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Warum Reich Marx als obsolet betrachtete (Teil 3)

30. Juni 2014

Ich kann es einfach nicht lassen – hier schon wieder das Interview mit dem KGB-Offizier Yuri Bezmeno:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=uw178kV02_I%5D

Und hier ein Artikel, der Bezmenos Ausführungen denkbar kurz zusammenfaßt und auf die Gegenwart hin ausweitet: Droht den USA eine Invasion? Ziemlich abwegig, was dort prognostiziert wurde, aber eine logische Folge der Unterminierungsarbeit der sowjetischen Einflußagenten, die Bezmeno beschreibt. Er war einer von ihnen.

Was Deutschland betrifft verlohnt es sich Bettina Röhls Kolumnen zu lesen, etwa die über den Sarrazin-Skandal, der zeigt, daß wir in der Tat bereits im 4. Reich leben: freie Meinungsäußerung ist illegal, alles was nicht der rotgrünen Parteilinie folgt wird erbarmungslos niedergeknüppelt. Lauter widerliche kleine Freislers. Man lese Röhls Essay Thilo Sarrazin und die Heuchel-Gesellschaft.

Bettina Röhl ist die Tochter Ulrike Meinhofs. In ihrem Buch So macht Kommunismus Spaß beschreibt Röhl, eingebettet in ihre Familiengeschichte, wie die Sowjetunion den Westen systematisch ausgehöhlt hat.

Sie beschreibt die Geschichte der Zeitschrift konkret und deren Steuerung durch die verbotene KPD. Diese systematische Infiltration der „kritischen Öffentlichkeit“ durch die Kommunisten, die beispielsweise durch den obligatorischen antikommunistischen Artikel in jeder konkret-Nummer verschleiert wurde, hat „1968“ erst möglich gemacht.

Die Zersetzung wirkt bis heute fort, hat das soziale Gefüge zerstört und die gegenwärtige Islamisierung Europas ermöglicht. Der Erfolg macht ähnlich schwindelerregend wie die bevorstehende Eroberung der USA durch Rußland, China und Mexiko: man kann mit einiger Sicherheit davon ausgehen, daß Deutschland in wenigen Jahren von der SED regiert wird! Außerdem wird dieses „Deutschland“ kaum noch von indigenen Deutschen bewohnt sein. Wie Sarrazin sagt: Deutschland steht das Schicksal des ur-serbischen Kosovo bevor, der von den Albanern mittels ihrer hohen Geburtenrate erobert wurde.

Einer der „antiautoritären“ Führer von „68“, Daniel Cohn-Bendit, gab folgenden Kommentar zu Sarrazin ab: „verwirrt, dieser Mensch ist verwirrt“. Am Ende des Interviews argumentierte Cohn-Bendit, daß es erstens keine Parallelgesellschaft gäbe, zweitens die existierenden Parallelgesellschaften etwas Gutes seien und drittens, daß wir für die Existenz der (offenbar doch schlechten) Parallelgesellschaften selbst verantwortlich seien. So gehört im Deutschlandfunk am 07.10.09. Dieses hirnzersetzende „Denken“ ist das quasi offizielle Denken der EUdSSR! Wer nicht so „denkt“ ist „verwirrt“!

Anzufügen wäre, daß vor diesem Hintergrund auch die damalige Reich-Renaissance zu sehen ist: da man mit dem drögen Ökonomismus von Marx niemanden mobilisieren konnte, wurde Reich für die Verbreitung des Roten Faschismus instrumentalisiert.

Im ZDF-Nachtstudio („Die 68er – Sind sie an allem Schuld?“) vom 27.4.2004 erinnerte sich der Zeitzeuge und bekennende Marxist Bernd Lunkewitz:

Es hat damals sehr viele Ansätze aus allen möglichen Richtungen gegeben. Also, wenn man sagt, Wiederentdeckung von Literatur: wir haben in den 68gern ganz früh, ab 66 schon, also Wilhelm Reich gelesen. Massenpsychologie, Die Funktion des Orgasmus und alle solche Dinger. Also es gab diese hedonistische Seite. [Einwurf: Es wurde wichtiger als Marx – zum Teil.] Ne, das wurde es also mit Sicherheit nicht. [Allgemeine Erheiterung.] Also vielleicht für einige, aber – also alle imgrunde haben das gelesen, aber dann haben sich also viele wegentwickelt und tatsächlich zu Marx hin entwickelt.

Von jeher wird Reich als Wegbereiter sowohl für den Roten Faschismus (Marxismus) als auch für den Schwarzen Faschismus (angebliche „Spiritualität“) mißbraucht. Beides hat man beispielsweise anhand der „Wilhelm-Reich-Zeitschrift“ emotion verfolgen können:

Parasiten!

9. September 2013

Ich werde häufig (gut, ab und an) gefragt, wie es denn angehen könne, daß sich die Orgonomie gesellschaftspolitisch um 180° hat drehen können, von KPDlern damals zu AfDlern heute.

Zu Reichs Zeiten, also Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre, galt in der Linken: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ Die Reichen, die Kapitalisten, die von ihrer „Rente“ lebten, d.h. von den Arbeitserträgen anderer, wurden als Parasiten betrachtet und entsprechend behandelt. Ilse Ollendorff berichtet:

[Reichs] Einstellung hinsichtlich finanzieller Unterstützungen war in den späten zwanziger Jahren stark von seinem militanten Sozialismus beeinflußt. Jeder mußte arbeiten, um sich selbst zu erhalten. Bürgerliches Parasitentum war für ihn verächtlich. Nach der großen finanziellen Krise im Jahre 1929 wurde er von Verwandten ersucht, eine ziemlich bescheidene Summe monatlich zur Unterstützung seiner Großmutter beizusteuern. Sie hatte ihr gesamtes Einkommen aus Dividenden, von denen sie bis dahin hatte gut leben können, verloren. Man berichtete mir, daß er jede Hilfe mit der Rechtfertigung verweigerte, daß Großmutter ihr ganzes Leben nie gearbeitet und nur von der Arbeit anderer gelebt hätte, so daß es nur gerecht sei, wenn sie jetzt ins Armenhaus gehen müsse. Er wäre andererseits gern bereit, die alte Köchin Sascha zu unterstützen, sollte sie einmal Hilfe benötigen. (Ollendorff: Wilhelm Reich, München 1975, S. 34f)

Diametral entgegengesetzt sieht es heute aus. Das Nichtarbeiten und „Rentieren“ ist zu dem linken Ideal geworden. Jene Linken, die „arbeiten“, „arbeiten“ beim Staat. Die Beamtenschaft ist heute fast durchgehend rot-grün. Überspitzt gesagt, kann man sagen, daß die Schwarzen für die Roten arbeiten: die Beschäftigten in der freien Wirtschaft für die Staatsbediensteten und andere Blutsauger.

Damals glaubten Reich und seine Genossen, daß, wenn man die unproduktiven reichen Parasiten beseitigen würde, es zu einem ungeheuerlichen Produktivitätsschub käme, der die soziale Frage gegenstandslos mache. Das war natürlich Unsinn, da der Unternehmer selbst Mehrwert erwirtschaftet und in seiner Funktion schlichtweg unersetzbar ist. Siehe dazu Der biologische Rechenfehler in der Marxschen Mehrwertlehre.

Ganz anders sieht es heute aus: die heutigen Parasiten sind wirklich Parasiten. Entsprechend vermehren sie sich auch wie die Pest, indem sie so viele weitere Parasiten ins Land holen, wie nur irgend möglich. Die Leittragenden sind die Arbeiter, die wirklich politisch Verfolgten und jene, die aufgrund von Behinderungen wirklich vom Sozialstaat abhängig sind.

Die Orgonomie hat stets die Interessen der produktiv Arbeitenden vertreten. Sie war stets Feind derer, die nicht arbeiten wollen und auf Kosten der Arbeitenden und jener leben, die aufgrund von Behinderungen nicht arbeiten können.

Hinzu kommen die Lügen und die Manipulation, die früher Domäne der Rechten waren, etwa die Dolchstoßlegende und die skandalöse „Klassenjustiz“. Heute ist das fast ausschließlich eine Domäne der Linken. Man denke etwa an die dreiste Behauptung, Deutschland sei ein Einwanderungsland. Was ist das für ein „Einwanderungsland“, in dem die angeblichen „Einwanderer“ überdurchschnittlich arbeitslos sind und von Sozialtransfers leben?! Was ist das für ein Einwanderungsland, das überwiegend Leute ohne Sprachkenntnisse, ohne dringend benötigte Spezialkenntnisse und gar Analphabeten und Kranke ins Land läßt? Dazu noch Leute, die dieses Land offensichtlich hassen.

Das ganze ist an Absurdität nicht zu überbieten. Aus dieser Politik spricht ein abgrundtiefer Haß und eine abgrundtiefe Verachtung für jene, die den Wohlstand in diesem Land erarbeitet haben. Woher kommt dieser Haß?

Es ist der Haß jener, die im Wohlstand aufgewachsen sind, denen ständig Puderzucker in den Arsch geblasen wurde, und die entsprechend entsetzt sind, wenn die Zumutungen des Lebens vor sie treten. Sie reagieren wie Parasiten, die aus ihrem Wirtsorganismus herausgerissen werden. Sie rebellieren gegen ihn, d.h. gegen die eigenen Eltern, den Staat, das „kapitalistische Schweinesystem“, und sie solidarisieren sich mit „allen anderen Zukurzgekommenen“, fühlen sie sich doch selbst wie die „Enterbten dieser Erde“ und fordern allen Ernstes das „bedingungslose Grundeinkommen“. Sie wollen für ihre bloße Existenz bezahlt werden!

Das einzige Erwerbsleben, das ihnen lebenswert erscheint, ist das des rundumversorgten Staatsdieners. Und wenn sie nicht selbst an die Mutterbrust zurück können, dann tun sie zumindest alles, um die „Sache des Sozialismus“ zu fördern.

Im Prinzip sind es die gleichen Leute wie einst Reichs Oma Roninger! Arbeitsscheue Parasiten, denen es nie an irgendetwas gemangelt hat und die wirklich alles tun, um ihre parasitäre Existenz ad infinitum fortzuführen: „Arbeit ist Scheiße!“ Das sagt schon ihr Gehabe, – die vollständige Diskrepanz zwischen der rebellischen Attitüde und den gesellschaftlichen Verhältnissen. Je permissiver die Gesellschaft wird (sogar die Rechtsschreibung wurde auf Idiotenniveau abgesenkt!), desto stärker wird der anti-autoritäre Impuls.

Hier ein beliebiger Schnappschuß vom Aufstand der Parasiten gegen das arbeitende Volk (die „Spießer“ und „Faschos“), das schüchtern seine Meinung zu sagen wagt:

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