Posts Tagged ‘Dialektischer Materialismus’

Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 1: die oberflächliche Ebene)

6. Juli 2020

Dies zur Ergänzung von nachrichtenbrief160.

Gemeinhin, d.h. im liberalen Weltbild des Westens und in der „Weisheit des Ostens“, werden Wahrheit und Wirklichkeit (und damit auch Sollen und Sein) streng geschieden, da es ja unterschiedliche Standpunkte (Blickwinkel unter denen man die eine Wirklichkeit betrachtet) und damit Wahrheiten geben könne.

Mit der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Wirklichkeit sitzt man jedoch einer „bürgerlichen Ideologie“ auf, während für den Dialektischen Materialisten sich eine Wahrheit immer nur in der Praxis erweist. Für Nietzsche ist Wahrheit eine Funktion der Gerechtigkeit, die wiederum stets ein Richten (also ein Handeln) in sich schließt.

Wenn man mit der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Wirklichkeit recht hätte, gäbe es auch einen Unterschied Zwischen Weg und Ziel, aber für Reich ist der Weg schon das Ziel. Und man würde auch implizieren, daß es den Geist („den Standpunkt“) unabhängig von der Natur gäbe, aber Reich zufolge sind alle derartigen Annahmen mystisch und damit vollkommen unorgonomisch.

Gleichzeitig muß das Gleichheitszeichen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit durch das funktionelle Gleichheitssymbol ersetzt werden, das uns auf die tiefere gemeinsame Funktionsebene verweist, die beide Elemente beeinflußt, welche so dann keine abgetrennte, „ideale“ Existenz mehr führen. Diese Funktionsebene, das Gemeinsame Funktionsprinzip (CFP), ist der Kontakt, der aber wiederum eng mit der Funktion des Ich korreliert ist. Ohne Ich, wie in der extremen Psychose, gibt es keinen Kontakt, keine Wahrheit und keine Wirklichkeit. (Mystiker setzen die entsprechende intuitive Erkenntnis in Theorien über eine überweltliche „Seele“ um, die aus sich heraus die Welt gebiert.)

An Stelle von Wirklichkeit tritt Unwirklichkeit und die Gegenwahrheit des Neurotikers, der alles im Lichte seiner irrationalen Ängste, Aggressionen, Lüste, etc. sieht. Der pestilente Charakter („Modju“) nutzt diese strukturelle Hilflosigkeit (Infantilität) aus, um seine Gegenwirklichkeit und die Unwahrheit durchzudrücken. Man denke etwa an die Hetze gegen „kosmopolitische“ Dissidenten im Realsozialismus.

Das wirkliche Problem liegt entsprechend nicht im Bereich von Wahrheit und Wirklichkeit, sondern selbstverständlich im Kontakt, also letztlich in der biophysikalischen Struktur des Menschen. Für den gepanzerten Mensch wird die Wahrheit zu einer tödlichen Gefahr, denn in seiner Kontaktlosigkeit kann er mit der Wahrheit nur Unheil anrichten und die Wahrheit kann an ihm Unheil anrichten, weshalb ja auch Reich zufolge die Gegenwahrheit, die dem gepanzerten Menschen gemäß ist und zu seiner Unwirklichkeit paßt, vor der Wahrheit geschützt werden muß. Ständig mit Wahrheiten nur so um sich zu werfen, zur Befriedigung von Egobedürfnissen, ist schlicht verbrecherisch. Außerdem ist es eine typische Taktik Modjus, indem er Wahrheiten auf andere zielt, hält er die Wahrheit von sich selbst fern, so daß die Wahrheit letztlich zur Lüge wird.

Dies wird einsichtiger, wenn man sich orgonometrisch vergegenwärtigt, daß die Lüge auf einer tieferen Ebene natürlich nicht „substantiell“ existent ist und nur als Unwahrheit definierbar ist, damit aber letztlich in der Wahrheit aufgeht („jeder hat irgendwo Recht“, Reich), denn die Unwahrheit unterscheidet sich von der Wahrheit einfach nur dadurch, daß sie nur einen Teil der Wahrheit ausmacht, was wiederum dem selektiven Kontakt Modjus entspricht („Vorurteil“, „Voreingenommenheit“).

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 54

12. Februar 2020

orgonometrieteil12

54. Der Dialektische Materialismus

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 49

22. Januar 2020

orgonometrieteil12

49. Hegels Funktionalismus

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 41

9. Dezember 2019

orgonometrieteil12

41. Kosmisches Denken und Dichten

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 35

29. Oktober 2019

orgonometrieteil12

35. Die Orgonomie ist die endgültige Wahrheit!

Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM, No. 7 (Teil 4)

19. August 2019

Teil 3

Diese Besprechung soll durchaus kein vollkommener Verriß werden. Läßt man die Verwirrung hinter sich, die die spanischen Übersetzungen beim Durchblättern des Hefts hervorrufen, zeigt sich die innere Logik der Textauswahl. Man wird organisch in Reichs damalige Gedankenwelt versetzt. Das ganze ist keine willkürliche Zusammensetzung irgendwelcher gerade verfügbarer Reich-Texte, wie in den vorhergegangenen Ausgaben von Orgonomic Functionalism, sondern wohlüberlegt . Die innere Logik macht das ganze geradezu zu einem weiteren Buch Wilhelm Reichs – ohne vorzugeben ein solches zu sein.

Ohnehin ist es immer gut Reich selbst zu lesen, vor allem in einer derartig organischen Textauswahl. Das letztere, die organische, in sich logische Darstellung des Reichschen Werkes soll die Sekundärliteratur leisten. Was nützt es, einen isolierten Text Reichs zu lesen und nur Bahnhof zu verstehen? Um so unverzeihlicher sind Klopse, wie der folgende. In Reichs „Der dialektische Materialismus in der Lebensforschung“ lesen wir:

Bisher glaubte man hypothetisch, daß das Leben in Gestalt von „Sporen“ aus dem Weltenraume auf die Erde kam; primitive Anschauungen sprechen von „Eiweißflocken“. Ich glaube, daß das Leben an Ort und Stelle entstand.

Daraus wurde in der deutschen Übersetzung von Myron Sharafs Reich-Biographie… Ich zitiere aus meiner Besprechung:

Erstaunt hat mich der Satz: „Er ließ sich voll darauf ein (auf die UFO-Geschichten, PN), da er seit langem geglaubt hatte, daß das Leben sich im Universum und nicht auf unserem Planeten entwickelt hatte“ (S. 498). Das war mir wirklich neu! Kein Wunder, denn bei Sharaf steht etwas vollkommen anderes: „He was primed to respond, for he had long believed that life had developed in the universe and was not confined to our planet.“ Reich hat das Gegenteil dessen geglaubt, was in Der Heilige Zorns des Lebendigen suggeriert wird: Reich hatte aus den Bion-Experimenten geschlossen, daß sich Leben überall entwickelt, während hier das diametrale Gegenteil suggeriert wird, nämlich eine Art „kosmische Luftkeimtheorie“!

Reichs Polemik gegen Gene und „Sporen“ mutet in Zeiten der Gentechnik und der wachsenden Akzeptanz der Panspermie-Theorie wie aus der Zeit gefallen an, zumal er sie mit dem Dialektischen Materialismus zu widerlegen sucht. Die Natur ist weitaus konservativer als Reich glaubte – und es ist Reich selbst, der in diesem Vortrag eine direkte Verbindung zwischen Naturauffassung und politischer Auffassung zieht. Man kann getrost davon ausgehen, daß Reichs Angriffe gegen den Konservatismus den Herausgebern von Orgonomic Functionalism sehr zupaß kamen. Die „Lebensforschung“ seither weist aber in eine ganz andere Richtung oder legt zumindest eine ausgewogenere Betrachtungsweise nahe!

In Orgonomic Functionalism No. 7 wird ein erster Teil der Broschüre „Die natürliche Organisation der Arbeit in der Arbeitsdemokratie“ abgedruckt und zwar in einer (schlechten) Übersetzung, die offenbar von Reich selbst stammt.

Ein Beispiel für Reichs Übersetzungskunst und gleichzeitig für die etwas zweifelhafte Leistung der Herausgeber findet sich bereits in „Bion Experiments on the Cancer Problem“. Dort heißt es auf S. 58 bei Reich: „The submaxillary gland of the same mouse, showing change in the gland cells, solution from the membrane, strong coloring.” Der Kommentar der Herausgeber: „The meaning of the phrase ‘…solution from the membrane,…’ is not clear.” Jedem, der nur etwas Deutsch kann, muß der die Doppelbedeutung des Wortes „Lösung“ gewärtig sein.

Reichs Werk, speziell das Konzept der Arbeitsdemokratie, kann man m.E. nur verstehen, wenn man es „dialektisch“ betrachtet, d.h. es geht nicht um qualitative Veränderungen, sondern um qualitative Sprünge. In einem Brief wird Reich über die politischen Auswirkungen gefragt, die mit dem Schritt „vom jetzigen zum vollständigen Geschlechtsleben“ einhergehen. Darauf Reich:

Das Wesentlich ist, daß hier nicht ein Schritt zu erfolgen hat von einem „weniger vollständigen“ zu einem „vollständigen“ Geschlechtsleben. „Vollständig“ und „unvollständig“ besagt hier nichts. Es geht hier nicht um ein „mehr“ gegenüber einem „weniger“, sondern um eine grundsätzliche Änderung im Erleben des Geschlechtlichen, wie des Lebens überhaupt, also um eine qualitative und nicht quantitative Angelegenheit. (S. 66)

Besprechung von ORGONOMIC FUNCTIONALISM, No. 7 (Teil 3)

28. Juli 2019

Teil 1
Teil 2

Weder die Originalüberschrift in den Archiven „Der Besuch Professor Roger Du Teil’s von der Universität Nizza in Oslo vom 26.7 bis 7.8.1937“, noch die von den Herausgebern gewählte Überschrift „A Report on the Biological Experimental Work at the Institute for Sex-Economic Life Research in Oslo, 7 August 1937“ trifft den Text. In diesem dritten Beitrag dieser Nummer von Orgonomic Functionalism beschäftigt sich Reich mit dem irrationalen Umgang mit seinen bioelektrischen und Bion-Experimenten. Zunächst geht es um Dr. Löwenbach, Reichs Assistenten bei den bioelektrischen Versuchen. Löwenbach kennen wir bereits aus Jenseits der Psychologie. Er tat alles, um Reichs Ergebnisse, nämlich daß sich die körperliche und „seelische“ Erregung im Verlauf des elektrischen Hautpotentials (unterhalb der Haut gegen Hautoberfläche) widerspiegelt, zu hintertreiben. Das tat er mit dem Leugnen klarer Ergebnisse, deren Wegerklärung, beispielsweise als Artefakte, und durch das Verlangen nach ausufernden (und vor allem kostspieligen) Kontrollexperimenten.

Ähnlich gestaltete sich das Treffen mit Albert Fischer, Leiter des Rockefeller Institute for Biology in Kopenhagen und die Auseinandersetzung mit Professor Tjötta vom Institut für Bakteriologie in Oslo. Zwei Figuren, die wir ebenfalls aus Jenseits der Psychologie kennen. Diese Irrationalität wird mit dem Verhalten von Prof. DuTeil aus Nizza kontrastiert, der Fachkollegen um deren Expertise bat und den Aufwand auf sich nahm, nach Oslo zu reisen und dort die Experimente unter Anleitung selbst durchzuführen. Das ganze verweist natürlich auf Reichs damals sich langsam formierendes Konzept der „Emotionellen Pest“!

Der vierte Beitrag stammt wieder aus der Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie. Es geht um Reichs am 1. Mai 1937 gehaltene Eröffnungsrede seines neuen Laboratoriums in Oslo: „Der dialektische Materialismus in der Lebensforschung – Bericht über die Bion-Versuche“. Auf sein sich bereits langsam ausformendes Konzept der „Arbeitsdemokratie“ verweist, daß er sich dagegen verwahrt den „Arbeitenden“ auf den Proletarier zu beschränken (wie es nach der Mehrwerttheorie nur folgerichtig ist, PN), sondern auch auf einen „Laborarbeiter“ wie ihn auszuweiten. Hierher gehört auch, daß er als erstes Grundelement des Dialektischen Materialismus (dem späteren orgonomischen Funktionalismus) die „Einheit von Theorie und Praxis“ hervorhebt.

In der Rede scheint auch die ganze Widersprüchlichkeit von Reichs damaliger Position durch. Einerseits ist seine Polemik gegen die Spezialisierung in der „Lebensforschung“ (warum ein Psychologe wie er sich mit Mikrobiologie beschäftigt) deutlich eine Entsprechung der Marxschen Polemik gegen die Arbeitsteilung im Kapitalismus (die sich letztendlich in der Spaltung zwischen ausbeutendem Kapitalisten und ausgebeutetem Proletarier zeigt), andererseits beruht Reichs Konzept der Arbeitsdemokratie ja gerade auf Spezialistentum. Das war jedenfalls der Einwand des jungen Willy Brandt auf Reichs erste Formulierungsversuche des besagten Konzepts (die Tyrannei der Fachidioten würde drohen).

Die Rede Reichs ist leicht zugänglich (oben den Link anklicken!) und sollte unbedingt von jedem Studenten der Orgonomie gelesen werden!

Es folgt als fünfter Beitrag Reichs Vortrag von 1938 „Bion Experiments on the Cancer Problem“, der hier in Reichs eigener Übersetzung abgedruckt wird. Das deutsche Original wurde noch nie veröffentlicht, die Herausgeber traktieren uns ja lieber mit spanischen Übersetzungen – weitgehend der englischen Übersetzungen… Der Inhalt mitsamt fast aller Illustrationen und Mikrophotos ist in Reichs Der Krebs aufgegangen.

Es folgt Reichs: „Die natürliche Organisation der Arbeit in der Arbeitsdemokratie (Teil 1)“ und drei weitere Arbeiten, deren Inhalte später in Der Krebs aufgegangen sind: „Beobachtungen über Strahlungsphänomene bei SAPA-Bionen“ (unveröffentlichtes Manuskript,), „Drei Versuche am statischen Elektroskop“ (ursprünglich zusammen mit „Bion Experiments on the Cancer Problem“ veröffentlich), „Die Auswirkungen der Luftfeuchtigkeit auf Orgonstudien“ (unveröffentlichtes Manuskript).

Buchbesprechung: SEX-POL-Essays, 1929-1934 (Teil 2)

2. Juli 2019

von Paul Mathews, M.A.

 

Nun sind wir mit diesem Band konfrontiert, der von dem bereits erwähnten Lee Baxandall herausgegeben wurde. Mit Reichs eigenen, unrevidierten marxistischen Schriften und der Pseudoanwendung von Reichs sexuellen Erkenntnissen in der Gegenwart ist es wahrscheinlich der bisher politisch ausbeuterischste Band über Reich. Die Verfasser dieses Buches geben vor, sowohl Freunde oder Sympathisanten einiger Reichscher wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch seiner sexologischen und frühen politischen Arbeit zu sein. Damit erfüllen sie eines von Reichs Kriterien für die emotionale Pest: „[Sie] bemüht sich sehr darum, als gerecht den Gerechten und vernünftig den Vernünftigen zu erscheinen, und . . . . hat sogar Erfolg dabei, gerecht und vernünftig zu erscheinen . . . um in einer sehr schlauen Art und Weise das ungerecht und in schädigender Weise unvernünftig Sein zu verbergen“ (3).

Der einzige Unterschied bei dieser Anthologie besteht darin, dass es sich um die erste veröffentlichte englischsprachige Übersetzung der marxistischen Schriften von Reich in ihrer ursprünglichen, nicht revidierten Form handelt. Als solches besitzt sie eine historische Bedeutung und zeigt, wie Reichs funktionelles Denken in das fehlerhafte Denken und die Schlussfolgerungen dieser Zeit eingedrungen war. Sie enthält bestimmte Artikel von Reich, von denen einige bereits in den oben genannten Studies on the Left veröffentlicht worden sind, darunter „Dialektischer Materialismus und Psychoanalyse“g (ein Versuch, die beiden zu versöhnen), „Psychoanalyse in der Sowjetunion“h (eine Entschuldigung für die schwache Stellung der Psychoanalyse in dem, was Reich damals „den Arbeiterstaat“ nannte [S. 87], die er dem „wirtschaftlichen Druck“ und „der feindlichen Umzingelung durch kapitalistische Länder“ [ebd.] gemäß dem vorherrschenden marxistischen Jargon der damaligen Zeit zuschrieb), „Der Einbruch der Sexualmoral“ (4), „Politisierung des Sexualproblems der Jugend“ (später umgeschrieben als Die sexuelle Revolution),i „Was ist Klassenbewusstsein?“ und „Reform der Arbeiterbewegung“j (im Wesentlichen ein Regelwerk, um die Massen für den Marxismus zu gewinnen). Selbst in diesen letztgenannten Schriften war es ganz klar, dass Reich kein politischer Kommunist war (5, S. 4), da er ihre wichtigsten charakteristischen Merkmale vermied: Verbergen, Verheimlichen und hinterhältige Subversion (5, S. 274-276). „Die Suggestion als Mittel der Massengewinnung gilt nur für die politische Reaktion . . . . Die Geheimdiplomatie ist die Politik der Reaktion; sich immer an die Massen wenden (…) ist die Politik der Revolution“ (S. 362, 363).k Warum Reich letztlich von den Marxisten und Kommunisten nicht toleriert wurde, ist klar. Ebenfalls klar ist das Ausmaß seiner eigenen Missverständnisse über die Natur des Linksradikalismus und linksgerichteter Gruppen jeglicher Art. Später erkannte er diese Eigenschaften als unterschiedliche Erscheinungsformen der rotfaschistischen emotionalen Pest. So erklärt er seine Fehler wie folgt:

Später stieß ich auf eine gewaltige Fehleinschätzung. . . . Wichtig war nicht mehr der reaktionäre Führer oder der Kapitalist, sondern ausschließlich die „menschliche Natur“, d.h. die menschliche Charakterstruktur, die Unterdrückung nicht nur akzeptierte, sondern tatsächlich bejahte und unterstützte. . . . Mit der Verlagerung des gesellschaftlichen Akzents von kleinen Gruppen, politischen Parteien, einzelnen großen Männern usw. auf die Charakterstruktur der Menschenmassen brach die Sexpol zusammen, denn sie basierte auf dem irrigen Konzept, dass „Rechts schwarz ist“ und „Links weiß ist“ (6).2l

 

Anmerkungen

2 Vgl. auch die Erklärung von Reich für seine Ablehnung der „marxistischen Parteibegriffe“ und anderer in seinen früheren soziopolitischen Schriften seiner marxistischen Periode im Vorwort der dritten Auflage der Massenpsychologie des Faschismus, S. xiv ff. in der Wolfe-Übersetzung und S. xviii ff. in der Carfagno-Übersetzung.

 

Anmerkungen des Übersetzers

g Dialectical Materialism and Psychoanalysis, Studies on the Left, 6, Juli-August 1966, S. 5-45.

h Die Stellung der Psychoanalyse in der Sowjetunion, Psychoanalytische Bewegung, Heft 4 (1929).

i Tatsächlich handelt es sich um einen Abschnitt aus Der sexuelle Kampf der Jugend, 1932. PN

j Grundsätze zur Diskussion über die Neuformierung der Arbeiterbewegung, ZPPS, Band 1, Heft 3/4 (1934).

k Zitiert aus: Was ist Klassenbewusstsein, Verlag de Munter, Amsterdam 1968, S. 67.

l „Führer“ im Originaltext in Deutsch.

 

Literatur

3. Reich, W.: „Modju at Work in Journalism“, Orgone Energy Bulletin 5:85-89, 1953
4. Mathews, P.: Besprechung von The Invasion of Compulsory Sex-Morality von W. Reich, Journal of Orgonomy 6:120-23, 1972
5. Higgins, M. und Raphael, C., Hrsg.: Reich speaks of Freud. New York: Farrer, Straus & Giroux, 1967
6. Reich, W.: „Work Democracy in Action“, Annals of the Orgone Institute, 1:14-15, 1947

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 7 (1973), Nr. 1, S. 120-124.
Übersetzt von Robert (Berlin)

nachrichtenbrief129

27. April 2019

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 13

7. April 2019

orgonometrieteil12

13. Krebs und Kommunismus