Posts Tagged ‘Gesundheit’

Lebenshilfe im NACHRICHTENBRIEF (Teil 3)

7. November 2012

Die verhängnisvollste Lüge stammt von „Aufklärern“ wie Adorno. Sie lautet, daß es „im Falschen kein Richtiges gibt“ oder wie Ernst Bloch es ausgedrückt hat:

Gesundheit ist ein sozialer Begriff, genau wie das organische Dasein der Menschen, als Menschen insgesamt. So ist sie überhaupt erst sinnvoll steigerbar, wenn das Leben, worin sie steht, nicht selber von Angst, Not und Tod überfüllt ist. (Bloch: Das Prinzip Hoffnung, Frankfurt/Main 1977, Bd. 2, S. 541)

Klingt gut, ist aber die denkbar radikalste Lebensverneinung. Selbst wenn es in Europa allen Menschen hervorragend ginge, kämen solche Leute mit dem Schicksal irgendwelcher Aborigines auf fernen Kontinenten an oder gleich mit dem Schicksal der Tiere, die an unserem „Spezieismus“ leiden, einer Form von Rassismus.

Es wird immer „Angst, Not und Tod“ geben. Es ist gut möglich, daß das jetzige Deutschland bereits den Höhepunkt des gesellschaftlichen Glücks verkörpert. Heißt das, daß Gesundheit, bzw. in Reichschen Begriffen „Genitalität“, ein ewiger uneinholbarer Wunschtraum bleiben muß?

Ja, solange es pestilente Freiheitskrämer wie Adorno und Bloch gibt, die den Einzelnen von jeder Verantwortung freisprechen, da ja „die Gesellschaft“ und „die Umstände“ Schuld an der Misere trügen. Es sind alles nur Ausreden! Der Intellekt wird als Abwehr benutzt. Die Massen folgen diesen Scharlatanen, weil diese jeden Einzelnen von seiner persönlichen Verantwortung exkulpieren. Es sind diese angeblichen „Aufklärer“, die die Falle verewigen.

Imgrunde ist diese angebliche Quintessenz der Aufklärung („kein Wahres im Falschen!“) ganz gewöhnlicher sadomasochistischer Mystizismus, denn es läuft darauf hinaus, daß die „Erlösung“ von außen kommt, statt aus der freien Initiative jedes Einzelnen.

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The Journal of Orgonomy (Vol. 27, No. 2, Fall/Winter 1993)

27. Juli 2012

In der Schulmedizin spielt die Definition von „Gesundheit“ in nur einer Beziehung eine Rolle, nämlich für die Einschränkung der ärztlichen Tätigkeit. Ethisch darf der Arzt nur dann eingreifen, wenn eine Krankheit vorliegt. Beispielsweise ist es geboten, künstliche Befruchtung nur vor der Menopause zur Anwendung zu bringen.

In der Psychotherapie kommt dieses Prinzip im „Neutralitätsgebot“ zum Ausdruck. Der Therapeut soll weder bei den inneren neurotischen Konflikten des Patienten, noch bei dessen neurotischen Verstrickungen in Beziehung, Familie und Freundeskreis Partei ergreifen.

Zunächst einmal ist offensichtlich, daß das ein entscheidendes Unterscheidungskriterium zwischen einem Gespräch mit einem Freund und einem Gespräch mit einem Psychotherapeuten ist. Das erstere verstrickt uns eher weiter in unsere neurotische Welt, während das letztere für eine gewisse Distanz sorgt, so daß wir unser Leben neu ordnen können.

Damit der Psychotherapeut aber wirklich helfen kann, bedarf es, wie Peter A. Crist in „The Biosocial Basis of Family and Couples Therapy“ (S. 166-189) ausführt, zusätzlich der aktiven Unterstützung der gesunden Anteile. Die offizielle Psychotherapie, so wie sie an Universitätskliniken gelehrt wird, mag darin zwar einen groben Behandlungsfehler sehen, doch diese Einschätzung beruht darauf, daß es keine klaren Kriterien für Gesundheit und rationales Verhalten gibt.

Ein Orgontherapeut wird sich niemals entblöden, sich in die neurotische Welt des Patienten verwickeln zu lassen, aber er wird stets Partei für gesunde und rationale Strebungen ergreifen und beispielsweise auch die Partei des Patienten ergreifen, sollte der Opfer pestilenter Attacken werden.

Das so wichtige, notwendige und, richtig verstanden, vollkommen rationale Neutralitätsgebot wird zu einer Absurdität, wenn es genau das verstärkt, worunter der Patient zentral leidet: Kontaktlosigkeit, die eigene und die der Mitmenschen.

In diesem Fall entspricht das Neutralitätsgebot jener verlogenen „toleranten“ Haltung gegenüber der Sexualität, die Reich zeitlebens bekämpft hat. Es gelte sie bei Kindern und Jugendlichen nicht nur „liberal“ zu tolerieren, sondern sie vielmehr zu schützen und zu fördern. In einer gepanzerten Gesellschaft nur „Toleranz“ zu zeigen, ist gleichbedeutend mit Mittäterschaft.

Die bioenergetischen Grundlagen der gegenwärtigen Sozialpolitik, Psychiatrie und Schulmedizin (Teil 2)

29. Mai 2012

In der gegenwärtigen Gesellschaft stellt sich die Situation grundsätzlich wie folgt dar:

Im ersten Funktionsschema wird beschrieben, wie die biologische Energie aufgrund der gesellschaftlichen, muskulären und „psychischen“ Panzerung (e) mit sich selbst in Konflikt gerät (b gegen a). Beispielsweise wird in der Gesellschaft gegen „unpassende“ Triebe (a) die Moral (b) mobilisiert, die aber schließlich immer mit phallischen oder analen Sadismus (d) einhergeht. Es ist schließlich immer ein: „Ich FICK dich!“ bzw. „Ich SCHEISS auf dich!“ Wenn die Leute die Kontrolle verlieren, sagen sie charakteristischerweise immer so etwas. Dieser Impuls, etwa „Polizeibrutalität“, muß wiederum gebremst werden (wieder b‘ gegen a‘), was, in diesem Beispiel, zu ungeheuerlichen Ungerechtigkeiten Polizeibeamten gegenüber führt, und immer so weiter, bis alles hoffnungslos verfahren ist.

Für die individuelle Charakterstruktur hier ein konkretes Beispiel, wie sich so etwas Schicht auf Schicht von unten nach oben fortsetzt:

Was den somatischen Bereich anbetrifft: gegen das Symptom (a) wird das Medikament (b) gerichtet, was unvermeidlich zu Nebenwirkungen (d) führt, die gegebenenfalls wieder als Symptome bekämpft werden müssen (a‘). Als Netzeffekt wird letztendlich die Energie gedrosselt (e), was, wie in Teil 1 dieses Blogeintrags dargestellt, zu einem einigermaßen stabilen Zustand führt („neurotisches Gleichgewicht“).

Die Orgonomie geht anders vor. Sie gibt den primären Trieben Raum, so daß sich, wie im zweiten Funktionsschema, der eine Trieb (b) nicht mehr gegen den anderen Trieb (a) richten muß, ohne daß es zu einer Katastrophe kommt. Insbesondere Sexualität (a) und Arbeit (b) haben abwechselnd ihren Platz im Leben.

Deshalb liegt auch ein erfülltes Sexual- und Arbeitsleben nicht etwa am Ende einer Orgontherapie, wie mystische „Reichianer“ glauben, sondern am Anfang. Das bedeutet, daß der Orgontherapeut, soweit er diese Bezeichnung verdient, alles tut, um den Patienten zu einem besseren, funktionelleren Leben zu ermutigen. Das gleiche gilt auch für den sozialen und den somatischen Bereich: Lebe jetzt, hoffe nicht auf mystische Weise auf eine zukünftige „Arbeitsdemokratie“ oder „Gesundheit“, sondern tue jetzt und hier alles, damit Demokratie, Produktivität, Lebensfreude und Gesundheit sich entfalten können. Lebe deine primären Triebe aus.

Das erklärt auch, warum die diversen „Reichianischen“ Therapien, inklusive mancher angeblicher „Orgontherapie“, vollständig nutzlos sind. Auch die grandiosen „Reichianischen“ Gesellschaftsentwürfe, egal ob Marxistisch geprägt oder nicht, sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Es ist alles purer Mystizismus! Entweder lebt man jetzt ein funktionelles Leben oder nie. Das ist Therapie und sonst nichts, das ist „gesellschaftliches Engagement“ und sonst nichts. Die Arbeitsdemokratie fängt jetzt an oder nie. „Der Weg ist das Ziel!“ Deshalb habe ich mich auch so maßlos über das Antifa-Arschloch aufgeregt. Durch eine einzige Geste hat er bewiesen, daß alles, was er vertritt, nichts weiter als eine dreckige, verkommene Lüge ist und alle seine Aktivitäten nur dazu dienen, uns noch weiter und diesmal vielleicht endgültig im Wirrwarr der Panzerung gefangen zu halten.