Posts Tagged ‘Rote Blutkörperchen’

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 15)

4. Oktober 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

VI. Orgontherapie: 2. Physikalische Orgontherapie

Die physikalische Orgontherapie hat zum Ziel, den energetisch geschwächten Organismus mit Orgonenergie aufzuladen. Sie ist aber nicht in der Lage, Panzerungen zu lösen. Bereits bei den Bion-Versuchen hatte Reich beobachtet, daß sich Erdbione um rote Blutkörperchen sammeln. Es kommt zu einer Erstrahlung zwischen rotem Blutkörperchen und Bion, schließlich saugt sich das Blutkörperchen mit der Orgonenergie der Bione voll. Dieser Sachverhalt wird erklärt durch das Gesetz des orgonomischen Potentials. Das Blutkörperchen, das gegenüber dem Erdbion das stärkere orgonotische System darstellt, entzieht dem schwächeren System, in diesem Falle also dem Bion, Energie.1

Auf dem gleichen Prinzip, der Erstrahlung zwischen zwei orgonotischen Systemen und dem dabei ablaufenden Energiefluß vom schwachen zu stärkeren System, beruht die physikalische Orgontherapie. So bildet der Orgon-Akkumulator gegenüber dem menschlichen Organismus das schwächere orgonotische System. Hier kann sich also der menschliche Organismus mit der im Akkumulator konzentrierten atmosphärischen Orgonenergie, die identisch ist mit der im Körper befindlichen Lebensenergie, vollsaugen. Dieser Prozeß kommt durch die Überlagerung des Orgonenergiefeldes des Akkumulators mit dem Orgonenergiefeld des menschlichen Organismus zustande.

Die Erstrahlung der Zellen des menschlichen Körpers äußert sich in einem Anstieg der Körpertemperatur während der Akkumulatorbenutzung.2 Dieser Anstieg ist bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark und rasch, und er hängt nach meinen eigenen Erfahrungen auch von Tageszeit und Wetterlage ab. Die Tatsache des Körpertemperaturanstiegs, der bis zu ca. 1°C beträgt, wurde in Experimenten, die das Ehepaar Ritter durchführte,3 bestätigt. Die Ritters verwendeten sogar Kontrollkästen, also keine Akkumulatoren, und hielten die Versuchspersonen auch über Funktion und Wirkungsweise des Orgon-Akkumulators unwissend. Ein weiterer Beweis für die Erstrahlung des menschlichen Organismus im Orgon-Akkumulator liefert die Überprüfung des Blutbildes, das sich regelmäßig verbessert. Reich entwickelte einen speziellen Bluttest: Er untersuchte mikroskopisch lebende rote Blutkörperchen in physiologischer Kochsalzlösung (zur Verdünnung und Sichtbarmachung) und maß die Zerfallszeit der Blutkörperchen. Biologisch schwache Blutkörperchen zerfallen schon nach wenigen Minuten, während biologisch stark geladenes Blut eine Lebensdauer von 20 Minuten und mehr aufweist.4 Durch Bestrahlung im Orgon-Akkumulator verlängert sich die Lebensdauer der roten Blutkörperchen, die nun mit Orgonenergie vollgesaugt, also biologisch stark geladen sind.

So stärkt der Orgon-Akkumulator ganz allgemein die bioenergetische Ladung des Organismus und erhöht die Abwehrkräfte des Körpers. Er wurde bisher bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen erfolgreich eingesetzt5 und die Verwendungsmöglichkeiten als Heilmittel scheinen noch lange nicht ausgeschöpft zu sein. Dennoch möchte ich hier dem Eindruck entgegenwirken, es handele sich um ein universales Heilmitteln das man nur richtig anzuwenden brauche. Dem ist mit Sicherheit nicht so; diese Beschränkung liegt teilweise darin begründet, daß der Orgon Akkumulator nicht in der Lage ist, auf Panzerungen lockernd einzuwirken. Er wirkt nur in den Fällen, wo eine Erkrankung auf eine Störung der biologischen Pulsation zurückzuführen ist. Auf diesem Gebiet eröffnet sich ein breites Forschungsfeld.

Neben der Körperganzbestrahlung im Orgon-Akkumulator findet die lokale Bestrahlung, etwa bei Verbrennungen und Wunden, aber auch bei Bestrahlung einzelner Organe, mit Hilfe eines sogenannten Shooters Verwendung. Das ist ein kleiner Orgon-Akkumulator, dem mittels eines flexiblen Metallschlauch die konzentrierte Orgonenergie entzogen und so gezielt einzelnen Stellen des Organismus zugeleitet wird (orgonomisches Potential). Als dritte Möglichkeit zur Orgonbestrahlung bietet sich die Verwendung von in Kompressen abgefüllter Bionerde an, die auch zur örtlichen Bestrahlung dient.

 

Fußnoten

  1. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung… Der Krebs, a.a.O. S. 62–68
  2. Vgl. ebenda S. 322
  3. Ritter, Paul and Ritter, Jean. Experiments with the orgone accumulator. (Undated) Nottingsham, England. Zit. aus: Kelley, What is…, a.a.O. S. 72
  4. Vgl. Hoppe, Walter, Biophysische und biophysikalische Krebsentstehung im Lichte der Orgonomie. Nachgedruckter Vortrag, ohne Ort, ohne Jahr, S. 5
  5. Vgl. Hoppe, Meine Erfahrungen… a.a.O. S. 10–20

Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 4)

11. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 1. Die Bione

Die Einsicht, daß die Spannungs-Ladungs-Formel sowohl den menschlichen Organismus als auch die Funktionen von Einzellern beherrscht, führte zu einer Reihe von Versuchen mit organischer und anorganischer Materie. Die Lebensformel, so wie sie von Reich entdeckt wurde, war im anorganischen Geschehen nicht anzuwenden. „Es gibt in der nichtlebenden Natur keinen Vorgang, bei dem eine mechanische Füllung in eine elektrische Ladung umschlägt. Dort gibt es entweder nur den mechanischen Spannungs-Entspannungsmechanismus, oder nur den elektrischen Ladungs-Entladungsvorgang.“1 Die Funktionen des Lebendigen beruhen also auf einer ganz spezifischen Kombination der Funktionen des Anorganischen. Reich hielt es für wahrscheinlich, daß die Spannungs-Ladungs-Funktion den Schlüssel zum Problem der Biogenese liefern würde.2

Reich versuchte nun, organische Substanzen (trockenen Moos oder Gras) einerseits, und anorganische Substanzen (Kohlenstaub, feiner Sand, Metallstaub) andererseits, so anzuordnen, daß spontan Prozesse in Gang kommen, die nach dem Viertakt: Spannung – Ladung – Entladung – Entspannung ablaufen. Er erhitzte die Substanzen und ließ sie anschließend in steriler Lösung quellen. Dabei beobachtete er, daß gequollene Materie, sowohl organischer wie auch anorganischer Herkunft, in flüssigkeitsgefüllte Bläschen von etwa 0,5 bis etwa 3 µ Größe zerfällt.3 Diese Bläschen nannte er Bione.

Die Bione werden erst in 2000facher Vergrößerung unter dem Mikroskop sichtbar. Sie zeigen bereits die Funktion der biologischen Pulsation, d.h. sie bewegen sich mit langsam ruckenden oder schlängelnden Bewegungen durchs mikroskopische Feld. Ihr Inhalt schimmert stets blau bis blaugrün und vibriert in feinster Weise. Ihre Beweglichkeit hält solange an, wie die feinen pulsatorischen Bewegungen und wie das Blau der Bläschen. Unter schwierigen Bedingungen sind die Bione auch kultivierbar.4 Sie zeigen die Funktion der Teilung und Verschmelzung und können sich an organisierten lebendigen Gebilden wie Protozoen formieren. Reich erklärte die biologische Reaktion der Bione dadurch, daß er sie als „membranöse Bläschen auffaßte, die ein bestimmtes Quantum Energie im Flüssigkeitsinhalt umfassen“.5 Es zeigte sich auch, daß größere Bläschen sich kleinere einverleiben, und daß stark blau leuchtende Bione Bakterien und kleine Protozoen lähmen oder töten. Ferner töten sie Krebszellen, indem sie sie durchdringen; manche Bionarten lähmen Krebszellen aus Mäusetumoren schon aus der Entfernung.

Reich betont, daß die Energie, die in den Bionen wirkt, nicht von außen künstlich zugeführt wird, sondern aus dem blasigen Zerfall der Materie aus dieser selbst entsteht. Die Bione sind nicht fertige Lebewesen, sondern Träger biologischer Energie, Übergangsformen vom Leblosen zum Lebendigen. Versuche ergaben, daß die meisten Nahrungsstoffe, Eidotter, gekochtes Hühnereiweis, Käse, Milch, gekochtes Gemüse, Fleisch jeder Art aus Bionen, also aus Energiebläschen aufgebaut sind. Alle Samenarten und Geschlechtszellen sowie die roten Blutkörperchen sind selbst Bione.

Die Bionversuche wiesen also auf eine mächtige Energie hin. Diese Energie, die sich in den biologischen Reaktionen der Bione manifestiert, schien identisch mit der von Reich bislang hypothetisch geforderten Lebensenergie (vgl. Lebensformel) zu sein. Aber noch war diese Energie nicht meßbar. Ihre Existenz schien aheliegend, objektiv nachweisbar war sie außer bei den Bionen noch nicht. Der Nachweis, daß es sich um eine universale, auch die menschlichen Funktionen steuerende Lebensenergie handele, stand noch aus.

 

Fußnoten

  1. Reich, W. Der dialektische Materialismus in der Lebensforschung. Berichte über die Bioversuche in de: Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie, Bd. 4 H 3 Lag mir als Raubdruck vor.
  2. Vgl. Raknes, O., Wilhelm Reich und die Orgonomie, Frankfurt 1973, S. 33
  3. Vgl. hierzu und zu den folgenden Ausführungen Reich, W., Die Entdeckung des Orgons, in: Int. Zeitschrift f. Orgonomie S, 62ff Bd. I, Heft 2, 1951
  4. Diese Tatsache wurde von DuTeil in Nizza experimentell bestätigt. Vgl. Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 46
  5. Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, a.a.O. S. 64

nachrichtenbrief115

20. Mai 2018

nachrichtenbrief110

17. April 2018

nachrichtenbrief99

23. Dezember 2017

Zwei Fragen zu Reichs DER KREBS

23. August 2016

1. Warum bewegen sich T-Bazillen, die doch durch einen Mangel an (Orgon-) Energie, bzw. durch das immobilisierende DOR gekennzeichnet sind, so erratisch und schnell unter dem Mikroskop, verglichen mit gesunden Bionen?

T-Bazillen sind funktionell identisch mit einer Angst- und Panikreaktion, d.h. durch Anorgonie in der Peripherie bei gleichzeitiger, durch die extreme Kontraktion bedingte, Konzentrierung der kläglichen Restenergie auf einen kleinen Punkt, der wie wild gegen den endgültigen Erstickungstod ankämpft.

2. Warum werden bei einer Bestrahlung im Orgonenergie-Akkumulator nur die Erythrozyten (die Roten Blutkörperchen) und nicht auch die pathogenen Mikroorganismen aufgeladen und dadurch resistenter?

Weil die gesamtorganismische Funktion gestärkt wird (Expansion), während die Partikularinteressen (d.h. die Mikroorganismen), die auf Reorganisation auf niedrigerer, primitiverer Ebene zurückzuführen sind (Kontraktion), geschwächt werden.

Der Fehler des Fragestellers ist jeweils darin begründet, daß er auf die „mechanischen“ Einzelphänomene (die „lebendigen“ pathogenen T-Bazillen und die im Orgonenergie-Akkumulator geschwächten pathogenen Mikroorganismen) fixiert bleibt und das „widersprüchliche“ Geschehen nicht primär im Rahmen der gesamtorganismischen Funktionen (in diesem Fall der Pulsation) betrachtet.

Diese mechanistische Sichtweise kennzeichnet sowohl die Argumente der meisten Reich-Kritiker als auch die teilweise wirklich nervtötenden Fragen von wohlmeinenden Studenten der Orgonomie.

Siehe dazu auch Chronik der Orgonomie.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 2.e.

2. November 2015

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

a. Die Auffächerung der Hauptgleichung

b. Kreiselwelle und Pulsation

c. Welle, Puls, Expansion und Kontraktion

d. Ladung und Entladung

e. Erstrahlung und Anziehung

Apoptose

8. August 2015

In den modernen Lehrbüchern wird der Vorgang des „programmierten Zellselbstmordes“ bzw. der „Apoptose“ wie folgt beschrieben:

Zunächst verläßt die Zelle den Gewebeverbund und nimmt eine runde Form an. Dann bilden sich im Zellinneren Flüssigkeitsreservoirs („Bläschen“), die sich mit der Zellwand verbinden. Dabei verfällt die Zelle nicht – wie man annehmen könnte – in Agonie, sondern vollzieht „wilde Bewegungen“; schließlich fließt Wasser aus, die Zelle schrumpft und zerfällt in apoptotische Vesikel.

Das hat Reich bereits Mitte der 1930er Jahre beschrieben. Damals bezeichnete er das als „bionösen Zerfall“. Ihm kommt hier eindeutig die wissenschaftliche Priorität zu – und allein schon dafür gebührt ihm posthum der Nobelpreis!

Heute gehen die Fachveröffentlichungen über Apoptose in die Zehntausende. In populärwissenschaftlichen Zeitschriften finden sich ständig Artikel über Apoptose, teilweise mit faszinierenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen der sich von der Zelle abschnürenden Bione („apoptotische Vesikel“).

Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten werden vom bionösen Zerfall („Apoptose“) her erklärt.

Heute weiß man beispielsweise, daß Krebsmedikamente nicht etwa, wie bis vor kurzem angenommen, die Krebszellen einfach vergiften, vielmehr aktivieren sie das „genetische Selbstmordprogramm der Krebszellen“ und lösen so bei ihnen eine Apoptose, also den bionösen Zerfall, aus. Demnach funktionieren die orthodoxen Krebstherapien ähnlich wie der Orgonenergie-Akkumulator, d.h. indem sie den bionösen Zerfall beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied ist, daß der Orgonenergie-Akkumulator die orgonotische Potenz des Gesamtorganismus erhöht, der dergestalt nicht mehr so leicht bionös zerfällt und sich im Krebsgewebe reorganisiert (was zur Tumorbildung führt) bzw. sich gegen bestehendes Krebsgewebe besser verteidigen kann und es in die apoptotische Auflösung treibt.

Man kann unmittelbar bei einem Grasaufgußpräparat sehen, daß das Gras nicht oder nur geringfügig apoptotisch zerfällt und entsprechend

keine oder nur sehr wenige Protozoen (bildet), wenn (das Präparat) von Anbeginn im Orgonakkumulator gehalten wird. Das Orgon lädt offenbar das Grasgewebe auf und verhindert dessen Zerfall in Protozoen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 62)

Beim Menschen kann der gleiche Vorgang mit dem Bluttest verifiziert werden. Bei diesem handelt es sich um die Beobachtung der natürlichen Apoptose von Blutzellen, die dem Körper entnommen und in physiologischer Kochsalzlösung unter dem Mikroskop beobachtet werden. Je nachdem wie langsam oder schnell die Apoptose die Roten Blutkörperchen auflöst, ist es um den orgonotischen Ladungszustand des Organismus beschaffen.

Setzt man den Patienten in einen Orgonenergie-Akkumulator, verändert sich dementsprechend der Bluttest (auch entwickeln die Patienten nicht die für Krebsfälle so typische Anämie). Der Reichsche Bluttest zeigt, wie der Patient gegen die Krankheit reagiert und spiegelt so unmittelbar die Gesundheit des ganzen Organismus wider.

Was die Atmung im klinischen Bereich ist, ist der Bluttest im Labor: der unmittelbare Ausdruck des Gesundheitszustandes, d.h. ob der Organismus in einer Kontraktionshaltung (Sympathikotonie) befangen ist, was sich bei den Roten Blutkörperchen in der Schnelligkeit des bionösen Zerfalls zeigt.

Traum der heutigen Wissenschaft ist, neben der gezielten Apoptose von Krebsgewebe, die Einschränkung der Apoptose im gesunden Gewebe und damit die ewige Jugend mittels Gentechnik.

Es gibt auch Ansätze, die Wirkung von HIV damit zu erklären, daß sich das Virus in nur wenigen Immunzellen einnistet und von dort aus die gesunden Immunzellen mit Eiweißmolekülen beschießt, die bei den gesunden Immunzellen das „Selbstmordprogramm“ der Apoptose aktivieren. So wird das Immunsystem langsam durch bionösen Zerfall zerstört.

Das ähnelt verblüffend der Vorstellung von der Krebsschrumpfungs-Biopathie, die Reich entwickelt hat, man muß nur die eine „Krankheitsursache“ (HIV) durch einen funktionellen Zerfallsprozeß ersetzen: Immunzellen zerfallen und erzeugen, wie jedes zerfallende Eiweiß, „T-Bazillen“ (die „tückischen Eiweißmoleküle“ der HIV-Hypothese), diese T-Bazillen greifen dann die vorgeblich „gesunden“ Immunzellen an, die daraufhin selbst in T-Bazillen zerfallen. Vielleicht wird so die AIDS-Forschung auf überraschende Weise Reich verifizieren.

Ständig sterben in unseren Organen, beispielsweise der Haut, Zellen über den bionösen Zerfall ab. Noah Fierer et al. von der University of Colorado in Boulder gelang es beim Vergleich der DNA von Bakterien, die von Computertastaturen und -mäusen abgenommen wurden, auf die Benutzer zu schließen. Offensichtlich hat jeder Mensch auf seinen Händen sozusagen „persönliche“ Bakterien. Fierer glaubt sogar, daß die Bakterienflora auf unseren Händen derartig individuell ist, daß sie forensisch auf ähnliche Weise Anwendung finden könnte wie der Fingerabdruck. Dieser „Fingerabdruck“ regeneriert sich schnell, nachdem man seine Hand gewaschen hat.

Die Bakterien können nicht von außen kommen, da wir sonst alle die gleiche Bakterienflora hätten. Es ist natürlich denkbar, daß sich nach jedem gründlichen Waschen diese individuelle Flora sozusagen von „Rückzugsgebieten“ ausgehend regeneriert. Aber das erscheint mir wenig plausibel, zumal die Hygiene, insbesondere der Hände, immer gründlicher wird und unsere Haut weitaus schneller von „fremden Bakterien“ bevölkert werden könnte. Bleibt die Option, daß die individuelle Bakterienflora Resultat des bionösen Zerfalls unserer genetisch unverwechselbaren Körperzellen ist. Das ließe sich ganz leicht überprüfen, indem man die Bakterienflora von eineiigen Zwillingen miteinander vergleicht.

2006 hatten Samuel Hooper und seine Kollegen von der Cardiff University in Tumoren von Patienten mit Mundkrebs Bakterien entdeckt. Insgesamt wurden 20 Proben von Krebsgewebe untersucht, wobei im Inneren des Tumors eine Vielzahl von Bakterien gefunden und identifiziert wurde. Davon gehören manche vielleicht sogar bisher unbekannten Arten an. Einige Arten fanden sich nur im Tumor, andere nur im angrenzenden „gesunden“ Gewebe. Ob die Bakterien die Tumorbildung verursachen oder erst später in das entartete Gewebe eindringen, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen.

Wie kommen (teilweise bisher unbekannte) Bakterien in das Krebs- und das vermeintlich „gesunde“ Gewebe? Reich hat diese Frage vor 75 Jahren gestellt und beantwortet. Siehe sein Buch Der Krebs und meine Besprechung von Alan Cantwells The Cancer Microbe.

Jenseits des Reichschen Bluttests

2. August 2014

Mit dem Reich-Bluttest habe ich mich an anderer Stelle beschäftigt. Es gibt diverse andere Bluttests, die den bioenergetischen Zustand des Organismus objektivieren und dabei teilweise erstaunlich spezifische Aussagen machen. Man denke nur an die Blutsenkungsgeschwindigkeit oder das Differentialblutbild, die Heiko Lassek in seinem Aufsatz „Medizinische Aspekte der Orgonenergie“ besprochen hat (emotion, 3, 1981, S. 19-24).

Lassek diskutiert elektrostatische Felder, die die Roten Blutkörperchen dadurch in Suspension halten, daß sie ein Verklumpen und damit schnelles Absinken im Reagenzglas verhindern. Durch Behandlung der Patienten mit dem Orgonenergie-Akkumulator kam es entsprechend zu einer deutlichen Verlangsamung der Blutsenkungsreaktion. Siehe auch die sehr gründliche Untersuchung von Ira Bauer: „Erythrocyte Sedimentation: A New Parameter for the Measurement of Energetic Vitality“ (Annals of the Institute for Orgonomic Science, 4, September 1987, S. 49-65).

Neben der „elektrostatischen“ (orgonotischen) Aufladung der Roten Blutkörperchen wären das Energiefeld der Zelle und seine Pulsation zu nennen. Charles Konia zitiert dazu die Arbeit von Marcel Bessis (Living Blood Cells and their Ultrastructure, 1973):

Der reife Erythrozyt hat keine spontanen Bewegungen. Das Erscheinungsbild ist jedoch auch nicht absolut stabil. Insbesondere unter Phasenkontrast kann eine deutliche Szintillation beobachtet werden, besonders deutlich in der blasseren Zentralregion. Diese Bewegung, die Flimmerphänomen genannt worden ist, hat eine Periode von drei bis vier Änderungen der Lichtintensität pro Sekunde. Ihre Existenz ist seit Anfang des Jahrhunderts bekannt. Sie ist nicht nur in den roten Zellen von Säugetieren zu sehen, sondern auch in denen von Vögeln und Amphibien. Das Flimmerphänomen ist in menschlichen Retikulozyten und unreifen Erythrozyten zu sehen, aber nicht in unreifen Erythroblasten oder Leukozyten. (…) Von 2° bis 40° C haben Temperaturänderungen keine Auswirkung auf das Phänomen. Die Bewegung verschwindet in Sichelzellen, Zellen, deren Hämoglobin kristallisiert ist und in hypertonen oder hypotonen Medien. Die Ursache des Flimmerphänomens ist nach wie vor unbekannt (…). („The Red Blood Cell“, Journal of Orgonomy, 11(2), November 1977, S. 265f)

Sean Haldane zufolge stellte Bessis „eine Korrelation zwischen der Gesundheit der Roten Blutkörperchen und der Intensität ihrer Szintillation und der Färbung ihres Beugungssaumes [d.h. ihres Orgonenergie-Feldes] unter dem Lichtmikroskop fest“ (Pulsation, London 2014, S. 84). „Bessis ging so weit, zu behaupten, daß die Scientillation der Roten Blutkörperchen und die Helligkeit ihres Beugungssaumes ein Hinweisgeber für ihre Vitalität darstellen. Er stellte sogar einen Zusammenhang zwischen verschiedenen Farben und Zuständen des Saumes und verschiedenen Krankheiten her. Zum Beispiel fand er, daß bei Anämie der Saum nicht nur schwach ausgeprägt ist, sondern weniger schnell flimmert“ (ebd., S. 100).

Vor kurzem haben Diana Anderson (University of Bradford) et al. einen (jedenfalls konzeptionell) ähnlich simplen Bluttest entwickelt, wie der eingangs erwähnte klassische Reichsche Bluttest für Rote Blutkörperchen. Beide bestimmen generell, ob der Patient an Krebs leidet oder nicht. Was Anderson untersucht, sind jedoch die Weißen Blutkörperchen.

Ihr Lymphocyte Genome Sensitivity-Test zeigte bisher einen hohen Grad an Genauigkeit und ermöglicht es Krebs bei Patienten mit vermeintlichen „Krebssymptomen“ auszuschließen und er ist eine nützliche Hilfe für die Untersuchung von Patienten, bei denen der Krebs ansonsten nur schwer zu diagnostizieren wäre. Dazu wird der Schaden bestimmt, den ultraviolettes Licht an der DNA von Weißen Blutkörperchen anrichtet. Ein elektrisches Feld wird angelegt, Teile der DNA werden zum positiven Pol hingezogen und anhand der Länge des kometenartigen Schweifs, den diese Teile hinter sich herziehen, kann man zwischen kanzerösen, präkanzerösen und gesunden Patienten unterscheiden. Anderson:

Weiße Blutkörperchen sind Teil des natürlichen Verteidigungssystems des Körpers. Wir wissen, daß sie unter Streß stehen, wenn sie gegen Krebs und andere Krankheiten kämpfen. So fragte ich mich, ob man etwas Meßbares sehen könne, wenn sie mit UV-Licht weiterem Streß ausgesetzt werden. Wir fanden heraus, daß Menschen mit Krebs DNA haben, die leichter durch ultraviolettes Licht geschädigt wird, als es bei anderen Menschen der Fall ist. Dergestalt zeigt der Test die Empfindlichkeit für Schädigungen der gesamten DNA – dem Genom – in den Zellen.

Das ist so ziemlich die genaue mechanistische Entsprechung bei Weißen Blutkörperchen zu Reichs funktionellem Bluttest bei Roten Blutkörperchen!

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=TYEzVrwWVwg%5D

Der Mensch in der Falle: Biosprit und Fracking

21. Juli 2014

Genauso wie es für die Arbeiterschaft keine größeren Feinde gibt als Gewerkschafter und Sozialisten, sind Grüne für die Umwelt die wohl gefährlichste Pest. Allein schon wenn ich einen dieser sadistischen Vogelschredder („Windkraftwerke“) in der Landschaft sehe, möchte ich dem nächsten Grünen eine Backpfeife verpassen!

Wiederholt habe ich darauf hingewiesen, daß es für die Umwelt kaum etwas Schädlicheres gibt, als das Verbrennen von „Biomasse“. Ein schönes Beispiel ist Ethanol, das uns als „Biosprit“ verkauft wird. Tatsächlich ist es so, daß die Produktion von Ethanol nach einer Studie des International Council for Science, wenn sie sinnvoll ausgebaut wird, sowohl für die Umwelt als auch für die Nahrungsmittelproduktion weltweit verheerende Folgen zeitigen wird. Beispielsweise ist der Wasserverbrauch 70 bis 400mal höher als bei der Produktion anderer Energieträger. Konkret bedeutet das, daß bereits 2007 sechsmal mehr Wasser für „Biosprit“ vergeudet wurde, als die Menschen weltweit als Trinkwasser genutzt haben! Außerdem entläßt die Produktion von „Biosprit“ dermaßen viel des „Treibhausgases“ N2O, daß jedweder Einspareffekt bei CO2 bei weitem eingeholt wird, da N2O ein dreihundertfach potenteres „Treibhausgas“ ist als CO2.

Das ganze ist um so tragischer, als Ethanol, die Vogelschredder, mit denen wir unsere Landschaft verunstalten, etc. vollkommen überflüssig sind. Mit Erdöl und Erdgas haben wir eine saubere und unerschöpfliche Energiequelle, die ständig aus dem Erdinneren nach oben steigt und engstens mit „wärmeliebenden Bakterien“ (= Bione) in den tiefen Schichten der Erdkruste verbunden ist. (Ist das Erdöl vielleicht sogar Produkt des bionösen Zerfalls der unteren Erdkruste?)

Das Buch von Thomas Gold über den abiotischen Ursprung des Erdöls ist auf Deutsch unter dem Titel Biosphäre der heißen Tiefe erschienen.

Die „sanfte“, d.h. aggressionsgehemmte Zerstörung der Umwelt kommt von der Linken. Sie ist unmittelbarer Ausfluß der linken („liberalen“) Charakterstruktur, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia beschrieben wurde, d.h. die soziale Fassade („Umweltschutz“) wird vorgeschoben, um die sekundäre Schicht um so effektiver zum Ausdruck bringen zu können (Umweltzerstörung!).

Die rechte, „kapitalistische“ Umweltzerstörung ist ganz offen brutal, rücksichtslos und sadistisch. Das gegenwärtige Beispiel ist das „Fracking“, d.h. tiefe Gesteinsschichten werden aufgebohrt, Wasser und Sand zusammen mit extrem toxischen Chemikalien hineingepreßt und Erdöl und -gas herausgepreßt. Nicht nur die besagte Biosphäre in den Tiefen der Erde wird mutwillig zerstört, sondern auch das unersetzliche Grundwasser. Das ganze ist nicht mal ansatzweise nachhaltig, sondern ein kurzes Strohfeuer. Die Quellen versiegen schnell, nur der angerichtete Schaden hat ewigkeitswert.

Eine Studie der Energy Watch Group hat gezeigt,

daß diese mit großen Umweltrisiken verbundene Methode bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt, die in sie gesetzt wurden. In den USA zeigt sich beispielsweise, daß Quellen von in Gestein gebundenem Öl und in Schiefer gelagerten Gas nach der Erschließung sehr schnell wieder versiegen. Teilweise verlieren sie 85 Prozent der Fördermenge schon im ersten Jahr. Auch diese „unkonventionellen“ Förderquellen werden also schnell ihren Höhepunkt erreichen – und dann um so schneller versiegen.

Zum anderen haben erst bestimmte geologische, politische und ökonomische Voraussetzungen den Fracking-Boom in den USA überhaupt möglich gemacht. Im dichtbesiedelten Europa wäre eine breite Förderung ohne Rücksicht auf die Verseuchung von Böden und Gewässern dagegen nicht möglich. Praktisch überall in Europa sind wichtige Trinkwasserreservoire in der Nähe, die durch die beim Fracking verwendeten giftigen Chemikalien verseucht zu werden drohen.

Um trotz rasch versiegender Quellen doch weitermachen und die sich übervorteilt fühlenden Investoren ruhigstellen zu können, wird immer noch brutaler vorgegangen. In Kalifornien beispielsweise, wo die Gesteinsschichten nicht wie in anderen Gebieten Amerikas eben verlaufen, sondern durch Erdbeben durcheinandergewirbelt sind, wird „sogar versucht, gleich das gesamte Gestein mit Säure zu verflüssigen, um an Öl zu gelangen – vergeblich“.

Hier mehr aktuelle Informationen zum Fracking, auch was ORANUR betrifft:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=puXCbv7Awvc%5D

Reichs funktioneller Ansatz jenseits von „Links und Rechts“ verweist auf einen möglichen gangbaren (praktischen!) Ausweg aus der Falle der mechano-mystischen („linken-rechten“) Zivilisation.

In den späten 1930er Jahren entdeckte Reich, daß (u.a. auch) feiner Eisenfeilstaub bionös zerfällt und daß die Roten Blutkörperchen eine Form von Bionen sind, die mit ihrem „oxidierenden Eisen“ nicht nur Sauerstoff, sondern auch Orgonenergie zu den Organen tragen. Eisen ist das einzige Metall, das für den Bau von Orgonenergie-Akkumulatoren verwendet werden darf.

Im Zusammenhang mit der „prä-atomaren ORANUR-Chemie“ soll Reich sich in den 50er Jahren mit den lebensfördernden Eigenschaften oxidierenden Eisens (Rost) beschäftigt haben. In diesem Zusammenhang ist interessant, welche große Rolle roter Ocker (Tonerde mit Eisenoxyd) bei den frühen Menschen gespielt hat.

Auch der moderne Forschungsbetrieb wird auf die lebensfördernden Eigenschaften des Eisens aufmerksam. So stellten Anfang der 90er Jahre die Ozeanographen John H. Martin und Kenneth Coale fest, daß Eisendüngung das Plankton-Wachstum im Ozean fördert. Und 2003 hat der Umweltingenieur Wei-xian Zhang von der Lehigh University seine Methode vorgestellt, mittels Nanopartikeln aus Eisen das Grundwasser und verseuchte Böden zu entgiften. Durch das Verrosten des Eisens werden Giftstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Dioxine und PCBs in weit weniger giftige einfache Kohlenstoffverbindungen verwandelt und giftige Schwermetalle (einschließlich Uran) in schwerlösliche Formen überführt. Seit langem benutzen viele Firmen Eisenpulver, um Industrieabfälle zu reinigen. Nanopartikel sind jedoch so fein, daß sie zehn- bis tausendfach reaktiver sind als der bisher verwendete Eisenstaub. – Ob hier der bionöse Zerfall des Eisens eine Rolle spielt?