Archive for Dezember 2012

The Journal of Orgonomy (Vol. 41, No. 1, Spring/Summer 2007)

31. Dezember 2012

In „The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 1)“ (S. 7-49), als auch in „The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep (Part 2)“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 42, No. 2, Fall 2008/Winter 2009, S. 8-28), befaßt sich Robert A. Harman im Zusammenhang mit dem Schlaf ausführlich mit dem Autonomen Nervensystem.

Studien zum Schlafentzug, die die Funktion des Schlafes evident machen sollten, litten an der Vorstellung, Tiere würden Dinge ausschließlich tun, um zu überleben, d.h. bei Schlafentzug würde ihnen ganz Schlimmes widerfahren, sie könnten sogar sterben. Tatsächlich sind die Ergebnisse uneinheitlich und widersprüchlich und negative Effekte des Schlafentzugs gehen zu einem Gutteil auf die Methoden der Schlafverhinderung zurück.

Es ist ganz ähnlich wie mit der Funktion des Orgasmus, d.h. der Entladung überschüssiger Energie. Niemand, kein Tier, stirbt am Zölibat, trotzdem es sich um die zentrale Funktion des Lebendigen handelt.

Der Schlaf und das Autonome Nervensystem sind eng mit der Funktion der Aufrechterhaltung einer hohen orgonotischen Ladung verbunden und haben sich entsprechend erst recht spät in der Evolution entwickelt. Erst mit der Entwicklung von Warmblütlern, die beispielsweise nicht mehr in die Sonne kriechen müssen, um warm zu werden, entfaltet sich das Autonome Nervensystem.

Zusammen mit einer verbesserten Motorik taucht der Nicht-REM-Schlaf bei Reptilien auf. Zusammen mit der Thermoregulation tritt der REM-Schlaf bei Vögeln und Säugetieren hinzu. Gleichzeitig wird die Vorherrschaft der Emotion über die Sensation hergestellt.

Entsprechend fördert beim Menschen der Nicht-REM-Schlaf die motorischen Funktionen, der REM-Schlaf die „höheren“ kognitiven Funktionen. Evolution ist jedoch nicht immer weitere Entwicklung der Kontrolle des Gehirns über den Körper, sondern wachsende Autonomie des Vegetativen Nervensystems gegenüber dem Zentralen Nervensystem. Beim REM-Schlaf steht das Gehirn praktisch ganz im Dienste des Autonomen Nervensystems.

Ein Hinweis auf die enge Verflechtung von REM-Schlaf und einer hohen orgonotischen Ladung ist, daß Landtiere, die ins Wasser zurückgekehrt sind, wie Wale und Delphine, keinen REM-Schlaf kennen. Robben nur, wenn sie an Land übernachten.

Während des Schlafs überwiegt die Funktion der Pulsation die Homöostase, die drastisch zusammenbricht. Harman:

Vom Autonomen Nervensystem ist bekannt, daß es die orgonotische Ladung durch Ansteigen der Körpertemperatur bei Warmblütlern über die Temperatur der äußeren Umgebung hinaus erhöht, in erster Linie durch sympathische Aktivität. Im REM-Schlaf geschieht das Gegenteil und das Autonomen Nervensystem erhöht die orgonotische Ladung durch Absenkung der Körpertemperatur.

Harman merkt dazu an:

Eine Reihe von Dingen treten während dieser zyklischen Veränderung der Körpertemperatur auf, die die orgonotische Ladung fördern: Das nichtreziproke Funktionieren der sympathischen und parasympathischen Systeme erhöht die Kapazität des Organismus für intensives Pulsieren. Die Körpertemperatur während des Wachens zu erhöhen, erleichtert motorische Aktivität und Stoffwechsel. Sinkende Körpertemperatur im REM-Schlaf baut Glykogen-Reserven wieder auf.

Er fährt fort:

Das bietet einen konkreten Beweis dafür, daß eine primäre Funktion des Autonomen Nervensystems die Erhöhung der Kapazität für orgonotische Ladung ist, während die Homöostase zweitrangig ist. Außerdem erwächst die Zunahme der orgonotischen Ladung nicht aus der Aufrechterhaltung einer konstanten Temperatur, sondern aus spontanen, selbstorganisierten Temperaturänderungen innerhalb eines physiologischen Bereichs. (Journal of Orgonomy, 42/2, S. 20)

Im Verlauf des Schlafes wird das parasympathische Nervensystem immer bedeutsamer. Ohnehin spielt es im Schlaf eine weit größere Rolle als im Wachen. Entsprechend bricht in der Nacht der Panzer weitgehend weg und die schlaflosen Stunden vor dem Klingeln des Weckers („Durchschlafstörung“), wenn „alles hochkommt“, können deshalb durchaus als die „gesündesten Stunden“ des Tages betrachtet werden. Es können dabei aber auch irrationale Ängste, Schuldgefühle, etc. auftauchen.

Im Schlaf treten wir in eine andere Welt, die genauso wichtig für unser Menschsein ist wie das Wachen, wenn nicht sogar wichtiger. Während des Wachens steht die Funktion der „relativen Bewegung“ im Vordergrund, während des Schlafes die der „koexistierenden Wirkung“. Erst hier funktioniert der Organismus wirklich als Einheit, entfaltet sich seine Autonomie. Dies kommt insbesondere in der Welt der Träume zum Ausdruck, in der wir ganz wir selbst sind.

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Arbeitsdemokratische Weihnachten

25. Dezember 2012

Reich zufolge ist

Arbeitsdemokratie (…) der naturwüchsige Prozeß der Liebe, der Arbeit und des Wissens, der die Wirtschaft, das gesellschaftliche und kulturelle Leben des Menschen regierte, regiert und regieren wird (…). Arbeitsdemokratie ist die Summe aller natürlich gewachsenen, sich natürlich entwickelnden und organisch die rationalen zwischenmenschlichen Beziehungen regierenden Lebensfunktionen. (Die Massenpsychologie des Faschismus, Fisch TB, S. 276f)

Entsprechend ist „lebensnotwendige Arbeit“, oder besser „gesellschaftlich lebensnotwendige Arbeit“, nicht etwas, was man intellektuell definieren kann. Man könnte sich beispielsweise darüber streiten, daß wir doch von Wasser, Brot und Vitamintabletten leben könnten und den Rest als „nichtlebensnotwendig“ abtun. Rotfaschistische Gesellschaftsingenieure a la Pol Pot denken so. Solche Leute könnten auch argumentieren, daß Sexualität nicht „lebensnotwendig“ ist und deshalb auf den Zweck der Fortpflanzung beschränkt werden sollte!

Lebensnotwendige Arbeit ist eine Funktion des bioenergetischen Kerns. Beispielsweise sind Feste wie Weihnachten lebensnotwendig, weil sie die Menschen zusammenführen, insbesondere die Familien. Der ansonsten nur quantitative Fluß der Zeit wird „strukturiert“, d.h. es gibt eine qualitative Entwicklung und damit Sinnhaftigkeit, statt einem „ewigen Trott“. Es ist selbstevident, daß man solche Feste nicht künstlich erschaffen kann, sondern daß sie aus der Tradition erwachsen sein müssen, d.h. sich mit Sinn sozusagen aufgeladen haben müssen.

Weihnachten und vollkommen „sinnlose“ Dinge wie der Weihnachtsbaum sind ein Beispiel für lebensnotwendige Arbeit. Das Gefühl der Geborgenheit und des Wunderbaren in der dunkelsten Zeit des Jahres ist insbesondere für kleine Kinder lebensnotwendig! Was sie hingegen heutzutage an Geschenken bekommen, ist meist vollkommen überflüssig und eine Funktion der sozialen Fassade, teilweise Ausdruck der sekundären Schicht, wenn man beispielsweise an sadistische Videospiele denkt.

Was jeweils gemeint ist, kann man nicht intellektuell oder etwa „mit Strichlisten“ eruieren, sondern es ist eine Sache des unmittelbaren orgonotischen Kontakts.

arbeitsweihe

Grundelemente einer orgonomischen Soziologie (Teil 3)

23. Dezember 2012

Teil 1

Teil 2

In der Psychotherapie bringt es nicht wirklich etwas, mit dem Patienten zu reden oder irgendwelche „bioenergetischen“ Übungen mit ihm zu machen. In jedem Fall wird er sich weiter im Kreis seiner Neurose drehen und allenfalls zu einer narzißtischen Nulpe werden. Man kann den Patienten nur dadurch verändern, daß man tiefere Funktionsebenen angeht, also die Orgonenergie aus Verhaltens- und Verspannungsmustern löst durch Charakteranalyse und Vegetotherapie, d.h. charakteranalytische Vegetotherapie bzw. psychiatrische Orgontherapie. Indem man auf einer tieferen Funktionsebene etwas ändert, ändert man automatisch auch die höheren Funktionsebenen. Das ist durchaus kein ungefährliches Unterfangen, da die große Wahrscheinlichkeit besteht, daß bei einem unsystematischen Vorgehen der gesamte „Überbau“ kollabiert: Psychose, Suizid, Absturz ins soziale Nichts, somatische Krankheiten, etc. Das geschieht beispielsweise, wenn der Orgasmusreflex verfrüht mobilisiert wird.

Wirkliche Veränderung ist nur durch eine Änderung der Charakterstruktur möglich. Dieser Satz ist natürlich kaum mehr als eine Leerformel, wenn man ihn nicht richtig versteht. Charakter ist erstarrte, stillstehende Historie (Blockierung, „Panzerung“), die wie in einer Zeitkapsel fortwirkt, auch wenn die historische Entwicklung weitergelaufen ist. Deshalb muß das Verhalten der gepanzerten Menschen nicht von den „realen Verhältnissen“, sondern vom Charakter her betrachtet werden. Beispielsweise kann man das Verhalten der Juden in Amerika, die fast durchweg die israelfeindlichen „Progressiven“ und sogar den Moslem Hussein Obama unterstützen, nur verstehen, wenn man weiß, daß sich unter den Juden überdurchschnittlich viele liberale Charaktere finden.

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Ihr Charakter, nicht ihre wirklichen Interessen, bestimmen ihre Handlungen! In einer Art „Schleife“ geht aber der Charakter der Juden wiederum auf ihre materielle Existenz zurück: sie sind liberal, weil sie jahrhundertelang durch die Christen von den zentralen Funktionen, den Kernfunktionen der Gesellschaft verdrängt und in den Handel, Geldverleih, später in die Juristerei abgedrängt wurden. Dadurch kam es zu einer „intellektuellen“, statt „muskulären“ Panzerung. Daß Reichs Eltern Viehzüchter waren, ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

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Charakterliche Veränderungen ereignen sich unter dem Druck der ökonomischen Verhältnisse. Durch den Zwang, ökonomisch auf eigenen Füßen zu stehen, verändern sich Menschen, da ihre biologische Energie aktiviert wird – oder sie zerbrechen unter dem Druck der Energie. Die gesamte sozialistische Bewegung ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch, das neurotische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten („soziale Sicherheit“). Grundsätzlich führen alle Sozialprogramme nirgendswohin, sondern führen allenfalls zur Verschlimmerung der Situation, d.h. zur Verhärtung: die Lage läßt sich dann immer schwerer wirklich ändern. Man denke nur an die verheerenden Folgen von Arbeitslosigkeit auch unter den denkbar besten Bedingungen der ökonomischen Absicherung.

In Israel wurden durch den Druck der Umstände aus murkligen Ghettojuden zionistische „Übermenschen“. Gleichzeitig kann man in Israel den umgekehrten Prozeß beobachten, wie nämlich die in den Charakterstrukturen verankerte Freiheitsangst die Ökonomie bestimmt. Israel wurde durch den Sozialismus fast zerstört. Und nachdem das sozialistische Monster aus englischer Labour-Tradition (gegen die George Orwell angeschrieben hat) und deutscher Sozialdemokratie durch die Sephardim zerschlagen wurde, kommt jetzt die Gefahr von Rechts: der quasi „iranische“ religiöse Wahn der Sephardim und der national-religiöse Wahn der Aschkenasim. Die Umstände treiben nach vorne, doch der Charakterpanzer bremst.

Politik (im weitest denkbaren Sinne) kann nur dann verantwortungsvoll betrieben werden, wenn man versteht, was Charakter ist, wie er sich entwickelt und wie man ihn handhaben kann. Was das im einzelnen bedeutet, erläutert Charles Konia in seinem Blog. Jede andere Herangehensweise ist gemeingefährliches Herumdoktern an den Symptomen und wird letztendlich in einer totalitären Gesellschaft enden, in der die freiheitliche Verfassung mit Füßen getreten wird. In vieler Hinsicht sind wir schon heute soweit. Die Political Correctness hat die amerikanische Verfassung und das deutsche Grundgesetz zu bedeutungslosen Fetzen Papier degradiert.

Peter und die böse Wölfin

21. Dezember 2012

Woran erkennt man den heutigen Faschismus? Daran, daß in einer Gesellschaft es als „Zivilcourage“ gilt, wenn man fanatisch die Meinung aller teilt, und als „Volksverhetzung“, wenn man eine Meinung vertritt, die von 99% der Bevölkerung abgelehnt wird. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob die verschwindend kleine Minderheit, gegen die sich die couragierte Mehrheit „erhebt“, unappetitlich und pestilent ist. Es gibt keine Sekte, die ich nicht zutiefst verachte: die Psychopathen, die „kreuz.net“ gemacht haben, so manchen „Männerrechtler“ und erst recht Rechtsradikale… – meine Hand soll verdorren, wenn ich solchen Leuten die Hand reiche. Aber die wahre Pest kristallisiert sich am „Widerstand“ gegen derartige einflußlosen Randerscheinungen: Zensur, Machtmißbrauch, Willkür.

Heue ist es kreuz.net, morgen Politically Incorrect und übermorgen der Nachrichtenbrief. Man irre sich nicht! Es geht nicht um Antifaschismus (sozusagen „Anti-Emotionelle-Pest“), sondern ganz im Gegenteil um das Kontrollieren von Bewegung, die der vermeintliche „Antifaschist“ nicht ertragen kann. Heute kämpft er „gegen Rechts“, morgen gegen „provozierendes Essen“ während des Ramadan und übermorgen sollen wir aus „Solidarität“ unsere Bauchspeicheldrüse schädigen! Man denke nur an den um sich greifenden Verhaltensterror der Grünen Bewegung („Umwelt-Knigge“)! „Werte“ wie „Diversity“ und „die Umwelt“ sind nur vorgeschoben, tatsächlich geht es darum die Autonomie, die freie Bewegung zu kontrollieren.

Wehe der gepanzerte Mensch wähnt sich auf „der richtigen Seite der Geschichte“! Plötzlich wird viehische Menschenjagd zur Bürgerpflicht! Erst geht es um „soziale Gerechtigkeit“ – und wenige Jahrzehnte später sind 100 000 000 Ermordete zu beklagen. Der Kleine Mann zieht daraus messerscharf den Schluß, daß man irgendwelche versprengten harmlosen Maoisten mit staatlicher Repression bekämpfen müsse. Wirklich zu bekämpfen ist jedoch, daß pestilente Charaktere, die etwa einen armen Irren wie Horst Mahler zu einem Märtyrer machen, zugang zu solchen Machtinstrumenten haben. Ich spüre schon jetzt die „antifaschistische“ Hysterie in so manchem aufkochen, der das lesen wird! (Du miese kleine Ratte! Ja, du bist gemeint! Früher hättest du dich mit Begeisterung als IM angedient.)

Unser Ziel ist nicht etwa schrankenlose Anarchie voller kleiner „Horst Mahlers“, sondern eine Republik (oder konstitutionelle Monarchie), in der eine Macht die andere kontrolliert und wo vor allem das freie Wort heilig ist. Und was wird im Verlauf beispielsweise der gegenwärtigen „NSU“-Hysterie getan? Die föderative Ordnung und die Abschottung zwischen Polizei und Geheimdiensten wird aufgehoben. Am Ende der „NSU“-Hysterie steht – die Gestapo! Nichts zeigt eindeutiger, daß der ganze angebliche „Antifaschismus“ nur vorgeschoben ist. Heute gilt man in den USA und in Deutschland bereits als „Rechtsextremist“, wenn man sich auf die Verfassung bzw. auf das Grundgesetz beruft.

Noch nie waren Demokratie, die Souveränität des Volkes, Gewaltenteilung, Marktwirtschaft und freie Meinungsäußerung gefährdeter als heute. Das ist so, weil heute diese Gefährdung im Namen der inhaltsleer gewordenen Phrase von „Demokratie“ erfolgt. Was vorgeht, kann man nur bioenergetisch wirklich verstehen. Der sympathikotone Kleine Mann fühlt sich zum parasympathikotonen pestilenten Charakter hingezogen, der ihn seinerseits hemmungslos ausnutzt. Es ist ein übles Spiel.

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Diese Entwicklung ist möglich, weil sich der Kleine Mann (der typische willensschwache Neurotiker, du und ich!) vom Lebenswandel, dem schnellen Metabolismus des „Großen Mannes“ angezogen fühlt. Der letztere spiegelt ihm die Chimäre von „Expansion und Leben“ vor. Wir wären (so dieser Wahn) alle befreit, wenn es nicht mehr die Nationalstaaten, die Bundesländer und Gemeinden, voneinander getrennte Legislative, Exekutive, Judikative und eine freie Wirtschaft sowie vor allem das freie Wort gäbe. Vor allem wäre alles besser, wenn die Störenfriede, heute „die Rechten“, nicht ständig Sand ins Getriebe streuen würden. Hitler hat von diesem „Befreiungsangebot“ gelebt („Endlich greift mal einer durch!“), die Kommunisten, die die „kapitalistische Anarchie“ aufgehoben haben, sowieso und nicht zuletzt die Leute, die gegenwärtig die „NSU“ instrumentalisieren oder „kreuz.net“ gekreuzigt haben. Die abgrundtiefe Pestilenz dieser Leute zeigt sich darin, daß ausgerechnet sie stets vor der Einschränkung der „Zivilgesellschaft“ und der „Bürgerrechte“ warnen.

Ich habe hier im Blog mal die Begegnung zwischen dem Kleinen Mann und einem der Mächtigen beschrieben. Man verzeihe mir, daß ich mich selbst zitiere:

Vor knapp 40 Minuten stand ich hier auf der Straße grade mal zwei Meter von Merkel und Norbert Röttgen entfernt. Ich kann diese Menschen kaum anschauen, genauso wie die berühmten Schauspieler, denen ich begegnet bin: leere Charaktermasken. Inhaltsleer und deprimierend. So als wenn sie gar nicht richtig da wären. Merkel: ich glaube es war nicht nur Suggestion, diese Aura der Macht, die die Szene umgab. Nach dieser „Energiedichte“, halt dieser Aura, kann man sicherlich süchtig werden – gleichzeitig wirkt es merkwürdig DORig, wie ein „Miasma“.

Die oben orgonometrisch dargestellte Beziehung ist wie eine Drogensucht – an ihr geht die Demokratie zugrunde. Die Mächtigen berauschen sich an der Macht (beispielsweise am „Großraum Europa“) und hebeln zunehmend die Gewaltenteilung aus und der Souverän (das Volk) träumt von einer „besseren Welt“, die von oben.

Hier ein kleines Spottlicht auf die miese Hetze des Gesindels, das heute der Mainstream ist.

The Journal of Orgonomy (Vol. 39, No. 2, Fall/Winter 2005)

15. Dezember 2012

Charles Konia befaßt sich in seinem Artikel „Applied Orgonometry IV: Mysticism“ (S. 60-69) u.a. mit einem recht überzeugenden Argument gegen die von Elsworth F. Baker entwickelte „sozio-politische Charakterologie“, derzufolge Konservative („verzerrter Kontakt zum Kern“) zum Mystizismus neigen, Liberale („fehlender Kontakt zum Kern“) eher zum Mechanismus. Seit den 1960er Jahren, d.h. seit dem Aufkommen der antiautoritären Gesellschaft, hat nämlich die Linke ein auffallendes Interesse für den Mystizismus gezeigt.

Wie diesen offensichtlichen Widerspruch erklären? Bakers Formulierungen gehen nicht tief genug, d.h. der alles entscheidende bioenergetische Unterschied zwischen Konservativen und Liberalen wird nicht klar formuliert: bei Konservativen steht die Emotion und das im Solar Plexus zentrierte „orgonotische System“ im Mittelpunkt, bei Liberalen die Sensation und das im Zentralen Nervensystem zentrierte „energetische Orgonom“. Siehe dazu beispielsweise meine Ausführungen in Die beiden bioenergetischen Systeme und das Elend der modernen Welt.

Entsprechend können sich Liberale durchaus vom Ersatzkontakt „Mystizismus“ angesprochen fühlen, solange dieser ein „Head Trip“ bleibt. Während der „emotionale Rechte“ sich dem „unergründlichen Ratschluß Gottes“ unterwirft, versucht der „zerebrale Linke“, der sich zum Mystizismus hingezogen fühlt, die Welt in ihrem Innersten zu ergründen. Ein Gutteil dessen, was heute unter dem Titel „Orgonomie“ und 100 Prozent dessen, was unter dem Titel „Reichianismus“ abläuft, entspricht dieser Art von mystischer Perversion. Es ist Neurose, wenn nicht Emotionelle Pest und nichts außerdem.

Im Gegensatz zu den Mystikern der Rechten glauben die Mystiker der Linken, daß man im Diesseits Gesundheit („Ganzheit“) und Glück erlangen kann: holistische Medizin, spirituelles Wachstum, „Heilung“, etc. Typischerweise geht es um das Erlangen eines „höheren Bewußtseins“. Die Wahrheit hänge von der Sichtweise des Einzelnen ab, alles ist „relativ“. Von den etablierten Religionen, insbesondere aber von „Gott, dem Vater“ will man nichts wissen. Alles sei machbar.

Allen Arten von Mystizismus ist gemeinsam, daß sie Ersatz für sexuelle Befriedigung sind. Oder mit anderen Worten: ohne orgastische Impotenz kein Mystizismus.

koniamystik

Der Panzer verzerrt die ursprünglichen sexuellen Empfindungen und an ihre Stelle tritt der mystische Ersatzkontakt. Dieser ist antisexuell und gleichzeitig eben das: Ersatz für Sexualität. Bei den einen ist die Angst vor der Sexualität unmittelbar an die autoritäre Vaterfigur bzw. „Gott“ gebunden, bei anderen sind es pseudowissenschaftliche Theorien, die die antisexuelle Haltung rationalisieren. Man denke nur einmal daran, wie linke „Reichianer“ die Orgonomie mit Tantra, Taoismus, Yoga, Buddhismus und anderem extrem antisexuellen Theorien „erweitern“!

Das Gandalf-Syndrom

13. Dezember 2012

Gandalf ist eine große, neurotische Graueule. Er wurde von Kindesbeinen an von Menschen großgezogen und genießt Vollpension, wird gefüttert und gepflegt. Nichts kann den gefiederten Agoraphobiker aus seinem kleinen Backsteinschuppen in die freie Wildbahn herausbringen, vor der er eine Heidenangst hat. Er wird ewig Gefangener seiner eigenen Ängstlichkeit, seiner Bequemlichkeit und der vermeintlichen „Tierliebe“ seiner „Herrchen“ bleiben. Aus einem herrlichen Raubvogel ist eine bedauerliche Kreatur geworden. Sie braucht nie wieder hungern und frieren, ist keinen Feinden ausgesetzt, ist befreit von Sexualität und Rivalenkämpfen. Die bioenergetische Dynamik habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben.

Das ist der Zustand, den der Sozialist, der „Sozialliberale“ und der Kommunist für jeden Menschen erträumt. Jedenfalls erträumen sie ein Leben, in dem niemand mehr von materiellen Sorgen und Rivalität bedrängt wird, sondern alle im „Volksheim“ leben. Die Menschen könnten dann ihre „wahren Bedürfnisse“ erkennen und ihre „wahre Natur“ entfalten. Resultat wird etwas sein, was man im Zoo und bei Haustieren beobachten kann – das Gandalf-Syndrom.

Was wird nicht alles in die Waagschale geworfen, um den Kapitalismus, diese „freie Wildbahn“ des Menschen, zu diskreditieren! Es ist offensichtlich, daß er Wohlstand schafft, wie kein anderes Gesellschaftssystem vor ihm. Um ihn trotzdem grundsätzlich infrage stellen zu können, wird das Wirtschaftssystem in seinem Kern angegriffen – vollkommen unabhängig von seinen Erfolgen: „Alles hat seinen Preis, aber nichts hat einen Wert!“ Das gibt sich zwar das Gewand einer „wissenschaftlichen Theorie“ (im Marxismus ist etwa von „Tauschwert“ die Rede), aber letztendlich läuft es auf die Aussage hinaus: „An [diesem Gegenstand] klebt Blut!!“ Das Blut der „Ausgebeuteten“ in der Dritten Welt, der Werktätigen, der durch die Umweltverschmutzung geschädigten, etc.

Tatsächlich ist das eine mystische Aussage. Ich schaue jetzt auf eine Plastikflasche mit „Vielzweckkleber“ der Firma „tesa“, die auf meinem Schreibtisch steht. Nichts, aber auch rein gar nichts, ändert sich an diesem Gegenstand, wenn er anstatt von mittelmäßig bezahlten Arbeitern in Ungarn von Kindersklaven in Indien hergestellt oder wie auch immer sonst hergestellt wurde. Ich brauche Kleber und der Preis bildete sich nach Angebot und Nachfrage, nicht weil der Ware irgendeine feinmaterielle Substanz anhaftet, die aus ihr etwas anderes macht als einen Gegenstand mit Gebrauchswert.

Was wird hier mit Theorien über den „Warenfetisch“ konstruiert? Es ist eine böse Welt da draußen und egal, was immer ist: Du machst dich schuldig, weil du nichts gegen dieses böse System unternimmst oder gar von ihm profitierst!

Welch ein lebensfeindlicher Irrsinn das ganze ist, sieht man daran, daß manche Menschen nicht etwa stolz darauf sind Hemden aus Bangladesch zu tragen (sie unterstützen dadurch eine aufstrebende Nation!), sondern sich ganz im Gegenteil schämen, weil sie von „Ausbeutung“ profitieren. Funktion dieser Gesinnung ist es, uns alle (einschließlich der Bangladeschis) sozusagen in „Gandalfs Backsteinschuppen“ zu halten: die Welt da draußen ist böse und gefährlich.

Der zweite, und heute immer mehr in den Vordergrund tretende, „grundsätzliche Einwand“ gegen den Kapitalismus betrifft das, was den Kapitalismus erst möglich macht: das Geld im allgemeinen und Kredit und Zins im besonderen.

Nach diesem Einwand macht sich, wer immer sich im Kapitalismus engagiert, d.h. einen Kredit aufnimmt oder vergibt, eines ungeheuerlichen Verbrechens schuldig, weil er teilhat an der unausweichlichen Zerstörung sämtlicher menschlicher und natürlicher Ressourcen. Das Argument lautet auf das Wesentliche reduziert wie folgt: „Hätte vor 2000 Jahren Josef nur einen einzigen Cent mit einem minimalen Zins angelegt, wäre der Gewinn, den heute seine Nachkommen einheimsen könnten, nur in mehreren Weltkugeln aus purem Gold darstellbar.“ Oder mit anderen Worten: Um mit der Finanzwirtschaft mit ihrem exponentiellen Wachstum Schritt halten zu können, muß die Realwirtschaft verzweifelt, und zum unausweichlichen Scheitern verurteilt, versuchen Schritt zu halten, d.h. versuchen Zins und Zinseszins zu bedienen, und dabei Mensch und Natur erbarmungslos ausbeuten.

Das klingt mathematisch zwingend, ist jedoch offensichtlicher Unsinn, denn es gibt keinen risikolosen Zins. In der wirklichen Welt, kann der imaginäre Nachfahre Josefs froh sein, wenn er nach 2000 Jahren überhaupt einen Cent erhält. Ein Euro wäre schon ein Weihnachtswunder!

Nichts zeigt besser als die Griechenlandkrise, wie vorsichtig die Anleger des berühmten „Josefpfennigs“ hätten agieren müssen. Die Finanzwirtschaft kann sich nur dann verselbständigen und es kann nur dann zu einem exponentiellen Wachstum kommen, wenn im Rahmen einer Keynesianischen Politik der Staat und die Notenbanken die besagten Anleger immer wieder von neuem retten. Das wird natürlich stets aus „sozialen“ Gründen getan, etwa um „General Motors und Detroit“ zu retten.

Letztendlich kommt hier auch nichts anderes als das Gandalf-Syndrom zum Ausdruck: Die parasitären Superreichen und die parasitäre Unterschicht können weiter im geschützten „Backsteinschuppen“ hausen, während für den produktiven Teil der Bevölkerung die Bedingungen dermaßen unerträglich werden, daß sie ebenfalls in den „Backsteinschuppen“ drängen. Am Ende steht der Kommunismus.

Kapitalismuskritiker, egal ob sie Marx oder Gesell auf ihre Fahnen geschrieben haben, sind nichts anderes als Rote Faschisten (oder zumindest die nützlichen Idioten von Roten Faschisten).

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The Journal of Orgonomy (Vol. 39, No. 1, Spring/Summer 2005)

11. Dezember 2012

In der Zeit nach dem ORANUR-Experiment haben Reich und seine Mitarbeiter aufgrund der anhaltenden DOR-Atmosphäre angefangen, an der „DOR-Krankheit“ zu leiden, die in vieler Hinsicht einer Art „Virusinfektion“ glich: körperliches und seelisches Unwohlsein, Müdigkeit, Übelkeit, Druck im Kopf, Brust, in den Armen und Beinen, Probleme beim Atmen mit einem Gefühl von Sauerstoffmangel, Durst, Hitzewallungen, aber auch Kälteschauer, schwarzer Stuhl.

In dieser Ausgabe des Journal of Orgonomy beschäftigt sich Dean T. Davidson, ein Orgonforscher aus Australien, in seinem Aufsatz „DOR-Sickness and the CO-Hemoglobin Reaction in Overcharged Blood“ (S. 24-33) mit der funktionellen Identität von Kohlenmonoxid-Intoxikation und DOR-Krankheit. Beide gehen typischerweise mit „Grippesymptomen“ einher. Bei akuter Kohlenmonoxid-Intoxikation kommt es zu Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindelgefühl und Übelkeit. Bei chronischer Vergiftung mit CO kommt es zu einer generellen Leistungsverminderung: man wird geistig und körperlich „schlapp“.

Reich schreibt in seinem Protokoll aus dem Jahre 1952:

Um etwa 09:30 Uhr, beim Observatorium, waren meine Handfläche und Handrücken hellrot und gefleckt. Dieser Anblick erschreckte einige meiner Freunde, die die Bedeutung von hellem Blut kannten. Sie hatten meine Hände schon gefleckt gesehen, aber noch nie so leuchtend rot.

Man sollte seine Aufmerksamkeit auf die betonte Beschreibung „hellrot“ richten, denn die CO-Hämoglobin-Reaktion des Blutes ist in der Regel leuchtend rot und spiegelt einen Zustand wider, bei dem das Hämoglobin CO bindet, das dergestalt nicht mehr in der Lage ist O2 aufzunehmen. Dies entspricht einem Prozeß des inneren Erstickens. Wir alle hatten noch den Anblick der zyanotischen Mäuse im Sinn, die in Scharen im Labor im Februar 1951 an Oranur gestorben waren. (Reich: „The Blackening Rocks“, Orgone Energy Bulletin, Vol. 5, S. 30)

Tödliche, giftige Orgonenergie (DOR) ist mehr als einfach nur Radioaktivität, entsprechend ist die DOR-Krankheit mehr als einfach nur Strahlenkrankheit. Ein schönes Beispiel hat der Arzt Max Bloom präsentiert („Observations“, Offshoots of Orgonomy, No. 3, Autumn 1981, S. 36-39).

Bloom beschreibt eine einfache Beobachtung aus dem Klinikalltag: Vier Blumenkübel auf dem Weg zum Strahlenzentrum der Klinik, in der er arbeitet. Im Blumenkübel, der dem Strahlenzentrum am nächsten steht, ist alles Pflanzenleben abgestorben, im zweiten Kübel ein oder zwei Meter weiter weg sind die Pflanzen stark verkümmert, im dritten sieht es besser aus, während die Pflanzen im vierten, am weitesten entfernten Kübel einigermaßen normal zu wachsen scheinen. Techniker des Krankenhauses konnten mit Geigerzählern kein Strahlenleck feststellen.

So ist es überall bei der Wirkung von ORANUR und DOR: die toxischen Wirkungen sind fast durchgehend mit bekannten Gefahrenquellen korreliert, wirken aber „auf mysteriöse Weise“ fort, wenn die toxische elektromagnetische und Teilchen-Strahlung eingedämmt wurde bzw. die Giftstoffe beseitigt wurden.

Trotzdem ist es berechtigt, wenn Davidson fragt, ob durch die Einwirkung von DOR das Stickstoff-Molekül (N2) in CO umgeformt wird und so der Organismus von innen her erstickt. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Arbeit des französischen Wissenschaftlers C. Louis Kervran.

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Wohin mit dem Detritus?

9. Dezember 2012

Reich zufolge hat die Krebserkrankung zwei Phasen: die Tumorbildung aufgrund eines „primären T-Zerfalls“ und der Tumorzerfall bzw. der „sekundäre T-Zerfall“. Reich beschreibt dies wie folgt:

Krebsschritte

Reich weiter:

Die eigentliche Todeswirkung ist nicht der Bildung von Krebszellen, sondern dem sekundären T-Zerfall zuzuschreiben. War die Gewebsschädigung vorher lokal begrenzt, waren die T-Bazillen nur in geringer Zahl zur Entwicklung gebracht, so bewirkt der Zerfallsprozeß der Krebsgeschwulst eine riesenhafte Beschleunigung und allgemeine Ausbreitung der Fäulnis im Körper: Blutfäulnis und T-Bazillen-Intoxikation des körperlichen Säftesystems. Wir sehen daher, daß Krebskranke sich monate-, ja jahrelang recht und schlecht aufrechthalten können, bis wie mit einem Schlage der allgemeine Verfall, rasche Kachexie und Tod einsetzen. Die zweite Phase, der Zerfall der Krebsgeschwülste in faulige, putride Massen dauert im Gegensatz zu der langen Zeit der Geschwulstbildung nur wenige Wochen. T-Bazillen-Bildung und Fäulnis sind also sowohl Ursache wie Folge der Krebsbiopathie. (Der Krebs, Fischer TB, S. 292f)

Es ist offensichtlich, daß dies ein ganz gewaltiges Fragezeichen hinter jeden Versuch stellt, Krebs heilen zu wollen. Im krassen Gegensatz zur klassischen Krebstherapie, sieht Reich das Problem weniger in der Zerstörung des ja biologisch äußerst schwachen Tumors, sondern vielmehr in der Ausscheidung der Zerfallsprodukte aus dem Körper.

Das Problem der Krebsheilung verschiebt sich somit für die Orgontherapie von der Zerstörung des Tumors auf die Unschädlichmachung und Ausscheidung der Zerfallsprodukte. (ebd., S. 244)

Es treten Probleme auf wie die Verstopfung der Nierenkanälchen (ebd., S. 312), auch bevor überhaupt Anämie und Kachexie auftreten können (ebd., S. 315). Siehe Insbesondere auch Der Krebs, S. 330f.

Wegen der Autointoxikation steht deshalb auch in der Orgonomie die operative Beseitigung des Tumors, wenn irgend möglich, im Vordergrund, womit aber die Therapie nicht abschließt, sondern erst anfängt, bzw. den Abschluß unproblematischer macht. Siehe dazu Reichs Ausführungen in „Public Responsibility in the Early Diagnosis of Cancer“, Orgone Energy Bulletin, Vol. 1, No. 3, July 1949, S. 110-116. Siehe auch Punkt 5 von Reichs Vorbemerkungen zu Simeon J. Tropp: „Medical Orgonomy: Limited Surgery in Orgonomic Cancer Therapy“, ebd., Vol. 3, No. 2, April 1951, S. 81-89.

Chester M. Raphael, ein Mitarbeiter Reichs, hat das wie folgt kommentiert:

In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, daß dem orgonomischen Arzt häufig vorgeworfen wird die geeignete Medizin oder Chirurgie zu behindern. Es sei gesagt, daß der orgonomische Arzt primär mit dem Krankheitsprozeß, dem ungeordneten Funktionieren hinter dem betreffenden Symptom oder Tumor beschäftigt ist. Er erkennt, daß die Linderung des Symptoms bzw. die Entfernung des Tumors gute Medizin ist, solange es nicht zusätzliche Belastungen für den Organismus bedeutet, der mit zerstörerischen Chemikalien oder dem Schock einer radikalen Operation oder Bestrahlung umgehen muß. (Raphael: „Confirmation of Orgonomic (Reich) Tests for the Diagnosis of Uterine Cancer“, Orgonomic Medicine, Vol. 2, No. 1, April 1956, S. 36-41)

Besonders auf den Artikel von Eva Reich „Early Diagnosis of Cancer of the Uterus (CaV) (Case No.13)“ ist zu verweisen, in dem von einem Fall berichtet wird, wo Reich aufgrund seiner Diagnose die Radikalentfernung des Uterus vorschlug, während andere Ärzte nichts feststellen konnten. Als endlich nach Jahren auch die traditionellen Diagnosetechniken ansprachen, war es zu spät und die Patientin starb (CORE, Vol. 7, Nos. 1/2, March 1955, S. 47-53).

Simeon I. Tropp, ebenfalls enger Mitarbeiter Reichs:

Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen fühlen wir uns berechtigt, die Orgontherapie der traditionellen Krebsbehandlung als überlegen zu betrachten. Wir empfehlen in allen Krebsfällen den Orgonakkumulator anzuwenden. Trotzdem empfehlen wir, wenn es angezeigt scheint, den operativen Eingriff zusätzlich zur Orgontherapie. Wir halten Röntgenbestrahlung, trotz ihrer teilweisen guten Erfolge, für zu schädlich für den Organismus, vor allem wegen ihrer verheerenden Wirkung auf das Blutsystem und die umliegenden gesunden Gewebe. (Tropp: „Die Behandlung einer bösartigen mediastinalen Geschwulst mit dem Orgonakkumulator“, Internationale Zeitschrift für Orgonomie, Band 1, Heft 1, April 1950)

Demgegenüber baut die Orgonstrahlung selektiv das gesunde Gewebe auf, zerstört aber gleichzeitig das Krebsgewebe (Der Krebs, S. 323f).

Im allgemeinen ist „Mechanik“ (d.h. Chirurgie) besser als Chemie („Tabletten“) und Strahlung. Medikamente und Strahlung sind einfach zu nahe an der Orgonenergie. Die mechanistische Medizin weiß beispielsweise viel zu wenig bzw. nichts vom Pleomorphismus, um beurteilen zu können, was chemische Wirkstoffe im Blut alles bewirken können. Siehe dazu auch meine Ausführungen in Die Lebensfeindlichkeit der Chemie. Ähnliches läßt sich über die „Strahlenmedizin“ und ORANUR sagen.

Aber zurück zum Thema: Ein Problem, wenn nicht das Hauptproblem, der orgon-medizinischen Behandlung von Krebs ist der Abbau der Zerfallsprodukte. Zwar wird der Krebstumor aufgelöst, doch schädigt der hochgiftige Detritus (T-Bazillen!) den Organismus derart, daß die Patienten doch sterben. Bisher war die Option „Blutwäsche“, also ein rein mechanisches Vorgehen, viel zu grob und belastend, um die Zellfragmente aus dem Blut zu filtern, doch ging vor fünf Jahren ein neuer Ansatz in der ach so schlimmen „Gerätemedizin“ durch die Presse, der leider danach m.W. nie wieder auftauchte:

Forscher um Peter Kofinas von der Universität von Maryland in College Park hatten schwammähnliche Hydrogele entwickelt, die Viren aus dem menschlichen Blut filtern können. Bei einer Virusinfektion müßten, so Kofinas damals, Patienten einfach ins Krankenhaus gehen und dann ihr Blut von diesem Virus reinigen lassen. Der Schwamm könne sowohl wie ein Universalfilter alle Virenarten einfangen als auch gezielt ganz bestimmte.

Es wäre wirklich ein Segen, wenn sich daraus doch noch etwas ergäbe!

The Journal of Orgonomy (Vol. 38, No. 2, Fall/Winter 2004)

7. Dezember 2012

In seinem Artikel „Functional Cosmology, Part V: Lumination, Attraction, and Mass“ (S. 21-42) geht Robert A. Harman von der Frage aus, warum die grundlegenden „massefreien Funktionen“ Erstrahlung und Anziehung im Universum überwiegend an Masse gebunden sind, nämlich Lichtausstrahlung und Gravitation der Sterne.

Die Aktivität des kosmischen Orgonenergie-Ozeans läßt sich wie folgt beschreiben:

Die obige Frage beantwortet sich dergestalt, daß die beiden Gemeinsamen Funktionsprinzipien (CFPs) „koexistierende Wirkung“ und „relative Bewegung“ grundlegend unterschiedlich zu beschreiben sind. Während die beiden Faktoren Raum (L) und Zeit (t) bei der relativen Bewegung (v = L/t) homogene Funktionen sind, die sich zueinander proportional verhalten, sind L und t bei der koexistierenden Wirkung zwei heterogene Funktionen, die ineinander überführt werden können:

was mit der der Verwandlung von Materie in Orgonenergie einhergeht; und

was mit der der Verwandlung von Orgonenergie in Materie einhergeht.

Entsprechend kommt es im Universum zum „Zerstrahlen“ der Sterne und, wie es so schön heißt, zur „Schwerkraft“. Sie imponieren uns als „rein mechanische“ (an Masse gebundene) Phänomene, sind aber letztendlich nur sekundärer Ausdruck der grundlegenden orgonotischen Funktionen Erstrahlung und Anziehung.

Wichtig an Harmans Ausführungen ist, daß orgonotische Phänomene wie Erstrahlung und Anziehung spontan, unvorhersehbar, „lebendig“ sind, während wir es bei den Strahlungsphänomenen und der Gravitation mit hochpräzisen, berechenbaren Vorgängen zu tun haben. Dies ist, wie Harman orgonometrisch ausführt, mit der Wechselwirkung zwischen Materie und Orgonenergie zwanglos erklärbar.

Nachtrag zu „Die sozio-politische Charakterologie Elsworth F. Bakers am Beispiel der Bundestagsparteien“

5. Dezember 2012

Man meint, den Streit Liberalismus gegen Konservativismus dadurch umgehen zu können, indem man („Schluß mit der Politik!“) einfach die Lebensfeindlichkeit schlechthin bekämpft oder positiver ausgedrückt: für das Leben einsteht, egal ob es nun von rechts oder von links bedroht wird. Aber ist nicht a priori „politisch sein“ identisch mit „links sein“? Die Linken sagen doch selber immer, daß eine apolitische Haltung zu reaktionären Ansichten führt. Politik bestimmt unser Leben wie kaum etwas, wir sollen aber nicht versuchen sie zu begreifen?

Um effektiv für das Leben und gegen das Antileben eintreten zu können, muß man:

  1. die pestilenten Mechanismen in ihren Einzelheiten erkennen; und
  2. sich im konkreten Leben, jenseits nebelhafter Grundsätzlichkeit, so neurotisch wie es nun mal ist, für eine Seite in einer bestimmten Situation entscheiden. Genauso wie sich Reich immer entschieden hat.

Mit grundsätzlichen (einfachen) Überlegungen kommt man im Leben halt nicht immer weiter.

Menschen denken gemeinhin nach dem mechano-mystischen Ausschließlichkeitsprinzip, anstatt funktionell („dialektisch“) zu denken. Für sie scheint es so zu sein, daß sich:

  1. der Liberale als „guter Mensch“ und der Faschismus einander ausschließen. In Wirklichkeit können sie aber sehr wohl funktionell identisch sein. Etwas, was Leute nicht verstehen, die immer beklagen, Reich hätte wahllos jeden Linken als Roten Faschisten bezeichnet.
  2. der rigide konservative und der weiche genitale Charakter einander ausschließen. In Wirklichkeit können auch sie funktionell identisch sein, z.B. dann, wenn sie im Gegensatz zum Liberalen die Freiheit und nicht den „Frieden“ an die erste Stelle setzen.

In Die Massenpsychologie des Faschismus hat Reich drei Charakterschichten postuliert und sowohl mit soziologischem Verhalten als auch mit Gesellschaftssystemen in Zusammenhang gebracht:

  1. die oberflächlichste, die Fassade: das Reich der liberalen Gesinnung; soziales System: die liberale Gesellschaftsordnung;
  2. die perverse mittlere Schicht: faschistische Gesinnung; Gesellschaftssystem: Faschismus; und
  3. die tiefste, primäre Schicht: Genitalität; Arbeitsdemokratie.

Diese Einteilung ist die Grundlage für die Beurteilung der Politik in der Orgonomie.

Zur „Fassade“ ist zu sagen, daß es hier zwei Arten des Liberalismus gibt, die das Gesetz der gleichzeitigen Gegensätzlichkeit und Identität (mit der zweiten Schicht) aufzeigen:

  1. Der Gegensatz: der genuine Liberale, der seinen rationalen Platz in einer gesunden Gesellschaft hat, um den Konservativen in Schach zu halten, versucht ehrlich seine mittlere Schicht durch intellektuelle Abwehr unter Kontrolle zu halten. Leider Gottes ist diese Abwehr aber äußerst labil und schlägt leicht in ihr Gegenteil um. Damit haben wir:
  2. Die Identität: die Abwehr wird zum Diener der mittleren Schicht. In „Modju at Work in Journalism“ schreibt Reich dazu:

    Das Motiv fair und rational zu erscheinen, ist nicht etwa fair und rational zu sein, sondern nur den Anschein des Fairen und Rationalen zu wahren, um auf besonders gerissene Weise zu verbergen, daß man unfair und zerstörerisch irrational ist. (Orgone Energy Bulletin, Vol. 5, March 1953)

Deshalb haut also die Orgonomie immer so „einseitig“ auf die Linke ein:

  1. weil der Liberalismus doch nur der Zuckerguß über einer stinkenden Eiterbeule ist;
  2. weil er sehr schnell nach unten in die mittlere Schicht abgleiten kann; und
  3. weil dies der Liberalismus auf eine unglaublich teuflische Weise tut: all die „Gutheit“ wird benutzt, um so effektiver böse sein zu können – man schaue sich nur die „Friedensoffensiven“ der Sowjetunion an!

Das erklärt, warum die Orgonomie gegen die Linke ist (jedenfalls tendenziell). Warum tendiert sie dann mehr zur Rechten?

In der obigen Reichschen Einteilung in die drei Charakterschichten fällt natürlich auf, daß dort kein Platz für das Reich des Konservativen ist. Aus persönlicher Erfahrung heraus werden die meisten den Konservativen wie folgt beschreiben:

  1. rigid und sexuell verklemmt;
  2. mystisch veranlagt (Primärprozeßdenken: Mutter = Nation, Vater = Staat); und
  3. autoritär.

Der erste Punkt weist darauf hin, daß eine muskuläre, anstatt einer intellektuellen Abwehr vorliegt. Der zweite Punkt auf einen verzerrten Kontakt mit dem Kern, der sich nicht nur in Religiosität zeigt, sondern auch in der Verbindung mit dem Ahnenerbe. Ist es nicht naheliegend den konservativen Charakter aus diesen Gründen zwischen die mittlere Schicht und den Kern einzuordnen? Und kommt er damit nicht der Genitalität am nächsten?

soziopol

Seine Rigidität und sein Konservatismus schützt den Konservativen „nach oben“ in die mittlere Schicht abzugleiten und zum Nazi zu werden.

In der Welt, wie sie nun mal ist, müssen wir, wenn wir den Genitalen Charakter suchen, wohl vorerst mit dem Konservativen vorlieb nehmen. Das ist auch der Grund dafür, daß man faktisch die Arbeitsdemokratie mit dem Kapitalismus gleichsetzen kann. Eine entsprechende Frage von mir hat Charles Konia wie folgt beantwortet:

Der Kapitalismus ist eine Kernfunktion im ökonomischen Bereich. Die Arbeitsdemokratie ist eine Kernfunktion im tieferen, umfassenderen bio-sozialen Bereich.

Kommen wir nun, immer noch unter dem strukturellen Gesichtspunkt „tiefer-höher“, zu einer mehr therapeutischen Sichtweise:

Dazu wollen wir den liberalen Charakter mit dem Schizophrenen vergleichen, wobei aber nicht vergessen werden darf, daß es genauso viele liberale wie konservative Schizophrene gibt:

  1. beide können oberflächlich manchmal ziemlich gesund wirken, da sie nicht so rigid gepanzert sind wie der Zwangs- bzw. der konservative Charakter;
  2. beide sind unglaublich kontaktlos;
  3. deshalb können sie weit destruktiver sein als ihre neurotischen Pendants; und
  4. beide müssen zuerst neurotisch bzw. konservativ werden, bevor sie die Genitalität erreichen können.

Leider ist es dabei so, daß der so freie Schizophrene erst zum beschränkten Spießer werden muß (wie Reich es in Charakteranalyse beschreibt), während der Liberale zuerst seine angeblich fortschrittliche Haltung aufgeben muß, was ihn sicherlich auch nicht sympathischer werden läßt.