Archive for November 2018

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 3)

30. November 2018

von David Boadella

2. Die Erstrahlung von Isolatoren (Fortsetzung)

Harvey hat in seinem Buch über LIVING LIGHT (lebendiges Licht) einige Beispiele von Erstrahlung vorgebracht, die den gegenwärtigen näher zu kommen scheinen. Sein Absatz dazu ist interessant genug, um ihn vollständig zu zitieren:

Was häufig als Reibungselektrizität bezeichnet wird, ist tatsächlich Elektrizität, die aus der Trennung von Oberflächen hervorgeht. Viele Beispiele sind bekannt. Die vorübergehende grünliche Lumineszenz, die an der Stelle auftritt, wo der Film des Elektrikers oder des Chirurgen oder „Scotch“ von einer Rolle abgezogen wird, ist bereits erwähnt worden. Der Autor hat beobachtet, daß diese Lumineszenz bei einigen Proben so hell sein kann, daß sie bei nur teilweise dunkeladaptierten Augen sichtbar ist. Das Phänomen kann wiederholt werden, wenn das Band zurückgespult und dann wieder abgezogen wird, und erscheint auch, wenn die klebrigen Seiten des Bandes zusammengepreßt und dann voneinander getrennt werden. Montagekleber, ob es nun zwei Stücke aus Metall, Glas, Papier, Zellophan oder zwei beliebige unterschiedliche Materialien sind, luminesziert, wenn die Oberflächen getrennt werden. Viele andere Substanzen, wenn sie eng aneinander haften, werden auch beim Auseinanderziehen lumineszieren. Filme, die von Glas oder Metall abgezogen werden, geben einen Lumineszenzblitz, zum Beispiel Kollodium, gelöst in einer Äther-Alkohol-Mischung, das auf eine Glasplatte gegossen wird und das man trocknen läßt. (7, S. 105f)

Harvey fährt fort, um seine Erklärung für diese Effekte zu geben:

Die Erklärung für alle derartigen Lumineszenzen scheint folgende zu sein: Immer wenn zwei Oberflächen voneinander getrennt werden, nimmt die Kapazität ab und die Spannung steigt an, bis eine Entladung stattfindet, wodurch das umgebende Gas angeregt wird zu lumineszieren. Daß eine Entladung tatsächlich stattfindet, kann leicht durch Abstreifen von Klebeband oder Scotch-Band in einer Neongas-Atmosphäre von 2 bis 4 cm Hg Druck gezeigt werden. Dann ist die Lumineszenz rötlich … Rote Lumineszenz tritt auch auf, wenn zwei Streifen Glimmer auseinander gezogen werden oder wenn Kollodium- oder bernsteinähnliche- oder Gummifilme in einer Niederdruck-Neon-Atmosphäre von Glas abgelöst werden. (7, S. 105)

So werden wir wieder zu Volt gebracht und zu der Art von Satz, der den Brief von der NPL charakterisiert: die Erklärung ‚scheint‘ dies oder das zu sein. Die Nuanciertheit oder Sanftheit der Aktivität, die notwendig ist, um eine Erstrahlung zu erzeugen, ist mit der elektrischen Vorstellung von Volt völlig unvereinbar.

An diesem Punkt müssen zwei weitere bemerkenswerte Beobachtungen aufgezeichnet werden. Ich lud einen Ethilon-Streifen [eine Art von Nylon] auf, indem ich ihn durch meine Finger zog, und bemerkte das Flackern, das dadurch entstand, als es so schien, daß einige der Lichtpunkte außerhalb des Bereichs des Ethilon lagen. Zuerst sah es so aus, als würde ein Teil des Lichts in den angrenzenden Raum „geschleudert“ werden, als ob ich ein Tuch in eine phosphoreszierende Farbe getaucht hätte und einen Teil der Farbe abschüttelte. Aber bei näherer Betrachtung zeigte sich, daß die Lichtpunkte tatsächlich kurz an der Kante eines nahegelegenen Holzregals leuchteten. Durch weiteres Wiederholen des Aufladens des Ethilon konnte dies viele Male wiederholt werden. Irgendwann konnte ich eine lange Reihe von Leuchtpunkten am Rand des Regals erzeugen, wenn ich in seiner Nähe über das Ethilon strich. Das Holz wurde überhaupt nicht berührt, daher wurde keine Reibung ausgeübt, und es gab keine Trennung von Oberflächen. Es war auch möglich, winzige Lichtpunkte auf dem Handrücken hervorzurufen, auf die gleiche Weise, ohne Kontakt und ohne Funkenbildung. Der emotionale Eindruck dieser leuchtenden Punkte, die in totem, unbeweglichem Holz und in einer untätigen Hand erschienen, war sehr bewegend. Besonders die Punkte auf dem Holz, die zahlreicher waren, erinnerten mich an einen wolkigen Nachthimmel, in dem eine Wolke zeitweise dünner geworden ist, so daß die Sterne für eine Sekunde durchscheinen, bevor sie im nächsten Augenblick wieder überdeckt werden.

Die zweite Beobachtung wurde erstmals gemacht, als die Kunststoffolie von der Akkumulatorwand gezogen wurde, wie oben beschrieben. Als ich meinen Arm in der Nähe hielt, um die Erstrahlung zu induzieren, spürte ich auf der Rückseite meines Armes ein sehr ausgeprägtes und unverwechselbares Gefühl von Wärme und Kribbeln. Am bemerkenswertesten und überzeugendsten ist die Tatsache, daß dieses Gefühl des Prickelns genau das ist, was man von der Akkumulatorwand erhält, wenn der Arm in geringem Abstand von ihr gehalten wird. Der Hauptunterschied besteht darin, daß der Effekt des Isolators viel stärker ist, solange er anhält, wobei er in einer Entfernung von sechs Zoll oder mehr vom Material besonders stark ausgeprägt ist, aber schnell nachläßt, während die Empfindungen, die durch die Akkumulatorwand induziert werden, kontinuierlich sind und nur mit dem Wetter variieren.

Ich habe diesen Effekt auch außerhalb des Akkumulators leicht erhalten, und er war am stärksten mit dem Ethilon-Streifen. Die Empfindung kann am besten als die beschrieben werden, die mit dem sehr leichtem Kontakt mit Fell verbunden ist oder mit Fäden, die man sich über die Haut ziehen läßt. Die Akkumulator-Empfindungen wurden auch mit dieser Art von Effekt verglichen (8).

Ich habe versucht herauszufinden, ob es in der Literatur über statische Elektrizität einen Hinweis auf einen solchen Effekt gibt. Leider sind die meisten modernen Lehrbücher mit der quantitativen und mathematischen Beschreibung des statischen Feldes beschäftigt und ignorieren dessen qualitative Eigenschaften. Es war notwendig, sich in Bücher zu vertiefen, die im letzten Jahrhundert geschrieben worden sind, bevor ich das Glück hatte, den folgenden kurzen Hinweis zu finden:

Andere Eigenschaften von elektrifizierten Körpern – Exp. 67. Elektrifiziere ein Glasrohr stark und halte es nahe dem Gesicht. Es wird eine besondere Empfindung wahrgenommen, die mit der des Kontakts mit Spinnweben vergleichbar ist. (12, S. 59)

Als ich aus dem Akkumulator kam, nachdem ich ungefähr eine Stunde lang mit einer Plastikfolie, die lose an den Innenwänden befestigt war, in ihm gesessen hatte, rief meine Frau überrascht, daß ich sehr rot aussähe. Ich schaute mich im Spiegel an und sah, daß mein Gesicht tatsächlich viel röter als sonst war und mein Hals fleckig war, als hätte ich einen leichten Ausschlag. Dies ließ bald nach. Bioenergetische Reaktionen wie diese sind Benutzern des Akkumulators in milderer Form bekannt. Sie können nicht im geringsten durch solche Bemerkungen erklärt werden, wie: „Du sitzt einfach da drin und es wird heiß und stickig“ (Washington Daily Post, 28.09.56). Das Vorhandensein einer Strahlung irgendeiner Art, ausgehend von dem angeregten Plastik oder Ethilon-Streifen, ist unverkennbar. Und diese Strahlung hat alle Eigenschaften, die wir mit dem Orgon verbinden.

 

Literatur

7. Harvey, E. Newton: LIVING LIGHT, Princeton University Press, 1940

8. Boadolla, David und Fancroff, Schleim: „Subjective reactions to the orgone accumulator“. Orgonomic Functionalism, Vol. II, 1955

12. Poyser, A.W.: MAGNETISM AND ELECTRICITY, Longmans, Green, & Co. 1895

 

von David BoadellaAbdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Das Ende der Laientherapie

29. November 2018

Reich hat das Ende der Laientherapie eingeläutet. In den 1920er Jahren opponierte er gegen Freud, der die Psychoanalyse zunehmend als bloße „Psychologie“ betrachtete und den bis dahin weitgehend auf Ärzte beschränkten Beruf des Psychoanalytikers für „Laien“ öffnen wollte. Reich argumentierte dabei, vor dem Hintergrund der sich formierenden Sexualökonomie, hauptsächlich von der Libidotheorie her. Die Neurosen hatten einen „ökonomischen“, also physiologischen Kern. Man lese nur sein Buch Die Funktion des Orgasmus aus dem Jahre 1927! Beispielsweise entspricht der Gegensatz von Angst und Lust dem Gegensatz zwischen Herz („Herzenge“) und Genital.

In den 1930er und 1940er Jahren führte er weiter aus, daß und wie Neurosen im Körper verankert sind. Er zeigte, daß die „Neurose“ in der Tat eine Nervenkrankheit ist, nämlich eine chronische Übererregung des Sympathikus („Sympathikotonie“). Um so idiotischer ist es, daß die von ihm entwickelte Therapieform (und ihre diversen illegitimen Abzweigungen) zunehmend von Laientherapeuten praktiziert wurde. Dabei hat Reichs „Schüler“ Charles Kelley, ein Psychologe, den Vogel abgeschossen, als er zur Rechtfertigung seiner therapeutischen Tätigkeit allen Ernstes ausführte, daß Neurosen gar keine „Nervenkrankheiten“ seien, die man ärztlich therapieren kann, sondern bloße Anpassungsstörungen. „Therapie“ sei deshalb mehr so etwas wie ein „Lernprogramm“, der „Therapeut“ ein Trainer für „Zielgerichtetheit und Fühlen“. Es gibt tatsächlich Leute, die derartigen Murx ernstnehmen! Am schlimmsten sind aber die „Körpertherapeuten“, etwa in der Tradition von Alexander Lowen, die weitaus mehr „mit dem Körper arbeiten“ als der Orgontherapeut, die aber nicht mal die Qualifikation als klinischer Psychologe geschweige denn Arzt vorweisen können. In dieser Szene tummeln sich Politologen, Kindergärtner, Betriebsschlosser, etc. Würdest du einen Politologen dein Auto reparieren lassen?!

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 2)

28. November 2018

von David Boadella

2. Die Erstrahlung von Isolatoren

In dem Artikel über das Leuchten von Glühbirnen beschrieb ich, wie eine Vielzahl von Materialien ausprobiert wurden und wie die Verwendung dieser Materialien die Erregung durch die Hand zu behindern schien. Seither wurde eine Reihe von Ausnahmen gefunden, bei denen der Kontakt mit bestimmten Materialien eine ebenso starke, wenn nicht manchmal sogar stärkere Erstrahlung erzeugte, als die der Hände. Ich habe versucht, die 25 Watt Glühbirne in einen Gummihandschuh zu stecken und wieder herauszuziehen. Wenn beide trocken waren, leuchtete sie gut. Es war keine heftige Reibung nötig: Wenn der Handschuh über der Birne gehalten wurde und die Finger sich sanft dagegen bewegen konnten, gab es auch Blitze in der Birne. Mit etwas Übung konnte ich die Birne schwach glühen lassen, indem ich sie sehr nahe an den Handschuh bewegte, ohne sie jedoch zu berühren. Bei all diesen Gelegenheiten wurde der Gummihandschuh geladen, indem er zuerst für ein paar Sekunden in der Handfläche zerknüllt wurde, oder indem er ein paarmal über das Haar gestrichen wurde.

Anschließend habe ich versucht, einen Plexiglasbecher und einen Streifen aus einer Ethylenfolie (ein von Designern verwendetes Kunststoffmaterial) zu benutzen. Wenn die Glühbirne in den Becher gegeben und zurückgezogen wurde, leuchtete sie recht gut auf. Ich habe versucht zu verhindern, daß die Birne die Seiten des Bechers berührt. Sie hat ihn an bestimmten Stellen leicht berührt, da der Becher einfach nicht groß genug war, um das zu vermeiden. Aber der tatsächliche Kontakt war sicherlich minimal. Bei dem Ethylenstreifen leuchtete die Glühbirne stark auf bei einem Abstand von einem Zoll oder mehr, wenn der Streifen leicht bewegt wurde. Es sei daran erinnert, daß es der NPL gelungen ist, eine Erstrahlung der Birne zu erhalten, wenn Terylen ruckartig an ihr vorbeigeführt wurde. Wenn ein Nylonstrumpf über meine Hand gelegt wurde und die Birne durch ihn hindurch gestreichelt wurde, war das Leuchten schwächer, als wenn der Strumpf entfernt worden war.

Im Verlauf dieser Experimente bemerkte ich, daß der Gummihandschuh aufleuchtete, als ich ihn handhabte, wenn die Birne nicht benutzt wurde. Dies erforderte wiederum keine starke Reibung, sondern fand nur unter trockenen Bedingungen statt. Es war möglich, den Handschuh am unteren Ende mit den nach unten hängenden Fingern zu halten und die Erstrahlung nach unten zu den Fingern hin zu streichen. Das Licht war wieder bläulich, ziemlich schwach und manchmal leicht zu übersehen. Wenn ich den Handschuh gleichmäßig zwischen zwei Fingern hindurchzog, konnte man einen klar definierten flackernden bläulichen Rand entlang der Kante jedes Fingers beobachten. Durch dieses Licht konnte man in einem ansonsten völlig dunklen Raum sowohl die Position und die Länge dieser beiden Finger als auch den Winkel zwischen ihnen erkennen, wie es der bläuliche Rand zeigte.

Die Beobachtung, daß, wenn ein Seiden- oder Rayon-Kleidungsstück im Dunkeln kräftig über den Kopf gezogen wird, es bläuliche Blitze ausstoßen wird, ist nicht ungewöhnlich und wird wieder leichthin als „Elektrizität in deinem Haar“ erklärt. Ich kannte diesen Effekt in diesem Zusammenhang sehr gut, habe ihn aber nie in Kontakt mit meinen Händen beobachtet. Ich versuchte es mit einem alten Hemd aus Viskosefaser, das zwischen den Händen gerieben wurde. Es flackerte auch, aber etwas schwächer als der Gummihandschuh. Je größer die betroffene Oberfläche, desto stärker schien der Effekt zu sein. Wenn die Vorder- und Rückseite der Hand des Handschuhs zusammengedrückt, gestreichelt und dann getrennt wurden, war es möglich, ziemlich kräftige Blitze zu erhalten. Das Reiben des Handschuhs mit der darin befindlichen Hand erzeugte keinerlei Erstrahlung, wenn der Handschuh hauteng war. Wenn er leicht zerknittert war, so daß eine kleine Lücke zwischen Haut und Handschuh war und der Handschuh dann gestreichelt wurde, erstrahlten die Falten. So war es möglich, die Menge des erzeugten Lichts zu variieren, sowohl durch die Art des verwendeten Materials als auch durch die Handhabung. Es variierte von schwachem Glimmen des Handschuhs, wenn er zwischen den Fingern ‚zerbröselt‘ wurde (mit einer Tätigkeit, als zerbrösele man Tabak), mit nur einer sehr leichten Bewegung von zwei Fingerspitzen, bis zu kräftigen Blitzen, als zwei größere flache Flächen voneinander getrennt wurden.

Anschließend probierte ich verschiedene Arten von Plastikstreifen aus (alte Tischdecken, Mackintoshs [„Mac“, Baumwollstoff, der mit in Gummi löslicher Textilfarbe imprägniert wurde], usw.). Ich versuchte, im Orgon-Akkumulator zu sitzen, mit einem Plastik-Mac, der neben der Metallwand hing. Wenn das Mac einmal fest gegen das Metall gerieben wurde und dann zu mir gezogen wurde, gab es starke Blitze bei der Trennung vom Metall und wieder wenn ich meinen Arm oder meine Hand nahe an das Mac brachte. (Nur ein Mac funktionierte so gut; ein anderer, der versucht wurde, gab nur sehr schwache, minimale Effekte). Wenn ich meinen Handrücken so nahe an den Stoffstreifen hielt, nachdem er auf diese Weise gerieben und weggezogen wurde, konnte man an jedem Fingerknöchel nacheinander einen winzigen blauen Funken erkennen. Dabei trat genausowenig ein Gefühl des Unbehagens auf, wie bei den winzigen Funken, die an den Kontaktbolzen der Glühbirne erhalten wurden, wie zuvor beschrieben.

Es wird akzeptiert, daß es 2 500 Volt benötigt, um einen ½ mm langen elektrischen Funken zu erzeugen.

Ich habe andere Isolatoren, Hartgummi und Glas, ausprobiert. Eine Hartgummistange, die zwischen den Fingern gezogen wurde, ergab eine ähnliche „schimmernde“ Linie wie der Gummihandschuh. Ich versuchte, gewöhnliche Marmeladengläser zu reiben und erhielt keinen Effekt, aber ein Leser des Artikels rief an, um mir zu sagen, daß er an der Außenseite von Glastassen ein Aufleuchten erhielt, wenn er sie rieb.

Ungefähr zu dieser Zeit las ich einen Brief im News Chronik von einer Frau, die sich beschwerte, daß es zu viel „Radioaktivität“ gäbe, da die Plastikrassel ihres Babys in einem dunklen Raum mit einem „seltsamen grünlichen Licht“ glühe. Sie sagte nicht, ob das weiterging, wenn sie unberührt blieb, aber es scheint wahrscheinlich, daß sie die gleiche Art von Phänomen bei einem Isolator beobachtete, der von dem Baby angeregt worden war. Zwei Tage später erschien der folgende Brief im News Chronik, unterschrieben von einem Fellow des Institute of British Physicists unter der Überschrift „Gespeichert“: „Es ist sehr unwahrscheinlich, daß die Rassel von Baby Murkin radioaktiv ist. Viele Substanzen leuchten im Dunkeln aufgrund einer Freisetzung von Energie, die in einer chemischen oder physikalischen Form gespeichert worden sein kann. Einiges, dazu gehören einige Kunststoffe, speichert Energie, wenn Licht auf es fällt, und gibt sie langsam ab, wenn es im Dunklen ist. John Vickers” (22.05.58).

Mit anderen Worten, die Erstrahlung wird hier mit Phosphoreszenz erklärt. Das Licht hat die Rassel angeregt (wenn es das Licht war, und nicht die Handhabung, die für die Anregung sorgte), und als Ergebnis strahlt die Rassel. Wenn wir fragen, warum sie strahlen sollte, beginnt das Problem, denn wir finden, daß bei der Phosphoreszenz „es nicht viel gibt, was weniger gut verstanden wird“. Im wissenschaftlichen Sinne ist ein phosphoreszierender Gegenstand etwas, das, nachdem es dem Licht ausgesetzt worden war, im Dunkeln scheint. Offensichtlich kann er Licht speichern und es wieder abgeben, aber wie das geschieht, weiß niemand“ (2, S. 525). In einem Buch über fluoreszierende Beleuchtung lesen wir, daß „die verschiedenen Phänomene (der Fluoreszenz bei Festkörpern) so komplex sind, daß die Erklärungen noch nicht vollständig bekannt sind” (6, S. 13).

 

Literatur

2. Taylor, Sherwood: THE WORLD OF SCIENCE, Heinemann, 1936

6. Zwikker, C. (ed.): FLUORESCENT LIGHTING, Philips Technical Library, Eindhoven, Holland, 1952

 

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

Reich als Überwinder der Distanz

27. November 2018

Wenn gesellschaftliche Vorgänge von der Wissenschaft beschrieben werden, psychologische Prozesse, körperliche Erkrankungen, etc., hat das, so impliziert die gängige „wissenschaftliche“ Sichtweise, jeweils nie wirklich etwas mit uns zu tun. Verursacher seien „objektive“ sozioökonomische Prozesse, „Komplexe“, „die Leber“, etc., also externe oder zumindest mechanisch ersetzbare Faktoren. Eine kaputte Leber kann man durch eine neue ersetzen, Komplexe kann man psychopharmakologisch und/oder mit verhaltenstherapeutischen Interventionen auflösen, etc. Ganz anders wird es, wenn die eigene vegetative (orgonotische) Strömung, schlichtweg DAS LEBEN, ins Spiel kommt. Dann wird „der Geschichtsverlauf“ zum Fleischwolf, durch den wir seit unserer Geburt (und sogar davor!) gedreht wurden und werden; unsere Psyche und unsere Soma werden zu bloßen Äußerungsformen der Störungen der besagten Strömung. Selbst „das Wetter“ und sogar ferne Galaxien entsprechen unmittelbar dem, was durch unsere Körper strömt. Und wir realisieren, daß das, was sich großspurig als „Wissenschaft“ präsentiert, nur Ausdruck der allgemeinen Neurose ist, dem Bedürfnis „Distanz zu wahren“, d.h. der Kontaktlosigkeit.

Orgonotische Erregungseffekte II (1958) (Teil 1)

26. November 2018

von David Boadella

 

[Vorbemerkung des Übersetzers: Der erste Artikel findet sich hier ff.]

1. Einige theoretische Überlegungen

Die in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift (1) beschriebenen Erstrahlungseffekte wurden von einer Reihe von Personen wiederholt. Ich antwortete auf den Brief des National Physical Laboratory (NPL) und wies in erweiterter Form auf die Widersprüche zwischen ihrer Erklärung und dem beobachteten Verhalten der Glühbirnen hin. Eine kurze Antwort ist eingegangen, die ihre Überzeugung wiederholt, daß die Phänomene abhängen von „der Art und dem Druck des gegebenen Restgases, der Zusammensetzung des Glases der Glühbirne (da es die isolierenden Eigenschaften und die Leichtigkeit des Elektrisierens beeinflußt) und wahrscheinlich von mehreren anderen Faktoren, wie die atmosphärische Luftfeuchtigkeit zu der Zeit“. Sie schließen das Thema, indem sie hinzufügen: „Es gibt unserer Meinung nach wenig zu gewinnen, wenn man der Sache weiter nachgeht, außer wenn man sich dafür entscheidet … durch sorgfältig kontrollierte Experimente.“ Die Bedeutung der weiteren Experimente, von denen ihnen berichtet wurde, wird ignoriert.

Zwei Kritikpunkte sind von einem Leser des Originalartikels aufgeworfen worden. Der erste bezieht sich auf den Vakuumdruck und der zweite auf die Ladung der Hände. Beide sind von Interesse für die Art von Komplikationen, die auftauchen, sobald jemand versucht zu zeigen, daß die Leuchteffekte „einfach genug“ durch orthodoxe physikalische Konzepte erklärt werden können.

Es wurde von dieser Person angeführt, daß, in Übereinstimmung mit der Anmerkung der NPL, je weniger Gas es gibt, desto geringer die Lichtausbeute sei. Um diese Sichtweise zu unterstützen, hat sie eine 20 Jahre alte Vakuumlampe mit geradem Heizfaden vorgelegt und mich aufgefordert, hier irgendwelches Licht hervorzurufen. Sie sagte, daß diese Lampe ein viel höheres Vakuum als moderne vakuumgefüllte Lampen hätte und deshalb nicht leuchte. (Vergleiche das mit der NPL-Aussage: „Wir wiederholen, daß der Grad des Vakuums den Effekt bestimmen wird, so daß einige gut gemachte moderne Vakuumlampen ihn nur schwer oder gar nicht zeigen könnten.“) Zur weiteren Unterstützung ihrer Ansicht, erklärte sie kategorisch, daß unterhalb eines bestimmten Drucks, ein Vakuum überhaupt nicht leuchte, und daß der Druck von 0,5 Mikron (in dem Artikel angegeben und von Reich verwendet) unerreichbar sei.

Was man beachten muß, um den Widerspruch, der die Vakuumfrage umgibt, zu entwirren, ist der Kontrast zwischen der normalen Methode eine Erstrahlung im Vakuum hervorzurufen und den Ergebnissen, die über die Hände berichtet werden und von Dr. Ola Raknes mit Vakuums bestätigt wurde, deren Druck bekannt war. Dr. Raknes erhielt seine Ergebnisse bei Vakuums mit einem Druck von 1/10 000 und 1/100 000 einer Atmosphäre. Hier eine Beschreibung aus einem Lehrbuch über Physik über den normalen Ablauf der Vakuumentladung:

Wenn die Luft nach und nach aus einer Röhre mit zwei Plattenelektroden gepumpt wird, die auf einer Potentialdifferenz von einigen tausend Volt gehalten werden, erscheint eine leuchtende Entladung, wenn sich der Druck einem 1/1000 einer Atmosphäre nähert. Angenommen, wir setzen die Entleerung unserer Entladungsröhre fort. Die leuchtenden Wolken schrumpfen von der Mitte der Röhre zurück, und der dunkle Raum nimmt zu, bis der Druck in der Röhre nur ein Millionstel einer Atmosphäre ist (d.h. 0,75 Mikron), die leuchtenden Erscheinungen im Gas haben vollständig aufgehört, obwohl Elektrizität immer noch geleitet wird. Die Wände der Röhre leuchten mit einem grünlichen Licht. Unsichtbare „Strahlen“ durchdringen die Röhre. Diese Strahlen sind ein Hagel von Elektronen, die sich mit großer Geschwindigkeit vom negativen Pol zum positiven bewegen. (2, S. 292)

Bei der 20 Jahre alten Glühbirne, die mir übergeben worden war, erwies es sich als sehr schwierig, mit den Händen irgendwelches Licht zu erhalten. Aber sie wurde leicht zum Leuchten gebracht, indem man sich mit einem geladenen Isolator irgendeiner Art näherte. Ich habe nicht herausgefunden, wie hoch der Druck dieser Lampe ist. Die G.E.C. hat mich jedoch informiert, daß die modernen 25 Watt Glühbirnen mit einem Druck von 0.0001 mm, d.h. 1 Mikron hergestellt werden. Dennoch muß die Leichtigkeit dieser Erstrahlung der NPL-Aussage [National Physical Laboratory] gegenübergestellt werden: „Von daher wird die schnellstmögliche Annäherung eines geladenen Hartgummistabes keine Wirkung zeitigen, da sie immer noch nicht schnell genug ist.“

Der zweite Kritikpunkt der gleichen Person war eine direkte Leugnung, daß die Ladung der Haut in Millivolt meßbar sei. Sie behauptete, daß die Hände leicht mehrere tausend Volt enthalten könnten, deshalb gäbe es nichts Bemerkenswertes bei den Erstrahlungseffekten. Sie sah daher keinen Grund, die Aussage zu akzeptieren, daß die elektrische Spannung der Hände tausendmal schwächer sei als die, die zur Erzeugung der normalen Vakuumentladungen verwendet wurde, wie oben zitiert. Die oszillographischen Experimente von Reich, zitiert als Beweis für die niedrige Spannung der Haut, akzeptiere sie nicht, da, wie sie sagte, „der Oszillograph keine Spannung mißt, er mißt Strom“. Der Punkt ist von einiger Wichtigkeit, denn, wenn man ohne Zweifel zeigen kann, daß die normale elektrische Spannung der Hände in der Tat im Bereich von Millivolt liegt, dann wird es tatsächlich sehr schwierig zu verstehen, wie das sanfteste Streicheln zu einer Erstrahlung führen kann, die Tausende von Volt erfordert. Ein Blick auf Reichs Bericht über seine Experimente machte deutlich, daß es sich um Spannung handelte, die er gemessen hatte. Reich verband die an der Haut befestigten Elektroden mit Hilfe von Drähten an die Gitterplatten in der Elektronenröhre seines Oszillographen. Ein Elektronenstrom floß durch diese Platten von einer Kathode zu einer Anode. Jede Ladung auf den Platten lenkte den Elektronenstrahl ab, und die Ablenkung konnte auf einem Bildschirm beobachtet werden.

Der Oszillograph wurde auf 10 Millivolt kalibriert. Die beobachtete Ablenkung konnte daher direkt mit der Kalibrierung verglichen werden. Der Widerstand des Oszillographen betrug 2 Millionen Ohm, die von den Händen erzeugte Strommenge war daher außerordentlich niedrig: Reich gibt sie als 0.000001 eines Ampere an, d.h. 1 Mikroampere (3).

Im folgenden muß der Unterschied zwischen der Ähnlichkeit von Einheiten und der Äquivalenz von Einheiten, der im ersten Artikel referiert wurde, ständig im Auge behalten werden. Es ist dann unerheblich, ob wir den Ausdruck „Statik“ verwenden oder „Orgon“, um bestimmte Effekte zu beschreiben, solange wir uns daran erinnern, daß „Statik“ mit Eigenschaften einhergeht, die die Strom-Elektrizität nicht besitzt. Wenn man in ein Geschäft geht, das elektrische Geräte oder elektrische Meßvorrichtungen verkauft, und nach einem Elektroskop fragt, ist die typische Reaktion „Ein Elektroskop? Was ist das? Wofür wird es verwendet?“. Dann kommt vielleicht eine Erinnerung an die Physik der Sekundarstufe zurück und ihnen wird dunkel bewußt, was ein Elektroskop ist. Der Begriff „Statik“ betont die Ähnlichkeiten zwischen Effekten bei Isolatoren und Effekten bei Metall und Drähten, die Unterschiede werden tendentiell vergessen oder übersehen, sie sind nicht wichtig. Der Begriff „Orgon“ betont die Ähnlichkeiten zwischen den Reaktionen von Isolatoren und Reaktionen des Lebendigen. Der Begriff „Elektrizität“ weist auf die mit Batterien verbundenen Phänomene und die Bewegung von Drähten in Magnetfeldern hin. Es ist lehrreich, sich daran zu erinnern, wie der Begriff auf Isolatoren angewendet wurde. Einige der frühesten Beobachtungen von „statischen“ Effekten wurden von Thales mit Bernsteinstücken gemacht. „Thales wußte nicht, warum Bernstein leichte Objekte anziehen konnte. Er wußte nur, daß Bernstein nach dem Reiben eine neue Eigenheit angenommen hatte. Wir sagen, daß der Bernstein elektrifiziert wurde, oder daß er durch Reiben ‚Elektrizität‘ erworben hat. Das Wort ‚Elektrizität‘ wurde gewählt, weil der griechische Name für Bernstein ‚Elektron‘ ist! Wenn wir also sagen, daß ein Kamm aus Hartgummi oder Plastik elektrisch aufgeladen (elektrisiert) wurde, sagen wir tatsächlich, daß der Kamm ‚bernsteinisiert‘ worden ist; der Kamm verhält sich wie Bernstein, wenn er gerieben wird“ (4, S. 306).

Es war das Erwägen der Unterschiede zwischen ‚Statik‘ und Elektrizität, und die Ähnlichkeiten zwischen ‚Statik‘ und atmosphärischer Orgonenergie, die Reich zu der Schlußfolgerung brachte, daß „der Begriff der ‚Reibungselektrizität‘ durch den der orgonotischen Erregung ersetzt werden könnte! ‚Reibungselektrizität‘ wäre dann nicht mehr als ein uninteressanter Spezialfall orgonotischer Erregung, der auf passiv absorbiertem Orgon basieren könnte, oder Orgon, das als Teil des lebendigen Funktionierens ausgestrahlt wird“ (5, S. 115).

 

Literatur

1. Boadella, David: „Some orgonotic lumination effects“. Orgonomic Functionalism, Vol. 5, No. 2, 1958

2. Taylor, Sherwood: THE WORLD OF SCIENCE, Heinemann, 1936

3. Reich, Wilhelm: EXPERIMENTELLE ERGEBNISSE ÜBER DIE ELEKTRISCHE FUNKTION VON SEXUALITÄT UND ANGST, Kopenhagen, 1937

4. Dees, Bowen C.: FUNDAMENTALS OF PHYSICS, Philadelphia, 1945

5. Reich, Wilhelm: „Orgonotic Pulsation: the differentiation of orgone energy from electro-magnetism. Presented in talks with an electro-physicist“ (insbesondere Part II: The orgonotic excitation of insulators. Questionable points in the concept of static electricity), International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Vol. 4, 1945

 

Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgonotic Excitation Effects II“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 5 (1958), No. 4, S. 211-232.

ÄTHER, GOTT UND TEUFEL: Übersetzung des Klappentexts und der Inhaltsangabe des Originals von 1949

25. November 2018

In diesem Buch beschreibt Wilhelm Reich den Prozeß des funktionellen Denkens und wie die innere Logik dieses objektiven Denkprozesses ihn zur Entdeckung der kosmischen Orgonenergie und anderer grundlegender orgonomischer Entdeckungen der letzten drei Jahrzehnte führte. Funktionelles Denken und Organempfindungen sind wesentliche Werkzeuge der naturwissenschaftlichen Forschung und entscheidend für die Bewältigung der Probleme des Lebendigen. Der Unterschied zwischen der Denkweise des orgonomischen Funktionalismus und der mechanistischen und mystischen Denkweise wird deutlich durch die Darstellung der Beziehung der kosmischen Orgonenergie zu den beiden Grundpfeilern des menschlichen Denkens: „Gott“ und „Äther“. Reich zeigt, wie der „Teufel“ in Religion und Volksglauben eine Verzerrung des menschlichen Körpergefühls darstellt und wie die Orgonomie jenseits des Reiches des Teufels geht.

I. DIE WERKSTÄTTE DES ORKONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS
Das „zu viel auf einmal“ der Orgonomie; die Funktion des Orgasmus – der einzige Zugang zu den kosmischen Orgonenergie-Funktionen; außerhalb des Rahmens von Mechanismus und Mystizismus; der Funktionalismus als Forschungsinstrument; die wissenschaftliche Ordnung der Freiheit; der biophysikalische Standpunkt; Grundlagenforschung auf unbekanntem Gebiet.

II. DIE ZWEI GRUNDPFEILER MENSCHLICHEN DENKENS: „GOTT“ UND „ÄTHER“
Der Standpunkt der Lebendigen; das Irren des Menschentiers; irrationale Fehler; die Logik des Irrens; das „GÖTTLICHE“, das „ABSOLUTE“, das „STATISCHE“; die Suche nach Schutzmaßnahmen gegen Fehler; die Frage der „SCHULD“ im Bereich des Wissens; naive Fragen und ausweichende Antworten; das Gemeinsame von Gott und Äther; Unterschiede zwischen Gott und Äther; die „Nichtexistenz des Äthers“; die Selbstkontrolle der Forschung; das gemeinsame Prinzip irrationaler Fehler; die biophysikalische Panzerung.

III. DIE ORGANEMPFINDUNG ALS WERKZEUG DER NATURFORSCHUNG
Die Rationalität der primären biophysikalischen Emotionen; Wahrnehmung – unterschiedlich bei gepanzerten und ungepanzerten Organismen; das Lebendige als Bezugsrahmen; das Kind als Lebewesen und als Bürger; biosexuelle Energiestauung; gepanzertes und ungepanzertes Leben; Reaktionen der Gepanzerten auf die Orgonomie.

IV. ANIMISMUS, MYSTIZISMUS UND MECHANISMUS
Das Verbot gegen die Untersuchung des Lebendigen; die Charakteranalyse öffnet das Tor zur Einsicht in die Empfindungen; Weltbild und Struktur des Forschers; die Natur ist unexakt; Angst vor der Organempfindung und Angst vor der Orgonforschung; Animismus und Mystizismus; Mystizismus und Erforschung des Mystizismus; die Panzerung des Mystikers; die pulsierende Welt des orgonomischen Funktionalismus; die Reinhaltung von Sinneswerkzeuge; die Lebensfunktion als Modell grundlegender Naturvorgänge; die Natur ist im Fluß; grundlegende Natur und abgeänderte Natur; funktionelle Krebsforschung; das Gemeinsame und das Trennende; der Funktionalismus löst Widersprüche auf; funktionelle Verbindungen, keine Zauberei; mechanistische, mystische und funktionelle Vorstellungen vom Organismus.

V. DAS REICH DES TEUFELS
Religion und die kosmische Erfahrung des Menschen; Gott und Teufel; das Übersehen des Wesentlichen; Hauptmerkmale des gepanzerten Menschen; die Logik der Moral; der gemeinsame Nenner des gesellschaftlichen Versagens des Menschen; Ereignisse aus Sicht der Lebenden beurteilen; Orgasmusangst als Hindernis für ein rationales Leben; Orgonomie geht über den Teufel hinaus.

VI. KOSMISCHE ORGONE ENERGIE UND „ÄTHER“
Die Existenz einer alles durchdringenden und nachweisbaren Energie; kein „leerer Raum“; Allgegenwart; orgonomisches Potential; Orgon-Metabolismus; Pulsation; Pulse und Wellen; West→Ost-Bewegung; Sichtbarkeit; Erstrahlung; Wärmeerzeugung; die orgonotische Sensibilität des Beobachters; die Eigenschaften der Orgonenergie und des Äthers; Zusammenfassung.

Der verdrängte Christus: 31. Die Heilige Hochzeit

24. November 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

31. Die Heilige Hochzeit

Der Doppelcharakter der Orgonomie

23. November 2018

Jeder Geistliche der Ostkirche wird dir erklären, daß das Christentum keine Religion ist, sondern die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Gleichzeitig könne man aber das Christentum nicht von der Kirche trennen, da Israel (die Kirche) ewig fortbestehen wird. Ohne deren Verkündigung gäbe es für die Menschen gar keinen Zugang zu Jesus. Kein Komma darf geändert werden – schon ist sie wieder da, die Religion, ohne daß die ganze Konstruktion dadurch wirklich widersprüchlich wird!

Was das um Gottes Willen mit der Orgonomie zu tun haben soll? Nun, oberflächlich stellt sich die Orgonomie auch als Dogma da („1. Orgasmustheorie, 2. Entdeckung des Orgons, 3. Orgonomischer Funktionalismus“) und wehe es erlaubt sich jemand auch nur kleinste Änderungen! „An sich“ ist das aber nicht die Orgonomie, denn die ist eine Wissenschaft, kein Weltbild.

Problem ist, daß man die Orgonomie irgendwie vermitteln muß und dafür eine gemeinsame Sprache braucht. Am einfachsten ist da immer die Darstellung eines „Weltentwurfs“, damit der Student überhaupt erst mal Boden unter den Füßen gewinnt und ahnt, worum es eigentlich geht. 90% und mehr der „orgonomischen“ Literatur ist gar keine Orgonomie, sondern macht diese erst zugänglich!

Genauso ist es übrigens auch in der wissenschaftlichsten aller Wissenschaften: der Physik. Es beginnt mit dem „Katechismus“ der klassischen Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Quantenphysik (jeweils relativistisch ergänzt) – an jeder Uni in der gleichen Abfolge und mit fast identischen Worten. Ein hermetisch in sich geschlossenes Weltbild. Daß das nicht Physik ist, merkt man erst, wenn man mit maßstabsgerechten Modellen und mit aufwendigen Computerprogrammen vermeintlich „einfache“ Probleme lösen muß, etwa den Entwurf einer hydrodynamisch optimalen Gestalt eines konkreten Schiffsrumpfs. In den Lehrbüchern wirkt Himmelsmechanik einfach, doch beschäftigt man sich konkret damit, fragt man sich, wie um alles in der Welt das Planetensystem seit Jahrmilliarden hat bestehen können. Wirkliche Physik muß man sich mühsamst erarbeiten. Sie ist sozusagen deine persönliche Beziehung zur Materie.

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 3)

22. November 2018

Im zweiten Teil ging es darum, daß die feindlichen Angriffe auf die Orgonomie zu einem Gutteil, wenn nicht vielleicht sogar überwiegend aus dem Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG stammen. Dem ist hinzuzufügen, daß die, wenn man so will, „Abtrünnigen“ der Orgonomie diese hinter sich lassen, weil sie sich den Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG erschließen wollen bzw. in diesen hinein abdriften. Das geht schnell, wenn man sich mit dem „bioelektrischem Feld“, der Kirlian-Photographie, „Bioplasma“ und schließlich dem „Prana“ beschäftigt. Nur ein weiterer Schritt und man steht mitten in der Spökenkiekerei!

Die die Orgonomie untergrabende Verwirrung entsteht, weil die Funktionen ERSTRAHLUNG, ANZIEHUNG und GLEICHZEITIG VORLIEGENDE WIRKUNG nicht so handhabbar sind, wie die Funktionen der BEWEGUNG, die wir aus dem Alltag kennen. Orgonomie ist meist kaum mehr als eine Art „Hydrodynamik“ mit Strömungen, Regelkreisen, Ventilen, kommunizierenden Röhren, etc. Die Mechanik eines „kosmischen Fluidums“. ERSTRAHLUNG und ANZIEHUNG nehmen für ein derartig geprägtes Gehirn schnell die Charakteristik des Mystizismus an – und schon ist man an diesen verloren.

Es läuft immer alles auf Orgonometrie hinaus:

Peter im Reich der nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung (Teil 2)

21. November 2018

Ich habe im ersten Teil bewußt Zappa gewählt, da der sich während seiner gesamten Karriere mit diesem Funktionsbereich beschäftigt hat und beispielsweise sich überlegt hat, was passieren würde, wenn man den horizontalen Verlauf einer Symphonie nimmt und das ganze „senkrecht hinstellt“. Natürlich könnte ich auch auf Karlheinz Stockhausen und auf psychedelische Musik verweisen, etwa auf Future Games von Spirit – das beste Popalbum aller Zeiten:

…aber das Schöne an Zappa ist, daß er jeder Form von Mystizismus, Spökenkiekerei (inklusive der Psychoanalyse!) und Drogen radikal ablehnend gegenüberstand und entsprechend den Bereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG ideologisch und pathologisch unbelastet „erforschen“ konnte.

Mystizismus, Spökenkiekerei, Psychoanalyse, Drogen – wir sind beim todfeindlichen Gegenteil der Orgonomie. Man kann durchaus sagen, daß die Angriffe stets von Gruppen stammten, die (wenn auch auf extrem verzerrte Weise) ihre Wurzeln im Funktionsbereich der GLEICHZEITIG VORLIEGENDEN WIRKUNG haben. Das trifft sogar auf den Marxismus und seine heutigen Wurmfortsätze zu, denn dessen gesamtes System beruht auf Voraussetzungen, die im Funktionsbereich der BEWEGUNG keinerlei Sinn machen. Ich spreche von der Arbeits- und der daraus unmittelbar abgeleiteten Mehrwerttheorie. Die investierte durchschnittliche gesellschaftliche Arbeitszeit bestimmt den Wert der Waren… Es ist kein Zufall, daß man diese Theorie mit normalen Worten und Sätzen gar nicht erklären kann! Es klingt alles so verquast, weil es tatsächlich vollständig verquast ist. Marxisten flüchten dann immer in die Phrase von der „Dialektik“ (von der sie null Ahnung haben!), tatsächlich geht es aber darum, daß der Bereich der Produzenten und der der Konsumenten durch die Funktionen ERSTRAHLUNG, ANZIEHUNG und die sie beide umfassende Funktion GLEICHZEITIG VORLIEGENDE WIRKUNG miteinander verknüpft sind. Genauso wie etwa eine Galaxie als Ganzes ist auch die Wirtschaft nicht nur ein Geflecht von „horizontalen“ BEWEGUNGEN, sondern sie ist – sie ist sozusagen „vertikal“, wie die Symphonie in Zappas Imagination.