Posts Tagged ‘Orgontherapie’

Das Geheimnis der Orgontherapie

18. Dezember 2016

Augendrehen, das Gesicht und den Kiefer bewegen, Muskeldrücken, etc. mag oberflächlich wie „Orgontherapie“ wirken, ist aber vollkommen sinnlos, wenn nicht zwei Elemente hinzutreten:

  1. es muß geatmet werden und dabei versucht werden spontan zu atmen – eine Unmöglichkeit, aber es kommt auf den Versuch an; und
  2. es muß eine Beziehung zu einem Therapeuten hergestellt werden – auch schwierig, aber im Laufe der Zeit kann man sich nicht gegen die „Übertragung“ wehren.

Das Atmen erhöht das Energieniveau und der Versuch spontan zu atmen das „Frustrationsniveau“, infolge beginnt das neurotische Gleichgewicht zu wanken. Die Kunst des Therapeuten liegt darin, die Intervention genau in jenem Augenblick anzubringen, wenn dieses Gleichgewicht sich als Ergebnis ein Stückweit in Richtung Genitalität verschieben wird. Zu jedem anderen Zeitpunkt wird nur das energetische Chaos vergrößert und eine Heilung unmöglich.

Die Panzerung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ist in einer Beziehung entstanden, d.h. im Familienleben. Entsprechend kann sie auch ausschließlich in einer Beziehung wieder aufgelöst werden. Man kann exakt das gleiche zuhause auf einer Matratze tun, was man in der Praxis des medizinischen Orgonomen macht, doch es wird keinerlei Wirkung zeitigen. Seine bloße Anwesenheit aktiviert genau jene Emotionen und Gefühle, die am Anfang der Panzerung standen und die auch wieder an ihrem Ende stehen müssen.

Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

19. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Howard J. Chavis: Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

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Von der Energiemedizin zur Orgontherapie

8. September 2013

Von manchen „Reichianern“ wird gerne so getan, als sei die Reichsche Orgontherapie (psychiatrisch, medizinisch, mit dem Akkumulator und dem Medical DOR Buster) unspezifisch und es bedürfe eines Rückgriffs beispielsweise auf die chinesische Akupunktur, um zu einer wirklichen „Energiemedizin“ durchzudringen. Hat doch die Traditionelle Chinesische Medizin die „Meridiane“, die den Energiefluß im menschlichen Körper bis in die kleinsten Verästelungen beschreiben („Leitbahnen“).

Mich fasziniert dieses Thema, weil seit Mitte der 1970er Jahre ausgerechnet die Akupunktur als ein Beleg für die Existenz der Orgonenergie vorgebracht wurde. Die Meridiane sollten dazu dienen, den Fluß der Orgonenergie im Körper genauer zu beschreiben, als es Reich vermochte. Diese Leute sprachen sogar von „Himmelsakupunktur“, wenn es um Reichs Cloudbusting ging.

Dazu ist zu sagen, daß die Sache mit den Meridianen eine Mär ist. Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein Maoistisches und westliches Kunstprodukt. Tatsächlich hatte jede Provinz und jede Meisterschule ihr eigenes System. Zu glauben, daß ausgerechnet eines dieser zahllosen Systeme oder gar das heute „offizielle“ System irgendeine bioenergetische Bedeutung hat, zeugt von einer Naivität, die betroffen macht.

Seit einigen Jahren belegen wissenschaftliche Studien, daß erstens Akupunktur wirkt und das teilweise sogar besser als die westliche Medizin und das auch noch ohne Nebenwirkungen – und zweitens ist es vollkommen gleichgültig, wo die Nadel reingesteckt wird. Jahrelanges Pauken der Meridiane für die Katz! Oder vielleicht doch nicht, denn das ganze quasi schamanistische Brimborium, einschließlich der subjektiven Überzeugung des Akupunkteurs, daß es auf Millimeter ankommt, scheint ganz entscheidend für das Eintreten des Placeboeffekts zu sein.

Egal wo man die Nadeln auch reinsteckt, steht doch fest, daß die Akupunktur bei unterschiedlichen Arten von Kopfschmerzen wirkt. Nun hat der italienische Forscher Francesco Cerritelli von der Italienischen Ostheopathischen Akademie in Pescara zusammen mit seinen Kollegen nachweisen können, daß sich die Beschwerden von Migräne-Patienten auch mittels Osteopathie positiv beeinflussen lassen.

Dazu wurden 105 Migränepatienten in drei Gruppen aufgeteilt: die erste Gruppe erhielt die übliche schulmedizinische Behandlung mit Medikamenten, der zweiten wurden zusätzlich acht Sitzungen beim Osteopathen zuteil, mit einem speziell für Migräne entwickelten Programm, die dritte bekam zusätzliche eine unspezifische Art Massage.

Nach einem halben Jahr wurden die Behandlungsergebnisse mit Hilfe des Headache Impact Test (HIT-6) kontrolliert. In der schulmedizinischen Kontrollgruppe war der HIT-6-Wert um mehr als 2 Punkte angestiegen. In der Gruppe mit der Scheinbehandlung (unspezifische Massage) war er konstant geblieben und in der osteopathischen Gruppe um 6 Punkte gefallen. Die Unterschiede zu den beiden ersten Gruppen war jeweils statistisch signifikant (DBP- Der Neurologe & Psychiater, Juli/August 2013).

Osteopathie kommt der medizinischen Orgontherapie ziemlich nahe:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=mgP7ZrEH1W4%5D