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Frage und Antwort: Sex und Liebe (Anhang)

4. Juni 2019

von David Holbrook, M.D.

 

Ich habe eine Menge Teenager und Studenten im College-Alter, die auf das fast völlige Fehlen jeglicher Art tiefer emotionaler Bindung unter Gleichaltrigen und die fast vollständige Trennung der Sexualität von jeglicher Art von Liebe verweisen. Es ist, als ob die Liebe jetzt irgendwie politisch unkorrekt ist, etwas, das man vermeiden sollte wie die Pest, und gelegentlicher Sex ist nicht nur akzeptabel, sondern auch zwingend, so als würde man damit zeigen, daß man Sexualität nicht ernst nimmt und daß es sich um etwas „Beiläufiges“ handeln sollte. Was sie nicht gewärtigen, ist, daß sexuelle Begegnungen meiner Meinung nach immer Emotionen beinhalten, unabhängig davon, ob diese erkannt werden oder nicht, und ich denke, es hinterläßt Narben, wenn der emotionale Aspekt ignoriert oder verleugnet wird. Ich rede hier nicht irgendeiner Art von Moralismus das Wort, ich erörtere nur die Wichtigkeit der Liebe und wie schädlich es, meiner Meinung nach, sein kann, körperlich intim zu sein ohne Liebe. Ich denke, es gibt viele sexuelle Aktivitäten, aber Liebe wird um jeden Preis vermieden! Für mich ist Sex der Zuckerguß über der romantischen Liebe. Ich glaube, daß er in seiner natürlichen und gesunden Form ein Vehikel für liebevolle Zärtlichkeit und emotionale Verschmelzung ist, nicht etwas, das du „tust“. Offensichtlich gibt es einen enormen sensorischen Aspekt, sinnliche Lust, aber ohne die emotionale Verbindung und Verschmelzung befriedigt die Lust nie vollständig. Zumindest ist das mein Eindruck.

 

Dieser Text wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.