alles getan, um ihren vertraglichen Verpflichtungen von Brest-Litowsk nicht nachzukommen, womit sie gewichtig zur wirklich „ungerechten“ deutschen Niederlage im Weltkrieg beigetragen hatte. Aber was mehr zählte als Ideologie und Gefühle war die geostrategische Lage der beiden Nationen, die zu diesem Zeitpunkt gemeinsam die absoluten Parias der Weltpolitik waren. Buchstäblich der Abschaum der damaligen Menschheit, sahen sich die Reichswehr (in Gestalt der Freikorps die Schlächter der Roten in Deutschland) und die Rote Armee (die Schlächter der Weißen in Rußland) gezwungen eng miteinander zu kooperieren. Die Russen profitierten von der Expertise und Technik der Deutschen, während die Deutschen in den Weiten Rußlands frei von der Kontrolle der Entente Manöver abhalten und sogar Waffen produzieren und testen konnten.

Die Periode der Unsicherheit endete in beiden Ländern etwa 1923. In diesem Jahr scheiterte Hitlers Marsch nach Berlin, er kam in Haft und wurde dort über Rudolf Heß mit den Ideen Karl Haushofers, Professor für Geopolitik, bekannt gemacht: die Zukunft Deutschlands läge in den unermeßlichen Weiten Eurasiens („Lebensraum im Osten“). Nach der Machtergreifung Hitlers 10 Jahre später wurde die bereits auslaufende Zusammenarbeit mit der Roten Armee aus ideologischen Gründen endgültig gestoppt und Hitler bereitete sich auf einen kolonialen Eroberungskrieg gegen „die Slawen“ vor. Dieser begann denn auch nach einem genauso kurzen wie absurden Intermezzo: der Renaissance der deutsch-sowjetischen Freundschaft im Hitler-Stalin-Pakt. Im Gegensatz zu seinen Generälen, die auf das Machtzentrum Moskau konzentriert waren, richtete sich Hitlers eigentliches Augenmerk auf die Ukraine als Kornkammer und in jeder Hinsicht „westlichster“ Teil der Sowjetunion. Tatsächlich stand diese dank des Verlustes der Ukraine knapp vor dem Kollaps, vor dem sie nur die Unterstützung durch die USA gerettet hat.

Nach dem Krieg taten die USA alles, um eine Allianz zwischen Bonn bzw. Berlin und der Sowjetunion bzw. Rußland zu verhindern. Das war natürlich anfangs alles durch Kommunismus und Kalten Krieg überlagert, tritt aber jetzt aktuell klarer denn je zutage. Biden riskiert eher einen Dritten Weltkrieg, wieder mit Deutschland im Zentrum, als es zuzulassen, daß ein neues Machtzentrum entsteht: Deutschland und seine Expertise in enger Allianz mit Rußland, d.h. mit freiem Zugriff auf die unendlichen Weiten Nord- und Zentraleurasiens.

Dieser geopolitische Zentralkonflikt des Planeten hat Reichs Leben bestimmt. Man denke nur an das Berlin Anfang der 1930er Jahre. Nachdem sich Moskau mit dem endgültigen Sieg Stalins über Trotzki als Zentrum des Weltkommunismus fest etabliert hatte, war es nicht im Interesse der KPdSU, daß die Kommunisten in Berlin an die Macht kamen. Alles wurde getan, um einen Erfolg der KPD unmöglich zu machen, denn über kurz oder lang wäre die Führungsrolle von Moskau und den Russen nach Berlin und den Deutschen übergegangen. Hingegen bot ein Hitler an der Macht Stalin die Möglichkeit schließlich ganz Europa mit der Roten Armee von der „faschistischen Barbarei“ zu befreien, d.h. im Endeffekt ein großrussisches Reich zu errichten.

Das oben Umrissene ist m.E. der „materialistische“ Kern der gegenwärtigen Ukraine-Krise. Es geht um materielle Interessen. Das Fressen steht immer am Anfang, vor jedweder Ideologie, jeder Sexualität, etc. Reichs Entdeckung war, daß die in den Massen Struktur gewordene Sexualunterdrückung das Unmögliche schafft, nämlich, daß diese schließlich gegen ihre eigenen Interessen, letztendlich gegen ihre „Freßinteressen“ handeln und den Stalins und Hitlers dieser Welt die Macht über sich geben. Das sieht man sehr schön an den heutigen seelenverkrüppelten Deutschen, die in ihrer überwiegenden Mehrheit sich gegen Putin und Rußland mobilisieren lassen und für einen durch und durch korrupten Mafiastaat wie die Ukraine BUCHSTÄBLICH hungern und frieren wollen, statt im Verein mit Rußland und mit dem Goldrubel in eine sichere, satte und warme Zukunft voranzuschreiten.

Und Gemach, ich mache mir über Putins Charakter und den russischen Faschismus keinerlei Illusionen, auch nicht über die „saharasische“ Natur von „Rußland an sich“. Aber ich will nicht „die Welt retten“, sondern frage mich, was im DEUTSCHEN Interesse ist. Was jedenfalls nicht im deutschen Interesse ist, ist die Aufnahme von Millionen von Afroukrainern und die weitere Zersetzung der Reste der deutschen Kultur durch die politisch korrekte trans Jaucheflut aus dem Westen.

nachrichtenbrief162

19. Juli 2020

WR gleich Weltrevolution (Teil 2)

22. Februar 2020

Reich hatte vier umfassende Pläne, um die widernatürliche Richtung zu ändern, die die Menschheit eingeschlagen hat.

Am Anfang stand sein sozialpolitischer Forderungskatalog (Recht auf Abtreibung, Verhütung, Behausung, etc.), der darauf hinauslief, das Liebesleben von wirtschaftlichen Zwängen zu lösen (Jugendelend, Ehemisere, soziale Isolation), der ihn sogar in die Ränge der KPÖ und KPD brachte.

Reich hoffte, daß die Menschen weicher werden (weniger gepanzert), wenn sie ihre genitalen Strebungen freier von materiellen und emotionalen Hemmnissen ausleben könnten. Mit der Entdeckung der Orgonenergie wurde das ergänzt: beim Verstehen und Meistern der kosmischen Lebensenergie werden die Menschen gezwungen sein, funktionelles, lebendiges Denken zu erlernen.

Diese beiden Ansätze wurden ergänzt durch zwei weitere: die Heranzucht der „Kinder der Zukunft“, die durch eine mit jeder Generation freiere prä-, peri- und postnatale Entfaltung und Selbstregulation immer ungepanzerter werden. Dies ergänzt bzw- erst ermöglicht durch die „Sozialpsychiatrie“, d.h. die aktive Bekämpfung der Emotionellen Pest. Elsworth F. Baker, Paul Mathews und Charles Konia haben zu diesem charakteranalytischen Ansatz bedeutsame Beiträge geleistet, die letztendlich auf eine Neue Aufklärung hinauslaufen – über die Emotionelle Pest im allgemeinen und die soziopolitische Charakterologie im besonderen.

Ein weiterer Aspekt der „Weltrevolution“ ist das kosmische Orgon-Ingenieurswesen (CORE), bei dem es darum geht, die atmosphärischen Verhältnisse so zu verbessern, daß die Menschen buchstäblich freier atmen können. Auf denkbare pestilente Weise wurde dieses Feld von den „Chembustern“, „Orgonisierern“ und „Orgonite-Giftern“ okkupiert und in sein Gegenteil verkehrt.

All das läßt sich auf den Grundsatz Secundum Naturam reduzieren: gib der Natur, „den Trieben“, eine Chance gegenüber den ökonomisch-gesellschaftlichen Zwängen; denke und handle naturgemäß, insbesondere was die Kinder betrifft. Die Gesellschaft muß sich der Natur anpassen, den Kindern, und nicht umgekehrt, oder wie A.S. Neill („Summerhill“) es ausdrückte:

Das Peinliche ist nur, daß das Wesen der Zivilisation sich wandelt, während die Natur des Kindes die gleiche bleibt. Was uns bei der Gründung unserer Schule leitete, war der Vorsatz, eben diese Natur des Kindes zu erforschen. (Selbstverwaltung in der Schule, Zürich: Pan-Verlag, 1950, S. 28)

Chronik der Orgonomie (Teil 1)

7. Januar 2019

ChronikderOrgonomie

Ich habe den ersten Teil meiner 414seitigen Reich-Biographie überarbeitet:

CHRONIK DER ORGONOMIE 1897-1939