Archive for März 2015

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.1.a.

31. März 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel I

28. März 2015

orgonometrieteil12

I. Einführung

1. Der Orgonomische Funktionalismus

a. Die Funktion
b. Funktion und Funktionsprinzip
c. Die Geschichte des Orgonomischen Funktionalismus

2. Funktionsgleichungen

a. Homogene Funktionen
b. Heterogene Funktionen
c. Die Rolle des CFP

3. Entwicklungsgleichungen

a. Entwicklung
b. Erkenntnis
c. CFP und Begriff

4. Schöpfungsgleichungen

a. Liebe, Arbeit und Wissen
b. Gedankengleichungen

5. Vollständige Gleichungen

a. Qualität und Quantität
b. Bewegungsenergie und Lageenergie
c. Die Rolle des CFP in vollständigen Gleichungen
d. Die vier Grundrechenarten

Die Gefahren von Körpertherapien: Drei Fallstudien (Teil 5)

26. März 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Charles Konia: Die Gefahren von Körpertherapien: Drei Fallstudien (Teil 5)

acologo

Versteinerte Muskeln und gefrierendes Blut

23. März 2015

Anfang der 30er Jahre entdeckte Reich, daß der charakterliche Panzer (stereotype Verhaltensmuster, die selbst beibehalten werden, wenn sie denkbar unpassend sind), sein Korrelat in chronischen muskulären Verspannungen findet, die der Patient kaum willentlich beeinflussen kann. Man verkrampft sich, um seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, bis sich dieser Mechanismus verselbständigt und man die betreffenden Gefühle gar nicht mehr zulassen kann, so sehr man sich auch anstrengt. „Man wird nicht mehr locker.“

Später, in Der Krebs (Fischer TB, S. 191), wies Reich auf den Zusammenhang zwischen den emotionell verursachten Muskelspasmen und den Orten hin, an dem Krebs-Metastasen auftreten. Tumoren entwickeln sich dort, wo der Körper sich am meisten gegen bioenergetische Erregung mit Muskelpanzerung wehrt (Der Krebs, S. 189), das Gewebe deshalb schlecht mit Sauerstoff versorgt wird und so am ehesten krebsartig zerfällt, also insbesondere an der sich besonders einfach abpanzernden Ringmuskulatur wie im Hals, im Magen und im Anus, aber auch an den Brüsten und am Genital (siehe auch Der Krebs, S. 172).

In neuro aktuell, dem „Informationsdienst für Neurologen und Psychiater“ wies Dezember 2010 der Neurologe Dr. med. Frank Erbel darauf hin, wie schwer es ist, Patienten davon zu überzeugen, daß Kopfschmerzen eine denkbar einfache Ursache haben können: Nackenverspannungen. Teil dieser Aufklärungsarbeit sei es auch, dem Patienten zu verdeutlichen, daß ein ständig angespannter Muskel nicht ausreichend durchblutet ist und seinen Stoffwechsel nur schwer aufrechterhalten kann. Beispielsweise wird der Patient seinen Arm nur wenige Minuten gestreckt halten können, weil der Stoffwechsel der Schultermuskeln zusammenbricht. Genauso ist es mit ständig angespannten Nackenmuskeln.

Eigene Experimente hätten gezeigt, daß jede Muskelanspannung zu einer Minderdurchblutung des betreffenden Muskelgewebes führt:

Dazu wird eine Kanüle mit einem winzigen Thermistor in den Muskel eingestochen. Der Thermistor ist ein elektrischer Widerstand, dessen Wert sich temperaturabhängig verändert. Das Gerät wir durch einen elektrischen Strom aufgeheizt und gibt Wärme an das umliegende Gewebe ab. Dadurch kühlt der Thermistor ab und ändert entsprechend seinen Widerstandswert. Je stärker die Durchblutung des Muskels, um so leichter kann das Blut die Wärme vom Thermistor abführen. Die gemessenen Effekte der Muskelkontraktion sind höchst beeindruckend. Kräftige Kontraktionen bringen die Durchblutung auf null, doch bei jeder Muskelerschlaffung schießt das Blut erneut in die Blutgefäße.

Für Reich war der Muskelpanzer nur ein Teilaspekt einer umfassenden energetischen Kontraktion des Organismus, der „Sympathikotonie“. Dies wird beispielsweise daran sichtbar, daß nicht nur die Blutzufuhr gedrosselt, sondern auch das „flüssige Organ“ Blut selbst betroffen ist. In der Sympathikotonie „gefriert“ das Blut buchstäblich in den Adern!

Ängstliche Menschen neigen zu einer erhöhten Blutgerinnung mit dem Risiko einer Thrombose. Entsprechend besteht ein bis zu viermal so großes Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben. Forscher der Universität Bonn (Franziska Geiser et al.) haben 2008 erstmals das Blut von Patienten, die unter Panikstörung oder sozialer Phobie leiden, mit Blut einer gesunden Kontrollgruppe verglichen.

Normalerweise halten sich im Gerinnungssystem zwei gegenläufige, lebensnotwendige Mechanismen in etwa die Waage: Bei der Koagulation verdickt das Blut, ein Blutpfropf entsteht, und der dichtet etwaige Verletzungen ab. Die so genannte Fibrinolyse dagegen macht das Blut flüssig und löst den Blutpfropf wieder auf. Bei den Angstpatienten beobachteten die Forscher bei genauerer Analyse aber eine Aktivierung der Koagulation bei gleichzeitiger Hemmung der Fibrinolyse. (…) So gerät das Gerinnungssystem in eine Schieflage, und die Gerinnungsneigung erhöht sich, möglicherweise mit gefährlichen Folgen, die im Extremfall bis zur Verstopfung einer Herzkranzarterie reichen können.

Eine Folgestudie liefere erste Hinweise darauf, daß sich die Blutgerinnung bei den Patienten nach einer erfolgreich verlaufenden Therapie verbessere.

Vor einiger Zeit berichtete ich, daß, einer klinischen Studie zufolge, eine feindselige Haltung gegen die Mitmenschen zu einem höheren Herzinfarktrisiko führt als Fettleibigkeit, Rauchen oder hohe Blutfettwerte. Die Rede von „verhärteten Herzen“ kann man wörtlich nehmen!

1995 haben Forscher der Columbia University das Glücksniveau von mehr als 1700 Kanadiern ermittelt, die zu der Zeit (noch) keine Herzprobleme hatten. Nach einem Jahrzehnt untersuchten sie 145 der Probanden, bei denen mittlerweile eine Herzerkrankung vorlag. Auf diese Weise fanden sie heraus, daß glücklichere Menschen mit geringerer Wahrscheinlichkeit kardiovaskulär erkranken.

Die Forscher verwendeten eine Fünf-Punkte-Skala, um das Glück zu messen. Für jeden Punkt auf der Glücksskala ergab sich eine um 22 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit später ein Herzproblem zu entwickeln.

Was die Ursache für diesen Zusammenhang betrifft, spekulieren die Forscher darüber, daß glücklichere Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit einem gesünderen Lebensstil frönen. Es könnte auch einen unbekannten genetischen Zusammenhang zwischen Glück und geringerer Anfälligkeit für Herzkrankheiten geben. Schließlich wird spekuliert, daß das Glück direkt auf das Herz wirkt, denn bei Streß und Depressionen werden Hormone ausgeschüttet, die den Herzmuskel angreifen und es kommt zu Ablagerung in den Arterien. Selbst wenn man von Natur aus kein glückliches Gemüt habe, solle man deshalb im Interesse seiner Gesundheit sozusagen Glück simulieren.

Aus orgonomischer Sicht geht es einfach darum, offen und „unverkrampft“ (vagoton) zu sein. Das betrifft insbesondere ein möglichst ungepanzertes Brustsegment. Glück bedeutet einfach seinem Herzen zu folgen. So erübrigt sich auch die absurde Frage, ob die Korrelation zwischen Glück und Herzgesundheit auf die gesündere Lebensweise von glücklichen Menschen oder auf eine direktere Verbindung zwischen Glück und Herzgesundheit zurückzuführen ist. Verhalten und Charakterstruktur sind nicht zu trennen.

Reich war seit den 40er Jahren schwer herzkrank, erlitt 1951 einen Herzinfarkt und erlag schließlich 1957 im Gefängnis seinem buchstäblich „gebrochenem Herzen“. Seinen Sohn ermahnte er kurz vor seinem Tod, Glück sei das wichtigste im Leben.

Psychoanalyse, Orgontherapie, Körpertherapie

21. März 2015

Man kann immer wieder beobachten, daß „Reichsche Therapie“ bei vielen einfach keine Wirkung zu zeitigen scheint. Sie bleiben irrational, werden teilweise sogar pestilent (Emotionelle Pest). Es fehlt ihnen an „Magnetismus“, vielmehr wirken sie „hohl“ und „leer“. Statt sich wohler und integrierter zu fühlen, werden sie entweder immer wehleidiger und „sensibler“. Oder sie verwandeln sich in narzißtische, blasierte Kotzbrocken, die sich einbilden „umstrukturiert“ zu sein.

Therapie macht nur Sinn, wenn man sich der Panzerung bewußt wird und sich entsprechend von innen her verändert. Solange die grundlegenden Verhaltensmuster, etwa eine alles erstickende Indifferenz, nicht bewußt gemacht werden, wird jedwede „bioenergetische“ Intervention verpuffen oder diesen Widerstand sogar noch weiter verstärken.

Heutzutage, wo der Charakterpanzer in der Struktur der Menschen immer wichtiger wird, auf die Charakteranalyse zu verzichten, d.h. es zu unterlassen, die okulare Panzerung aufzulösen, ist ein Kunstfehler. Was „Körpertherapeuten“, sogenannte „originale Reich-Therapeuten“, „Bioenergetiker“, etc. treiben, ist zutiefst reaktionär, weil sie die pathologische Tendenz der Gesellschaft zur Oberflächlichkeit nur noch weiter verstärken. „Nur nicht den Kern des Problems berühren!“

In der Orgontherapie muß Kontakt hergestellt werden und der Patient von seinen Ersatzkontakten entfremdet werden. Stattdessen bieten die „Neoreichianischen Körpertherapeuten“ Ersatzkontakt in Form von mechanischen Übungen und Massagen. Diese Therapien sind nur ein Spiegel dieser Gesellschaft: „action“ und „event“ bei Vermeidung von wirklichem bioenergetischen Kontakt.

Genauso wie der Sozialist alles von „der Gesellschaft“, d.h. dem Staat, erwartet und von der Eigenverantwortung entlastet werden will, soll der Therapeut den Patienten von außen her durch „Körperübungen“ und „Muskelmassage“ oder gar durch das „Bewegen der Lebensenergie“ heilen.

Das ist imgrunde eine mechanistische Einstellung, die sich kaum von der der „Schulmedizin“ unterscheidet. Wirkliche Veränderung kann nur Frucht von Eigenverantwortung sein. Aufgabe des Therapeuten ist es, die Selbststeuerung wieder in gang zu bringen, d.h. den Patienten mit Verantwortung zu belasten, statt ihn zu entlasten.

Und noch etwas: man verwechsele bitte die Charakteranalyse nicht mit der Psychoanalyse! In vieler Hinsicht sind es geradezu Gegensätze. Reich hat die „charakteranalytische Vegetotherapie“ aus der Psychoanalyse dadurch entwickelt, indem er die „Haltlosen“ in dieser Gesellschaft behandelte. Dieser „triebhafte Charakter“ zeigte reale körperliche Erscheinungen, im Gegensatz zu den üblichen „gutbürgerlichen“ Klienten der Psychoanalyse, wo es um Erinnerungen und den intellektuellen Austausch ging. Die Funktion des Orgasmus zeigte, daß es sich bei der Libido um eine reale Energie handelt, die sich beispielsweise zwischen dem Herzen (Angst) und dem Genital (Lust) hin und her bewegt.

Die Psychoanalytiker mieden diese beiden Bereiche, heftige psychosomatische Reaktionen und die Genitalität, in denen Freuds Libido wirklich greifbar wurde, wie der Teufel das Weihwasser und beschäftigten sich stattdessen mit „Psychologie“, d.h. das komplizierte Wechselspiel prägenitaler Strebungen, deren Verdrängung, Sublimierung, etc. In seiner Charakteranalyse ging es Reich hingegen darum, das Geflecht der prägenitalen Strebungen und Gegenstrebungen aufzulösen, um von der komplizierten Psychologie zum einfachen bioenergetischen Kern des Problems durchzudringen. Dieser erschloß sich ihm in den 1930er Jahren im Rahmen seiner sexualökonomischen Lebensforschung: es war die Sympathikotonie.

Es geht nicht um das Aufdecken hochkomplizierter psychologischer Zusammenhänge, sondern um denkbar einfache bioenergetische Prozesse. Patienten können beispielsweise a la Woody Allen jahrzehntelang zum Psychotherapeuten gehen, ohne ein einziges Mal auf jene Charakterhaltungen hingewiesen worden zu sein, mit deren Hilfe sie ihre organismische Orgonenergie drosseln, – d.h. mit deren Hilfe sie ihr eigenes Leben zerstören.

DOR-Wolken und DOR-Linien

20. März 2015

DOR-Wolken sind eine alltägliche Erscheinung. Sie sind typischerweise eckig und sehen aus wie Stahlwolle, die am Himmel hängt. Beobachtungen überzeugen schnell, daß ihre schwarz-graue Farbe weder etwas mit der dicke der Wolke zu tun haben kann noch mit dem Stand der Sonne.

Derartige Wolken „inmitten von Regenwolken zeigen das Vorhandensein von Ea an“ (Reich: Das ORANUR-Experiment II, S. 226). Siehe dazu auch Edens Die orgonomische UFO-Forschung – Ein Überblick.

Hier weitere Photos von DOR-Wolken, wie Reich und Eden sie beschrieben haben:

http://www.flickr.com/photos/94061424@N00/861224878/

http://www.flickr.com/photos/14580645@N05/2308197992

http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Beleuchtete_Wolken_Dresden.jpg

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1028745/bilder/image_main/

http://www.boisedailyphoto.com/2012/04/cloud-contrast.html

http://www.free-background-wallpaper.com/image/117/Deep-Bank-Cloud-Background&search=clouds

Zur Ergänzung möchte ich auf etwas verweisen, was mehr oder weniger auf meinem eigenen Mist gewachsen ist. In Ea und die Wellenfunktion habe ich dazu u.a. folgendes geschrieben:

Der amerikanische Arzt Max Bloom hat zweimal am morgendlichen Himmel seltsame linealgerade dunkle Streifen beobachtet, wobei einer zusammen mit einem welligen Kondensstreifen auftrat, der verwehte und sich auflöste, während die schnurgerade Linie bestand hatte. Durch diesen Bericht sensibilisiert habe auch ich Anfang 1985 in Schleswig-Holstein, erneut etwa ein Jahrzehnt später in Hamburg und dann wieder 2004 in Westfalen, jeweils am frühen oder späten Nachmittag solche subtilen aber nichtsdestoweniger unzweideutig mathematisch perfekten und zweifellos artifiziellen dunklen Streifen gesehen, die übrigblieben, als die verwirbelten Kondensstreifen langsam verwehten und sich auflösten.

Charakteristischerweise erwägt Bloom, der (genau wie ich) kein Flugzeug sah, nicht die Möglichkeit, daß UFOs für diese seltsame und offensichtlich sehr seltene Erscheinung verantwortlich sein könnten. Eine solche Spekulation wäre nur folgerichtig gewesen, denn einerseits wurden UFOs mit bestimmten „Kondensstreifen“ oder „gasförmigen Himmels-Bändern“ in Verbindung gebracht und andererseits glaubte Reich, daß DOR-Wolken (genauer gesagt die typischen „Trockenheitswolken“), welche „mechanisch kantig“ aussehen und eine „schmutzige, stahlgraue Farbe“ haben, von UFOs erzeugt werden. Ich kann mir jedenfalls keinen Mechanismus vorstellen, wie Flugzeuge die von Bloom beobachteten Linien zuwege bringen sollen, zumal sich normalerweise Kondensstreifen und DOR ausschließen.

Besonders interessant ist Blooms Beobachtung eines „nackten“ DOR-Streifens ohne begleitenden Kondensstreifen, der einen Schatten auf eine unter ihm befindliche Wolke warf. Die Dunkelheit des geworfenen Schattens wollte nicht recht zu der scheinbaren Dichte des DOR-Streifens passen. „Für etwas“, schreibt Bloom, „das so durchsichtig war, blockierte es viel des Sonnenlichts.“ Ähnliches habe auch ich beobachtet, obwohl ich nur den Schatten auf der weißen Cumuluswolke sah, nicht aber den schattenwerfenden DOR-Streifen selbst, der offenbar viel zu subtil war, um vom Boden aus gesichtet werden zu können.

Hier das Photo einer DOR-Linie: „Etwas fiel vom Himmel und hinterließ eine lange schwarze Wolke, die auf die Erde herabreichte. Die schwarze Wolke sah wie Satan aus, der auf die Erde fiel.“ Zur weiteren Illustration hier einige Videos aus YouTube, wobei ich mich jedoch ausdrücklich von all dem „Chemtrail“-Unsinn, der hier geboten wird, distanzieren möchte. Siehe dazu Die Wolken sterben (Teil 2).

Was die Verbindung von DOR-Linien und UFOs betrifft, möchte ich auf folgendes verweisen: dieses Photo zeigt eine DOR-Linie in Verbindung mit einem UFO. Allgemein zur Verbindung von DOR-Wolken und UFOs siehe den Blogeintrag Jerome Eden: Kann der Planet Erde gerettet werden? (Teil 1).

Im Anschluß an den Italiener Giobanni Schiaparelli hat der bedeutende amerikanische Astronomen Percival Lowell die berühmt-berüchtigten „Marskanäle“ entdeckt. Über 50 Jahre später mit Beginn der Raumfahrt war „natürlich“ Lowells Theorie widerlegt und für die amerikanischen Wissenschaftler Carl Sagan und Paul Fox war

die überwiegende Mehrzahl der Kanäle (…) weitgehend ein Phantasieprodukt (…) ein anschauliches Beispiel für die Unzuverlässigkeit des Systems von Augen, Hirn und Hand unter schwierigen Beobachtungsbedingungen. (A.C. Clarke: Geheimnisvolle Welten, München 1981)

So wurde wieder einmal eine potentiell sehr wichtige Entdeckung vom Strom des sich akkumulierenden menschlichen Wissens entfernt.

1971, im Jahre der kartographischen Erfassung des Mars durch Mariner 9, machte der amerikanische Astronomen Peter Boyce eine überraschende Entdeckung in Chile an einem der besten Teleskope der Welt. Er sah „plötzlich von der Spitze eines der trompetenförmigen Dunkelgebiete (Syrtis major) in der Äquatorzone des Planeten einen klassischen Lowellschen Kanal ausgehen.“ Dann „erschienen weitere Markierungen, darunter immer mehr Linien und ‘Oasen’.“ Durch ein weiteres Teleskop sah auch sein Kollege Jim Westfall, sie „plötzlich überall auftauchen“ (ebd.).

Was hatte Lowell wirklich gesehen? Über die Oberfläche ziehender Staub, wie Boyce glaubt? Oder waren es vielleicht eine Art von „DOR-Linien“? Was hat es mit den dunklen Linien („Brücken“) auf dem Mond auf sich, die ich in Ea und die Wellenfunktion beschreibe? DOR-Linien?

Auf dem Jupitermond Europa wurden rätselhafte Linien entdeckt – dunkel und gerade – sie werden als „Risse in einer dicken Eisschicht“ interpretiert. Man sprach aber auch von

Serien von eigenartigen, feinen, dunklen Linien, die bis zu Tausenden von Kilometern lang und über diese Distanz bemerkenswert gerade sind. Ihr Ursprung bleibt vorerst ein Rätsel. (Guest, J., et al.: Planeten Geologie, Freiburg 1981)

Am 19.10.03 machte der Astrophotograph Olivier Meeckers ein Photo des Jupiters, auf dem ein unerklärlicher schwarzer Fleck zu erkennen ist. Eine DOR-Wolke?

Nun, die Linien auf dem Jupitermond seien Bruchlinien und die schwarzen Flecken auf dem Jupiter selbst Folgen von Meteoriten-Einschlägen. Klingt vernünftig und stimmt mit großer Wahrscheinlichkeit auch. Trotzdem sollte man DOR-Linien und DOR-Wolken nicht ausschließen, die man schließlich auf der Erde direkt beobachten kann.

Was ist mit den Sonnenflecken? Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Theorie des berühmten britischen Astronomen Fred Hoyle und seines Schülers N. Chandra Wickramasinghe, denen zufolge Viren und Bakterien im kosmischen Staub vorhanden sind und vom Sonnenwind getrieben auf die Erde herunter prasseln.

Die beiden Forscher konnten für die Zeit seit 1761 alle 11 Jahre eine große Grippeepidemie nachweisen. Dabei ist nicht nur auffällig, daß dieser 11-Jahresrhythmus mit der Sonnenfleckenaktivität synchron läuft, sondern auch mit dem Rhythmus, in dem Dürrekatastrophen auftreten.

Vielleicht haben die Grippeepidemien nichts mit „Viren aus dem All“ zu tun, wie Hoyle und Wickramasinghe annehmen, sondern mit einem vermehrten DOR-Gehalt der Erdatmosphäre entsprechend dem periodischen DOR auf der Sonnenoberfläche.

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Julius Wagner-Jauregg und wir

18. März 2015

Wagner-Jauregg ist bis heute unvergessen, weil er als bisher einziger Psychiater 1927 den Nobelpreis erhielt. Damit wurde seine jahrzehntelange Arbeit zur Heilung von Psychosen durch künstlich hervorgerufenes Fieber und Infektionskrankheiten gewürdigt.

Er war Kollege und Freund von Sigmund Freud. In einem Verfahren wegen von Jaureggs Elektrotherapie bei Kriegsneurosen erstattete Freud ein Gutachten zu von Jaureggs Gunsten. Wagner von Jauregg verfaßte den Bericht für die Wiener Fakultät, aufgrund dessen Freud ordentlicher Professor wurde. (Schott/Tölle: Geschichte der Psychiatrie, München 2006, S. 524).

Reich hatte an der Universität Psychiatrie-Vorlesungen bei Wagner-Jauregg gehört, und im Anschluß an das Medizinstudium seine Facharztausbildung an der von Wagner-Jauregg geleiteten Universitätsklinik für Neurologie und Psychiatrie gemacht.

In den 1940er Jahren erinnerte sich Reich an seinen Lehrer. Nachdem Reich ausführt, daß das Sitzen im Orgonenergie-Akkumulator zu einer „Erstrahlung“ der organismischen Orgonenergie führt, fährt er fort:

Man könnte von einem Standpunkt aus die Orgontherapie auch als eine natürliche „Fiebertherapie“ bezeichnen, wenn man das Fieber korrekt als Anzeichen erhöhter bioenergetischer Tätigkeit des Organismus auffaßt. Von hier aus versteht man auch manche Heilungsmethoden in der Medizin, die bisher rein empirisch, ohne begriffen zu sein, angewendet werden. Die Malariatherapie, die mein klinischer Lehrer Wagner-Jauregg in Wien gegen die allgemeine Parese einführte, besteht in nichts anderem als in der künstlichen Anregung starker Zellerstrahlung durch Injektion von Malariaparasiten. Hierher gehört der heiße Tee mit Rum bei Erkältung ebenso wie der „warme Umschlag“ gegen Zahnschmerzen. Wir stehen vor der Aufgabe, die Wirkungen mancher chemischer Heilmittel von diesem Standpunkt aus zu begreifen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 323)

Wagner-Jauregg lehnte es ab, psychische Erkrankungen als reine Erbkrankheiten zu betrachten, wie es damals en vogue war. Es gäbe zwar eine unterschiedliche Vulnerabilität doch Auslöser könnten beispielsweise Infektionserkrankungen sein.

Er konnte sich vorstellen, daß bei einer Erkrankung einzelner Organe das Gehirn mitbetroffen sei und abnorm funktioniere – etwa daß Psychosen Folgen gastrointestinaler Erkrankungen seien, bei denen Stoffwechselprodukte von Bakterien toxische Wirkungen auf das Nervensystem ausübten. Seine grundsätzlich psychosomatische oder besser somatopsychische Haltung sollte er später in dem schönen Satz, jede Körperzelle sei am depressiven Prozeß beteiligt, in radikaler Weise ausdrücken.

Für einen einführenden Überblick verweise ich auf den soeben zitierten kurzen Aufsatz von Theodor Meißel Wagner-Jauregg – ein Wegbereiter der modernen biologischen Psychiatrie.

Wagner-Jauregg war ein Deutschnationaler, wenn auch kein Rassist; seine erste Frau war Jüdin. Aus seiner großdeutschen Gesinnung heraus war seine Annäherung an die Nationalsozialisten im Verlauf der 1930er Jahre nur allzu natürlich. Meißel schließt daran jedoch grundsätzliche Überlegungen an:

Wagner-Jaureggs Wahlspruch: „Wer einen Charakter hat, braucht keine Prinzipien“ zeigt ihn als zutiefst problematischen Menschen, der sich selbst Charakter zuspricht und verbindlicher Prinzipien ledig sein zu können glaubt, die Gefahr übersehend, damit verbindliche menschliche Spielregeln zu entwerten, Grenzen überschreiten zu können und übergriffig zu werden. Die schöne poetische Übersetzung dieses Wahlspruchs von Paul Lorenz für die Wagner-Jauregg-Medaille (…) „eine durch und durch edle Natur bedarf keiner eigenen Gesetze“ – diese Übersetzung transzendiert Wagner-Jaureggs Problematik in einen menschlichen Grundkonflikt, den zwischen menschlicher Natur und menschlicher Kultur und Zivilisation. Wagner-Jaureggs Wahlspruch macht seine Affinität bzw. fehlende Abgrenzung zu einer Herrenmenschenideologie verständlich.

Die Frage ob Wagner-Jauregg ein „Nazi“ war, sei dergestalt auch heute noch von Bedeutung, „um Prinzipien menschlicher Kultur, menschlicher Gesittung zu erhalten, zu verteidigen und weiterzuentwickeln.“

Für den Studenten der Orgonomie ist das ganze von Bedeutung, weil Wagner-Jauregg seinen Wahlspruch sicherlich (wenn auch vielleicht nur indirekt) von Nietzsche abgeleitet hat und dieser wiederum mit einiger Sicherheit von Max Stirner.

Es ist bezeichnend, daß vermeintlich „kritische Geister“ wie Theodor Meißel das Heil in „ethischen Prinzipien“ suchen, der Konservative im „Charakter“. Hier wird auch unmittelbar deutlich, warum die Orgonomie so eine Affinität zum konservativen Spektrum hat.

Abschließend einige Zitate aus dem Nachlaß und den Schriften Nietzsches:

Ideale der Art sind die vorwegnehmenden Hoffnungen unserer Triebe, nichts weiter. So gewiß wir Triebe haben, verbreiten diese auch in unserer Phantasie eine Art Schema von uns selber, wie wir sein sollen, um unsere Triebe recht zu befriedigen – dies ist idealisieren. (Kritische Studienausgabe, Bd. 9, S. 336f)

Vertrauen wir den Trieben, sie werden schon wieder Ideale schaffen! wie es die Liebe immerfort thut. (Bd. 9, S. 353)

Und weiter bezeichnet Nietzsche die Triebe als „schaffende Künstler“ (Bd. 9, S. 354). „Das Ideal ist die Vorwegnahme der Hoffnungen unserer Triebe (der herrschenden Triebe)“. Ein anderes Ideal entsteht, wenn „ein anderer Trieb zur Herrschaft kommt“ (Bd. 9, S. 396). Das „Rechte und Naturgemässe“ ist, „ohne Grundsätze, aber mit Grundtrieben, ein beweglicher Geist im Dienste starker Grundtriebe, und eben deshalb ohne Grundsätze“ zu leben (Bd. 3, S. 149).

Was ist der Mensch? Ein Haufen von Leidenschaften, welche durch die Sinne und den Geist in die Welt hineingreifen. (Bd. 10, S. 207)

Islamophilie (Teil 2)

17. März 2015

Man steht der gegenwärtigen Islamisierung Deutschlands und ganz Europas fassungslos gegenüber und frägt sich, warum sie offenbar von allerhöchster Stelle gewollt ist. Nun, das Setzen auf die islamische Karte ist alles andere als ein neues Phänomen.

Man nehme etwa die Engländer und Franzosen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das geschwächte Osmanische Reich und die islamischen Völkerschaften am Südrand Westasiens bis nach Indien hinein instrumentalisiert haben, um das Vordringen des Russischen Reiches nach Süden zu verhindern. Ohne die Unterstützung der Osmanen von Seiten der Westmächte wäre Konstantinopel und ganz Kleinasien von der türkischen Besetzung befreit worden, mit Sicherheit auch das Heilige Land. Das Römische Reich wäre wiederhergestellt worden.

Als sich dann die Türken im Ersten Weltkrieg auf die Seite des Deutschen Reiches schlugen, wurde von den Engländern der arabische Nationalismus gegen die verachteten Türken mobilisiert. Das wird gerne als Beispiel dafür angeführt, daß der Nationalismus doch stärker sei als der Islam, wobei jedoch vergessen wird, daß der Islam eine genuin arabisch-nationalistische Ideologie ist – die Araber sind das auserwählte Volk Allahs. (Andererseits könnte der Nationalismus beispielsweise die stolzen Iraner von dieser arabischen Fremdkultur befreien, die wahrhaftig im Iran nichts zu suchen hat.)

Die Deutschen ließen ungerührt den Holocaust an ihren armenischen Mitchristen geschehen. Die Türken hatten Angst, die Christen im Lande könnten dem russischen Erzfeind als Fünfte Kolonne dienen.

Mussolini träumte von einem neuen Mare Nostrum, das er mit Hilfe der Araber gegen die Briten und Franzosen erstreiten wollte. Hitler setzte ebenfalls auf die arabische und ganz allgemein auf die islamische Karte. (Bis heute hüten sich Nationale Sozialisten vor jeder Islamkritik, da sie Deutschland nicht mit der Feindschaft von einer Milliarde Menschen belasten wollen. Menschen, die uns wegen der Shoah brüderlich lieben. Und tatsächlich waren die Herrscher Ägyptens, Syriens und Iraks durchweg Nazis.)

Man kann das beliebig ausweiten: die Amerikaner und die Saudis; die Briten und ihre pro-arabische Politik in Palästina; die Russen und die Ägypter; de Gaulle hat sogar Algerien, das keine Kolonie, sondern Teil des französischen Mutterlandes war, geopfert, um auf die arabische Karte zu setzen; die europäischen Eliten fördern heute ganz offen die moslemische Masseneinwanderung aus dem Maghreb, „um den Realitäten gerecht zu werden“.

Es ist immer dasselbe geostrategische Kalkül: um deine Macht zu erhalten und auszubauen, mußt du dich mit dem islamischen Block im Zentrum der afroeurasischen Landmasse gutstellen. Dinge wie „Verteidigung des Christentums“ oder der völkischen Identität sind hier vollkommen nebensächlich. Man hat zugeschaut, wie die Türken die störenden Armenier ermordeten und Hitler die störenden Juden, genauso wie man heute gleichgültig mit den Achseln zuckt, wenn die eigene Bevölkerung marginalisiert wird.

Leute, wie etwa der deutsche Generalstab im Ersten und Zweiten Weltkrieg, der zu gerne den Dschihad gegen den westlichen Kolonialmächte entfacht hätte, oder die heutigen Machthaber in der EUdSSR, leben in anderen Sphären: Kartentische und Verlaufskurven statt lebendige Realität. Sie, die sich als kalt kalkulierende „Realisten“ betrachten, leben in einer abstrakten Welt voller grandioser Geostrategien. Das die Sache immer (wirklich IMMER) in die Hose geht, steht auf einem anderen Blatt: Amerika steht vor dem Bankrott; das Russische Reich ist schon längst tot, der Leichnam verwest vor sich hin; Frankreich ist eine Karikatur seiner selbst; Englands grandioser Plan Frankreich, Deutschland und Rußland auf dem Kontinent kleinzuhalten mündete im Untergang des Empire; und „Europa“ ist eine groteske Todgeburt. In Brüssel traut sich die Nomenklatura der EUdSSR ob der moslemischen Gangs kaum noch auf die Straße. Wirklich alles ist gegen die Wand gefahren!

Ausgerechnet der Faktor, mit dem alle spielen wollten, ist dabei zu triumphieren: der Islam im allgemeinen und die arabische Welt im besonderen. Und je mächtiger dieser Faktor wird, desto mehr werden die Genies des Untergangs, die Europa und Amerika regieren, sich dem Islam andienen. Schließlich sind es ja Realisten 😉

Diesen selbstmörderischen Übermut kann man nur verstehen, wenn man noch weiter zurückblickt: mit dem raschen Vordringen der arabisch-islamischen Armeen nach Mohammeds Tod war Europa faktisch abgeschlossen und mußte sich bis ins 17. Jahrhundert hinein gegen immer neue Eroberungsversuche von Seiten des Islam erwehren. Das „Zeitalter der Entdeckungen“, das zufällig zur Entdeckung Amerikas führte, war nichts anderes als ein verzweifelter Versuch diese Blockade zu durchbrechen.

Wir Europäer waren die rückständigen, schwachen und eingeschüchterten! Unsere Leute wurden auf den Sklavenmärkten Nordafrikas gehandelt! Wir wurden als Hinterwäldler betrachtet!

Das wandelte sich schnell nach der Eroberung Amerikas und der beginnenden industriellen Revolution. Wir wurden zu den Herren der Erde, aber die Obsession mit dem Islam, der uns beinahe überrannt und Jahrhunderte zu eingeschüchterten Gefangenen gemacht hatte, blieb. Man denke nur daran, daß die US-Marine im Kampf gegen die islamistischen Terrorzentren am Südrand des Mittelmeers entstand. Beim Versuch endlich zum Indischen Ozean vorzudringen, ist schließlich die Sowjetunion, das Rote Zarenreich, untergegangen – zum Straucheln gebracht durch islamische Bergstämme. Der erste ernsthafte Angriff auf das amerikanische Festland seit 1812 kam von den gleichen Leuten. Deutschland und ganz Westeuropa ist ohne eine gigantische Rückführung der Moslem bald islamisch – ganz „demokratisch“. Heute terrorisieren die gleichen Leute, gegen die die US-Marine Anfang des 19. Jahrhunderts vorging (Marokkaner, Algerier, Tunesier), die europäischen Innenstädte.

Wie gesagt: man kann nur verstehen, was wirklich geschieht, wenn man die Welt genauso betrachtet wie die Moslems – mit einem Blick über die Jahrhunderte zurück.

Ich selbst habe natürlich das wichtigste vergessen: die Kreuzzüge und daß Israel eine Wiederauflage der Kreuzfahrerstaaten ist – die von Europa verraten wurden.

Was tun? Nach 9/11 hat die amerikanische rechtskonservative Kommentatorin Ann Coulter wahrscheinlich den besten Vorschlag gemacht: Tötet ihre Führer und bekehrt sie zum Christentum! Das bleibt solange gefährlicher Unsinn, bis man erkennt, warum etwa in Saudi Arabien bei der Einreise mitgeführte Bibeln öffentlich geschreddert werden. (Und wir Dödel rasten aus, wenn irgendwo in einer amerikanischen Kleinstaat ein Koran verbrannt werden soll!) Die Machthaber haben eine panische Angst vor der Ansteckungsgefahr. Sie ahnen, daß die arabischen Massen, angesichts des geistlosen, dämonischen Drecks, der ihnen tagtäglich aufgetischt wird, hungrig nach der Frohen Botschaft sind.

Von dem Anthropologne Iain Edgar von der Durham University stammt die erste umfassende Studie über Istikhara, die islamische „Traumdeutung“.

Es geht darum, daß, eingerahmt durch entsprechende Gebete, Moslems glauben, daß ihr Gott „Allah“ ihnen in ihren Träumen, die sie symbolisch deuten, Botschaften zukommen läßt, die sie unbedingt befolgen müssen. Es geht dabei um Familienangelegenheiten, Geschäftsabschlüsse und sogar politische Entscheidungen. Beispielsweise wurde der Anführer der Taliban durch Träume geleitet und angeblich besprach Osama bin Laden jeden Morgen seine Träume und die seiner Gefährten.

Edgar, der in den letzten 25 Jahren die Rolle des Traums in den unterschiedlichsten Kulturen untersucht hat:

Träume haben immer eine sehr wichtige Rolle im Islam gespielt – der Koran zeigt, daß der Prophet Mohammed ein großer Träumer war.

Die Traumauslegung im Islam ist eine spirituelle Weise die Zukunft zu prophezeien und sich dem persönlichen Unbewußten und dem Willen Allahs hinzugeben.

Klar! Dem „persönlichen Unbewußten“ und („und“!) Allah…

Moslems sind häufig zurückhaltend, was den Gebrauch von Istikhara betrifft, aber durch unsere Untersuchungen fanden wir Belege für seinen weit verbreiteten Gebrauch bei den unterschiedlichsten Moslems, die in verschiedenen Gebieten der Welt und unter unterschiedlichsten sozioökonomischen Bedingungen leben.

Politisch korrekt fährt Edgar fort:

In der westlichen Kultur sagt man: „Laßt uns darüber schlafen!“, wenn wir schwierige Entscheidungen zu treffen haben, und häufig scheinen sie dann am Morgen klarer zu sein. Istikhara ist eine spirituelle Version dieser Praxis.

Als Anthropologe sollte er wissen, daß diese „Toleranz“ der Sache der Moslems nicht dienlich ist, denn alle großen Kulturen sind an derartigen „spirituellen Praktiken“ zugrunde gegangen. Man denke nur an die Azteken und die Inka.

Sie fällten keine wohlüberlegten rationalen Entscheidungen, sondern folgten „dem Kaffeesatz“ und mußte schließlich den Preis dafür bezahlen. Das fatale ist, daß die „esoterischen“ Methoden, etwa die Astrologie, manchmal tatsächlich zu guten Entscheidungen führen, – so daß man im entscheidenden Augenblick voller Überzeugung genau das falsche tut. Für das Christentum war der Aberglaube stets ein Werkzeug des Teufels, um die Menschen ins Unheil zu stürzen. Ein Christ, der sich der „Esoterik“ hingibt, ist kein Christ. Es ist kein Zufall, daß sich die Naturwissenschaften im christlichen Europa entwickelt haben.

Die mohammedanische Kultur wird aber nicht nur deshalb an ihrem inhärenten Obskurantismus zugrundegehen, weil er kurzfristig zu idiotischen Entscheidungen führt und langfristig den zivilisatorischen Rückstand zementiert, sondern auch ganz unmittelbar.

Es geht darum, daß immer mehr Moslems Jesus im Traum erscheint… Im Moment wird der Nahe Osten von einem Damaskuserlebnis nach dem anderen heimgesucht. Rationalisten mögen über so etwas sarkastisch lächeln, aber genau hier, in den irrationalen Abgründen einer gepanzerten Menschheit, entscheidet sich die Zukunft der Welt. Abkommen, die in Camp David ausgehandelt werden, und die Trends des Rohölmarktes sind im Vergleich dazu vernachlässigbare Marginalien.

Die Welt wird von der Massenpsychologie bestimmt, nicht von den vulgärmarxistischen Konstrukten westlicher Intellektueller. Es ist definitiv am Kippen: der Islam kann ähnlich wie der Realsozialismus das Informationszeitalter nicht überleben. Er wird genauso kollabieren wie der Kommunismus.

Man kann die Emotionelle Pest (das DOR) nicht instrumentalisieren, man kann sie nur vernichten. Dieser Vernichtungsschlag kann nur gelingen, wenn man die Kräfte des Kerns, des „Guten im Menschen“ (das OR), mobilisiert. Wer DOR instrumentalisieren will, kommt im DOR um.

Unsere Kinder wissen, wovon ich rede. Wir haben sie auf den Altären unserer politischen Korrektheit geopfert und den Grauen Wölfen zum Fraß vorgeworfen. Die SPD und die Grünen (also die Roten Faschisten in diesem Land) wollten mittels Umvolkung ein Proletariat kreieren, das ihnen endlich folgt. Doch statt der Emanzipation wird das Mittelalter über uns kommen. Toller Plan!

Islamophilie (Teil 1)

16. März 2015

Soweit ich mich zurückerinnern kann, kennen unsere Medien nur ein Thema: Israel.

Warum überhaupt ausgerechnet Israel zum Thema machen? Warum nicht die Moslem- und Christenverfolgung im buddhistischen Burma? Warum nicht die Animisten-Verfolgung in Indonesien? Warum nicht die Unterdrückung der Indios in Lateinamerika? Der Pygmäen und Buschmänner in Afrika? Warum nicht tägliche Berichte über den viel schlimmeren Kaschmirkonflikt? Tschetschenien? Die Sahauris? Die Unterdrückung der Berber in Algerien? Der Christen in der Türkei? Der Kopten in ihrem eigenen Land? Der Ureinwohner Vietnams? Der Bahai im Iran? Der Schiiten in Saudi Arabien? Der Kurden? Der Yessiden? Der Aleviten? Der Ahmaddhiya in Pakistan? – Warum ausgerechnet Israel? Ein Land, so groß wie Hessen! Warum klagt man nicht die arabische Welt an, die die Palästinenser unterdrückt, ihnen die Bürgerrechte verweigert und sie in Ghettos sperrt?

Niemand hat mehr moslemische Heiligtümer zerstört als die Saudis! Bis auf die Kaaba haben sie sogar das alte Mekka vollständig platt gemacht. Warum wird das nie erwähnt? Warum erwähnt niemand, daß die gegenwärtige „Reislamisierung“ ein kultureller Kahlschlag ist, der ganze moslemische Kulturen auslöscht? Tausendmal schlimmer als jede „westliche Überfremdung“! Regt sich heute irgendjemand über die Westtürkei auf, wo bis Atatürk mehr Griechen lebten als Türken – die sicher weniger ein Anrecht auf die sogenannte „Türkei“ haben als die Juden auf Israel. Wer spricht von der Besetzung Nord-Zyperns und dessen Neubesiedlung durch Anatolier? Wer von der Besetzung der nördlichen Küste Syriens durch die Türkei? Warum erwähnt niemand, daß die arabische Welt gegenwärtig eine Atomexplosion auslöst? Eine schier ungeheuerliche Bevölkerungsexplosion, die nicht nur Israel, sondern schließlich auch Europa wegfegen wird.

Imgrunde ist Israel nur eine Neuauflage des Kreuzritterstaates – und ohne die Kreuzritter würden wir jetzt in Kaftans und Burkas rumlaufen. Und was tun wir? Wir kritisieren Israel, das für uns die Drecksarbeit macht.

Nach einem Fundamentalisten-Aufstand und einem gescheiterten Attentat auf Assad wurde 1982 die Großstadt Hama in Syrien von der Luftwaffe (!) dem Erdboden gleichgemacht. Es gab 30 000 Tote! Der Bruder von Assad ging ins Gefängnis und schnitt eigenhändig (sic!) 300 (sic!) Islamisten die Kehle durch.

In einem solchen Umfeld muß sich Israel behaupten! Doch der Bürger erfährt davon nichts.

Unsere Medien wirken wie gleichgeschaltet. Wie leben in einer medialen Traumwelt, die nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Realität zu tun hat. Und kaum will man einen klaren Gedanken fassen, wird er mit einer verqueren, aber mit aufklärerischer Emphase auftretenden Dialektik abgewürgt, die eines Goebbels würdig ist.

Als Mitte 2005 Kardinal Lehmann von den moslemischen Gemeinden in Deutschland forderte, daß sie sich endlich aktiv gegen den Terrorismus stellen und mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten sollten, warf Ulrich Wickert in den Tagesthemen dem Kardinal prompt eine „populistische Überreaktion“ vor, denn schließlich hätte der Islamrat (der übrigens so gut wie niemanden vertritt!) die Anschläge „eindeutig und unmißverständlich verurteilt“!

Bloße Lippenbekenntnisse und wohlfeile „Distanzierungen“ bedeuten gar nichts. Mit ihrer Hilfe (d.h. mit der Lüge) hat die Emotionelle Pest Jahrtausende überleben können. „Doch der Körper kann nicht lügen.“ Im soziopolitischen Bereich bedeutet das: das Verhalten kann nicht lügen. Das ist Orgontherapie auf den sozialen Organismus übertragen.

Die deutsch-persische Islamwissenschaftlerin und Publizistin Katajun Amirpur meinte 2005 Jahren im Presseclub der ARD:

Sie (die Moslems) hassen uns nicht für das, was wir sind (…), sondern wenn, dann gibt es einzelne Menschen, die den Westen oder die westliche Politik hassen, für das, was sie dort anrichten in der islamischen Welt.

Genau wegen dieser rationalistischen Denkweise in Psychologie und Soziologie hat Reich das Kapitel über die Emotionelle Pest nachträglich in die Charakteranalyse eingeschoben.

In der gleichen Sendung erwähnte damals der Korrespondent der Londoner Times eine Erhebung: im Gegensatz zu den Pakistanern haben die Inder kaum Probleme in der britischen Gesellschaft voranzukommen.

Charakteristischerweise wurde in der Diskussion unterschlagen, daß der einzige Unterschied zwischen sogenannten „Pakistanern“ und Indern die Religion ist. Offenbar ist doch der Islam das Problem. Aber das darf unter keinen Umständen ausgesprochen werden. Der zentrale Faktor, die organisierte Emotionelle Pest, darf nicht angerührt werden, vielmehr müssen alle Versuche diskreditiert werden, sich gegen die Emotionelle Pest zu wehren (Stichwort „Kreuzfahrermentalität“), auf daß die Pestilenz als Opfer dasteht, das unterstützt und gehätschelt werden muß, damit sie weiter sprießen kann.

Gegen Ende der „Diskussion“ versucht die unsägliche Frau Amirpur uns den Islam nahezubringen: Man sollte auf die Autoritäten in der islamischen Welt zugehen, damit diese die Selbstmordattentate verurteilen. (Womit sie ungewollt zugibt, daß die Moral auf Seiten des Westens steht!) Immerhin hätten bestimmte Scheichs im Libanon, die „eigentlich beispielsweise in Bezug auf Israel“ (sic!) Selbstmordattentate ganz in Ordnung finden, sich eindeutig von den Attentaten in Madrid und London distanziert. Was bedeutet das anderes, als daß wir das islamo-faschistische Denken übernehmen sollen, nämlich daß das Leben jüdischer Zivilisten nichts Wert ist?! Und ist es nicht ein „logischer“ Schritt, auch die Zivilisten der „Kreuzfahrer“ ins Visier zu nehmen? Demnach bedeuten diese Distanzierungen gar nichts!

Hier führt Henryk M. Broder ein weiteres Beispiel für Frau Amirpurs Dialektik vor. Siehe auch hier.

Unermeßlich ist das Leid, daß der Islam in den letzten Jahren etwa im Sudan oder in Nigeria angerichtet hat – unsere vulgärmarxistischen Experten und Massenmedien versichern uns, dies habe nichts, aber rein gar nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit dem Kampf um Ressourcen.

Papst Benedikt hat dargelegt, daß Gott und die Vernunft (der Logos) eins sind, Gott also nichts mit irrationaler Gewalt „im Namen Gottes“ zu tun haben kann.

Nicht vernunftgemäß handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider.

Leider ist Allah ein „voluntaristischer“ Gott, d.h. unberechenbar wie ein Terrorist. Den Beweis führen gegenwärtig Mohammeds verblendete Jünger. Allah ist etwas, was Reich in Massenpsychologie des Faschismus ursprünglich auf einen anderen Dämon der Zerstörung, Hitler, gemünzt hat: der „Generalpsychopath“, der die irrationale Grundstruktur der Massen Saharasias verkörpert. Man kann nur hoffen, daß Papst Franziskus endlich seiner Verantwortung gerecht wird und, eindeutiger als sein Vorgänger vor und während des Zweiten Weltkrieges, gegen die Höllenbrut sein Wort erhebt. Die Entwicklung hat gezeigt, daß „Dialog“, Verständnis für und „respektvoller Umgang“ mit der Emotionellen Pest diese nur bestärkt und zu immer neuen Forderungen animiert.

Überhaupt ist Hitler außerhalb Europas und Nordamerikas so beliebt wie kaum eine andere historische Gestalt. Beispielsweise hegen, wie in Der Blaue Faschismus erläutert, die Inder große Verehrung und Liebe für Hitler. Nach einer Umfrage an einem Elite-College in New Delhi nennen 6 von 10 Studenten Hitler als den Menschen, den sie am meisten verehren.

Der schmerzlich empfundene eigene Mangel an nationaler Selbstachtung gibt der Hitler-Verehrung eine psychologische Richtung. Die immer noch stark hierarchisch aufgebaute Gesellschaft sucht nach „Gurus“, auch nach Machtmenschen, die dem Volke [Selbstachtung geben]. (FAZ, 17.12.02)

Das folgende Video zeigte die Predigt des islamischen Religionsgelehrten Sheikh Muhammad Hussein Yaqoub im ägyptischen Fernsehen:

Wenn die Juden uns Palästina überließen, würden wir dann anfangen sie zu lieben? Natürlich nicht. Wir werden sie niemals lieben. Das ist vollkommen sicher. Die Juden sind Ungläubige, nicht weil ich das behaupte, und auch nicht, weil sie Moslems umbringen, sondern weil Allah gesagt hat: Die Juden sagen, daß Uzair (Elias) der Sohn Allahs ist und die Christen sagen, Christus sei der Sohn Allahs. Das sind ihre Worte. Sie ahmen die Worte der vorangehenden Ungläubigen nach. Möge Allah sie bekämpfen. Wie verblendet sie doch sind. Es war Allah, der gesagt hat, sie seien Ungläubige.

[Koran 9:30]

Dein Glauben in Bezug auf die Juden sollte zuerst sein, daß sie Ungläubige sind und, zweitens, daß sie Feinde sind. Sie sind nicht Feinde, weil sie Palästina besetzt haben. Sie wären auch Feinde, wenn sie überhaupt nichts besetzt hätten. Allah sagte: Du wirst die stärksten Widersacher der Ungläubigen [sic!] unter den Juden und den Polytheisten finden.

[Koran 5:82]

Drittens mußt Du glauben, daß die Juden niemals damit aufhören werden, gegen uns zu kämpfen und uns zu töten. Sie [kämpfen] nicht wegen Land und Sicherheit, wie sie behaupten, sondern wegen ihrer Religion: Und sie werden nicht aufhören zu kämpfen, bis sie Dich von Deiner Religion abgebracht haben, wenn sie können.

[Koran 2:217]

Das ist es. Wir müssen daran glauben, daß unser Kampf gegen die Juden ewig ist und nicht enden wird bis zur letzten Schlacht. Und das ist der vierte Punkt: Du mußt daran glauben, daß wir sie bekämpfen, besiegen und vernichten werden, bis kein einziger Jude auf dem Antlitz der Erde übrigbleibt.

Nicht ich bin es, der dies sagt. Der Prophet sagte: Der Jüngste Tag wird nicht kommen bis Du nicht gegen die Juden kämpfen und sie töten wirst. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: Oh Moslem, oh Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komme und töte ihn. Außer dem Gharqad-Baum, dem Baum der Juden. Ich habe gehört, daß sie jetzt viele dieser Bäume pflanzen. […]

[Dieser Hadith findet sich in Sahih Muslim 6985]

Was Euch Juden betrifft: Der Fluch Allahs lastet auf Euch, ihr Nachfahren von Affen und Schweinen.

[Koran 2:62-65; 5:59-60; und 7:166]

Ihr Juden habt Haß in unsere Herzen gesät und wir haben ihn an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben. Ihr werdet nicht überleben, so lange ein einziger von uns übrigbleibt.

[…]

Oh Juden, möge der Fluch Allahs auf Euch lasten. Oh Juden… Oh Allah, bringe Deinen Zorn, Dein Strafgericht und Deine Drangsahl über sie. Allah, wir beten, daß Du sie erneut verwandelst und die Moslems damit erfreust, sie wieder als Affen und Schweine sehen zu können. Ihr Schweine der Erde! Ihr Schweine der Erde! Ihr tötet die Moslems mit diesem kalten Schwein[eblut], das Euch eigen ist.

Die angeblichen „Antifaschisten“ (das rot-grüne Nazigesindel) haben nichts besseres zu tun, als gegen die „Islamophobie“ vorzugehen und Islamkritiker als „Nazis“ zu denunzieren.

Hier nochmal die Sache mit den Bäumen, von einem weiteren führenden islamischen Intellektuellen erläutert:

Die Krebsmafia

15. März 2015

Reich wurde von der amerikanischen Gesundheitsbehörde juristisch verfolgt, weil er angeblich behauptet habe, Krebs heilen zu können und er viel Geld mit dem entsprechenden Gerät (dem Orgonenergie-Akkumulator) gemacht habe.

Damals und in dem mehr als einem halben Jahrhundert, das seitdem verflossen ist, hat die Pharmaindustrie praktisch wöchentlich revolutionäre Durchbrüche verkündet – aus denen nie etwas geworden ist. Und was die Chemotherapie betrifft: trotz immer neuer Präparate gab es in den letzten drei Jahrzehnten keinen Anstieg der Überlebensrate bei Organkrebs. Bei Brustkrebs hat sich die Situation sogar verschlechtert.

Um was es geht – nämlich um Profite, wie sie sonst nur die Mafia kennt – zeigt ein Beitrag auf Spiegel online, über eine neue Generation von Wundermitteln:

Ärzteprotest gegen Krebsmittel-Kosten: „Die Preise sind schlicht obszön“ – Trotz des enorm hohen Preises sei der klinische Nutzen der fraglichen Arzneien nur geringfügig oder gar nicht zweifelsfrei belegt, kritisieren Onkologen und Gesundheitsökonomen in einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium. Mehr als ein Dutzend derartige Präparate – meist Antikörper oder Enzymhemmstoffe – werden schon heute verschrieben, bis zu 40 weitere könnten nach Expertenschätzung in den nächsten sechs Jahren Marktreife erlangen.

Es geht um Ausgaben pro Patient von bis zu 100.000 Euro im Jahr!

Dazu ein bezeichnender Leserkommentar eines Onkologen, dem ein Medikament zur Verwendung beim multiplen Myelom (Knochenmarkkrebserkrankung) aufgefallen ist. Es handelt sich um einen Contergan-Abkömmling. Ein weiterer Onkologe weist darauf hin, daß die Originalsubstanz Thalidomid in den 1960er Jahren in Deutschland in der 10er Packung für unter 5 DM verkauft wurde. Hier die aktuellen Preise des erwähnten Krebsmedikaments:

5 mg: ca. 6000
10 mg: ca. 6500
15 mg: ca. 6800
25 mg: ca. 7000 oder mehr. EURO!!!
Das Fiese ist, daß das auch noch Kapseln sind, man kann also nix teilen. Man kann einen Patienten noch nicht einmal guten Gewissens aufdosieren (weil auch nicht so gut verträglich) und ihm erst einmal 2 x 5 mg Packungen rezeptieren, weil die fast so teuer sind wie die 10 mg Packungen.

Gegenwärtig wird die Krebsforschung von der Vorstellung dominiert, daß genetische Veränderungen für die Entwicklung von Krebszellen verantwortlich sind. Reichs Theorie, daß eine gestörte „Zellatmung“ das Problem ist, wirkt dem hingegen altertümlich. Doch neuerdings zeichnet sich eine Renaissance derartiger Krebstheorien ab.

In Reichs Der Krebs spielt die sogenannte „Warburg-Hypothese“, die Otto Warburg (1883-1970) 1924 aufgestellt hat, eine zentrale Rolle: während gesunde Zellen ihre Energie aus der Verbrennung von Sauerstoff gewinnen, schöpfen Krebszellen die ihre aus der Vergärung von Zucker („Erstickungsstoffwechsel“). Bis vor kurzem konnte diese These weder falsifiziert noch verifiziert werden.

2006 hat eine Arbeitsgruppe (Michael Ristow et al.) von den Universitäten Jena und Potsdam sowie dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke Krebszellen (Dickdarmkrebs) mittels molekularbiologischer Techniken gezwungen, oxidativen Stoffwechsel zu betreiben. Daraufhin verloren die Zellen die Fähigkeit, bösartige Geschwulste in Versuchstieren zu bilden. In einer Art „Kontrollstudie“ schalteten die Forscher den oxidativen Stoffwechsel in Leberzellen aus, woraufhin sich Tumorzellen schneller ausbreiteten und gesunde Zellen begannen, wie Tumoren zu wachsen (Journal of Biological Chemistry, 2006; 281(2): 977-981).

Ebenfalls an Warburg gemahnen die Forschungen von Dolores Takemoto (Kansas State University).

In einer Forschungsarbeit, in der es ursprünglich um den Erhalt der Sehkraft von Diabetikern ging, untersuchte Takemoto das Protein Kinase C gamma in der Augenlinse. Dabei entdeckte sie eine Verbindung zwischen dem Protein Connexin46 (Cx46) und Hypoxie, d.h. Sauerstoffmangel im Zellgewebe. Cx46 entsteht, wenn das Sauerstoffniveau sinkt. Natürlicherweise tritt Cx46 nur im Auge auf, da dies das einzige Gewebe im Körper ist, in dem unter normalen Umständen Hypoxie auftritt. Ansonsten findet sich Cx46 nur in Krebszellen.

Takemoto glaubt, daß ihre Forschungsergebnisse zur Behandlung des Retinoblastoms (Netzhautkrebs), das vor allem bei Kindern auftritt, beitragen könnten. Dazu müßte medikamentös der Gehalt von Cx46 im Gewebe gesenkt werden. Das Cx46 würde es nämlich dem Krebsgewebe ermöglichen, in der hypoxischen Umgebung zu bestehen. Bei Mäusen wurde dieser Ansatz bereits erfolgreich getestet.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Thu Annelise Nguyen untersuchte Takemoto auch Kulturen von Brustkrebs und fand dort ebenfalls Cx46, desgleichen bei Darmkrebszellen.

„Immer wenn im Körper der Sauerstoffgehalt sinkt, taucht Cx46 auf“, sagt Takemoto.

An Reichs Krebstherapie erinnert auch der Ansatz von Nicholas Roberts (Johns Hopkins Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center, Baltimore, Maryland) et al. Anaerobe Clostridium novyi-Bakterien werden ins Zentrum von Tumoren gespritzt, woraufhin diese von innen heraus schrumpfen. Wie das geschieht, können die Forscher nicht erklären.

Erste Versuche, Krebs mit Hilfe von Bakterien zu bekämpfen, gab es bereits vor mehr als 100 Jahren. Ein Arzt hatte in den 1890er Jahren beobachtet, daß einige seiner Krebspatienten sich erholten oder gar völlig gesund wurden, wenn sie nach einer Krebsoperation eine Infektion bekamen. Seine darauffolgenden Versuche, eine auf diesen Beobachtungen basierende Behandlung zu entwickeln, waren jedoch wenig erfolgreich, so daß die Methode bis heute nicht weiter intensiv erforscht wurde.

2007 sorgten Evangelos Michelakis und seine Kollegen von der University of Alberta in Edmonton, Kanada mit einem ebenso altbekannten wie denkbar einfachen Medikament für Furore: Dichlorazetat (DCA). An menschlichen Zellkulturen stellten sie fest, daß DCA zwar Krebszellen aus Lunge, Brust und Gehirn abtötet, gesunde Zellen jedoch unangetastet läßt. Bei Ratten, in denen menschliche Tumorzellen wuchsen, schrumpften die künstlich erzeugten Krebswucherungen drastisch zusammen, wenn den Versuchstieren über einige Wochen DCA ins Trinkwasser gegeben wurde. Bisher behandelte man mit DCA seltene Stoffwechselkrankheiten. Das Medikament ist mit keinem Patent belegt, weshalb die Pharmaindustrie kaum an der Entwicklung zu einem Krebsmittel interessiert sein wird.

Mittlerweile hat zwar einige Ernüchterung Fuß gefaßt, doch aus orgonomischer Sich bleibt DCA von großem Interesse:

Während normale Zellen Energie aus ihren Mitochondrien gewinnen, sozusagen den „Lungen“ der Zelle, schöpfen Krebszellen, offenbar weil sie von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wurden (Panzerung!), in einer Art „Erstickungsatmung“ ihre Energie aus ineffizienter (anaerober, „fauliger“) Glykolyse, die im gesamten Zellkörper abläuft. Michelakis‘ Experimente beweisen, daß auch Krebszellen weiterhin funktionsfähige Mitochondrien besitzen, die durch das DCA reaktiviert werden können. Dadurch scheint es zu einer Art energetischem Schock zu kommen, denn unmittelbar danach setzt „Apoptose“ ein, d.h. die Krebszellen zerfallen in Bione – genauso wie unter konzentrierter Orgonenergie (siehe Der Krebs).

Hier und da wird weiter geforscht, wie eine Dissertation aus Tübingen über den Sauerstoffverbrauch bei bestimmten humanen Neuroblastom-Zelllinien zeigt:

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, daß [diese Zellen] die aerobe Glykolyse nutzen. […] In Hinsicht auf die therapeutische Nutzung des Warburg Effektes scheint die durch Dichloracetat ausgelöste Verschiebung des Glukosemetabolismus bei Neuroblastomzellen ein möglicher Ansatz zu sein, allerdings waren die erzielten Effekte nicht so ausgeprägt wie aus Literaturdaten zu vermuten war.

Mag sein, daß die Krebsbekämpfung mit Natron auf einem ähnlichen Prinzip beruht…

Hier noch ein interessanter Leserbrief, der zu einem entsprechenden Artikel erschien:

Alpha-Liponsäure sowie Dichloracetat können Krebsarten, die ihre Energie durch Vergärungsprozesse gewinnen, zum Absterben bringen. Dies geht aus Versuchen im Reagenzglas und mit Tieren hervor. Das Absterben geschieht aber rasant. Schon nach einer Woche etwa, ist ein Drittel eines Tumors abgestorben. Dies kann bei großen oder vielen Tumoren in einem Organismus zu einer lebensgefährlichen Vergiftung, durch die abgestorbenen Krebszellen führen. Es hat wohl etwas mit der Menge an Elektrolyten zu tun, die beim schnellen Absterben eines größeren Tumors plötzlich in den Organismus gelangen. Vielleicht kann man es zum besseren Verständnis mit der Einnahme von destilliertem Wasser und seinen (tödlichen?) Folgen vergleichen. Unter dem Stichwort „Tumor Lysis-Syndrom“ kann man im Internet mehr dazu lesen.

Reichs Versuche der Krebsheilung sind am Tumorlyse-Syndrom gescheitert, was er auf die Überschwemmung des Organismus mit „T-Bazillen“ zurückführte.