Posts Tagged ‘Moral’

Die rationale Funktion von Vorurteilen und die irrationale Funktion der Moral (Teil 2)

13. November 2019

Jeder, der ehrlich zu sich selbst ist, weiß, daß überkommene Vorurteile stets einen Wahrheitskern haben. Wie sollte das auch anders sein, ist in ihnen doch der generationenübergreifende Wissensschatz des Volkes gespeichert. Die „aufklärerische“ Linke tut seit über 100 Jahren nichts anderes als den Menschen diese Vorurteile auszutreiben. Opfer sind wie immer die Schwachen und Wehrlosen. Man denke nur an all die Frauen, die alle Vorurteile in den Wind schlagen und sich mit nichtdeutschen Männern einlassen. Manchmal sogar explizit, um „der Welt etwas zu zeigen“. Nach 2015 hat es Fälle gegeben, wo Eltern am Grab ihrer bestialisch vergewaltigten und ermordeten Tochter verkündeten, man solle den Fall nicht verallgemeinern und „instrumentalisieren“, denn ihrer Tochter sei es stets ein Anliegen gewesen, daß man keine Vorurteile haben und schüren dürfe.

Ein Vorurteil ist kaum etwas anderes als die „Charakterdiagnose“ in der Orgontherapie. Der Orgontherapeut muß seinem Patienten immer einen Schritt voraus sein. Er muß wissen, wie er, der Patient, in Zukunft reagieren wird. Zwar nicht mit Sicherheit (so etwas ist prinzipiell unmöglich!), aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit. Und genauso ist es mit Vorurteilen bestellt: ich muß wissen, ob ich dem Gegenüber mit einiger Wahrscheinlichkeit trauen kann oder nicht. Und ich habe weder Zeit, noch Lust, noch will ich überhaupt das Risiko tragen, das lange auszutesten. Für mein Gegenüber mag das traurig bis tragisch sein, aber wer sein Eigeninteresse einer vermeintlich höheren Moral opfert, ist nicht nur schlichtweg ein Idiot, sondern auch gar nicht so moralisch wie er vermeint zu sein. Man denke nur an die Kreditvergabe an offensichtlich kreditunwürdige Kreditnehmer, um „ein Zeichen zu setzen“. Damit werden die Grundfesten des Wirtschaftssystems untergraben und im konkreten Fall sowohl der Kreditgeber als auch der Kreditnehmer und alle, die mit ihnen verbunden sind, mit einiger Wahrscheinlichkeit ins Unglück gestürzt. Ganze Nationen können zugrunde gehen, weil irgendein Ferkel ein „menschliches Antlitz“ zeigen wollte!

Wer die Biologie, das Wissen vom Leben, in den Wind schlägt, wird mit seinem Leben bezahlen! Es ist auch nur ein „Vorurteil“, daß Raucher an Lungenkrebs sterben. Viele Raucher werden uralt, während viele Nichtraucher an Lungenkrebs verrecken, aber trotzdem kann nur ein kompletter Vollidiot mit dem Rauchen anfangen bzw. es nicht sofort einstellen! Das sieht jeder ein, aber kaum kommt die „Moral“ ins Spiel, verhalten sich alle wie – Vollidioten!

Paul Mathews: Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

5. September 2019

 

Paul Mathews:
Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

 

Die Emotionelle Pest und die Idee der Sünde

1. September 2019

Dr. Charles Konia zeigt religiösen Aspekt der Emotionellen Pest:

Die Emotionelle Pest und die Idee der Sünde

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 3)

20. Februar 2019

Es gibt (…) zweierlei „Moral“, aber nur eine Art moralischer Regulierung. Diejenige „Moral“, die alle Menschen mit Selbstverständlichkeit bejahen (nicht vergewaltigen, nicht morden usw.), ist nur aufgrund vollster Befriedigung der natürlichen Bedürfnisse herzustellen. Doch die andere „Moral“, die wir verneinen (Askese für Kinder und Jugendliche, absolute ewige Treue, Zwangsehe, usw.), ist selbst krankhaft und erzeugt das Chaos, zu dessen Bewältigung sie sich berufen glaubt. Ihr gilt unser unerbittlicher Kampf. (Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 50)

Reich führt aus, daß durch die Stärkung der letzteren „Moral“ Perversionen und Brutalität nur zunehmen. Versucht man aber die Moral einfach in einem rebellischen Akt wegzufegen, wird durch das entstehende Chaos zwangsläufig eine noch stärkere und strengere Moral letztendliches Resultat sein. So gesehen sind Gott und Teufel nur zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 2)

19. Februar 2019

Zurückhaltung, also das Zurückhalten von Impulsen, wird gemeinhin mit Moral und Zivilisiertheit gleichgesetzt. Ursprünglich dient Zurückhaltung jedoch der Herstellung einer höheren Ladung und stärkeren Spannung, deren Entladung mit einer dem höheren Gefälle entsprechenden größeren Befriedigung einhergeht. Die natürliche Moral beruht auf dieser funktionellen Identität von Zurückhaltung und Lust. An ihre Stelle tritt die Zwangsmoral, wenn der Mensch aufgrund orgastischer Impotenz zwischen Triebhemmung und Triebhaftigkeit hin und her schwankt.

Dem gepanzerten Menschen ist es fremd, daß Kinder von sich aus auf die unmittelbare Befriedigung ihrer Impulse („Spaß“) verzichten, um Grammatik, Mathematik, Chemie, etc. zu lernen. Durch den temporären Verzicht erhöht sich die Spannung und damit der Lustgewinn. Kinder und Jugendliche sind zu den unglaublichsten „Kulturleistungen“ fähig, wenn es um etwas geht, was sie wirklich wollen. Hier in der Nähe gibt es beispielsweise einen schwer zugänglichen seit Jahrzenten verwilderten Schuttberg, der von Jugendlichen in einer kaum glaublichen bautechnischen Leistung mit mehreren sehr anspruchsvollen „Parcour-Trails“ (?) für Mountainbikes mit diversen Sprungschanzen ausgestattet wurde. Ich könnte das beim besten Willen nicht nachbauen!

Mehrwert und Zins

29. Januar 2019

In den 1950er Jahren war es so, daß in den USA der typische Facharbeiter („Proletarier“) ein Eigenheim besaß und in Aktien investierte. In Deutschland rutscht heute ein Facharbeiter mit seinem Einkommen in die Spitzensteuerklasse. Marxisten hat so etwas nie irritiert, denn der Kern des Marxismus ist nicht materialistisch-ökonomischer Art, sondern es geht um Moral. Der Kapitalist schöpft den „Mehrwert“ ab und das ist ungerecht. Punkt. Daß auch der Unternehmer einen Mehrwert schafft (schlicht und ergreifend, weil er etwas „unternimmt“) und daß das ganze ein Spiel um Macht ist (wie jede Tarifverhandlung zeigt), quittieren Marxisten mit einem verächtlichen Lächeln, da dies ja nur eine oberflächliche Betrachtungsweise sei.

Genau die gleiche Gedankenstruktur findet sich bei den Zinskritikern. Zinsen seien ungerecht, weil der Gläubiger ja nichts leistet. Aber soll ich dir etwa ohne jede Gegenleistung einen Kredit geben?! Es ist genau wie beim Mehrwert: Als Kapitalgeber („Kapitalist“) verzichte ich nicht nur über geraume Zeit auf die Verfügungsgewalt über mein Geld, sondern ich leiste sehr wohl etwas, denn ich bewerte die Erfolgschancen der Unternehmungen, für die du mein Geld haben willst und verhindere gegebenenfalls, daß du dich ruinierst. Und was den Zinssatz betrifft, ist das Verhandlungssache, also wieder ein Spiel um Macht.

Es geht hier jeweils um menschlichen Kontakt und ein Netz gegenseitiger Kontrolle, durch die das Optimum aus der menschlichen Arbeitsfunktion herausgeholt wird. Es geht schlichtweg um LEBEN. Etwas, was Marxisten und „Zinskritiker“ von ihrer Struktur her nicht ertragen können. Von daher auch ihr messianischer Eifer und ihre Verachtung.

Die Wirkungsweise der emotionalen Pest* (Teil 1)

9. Januar 2019

 

Paul Mathews:
Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

 

Blogeinträge November/Dezember 2015

6. Januar 2019

Charles Konia über politischen Radikalismus:

November/Dezember 2015

  • Was ist dem Nahen Osten widerfahren?
  • Der Dritte Weltkrieg
  • Die funktionelle Beziehung zwischen der Emotionellen Pest auf der Linken und auf der Rechten
  • Warum sprengen sie sich in die Luft?
  • Was ist der Ursprung der politischen Korrektheit?
  • Wie Leute radikalisiert werden
  • Das Rätsel der fehlenden Linksradikalen

Blogeinträge September/Oktober 2015

26. Dezember 2018

Charles Konia über die pseudo-liberale Gesellschaft:

September/Oktober 2015

  • Der drohende Untergang des Zweiparteiensystems
  • Apropos Klimawandel
  • Was ist funktionelles Denken?
  • Der Zusammenbruch der Trennung zwischen Kirche und Staat
  • Die neue Moral
  • Die Entartung des genuin Liberalen zum Pseudo-Liberalen/Kommunismus

ÄTHER, GOTT UND TEUFEL: Übersetzung des Klappentexts und der Inhaltsangabe des Originals von 1949

25. November 2018

In diesem Buch beschreibt Wilhelm Reich den Prozeß des funktionellen Denkens und wie die innere Logik dieses objektiven Denkprozesses ihn zur Entdeckung der kosmischen Orgonenergie und anderer grundlegender orgonomischer Entdeckungen der letzten drei Jahrzehnte führte. Funktionelles Denken und Organempfindungen sind wesentliche Werkzeuge der naturwissenschaftlichen Forschung und entscheidend für die Bewältigung der Probleme des Lebendigen. Der Unterschied zwischen der Denkweise des orgonomischen Funktionalismus und der mechanistischen und mystischen Denkweise wird deutlich durch die Darstellung der Beziehung der kosmischen Orgonenergie zu den beiden Grundpfeilern des menschlichen Denkens: „Gott“ und „Äther“. Reich zeigt, wie der „Teufel“ in Religion und Volksglauben eine Verzerrung des menschlichen Körpergefühls darstellt und wie die Orgonomie jenseits des Reiches des Teufels geht.

I. DIE WERKSTÄTTE DES ORKONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS
Das „zu viel auf einmal“ der Orgonomie; die Funktion des Orgasmus – der einzige Zugang zu den kosmischen Orgonenergie-Funktionen; außerhalb des Rahmens von Mechanismus und Mystizismus; der Funktionalismus als Forschungsinstrument; die wissenschaftliche Ordnung der Freiheit; der biophysikalische Standpunkt; Grundlagenforschung auf unbekanntem Gebiet.

II. DIE ZWEI GRUNDPFEILER MENSCHLICHEN DENKENS: „GOTT“ UND „ÄTHER“
Der Standpunkt der Lebendigen; das Irren des Menschentiers; irrationale Fehler; die Logik des Irrens; das „GÖTTLICHE“, das „ABSOLUTE“, das „STATISCHE“; die Suche nach Schutzmaßnahmen gegen Fehler; die Frage der „SCHULD“ im Bereich des Wissens; naive Fragen und ausweichende Antworten; das Gemeinsame von Gott und Äther; Unterschiede zwischen Gott und Äther; die „Nichtexistenz des Äthers“; die Selbstkontrolle der Forschung; das gemeinsame Prinzip irrationaler Fehler; die biophysikalische Panzerung.

III. DIE ORGANEMPFINDUNG ALS WERKZEUG DER NATURFORSCHUNG
Die Rationalität der primären biophysikalischen Emotionen; Wahrnehmung – unterschiedlich bei gepanzerten und ungepanzerten Organismen; das Lebendige als Bezugsrahmen; das Kind als Lebewesen und als Bürger; biosexuelle Energiestauung; gepanzertes und ungepanzertes Leben; Reaktionen der Gepanzerten auf die Orgonomie.

IV. ANIMISMUS, MYSTIZISMUS UND MECHANISMUS
Das Verbot gegen die Untersuchung des Lebendigen; die Charakteranalyse öffnet das Tor zur Einsicht in die Empfindungen; Weltbild und Struktur des Forschers; die Natur ist unexakt; Angst vor der Organempfindung und Angst vor der Orgonforschung; Animismus und Mystizismus; Mystizismus und Erforschung des Mystizismus; die Panzerung des Mystikers; die pulsierende Welt des orgonomischen Funktionalismus; die Reinhaltung von Sinneswerkzeuge; die Lebensfunktion als Modell grundlegender Naturvorgänge; die Natur ist im Fluß; grundlegende Natur und abgeänderte Natur; funktionelle Krebsforschung; das Gemeinsame und das Trennende; der Funktionalismus löst Widersprüche auf; funktionelle Verbindungen, keine Zauberei; mechanistische, mystische und funktionelle Vorstellungen vom Organismus.

V. DAS REICH DES TEUFELS
Religion und die kosmische Erfahrung des Menschen; Gott und Teufel; das Übersehen des Wesentlichen; Hauptmerkmale des gepanzerten Menschen; die Logik der Moral; der gemeinsame Nenner des gesellschaftlichen Versagens des Menschen; Ereignisse aus Sicht der Lebenden beurteilen; Orgasmusangst als Hindernis für ein rationales Leben; Orgonomie geht über den Teufel hinaus.

VI. KOSMISCHE ORGONE ENERGIE UND „ÄTHER“
Die Existenz einer alles durchdringenden und nachweisbaren Energie; kein „leerer Raum“; Allgegenwart; orgonomisches Potential; Orgon-Metabolismus; Pulsation; Pulse und Wellen; West→Ost-Bewegung; Sichtbarkeit; Erstrahlung; Wärmeerzeugung; die orgonotische Sensibilität des Beobachters; die Eigenschaften der Orgonenergie und des Äthers; Zusammenfassung.