Archive for the ‘Straight Edge’ Category

Der heutige „Antirassismus“ hat eine Funktion!

4. Juli 2021

Das pseudowissenschaftliche Hauptmantra des Gutmenschen lautet „Es gibt keine Rassen“ und – die weiße Rasse müsse verschwinden…

Daß es drastische Rassenunterschiede gibt, weiß jeder, der mit offenen Sinnen durch die Welt geht. Neben dem Geschlecht ist das nämlich das erste, was uns an Unterschieden in der „multikulturellen Gesellschaft“ auffällt. Und das selbst im Mikrobereich. Jedem ist aufgefallen, daß ich kein „reiner Hamburger“ bin, sondern rheinländische und slawische Elemente in mir habe. Jeder kann einen Franken, einen Bayern und einen Schwaben voneinander unterscheiden, ohne daß diese den Mund aufmachen müssen. Wie sollte es bei wirklichen Rasseunterschieden anders sein? Beispielsweise riechen alle Rassen unterschiedlich!

Heute wissen wir, daß sich die Schwarzen in Afrika mit einer noch unbekannten Homo-Spezies mischten und die Buschmänner in Südafrika vielleicht die einzigen „echten“ Menschen auf diesem Planeten sind. Die Weißen entstanden durch eine Mischung mit dem Neandertaler, die Asiaten aus einer mit dem Denisovan-Homo und etwa die Melanesier (darunter die Trobriander) mit einer ebenfalls noch unbekannten Homo-Spezies.

Wichtig bei all dem ist, daß nur die Europäer so unterschiedlich aussehen: braune, graue, blaue, grüne, in sehr seltenen Fällen sogar rote Augen, alle Arten von Haarfarben und sehr unterschiedliche Gesichtszüge und sogar Körperformen, während alle anderen Rassen ziemlich eintönig aussehen – und das ist nicht nur unser subjektiver „rassistischer“ Blick. Ich glaube, der wahre Grund für unseren weltgeschichtlichen Erfolg ist nicht unser Hirn (Asiaten haben davon viel mehr!), sondern unsere Individualität. Dazu gleich mehr.

Außerdem hat Europa wie kaum eine andere Region eine bewegte Geschichte. Sie besteht aus drei Schichten: den ursprünglichen blauäugigen, schwarzhaarigen und eher dunkelhäutigen Sammlern und Jägern, die die großartigen Höhlenmalereien schufen. Wahrscheinlich sprachen sie eine dem heutigen Baskisch ähnliche Sprache. Sie wurden abgelöst von Bauern aus dem Nahen Osten, die Stonehenge usw. bauten und höchstwahrscheinlich eine semitische Sprache sprachen. Sie sahen aus wie die Sarden heute. Und dann kamen die Indo-Arier aus Südrußland und schufen dich und mich…

Ursprünglich waren sie eine Mischung aus nordsibirischen Großwildjägern (von denen Gruppen nach Osten zogen und zu den Indianern wurden) und einigen Stämmen aus dem Kaukasus. Nachdem sie Pferde domestiziert und das Rad erfunden hatten, eroberten sie Eurasien: Europa, den Nahen Osten, Indien und Westchina. Wahrscheinlich eroberten sie Europa so, wie sie viele tausend Jahre später Nordamerika erobern sollten: durch eine Mischung aus „Pferdestärke“, „Rädern“ und überlegenen Waffen – vor allem aber durch ein überlegenes Immunsystem. Die meisten Eingeborenenstämme verschwanden, ohne jemals einen „Indo-Arier“ gesehen zu haben. Das Immunsystem ist eine Funktion der (orgonotischen) „plasmatischen Wahrnehmung“, d.h. der „Individualität auf Zellebene“.

Die heutige „Coronaimpfung“ (Genmanipulation) zerstört systematisch unser Immunsystem, z.B. tötet die Delta-Variante bevorzugt geimpfte Menschen. Die Weißen machen heute nur noch 8% der Weltbevölkerung aus und werden, wenn bald alle durchgeimpft sind (angefangen mit Israel), schlichtweg aussterben. Die Eliten sind dabei, die letzten Reste von Individualität bzw. deren biologische Basis auszurotten, um über eine (stark reduzierte) Bevölkerung herrschen zu können, die Befehle befolgt und keine Fragen stellt.

„Eliten“? Hier ein kleiner Blick hinter den Vorhang: https://www.bitchute.com/video/8QGxRwCMOEcP/ und https://www.bitchute.com/video/d8I0oegGRf6n/

B R E A K I N G N E W S : D A S I N T E R V I E W : Der Herausgeber des Nachrichtenbriefs will ein Zeichen setzen und outet sich jetzt öffentlich: „Ein halbes Jahrhundert Heimlichtuerei, Verschweigen und Mobbing sexuell Andersliebender sind genug!“

9. Mai 2021

von Christian

Der zumindest in Reichianischen Kreisen leidlich bekannte orgonomische Pressezar und Herausgeber des millionenfach aufgerufenen „Nachrichtenbriefs“, Herr Peter Nasselstein (Hamburg), bricht endlich sein Schweigen. In einem Exklusivinterview mit „Soja-TV“ outet er seine sexuelle Devianz, um mit hässlichen Vorurteilen aufzuräumen und auch anderen Betroffenen Mut zu machen, endlich aus der Schmuddelkinder-Ecke herauszutreten, in die sie von einer intoleranten rot-grünen Gesellschaft getrieben worden sind.

Dazu gehört viel Mut, zumal ausgegrenzte sexuell Behinderte wie Peter in der „politisch korrekten“ westlichen Welt aufs Übelste verfolgt werden und erhebliche private und berufliche Nachteile erleiden müssen; von Mobbing und Spott einmal ganz zu schweigen.

Unter Tränen gesteht Peter gegenüber „Soja-TV“, dass es „so nicht mehr weitergehen kann“, er sein jahrzehntelanges Doppelleben „einfach satthabe“ und das ständige Sich-Verstellen-Müssen schon zu ersten psychosomatischen Beschwerden geführt habe.

Soja-TV:

Lieber Herr Nasselstein, ich darf Sie doch Peter nennen?

Wir heißen Sie willkommen und möchten Ihnen erst einmal unsere Hochachtung aussprechen für Ihre Zivilcourage, sich einem sexuellen Tabuthema öffentlich zu stellen, wegen dessen Sie (genau wie eine hohe Dunkelziffer von Gleichgesinnten) ihr Leben lang stigmatisiert worden sind. Dieses Interview wird sicherlich hohe Wellen schlagen und in den sozialen Netzwerken „viral“ durch die Decke gehen.

Unsere Hoffnung ist, dass unsere linksliberale Öffentlichkeit, die Kirchen, die Systemmedien und die ganze liebe LGBTQIA-Community mit Betroffenheit reagieren und zum Umdenken angeregt werden.

Lieber Kollege Peter, wollen Sie schon mal in medias res gehen und, so schwer es Ihnen auch fallen mag, die Katze aus dem Sack lassen und unserem Publikum sagen, um welchen „Hammer“ es hier geht?

PN (spürbar bewegt und mit belegter Stimme):

Nun gut, auch wenn meine Familie sich von mir abwenden und viele meiner langjährigen Leser mich jetzt dafür hassen werden: ich bin heterosexuell, und das ist vielleicht nicht gut so, aber ich kann nun mal nicht aus meiner Haut. Puh, jetzt ist es endlich raus.

Soja-TV:

Auweia. Ihr Outing haut mich doch ganz schön aus den Socken.

Wir sind ja als tolerantes Medium der bunten Vielfalt bekannt, und ich hatte nun Einiges erwartet, DAS aber nun wirklich nicht!

Mir persönlich wird ja speiübel, wenn ich mir nackte Frauen vorstelle.

Wann ist Ihnen denn, äh, diese ich will sagen, doch sehr exotische und stigmatisierende Andersartigkeit erstmals bewusst geworden?

P.N.:

Schon als Junge wusste ich, dass etwas mit mir nicht stimmt.

Meine ganze Gang war schwul, die Lehrerinnen lesbisch, und von den Schwuchteln bei der Bundeswehr will ich erst gar nicht reden.

Sich da ständig verstellen zu müssen, das war die Hölle!

Soja-TV:

Oh je, das muss ja wirklich schlimm für Sie gewesen sein.

Und dann sicher auch noch die Angst, dass die Familie etwas merkt.

P.N.:

Sie sagen es. Jahrelang habe ich mich gefragt: „Warum nur bin ich so anders?“. Alle haben rumgeschwuchtelt, wie sich das gehört, nur ich blieb außen vor und habe mir heimlich Fotos von nackten Frauen und den ganzen Schweinekram angesehen.

Ich weiß auch nicht, wieso sich diese Laune der Natur ausgerechnet mich ausgesucht hat. Wohl jeder würde sich da kritisch hinterfragen und sagen: „was ist da bloß in der Erziehung schiefgelaufen?“.

Aber neueste wissenschaftliche Erkenntnisse besagen ja, dass das größtenteils genetisch ist. Auch wenn man es abstoßend und eklig finden mag, ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung ist nun mal hetero und muss mit diesem stigmatisierenden „Handicap“ leben.

Vielleicht hilft dies ja auch anderen Betroffenen, ihre Schuldgefühle zu überwinden und sich nicht mehr ganz so pervers zu finden.

Auch die Öffentlichkeit sollte endlich wissen: „Ich kann nix dafür!“.

Hoffentlich haben zumindest manche meiner Blogger ein wenig Mitgefühl mit mir, sonst kann ich den Nachrichtenbrief dichtmachen.

Soja-TV:

Ich verstehe. Und beginne mich so langsam von dem Schock und der moralischen Empörung zu erholen, die Ihre Enthüllung in mir ausgelöst hat. Aber man(n) soll ja nicht über Behinderte ablästern.

P.N.:

Danke, das ist echt nett von Ihnen. Mir ist es doch auch weiß Gott nicht leichtgefallen, von meiner Deviation zu sprechen. Ich wusste doch, wie angewidert die meisten Zeitgenossen darauf reagieren.

Soja-TV:

Sie sagen es.

P.N.:

Es war auch unheimlich schwer für mich als Heranwachsender.

Ich hab sogar Pillen (z.B. triebdämpfende moderne Antiandrogene) genommen, um mich umzupolen, aber das hat alles nicht geholfen.

Meine lesbische Psychotherapeutin mit Doppel-Nachnamen war zwar zunächst äußerst befremdet von meiner (wie sie sagte) „kontrazyklischen“ sexuellen Orientierung und machte mir klar, dass meine Neigungen extrem uncool, „old school“, völlig aus der Mode und „fast schon reaktionär“ seien.

Später sagte sie dann: „Nun gut, ich krieg das einfach nicht aus Ihnen rausgeprügelt. Dann stehen Sie halt zu ihrer Obsession und versuchen, auch wenn es verdammt schwerfällt, einfach zu akzeptieren, dass Sie Frauen lieben. Aber lassen Sie gefälligst die Finger von meiner Gattin, die gehört mir“.

Außerdem sprach sie von einer sogenannten „Kompromissbildung“ und empfahl mir, mich doch in bisexuellen Kreisen rumzutreiben, da falle ich dann nicht ganz so sehr auf.

Soja-TV:

Da sieht man mal, dass es durchaus auch noch progressive und sozial engagierte linke Therapeut*Innen gibt, die es wenigstens versuchen, „Menschen“ wie Sie wieder auf den rechten Weg zu bringen und zu politisch korrekten Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen.

Wenn es auch in Ihrem Fall ja offenbar leider nicht geklappt hat und ihre Resozialisierung ja wohl als gescheitert betrachtet werden muss.

P.N.:

Ja, leider. Ich habe mein Schicksal dann halt akzeptiert und habe jahrelang versucht, im Untergrund Frauen zu finden, mit denen ich heimlich intim sein kann und die ebenso aus der Rolle gefallen sind wie ich. Es war schon echt hart, jahrelang dieses Doppelleben (und dann auch noch mit ständigen Schuldgefühlen) zu führen.

Als ich dann jedoch von meinen schwulen und lesbischen Mitstudent*Innen einmal bei diesen Schweinereien erwischt worden war, da wurde ich dann jahrelang heftig gemobbt.

Soja-TV:

Oh, das hört sich ja schlimm an, dieses Behinderten-Mobbing.

Was für Beleidigungen mussten Sie sich denn anhören?

P.N.:

Da kann ich Ihnen gerne ein paar Beispiele nennen: „Widernatürliche Unzucht“, „heteronormatives Arschloch“ und „Hetero-Schwein mit toxischer Männlichkeit“ waren noch die harmlosesten Vorwürfe.

Auch in meiner WG verspotteten sie mich als „Kalten Bruder“.

Wenn ich mich nur ansatzweise dagegen zu wehren versuchte, dann drohten die mir mit diabolischem Grinsen: „Also, wenn Du hier auch noch frech wirst, dann zeigen wir Dich bei der Gesinnungspolizei als homophob an und melden Dich bei der ANTIFA als Fascho-Kartoffel; dann kriegst Du in diesem Leben kein Bein mehr auf den Boden“. 

In meiner Gewissensnot habe ich dann sogar das Gespräch mit einem Priester gesucht, wobei es gar nicht so einfach war, einen nicht-homophilen geistlichen Herrn zu finden.

Doch als ich dem Seelsorger mein Herz ausschüttete und er daraufhin verständnisvoll seine Hand auf mein Knie legte, wurde mir langsam klar, dass auch dieser spirituelle Weg nicht wirklich zielführend ist.

Soja-TV:

Und wie ging es weiter?  

P.N.:

Ich musste dann leider auch feststellen, dass meine Heterosexualität meinen Karriereplänen im Wege stand.

Obwohl ich durchaus Talent hatte, musste ich sowohl meine Friseur-Lehre als auch später meine Ausbildung zum Operntenor abbrechen, weil beide Berufsverbände ein höchst rigides Berufsethos pflegen und (Zitat) keine „Hetero-Faschos“ in ihren Reihen dulden wollten; da ist man eigen, auch wegen der Außendarstellung. Man hat ja schließlich einen Ruf zu verlieren.

So bin ich dann im Zuge einer Umschulungsmaßnahme durch das Arbeitsamt schließlich beim „Nachrichtenbrief“ gelandet.

Da war ich erst Laufbursche, dann hab ich mich hochgeschlafen, und heute bin ich Chef. Aber Sie wissen ja selber, wie der Hase läuft.

Soja-TV:

Ich verstehe. Aber haben Sie denn nie versucht, Anschluss an eine Selbsthilfegruppe zu finden, um in einer Gruppe von Mitpatienten…, äh, Entschuldigung, Gleichgesinnten öffentlich um mehr Verständnis für ihr heterosexuelles Treiben zu werben?

P.N.:

Doch, durchaus. Eine Zeit lang habe ich mich dann in der Tat politisch engagiert und gehofft, zumindest in populistischen Oppositionsgruppen eine heterosexuelle Heimat oder doch zumindest Verständnis für meine Neigungen zu finden.

Doch das endete in einem Desaster. Die „QUEERDENKER“ haben mich sogar hochkant rausgeworfen, angeblich hatte ich irgendeinen Buchstaben in ihrem Namen überlesen.

Soja-TV:

Wie erklären Sie sich diese Ausgrenzungen, ja diesen Hass?

Ist es einfach nur die Abscheu vor dem Widernatürlichen bzw. der Ekel vor der heutzutage nur noch kleinen Minderheit von Leuten, die „andersrum gepolt“ sind?

P.N.:

Da fragen Sie was. Ich weiß es doch auch nicht.

Was es den heutigen linksliberalen Gutmenschen so unglaublich schwer macht, unsereins nicht mit Ausgrenzung und Verachtung zu begegnen, ist der gesellschaftspolitische antifaschistische Impetus.

Denn machen wir uns doch nichts vor: tragischerweise tragen wir Heteros nun mal eine schwere historische Schuld mit uns herum, da beißt die Maus keinen Schwanz…, äh, keinen Faden ab.

Die bösartige Kontinuitätslinie, die auf uns Heteros lastet, besteht darin, dass leider eine lange Liste von berühmt-berüchtigten historischen Unpersonen allesamt stock-heterosexuell waren: von Hitler, Mussolini und Stalin über Honecker und Kim Jong-un bis hin zu Merkel und Idi Amin! Mit deren Gräueln werden wir immer in Zusammenhang gebracht werden, ob es uns nun passt oder nicht.

Und diese fürwahr unappetitlichen Beispiele haben unzählige Menschen ans andere Ufer getrieben, wenn Sie verstehen, was ich meine. Es waren ja nun mal nicht alle Politiker so ungemein sympathisch wie Ole von Beust, Klaus Wowereit oder Jens Spahn.

Soja-TV:

Das ging mir auch schon die ganze Zeit durch den Kopf, und ihre kritische Selbstreflexion über die toxischen Auswirkungen des sexuellen Heteronormativismus legt genau den Finger in die Wunde.

Wie Sie selber andeuten, haben die modernen postkolonialistischen und Gender-Wissenschaften ja zweifelsfrei bewiesen, dass schon die Duldung heterosexueller Orientierungen im Laufe der Jahrhunderte ganze Kulturen und Ethnien ausgelöscht hat.

Die linke feministische Ethnopsychoanalyse z.B. interpretiert intime Mann/Frau-Beziehungen nurmehr als Formen repressiver Entsublimierung der natürlichen Gleichgeschlechtlichkeit.

So gesehen, ist das Ausleben heterosexueller Neigungen nichts als blanker Terror und hochgradig pathogen, wenn nicht sogar protofaschistisch.

PN:

Übertreiben Sie jetzt nicht ein wenig mit Ihrer Heterophobie?

Soja-TV:

Aber keineswegs! Historisch haben Heteros eine Blutspur durch die Jahrhunderte gezogen. Die von Ihnen erwähnten abschreckenden Beispiele sprechen da ja eine sehr deutliche Sprache.

Gerade wir als „diverse“ Deutsche sollten uns hierbei unserer historischen Schuld bewusst sein. Schließlich waren heterosexuelle „dirty old white men“ verantwortlich für den unseligen preußischen Militarismus, der so viel Leid über die Menschheit gebracht hat.

Nicht von ungefähr war auch der imperialistische Kaiser „Wilhelm Zwo“, der uns in den Ersten Weltkrieg reingeritten hat, neueren Forschungen zufolge ein bekennender Hetero.     

Und wenn nicht die heroischen antifaschistischen Widerstandskämpfer der durch und durch verschwulten SA beim sogenannten „Röhm-Putsch“ 1934 eiskalt liquidiert worden wären, wäre Röhms Kampf für ein von homosexuellen Seilschaften regiertes buntes und diverses Deutsches Reich Realität geworden.

So wäre uns auch der Zweite Weltkrieg dann erspart geblieben.

Ja, sogar der Krieg an und für sich wäre obsolet geworden, wenn der in den Schützengräben liegende deutsche Landser im französischen, englischen, russischen usw. Soldaten nicht den zu liquidierenden Feind gesehen hätte, sondern die attraktiven Kerle in den fremden Uniformen als süße Sexualobjekte wahrgenommen hätte, in die man(n) sich verlieben kann. Was für eine schöne, erregende Utopie!

„Verdun“ und „Stalingrad“ wären dann zu gigantischen Christopher-Street-Days und einer Vorwegnahme „Woodstocks“ geworden, und die Waffen hätten geschwiegen. „Make Love, Not War“, sag ich nur.

So hätte denn die Kraft des homophilen Eros zur grenzüberschreitenden Völkerverständigung und zum ewigen Frieden auf Erden geführt. Nur die heterosexuellen Generäle haben doch Mann auf Mann gehetzt, das ist doch historisch erwiesen.

Lassen Sie diesen Gedanken mal auf sich wirken, Peter.

PN:

Sie sind ja so gemein zu mir. Anfangs haben Sie mich noch für mein mutiges Outing gelobt und uns Behinderten Verständnis entgegengebracht. Jetzt hingegen schwärmen sie von der pathetischen Utopie einer „brave new gay world“, in der wir armen Heteros bestenfalls noch als brutale Störfaktoren und unnütze Esser gelten. Aber bei Euch Schwulinskys, Lesben und Transsexuellen ist alles „Friede, Freude, Eierkuchen“? 

Soja-TV:

Das steht Ihnen gar nicht, wenn Sie so ausfallend werden. Und unqualifizierte Homophobie dulden wir nicht in unseren Räumen.

Räumen wir doch einfach mal die Emotionen beiseite und lassen objektive und nicht relativierbare wissenschaftliche Fakten sprechen.

So haben Forscher z.B. nachgewiesen, dass die weit überwiegende Mehrzahl aller Verbrechen weltweit von heterosexuellen Menschen begangen wurden! Das hätten Sie jetzt nicht gedacht, was?

Selbst Verkehrsunfälle werden von Euch Hetero-Problembären weit häufiger verursacht als von sämtlichen anderen sexuellen Identitäten zusammen. Die beiden Parameter „Heterosexualität“ und „sozial schädliches Verhalten“ weisen also eine hohe statistische Korrelation auf. Ergo kann man sagen: Bist Du Hetero, bist Du gemeingefährlich!  

Dieser historischen Schuld müsst Ihr Heteros Euch nun mal stellen, da dulde ich keinen Relativismus. Der strukturelle Heteronormativismus ist das größte Problem unserer Zeit und birgt große Gefahren in sich.

PN:

Dieser Verantwortung bin ich mir als bekennender Hetero durchaus bewusst; dennoch waren ja nicht alle von uns Faschisten, es existierten schließlich auch Ausnahmen und sogar einzelne heterosexuelle Demokraten. Auch unter uns Heteros gab es manchmal echte Liebe, egal ob Sie mir das nun glauben oder nicht.

Die einzige, kleine Hoffnung, die ich für unsere diskriminierte Minderheit von unverbesserlichen Heteros überhaupt noch sehe, gründet sich auf jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Forscher, die außerhalb des gender-finanzierten Mainstreams arbeiten, haben nämlich die gewagte Prognose entwickelt, dass der heterosexuelle Geschlechtsverkehr, so unappetitlich er vielen auch erscheinen mag, durchaus einen wichtigen Beitrag zur Fortpflanzung leistet. Einige dieser mutigen Wissenschaftler versteigen sich sogar zu der Hypothese, dass es ohne Heteros zum Aussterben der Menschheit kommen werde.

Ich weiß, das klingt absurd, aber dies verleitet mich nun doch zu einem gewissen Optimismus, dass unsereins nicht ganz überflüssig ist und unsere seltsame Laune der Natur vielleicht eines Tages nicht mehr so stark diskriminiert werden wird wie heutzutage. 

Deswegen mach ich auch Orgonomie.

Soja-TV:

Herr Nasselstein, mit diesem Rechtspopulismus bewegen Sie sich aber ideologisch auf einem ganz dünnen Eis.

Wenn Sie wirklich auf dem modernsten Stand der Gender- und sonstigen Humanwissenschaft wären, dann wüssten Sie doch, dass Ihre angeblich so „heteronormative“ Fortpflanzung technisch doch schon längst durch Leihmutterschaft, Samenbanken, In-vitro-Fertilisation usw. in großem Stil simuliert werden kann.

Erfreulicherweise bedarf es dazu doch nun wirklich nicht mehr dieser politisch längst überholten und auch in ästhetischer Hinsicht äußerst unappetitlichen physischen Vereinigung von Mann und Frau.

Aber nichts für ungut, Herr Nasselstein.

Wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Buchrezension: The Case Against Pornography (Teil 2)

21. Januar 2021

von Paul Mathews, M.A., Brooklyn, N.Y.

 

Eine weitere Schwäche liegt in der Definition von Pornographie als „obszöne Schriften oder Bilder, die dazu bestimmt sind, sexuelle Erregung hervorzurufen“ (Masud R. Khan), was impliziert, dass Sexualität selbst obszön ist. Diese Definition macht keinen Unterschied zwischen prägenitalen Fixierungen oder Perversionen und natürlicher sexueller Erregung. Tatsächlich könnte man noch weitergehen und sagen, dass das, was durch Pornographie erregt wird, nur die prägenitalen oder perversen Neigungen sind, nicht aber die Genitalität. Pornographie dämpft entweder die genitale Empfindung oder setzt umgekehrt sekundäre Impulse frei, die für den Einzelnen und die Gesellschaft gefährlich und zerstörerisch sind. Es ist dieser Prozess, der für die in diesem Buch so beklagten „entmenschlichenden“ Tendenzen verantwortlich ist.

Ich muss gestehen, dass mich die Anti-Pornographie-Erklärung von Dr. Benjamin Spock, angesichts seiner engen Verbindung zu jenen Elementen des militanten Aktivismus und Dissenses, die die Gegenseite vertreten, etwas verwundert hat. Wie der Herausgeber Holbrook in seiner Einleitung fragt: „Wie [wurde] Pornographie jemals Teil von ‚Protest‘ und ‚progressiver‘ Politik?“ Die Antwort ist natürlich, dass sie niemals Teil eines echten Protests und einer echten Fortschrittlichkeit werden kann, genauso wenig wie sie Teil dessen sein kann, was Reich als „echte Revolution“ bezeichnete. Sie kann sowohl von denen benutzt werden, die ihre zerstörerischen Fähigkeiten spüren, als auch von denen, die sich wie Marcuse nur deshalb dagegen aussprechen, weil sie fast alle sexuellen Reize als hemmend für den „revolutionären“ Eifer empfinden. Der von ihnen verwendete Begriff ist, wie von Boadella erwähnt, „repressive Entsublimierung“ c.

Die Tatsache, dass einige Personen aus den falschen Gründen gegen Pornographie sind, sollte jedoch niemanden davon abhalten, sich aus den richtigen Gründen gegen sie zu stellen. Ebenso wenig darf man sich davon abhalten lassen, sich gegen den Kommunismus zu stellen, auch wenn einige Personen, die sich ihm widersetzen, versteckte persönliche Motive haben. Die Pornographie als Ausdruck der sekundären Schicht knüpft leicht an die emotionellen politischen Pestreaktionen sowohl der nazistischen Rechten als auch der kommunistischen Linken an. Hier besteht eine echte symbiotische Beziehung, in der das gemeinsame Funktionsprinzip der Hass auf die Genitalität und das Leben ist. Einen sehr guten Artikel über den gesellschaftspolitischen Aspekt der Pornographie präsentiert Ronald Butt mit dem Titel „The Mistakes Liberals Make“. Er zeigt deutlich die soziopolitische Schizophrenie der Liberalen auf und wie sie zur Verwirrung beitragen.*

Alles in allem kann der Leser viel über die destruktive Dynamik und den Überbau der Pornographie lernen, wenn man sich diesem Buch mit einem Verständnis seiner funktionellen Mängel und seiner Grundlage im moralischen und philosophischen Idealismus anfreunden kann. Es ist ein wertvoller Beitrag im Kampf gegen die lebensfeindlichen Kräfte.

 

Anmerkungen

* Herausgeber Holbrook weist (Seite 2) auf die irreführenden Aussagen über die angebliche Reduzierung von Sexualverbrechen in Dänemark hin, wo Pornographie seit vielen Jahren grassiert. Er stellt fest, dass es „keinen Rückgang bei schweren Sexualstraftaten gegeben hat – nur bei kleineren wie Exhibitionismus, die jetzt legal in Studios und Clubs begangen werden“ – und dass „Gewaltdelikte mit zunehmender Toleranz gegenüber Pornographie zugenommen haben“. Zum Beispiel führt er New York mit einer Zunahme der Morde, Schweden mit einer Zunahme von 12% der Gewaltverbrechen an, usw.

 

Anmerkungen des Übersetzers

c https://en.wikipedia.org/wiki/Repressive_desublimation
https://de.wikipedia.org/wiki/Repressive_Entsublimierung

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, 8. Jahrgang (1974), Nr. 1, S. 105-107.
Übersetzt von Robert (Berlin)

Buchrezension: The Case Against Pornography (Teil 1)

20. Januar 2021

The Case Against Pornography. Herausgegeben von David Holbrook. New York: The Library Press, 1973, 293 S., 8,95$.

von Paul Mathews, M.A., Brooklyn, N.Y.

 

Dieser Band ist eine Anthologie von Schriften über Pornographie von verschiedenen prominenten Personen aus den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie, Philosophie, Soziologie, Bildung und Journalismus. Er wurde ursprünglich in Großbritannien veröffentlicht und ist eines der ganz wenigen Bücher, das eindeutig gegen Pornographie Stellung bezieht. Als solches ist es, ungeachtet einiger Schwächen, äußerst wertvoll. Nur ein Artikel, der von David Boadella, drückt Reichs funktionellen Standpunkt aus, und das recht gut.a Die anderen Artikel beschreiben zwar klar die emotionalen, sozialen und moralischen Folgen der Pornographie, behandeln aber nicht die energetischen Faktoren als entscheidende Kontraindikationen der Pornographie. Die Autoren präsentieren klinische Fallstudien, die den Zusammenhang zwischen pornographischen Fantasien und pathologischer kindlicher Entwicklung zeigen. Diskutiert wird über die entmenschlichenden und brutalisierenden Auswirkungen von Pornographie, die zu sozialen Phänomenen wie nazistischen und kommunistischen Extremen führen können, als Aspekte des allgemeinen moralischen Niedergangs. Über die schizoide Natur von Praktiken, die die Sexualität von der Liebe (Rollo May) und von der Sinnhaftigkeit (Viktor Frankl) trennen. Und über die allgemeine Wirkung von Pornographie auf soziale Störungen.

Orgonomisch betrachtet wissen wir, dass Pornographie funktionell identisch ist mit orgastischer Impotenz und schwerer Panzerung. So dass sie Ausdruck der sekundären, perversen Schicht der menschlichen Struktur ist, wie sie von Reich skizziert wurde. Wo Liebe nicht frei fließen kann, wird sie durch Hass und Entstellung ersetzt. Ein Ausdruck dieses Hasses ist die moralische Unterdrückung jeglichen sexuellen Ausdrucks. Die andere Seite ist Pornographie, d.h. „alles ist erlaubt“. Beide haben den Zweck, die natürliche genitale Sexualität zu zerstören, ob sie nun ganz dagegen oder ganz „dafür“ sind. Das folgende Zitat aus einem Leitartikel der London Times aus dem Jahr 1970, das in diesem Buch abgedruckt ist, klingt daher zutreffend: „Die Pornographie hat immer irgendwo einen Hass auf den Menschen an sich, sowohl auf den Menschen als ein menschliches Wesen, das in der Lage ist, Idealen zu entsprechen, als auch auf den Menschen als ein Tier. Pornographie ist keine Bejahung, sondern eine Verleugnung des Lebens und kommerzielle Pornographie ist eine Verleugnung des Lebens um des Geldes willen.“

In einem Zitat aus Dreams and Symbolsb von Leopold Caligor und Rollo May heißt es: „… die heutigen Patienten scheinen in ihren Träumen insgesamt mit dem Kopf und den Genitalien beschäftigt zu sein und das Herz auszulassen“. Leider muss man sich fragen, inwieweit diese Autoren auch die Genitalien weglassen möchten. Hier liegt zum Teil eine Schwäche dieses Bandes. Zu viele der Autoren schreiben unter dem Gesichtspunkt einer idealistischen, mystischen Sichtweise von Sex und Liebe (die immer noch der mechanistischen, nihilistischen vorzuziehen ist), trennen beide und drücken eine fast abstrakte Präferenz für die Liebe aus. Eine solche Ansicht steht im Einklang mit dem, was Dr. Theodore P. Wolfe als „psycho-physischen Parallelismus“ bezeichnete.

 

Anmerkungen des Übersetzers

a In Reichianische Bücher (Teil 3), (S. 218f) habe ich den 1997 in dem Sammelband Nach Reich in deutscher Übersetzung abgedruckten Artikel Boadellas „Die Wiederkehr des Unterdrückten“ (1972) brutal abgekanzelt. Wobei zu bedenken ist, dass Nach Reich einen vollkommen anderen Anspruch hatte, als das von Prof. Mathews besprochene Buch. (Peter Nasselstein)

b Leopold Caligor, Rollo May: Dreams and symbols, man’s unconscious language. New York: Basic Books, 1968.
Deutsch: Die Sprache des Unbewussten. München: Kindler, 1973.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, 8. Jahrgang (1974), Nr. 1, S. 105-107.
Übersetzt von Robert (Berlin)

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Reich, Rambo und Eden

17. September 2020

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Reich, Rambo und Eden

Mona Lisa und die Pestratten

28. April 2019

Im leeren IC habe ich stundenlang eine junge Frau, vielleicht 18, angestarrt, die ihrerseits versonnen aus dem Fenster blickte. Es war nichts Sexuelles, nicht mal „Erotisches“. Ich war kein „schmutziger alter Mann“. Es ging auch nicht um sehnsuchtsvolle Reminiszenzen an meine eigene Jugend. Nein, ich war schlichtweg von der Schönheit und wehmütigen Tiefe des Lebens ergriffen – vom Mysterium des Frauseins. Derweil mußte ich an die junge Frau denken, der ich vor meiner Abfahrt begegnet war. Sie hatte früher ähnliche Regungen bei mir hervorgerufen, doch heute war sie vor mir gesessen und jedweder Zauber war verflogen. Vor mir saß ein androgynes Etwas mit militärischem Kurzhaarschnitt und grotesker „modischer“ Aufmachung, die jedwede Weiblichkeit leugnete, wenn nicht kontrakarierte. Das ORgon war gewichen und an seine Stelle aufgepeitschtes ORANUR und drückendes DOR getreten. In ihrer Gegenwart verlor der Raum an Tiefe und zurrte zu einem „zweidimensionalen Schirm“ zusammen. Die Emotionelle Pest (hier in Form von „Feminismus“) hatte ein neues Opfer gefunden und ich saß einem Zombie gegenüber, der sie weitertragen wird.

Die Pest hat so viele Formen. Meine „Mona Lisa“ aus dem Zug wird vielleicht bald ihre eigene Tiefe nicht mehr ertragen können und zu Psychopharmaka oder „Gras“ greifen, um „flach zu werden“ wie all die anderen. Sie wächst ohnehin in eine Welt hinein, in der ihre Weiblichkeit „enteignet“ wird und „Transgender-Männer“ eine Farce aus ihrem Wesen machen. Die Pest wird alles tun, um das auszulöschen, was ich gesehen habe. Sie wird alles tun, um die allerletzten Reste von Genitalität auszumerzen. Die „antifaschistischen“ Sturmtruppen der Pest werden in die allerentlegensten Ecken unserer Existenz vordringen, um auch noch die verborgensten Glutnester des Lebensfeuers auszutreten.

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 4)

12. April 2019

Okulare Panzerung bedeutet, daß man nicht nur nicht sehen kann, sondern auch, daß man nicht gesehen wird. Drogenkonsumenten gehen sozusagen auf Tauchstation, ziehen eine Tarnkappe über den Kopf. Entsprechend wird das Drogenproblem nicht nur von den Drogenkonsumenten nicht gesehen, sondern fatalerweise auch von denen, die „straight“ sind. Dazu möchte ich einen Absatz aus einer Fallstudie des Orgonomen Welford Hamilton zitieren:

(…) zur Augenblockade gehört nicht nur die Fähigkeit des Patienten zu sehen, sondern auch die Fähigkeit gesehen zu werden. Wir wissen, daß die Augenblockade des Patienten den Therapeuten verwirren kann und sie es ihm daher schwierig macht, den Patienten zu sehen. [Der hier von Hamilton diskutierte Fall von „J“] zeigt das gleiche Phänomen in einer greifbaren physischen Form. Js Erscheinung entwickelte sich von flach zu dreidimensional, als sie in der Therapie Fortschritte machte. Ich glaube, daß sich das auf das Energiefeld des Betreffenden bezieht und daß ein Gutteil der Tiefenwahrnehmung von der direkten Interaktion von Energiefeldern herrührt. Der Leser kann beobachten, daß ein lebender Baum mehr Tiefe zu haben scheint als ein toter Baum, daß die Landschaft an einem klaren, funkelnden Tag mehr Tiefe zeigt und daß lebendige Menschen „da“ sind visuell. Einige bemerkenswerte Personen haben so viel „Präsenz“ und „stechen so sehr hervor“, daß sich alle Blicke auf sie richten, wenn sie einen Raum betreten. Andere sind so „flach“, daß sie sich in die Wände einfügen. (The Journal of Orgonomy 50(2), S. 56f)

Dieser Aspekt verbindet die Drogenkultur mit der linken Pathologie und Weltanschauung (die ebenfalls zu einem Gutteil auf okularer Panzerung beruht): Subversion, die Attacke aus dem Hinterhalt, die Mimikry. Man schaue sich nur Linke an: es sind Kollektivisten ohne Persönlichkeit („Aufgehen in der Masse“), ohne Charisma, hinterhältige Maulwürfe, Todfeinde der Selbstregulierung.

Um gesund zu werden, halte dich unter allen Umständen von jedweden Drogen (ob diese nun legal oder illegal sind) und jedweder Art von sozialistischer Ideologie fern. Das gleiche gilt übrigens auch für den Mystizismus. Wenn man sich aber den „Reichianismus“ anschaut, sind dort alle diese Elemente traut vereint. Antiorgonomie!

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 3)

11. April 2019

Was vor allem bei Drogenkonsum draufgeht ist die ohnehin sehr labile Funktion „Urteilsvermögen“. Bei der Urteilkraft geht es um die Befähigung eine Situation bzw. einen Sachverhalt korrekt einzuordnen und entsprechend rational zu entscheiden und entsprechend zu handeln.

Jeder Psychiater weiß, daß die Urteilsfähigkeit in der Kindheit sich als letztes entwickelt. Kinder, die ansonsten vollkommen selbständig sind, sind bis weit in die Schulpflicht hinein noch vom magischen Denken geprägt – und „glauben an den Weihnachtsmann“. Im Alter ist es das erste Geistesvermögen, das flötengeht. Entweder verhärten sich die Meinungen („Altersstarrsinn“) oder alle Prinzipien, die sie vorher hochgehalten haben, werden über Bord geworfen („die wilden Alten“). Man nehme eine Familienkonferenz, wo es um den Hausverkauf geht: Die Jungen und die Alten sind vollkommen benebelt von der Aussicht eine Million Euro in der Hand zu halten und bedenken gar nicht, daß man einen Sachwert gegen buntes bedrucktes Papier eintauscht. Was soll man damit machen? Eine Immobilie kaufen? Oder umgekehrt: Sie wollen partout nicht verkaufen, weil sie so am schönen alten Haus hängen und begreifen einfach nicht, daß alles getan werden muß, um die Insolvenz der Familie abzuwenden. Mit anderen Worten geht es beim Urteilsvermögen darum funktionelle Zusammenhänge zu erkennen – funktionell zu denken.

Insbesondere Drogen sind für diese Funktion absolut verheerend. Dieses Vermögen ist sozusagen der Schlußstein der orgonotischen Integration des menschlichen Organismus. Aber leider ist er sehr wackelig. Alkohol, Tabletten, Streß, eine manische Phase – schon fällt er herunter. Bei angeborener Minderbegabung ist er nie richtig da. Solche Leute brauchen zeitweise oder ständig einen Betreuer.

Das Erschreckende dabei ist, daß sich heute die gesamte Gesellschaft in einem solchen Zustand befindet. Die Massen schreien nach dem Staat und die Politiker schreien nach „Europa“. So als hätten sie alle zusammen nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die Politiker verschleudern unser Volksvermögen an kriminelle Abenteurer („Flüchtlinge“), als gäbe es kein Morgen, und die Massen klatschen dazu wie geisteskrank – was sie auch tatsächlich sind. Das hatten wir schon mal, als die Gosse, das „Männerwohnheim“ und die infantile Massenhysterie Deutschland regierten und uns schnurrstraks nach Stalingrad und darüber hinaus führten. Schon damals spielten Drogen eine zentrale Rolle. Wie dem auch sei: wer ein Auge dafür hat, sieht, daß praktisch alle, dein Nachbar, dein Arbeitskollege, der Politiker im Fernsehen auf Droge ist (meistens natürlich legal, verschrieben von Hausarzt oder Psychiater).

Die Überschuldung des Staates, die Überschuldung der Individuen, auf allen Ebenen Verantwortungslosigkeit, Zerfall, Wahnsinn, Dekadenz, Sinnlosigkeit und der schiere Wahnsinn. Was wir um uns herum sehen, ist der Zerfall der orgonotischen Integration, der „bionöse Zerfall“ der antiautoritären Gesellschaft. Als erstes verschwindet das Urteilsvermögen – und dann ist der Untergang unausweichlich. Es wird keinen „Betreuer“, keinen Gott geben, der uns an die Hand nimmt.

Das ist übrigens auch der tiefere Grund, warum der Orgonomie das Menschenmaterial abhanden kommt: die Menschen können schlichtweg nicht mehr in Zusammenhängen denken, nicht funktionell denken. Die Zombieapokalypse ist da!

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 2)

10. April 2019

Der zentrale Slogan der gesamten Drogenkultur im allgemeinen und der Potheads im besonderen ist das „Was soll’s!“ „Take it easy!“ Es gibt kaum eine gesündere und gleichzeitig kaum eine kränkere Haltung als diese.

Beispielsweise haben diese Haltung Kinder, die unerklärlicherweise auch unter schlimmsten Familienverhältnissen aufgewachsen sind (etwa beide Eltern gewalttätige Alkoholiker) und dabei gesund blieben. „Was soll’s!“ Die neurotische (neurotisierende!) Scheiße ging bei ihnen ins eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder raus. Allgemein ist das die einzige Haltung, um in einer vollkommen verrückt gewordenen Welt zu überleben. WAS SOLL’S!

Andererseits ist es die kränkeste überhaupt denkbare Haltung. Man nehme nur „die“ heutige Jugend. Sie weiß alles über das Silikon in den Titten irgendeines synthetischen Popsternchens, aber (abseits billiger Sentimentalität) nichts von den Tiefen des Lebens. Die Demographie in diesem Land? Der Verfall von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit? „Was soll’s!“ Und das mit einer herablassenden Blasiertheit…

Das erste „Was soll’s!“ ist eine kontaktvolle Äußerung des Kerns: „Was geht mich der fassadäre Firlefanz an!“ Das zweite „Was soll’s!“ ist eine kontaktlose Äußerung der Fassade, die gegen den Kern gerichtet ist: „Fack ju Göhte!“ Das erstere hat Menschen gerettet, das letztere wird diese Gesellschaft unausweichlich zerstören.

Da das „Was soll’s“ imgrund so gesund ist, ist die Wahrheits- und Freiheitskrämerei der Drogenkultur so überaus effektiv.

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 1)

9. April 2019

Barbara Koopmans in den vergangenen fast drei Wochen in neun Teilen hier erschienener Artikel ist nicht nur von historischem Interesse, sondern ist angesichts des neuerlichen Marihuana-Hypes, der alle Grenzen sprengt, aktueller denn je. Ich für meinen Teil kann in einem durch und durch gutbürgerlichen und geradezu „provinziellen“ Stadtteil am Rande Hamburgs buchstäblich nicht mehr die Wohnung verlassen, ohne Marihuana zu riechen. Praktisch in jedem Treppenhaus, das ich betrete. Beim Durchqueren des Kleingartenvereins. Auf dem Weg zum Supermarkt. Ich wette schon mit mir selbst, etwa wenn ich zur Post gehe, – und verliere fast immer. Ich denke, ich habe es geschafft, schon schlonst ein Jugendlicher an mir vorbei und mit ihm das Aroma von Shit. Man kann geradezu paranoid werden: alle scheinen bekifft zu sein. In Münster, d.h. in der Nähe der Niederlande, sind alle bekifft! Jedenfalls alle Jugendlichen.

Es macht nicht nur eine Orgontherapie unmöglich, wie Koopman als erste feststellte, sondern es verunmöglicht überhaupt jedweden tieferen menschlichen Kontakt. Ich jedenfalls stelle mit Erschrecken fest, daß ich Jugendliche nur noch als Gegenstände wahrnehme. SIE HABEN DIE EMOTIONALE PRÄSENZ EINES STRASSENBEGRENZUNGSPFOSTENS ODER EINER PARKBANK. Gleichzeitig tun diese Nichtentitäten so, als hätten sie den Durchblick. Man denke nur an die verpeilten und einfach nur peinlichen „Freitagsdemonstrationen“.

Nach neuerer orgonomischer Theorie verändert Marihuana die Wahrnehmung, indem Emotionen in Sensationen (Empfindungen) und Gedanken transformiert werden. „Unter dem Einfluß von Marihuana entwickelt man ‚bemerkenswerte‘ Sensationen und ‚erstaunliche‘ Gedanken – alles auf Kosten des emotionalen Kontakts“ (Crist: An Adolescent Comes Out of the Fog of Marijuana. The Journal of Orgonomy 50(1)).

Als Kind hatte ich die Neigung, wenn die Emotion, d.h. der zwischenmenschliche Kontakt zu stark wurde, aus der Situation sozusagen herauszutreten, indem ich ganz gefühlsneutral etwa Tapetenmuster bewunderte und die Situation im Kopf „analysierte“ – und fühlte mich ob meiner Beobachtungsgabe, „Mustererkennung“ und weltbewegenden Einsichten plötzlich überlegen. Nur gut, daß ich mein Leben lang „krankhaft“ straight war, denn Drogen, insbesondere aber Marihuana, verunmöglichen die Selbsteinsicht. Das ist auch einer der Gründe, warum es die Therapie verunmöglicht. Oder mit anderen Worten: es verdammt den Kleinen Mann in alle Ewigkeit ein Kleiner Mann zu bleiben!

Wenn man sich „Emotion → Sensation“ plastisch vergegenwärtigen will: es ist der gesamte Inhalt der modernen „Kunst“. „Texturen“ auf der Leinwand, „Konzeptkunst“, Joseph Beuys, etc. Cannabis verstärkt diese für die Zeitepoche typische Flucht ins Zerebrale auf „pharmazeutische“ Weise.