Posts Tagged ‘Einstein’

Der Orgon-Akkumulator (Teil 3)

19. April 2019

von Bernd Laska

3. Funktionsprinzip des Orgon-Akkumulators

Der Akku funktioniert aufgrund der folgenden Eigenschaften der Orgonenergie, die Reich in ausführlichen Versuchsreihen ermittelt hat:

1) Orgonenergie erfüllt den gesamten Raum, durchdringt alle Materie, aber verschiedene Stoffe mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Sie ist also überall vorhanden, lediglich in unterschiedlicher Dichte bzw. Konzentration. Akkus funktionieren also überall.

2) Material, das ein guter Isolator bzw. eine schlechter Leiter für elektrische Energie ist, zieht Orgonenergie an. Gute Leiter (in der Regel also Metalle) dagegen ziehen Orgon zwar ebenfalls an, stoßen es aber sofort wieder ab.

In den Schriften Reichs wird für Isolator auch oft ‚organisches‘ oder ‚nicht-metallisches‘ Material verwendet. Konkret wird heute als Metall verzinktes Stahlblech (Aluminiumblech wirkt schädlich!) und Stahlwolle und als Isolator Dämmplatten und Mineralwolle (nicht Watte, da wasseranziehend!) benutzt.

Der Akku besteht nun im Prinzip aus einem allseitig geschlossenen Kasten, dessen Wände aus beliebig vielen Doppelschichten von elektrisch leitendem und isolierendem Material bestehen, und zwar so, daß die Metallschicht jeweils auf der Innenseite liegt. Einzelheiten siehe Bauanleitung.

Die Wirksamkeit eines Akkus hängt von folgenden Parametern ab:

(a) Art des Isolatormaterial: zB Plastik besser als Holz

(b) Art des Metalls: für med. Zwecke nur Eisen bzw. Stahl

(c) Höhe der relativen Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre, weil Wasser Orgon absorbiert: je trockener desto besser

(d) Geografische Breite: je näher am Äquator desto besser

(e) Höhe über Meeresspiegel: je höher desto besser

(f) Anzahl der Schichten: je mehr desto besser. Die Wirksamkeit nimmt aber nicht linear mit der Schichtzahl zu, wie durch elektroskopische Messungen festgestellt wurde. So ergab sich für einen 1-schichtigen (dh. mit einer Doppelschicht) Akku eine Konzentration 3 mal so hoch wie in der Atmosphäre, ein 3-schichtiger Akku hatte aber nur die 4-fache Konzentration und ein 10-schichtiger gar nur eine 6-fache, also nur eine doppelt so starke wie der 1-schichtige.

(g) Abstand des Körpers zur Innenwand während einer Sitzung: je näher desto besser, aber nicht berühren!

(h) Anzahl der Akkus in einem Raum oder Gebäude: je mehr desto höher ist schon die allgemeine Orgonkonzentration, also auch Akkumulation.

Konzentration der Orgonenergie im Akku ist objektiv demonstrierbar durch Messung der Temperaturdifferenz zwischen oberem Akkuinneren und der Umgebung. Dieser Effekt wurde seinerzeit zuerst von Einstein bestätigt, dann aber (wohl wegen seiner fundamentalen Erschütterung des theoretischen Gebäudes der Physik) konventionell weggedeutet, zu Unrecht, wie Reich meint und belegt hat (siehe hierzu auch den Artikel „Die Begegnung Einstein-Reich“ in den WRB 1/76).

Weitere Möglichkeiten zur Objektivierung des Orgons durch Messungen am Akku bestehen mit dem Elektroskop und dem Geiger-Müller-Zähler. Einzelheiten hierzu würden jedoch im Rahmen dieses Artikels zu weit führen.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 4/76.

 

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 7

5. März 2019

orgonometrieteil12

7. Orgonomie 4.0

Die Begegnung Wilhelm Reich – Albert Einstein (Teil 3)

1. März 2019

von Bernd Laska

 

Reich war sich lange Zeit nicht im Klaren, warum sich Einstein auf solche Art und Weise zurückgezogen haben mag, wo er doch anfangs großes Verständnis und Interesse gezeigt und auch kooperiert habe. Im Kreise seiner Mitarbeiter gab es eine Reihe von Theorien darüber, die natürlich alle nicht überprüfbar waren. Als dann am 17.3.1950 in der New York Times eine Meldung erschien, nach der Einsteins früherer Assistent Leopold Infeld – aus Polen gebürtig und 1936 emigriert – in seine Heimat zurückkehrte, glaubte Reich das Rätsel um Einsteins Verhalten gelöst: als Teil einer kommunistisch gelenkten Kampagne gegen ihn. Das war nun keineswegs eine Wahnidee aus heiterem Himmel. Wer Reichs Dokumentensammlung /3/ zu diesem Komplex gelesen hat und sich bewußt ist, daß das Dokumentierbare nur die Spitze eines Eisbergs sein mag, findet diese Einordnung des Falles Infeld nicht so absonderlich. Daß Infeld Marxist war, geht schon aus der Tatsache hervor, daß er in das stalinistische Polen ging; aber auch in seiner Autobiographie /4/ bezeichnet er sich als „undogmatischen Marxisten“, der von den Taten der Stalin-Ära erst nach dem XX. Kongreß der KPdSU erfuhr (S. 194 und 170). Allerdings hat er, nachdem er von 1936-38 Einsteins Assistent war, bis zum Ende des 2. Weltkrieges an der Universität Toronto Mathematik gelehrt und Einstein in dieser Zeit („soweit ich mich erinnere“) nicht gesehen.

Die Sache ist nie weiter aufgeklärt worden. Man sollte vielleicht auch mal versuchen, sich die Atmosphäre unter Amerikas Physikern (davon viele deutsche Emigranten) vorzustellen, als in Deutschland Otto Hahn die erste Uran-Atomkernspaltung gelang. Auch Einstein, der zwar nicht zur engeren Kreis der Physiker des (Atombomben-) Projektes „Manhattan“ gehörte, war hier sehr engagiert. Außerdem war er von der jungen Physikergeneration theoretisch isoliert, weil er sich weigerte, die von Heisenberg und anderen begründete Quantenmechanik voll anzuerkennen („Gott würfelt nicht!“). Er arbeitete an einer Theorie, die auf seiner ursprünglichen aufbaute und der Quantenmechanik überlegen werden sollte. In dieser Situation kam ihm die Reich-Sache sicher nicht gelegen, zumal Reichs Theorie, wie sich später herausstellte, die Annahme eines Äthers erforderte. Einstein mag diese Konsequenz geahnt und sich deshalb zurückgezogen haben, denn sein Lebenswerk ruhte nun mal auf der Abschaffung des Ätherkonzeptes. (/5/)

Wie dem auch gewesen sein mag: ob kommunistisch gelenkte Kampagne, ob ein einzelner marxistisch oder sonst feindselig gesinnter Assistent, ob Gerüchte aus Psychoanalytikerkreisen oder ob Einsteins eigener Entschluß es war, für uns bleibt wichtig:

  1. Einstein hat die Temperaturdifferenz zwischen Akku und umgebender Luft als „Bombe“ für die Physik bezeichnet.
  2. Einstein hat die Temperaturdifferenz durch eigene Messungen bestätigt, sie dann aber auf konventionelle Art gedeutet.
  3. Reich hat weitere Experimente unter Ausschaltung der Möglichkeit von Konvektion gemacht und den gleichen, im Freien noch deutlicher auftretenden Effekt erzielt und dies Einstein mitgeteilt.
  4. Einstein hat sich auf merkwürdige Art aus der Affäre gezogen.

Die Temperaturdifferenz wurde später von Reich und anderen ungezählte Male bestätigt und war Grundlage für Reichs weitere Arbeit. Von der etablierten Wissenschaft sind Reichs Arbeiten aber nie mehr ernst genommen und überprüft worden.

 

Literatur:

/3/ Conspiracy – An Emotional Chain Reaction, Rangeley USA 1954
/4/ Leopold Infeld, Leben mit Einstein, Zürich 1969
/5/ Ronald Clark, Einstein – Leben und Werk, Essligen 1974

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 2/76N.

Die Begegnung Wilhelm Reich – Albert Einstein (Teil 2)

28. Februar 2019

von Bernd Laska

 

Die Kontaktaufnahme mit Einstein als weltberühmter Autorität ist unbedingt auf dem Hintergrund obiger Überlegungen zu sehen. Es spielt natürlich auch eine Rolle, daß Reich kein Physiker war, und die Fülle seiner Entdeckungen ihm allein über den Kopf gewachsen war. Im wesentlichen war es aber ein erneuter Versuch, sein „Einzelkämpferdasein“ zu durchbrechen.

Was in /2/ über die „Einsteins-Affäre“ gesagt ist, will ich hier nicht im einzelnen wiederholen, sondern mehr auf die sachlichen Einzelheiten, wie sie aus /1/ hervorgehen zu sprechen kommen.

Reichs Treffen mit Einstein fand am 13.1.1941 statt und dauerte fünf Stunden. Einstein war sehr beeindruckt und bezeichnete das Phänomen der Temperaturdifferenz zwischen Akku und umgebener Luft als „Bombe“ für die Physik, wenn es einwandfrei gesichert werden könnte. Er führte selbst Messungen durch und kam zu ähnlichen Ergebnissen wie Reich. In seinem Brief vom 7.2.1941 /1/ stellte er jedoch fest: „…einer meiner Assistenten machte mich nun darauf aufmerksam, daß in Räumen…stets die Bodentemperatur niedriger ist als die Temperatur an der Decke. Wenn nun eine horizontale feste Platte (die Tischplatte, auf der der Akku beim Experiment stand, B.L.) vorhanden ist, so kommuniziert die Unterseite der Platte durch Konvektion mehr mit dem Boden, die Oberseite mehr mit der Decke…Dieser Umstand hat sich schließlich als der maßgebende herausgestellt…Durch diese Experimente halte ich die Sache für völlig aufgeklart.“

Obwohl Reich das Problem der Konvektion schon von seinen früheren Versuchen her kannte und diesen Einfluß bereits eliminiert hatte, führte er eine Reihe unterschiedlicher Experimente durch, bevor er Einstein am 20.2.1941 einen langen Antwortbrief schrieb. Der erste Teil des Briefes besteht aus einer Beschreibung der Versuche sowie Angabe der Meßergebnisse und einer zusammenfassenden Abhandlung. Reich hatte folgende Experimente durchgeführt:

1. im Raum
1.1 Anordnung des Raumthermometers ebenfalls über der Tischplatte (bei Einstein hing es neben der Tischplatte frei im Raum).
1.2 Anbringung einer zweiten Holzplatte ca. 1m über der Tischplatte, auf der der Akku stand, zur Unterbrechung der Konvektionswirkung von der Decke.
1.3 Ersatz der Holztischplatte durch eine Metallplatte (besserer Wärmeleiter).
1.4 Akku frei im Raum hangend ohne Tisch.

In allen Fällen ergab sich die Temperaturdifferenz zwischen dem Akkuinnern und der umgebenden Luft.

2. im Freien
Hier ergab sich eine noch stärkere Temperaturdifferenz, weil die Einflüsse von Wanden, Tischen usw. entfielen.

Der zweite Teil des Briefes bestand aus einer ausführlichen Beschreibung des biophysikalischen Kontextes zum Temperaturphänomen, um dem Eindruck entgegenzuwirken, dieses stünde isoliert und mehr zufällig zur Debatte.

Auf diesen sehr sachlichen Brief Reichs antwortete Einstein nicht mehr. Anfangs glaubte Reich, Einstein würde noch weitere Kontrollexperimente machen, um ganz sicher zu gehen. Am 23.9.41 berichtete Reich in einem Brief an Einstein ergänzend von Messungen, die er im Sommer bezüglich der Entladungsgeschwindigkeit des Elektroskops in Abhängigkeit von Wetteränderungen durchgeführt habe. Am Schluß deutete er dezent an, daß er auf eine Nachricht Einsteins wegen der Temperaturdifferenz warte. Immerhin war er bereits seit mehr als einem halben Jahr ohne Antwort. Aber Einstein reagierte nicht mehr.

Es ergab sich nur noch ein Schriftwechsel der Sekretärinnen der beiden über die Abwicklung der Rückgabe von Orgongeräten, die noch bei Einstein waren. Erst im Februar 1944 schrieb der Herausgeber von Reichs International Journal of Sex-Economy and Orgone Research, Dr. Wolfe, an Einstein, daß aufgrund von Gerüchten, Einstein könne die experimentellen Ergebnisse nicht bestätigen, er es für nötig halte, den Vorgang zu publizieren. Daraufhin drohte Einstein rechtliche Schritte für den Fall an, daß sein Name in irgendeinen Zusammenhang mit der Orgonsache gebracht werde. Er wolle seinen Namen nicht für Reklamezwecke verwendet sehen, besonders nicht für eine Sache, die er nicht gutheißen könne. Auf diese beleidigende Unterstellung schrieb Reich, auch im Namen aller seiner Mitarbeiter, einen Protestbrief an Einstein. Daraufhin antwortete Einstein noch einmal kurz. Erst jetzt schrieb er, daß er vor drei Jahren auf mehrere Briefe von Reich nicht reagiert habe, weil er sich, so gut er konnte, ein Urteil gebildet hatte und keine Zeit mehr für die Angelegenheit verwenden wollte. Er bat Reich noch, alle seine mündlichen und schriftlichen Äußerungen von ihm diskret zu behandeln, was umgekehrt er auch immer getan habe. Damit endete die „Einstein-Äffäre“ /1/!

 

Literatur:

/1/ The Einstein Affair, Rangeley USA 1953
/2/ Ilse Ollendorff-Reich, Wilhelm Reich, München 1975

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors. Aus: Wilhelm Reich Blätter 2/76N.

Reich, Einstein und pseudophysikalische Kritteleien

29. Dezember 2018

Der Orgonenergie-Akkumulator (ORAC) ist ein Raumbereich bzw. ein „Ding“, das nicht kälter, d.h. sich der niedrigeren Umgebungstemperatur angleicht, sondern wärmer wird. Das ist nur dann, um mit Einstein zu reden, „eine Bombe für die Physik“, wenn der Raum, in dem der ORAC steht, nach außen hin abgeschlossen ist, also etwa keine Sonne hinein strahlt und auf den ORAC fällt, keine Wärmegradienten eingebracht werden (etwa durch eine Heizung an einer der Außenwände), nichts sich im Raum befindet, was sich spontan verändert (kein Lebewesen, kein radioaktiver Stoff, etc.), usw.

Die Forderung der Thermodynamik nach einem „abgeschlossenen System“ ist geradezu die „Geschäftsgrundlage“ des ORAC, war er doch ursprünglich von Reich konzipiert als Faradayscher Käfig plus Wärmedämmung, um ein „geschlossenes System“ zu erzeugen, das die SAPA-Strahlung von der Umgebung isoliert.

Einstein betrachtete den Kellerraum, in dem er den ORAC überprüfte selbstverständlich ebenfalls als „geschlossenes System“ – näherungsweise ausreichend für den gegebenen Zweck, nämlich Reichs Behauptungen über den ORAC zu überprüfen, dieser würde spontan Wärme erzeugen. Bis Einstein darauf aufmerksam wurde (bzw. darauf aufmerksam gemacht wurde), daß eine der sechs Wände signifikant wärmer war, nämlich die Decke, und daß deshalb die Tischplatte, auf dem der ORAC stand, einen wärmeren Bereich erzeugte, der bei dem frei im Raum hängenden Kontrollthermometer nicht gegeben war. Wäre die Decke nicht wärmer gewesen als die restlichen Wände bzw. wäre die Auswirkung der Tischplatte neutralisiert worden, wäre Einstein selbstverständlich weiterhin von einem „geschlossenen System“ ausgegangen.

Die eigentliche „Bombe“ ist die Spontanität des Vorgangs. „Während erfahrungsgemäß alle von selbst ablaufenden Naturvorgänge sich nur in der Richtung vollziehen, daß die Wahrscheinlichkeit des neuen Zustandes größer als die des vorhergehenden oder höchstens genauso groß ist“, wie es in einem Schulbuch heißt, verläuft die Erwärmung des ORAC spontan, obwohl durch ihn die Entropie abnimmt. Es ist so, als wenn der Kaffee in der Kaffeetasse vor dir nicht abkühlt, sondern ohne chemische Reaktionen, Bestrahlung oder sonst einen Einfluß von außen spontan immer wärmer wird. Da das unendlich unwahrscheinlich ist, wäre es eine „Bombe“! Danach aufzutreten und zu schwadronieren, daß die Tasse, der Tisch und das Büro, etc. kein „geschlossenes System“ darstellen, ist einfach lächerlich. Es ist die gleiche Pseudophysik wie die „präzise“ Angabe von Meßwerten jenseits des Meßfehlers.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 9)

3. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5 (Fortsetzung)

Wir können jetzt unsere letzte Frage für heute abend stellen. Warum kommen sie jetzt und so häufig zu unserem kleinen Planeten, was reizt sie hier so?

Eine Reihe von Schriftstellern hat vorgeschlagen, daß die Entwicklung unserer eigenen atomaren Möglichkeiten sicherlich für irgendwelche nahen Nachbarn im Weltraum Anlaß zur Sorge gäbe. Professor Einstein machte kurz vor seinem Tod deutlich, daß der Mensch nun genügend Macht in seinen Händen hätte, um die totale Vernichtung des Lebens auf unserem Planeten in den Bereich des technisch Machbaren zu rücken.

Gerald Heard ist noch einen Schritt weitergegangen und hat vorgeschlagen, daß die Energie durch eine unter Wasser explodierte Wasserstoffbombe so viel Instabilität erzeugen könnte, daß als Ergebnis die Materie der Erde selbst zerfallen könnte. Die Insassen der Raumschiffe wären dann genauso an unserer Zukunft interessiert, wie wir es sein sollten, wenn zum Beispiel der Planet Mars bald explodieren würde mit all den Auswirkungen, die dies auf unsere eigene Position im Sonnensystem hätte.

Wie stichhaltig die Ideen von Heard auch immer sein mögen, bietet uns die Orgonforschung eine etwas andersgeartete Herangehensweise. Während des Oranur-Experiments wurden sehr starke atmosphärische und biologische Effekte beobachtet. Das verwendete Kernmaterial schien das Orgon in der Atmosphäre in einem derartigen Ausmaß anzuregen, daß es für die Gesundheit abträglich und lebensgefährlich wurde. Reich nannte das die Deadly Orgone-Reaktion.

Bei diesem Zustand wird die Orgonladung der Atmosphäre stark erhöht, bei gleichzeitig stark reduzierter Energiepulsation. Eine Stagnation und Starrheit trat an die Stelle des gewohnten gesunden, lebendigen Zustandes der Atmosphäre. Reich beschrieb seinen Eindruck von dem Notstand, der in der Nähe seines Laboratoriums entstand, wie folgt:

Stille und Öde breiten sich über die Landschaft, wobei das betroffene Gebiet von der nicht in Mitleidenschaft gezogenen Umgebung ziemlich deutlich abgegrenzt ist. Die Stille drückt sich darin aus, daß alles Leben in der Atmosphäre zu ersterben scheint. Die Vögel hören auf zu singen, die Frösche hören auf zu quaken. Die Vögel fliegen tief oder verstecken sich in den Bäumen. Die Tiere kriechen viel langsamer als sonst am Boden hin, und die Blätter und die immergrünen Nadeln der Bäume sehen sehr „traurig“ aus; sie hängen herab und verlieren ihre innere Spannung und die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten. Die Bäume sehen schwarz aus, als ob sie abstürben. Man hat tatsächlich den Eindruck von Schwärze oder besser von Öde. Man wird das Gefühl nicht los, daß das der Tod ist, der „öde Tod“, wie manche sich ausdrücken. (Orgone Energy Bulletin, Vol. 4, No.4)

Diese tödliche Orgon-Reaktion, die erstmals während des Oranur-Experiments entdeckt wurde, tritt immer dann auf, wenn das Orgon durch Kernmaterial gereizt wird. So hat jede von uns erzeugte Atomexplosion neben all ihren bekannten Wirkungen auch zu bisher UNBEKANNTEN Wirkungen auf den Orgon-Stoffwechsel unserer Atmosphäre geführt. Sie alle haben dazu beigetragen, die tödliche Orgonreaktion auszulösen. Der Effekt ist kumulativ, oft diffus und schwer mit bestimmte Explosionen in Zusammenhang zu bringen.

Das vieldiskutierte Verhältnis der Atomexplosionen zur merklichen Verschlechterung des Wetters in der Welt wird jedoch angesichts dessen, was wir über Orgon und Wetter wissen, verständlich.

Aus Sicht des Orgon-Metabolismus und der gehemmten, stagnierenden tödlichen Reaktion werden eine ganze Reihe von Problemen verständlich. Warum das Dürreproblem in den USA die Ausmaße eines großen nationalen Notstands erreicht hat, wobei vier Fünftel des Landes anfällig für Dürre sind, im Gegensatz zu einem Fünftel vor nur zehn Jahren. Für uns in England mag es schwierig sein, sich der Schwere des Wüstenproblems in der Welt bewußt zu werden oder zu erkennen, daß dies mit einer Verringerung der Orgon-Pulsation zusammenhängt. Es stimmt, es gab immer hier und dort irgendwo Wüsten. Der entscheidende Punkt für uns 1955 ist, daß die atomare Strahlung die Macht hat, das, was Reich den „öden Tod“ in der Atmosphäre genannt hat, stark zu vermehren. Wir erleben diesen öden Tod in einer anderen Form. In dem zunehmenden Pulsationsverlust in unseren Jahreszeiten, im Hang zu gefährlichen Ansammlungen von Smog, selbst in ländlichen Gegenden, wo es über viele Kilometer hinweg weit und breit keinen Rauch aus Fabriken gibt. Versmogte Wolken und trüber Nieselregen, das Ausbleiben jedweden echten Sommers – auch das deutet auf einen Stillstand des gesunden Energieflusses hin. Erst letzte Woche (am 11. Juli) forderte die Sektion Warwickshire der National Farmers‘ Union eine globale Untersuchung der Auswirkungen atomarer Explosionen auf das Wetter durch Wissenschaftler. Zur Unterstützung ihrer Behauptung, daß etwas Anormales das Wetter aus dem Gleichgewicht gebracht habe, haben sie auf die folgenden vier Fakten hingewiesen:

  1. Seit vier Jahren gab es keine gute Saison.
  2. Hunderte Hektar Land sind durch zu viel Regen unbrauchbar geworden.
  3. Schafe und Rinder sind in größerer Anzahl unfruchtbar als je zuvor.
  4. Die Lammsaison ist die schlimmste seit Menschengedenken

In der Schlußfolgerung zu ihrem Bericht erklären sie, daß, wenn sich das Wetter in den nächsten zwei Jahren nicht bessern würde, die Landwirtschaft, wie sie heute kennen, verschwände.

Dies scheint weit entfernt von Raumschiffen zu sein. Aber wenn das Orgon so empfindlich auf nukleares Material reagiert, gibt es allen Grund, warum für die Raumschiffe die gegenwärtigen Entwicklungen auf der Erde von mehr als gewöhnlichem Interesse sein sollten. Wenn ein Milligramm Radium in einem 20-lagigen Orgonakkumulator eine atmosphärische Reaktion erzeugen kann, die als Zunahme der Hintergrundstrahlung im Radius von 300 Meilen von Reichs Laboratorium meßbar ist, können wir nur erahnen, welche Auswirkungen eine Wasserstoffbomben-Explosion auf den Orgon-Metabolismus im Weltall hätte.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 8)

2. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5

Es ist nicht einfach über das Verhältnis von Gravitation zu Orgon zu sprechen, weil noch niemand die Frage vollständig beantwortet hat: Was ist Schwerkraft? Newtons Theorie wird nicht mehr als endgültig akzeptiert und in den letzten Jahren gab es viele neue Versuche, zu einem grundlegenderen Verständnis dessen zu gelangen, was die Schwerkraft ist. Unter diesen müssen wir Einsteins einheitliche Feldtheorie, Cramps Hypothese und die orgonomische Theorie von Reich zählen.

Reichs Gravitationstheorie ist an sich ziemlich leicht zu verstehen, aber sie wurde noch nicht in praktisch verwertbare Begriffe übersetzt. Es ist auch sehr schwierig, dreidimensionale Konzepte ohne die Hilfe von Diagrammen oder Modellen zufriedenstellend zu erklären. Er kritisiert die Vorstellung, daß tote, träge Masse eine Gravitationskraft ausüben kann, und legt nahe, daß die Gravitation eher als eine Funktion von zwei sich überlagernden Orgonströmen verstanden werden kann, die er durch die Hurrikanforschung nachweisen konnte. Nach dieser Theorie umkreist weder der Mond die Erde, noch die Erde die Sonne, da sowohl die Sonne als auch die Erde sich selbst im Raum bewegen. Die geschlossene Umlaufbahn wird nur gefunden, indem man das Zentrum des Kreises oder der Ellipse stationär macht. Wer eine Orange und eine Erbse nimmt und gerne experimentiert, kann dem selbst nachgehen. Die Form der Bahnen von Erde und Sonne ist die von zwei Linien, die immer wieder konvergieren, divergieren und wieder zusammenlaufen. Reichs Theorie geht davon aus, daß sowohl die Bahn der Erde als auch die der Sonne jeweils von einem eigenen Orgonenstrom bestimmt wird, und daß es also diese beiden Ströme sind, die zueinanderfinden, sich überlagern und wieder trennen.

Cramps Gravitationstheorie ist in vielerlei Hinsicht ausgeklügelter und ausgearbeiteter als die von Reich, aber man kann nicht umhin zu spüren, daß Cramp mit einem enormen Handicap ringt. Seine Theorie, die sich auf den „Raumäther“ bezieht, bleibt halt, so wertvoll und anregend sie auch ist, als Konzept eine Abstraktion. Anstelle eines rein theoretischen und substanzlosen Äthers haben wir eine praktisch nutzbare und nachweisbare Orgonenergie.

Obwohl die Hypothese der Gravitation als Funktion zweier sich überlagernder Orgonströme eher spekulativ erscheint, liegt ihr Wert doch darin, daß sie jedem, der das Verhalten des Orgons im Weltraum hinreichend verstanden hat, die Möglichkeit eröffnet, die Gravitation zu kontrollieren bzw. ihr entgegenzuwirken

Kann das atmosphärische Orgon überhaupt auf gerichtete Weise genutzt werden? Die Antwort ist nochmals ein Ja.

Durch die Verwendung von langen Stahlrohren, 30-40 Fuß lang, ist es Reich gelungen, die Konzentration von Orgon am Himmel über uns zu verändern. Aus dieser Grundtechnik hat sich ein ganz neuer Arbeitszweig herausgebildet, nämlich die Wetterkontrolle.

Diese Arbeit besteht aus einer Anzahl von geschickten Operationen, die nach dem Prinzip arbeiten, Wolkenformationen zu zerstreuen, indem Energie aus ihnen abgezogen wird, oder Energie aus einem klaren Himmelsteil so zu ziehen, daß ein Energiefluß von einem niedrigeren zu einem höheren Potential erzeugt wird, um damit die Bildung von Wolken und Niederschlägen in Dürregebieten zu induzieren.

Seit Mitte des Jahres 1953 werden die Stahlrohre mehr oder weniger ständig genutzt, um die von Dürre betroffenen Gebiete an der Nordostküste der USA zu entlasten. Zu den spektakulärsten Ergebnisse, die bisher in diesem Bereich erzielt wurden, zählt ein Hurrikan, der im Oktober letzten Jahres drohte New York zu treffen und der erfolgreich auf die offene See abgelenkt wurde. Das New Yorker Wetterbüro gab bekannt, daß es ein Wunder wäre, wenn der Hurrikan die Stadt nicht frontal träfe, da er keine Anzeichen dazu gezeigt hätte, auf die offene See zu schwenken. Am nächsten Morgen kommentierte das Bostoner Radio: „Das fast Unmögliche ist passiert, der Sturm wendet sich ab … Letzte Nacht wurde gesagt, daß nur ein Wunder verhindern könne, daß der Hurrikan New York trifft. New York hat sein Wunder bekommen. Es sieht so aus, als ob New England dasselbe widerfahren könnte.“ Fünf Stunden später berichteten sie: „Der Orkan ist nach Osten weitergezogen … keine Schäden … geringe Schäden … für ganz New England ist die Gefahr vollständig gebannt, außer der Ostküste von Maine … Uns sind die Verwüstungen erspart geblieben, die noch vor wenigen Stunden uns unmittelbar bevorzustehen schienen.“

Wenn man den Bericht im neuesten Bulletin des Orgone Institute (Core Vol. 7, Nr. 1,2) liest, sieht man wie dieser Hurrikan angegangen wurde, die Details der Technik, um ihn umzulenken, und wird sich plötzlich der Tatsache bewußt, daß erstmals die Orgonenforschung in kosmische Funktionen mündet, Funktionen jenseits des Erdballs. Es ist interessant, die gewaltigen Kräfte, die der „Cloudbuster“ anzapft, mit dem zu vergleichen, was die Atomic Energy Commission der Vereinigten Staaten über die Nützlichkeit der Atomkraft als Mittel zur Kontrolle von Hurrikanen zu sagen hat.

In ihrem Bericht über die Auswirkungen von Atomwaffen schreiben sie:

Es wurde der Vorschlag gemacht, daß bestimmte zerstörerische Naturphänomene wie Hurrikane, Tornados oder Kältewellen durch eine plötzliche Freisetzung der großen Energiemengen, die von einer Atombombe geliefert wird, abgewendet werden, aber es ist sehr zweifelhaft, ob dies getan werden könnte, weil die Energiemengen, die notwendig erscheinen, eine höhere Größenordnung haben als die gegenwärtig erreichbaren. (aus The Effects of Atomic Weapons)

Reich ist in seinen Berichten unmißverständlich, daß der Umgang mit der ungeheuren Kraft, die im Orgon steckt, eine Haltung äußerster Demut erfordert und den Operatoren Verantwortung aufbürdet.

In seinem ersten technischen Bericht über Wetterkontrolle gibt er seinen Mitarbeitern folgenden Rat:

Versuche nie, jemanden mit Cloudbusten zu imponieren. Regenmachen und Cloudbusten tut man nicht zum Spaß. Die Orgon-Hülle, mit der du es zu tun hast, wenn du der Atmosphäre Energie entziehst, ist ein energetisches Kontinuum von hoher Potenz. Du könntest unbeabsichtigt Schäden anrichten. Tue nie etwas, das nicht zwingend notwendig ist. Beim Cloudbusten wird kein Regen „erzeugt“ und werden keine Wolken „zerstört“ – kurz, man spielt nicht Gott. Man hilft der Natur nur etwas in ihrem natürlichen Ablauf nach. (Core, Bd. 6, S. 105)

In seinem Buch über Fliegende Untertassen erklärt Cramp: „Selbst im Äther selber gibt es eine Kraft, die jenseits unserer kühnsten Träume liegt. Es geht auch nicht darum, etwas umsonst zu bekommen, wie manche denken mögen. Betrachten wir das physikalische Universum, so wie wir es vor uns haben, als eine riesige Weite von Energie. Wir, die wir uns in diesem Universum bewegen, können nichts dazu hinzufügen oder etwas vernichten. Allenfalls können wir die Form ändern, in der es uns entgegentritt. (S. 99) Die Orgon-Wetterexperimente erweisen die Wahrheit dieser Aussage und stellen den ersten Schritt zum Anzapfen dieses gewaltigen Kraftreservoirs dar. Jene, die Raumschiffe bauen und nutzen, aus welcher Region des Weltraums sie auch immer kommen mögen, sind einen Schritt weiter gegangen in diese Richtung.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Der Rote Faden: Der rote Faden einer Verschwörung

13. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

Der Rote Faden: Reich und der Kalte Krieg

6. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

nachrichtenbrief92

29. November 2017