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Die Atemsperre (Teil 1)

4. Februar 2015

Die Gesundheit, d.h. orgastische Potenz eines Menschen kann man unmittelbar aus seiner Atmung ersehen. Bewegt sich der Brustkorb mit der Atmung? Wölbt sich der Bauch bei der Einatmung nach außen? Oder bei der Ausatmung („paradoxe Atmung“)? Liegt letzteres vor, sieht man unmittelbar wie beim Kranken sich Kontraktion und Expansion wechselseitig behindern („Panzerung“), während sich beim Gesunden Kontraktion und Expansion harmonisch abwechseln. Der Kliniker hat also mit der Art der Atmung ein durchgängiges Kriterium für Gesundheit vor sich, an dem er unmittelbar ersehen kann, ob der Proband gesund ist, d.h. ob seine Pulsationsfunktion gestört ist oder nicht.

Gleichzeitig kann er an dieser Beobachtung ansetzen, um die Gesundheit, d.h. die Pulsation wiederherzustellen. Aus Alexander Lowens Beschreibung seiner ersten Therapiesitzung bei Reich, wird deutlich was gemeint ist:

Ich legte mich mit meiner Badehose bekleidet auf das Bett. (…) Er befahl mir, die Knie anzuziehen, mich zu entspannen und mit offenem Mund und entkrampften Kinnbacken durchzuatmen. Ich befolgte die Anweisungen und wartete ab, was passieren würde. Nach einer ganzen Weile sagte Reich: „Lowen, Sie atmen ja gar nicht.“ Ich behauptete: „Selbstverständlich atme ich, sonst wäre ich doch schon tot.“ Darauf er: „Ihre Brust bewegt sich aber nicht. Fühlen Sie dagegen meine Brust!“ Ich legte eine Hand auf seinen Brustkorb und stellte fest, daß er sich bei jedem Atemzug merklich hob und senkte. Meiner tat es eindeutig nicht. (Bioenergetik, rororo, S. 10)

So geht es praktisch allen Menschen in dieser Gesellschaft, da die natürliche Atmung das erste Opfer des Urkonflikts zwischen Bedürfnis und versagender Außenwelt und der daraus resultierenden Existenzangst des Kindes ist. Die Störung der organismischen Pulsation zeigt sich in der flachen Atmung bzw. der „Atemsperre“, wie Reich sie in Die Funktion des Orgasmus beschreibt. Der Organismus panzert sich zunächst in seinem Zentrum ab, d.h. im Zwerchfell und dessen Umgebung, dem Brustkorb und dem abdominalen Bereich.

Generell ist bei den Neurotikern die Atemsperre mit einer chronischen Inspirationshaltung identisch. Von Kindesbeinen an ist diese hochgezogene Brust und das Atemanhalten unsere Abwehr gegen Angstgefühle (Morton Herskowitz: „Human Armoring: An Introduction to Psychiatric Orgone Therapy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, Vol. 4, September 1987, S. 79): Brust raus, Bauch rein (vgl. Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 270). Es tritt eine unnatürliche Pause zwischen der Ein- und Ausatmung auf und der Brustkorb gibt nicht nach, wenn man auf ihn drückt (Charles Konia: „Orgone Therapy“, Journal of Orgonomy, Vol. 21, May 1987, S. 100).

Daneben kann es aber auch Patienten geben, bei denen die Ausatmung blockiert ist. Bei ihnen gibt es eine Verlängerung der natürlichen Pause zwischen der Aus- und Einatmung und die Brust gibt nach, wenn man auf sie drückt. Diese schlaffe, eingefallene Brust weist auf Resignation hin und tritt bei zu Depressionen neigenden auf (ebd., S. 99f). Umgekehrt signalisiert die hochgestellte Brust eher eine reaktive Trotzhaltung (Elsworth F. Baker: „Orgone Therapy“,p Journal of Orgonomy, Vol. 12, November 1978, S. 202).

Bei der Krebsbiopathie wird die Energiebilanz zunehmend negativer. Der Organismus „veratmet“ regelrecht in letzter Resignation. Es ist auffallend, wie wenig Angst doch Krebspatienten vor dem Tod haben, verglichen mit dem Wechsel von Angst und Aggression bei kardiovaskulären Patienten.

Insbesondere auch bei Schizophrenen findet sich eine eingefallene vollkommen bewegungslose Brust. Wegen dieser Unbeweglichkeit und extrem reduzierten Atemtätigkeit ist die chronische Exspirationshaltung generell nicht so offensichtlich wie es im Vergleich die chronische Inspirationshaltung ist. Erst nach Aktivierung der Atmung wird die chronische Exspirationshaltung sichtbar (Robert A. Dew: „The Biopathic Diathesis: Introduction to the Pulmonary Biopathies“, Journal of Orgonomy, Vol. 6, May 1972, S. 41).

Die Mobilisierung der Brust am Anfang der Orgontherapie lädt den Körper nicht nur mit Energie auf, sondern konfrontiert den Patienten auch sogleich, vielleicht das erste Mal in seinem Leben, mit seinen unterdrückten und aus dem Bewußtsein verdrängten Emotionen. Zur Illustration möchte ich das obige Zitat aus Lowens Beschreibung seiner ersten Therapiesitzung bei Reich fortsetzen. – Er sah also, daß Reich frei atmete.

Ich legte mich wieder zurück und atmete erneut tief ein und aus; diesmal bewegte sich mein Brustkorb auf und ab. Nach einiger Zeit befahl Reich: „Lowen, lassen Sie den Kopf nach hinten fallen, und machen Sie die Augen weit auf!“ Ich tat es, und … mußte plötzlich laut aufschreien. (…) forderte Reich mich auf, den Kopf wieder zu heben – und sogleich erstarb der Schrei. Ich fuhr fort, tief durchzuatmen. Seltsamerweise hatte mich der Schrei nicht beunruhigt. Ich hatte keine emotionale Beziehung zu ihm. Ich fühlte keine Furcht. Nachdem ich abermals eine Weile geatmet hatte, bat mich Reich, den Vorgang zu wiederholen. Ich ließ den Kopf nach hinten fallen und machte die Augen weit auf. Der Schrei „kam“ abermals. Ich möchte nicht sagen, daß ich schrie, denn ich hatte nicht den Eindruck, daß ich es tat. Der Schrei „passierte“ mir einfach. Ich hatte auch diesmal eigentlich gar nichts mit ihm zu tun. Als die Sitzung beendet war und ich Reich verließ, hatte ich das Gefühl, daß mit mir doch nicht alles so in Ordnung war, wie ich gedacht hatte. Es gab „Dinge“ – Bilder, Emotionen – in meiner Persönlichkeit, die meinem Bewußtsein verborgen waren, und damals begriff ich, daß sie herauskommen mußten. (Bioenergetik, S. 11)

Das Brustsegment spielt demnach nicht nur als „Antriebsmotor“ des Organismus eine Rolle, sondern auch bei der Freisetzung unserer Emotionen, denn es nimmt an jeder emotionalen Äußerung teil:

Neben ihrer Funktion als Energiehemmung dient die Panzerung der Brust spezifisch dazu, die stärksten Ausdrücke von Liebe, Wut, Schwermut und Verlangen, als auch Angst, einzudämmen. (…) Der vollständige Ausdruck jedes tiefen Gefühls wird begleitet von einer Weitung der Brust. Die Brust wogt mit tiefem Verlangen. Sie keucht vor Wut und bebt beim Schluchzen. Umgekehrt wird sie so starr wie möglich gehalten, wenn diese Gefühle unterdrückt werden müssen. (Herskowitz: „Human Armoring: An Introduction to Psychiatric Orgone Therapy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, Vol. 4, September 1987, S. 79f)

Die festgesetzte Inspirationshaltung beruht auf der Angst sich hinzugeben, letztendlich also auf der Orgasmusangst. Bei der unwillkürlichen Phase der genitalen Vereinigung fällt jede Ausatmung mit einer tiefen Penetration des Penis zusammen (Elsworth F. Baker: „Sexual Theories of Wilhelm Reich“, Journal of Orgonomy, Vol. 20, November 1986, S. 191). Im Alltag spürt der Gesunde bei jeder Ausatmung eine angenehme Sensation in seinem Genital (Der Krebs, Fischer TB, S. 298). Reich behauptete dies von sich selbst (Baker: „My Eleven Years with Wilhelm Reich“, Journal of Orgonomy, Vol. 10, November 1976).

Atembremsung und orgastische Potenz bedingen sich wechselseitig (Reich: „On the Historical Developement of Orgonomic Functionalism“, Orgone Energy Bulletin, Vol. 2, April 1950, S. 54-62). Deshalb ist die Atemsperre der somatische Grundmechanismus der Neurose, an dem die Orgontherapie ansetzt.

Wie bereits angedeutet gehört zur Atemsperre zentral ein Zwerchfellspasmus. Das Zwerchfell bleibt ständig gesenkt, so daß es nie zu einer vollständigen Ausatmung kommt. Bei der orgontherapeutischen Befreiung des Zwerchfells beginnt sich, vorausgesetzt die über ihm liegenden Segmente sind bereits entpanzert, der Orgasmusreflex herauszuschälen, wenn auch in verzerrter Weise, da das Becken noch unbeweglich bleibt und am Reflex nicht teilhat, während sich der Oberkörper bereits mit jeder Exspiration nach vorn bewegt (Max M. Hughes: „Loosening of the Diaphragmatic Segment“, Journal of Orgonomy, Vol. 2, November 1968, S. 182).

Neben dem chronisch vor Angst kontrahierten Zwerchfell, das sich ausnahmslos bei allen Neurotikern in diesem Zustand befindet, ist auch die Bauchmuskulatur chronisch zusammengezogen (Herskowitz: „Human Armoring: An Introduction to Psychiatric Orgone Therapy“, Annals of the Institute of Orgonomic Science, Vol. 4, September 1987, S. 85f).

In den 1930er Jahren konnten sowohl Reich als auch der Neuroanatom Harold Saxton Burr das bioenergetische Feld des Menschen nachweisen. Dieses Feld wird vom Solar Plexus, dem bio-energetischen Zentrum des Organismus generiert. Entsprechend läßt sich die organismische Energie nicht auf die Verbrennung von Sauerstoff reduzieren.

Reich beschreibt den „Energiegenerator“ in seinem Buch über die bio-elektrischen Experimente. Leider ist Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst gegenwärtig vergriffen

Bei diesen Versuchen stellte er fest, daß das bio-elektrische Potential absinkt, wenn man auf den oberen Bauch drückt, wo sich der Solar Plexus befindet.

Das gleiche ist der Fall, wenn man den Patienten wie zum Stuhl pressen oder ganz tief einatmen läßt. (…) Atmet die Versuchsperson aus, so steigt das Potential langsam wieder auf die ursprüngliche Höhe. (…) Bei der Einatmung wird das Zwerchfell gesenkt und drückt auf die unterhalb gelegenen Organe. Die Bauchhöhle verengt sich, während sich der Brustraum erweitert. Bei der Ausatmung geht umgekehrt mit der Verengung des Brustraums eine Erweiterung des Bauchraums einher. Eine zweite Erscheinung weist in die gleiche Richtung. Atmet man tief ein, dann vergeht jede etwa vorhandene vegetative Strömungsempfindung im Bauchraum. Hingegen stellt sich bei tiefem Ausatmen im Oberbauch und im unteren Teil der Brust ein der Angst bzw. der Lust ähnliches Empfinden ein. (Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst, S. 122f)

Später konnte Reich zeigen, daß sich Gummistücke, die man auf den Bauch und andere Körperteile einer Versuchsperson legt, elektrostatisch desto besser aufladen, je freier die Atmung ist.

Läßt man Versuchspersonen, die schlecht reagieren, gut durchatmen, dann gelingt gelegentlich die Reaktion. Versuchspersonen mit starker vegetativer Erregbarkeit geben Reaktionen rasch und stark. (Drei Versuche mit Gummi am statischen Elektroskop, Oslo 1939)

Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

19. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Howard J. Chavis: Medizinische Orgontherapie (Teil 3)

acologo

Der Dalai Lama im Dschungelcamp

3. Februar 2014

Der mechanistische Geist steht, schaut er in die Welt, einem vollständigen Chaos gegenüber, da er unfähig ist, gemeinsame Funktionsprinzipien (CFPs, Common Functioning Principles) zu sehen. Was ist das CFP unserer Kultur? Der brave „Reichianer“ wird jetzt vielleicht sagen: „Die Panzerung!“ Nun, das ist kein Funktionalismus, sondern kurzschlüssiger und abstrakter Mystizismus! Die Antwort ist nämlich viel zu unspezifisch und bietet kaum einen Ansatz, um irgendetwas praktisch zu verändern. Es ist bloße „Wahrheitskrämerei“!

Das tatsächliche CFP unserer gegenwärtigen Kultur läßt sich wie folgt ausdrücken:

transemse

Diese heterogene Funktionsgleichung erklärt sowohl die mechanistische als auch die mystische Seite unserer aktuellen Kultur.

Beispielsweise fragte die BILD-Zeitung angesichts der Ekelorgien im „Dschungelcamp“ einen Zoologen von der Uni Duisburg-Essen, was denn der Wurm fühle, wenn er auf dem Teller landet und dann zerkaut wird. Die „wissenschaftliche“ Antwort: „Er steht ungern im Rampenlicht. Aber Angst hat so ein Wurm nicht.“ Lande er im feuchten und dunklen Mund, sei er „für eine Sekunde (…) im Paradies – bevor er zermalmt wird“.

Auffällig bei allen derartigen Äußerungen ist stets, daß Emotionen (in diesem Fall Angst) geleugnet und stattdessen Sensationen (Signal: „Licht“, Reaktion: „Flucht ins Dunkle, wo es feucht und warm ist“) in den Vordergrund geschoben werden. Daß Lust (bioenergetische Expansion) und Angst (bioenergetische Kontraktion) die fundamentalsten Eigenschaften alles Lebendigen sind, die unmittelbar beobachtet werden können, wie Reich in den 1930er Jahren mit seinen bio-elektrischen und Bion-Experimenten zeigte, ist diesen Wissenschaftlern vollkommen unzugänglich. Für sie sind Würmer nichts anderes als eine Art „Bioroboter“, die ohne Innenleben („Qualität“) auf äußere Reize („Quantität“) reagieren. „Angst“ ist für diese Wissenschaftler ein Phänomen, das erst bei hochentwickelten Organismen mit Ansätzen von Bewußtsein auftritt.

Dieser Sicht liegt eine noch fundamentalere Transformation zugrunde, als die oben dargestellte:

transerwa

Jedwede bioenergetische Erregung kann sich nicht entwickeln, sondern wird sofort in Wahrnehmung überführt, die entsprechend ein schizophrenes (oder „schizoides“) Eigenleben führt. Schließlich spielt sich alles nur noch im Kopf ab. Wir alle kennen das „wissenschaftliche“ Diktum, daß das Gehirn das einzige „erogene Organ“ sei. Der Mensch als Maschine mit einem „Geist“. Das, die Rolle des „Bewußtseins“, ist das mystische Element, das sich zwangsläufig in ihre mechanistische Weltsicht einschleicht.

In dieser Kultur gibt es keinen Platz für Emotionen (und damit keinen Platz für die Orgonomie!). Das, was an Emotionen in jedem Menschen vorhanden ist, wird sofort in Sensation transformiert. Das wird jedem Biologen, Psychologen, Soziologen von vornherein als „wissenschaftliche Herangehensweise“ eingetrichtert. Überhaupt wird jedwede bioenergetische Erregung unmittelbar in Wahrnehmung überführt, was zu deren Eigenleben führt. Diese Menschen haben keinen Wurm mit seiner lebendigen Ausdruckssprache vor sich, die man unmittelbar nachempfinden kann, sondern ein abstraktes Konstrukt. Das sehende Auge schwebt über einer toten mechanischen Welt.

Exakt die gleiche bioenergetische Tiefenstruktur findet sich im mystischen Pendant zum allgegenwärtigen Mechanismus:

Die Orgonomie ist der Todfeind jedweder Art von Mystizismus, insbesondere, wenn er sich organisiert, um die freie Entfaltung des Lebendigen zu hintertreiben (Emotionelle Pest). Ein Beispiel für den in den Massen schlummernden Faschismus (Mystizismus ist untrennbar mit Sadismus verbunden) ist die „Heil-Begeisterung“ für den Dalai Lama.

Beispielsweise hat sich der Stern in den letzten Jahren mit enthemmtem Pathos hervorgetan:

Er [der Dalai Lama] ist der Ozean der Weisheit und das wunscherfüllende Juwel. Er ist der verlorene König und der Seelenretter des Westens. Er ist Tibets menschgewordener Gott und die größte Sehnsuchtsleinwand für Sinnsüchtige. Wie ein Gott vertrieben wurde, wie er auszog, sein Land zu befreien, und dabei die Welt das Glücklichsein lehrte.

Bei Empfängen für den Gottkönig werden in der deutschen Hauptstadt tausende Tibetfahnen gehißt. Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen in ganz Deutschland auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets. Es gibt keinen einzigen kritischen Presseartikel zum Siegeszug des „Gelben Papstes“, dem Europa wie eine reife Frucht in die Hand fällt, wenn dieses sich nicht gegen Saharasia verteidigt. Man lese dazu auch das Essay der Trimonis Der Eskapismus der Gutmenschen und besuche ihre Website www.trimondi.de.

Und was ist die großartige Botschaft seiner Heiligkeit? Sei authentisch, akzeptiere den anderen, übe Vergebung, das Streben nach Glück ist das wichtigste im Leben, etc.pp. Kein vernünftiger Mensch kann etwas gegen diese Allgemeinplätze sagen. Es sollte uns eher zu denken geben, daß der „Ozean der Weisheit“ praktisch nur solche austauschbaren Allgemeinplätze absondert.

Besonders gruselig wird es, wenn der Dalai Lama mit Quantenphysikern diskutiert („Blablablablablablabla“). Eine wissenschaftliche Koryphäe wie Stalin, Hitler, Mao und Ceausescu! Von der psychiatrischen Fachzeitschrift DNP – Der Neurologe & Psychiater wurde der Gelbe Papst im Oktober 2005 sogar zum „Mann des Monats“ erklärt. Er sei für seine „Schwäche für Neurotransmitter, synaptische Verschaltungen und Kernspintomographie“ bekannt! Beispielsweise habe sich seine Heiligkeit in der Eidgenössischen Technischen Hochschule, Zürich das Podium eines Symposiums zum Thema „Furcht und Angst“ mit „namhaften Wissenschaftlern“ geteilt.

In diesem Zusammenhang hat die DNP Sensationelles zu berichten: einer US-Studie aus dem Jahre 2004 zufolge haben tibetische Mönche, die der Dalai Lama ermutigt hatte, an dieser Untersuchung teilzunehmen, während der Meditation (und weniger ausgeprägt auch im Ausgangszustand!) im EEG eine „Gammaaktivität“ von einem Ausmaß gezeigt, das nie zuvor in einem „nichtpathologischen Kontext“ gemessen wurde. Daß das „Gammaband“ mit Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Lernen und bewußter Wahrnehmung in Verbindung gebracht wird – paßt zu unserer Analyse des bioenergetischen Hintergrundes des Buddhismus: die pathologische Transformation von Erregung in Wahrnehmung.

Auf insistieren des Dalai Lamas wurde dieser Zusammenhang vor kurzem erneut nachgewiesen. Maria Kozhevnikov, eine Neurowissenschaftlerin an der George Mason University in Fairfax, Virginia konnte zeigen, daß eine bestimmte Art der Meditation, bei der ein detailliertes mentales Bild der Gottheit geschaffen und erhalten wird, die visuelle Erinnerungsfähigkeit verstärkt. Wenn auch nur vorübergehend. Der Dalai Lama hatte dieses Forschungsprojekt angeregt, als er 2003 an einer neurowissenschaftlichen Konferenz am Massachusetts Institute of Technology teilgenommen hatte.

Die Transformation von Emotion in Sensation erklärt, warum die „Weisheiten“ des Dalai Lamas und sein Lächeln so… – so leer sind. Sie erklärt auch, warum er heutzutage so beliebt ist.

Meinen Buddhismus-Artikel habe ich mit vollem Recht nach Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus benannt. Die Emotionelle Pest etwa im Islam zu durchschauen ist einfach. Beim Buddhismus bedarf es einer tiefergehenden funktionellen Analyse.