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Kann Peter für die Orgonomie sprechen? (Teil 2: Henning van Brokenkröt [Teil 3])

25. Oktober 2019

Vorbemerkung: Dies ist eine fiktive Satire. Jede Ähnlichkeit mit Zeitgenossen wäre rein zufällig. Die beiden ersten Teile („Ein zorniger Brief über „Reichianische“ Therapeuten“ und „Ein Brief an Henning van Brokenkröt über das von ihm entwickelte Orgongerät“ finden sich hier.

Der umtriebige Henning van Brokenkröt versucht zunehmend das Gesicht der „Wilhelm-Reich-Bewegung“ in Deutschland zu werden. Ich denke da etwa an diverse Interviews, die im Internet kursieren – nun gut, mit Klickzahlen, die sich an einer Hand abzählen lassen… Der Inhalt soll uns hier nicht weiter interessieren, wichtiger ist das Wie. Wie ich an anderer Stelle und in einem ganz anderen Zusammenhang ausgeführt habe, ist das pausenlose und (soweit das physiologisch überhaupt möglich ist „blinkfreie“) Anstarren des Gegenübers eine sehr effektive Art und Weise der Hypnose und gleichzeitigen Selbsthypnose. Der direkte und frontale Blick in die Augen ist für Primaten extrem stressig. Beispielsweise ist es ein todessicherer Weg Gorillas oder Schimpansen extrem aggressiv zu machen. Diese über viele Minuten, vielleicht sogar über Stunden auszuhalten, ist prinzipiell nur möglich, wenn es zu einer Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung kommt. Man selbst und das angestarrte Gegenüber „geht weg“. In einem „orgonomischen“ Zusammenhang kann diese Praxis sogar als „kontaktvoll“ verkauft werden, da ein intimerer Kontakt abgesehen von direkten Körperberührungen tatsächlich kaum vorstellbar ist. Und genau diese okulare Panzerung induzierende bzw. aufrechterhaltende Praxis übt Brokenkröt bei seinen „Interviews“ aus. Selten habe ich eine derartige Erstarrung bei einem Menschen gesehen, der ständig von „Lösung des Erstarrten“ spricht. Überhaupt dieses ewige Gelaber vom „bioenergetischen Bauchempfinden“… Das gesamte „Reichianische“ und pseudo-orgonomische Oeuvre weltweit kommt „tief“ daher, in Wirklichkeit ist das aber durchweg nichts anderes als oberflächlichster Moralismus und Psychologismus, der nichts, aber auch rein gar nichts, mit der Orgonenergie zu tun hat!

Im übrigen geriert sich Brokenkröt mittlerweile als eine Art „Kollege“ von mir, indem er an die „werten Interessenten“ seines „Wilhelm Reich Instituts“ regelmäßig eine streng vertrauliche Zeitschrift verschickt (Auflage 7 Exemplare), die mir bis heute einer seiner Vertrauensleute postwendend zur Verfügung stellt. In diesen photokopierten Rundbriefen geht es neben seinem Therapieansatz und dem „Orgonapp Booster“ insbesondere um – mich.

Erst einmal ist es nicht zu rechtfertigen, den Namen „Wilhelm Reich“ zu benutzen, um á la Brokenkröt etwas zu präsentieren, was weniger ist als Orgonomie. Es ist doch offensichtlich absurd, etwas „nur“ als „Wilhelm Reich-Sache“ zu betrachten. Jeder kann tun und lassen, was er will, aber niemand hat das Recht, dazu den Namen anderer Menschen zu mißbrauchen. Reich wollte, daß sein Name für die Orgasmustheorie und die Entdeckung der kosmischen Orgonenergie steht. Heute wird er von Leuten verwandt, die genau mit diesen Grundlagen der Orgonomie ein Problem haben – und deshalb den Begriff „Orgonomie“ tunlichst vermeiden.

Brokenkröts Ausführungen über Therapie sind, wie zu erwarten war, absolut verheerend. Beispielsweise beschreibt er das „Training des Orgamusreflexes“ (sic!) so, daß der Kopf beim Ausatmen nach vorne geht, statt nach hinten. Ich habe das mit dem Kopf beim Lesen gemacht und konnte stundenlang nicht mehr richtig atmen und war wirklich biophysisch desorientiert. Noch jetzt bin ich durcheinander, wenn ich dran denke. Und das von einem Therapeuten! Man stelle sich mal vor, wie der seine „Patienten“ beeinflußt: das ist so, als wenn ich mit meinen rostigen Hobbywerkzeugen in der Freizeit Chirurgie betriebe und dann noch Artikel über das Entfernen von Blinddärmen veröffentlichte. Oder etwa die Sache mit dem Mobilisierung des Brustsegments: es ist genauso typisch für Laientherapeuten wie absolut verheerend hier mit Gewalt und Nachdruck vorzugehen. Es hat eine Funktion, wenn Menschen nicht atmen! Hier mit körperlicher Gewalt vorzugehen, kann zum Zusammenbruch führen oder paradoxerweise die Blockade noch weiter verstärken und sogar unaufhebbar machen. Ich kann immer mehr nachvollziehen, wie es Rudolf in der „Therapie“ mit Brokenkröt ergangen sein muß.

Im Zentrum steht eine eingehende Beschreibung von Brokenkröts frei erfundener Orgontherapie bei einem Orgonomen in Portugal, der ihn orgastisch potent gemacht habe. Dazu gehören etwa der Fahrten mit dem Thalys und Aufenthalte, in den Spitzenhotels von Lissabon, alles bis ins kleinste Detail beschrieben – und, wie gesagt, frei erfunden. Neben diesen Romanfragmenten sind Brokenkröts Elaborate von überwertigen Ideen bestimmt: wie gesagt „Peter Nasselstein“ (ein genauso verachtenswertes wie böses „Kind eines Hafenarbeiters“) aber auch Portugiesen im Vergleich zu Deutschen, die Schönheiten Lissabons, Videobotschaften von Swami Durcheinanda und Musikvideos von Xavier Naidoo (siehe z.B. das Video unten, das mich am Geisteszustand von allen Xavier-Naidoo-Fans zweifeln läßt), eine abgrundtiefe Verachtung für die Arbeiterklasse, die er schlichtweg mit dem Faschismus gleichsetzt, eine „private Liebesgeschichte“ um eine „süße Araberin“ und seinen Rivalen, einen bitterbösen Beamten des Ordnungsamtes, Brokenkröt beim Einkaufen und wie die Leute in Aachen auf ihn, diese Verkörperung kontaktvoller, genitaler Gesundheit, reagieren; finstere Machinationen gegen ihn, geplante Gerichtsprozesse, die er gegen meine Wenigkeit angestrengt habe, Ausbrüche unbändiger Freude, wenn ihm mal wieder etwas geglückt ist, das ihm seinen Traum näherbringt, mit Hilfe der Orgonomie reich und berühmt zu werden und überhaupt Zeugs wie, daß man in Zusammenhang mit seiner „Love Story“ mit der arabischen Schönheit versuche in Aachen allen Ernstes über den Umfang seiner Einkäufe im Biosupermarkt zu eruieren, über wieviel Geldmittel er verfüge, da man „eine solche Dame“ auch ernähren müsse. Seine „Informationen“ über mich und andere, schöpfte er aus einem Telefonat mit einem ebenfalls selbsternannten „Orgonomisten“, der sich nunmehr daranmacht „Orgongeräte“ im großen Stil zu produzieren. Brokenkröt will mit ihm zusammen den „arabischen Markt“ erschließen und sucht Kooperationspartner, die ihm helfen seinen „Orgonapp Booster“ zu promoten. Er sieht sich als einziger Vertreter einer wirklich „originalen Reich-Körpertherapie“ (sic!) und als großen Forscher.

Seine frühpubertär anmutenden Geschichten über seine „arabische Dame“ und daß „es“ bald passieren werde, mündeten in einem Gerichtsverfahren, bei dem sich Brokenkröt weigerte sich einer vom Gericht angeordneten psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen. Es wurde also nach „Aktenlage“, d.h. aufgrund seiner Liebesbriefe und der bombastischen Blumengebinde, die er an den städtischen Arbeitsplatz der über alle Maßen Angebeteten geschickt hatte, eine Diagnose gestellt. Seitdem sind alle Psychiater Quacksalber und die Psychiatrie eine Pseudowissenschaft! Das sind die Verfolgungen, die er als ausgesprochen attraktiv aussehender orgastisch Potenter ausgesetzt ist.

Er habe für viel Geld den Computer seines „Instituts“ vor Außenangriffen abschirmen müssen, um seine „Kontakte“ zu schützen. Ich nehme an vor dem Meisterhacker Peter Nasselstein, das Genie des Bösen. Oder, wie Brokenkröt sich ausdrückt, „der Abschaum der Menschheit“. Aus Rache für imaginierte „Nachstellungen“ will er mich vor Gericht zerren. Hinzu kommen haltlose Phantasien von Macht und Kontrolle durch einstweilige Verfügungen des Amtsgerichts Hamburg, das Brokenkröt über meine Machenschaften informieren werde. (Brokenkröt ahnt nicht, daß seine ständigen Kopfschmerzen, über die sein Lamentieren nicht aufhören will, daher rühren, daß Flo und ich heimlich Elektroden nach der Freiburger Methode in sein Gehirn pflanzen ließen, um seine Gedanken direkt an der Quelle anzuzapfen!)

Das ganze wird darauf hinauslaufen, daß Brokenkröt sich gegen die Orgonomie selbst wenden wird. Erste Anzeichen dieser gegen die Orgonomie gerichteten Vernichtungstendenz finden sich darin, daß er es gerne sähe, die Titel „Orgonomie“, insbesondere aber „medizinische Orgonomie“ rechtlich schützen zu lassen. Mit anderen Worten: Brokenkröt will eine Wissenschaft den Gesetzen des Markenrechts unterwerfen, also Wissenschaft verunmöglichen.

Das Schicksal der Orgonomie (Teil 4): Der Orgonenergie-Akkumulator als Durchlauferhitzer der Emotionellen Pest

7. Februar 2016

Obwohl meine Erfahrungen im Akkumulator positiv und angenehm waren, habe ich nie sonderlich nach dem konzentrierten Orgon „gehungert“. Ich kenne Menschen, die nach einiger Zeit der regelmäßigen ORAC-Benutzung einfach kein Bedürfnis mehr nach dem ORAC hatten und ihn allenfalls noch benutzten, wenn eine Erkältung in Anzug war. So stößt es mir unangenehm auf, wenn behauptet wird, daß nur der regelmäßige Gebrauch des ORAC den Menschen auf das ihm eigentümliche Energieniveau bringt und ihn dort hält. Demnach sei es „unsinnig, wollte man behaupten, daß man keinen Orgon-Akkumulator braucht, z.B. weil man ‚gesund‘ ist“. Das heißt doch nichts anderes, als das jeder Mensch einen ORAC benutzen sollte und daß es der Mensch in alle Zukunft tun sollte!

Man denke nur an all das DOR und ORANUR in unserer Umwelt. Je höher mein eigenes Orgonenergie-Niveau ist, desto stärker reagiere ich auf elektromagnetische und radioaktive Störquellen. Dies ist die unmittelbare Lehre aus Reichs ORANUR-Experiment. Je höher die Orgonladung durch Benutzung des ORAC wird, desto unangenehmer werden die Oranur- und DOR-Effekte. Worauf man natürlich antworten kann, daß genau diese erhöhe „Fühligkeit“ dazu befähigt ORANUR-Quellen zu erkennen und ihnen auszuweichen bzw. sie auszuschalten. Dies stimmt ohne Zweifel und würde langfristig zu einer gesellschaftlichen Veränderung führen, während wir ohne diesen Mechanismus in einen DOR-Sumpf versinken würden. Aber aus individueller Sicht, bei dieser Arbeitsmarktlage…

Und was die gesellschaftliche Veränderung aufgrund des steigenden Leidensdrucks angeht, wird sich dies wohl kaum in rationalen Bahnen bewegen. Hierzu ein Zitat von Jürgen Fischer, von dem das Argument mit den positiven Folgen der ORANUR-Fühligkeit stammt:

Der Faktor Vitalität spielt eine große Rolle. Sehr lebendige, junge Menschen, oder Personen, die längere Zeit einen Orgonakkumulator benutzt haben, reagieren auf DOR mit einem individuellen Oranur-Effekt. Sie werden aktiv, aggressiv d.h. sie reagieren mit gesteigerter Erregung. Wenn besonders vitale Menschen dem Oranur-Effekt ständig ausgesetzt sind, bildet sich aber auch in ihrem Organismus DOR. Das endet wie bei „normal neurotischen“ Menschen nicht in einer emotionellen Erstarrung, sondern die Erregung weicht einer emotionell aggressiven Grundhaltung, die Reich als emotionelle Pest bezeichnet hat. Die emotionelle Pest ist eine charakterlich aggressive, besonders aktive und destruktive Reaktion auf die Unterdrückung der Vitalität, die nur bei sehr lebendigen, energetisch starken Menschen auftritt. (Jürgen Fischer: Lebens-Energie aus der Atmosphäre, Orgon-Technik, Werbe-Broschüre, Worpswede, 1993)

Der pestilente Charakter leidet genau wie der neurotische Charakter unter einem abgestorbenen Inneren, einer inneren DOR-Stauung. Der Unterschied ist, daß der Pestkranke, dessen Hauptmerkmal eine unüberwindliche Beckenpanzerung ist, mit ORANUR-artiger Gewalt gegen diesen inneren DOR-Sumpf rebelliert. Er ist der sprichwörtliche „Ficker“.

Gäbe es das ORANUR-Phänomen nicht, dann wäre der ORAC tatsächlich eine vorläufige Lösung vieler biopathischer Probleme des gepanzerten Menschen, aber da der ORAC nichts weiter als eine „energetische Sammellinse“ ist, verstärkt er nur den Einfluß der Umwelt. Es ist schwer nachzuvollziehen, wenn Fischer die Auflistung von Gegenmaßnahmen gegen ORANUR und DOR in Innenräumen mit dem folgenden Satz abschließt: „Die beste Versorgung des Organismus mit lebendiger Energie geschieht jedoch mit dem Orgon-Akkumulator“ (ebd.).

Alternativen zum ORAC? Dazu möchte ich Fischers Meinung zu Neuentwicklungen zitieren:

In letzter Zeit sind viele Neu- und Eigenkonstruktionen unter dem Begriff „Orgon-Gerät“ auf den Markt gekommen. Ich glaube nicht, daß sie mit der Sorgfalt und dem weiten wissenschaftlichen Hintergrund entwickelt wurden, den Wilhelm Reich hatte und sie haben mit Orgonomie erst einmal nichts zu tun. Wenn sie jedoch mit dem naturwissenschaftlich definierten Begriff „Orgon“ in die Öffentlichkeit gebracht werden, müssen sie an orgonomischen Kriterien gemessen werden. Auch scheint mir, daß die Käufer dieser Geräte zu unfreiwilligen Versuchspersonen werden. Wilhelm Reich hat z.B. die Verwendung von Aluminium als Material für Orgongeräte, die für die Behandlung von Lebewesen gedacht sind, absolut verboten, weil es toxische Wirkungen hat. (ebd.)

Diese ganze Sache mit dem ORAC kann eine absolut fatale Wendung nehmen. Man nehme etwa den esoterischen Bestseller Die Prophezeiungen von Celestine von 1993. Eine dieser Prophezeiungen lautet, wir würden erkennen, „daß wir kein materiell stabiles Universum bewohnen, sondern in einem großen Feld sich permanent verändernder, dynamischer Energien leben. Alles um uns besteht aus Energiefeldern, die der Mensch intuitiv zu erfahren imstande ist. Wir verfügen darüber hinaus über die Eigenschaft, unsere Energie durch Konzentration in jede gewünschte Richtung zu projizieren, um auf diese Weise unsere Energiesysteme gegenseitig zu beeinflussen sowie die Anzahl von positiven ‚Zufällen‘ in unserem Leben zu erhöhen.“ In einer weiteren heißt es:

Während jeder von uns der Vollendung seiner spirituellen Aufgabe zustrebt, werden die technologischen Aspekte unseres Überlebens vollends automatisiert werden, damit wir uns gänzlich auf unser synchrones Wachstum konzentrieren können. Dieses Wachstum wird die Menschheit in immer höhere energetische Stadien befördern, bis unsere Körper schließlich eine reine Energieform annehmen und wir die jetzige Dimension unserer Existenz mit jener nach dem Leben verbinden und dadurch den Kreislauf von Tod und Geburt beenden.

Mit einer solchen Gedankenführung kann die Orgonomie im allgemeinen und der ORAC-Gebrauch im speziellen unmerklich in reinen Mystizismus überführt werden. Der ultimative Triumph der Emotionellen Pest!

Ähnliches läßt sich über den Cloudbuster sagen, den Reich nicht zuletzt zur Beseitung der emotionalen Wüste einsetzen wollte. Durch Entfernung des DOR-Panzers aus der Umwelt, sollte gleichzeitig die Emotionelle Pest in den Menschen abnehmen. Sie würden sozusagen freier durchatmen können, weil der DOR-Druck von außen wegfällt, der sie gemein und hinterhältig macht. James DeMeo konnte tatsächlich Cloudbuster-Operationen in Nordafrika und Israel durchführen und zeitweise die dortige Wüste zurückdrängen, mußte aber mit Schrecken feststellen, daß das nicht etwa zu einer Abnahme der Emotionellen Pest führte, sondern ganz im Gegenteil die freiwerdenden Ressourcen genutzt wurden, um den Kampf gegen Israel und den Westen (den Kampf von DOR gegen OR) zu intensivieren. Im Endeffekt wurde durch die Cloudbuster-Operationen die Emotionelle Pest gestärkt! Das ganze gemahnt an den Arabischen Frühling, der teilweise tatsächlich auf die durch DeMeos Cloudbuster-Arbeit aktivierte atmosphärische Energie zurückgehen könnte und der in einer Stärkung der organisierten Emotionellen Pest und deren zunehmendes Übergreifen nach Europa mündete.