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Das Weltgeschehen, die Medien und Modju (Teil 8)

20. August 2019

von Paul Mathews, M.A., M.A.C.O.

 

F. Welche Techniken oder Hinweise gibt es, um Medienverstöße festzustellen?

A. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns daran erinnern, dass es sich um die emotionale Pest handelt, und um Medienverstöße funktional zu beurteilen, müssen wir in Begriffen des Wesens und der Techniken der emotionalen Pest denken, wie sie von Reich, Baker, mir selbst und anderen skizziert wurden. Medienleute tun Dinge aus verschiedenen Gründen, einige aufgrund von emotionaler Pest, andere nicht. Zum Beispiel möchten sie vielleicht etwas verkaufen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder viel Geld zu verdienen. Sie mögen sich bemühen, einen Journalistenpreis zu gewinnen, sich einen Namen zu machen und Ruhm, Vermögen und Einfluss zu erlangen. Sie können mehr oder weniger Gesunde sein oder einfache Neurotiker. Andere mögen ihre Arbeit, die Aufregung, die Aktivität, die Kreativität genießen – und ernsthaft, verantwortungsbewusst und kontaktfreudig auftreten. Sie wären gesund. Die dritte Gruppe sind menschenverachtende, machtgetriebene Hasser des Lebens und der genitalen Liebe und der Freiheit, und bewusst oder unbewusst, subversiv. Diese Gruppe würde aus emotionalen Pestcharakteren bzw. den „Modjus im Journalismus“ bestehen, wie Reich sie nannte. Ich zitiere (14):

Ein einfacher Neurotiker ist derjenige, der unter der Beeinträchtigung seines emotionalen Gleichgewichts und seiner Funktionsfähigkeit leidet und der STILL leidet. Der pestilente Charakter ist derjenige, der sein eigenes Leiden nutzt, um andere zu zerstören, die ein besseres Schicksal im Leben hatten. Das heißt, Modju ist ein schwerer Neurotiker, der auf desaströser Weise seine Neurose in der sozialen Szene auslebt. Und hier gibt es überhaupt keinen Unterschied zwischen dem Gefreiten und dem General in Modjus Armee.

Das Obige ist der Kern des Problems, obwohl es Reichs Besorgnis über Medienleute zum Ausdruck bringt, die seine Arbeit diffamieren. Indem wir die allgemeinen Techniken der emotionalen Pest bestimmen, können wir die Permutationen und Kombinationen dieser Technik besser wahrnehmen, die auf verschiedene Bereiche einschließlich des Journalismus angewendet werden, und auch wie und warum Massen von ansonsten anständigen Menschen verführt und benutzt werden. Um noch einmal Reich zu zitieren (14): „Das Problem ist nicht, wie und warum Modju als no-see-em7 agiert und immer wieder sticht, sondern wie es dazu kommt, dass die ganze Welt an den Rand einer Katastrophe getrieben werden kann, wie Mitte dieses Jahrhunderts, durch einen Plagegeist von no-see-em als speziellem Typus deformierter lebender Materie.“

Um es noch einmal zu sagen, die Techniken der Medienverstöße sind lediglich Anwendungen der Techniken der emotionalen Pest: fair erscheinen, um unfairer zu sein, ein Vortäuschen humaner Beweggründe, selektive Anordnung von Informationen um das Pestmotiv hervorzuheben, geschicktes Einwerfen von Spott, absichtliches provozieren, um das Opfer in ein schlechtes Licht zu rücken, Schuld und Angst hervorzurufen, eine „Verschwörung des Schweigens“ zu fördern, bewusste Unwahrheiten zu erzählen, die, auch wenn sie zurückgezogen werden, ein Stigma hinterlassen, und viele andere Techniken.

 

Anmerkungen

7 Ein Begriff, der von Einheimischen des ländlichen Maine für winzige stechende Insekten verwendet wird, die mit bloßem Auge nicht gesehen werden können. Der Begriff wurde von Reich übernommen, um bestimmte journalistische Modjus zu beschreiben.

 

Literatur

14. Reich, W.: „Modju at Work in Journalism“, Orgone Energy Bulletin, 5:85-89, 1953.

 

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Charles Konia.
Journal of Orgonomy, Jahrgang 14 (1980), Nr. 2, S. 211-222.
Übersetzt von Robert (Berlin)