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Kosmische Überlagerung und konvergente Evolution

2. November 2026

Ich möchte zwei Dinge anführen, die zunächst wenig zu verbinden scheint:

1. Ein ungemeines Problem für die Evolutionstheorie ist die unabhängige parallele Entwicklung von fast identischen hochkomplizierten Organen in so weit entfernten Gattungen wie Haien, Wassersauriern, Walen oder Flugsaueriern, Vögeln und Fledermäusen, etc. Man denke auch an die sich so ähnelnden Augen beim Menschen und beim – Tintenfisch! All die unzähligen konvergenten Entwicklungen wurden bislang mit der gleichen Umwelt erklärt, denen sich die Organismen anpassen mußten. Aber wieso ist es dann immer zu den gleichen Lösungen der Problemstellung gekommen? Die verheerendste Erfahrung wird die jetzige Evolutionstheorie wohl machen, wenn sie mit extraterrestrischen Organismen konfrontiert sein wird.

2. Neben der Auffassung Erbinformationen würden durch Gene über die Generationen hinweg weitergetragen, gibt es die Theorie des „morphogenetischen Feldes“, wie sie von Rupert Sheldrake in seinem Buch Das schöpferische Universum (München 1983) dargelegt wird. Danach entspricht jedem Organismus ein Feld, das für seine Struktur verantwortlich ist und das durch „morphische Resonanz“ weitergetragen wird. Vergangene Systeme beeinflussen die Gestaltbildung folgender ähnlicher Systeme durch einen Mitschwingungseffekt über Raum und Zeit hinweg, wobei die formbildenden Felder erworbene Informationen weitertragen. Die Theorie hat mehr für sich, als der skeptische Blick zunächst zu akzeptieren willig ist.

In Die kosmische Überlagerung führt Reich die in der Tierwelt auffällig dominierende „Bohnenform“, das „Orgonom“, auf die Kreiselwellen-Bewegung der kosmischen Orgonenergie zurück. Es ist schlichtweg Unsinn zu glauben, daß die vom Embryo über das Ohr bis zur Niere wirklich alles bestimmende Bohnenform, die sich dergestalt nicht nur beim Menschen, sondern bei schlichtweg allen Tieren findet, irgendetwas mit Genen zu tun haben sollte. Würden die alles bestimmen, wäre die Tierwelt ein Horrorkabinett, wie wir es bei menschengemachten Robotern vorfinden. Was praktisch ist, setzt sich durch! Vielmehr scheint es in der Natur einen alles durchdringenden „morphogenetischen Faktor“ zu geben, der die in Punkt 1 beschriebenen konvergenten Entwicklungen erklären würde, ohne auf Sheldrakes mystische „Wirkstrukturen“ zurückgreifen zu müssen, die mehr an Platonistische oder Aristotelische Naturphilosophie erinnern als an Naturwissenschaft.