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Die Entwicklung der Architektur und die kosmische Orgonenergie

2. Januar 2018

Die Antike lief ungebrochen in der Romanik weiter. Zwischen etwa 1150 und 1500 entwickelte sich die Gotik. Heute wird „Gotik“ gerne mit Schwere und Düsternis assoziiert, tatsächlich war sie eine einzige Rebellion gegen die Materie und die Gravitation. Die Fassaden und das Innere wirken spielerisch, „himmelstürmend“ und die Ornamentik hat geradezu „orgastische“ Züge. Die Architektur der Renaissance zwischen etwa 1400 und 1600 strebte hingegen ein Wiederbeleben und Weiterentwickeln bestimmter Elemente der Römischen Antike an.

Der Renaissancestil betont die Symmetrie, die Proportion, die Geometrie und die Anordnung der Bauteile, wie sie in der Architektur des Alten Roms in vielen erhaltenen Bauwerken zu sehen war. Die nach festgelegten Regeln erfolgte Anordnung der Säulen, Pilaster und Lisenen, der Bau von Bögen, Kuppeln, Nischen, auch als Wandnische (Ädikula), ersetzten die komplexen Proportionssysteme und unregelmäßigen Profile gotischer Bauteile und Bauwerke.

Es folgte zwischen 1575 und 1770 das Barock. „Alle strengen Ordnungen der Renaissance werden aufgelöst; schwingende, konkave und konvexe Formen, Kuppeln, Säulengruppen, Giebel und Fensterbekrönungen mit reichem ornamentalem Schmuck rufen in dem Betrachter den Eindruck von Kraft und Bewegung hervor und bewirken eine Steigerung aller Wirkungen.“

1770 und 1840 sind die Eckdaten des Klassizismus, wie er am besten wohl vom napoleonischen „Empire“ verkörpert wurde, der sich nicht mehr nur auf die römische, sondern vor allem auf die griechische Antike bezog. Über ein Mischmach aus Neoromanik, Neogotik, Neorenaissance und Neobarock mündete dies schließlich im Jugendstil, der in seiner überbordenden Ornamentik und geschwungenen Formen an die Gotik und das Barock gemahnt. Was danach kam, kann man noch am ehesten als „Bauhaus“ bezeichnen: eine brutal auf Industriemaße reduzierte Pseudoklassik. Seit den 1960er Jahren gibt es als Gegenbewegung eine Art „Neojugendstil“ in Gestalt der Postmoderne, die das überflüssige Ornament erneut feiert und mit historischen Reminiszenzen spielt, die albernen Spielereien des Dekonstruktivismus und schließlich der Protest gegen die Geometrie in Gestalt von Friedensreich Hundertwasser und anderen „organischen“ Architekten, bei denen man sich unwillkürlich in den Jugendstil zurückversetzt fühlt. Mit neuen Bautechniken im Verbund mit künstlicher Intelligenz und dem „Drucken“ von Häusern stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung. Es ist abzusehen, daß danach eine neue Periode der klassizistischen Strenge kommen wird und so weiter im stetigen Wechsel von Klassik (Kontraktion, Konzentration) und „Gotik-Barock-Jugendstil-Postmoderne“ (Expansion, ausufernde Imagination).

Aus der Distanz, d.h. wenn man sich nicht in Details verliert und anfängt energetische Muster zu erkennen, ist die Logik der Entwicklung offensichtlich. Es ist wie mit Sanddünen am Meer oder in der Wüste: am Boden erkennt man allenfalls ein ungeregeltes Auf- und Ab mit vielen Inkonsistenzen, doch steigt man etwa in einem Fesselballon auf, sieht man schließlich ein wohlorganisiertes Wellenmuster, das von der dominierenden Windrichtung geprägt ist.

Geschichte ist nichts anderes als das Muster, das die pulsierende Kreiselwelle der kosmischen Orgonenergie in der Menschenwelt hinterläßt:

KRWpulsieht

Zwei Welten: Buddhismus und Islam gegen die Orgonomie

10. Januar 2016

Es verfolgt mich, wo immer ich hingehe. Auf der Straße, in den Massenmedien, aus den Verlautbarungen der Volkszertreter werde ich vom Islam bedrängt und kaum betrete ich jene Sphäre, die von den Gebildeten und Kulturbeflissenen geformt wird, ob Wohnung, „Psychopraxis“ oder Veranstaltungscenter, bin ich mit absurd hoher Wahrscheinlichkeit mit Buddhastatuen, Thangkas, gar Altären konfrontiert.

Oberflächlich betrachtet kann man sich kaum zwei gegensätzlichere Religionen und Lebensanschauungen vorstellen: hier der ultra-aggressive und stets dümmlich daherkommende Monotheismus des Islam, dort der sanfte, leise, höchsten intellektuellen Ansprüchen genügende Buddhismus, dem die (!) Götter ziemlich gleichgültig sind.

Von der Warte der Emotionen aus betrachtet, sind sie aber fast identisch:

  1. Da wäre zunächst die Rolle der „Mechanik“: In beiden Lebensphilosophien geht es darum sein Ich so weit wie möglich auszuschalten. Praktisch geschieht dies im sinnleeren Ritual, das man desto besser ausführt, je mechanischer man vorgeht.
  2. Beide Lebensauffassungen sind „antihumanistisch“: Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern das „Numinose“. Was damit gemeint ist, wird an der bildenden Kunst am deutlichsten, die vom Sufismus bzw. dem Zen inspiriert ist. Im Mittelpunkt steht weder der Mensch, noch die Natur, wie sie das Innenleben des Menschen widerspiegelt, sondern sozusagen „der Raum an sich“, „die Leere“. Menschen, sogar Tiere und Pflanzen stören nur.
  3. Oberflächlich mag der dauerbeleidigte Moslem aus kaum mehr bestehen als Emotionen, doch das ist nur oberflächlich, denn tatsächlich dreht sich alles um Sensationen. Siehe zu diesem Komplex meine Ausführungen in Die Massenpsychologie des Buddhismus.

Diese drei Elemente verbinden Islam und Buddhismus und machen beide so überaus attraktiv für den westlichen Menschen. Man denke nur an die pseudointellektuellen Ergüsse der Strukturalisten, Poststrukturalisten, Dekonstruktivisten, blablabla, die immer auf das eine hinauslaufen: das Verschwinden des Individuums, des Ich, des Menschen.

Es ist, als wolle der Mensch die Falle verlassen, indem er schlichtweg leugnet, daß es ihn, den Menschen, und die Falle überhaupt gibt!

Der Hellenismus und das Christentum haben den Menschen und das Individuum in den Mittelpunkt gerückt. Jetzt, wo es darum geht ihn etwas näher unter die Lupe zu nehmen, tritt er in die Kulissen zurück und verweist auf die leerstehende Bühne, deren Mechanik und deren „Aura“.

Ein passenderes Bild: Reich betritt den Behandlungsraum – und der Patient läuft weg. Ich verweise zurück auf Warum wird die Orgonomie übergangen?: der heutige Mensch will nicht gesehen werden, nicht berührt werden. Deshalb sind Orgonomie und Islam/Buddhismus antagonistische Gegensätze.

Der Witz bei der ganzen Angelegenheit ist, daß sich ausgerechnet die Linke (in Gestalt der Grünen und ihrer Sympathisanten) auf die Seite des Antihumanismus geschlagen hat. Ich spreche von dem eingangs beschriebenen „buddhistischen“ Milieu. Es sind die Leute, die der systematischen Islamisierung das Wort reden. (Natürlich werden sie nach deren Erfolg am meisten zu leiden haben, ähnlich wie sie bei einem Sieg der Sowjetunion als erste an die Wand gestellt worden wären – trotzdem waren sie im Stalinistischen „Friedenslager“ aktiv.)

Die Gegenwahrheit ist natürlich, daß der Buddhismus und teilweise auch der Islam dafür stehen, daß der Abgrund, die schwarze Leere, das Nichts, ebenfalls ein Aspekt der kosmischen Orgonenergie sind. Das Christentum ist auf den Menschen und „das Licht“ zentriert; auf das, was in der indischen Philosophie „Atman“ heißt, während Buddhismus und Islam „Anatman“ sind: das Aufgehen von „Ich“ und „Licht“ in der „Leere“.