Archive for Januar 2020

Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 3: Kapitalismus, Sozialismus, Arbeitsdemokratie)

31. Januar 2020

Der Mensch ist nicht so, wie es sich mystische Schwärmer auf der Linken vorstellen. Von Natur aus ist er kein Sozialist, der selbstlos alles teilt, sondern er wird in weiten Teilen vom Agon bestimmt. Beschäftigt man sich eingehender mit den Trobriandern, wie sie von Bronislaw Malinowski in mehreren Bänden dargestellt wurden, sieht man, daß selbst deren Leben von Konkurrenz und persönlichem Ehrgeiz geprägt war.

In Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral beschreibt Reich, wie die Trobriander auf ihren vor Neuguinea liegenden Inseln Reichtum („Yamswurzeln“) akkumulierten, um ihr gesellschaftliches Prestige durch die dadurch ermöglichte Freigiebigkeit zu erhöhen. Insbesondere tut dies aber der Häuptling, der sich so letztendlich die Loyalität seiner Untertanen erkauft – die er vorher ausgepreßt hat. Dieses System, in dem jeder nach seinen Fähigkeiten „nach oben“ gibt und der dergestalt akkumulierte Schatz dann mehr oder weniger egalitär vom Oberen unter allen sozusagen „nach deren Bedürfnissen“ verteilt wird, ist die Essenz des Sozialismus. So funktionierten alle Gesellschaften, weltweit und von jeher. Das spiegelt sich nicht zuletzt in den religiösen Ritualen (aus denen sich letztendlich alle Caritas und Ethik ableitet): den Göttern wird etwa eine Kuh geopfert, deren Fleisch dann an die Gemeinde verteilt wird.

Dieser Sozialismus findet sich etwa bei den Wikingern oder bei den arabischen Stämmen. Auf diese Weise erkaufte sich der normannische Fürst, aber auch etwa Mohammed, die Loyalität seiner Krieger. Jeder einzelne Krieger ergatterte bei Raubzügen soviel er konnte, übergab den Großteil seiner Beute dem Stammesführer, der es sammelte und schließlich den Schatz gleichmäßig verteilte. Es diente einer gegenseitigen sozialen Beruhigung: das Stammesmitglied erkaufte sich das Wohlwollen des Stammesführers, indem es so viel darreichte, wie nur irgend möglich in seiner Kraft stand, und umgekehrt erkaufte sich der Stammesführer die Liebe seiner Untertanen durch seine blinde Gerechtigkeit: jeder erhielt den gleich Anteil.

Das ist Sozialismus, der dergestalt letztendlich auf dem Agon und Gewalt basiert. Die Krieger mußten Angst vor dem gewalttätigen Fürsten haben (ansonsten wäre er gar nicht erst Fürst geworden bzw. als solcher anerkannt worden) und beschwichtigten ihn mit ihren Gaben, wobei sie sich gegenseitig auszustechen suchten. Der Fürst mußte seinerseits Angst vor den Kriegern haben, weshalb er einen Großteil seines Vermögens unter ihnen verteilte. Loyalität war letztendlich wertvoller als alles Gold der Welt. Gleichzeitig sorgte dieser Mechanismus dafür, daß eine gewisse Egalität zwischen den Kriegern herrschte, die sich nämlich ansonsten wegen Neides und dem Streben, selbst an die Spitze zu gelangen, gegenseitig abgemurkst hätten. Die Funktion des Fürsten war es, sozusagen die Uhr immer wieder auf Null zu stellen, damit der Agon von vorne ansetzen konnte.

Sozialismus ist einfach nur ein Mechanismus, um bei wilden Bestien, d.h. Menschen, ein einigermaßen gedeihliches Zusammenleben zu ermöglichen. Und je gepanzerter Menschen sind, desto drängender wird dieses Motiv. Entsprechend ist auch der moderne Sozialismus in Skandinavien, Rußland, etc. nichts wirklich Modernes, sondern eine direkte Fortsetzung des vielleicht ältesten Gesellschaftssystems der Welt. Zum Roten Faschismus wird dieses System erst, wenn ihm die Grundlage entzogen wird, nämlich die viszerale Angst vor Gewalt. Wenn die Herrschenden keine Angst mehr vor den Beherrschten haben und wenn die Beherrschten auch untereinander friedlich bleiben würden, selbst wenn es keine Umverteilung von oben her gäbe – also wenn aus den Massen verachtenswerte Schoßhunde geworden sind, dann haben wir den Roten Faschismus vor uns. Mediokere Figuren wie Stalin, Mao oder Angela Merkel, getragen von blökenden Schafen.

Übrigens läßt sich so, frei nach Gunnar Heinsohn (nur ohne waghalsige Konstruktionen einer alternativen Geschichte auf den Spuren Velikovskys!), auch der Kapitalismus ableiten. Alle erhalten zu einer (ständig wiederkehrenden!) Stunde Null gleich viel – und das Monopoly kann seinen Lauf nehmen. Mord und Todschlag gehen ihren Gang, bis das System durch Monopolbildung zu kollabieren droht und die sozialistische Resettaste gedrückt werden muß, damit das kapitalistische Spiel von neuem beginnen kann.

Die Arbeitsdemokratie steht außerhalb dieses Wahnsinns und bildet gleichzeitig seine Grundlage. Wenn beispielsweise die Trobriander ein Kanu bauen, ist alles vom erworbenen Fachwissen und Geschick der Arbeitenden und der Rationalität des Arbeitsprozesses bestimmt. Die „irrationalen“ Leidenschaften bzw. das alles vorantreibende Agon ist dem nur aufgesetzt und abhängig von dieser „materialistischen“ arbeitsdemokratischen Grundlage. Je weniger orgastisch impotent die Menschen sind, desto eindeutiger tritt die Arbeitsdemokratie in den Vordergrund – jenseits von Sozialismus und Kapitalismus.

Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 2: Das Geldsystem)

30. Januar 2020

Geld ist eine Anweisung auf menschliche Arbeit. Es ist eine Beziehung und hat mit Vertrauen zu tun, keine „Substanz“, die irgendwas speichert, auch keine „Energie“, die, frei nach Bernd Senf, „frei fließen“ muß oder was auch immer. Die Orgonenergie taucht an einer ganz anderen Stelle auf: das Beziehungsgeflecht gegenseitiger Verpflichtungen sorgt für ein gigantisches Netzwerk einfacher („sich gegenseitig anziehender“) orgonometrischer Gegensätze („→∫←“), die dazu führen, daß die Gesamterregung und der Orgonenergie-Pegel des Systems ansteigt (orgonomisches Potential). Dort, wo es nur Scheingeld gibt, wie in der einstigen „DDR“ mit ihren lächerlichen Aluminiumchips, die nichts bedeuteten, oder in der von Bernd Senf herbeigesehnten Silvio Gesellschen Utopie („Schwundgeld“ sic!), herrscht das mechanische Potential vor: ein einfacher Austausch von Gütern und Leistungen, ohne jede orgonotische Spannung. Wer vor 1989 bewußt gelebt hat und in der „DDR“ war, weiß wovon ich rede. Sozialistische Charaktere sehnen ein solches System herbei, weil sie keine bioenergetische Spannung aushalten. DESHALB, ausschließlich deshalb, sind diese Leute Antikapitalisten.

Unser Geldsystem, das angeblich Geld aus dem Nichts erzeugt, beruht demnach darauf, daß jeder Cent durch menschliche Arbeit gedeckt ist. Es muß zusammenbrechen, wenn die menschliche Arbeitsfunktion auf breiter Front signifikant nachläßt. Das äußert sich auf dreierlei Art und Weise:

  1. Politiker, die unabhängigen Zentralbanken und nicht zuletzt die internationalen Finanzinstitutionen reagieren auf die Erosion der menschlichen Arbeitsfunktion, die in der antiautoritären Gesellschaft zunehmend dramatischer wird, krypto-Gesellianisch, indem sie Kredite immer billiger machen und schließlich mit Negativzinsen den Leuten geradezu aufzwingen. Infolge werden vollkommen kontraproduktive Konsum- und Investitionsentscheidungen gefällt!
  2. Die Erosion der Arbeitsfunktion (und das damit verbundene Anwachsen der Augenpanzerung, d.h. Kontaktlosigkeit!) macht natürlich auch vor den Banken nicht halt. Im Rahmen des allgegenwärtigen Antiautoritarismus erhalten auf vollkommen unverantwortliche Weise Konsumenten, Produzenten und ganze Länder Kredite, die sie bei rationaler Abwägung niemals hätten erhalten dürfen, einfach weil sie das geliehene Geld nicht werden erarbeiten können.
  3. Die Massen suchen das Problem nicht bei sich, d.h. in der Bioenergetik, sondern ganz ökonomistisch beim „System“, dem „Bankensystem“, dem „Geldsystem“, dem „Zinssystem“, und verfallen immer mehr faschistischen Verschwörungstheorien, die teilweise vielleicht gar nicht so abwegig sind, doch das bioenergetische, d.h. charakterstrukturelle Grundproblem sieht niemand und es wird sozusagen sogar „immer unsichtbarer“.

Die bio-ökonomischen Grundlagen unseres Gesellschaftssystems (Teil 1: Das Bankensystem)

29. Januar 2020

Neulich veröffentlichte jemand in einem Internetforum folgenden Kommentar („Z“ steht übrigens für „zionistisch“, also „jüdisch“!):

Die Privatisierung des Geldschöpfungsrechts in Verbindung mit der Zinsbelastung der gesamten im Umlauf befindlichen Geldmenge ist die zentrale Ursache unserer heutigen Situation, wovon seit Jahrhunderten versucht wird abzulenken. Schulden dienen zur Unterdrückung von Ländern. Wenn jemand sich weigert, sein Land zu verschulden, dann kommt Krieg. Mit diesem Geldsystem und dem Dollar als Leit(d)währung, daß die weltweite Nachfrage nach dem Dollar sicherstellt, verfügt die Z-Hochfinanz über die zentrale Macht zur Steuerung einer Volkswirtschaft und bestimmen dadurch über Verteilung von Wohlstand und Armut. Die Finanzwirtschaft hat die Bevölkerungen zu Sklaven gemacht, indem sie die Kontrolle der Nationen über das Geldwesen an sich gerissen hat, folglich bleibt auch der Finanzwirtschaft die Hoheit, wann der Crash eingeleitet wird…

Angesichts der seit vielen Jahren anhaltenden weltweiten bankenvernichtenden Nullzinspolitik schob ich verwundert ein:

Welche Zinsbelastung? Keine Ironie, sondern eine Frage!

Darauf die nichtssagende Antwort am Thema vorbei:

Sämtliches im bisherigen System vorhandene, aus dem nichts erzeugte Geld ist in Form von Schulden entstanden, für die Zinsen fällig sind. Selbst der Versuch einer Rückzahlung würde eine sprunghafte Reduktion der Geldmenge bewirken. Die Wirtschaft käme mangels Tauschmittel zum Erliegen und Leid, Verelendung oder andere Verwerfungen wären die Folge…

„Nichtssagend“, weil einfach nochmal die Ideologie von Gesell, Bernd Senf und den anderen Banken- und Zinskritikern wiederholt wird, ohne auf den offensichtlichen Widerspruch zum heutigen Geschehen einzugehen, wo Banken aufgrund der Nullzinspolitik Reihenweise am Rande der Pleite stehen.

Wenn die Bank dir einen Kredit gibt, wirkt sich das positiv auf deine Bilanz auf, jedoch negativ auf die Bilanz der Bank. Selbst wenn Banken Geld aus dem Nichts schöpften, kommt ihnen dieses Geld nicht zugute, da Geld immer ein Schuldverhältnis ist. Sie machen (neben Gebühren und Spekulationsgewinnen) nur durch die Zinsen Gewinne, die der Kreditnehmer ihnen zahlen muß. Kann er diese Zinsen nicht aufbringen und gar den Kredit nicht zurückzahlen, bedeutet das für die Bank eine komplette Katastrophe.

Und wer behauptet, die heutigen billigen Kredite würden ganz Gesellianisch die Wirtschaft ankurbeln, verkennt, daß dergestalt Unternehmungen am Leben erhalten werden, die schon längst hätte pleite gehen müssen. Gehen diese Zombies dann tatsächlich eines Tages zugrunde, d.h. können massenweise horrende Kredite nicht zurückgezahlt werden, dann ist die Katastrophe perfekt, da das gesamte Bankensystem mit in den Abgrund gerissen wird. Aus einem Schneeball wird eine alles vernichtende Lawine! (Von Renten, Lebensversicherungen und Spareinlagen zu Zeiten der Nullzinspolitik will ich erst gar nicht anfangen! Auch nicht von den diversen „Blasen“, der Mietpreisexplosion, etc.)

David Holbrook, M.D.: EMOTION, SENSATION, KOGNITION

28. Januar 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotion, Sensation, Kognition

 

nachrichtenbrief146

27. Januar 2020

Das Amtsenthebungsverfahren ist tot

26. Januar 2020


Trump ist ein Opfer der organisierten Emotionellen Pest.

Das Amtsenthebungsverfahren ist tot

Das Reich des Teufels

25. Januar 2020


Die Linke ist die Partei Satans.

Das Reich des Teufels

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 50

24. Januar 2020

orgonometrieteil12

50. Reichs Dialektik

Angela Merkel und ihre genitale Rache

23. Januar 2020

Wie erklären, daß unsere Regierung das Land sehenden Auges gegen die Wand fährt und daß sie dabei von den „kritischen“ Medien und „der Wissenschaft“ lautstark unterstützt wird? Wie den schreienden Wahnsinn erklären? Es gibt zwei Erklärungsansätze: Verschwörungstheorien und charakterstrukturelle Theorien.

Verschwörungstheorien beziehen sich auf Einflußagenten, den „Gang durch die Institutionen“ (etwa den der „68er“), Erpressung, Bestechung, Bedrohung, direkter oder indirekter Zwang mit Verschwörern, die im Hintergrund die Strippen ziehen.

Wenn man das jeweils konkret beschreiben will, fällt sofort auf, wie das ganze buchstäblich in der Luft hängt, wenig plausibel ist und etwas zutiefst Infantiles an sich hat – Verschwörungstheorien sind neurotisch. Weitaus einfacher ist es, das ganze charakterologisch zu erklären, d.h. individuell und sozio-politisch:

Individueller Charakter: Ein Mensch wie Merkel will vor allem und von allen geliebt werden. Aus tiefsitzender Unsicherheit heraus braucht sie Zustimmung und Zuneigung, wie die Luft zum Atmen. Deshalb folgt sie sklavisch ihren Beratern und den Medien, d.h. der vermeintlich „öffentlichen Meinung“. Es wird das getan, was ihr unmittelbaren Beifall einbringt (Energiewende, Eurorettung, Migration, Klimapolitik) und das vermieden, was Proteste wie in Frankreich auslösen könnte, d.h. einschneidende Reformen in Sozialsystem und Arbeitsmarkt, wie sie zuletzt Kanzler Schröder wagte – und dafür bezahlte. Was sie letztendlich motiviert, ist die genitale Rache: die Versagung der infantilen genitalen Betätigung führt, frei nach Reichs Ausführungen in der Charakteranalyse bei phallisch-narzißtischen Frauen zum Drang zur Kastration des Mannes, d.h. ihn impotent erscheinen zu lassen, letztendlich ihn zu vernichten. Man denke nur an das Verhältnis des „Mädchens“ Merkel zu Helmut Kohl.

Soziopolitischer Charakter: Merkel ist mit Wolf Biermann persönlich befreundet. Man trifft sich regelmäßig zu Abendessen. Ihn als Atheisten imponiere, daß sie eine echte und glaubwürdige Christin sei. In diesem Kontext kann das nur bedeuten, daß sie charakterologisch zweifellos zum linken Spektrum gehört und zwar weit links. Anders wäre sie nämlich im „rotverschobenen“ Deutschland als solche gar nicht erkennbar! Die Frage ist, ob ihre soziale Fassade der Abwehr der sekundären Schicht dient oder sie dies nur vorgibt und Merkel den „christlichen“ Gutmenschen heraushängen läßt, nur um so effektiver destruktiv sein zu können – genitale Rache nehmen zu können.

Die Emotionelle Pest: Es handelt sich um eine Frau, die immer nur etwas vorspiegelte, was sie nicht war, so an die Macht kam und so regiert.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 49

22. Januar 2020

orgonometrieteil12

49. Hegels Funktionalismus