Archive for September 2021

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: c. Radiogalaxien

18. September 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: c. Radiogalaxien

Das ultimative Tabu (Teil 9)

17. September 2021

Schuldgefühle sind in der Muskulatur festgehaltene Aggression (Sadismus). Mit anderen Worten ist Schuld nichts anderes als eine bioenergetische Stauung, die nur durch Selbstaufopferung (Masochismus) aufgelöst werden kann. Das erklärt den gesamten linksliberalen Krampf, die Besessenheit die Dritte Welt, das Klima etc. retten zu wollen und dafür sein eigenes Land, ja seine gesamte Rasse zu opfern. Bis vor nicht allzulanger Zeit hat das Christentum die Weißen vor dieser Selbstaufopferung bewahrt, denn Gott selbst (Christus) hatte ein für allemal die Schuld, alle Schuld auf sich genommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in diesem Land zu einer alle Lebensbereiche bestimmenden Re-Christianisierung. Nur so konnten die Menschen die kollektive Schuld, die sie auf sich geladen hatten, meistern. Spätestens Ende der 1960er Jahre ist dieser Versuch kollabiert und ein sozialer Aktivismus trat an seine Stelle, der darauf hinausläuft die ermordeten Juden mit der Selbstvernichtung des deutschen Volkes aufzuwiegen.

Damit dieses Land eine Zukunft hat, muß die Orgonomie an die Stelle des Christentums treten. Ausschließlich sie kann uns vom Erbe des Holocaust erlösen. Ohne sie sind wir dem Untergang geweiht. Einzig und allein die Orgonomie kann der deutschen Tragödie ein Ende setzen!

ANHANG: Es ist vollkommen banane, was du vorbringst an libertären, anarchistischen, konservativen oder was auch immer „Problemlösungen“. Solange sie „links“, „rechts“ oder, was fast immer der Fall ist, eine Mischform aus beidem sind, sind sie kontraproduktiv und haben nichts, aber auch rein gar nichts mit der Orgonomie zu tun – außer, daß man allenfalls das kleinere Übel wählt.

Diese politischen „Lösungen“ sind durchweg Ausdruck der Charakterstruktur derer, die sie vertreten. Da sie eine Funktion der Panzerung sind, d.h. eine Funktion der Zerstörung des einheitlichen Funktionierens des Organismus, können sie nur weitere Panzerung induzieren. Das wird auch nicht besser durch absurde Lösungsversuche wie sie von „nationalen Sozialisten“ oder „liberal-konservativen Reformern“ vertreten werden.

Deutschland ist Hort der Dialektik und, frei nach Goethes Faust, der Tat, d.h. wir wollen nichts mit der einseitigen, halbblinden und halbgelähmten Parteienwirtschaft zu tun haben, sondern vor dem Hintergrund einer beide Pole überwindenden (orgonomischen) Einheitsschau zum produktivem (arbeitsdemokratischen) Handeln schreiten.

Genauso auch in der Naturwissenschaft: mechanistische Einwürfe gegen die Orgonomie, „Ergänzungen“, „Korrekturen“, „Weiterentwicklungen“ etc., sind genauso unwillkommen wie mystische oder gar ein mechano-mystisches Konglomerat aus beiden: „Prana“, „Äther“ und ähnliches Zeugs, das auch jeder Nationalsozialist und jeder schizophrene Spinner vertreten kann (ich verweise zurück auf Teil 3).

Die Orgonomie ist weder eine Ideologie, noch ein „Weltmodell“, sie ist keine Weltanschauung, die an irgendwelchen „Weltanschauungskriegen“ teilnimmt, sondern eine Wissenschaft, d.h. sie geht nicht mit vorgefaßten Meinungen an die Wirklichkeit heran, sondern zieht Schlußfolgerungen aus der Beobachtung. Mit anderen Worten lebt sie nicht in der Zukunft, sondern entwickelt sich aus der Vergangenheit in die Zukunft. Sie hat keine vorgefaßten Meinungen, die die Abfolge „bevor, während, nachdem“ auf den Kopf stellt. Sie preßt die Welt nicht in das Prokrustesbett von Ideologien und Theorien. Etwas, was Goethes Faust in den Wahnsinn treibt.

“Weather Engineering in Contact with Space: Global Warming and the Planetary Emergency” von Conny Huthsteiner

16. September 2021

Diesen Artikel von 2005 hatte ich damals geflissentlich ignoriert, weil ich den Titel („Global Warming“) als absolut abstoßend empfand. Dabei ist das „Global Warming“ wieder erwarten gar nicht das zentrale Moment des Artikels und wird als eine Art fiebrige Erkrankung der Erdatmosphäre interpretiert. Tatsächlich ist dieser Artikel einer der bedeutsamsten, die in den letzten Jahren zur Orgonomie erschienen sind.

Er dokumentiert nicht nur, daß Reichs damalige Aussagen über seine Wetteroperationen in Arizona in den Wintermonaten 1954/55 rundweg dokumentarisch belegt werden können, sondern auch, daß die Entwicklung nach seiner Rückkehr aus Arizona, die von ihm angestoßene Tendenz („Wüstenbegrünung“) fortführte. Etwas, was Reich damals gar nicht mehr zur Kenntnis nahm, weil er voll und ganz in seine juristischen Verwicklungen mit der FDA verstrickt war.

[Es] waren während und nach Reichs Aufenthalt in Arizona extreme Anomalien in Bezug auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und verschiedene Formen von Niederschlag zu beobachten. Außerdem waren die Stürme sehr aggressiv. Monsunregen sind von Natur aus aggressiver als andere Wetterereignisse, dennoch empfanden lokale Beobachter die Regenstürme während dieses Zeitraums als bemerkenswert in ihrer Intensität. Die Niederschläge in den ersten vier Monaten nach Reichs Abreise aus Arizona (Mai, Juni, Juli und August 1955) waren die stärksten seit 1800. Die Monsunstürme, die im Juli und August auftraten, werden in Contact with Space nicht erwähnt. Ich nehme an, daß Reich davon nichts wußte, da er durch die Gerichtsverfahren zunehmend unter Streß stand. Die Gesamtniederschlagsmenge des Jahres 1955 war die zweithöchste in der Geschichte des Wetters in Tucson seit 1895 (die dritthöchste Niederschlagsmenge wurde im Jahr 2003 verzeichnet).

Tatsächlich hatte, Huthsteiner zufolge, Reich eine Dürreperiode kurz unterbrochen, die von 1947 bis 1977 andauerte. Dabei handelte es sich um die stärksten Monsunregen seit mehr denn 100 Jahre und 1955 war das drittfeuchteste Jahr in Arizona überhaupt!

Auch wird nachgewiesen, daß die offizielle Meteorologie Mitte der 1950er Jahre davon ausging, daß die Feuchtigkeit vom Golf von Mexiko, also dem Atlantik hochkäme, während Reich gemäß seiner Theorie von Galaktischen Orgonenergie-Strom auf Kalifornien und den Pazifik verwies. In den 1970er Jahren gab die Meteorologie ihm schließlich recht.

Am Ende möchte ich mit einiger Verwunderung feststellen, daß James DeMeos Arbeit, insbesondere die in Arizona („OROP Arizona 1989“ Journal of Orgonomy 1989 und 1990), die in vieler Hinsicht eine Wiederholung der Reichschen Expedition war, in dem Artikel mit keinem Wort erwähnt wird. Es hat mich auch irritiert, daß von „Eas“ die Rede ist, tatsächlich heißt es „ein Ea“, „zwei Ea“, „drei Ea“ etc. „Ea“ steht für „Energy alpha“ bzw. „Enigma“ (Rätsel), die in mehreren Objekten gleichzeitig zum Ausdruck kommen mögen, aber es bleibt eine Orgonenergie bzw. ein Rätsel!

Ich kann Huthsteiners Artikel nur jedem Orgonomie-Interessierten wärmstens ans Herz legen, zumal Reichs Contact with Space von anderen, etwa Myron Sharaf, geradezu mit Verachtung gestraft wurde.

Das ultimative Tabu (Teil 8)

15. September 2021

In seinem Buch Der Mensch in der Falle führt Elsworth F. Baker aus:

Der moderne Liberale wird vielleicht auch versuchen, den Lehren von A.S. Neill von Summerhill zu folgen. Er behauptet, „auf der Seite des Kindes“ zu stehen, versteht aber weder Neill noch das Kind. Das Ergebnis ist eine von Schuldgefühlen verzerrte, mechanische Anwendung von „freiheitsorientierten“ und „sexualfreundlichen“ Techniken, bei der „alles Richtige“ dem Kind in den Rachen gestopft wird, wodurch Verwirrung, Ressentiment, Frustration, Ungezogenheit und „Beatnikismus“ erzeugt werden. Übersehen wird die emotionale Fähigkeit des Kindes, solche Lehren anzunehmen oder die Verantwortung für ihre richtige Anwendung zu übernehmen.

Das hat Baker Anfang der 1960er Jahre geschrieben, doch läßt es sich eins zu eins auf heutige Verhältnisse übertragen. Das, was damals die Kinder der „Beat Generation“ waren, d.h. die damalige „flippige“ antiautoritäre „Gegenkultur“, die von linker Ideologie, Musik, Mode, Drogen und östlichem Mystizismus geprägt war, – das sind heute die hüpfenden Freitags für Fjudscher-Kids.

Sie sind das Produkt rot-grüner Lehrer*Innen, die, selbst durch und durch antiautoritär, auf der Seite des Kindes stehen, d.h. „des Kindes an sich“ – nicht etwa auf der Seite von Charlotte oder von Paul, konkreten Individuen. Man ist auf der Seite der Schwachen und Unterdrückten – und merkt dabei gar nicht, daß man diese ausnutzt, um die eigenen charakterlichen Probleme auszuleben bzw. zu versuchen sie zu bewältigen. Das ist das, was die Leninisten den Bauern- und Arbeitermassen in Rußland angetan haben. Genau das gleiche geschieht heute in unseren Klassenzimmern!

Die Lehrer sind von ihrem bioenergetischen Kern abgeschnitten und entfremden entsprechend die Kinder systematisch von deren eigenen Identität, mittlerweile sogar ihrer Geschlechtsidentität. Je schlimmer es den Opfern dieser „fortschrittlichen“ Erziehung geht, je verwirrter und frustrierter sie werden, desto mehr werden sie auf die vermeintlichen Verursacher ihres Seelenelends gehetzt: auf die allerletzten Überreste von rationaler Autorität, von Rationalität überhaupt, die es in unserer Gesellschaft noch gibt. Diese Kinder werden grausamer und rücksichtsloser sein, als die Kinder des Nationalsozialismus. Man schaue sich doch nur mal die Vernichtungsphantasien der „Antifa“ und der Corona-Sekte an!

Die ganze Menschenverachtung zeigt sich darin, daß die Kinder dazu gebracht werden ihre eigene Zukunft zu zerstören. Was wird bleiben, wenn unsere Gesellschaft etwa durch Blackouts zusammenbricht? Mord und Todschlag und eine Hölle auf Erden, die wirklich alles an Schrecken in den Schatten stellt, was jemals an Elend gewesen ist. Auf eine verquere Art scheinen die Freitags für Fjudscher-Gören das ja auch zu ahnen… Es wird schlimmer werden als der Holocaust! – Vom Great Reset will ich erst gar nicht anfangen…

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: b. Seyfert-Galaxien

14. September 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: b. Seyfert-Galaxien

Das ultimative Tabu (Teil 7)

13. September 2021

Ein Großteil der Verschwörungstheorien beruhen einfach auf einer erschreckenden humanistischen und naturwissenschaftlichen Unbildung und schlichter Dummheit. Etwa, das, was mir gestern auf Facebook widerfahren ist. Ein Photo, wo ein Flugzeug am Boden aus einer geheimnisvollen Öffnung am Heck dichten weißen Rauch ausstößt. „Der Pilot hat vergessen, die Chemtrails auszumachen.“ Auf mein Hinweis, daß das die Zusatzturbine ist, die jedes größere Flugzeug hat, eine Entsprechung zur Autobatterie, kommt die Antwort, davon habe er ja noch nie gehört, aber er glaube trotzdem weiter an Chemtrails. Diese Leute haben wirklich null Ahnung von Atmosphärenphysik, Flugzeugtechnik und den Vorgängen auf Flughäfen (mein engbefreundeter Nachbar war Techniker hier am Flughafen Fuhlsbüttel, der „Flugzeugwerkstatt“ der Lufthansa), vertreten aber mit eisernem Fanatismus die abstrusesten Theorien über „Chemtrails“.

Oder nehmen wir etwa das Christentum: „Alles Fake! Allein schon der Anfang: Jesus war Jude und hieß natürlich in Wirklichkeit Joschua!“ Nein, seine Alltagssprache war Aramäisch und in dieser Sprache hieß er „Jeschu“. Mit Sicherheit hat ihn nie jemand mit „Joschua“ angeredet, genausowenig, wie ich je mit „Petrus“ oder gar „Kaiphas“ angesprochen wurde! Die offizielle Sprache des östlichen Mittelmeers zur Zeit der Römer war Griechisch, entsprechend wurde er mit einiger Sicherheit auch schon zu Lebzeiten „Jesus“ genannt. Und dann natürlich die elende Geschichte mit dem auf dem Kopf gestellten Kreuz, das manchmal die Päpste benutzen. Nein, das ist kein Zeichen des Satanismus im Vatikan, sondern Petrus wurde auf eigenes Verlangen hin, da er sich als unwürdig erachtete, so wie sein Herr zu sterben, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt und der Papst ist sein Nachfolger. Das umgekehrte Kreuz ist also kein Zeichen der Rebellion gegen Gott, sondern ganz im Gegenteil von nicht mehr zu toppender Frömmigkeit. Seufz! Aus solchen blödgrotesken Versatzstücken werden ganze Bücher gebastelt, aus denen dann fleißig zitiert und deren „bahnbrechenden Informationen“ weiter ausgeschmückt werden…

Der zweite Schritt in den Wahnsinn sind pathologische Lügner. Als normaler Mensch sind einem Lügen wesensfremd. Bis heute frage ich mich, warum ich vor 500 Jahren einem Klassenkameraden erzählt habe, unsere Familie hätte mal einen Hund besessen. Eine Geschichte, die ich aus mir nicht ersichtlichen Gründen frei erfunden hatte. Ich schäme mich bis heute! Es gibt aber Menschen, die bestehen praktisch ausschließlich aus Lügen. Wenn man einmal mit dem Lügen angefangen hat, kommt man nie mehr aus dem eigenen Lügengebäude heraus. „Welche Rasse hatte der Hund? In welchem Alter ist er gestorben? Wie hieß er?“ Du kommst da nie wieder raus! Man ersetze den „Hund“ mit einer „UFO-Entführung“ oder einer Gefangenschaft im GULAG oder ähnlichem. Es gibt ganze Bücher, etwa der berühmte „Erlebnisbericht“ So weit die Füße tragen, in denen buchstäblich kein einziges Wort stimmt! Gruseligerweise glaubt so mancher pathologische Lügner am Ende selbst an seine Geschichten. Eine Selbsthypnose, die uns zum dritten Schritt führt:

Der endgültige Wahnsinn: paranoide Schizophrenie. Ich habe schon vor dem PC-Bildschirm fast zwei Stunden gesessen, um mir die Ausführungen von Leuten anzuhören, die vollkommen normal auf mich wirkten und wo ich mir sagte: „Ist ja extrem merkwürdig und unwahrscheinlich, was die da erzählt, aber man muß einen offenen Geist bewahren.“ In sich ist das, was da präsentiert wird, meist alles folgerichtig und logisch, aber wenn man aus dem Bannkreis heraustritt: praktisch kein Punkt ist bei näherer Betrachtung stichhaltig (siehe „Schritt 1“ oben), das eine oder andere ist eindeutig konstruiert, um ins Gesamtgebäude zu passen („Schritt 2“) und schließlich springt einen die Paranoia ins Auge (Geheimdienste pflanzen dir nachts Computerchips ein, du wurdest schon als Fünfjährige „erwählt“ und ähnliches).

Der gesamte Nationalsozialismus beruhte auf diesem Humbug, angefangen bei seinen vermeintlich „esoterischen“ Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts in der Runendeuterei (die „Edda“ bedeutet „es ist eh da“ und ähnlicher Schwachsinn) bis hin zu Himmlers festen Überzeugung, er würde indirekt Kontakt zu einer imaginären „jüdischen Weltregierung“ aufnehmen, als er gegen Ende des Krieges Vertreter jüdischer Hilfsorganisationen aus Schweden empfing.

Zig Millionen Menschen mußten wegen den pathologischen soziopolitischen und individuellen Charakterstrukturen von Leuten wie Wilson und Hitler elendig in der Blüte ihrer Jahre verrecken. Dabei sollten wir aber nie vergessen, daß diese bösen Clowns nur deshalb geschichtswirksam sein konnten, weil sie in den Charakterstrukturen der gepanzerten Massen Widerhall fanden! Dank des Weltnetzes und der zunehmenden okularen Panzerung der Menschen ist diese massenpsychologische Dynamik aktueller denn je.

In jedem Linken schlummert ein stalinistischer Politkommissar, der herauswill – und die ANTIFA hat das lästige „ANTI“ längst überwunden!

12. September 2021

von Christian

Es ist mir wichtig, noch etwas zu ergänzen zu meinem kürzlichen Kommentar.

Ich möchte alle Leser hier bitten, den dort angegebenen Link zu öffnen und aufmerksam von der ersten bis zur letzten Zeile zu lesen!

Es lohnt den Aufwand, denn es handelt sich um ein protypisches Lehrstück über „organisierte emotionale Pest“ bei der ach so „emanzipatorischen“, „basisdemokratischen“ und „woken“ heutigen (grünen) Linken, der es ja so sehr um „Antidiskriminierungspolitik“ und um die Menschenrechte von „Minderheiten“ geht, und die so unglaublich mutig gegen „Hatespeech“ und „Hetze im Internet“ kämpft.

Man würde über diese Ironie gar nicht mehr aus Lachkrämpfen herauskommen, wenn die Angelegenheit nicht so ernst wäre: es ist ein absolut typisches Merkmal der emotionalen Pest, dem vermeintlichen Gegner exakt dasjenige vorzuwerfen, was man selber gerade praktiziert!

Diese „ANTIFA“ beruft sich ja notorisch immer wieder auf das angebliche Rosa-Luxemburg-Zitat: „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“.

Dass Luxemburg dass erstens nie so gesagt hat, es sich zweitens nur auf leicht unterschiedliche Fraktionen innerhalb der kommunistischen Bewegung bezog, und drittens die gute Rosa alles andere als eine Demokratin war, sondern eine totalitäre, autoritäre und militante Fanatikerin, macht das Ganze noch absurder.

Oder eben gerade nicht, da die heutige „ANTIFA“ den Slogan ganz genau so anwendet, wie die intolerante Anti-Demokratin Luxemburg das auch intendiert hat!

Aber nun zurück zu meinem eigentlichen Anliegen, nämlich den Inhalten des Textes, zu dessen bösartiger emotionalen Pestilenz ich Folgendes anmerken möchte:

Zunächst wird der mutwillige Eindruck vermittelt, dass es sich bei Prof. Bernd Senf um einen Antisemiten handeln würde und bei Dr. DeMeo um einen geistigen Wegbereiter des angeblichen („Lattorfschen?) „Faschismus“.

Dass Senf ein „Antisemit“ und DeMeo ein „geistiger Faschist“ sei, dazu kenne ich keinerlei Evidenz, noch werden dafür irgendwelche belastbaren Beweise in dem o.g. ANTIFA-Pamphlet geliefert.

Nach typischem Muster der EP (= emotionalen Pest) werden hier in manipulativer Weise nur assoziative Zusammenhänge suggeriert, Andeutungen gemacht, wenig aussagekräftige Fußnoten eingefügt usw.

M.a.W: es handelt sich schlichtweg um Rufmord, um Verbreiten von Tratsch und Klatsch, um die Konstruktion und Anprangerung von Feindbildern „weißer toxischer Männlichkeit“ ohne jegliche Beweisführung, die bei solch schweren Vorwürfen doch wohl dringend geboten wären – speziell für solche „Menschenrechtler“ und „Minderheiten-Beschützer“, als die sich die Autoren durchgängig aufspielen.

Menschen ohne hinreichende Belege als Antisemiten und/oder Faschisten öffentlich im Netz bloßzustellen und zur Hetzjagd gegen sie aufzurufen, das sind exakt jene malignen Mechanismen der EP, wie Wilhelm Reich sie uns gelehrt hat!

Kommen wir nun aber zur eigentlichen Zielscheibe des äußerst umfangreichen Pamphlets, Ottmar Lattorf, der schon in der fetten Überschrift „Keiner von uns! Zum rechten Esoteriker, Sektierer und Pseudo-Feministen Ottmar Lattorf“ ausgegrenzt und zum Abschuss freigegeben wird.

Es fehlt mir die Zeit und die Lust, hier eine umfassende kritische Textanalyse des gesamten ANTIFA-Pamphlets durchzuführen, denn der Text ist den Aufwand nicht wert, den dies erfordern würde.

Ich möchte jedoch ein paar Beispiele dafür aufzählen, mit welchen bösartigen, polemischen, stigmatisierenden und stereotypen Klischees Lattorf in dem Artikel verleumdet wird; u.a. wird er des Folgenden beschuldigt:

  • des „(linken) Mackertums mit heteronormativen Verhältnissen“ (was immer man sich unter solch einer Begrifflichkeit vorzustellen hat)
  • einer „kruden Weltverschwörungskonstruktion“ und „Verschwörungstheorien“
  • einer „Verklärung des Patriarchats zum Matriarchat“
  • einer „Romantisierung antizivilisatorischer Technologiefeindlichkeit“
  • er predige ewige “Liebe und Frieden” und „treibe damit Menschen in die Fänge von Sekten“
  • er sei „bekennender platter Antiamerikanist – Antizionist – Antisemit”
  • er habe „männlichdominant die sexuelle Revolution propagiert“
  • er sei „rassistisch pseudofeministisch“
  • als Reichianer vertrete er ein „biologistisch ausgerichtetes, völkisches, ethnopluralistisches und damit antifeministisches und rechtsextremes Konstrukt“ (bei dieser plakativen Aneinanderreihung von Worthülsen kriegt man einen Krampf im Hirn)
  • er stehe „in ideologischer Hinsicht äußerst rechts“.
  • Sein eigentliches Verbrechen bestehe darin, dass er im Gegensatz zu den Autoren dieser Hetzkampagne eine „Klare Haltung für (Queer-)Feminismus“ vermissen lasse (dazu fällt einem nun wirklich nichts mehr ein…).

Am Ende des Textes mündet die „anti“-faschistische (in Wahrheit aber zutiefst emotional pestkranke) Verleumdung des Opfers Ottmar Lattorf in den folgenden Forderungskatalog von geradezu militanten Maßnahmen (s.u.).

Wie man gleich sehen wird, stehen diese der übelsten demagogischen Verfolgung von „Regimekritikern“ und ideologischen „Abweichlern“, wie wir sie aus rechts- und linksfaschistischen Systemen kennen, in nichts nach – und reihen sich zwanglos in die menschenverachtende Tradition von Julius Streichers Stürmer und der stalinistischen „Säuberungen“ in der UdSSR ein.

Die Treibjagd wird eröffnet und die Meute von der Leine gelassen.

Ich zitiere nun die geforderten Maßnahmen der „ANTIFA“, mit denen man den „Unmenschen“ (oder „Untermenschen“?) Lattorf und seine Freundin Johanne Liesegang buchstäblich zur Strecke bringen und zum Abschuss freigeben will.

„Und jetzt?

Mit dieser Aufklärung über Ottmar Lattorf ist es nicht getan. Darum fordern wir

  • Weitergabe der Informationen über Lattorf, seine Positionen und sein Umfeld auch über linke Zusammenhänge hinaus in zivilgesellschaftliche Strukturen und den öffentlichen Raum!
  • Deutliche Abgrenzung und Aufkündigung jeglicher Zusammenarbeit mit Lattorf und Umfeld!
  • Offenlegung der Strukturen und Projekte, die mit Lattorf zusammenarbeiten oder zusammengearbeitet haben im Rahmen öffentlicher Distanzierungen!
  • Interne Auseinandersetzung mit dem Problem jeglicher Formen des Antisemitismus und der Notwendigkeit von feministischen Forderungen, nicht nur in linken Strukturen!
  • Haus- und Zutrittsverbote für Ottmar Lattorf an allen Kultureinrichtungen sowie Orten der Politik und Selbstverwaltung wie z.B. Alte Feuerwache, Ökoprojekte, Kirchen etc.!
  • Kündigung der städtischen Verträge mit Ottmar Lattorf und seinem Verein (z.B. Nutzungs- und Pachtverträge) beruhend auf der Charta der Stadt Köln für Vielfalt und Toleranz sowie den Ratsbeschluss gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln!
  • Auftritts- und Sprechverbot auf städtischen Veranstaltungen und Podien z.B. als Funktionsträger seines Vereins und für Bürger_inneninitiativen!
  • Ausschluss von Demonstrationen und Kundgebungen sowie E-Mail-Verteilern einschließlich der Deaktivierung seiner Zugänge zu bestehenden Kommunikationsstrukturen (E-Mail, Blogs, Foren etc.)!
  • Ausschluss aus Bürgerinitiativen und BI-Netzwerken!
  • Abwahl von Ottmar Lattorf aus Ämtern/Funktionen, die er z.B. in Vereinen, Netzwerken oder öffentlichen Gremien ausübt!
  • Verhinderung der Neuinstallation der antisemitischen Kölner Klagemauer durch Lattorfs Weggefährtin Johanne Liesegang!
  • Breiter Protest gegen die sog. “Hygiene”-Mediationen, Corona-“Spaziergänge” und andere Aktionen der Corona-Querfront als Sammelbecken des Rechtsextremismus mit allen Mitteln und auf allen Ebenen!
  • Einrichtung von konkreten Hilfsangeboten für Betroffene aus dem sektenartigen Umfeld Ottmar Lattorfs, bspw. Menschen die aufgrund seiner medizinischen “Beratungen” geschädigt wurden, Opfer seiner Manipulationen!
  • Klare Haltung gegen jeden Antisemitismus!
  • Klare Haltung für (Queer-)Feminismus!“

Es bleibt einem buchstäblich die Spucke weg, wenn man so etwas liest, denn es geht um nichts anderes als um soziale Annihilation aus rein politischen Gründen!

Ein missliebiger Mensch soll „unmöglich gemacht“, stigmatisiert und in die Isolation getrieben werden, damit er sowohl in virtuellen „sozialen Netzwerken“ als auch in „analogen“ zwischenmenschlichen Zusammenhängen (siehe: „Haus- und Zutrittsverbote“ usw.) ausradiert und jeglicher Artikulationsmöglichkeit beraubt wird (letztlich läuft es auf ein „Geh doch sterben!“ hinaus). Erinnert dieser Aufruf für die Errichtung „Lattorf-freier Zonen“ nur mich an die sukzessive und systematische Ausgrenzung der Juden aus dem öffentlichen Leben in den Jahren nach 1933?

Was für ein unglaublicher, geradezu „eliminatorischer“ Hass auf Andersdenkende!

Der oben zitierte „Ausschluss von Demonstrationen und Kundgebungen sowie E-Mail-Verteilern einschließlich der Deaktivierung seiner Zugänge zu bestehenden Kommunikationsstrukturen (E-Mail, Blogs, Foren etc.)!“ bedeutet nichts anderes als: „wir stimmen mit Dir politisch nicht überein, deshalb darf´s dich nicht mehr geben!“.

Erst wird ein Mensch, der anscheinend keinerlei Straftat begangen hat (sonst hätten die Autoren das doch mit Sicherheit erwähnt und ausgeschlachtet), kommunikativ und sozial „gelöscht“. Und dann im zweiten Schritt ggf. auch physisch „ausgelöscht“?

Und das (Zynismus hoch zehn!) auch noch alles im Namen des „Antifaschismus“ und Kampfes gegen „Hatespeech“, Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten…

Das Ganze ist organisierte emotionale Pest, und nichts anderes!

Die Verfasser des Hetz-Artikels gegen Lattorf und Freundin können vor lauter vorgeblichem „Humanismus“ und grün-roten „Gutmenschentums“ kaum kaschieren, dass sie selber womöglich funktionell identisch sind mit jenen, die im Dritten Reich die Hetzjagd auf die Juden nicht nur theoretisch begründet, sondern auch praktisch durchgeführt und die „Meute“ zu Pogromen aufgehetzt haben.

Sind sie nicht funktionell und v.a. auch charakterologisch identisch mit den Protagonisten des sogenannten „Großen Terrors“ und der Schauprozesse in der Sowjetunion, der Kulturrevolution in China oder der „La Grande Terreur“ in der Französischen Revolution? Unglaublich „böse“ sein „im Namen des Guten“!!

Wenn ich Ausmaß und Inhalt der geforderten „Maßnahmen“ gegen Lattorf und Freundin lese, frage ich mich: Wo bitteschön ist hier noch der Unterschied der ach so „ANTI-faschistischen“ Verfasser zu einem geifernden NS-„Blutrichter“ Freisler vor dem „Volksgerichtshof“? Oder zu einem Tschekisten wie Feliks Dzierżyński?

Zu einem Robespierre, Marat, de Talleyrand-Périgord bzw. den Jakobinern, die (ebenfalls im ideologischen Fahrwasser der „Aufklärung“, „Emanzipation“ und der „Menschrechte“) gnadenlos Menschen abschlachteten? 

Würden solche Menschen wie die Autoren nicht in einem Stasi-Gefängnis, ohne mit der Wimper zu zucken, „Staatsfeinde“ bzw. „Regimekritiker“ foltern? 

Würden diese Leute, wenn sie einmal „an die Macht kommen“, nicht Hinz und Kunz denunzieren und in einem „Revolutionstribunal“ Abertausende von politisch Andersdenkenden, Abweichlern, „Querdenkern“, „Impfgegnern“ und vermeintlichen Konterrevolutionären „liquidieren“? 

Oder muss man sogar befürchten, dass solche Fanatiker wie die Verfasser des o.g. Hetzartikels, die die Meute zu einem „Maßnahmenkatalog“ auffordern, schon jetzt (also vor deren „Machtergreifung“) jemandem wie Lattorf auflauern, ihn entführen, zusammenschlagen oder gar Schlimmeres? 

Man fragt sich unweigerlich, „was hat dieser Lattorf eigentlich getan“, dass er solch einen unstillbaren Hass bei den rot-grünen Spinnern von der „ANTIFA“ auslöst? 

Ich kenne Herrn Lattorf nicht persönlich und weiß also nicht, ob ich ihn sympathisch oder unsympathisch finden würde, mit welchen seiner Positionen ich übereinstimmen würde und mit welchen nicht. 

Fasst man die biographischen Eckdaten Lattorfs aus o.g. Schmierblatt zusammen, so hat er sich u.a. jahrzehntelang mit Wilhelm Reich, mit der Orgonomie und mit James DeMeo´s Saharasia-Theorie beschäftigt, hat historische Untersuchungen zur Hexenverbrennung und zur Heimatforschung betrieben und sich mit deutscher Geschichte beschäftigt. Er war/ist in diversen Bürgerrechts-Initiativen und Öko-Gruppen sowie sozialen Aktivitäten im Großraum Köln aktiv, empfindet (wie Millionen anderer Menschen hierzulande) ein tiefes Unbehagen angesichts der Problematik der Masseneinwanderung und „Islamisierung“ sowie der ganzen Corona-Thematik und hat diese Sorgen auch öffentlich artikuliert und argumentativ begründet; ferner hat er sich mit Frauenthemen, Matriarchatsforschung und der Unterdrückung weiblicher Sexualität auseinandergesetzt. 

Vielleicht habe ich den einen oder anderen Punkt ausgelassen, aber in der Summe läuft das alles doch „nur“ darauf hinaus, dass er politisch eine andere Meinung vertritt als z.B. die rot-grünen Verfasser jener „ANTIFA-Website“, deren intellektuell so ungemein anspruchsvoller ideologischer Horizont auf Aspekte abhebt wie den, dass man/frau „eine klare Haltung für (Queer-)Feminismus“ zu entwickeln habe (und man zum Todfeind erklärt wird, wenn man das nicht tut) – Prost Mahlzeit! 

Ganz besonders schlimm sei, dass Menschen wie Lattorf sich nicht genügend mit dem „(linken) Mackertum mit heteronormativen Verhältnissen auseinandergesetzt“ hätten – dazu fällt einem nichts mehr ein! 

Summa Summarum wird Herrn Lattorf nichts weiter vorgeworfen, als dass er eben eine andere Meinung vertritt als die Autoren jener obskuren ANTIFA-Plattform (soviel also zu der von den Rotgrünen so vielbeschworenen „Freiheit, die immer auch die Freiheit der Andersdenkenden meint“). 

Und der Hass ist wohl auch deshalb so groß, weil Lattorf, wie selbst der o.g. Artikel erwähnt, über Jahrzehnte hinweg dem linken politischen Lager zuzurechnen war und erst später versucht hat herauszufinden, welche seiner alten „linken“ Positionen ggf. eine Schnittmenge aufweisen (was die Autoren „Querfront“ nennen) mit Positionen und Initiativen, die früher dem sogenannten eher „rechten“ Lager zugeordnet wurden. Als ob das alte mechanistische Schubladendenken „Rechts versus Links“ noch in einem Zeitalter unbeschränkte Gültigkeit besäße, wo die meisten Großkapitalisten heute politisch dezidiert links stehen (und der sächsische Arbeiter „rechts“) und die frühere SPD-Bundesregierung unter Helmut Schmidt heute als „rechts“ gelten würde. 

D.h. also, Lattorf ist in den Augen der ANTIFA-Autoren ein Renegat, und das löst bei jenen Linken, die trotz erdrückender Gegenevidenz in all den Jahren nichts hinzugelernt haben, sondern dogmatisch weiter bei ihren überholten marxistischen Positionen verharren, die heftigsten negativen Emotionen („Verräter!“) aus. 

In der Geschichte gibt es ja zahllose Vorläufer dafür, dass Kommunisten nichts so sehr hassen wie andere Kommunisten (die ideologisch von der „Hauptlinie“ abweichen, wie es z.B. die Menschewiki oder die Trotzkisten taten) bzw. Sozialdemokraten, die von der KPD und KPDSU als „Sozialfaschisten“ und „Revisionisten“ tituliert und teilweise sogar vehementer bekämpft und liquidiert wurden als die tatsächlichen Faschisten bzw. Nationalsozialisten.  

In meinen Augen jedenfalls ist das Ganze ein Paradebeispiel für die „organisierte emotionale Pest“, und spätestens jetzt ist es endlich an der Zeit, der „ANTIFA“ mit Fug und Recht das „ANTI“ wegzustreichen!

Zum Schluss würde ich gerne wissen, wie andere Nachrichtenbrief-Blogger den o.g. ANTIFA-Artikel gegen die Reichianer Lattorf, Senf und DeMeo empfinden, und was sie speziell über den zitierten Forderungskatalog von eliminatorischen „Maßnahmen“ am Ende des Artikels denken. 

DieRoteZora says:

Also, MIR gehen diese windelweichen, viel zu liberalen Forderungen der „ANTIFA“ zur „Endlösung der Lattorf-Frage“ nicht weit genug!

Gegen solche toxische weiße Männlichkeit, welche sich DERMASSEN sexistisch, heteronormativ, anti-queer, rassistisch, gender-intolerant, postkolonialistisch und frauenfeindlich aufführt, muss noch VIEL konsequenter vorgegangen werden!

Und dass dieser widerliche Fascho-Typ mit seiner Cis-Nazischlampe obendrein auch noch den wissenschaftlich überholten und LGBTQIA-diskriminierenden Androzentrismus des reaktionären Orgasmus-Papstes Wilhelm Reich propagiert und eine protofaschistische „Orgonenergie“ postuliert, erfordert allerschärfste Gegenmaßnahmen unserer coolen Community.

Bei Ekelpaketen wie Lattorf und seiner Heterofaschisten-Braut helfen meines Erachtens nur noch konsequente Sippenhaft, Aburteilung durch polygeschlechtliche revolutionäre Volkstribunale, Zwangsarbeit im Steinbruch und sofortige Verbringung in eines unserer bewährten Umerziehungslager, in denen engagierte Sozialpädagog*INNEN die notwendigen kognitiven Umstrukturierungen vornehmen. 

Wenn die Reaktanz des Delinquenten dennoch therapieresistent ist, sollte Spießrutenlaufen in der Community praktiziert werden.

Sollten diese aufklärerischen und liebevollen pädagogischen Ansätze nichts fruchten, müssten wirklich terminale Maßnahmen ausdiskutiert werden, denn im Kampf gegen Faschismus und postkoloniale toxische Männlichkeit ist jedes Mittel moralisch legitimiert.

Das ultimative Tabu (Teil 6)

11. September 2021

In einem Interview von 1986 über den Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 sagte der Jugendaktivist des Putsches und spätere SS-Sturmbannführer Gustav Adolf Lenk (Jahrgang 1903) auf Bayern 3 (6. Nov. 1993), daß es drei Vorbilder gegeben hätte, denen er Zeit seines Lebens gefolgt wäre: „Hitler, Rudolf Steiner und General Ludendorff“. 1922 hatte Lenk den „Jugendbund der NSDAP“ gegründet und nachdem die NSDAP verboten wurde, gründete er 1924 die „Großdeutsche Jugendbewegung“ – aus der dann die Hitler-Jugend wurde.

Ein anderer SS-Anthroposoph war der Chef der Abteilung III des Reichssicherheits-Hauptamtes, der SS-Obersturmführer Otto Ohlendorf, der seine anthroposophischen Gesinnungsgenossen im Dritten Reich aktiv unterstützte. Jahrgang 1907 trat er 1925 als eines der ersten Mitglieder in die neugegründete NSDAP ein, 1926 kam er zur SS und 1936 zum SD, wo er für „Volkstum“ und den Inlandsnachrichtendienst verantwortlich war und in dieser Eigenschaft den Holocaust plante. Zwischen Juni 1941 und Juli 1942 war er Leiter der „SS-Einsatzgruppe D“, die in Rußland mehr als 91 000 Juden ermordete.

Himmler nannte den Anthroposophen und puritanischen Vertreter der NS-Orthodoxie verächtlich „Gralsritter des Nationalsozialismus“. Am Ende des NS-Regimes versuchte Ohlendorf als SD-Inlands-Chef, und damit als einer der mächtigsten Männer des Reiches, dieses durch anthroposophische „Dreigliederung“ zu retten, wobei die NSDAP zu einem von aller Machtpolitik befreiten „Tempel der Weisheit“ werden sollte. Bis zu seiner Exekution 1951 als Kriegsverbrecher blieb er glühender Nationalsozialist und Anthroposoph.

In den Erinnerungen einer französischen Korrespondentin im Deutschland der 1930er Jahre entdeckte ich folgenden Fall: 1935 durfte Jules Sauerwein vom Paris-Soir als erster ausländischer Journalist ein KZ besichtigen. Als Sauerwein nach Berlin zurückkehrte, fiel der Jounalistin an Sauerwein auf, daß er so begeistert war, wie sie ihn nie zuvor erlebt hatte. Sauerwein war beim Besuch des KZs Sonnenburg von einem jungen SS-Mann aus dem Justizministerium begleitet worden. Der SS-Offizier hatte sich auf der gemeinsamen Reise als glühender Anhänger Steiners erwiesen, was sich gut traf, denn Sauerwein hatte die Bücher Steiners ins Französische übersetzt. Der anthroposophische SS-Mann „Alexander“ erklärte seinem anthroposophischen Glaubensbruder und Duzfreund „Jules“ das KZ wie folgt:

Das ist eine unserer schönsten Einrichtungen. Das sind keine Straflager, sondern Besserungsanstalten. Wir halten unsere Häftlinge nicht für Kriminelle, sondern für Verirrte.

(Offenbar eine Art von Waldorf-Schule!) Dementsprechend enthusiastisch war auch der Bericht des Anthroposophen Sauerwein im Paris-Soir (Stephane Roussel: Die Hügel von Berlin, Hamburg 1986, S. 189-91).

Der Lebensreformer Rudolf Heß las die Schriften Steiners mit großem Interesse, aß nur, was auf anthroposophischen Bauernhöfen angebaut wurde und sogar Hitler selbst bezog seine vegetarische Nahrung ausschließlich von einem anthroposophischen Bauernhof. Sein Stellvertreter nahm die Waldorf-Schulen und die anthroposophische „Christengemeinschaft“ unter seinen persönlichen Schutz, während Walther Darré, der NS-Reichsbauernführer und Landwirtschaftsminister, das gleiche für die anthroposophisch-biodynamische Landwirtschaft tat.

1941 ordnete Himmler eine wissenschaftliche Studie in Auschwitz an, um ein für allemal festzustellen, ob anthroposophische (die Himmler vorzog) oder industrielle Anbaumethoden bessere Resultate erbringen würden. In einem Briefwechsel über seinen Befehl den biodynamischen Anbau in Auschwitz zu untersuchen, erwähnt Himmler einen ungenannten SS-Offizier, der ein agitierender Anthroposoph in Auschwitz sei (Helmut Heiber: Reichsführer! – Briefe an und von Himmler, Stuttgart 1968, S. 89f).

1944 war Thies Christophersen „SS-Sonderführer für Pflanzenzucht“ im Auschwitzer Zweig-KZ Raisko, mit anthroposophischem Anbau. Nach dem Krieg leitete er ein neo-nationalsozialistisches Netzwerk. 1973 veröffentlichte er das Buch Die Auschwitzlüge mit einer Auflage von insgesamt 100 000. Er veröffentlichte die neonazistische Zeitschrift Die Bauernschaft, wo er u.a. den anthroposophischen Anbau propagierte.

Der Anthroposoph Franz Lippert, Leiter des Heilpflanzenanbaus bei der anthroposophischen Aktiengesellschaft „Weleda“, die anthroposophische Medizin herstellt, wurde ins KZ Dachau abkommandiert, um dort den medizinischen Kräutergarten der SS zu leiten. Auch wurden in Dachau Gefangene unterkühlt bis der Tod eintrat, um die Weleda-Frostschutzcreme zu testen. Ausgeführt wurden diese Versuche von dem KZ-Arzt, Anthroposophen und SS-Hauptsturmführer Dr. Sigmund Rascher.

Raschers wuchs in einer prominenten anthroposophischen Familie auf mit engen Verbindungen zu Steiner persönlich. Ich verweise den geneigten Leser auf den Aufsatz Vom Muttersöhnchen zum Massenmörder – Überlegungen zu einer fatalen Biographie von Hubert Rehm.

Das ultimative Tabu (Teil 5)

10. September 2021

Ob Hanussen jemals mit Hitler zusammengetroffen ist, ist zweifelhaft. Der amerikanische Wikipedia-Eintrag über ihn behauptet das für Anfang der 1920er Jahre auf der Grundlage von Unterlagen des OSS, während im deutschen Eintrag davon keine Rede ist. Andere „Quellen“ behaupten eine Begegnung Anfang der 1930er Jahre. Derartige Begegnungen sind mehr als fraglich und werden m.W. in der seriösen Hitler-Literatur nirgends erwähnt. Trotzdem ist Hitlers Karriere ohne Hanussen m.E. kaum vorstellbar. Es geht um den Reichstagsbrand und das merkwürdig „schlafwandlerische“ Auftreten von Marinus van der Lubbe. Es ist tatsächlich diskussionswürdig, daß van der Lubbe von dem informellen SA-Mitglied Hanussen in einen hypnotischen Zustand versetzt worden war, um den Reichstag anzuzünden. Aus diesem posthypnotischen Zustand wurde er nie wieder befreit. Unwillkürlich muß man an das merkwürdige Auftreten von Lee Harvey Oswald denken.

Beide, van der Lubbe und Oswald, handelten mit geradezu übermenschlicher Präzision. Es gehört ungemeine Willensstärke dazu, ein Gebäude wie den Reichstag systematisch in Brand zu setzen oder einen Präsidenten im Visier zu halten und in kürzester Folge dreimal abzudrücken. Hypnose kann bewirken, daß wir uns sozusagen nicht mehr selbst im Wege stehen und entsprechend Dinge „durchziehen“ können, die ohnehin unserem Wesen entsprechen. Deshalb kann man diese Methode ja therapeutisch nutzen, etwa zur Raucherentwöhnung oder um soziale Phobien zu überwinden, die das Arbeits- und Liebesleben behindern.

Bernhard Horstmann führt in seinem Buch Hitler in Pasewalk (Düsseldorf 2005) aus, daß Hitlers angebliche „Gaserblindung“ am Ende des Krieges in Wirklichkeit hysterischer Natur war und daß der behandelnde Psychiater, Dr. Edmund Forster, seinem Patienten mittels einer ausgeklügelten Hypnosetechnik dazu brachte wieder sehen zu können. Er suggerierte Hitler, daß dieser kein gewöhnlicher Mensch sei, sondern auserwählt, ein „Wundermann“, der mit seiner übermenschlichen Willenskraft Herrschaft über die Materie habe und deshalb auch das Unmögliche vermöge, nämlich trotz seiner zerstörten Augen wieder zu sehen. Die so freigesetzten psychopathologischen Mechanismen hätten, so Horstmann, in Hitler, eine „totale Wesenstransformation“ bewirkt.

Forster hat Hitler während der Trancephase die Omnipotenz des zu Wundern fähigen Übermenschen suggeriert. Er tat dies in Verbindung mit den Namen Jesus, Mohammed und der Heiligen und hat damit die Grundlage für einen Messiaskomplex gelegt, der später an Hitler verschiedentlich mit Staunen bemerkt worden ist. (S. 150)

Die „Stimme“, die Hitler gehört hat, und die ihn in einer „Vision“ zum Retter Deutschlands berief, war nichts anderes als die Stimme seines Hypnotiseurs Forster. (S. 244)

Da diese Hypnosebehandlung in die Wirren der November-Revolution fiel, hatte Forster nicht mehr die Gelegenheit den hypnotischen Zustand wieder aufzuheben. Ergebnis war eine andauernde Wesensveränderung Hitlers. Aus einem willensschwachen und eher schüchternen deutsch-völkischen und schwärmerisch wagnerianisierenden Sonderling wurde der visionäre „Führer“, dem nach allen Zeugenaussagen ein „hypnotisch aufgeladenes Fluidum“ umgab, das zumindest eher willensschwache Zeitgenossen in seinen Bann zog. Gleichzeitig wirkte Hitler merkwürdig starr, beziehungslos und „fremdgesteuert“, wie in Trance.

Die Rolle, die Forster und Hanussen in der Geschichte des Nationalsozialismus gespielt haben, wird sich nie abschließend nachweisen lassen, die Indizien sind aber ziemlich schlüssig. Es geht darum, daß Psychotechniken („Psychotherapie“) eine entscheidende Rolle im wichtigsten Geschehen seit Jahrhunderten gespielt haben.

Reich selbst hat Anfang der 1920er Jahre als angehender Psychiater und Psychoanalytiker „Suggestivmethoden“ angewendet, um seinen Patienten möglichst schnell helfen zu können. In der Psychoanalyse hat der hypnotische Rapport in Gestalt der „Übertragung“ überlebt. Der Therapeut wird unbewußt zum Vater und/oder zur Mutter und dringt dergestalt in die Psyche des Patienten ein, die sich in dessen Kindheit gebildet hatte. Es dreht sich alles darum, eine „Übertragung“ herzustellen. In der Orgontherapie hingegen ist die Übertragung nichts anderes als ein Ersatzkontakt, der automatisch auftritt und immer wieder aufgelöst und durch einen genuinen Kontakt ersetzt werden muß.

Praktisch alle anderen Methoden, einschließlich der „Selbsthypnose“, helfen zweifellos den Patienten, halten jedoch letztendlich das Elend aufrecht, indem sie die Kontaktlosigkeit perpetuieren, wenn nicht verstärken. Sozialphobiker, beispielsweise, mögen durch diverse „Techniken“ ihre Ängste verlieren und ein besseres Leben führen, letztendlich wäre ihnen aber mehr damit gedient, wenn sie lernten ihre Ängste zu ertragen. Die Geschichte des „Dritten Reiches“ ist ein Menetekel dafür, was „Psychotherapie“ letztendlich bedeutet. Man denke nur daran, daß sich immer wieder „Psychosekten“ um Psychoanalytiker, Individualpsychologen, etc. formieren. Wer sich etwas mit der „Psychotherapeuten-Szene“ auskennt – gruselig…

Es geht um die Beziehung zwischen Therapeuten und Patienten: bei Hanussen war es der Mißbrauch des therapeutischen „Rapports“, bei Forster ging es um eine ähnliche Situation, die aufgrund äußerer Umstände eintrat, und in der modernen Psychotherapie geht es darum, daß mangels eines klaren funktionellen Denkens, die therapeutische Beziehung ständig aus dem Ruder zu laufen droht mit teilweise verheerenden Konsequenzen.

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: a. Astronomie und Sexualökonomie (Fortsetzung 1)

9. September 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: a. Astronomie und Sexualökonomie (Fortsetzung 1)