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Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 15)

4. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VI. Orgontherapie: 2. Physikalische Orgontherapie

Die physikalische Orgontherapie hat zum Ziel, den energetisch geschwächten Organismus mit Orgonenergie aufzuladen. Sie ist aber nicht in der Lage, Panzerungen zu lösen. Bereits bei den Bion-Versuchen hatte Reich beobachtet, daß sich Erdbione um rote Blutkörperchen sammeln. Es kommt zu einer Erstrahlung zwischen rotem Blutkörperchen und Bion, schließlich saugt sich das Blutkörperchen mit der Orgonenergie der Bione voll. Dieser Sachverhalt wird erklärt durch das Gesetz des orgonomischen Potentials. Das Blutkörperchen, das gegenüber dem Erdbion das stärkere orgonotische System darstellt, entzieht dem schwächeren System, in diesem Falle also dem Bion, Energie.1

Auf dem gleichen Prinzip, der Erstrahlung zwischen zwei orgonotischen Systemen und dem dabei ablaufenden Energiefluß vom schwachen zu stärkeren System, beruht die physikalische Orgontherapie. So bildet der Orgon-Akkumulator gegenüber dem menschlichen Organismus das schwächere orgonotische System. Hier kann sich also der menschliche Organismus mit der im Akkumulator konzentrierten atmosphärischen Orgonenergie, die identisch ist mit der im Körper befindlichen Lebensenergie, vollsaugen. Dieser Prozeß kommt durch die Überlagerung des Orgonenergiefeldes des Akkumulators mit dem Orgonenergiefeld des menschlichen Organismus zustande.

Die Erstrahlung der Zellen des menschlichen Körpers äußert sich in einem Anstieg der Körpertemperatur während der Akkumulatorbenutzung.2 Dieser Anstieg ist bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark und rasch, und er hängt nach meinen eigenen Erfahrungen auch von Tageszeit und Wetterlage ab. Die Tatsache des Körpertemperaturanstiegs, der bis zu ca. 1°C beträgt, wurde in Experimenten, die das Ehepaar Ritter durchführte,3 bestätigt. Die Ritters verwendeten sogar Kontrollkästen, also keine Akkumulatoren, und hielten die Versuchspersonen auch über Funktion und Wirkungsweise des Orgon-Akkumulators unwissend. Ein weiterer Beweis für die Erstrahlung des menschlichen Organismus im Orgon-Akkumulator liefert die Überprüfung des Blutbildes, das sich regelmäßig verbessert. Reich entwickelte einen speziellen Bluttest: Er untersuchte mikroskopisch lebende rote Blutkörperchen in physiologischer Kochsalzlösung (zur Verdünnung und Sichtbarmachung) und maß die Zerfallszeit der Blutkörperchen. Biologisch schwache Blutkörperchen zerfallen schon nach wenigen Minuten, während biologisch stark geladenes Blut eine Lebensdauer von 20 Minuten und mehr aufweist.4 Durch Bestrahlung im Orgon-Akkumulator verlängert sich die Lebensdauer der roten Blutkörperchen, die nun mit Orgonenergie vollgesaugt, also biologisch stark geladen sind.

So stärkt der Orgon-Akkumulator ganz allgemein die bioenergetische Ladung des Organismus und erhöht die Abwehrkräfte des Körpers. Er wurde bisher bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen erfolgreich eingesetzt5 und die Verwendungsmöglichkeiten als Heilmittel scheinen noch lange nicht ausgeschöpft zu sein. Dennoch möchte ich hier dem Eindruck entgegenwirken, es handele sich um ein universales Heilmitteln das man nur richtig anzuwenden brauche. Dem ist mit Sicherheit nicht so; diese Beschränkung liegt teilweise darin begründet, daß der Orgon Akkumulator nicht in der Lage ist, auf Panzerungen lockernd einzuwirken. Er wirkt nur in den Fällen, wo eine Erkrankung auf eine Störung der biologischen Pulsation zurückzuführen ist. Auf diesem Gebiet eröffnet sich ein breites Forschungsfeld.

Neben der Körperganzbestrahlung im Orgon-Akkumulator findet die lokale Bestrahlung, etwa bei Verbrennungen und Wunden, aber auch bei Bestrahlung einzelner Organe, mit Hilfe eines sogenannten Shooters Verwendung. Das ist ein kleiner Orgon-Akkumulator, dem mittels eines flexiblen Metallschlauch die konzentrierte Orgonenergie entzogen und so gezielt einzelnen Stellen des Organismus zugeleitet wird (orgonomisches Potential). Als dritte Möglichkeit zur Orgonbestrahlung bietet sich die Verwendung von in Kompressen abgefüllter Bionerde an, die auch zur örtlichen Bestrahlung dient.

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 62–68
  2. Vgl. ebenda S. 322
  3. Ritter, Paul and Ritter, Jean. Experiments with the orgone accumulator. (Undated) Nottingsham, England. Zit. aus: Kelley, What is…, a.a.O. S. 72
  4. Vgl. Hoppe, Walter, Biophysische und biophysikalische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie. Nachgedruckter Vortrag, ohne Ort, ohne Jahr, S. 5
  5. Vgl. Hoppe, Meine Erfahrungen… a.a.O. S. 10–20