Posts Tagged ‘Klimawandel’

Dämmwahn, ORANUR und DOR

5. November 2016

Als Reich Anfang der 1940er Jahre, die von ihm entdeckte „Orgon-Strahlung“, die von bestimmten Bionen (SAPA) ausging, abschirmen wollte, nahm er das, womit von jeher Wärme abgeschirmt wird: mit einer Wärmestrahlung reflektierenden Metallschicht versehene thermisch isolierende Dämmplatten. Das führte zur Entwicklung des Orgonenergie-Akkumulators bzw. das war er bereits: das organische (bzw. nicht-metallische) Dämmaterial zieht das Orgon an, das Metall stößt es ab (wie Reich bereits vorher bei Versuchen mit dem Elektroskop fetgestellt hatte). Im Kampf gegen den angeblichen Klimawandel oder um schlicht Heizkosten zu sparen, wird dieses Prinzip heute flächendeckend angewendet. Man schaue sich nur dieses Video an:

Das Problem ist, daß Reich 10 Jahre nach der Entwicklung des Akkumulators feststellen mußte, daß durch den Akkumulator konzentriertes Orgon toxisch werden kann, wenn es von „sekundärer Energie“ überreizt wird (ORANUR). Dazu reichen die elektrischen Geräte in unseren Haushalten!

Er stellte außerdem fest, daß allein schon das Aluminium, welches meistens in Form von schlichter Alufolie zur Dämmung benutzt wird, dem Orgon eine toxische Qualität verleiht, weswegen Orgonakkumulatoren ausschließlich aus (verzinktem) Eisenblech bestehen dürfen.

Hinzu kommt, daß durch die Dämmung jeder Luftzug unterbunden wird, der das ORANUR mildern könnte. Außerdem kommt es aufgrund der Stagnation zu Schwarzschimmel, Schwarzstaub, Melanor, DOR.

Entsprechend stellt der gegenwärtige Dämmwahn eine bioenergetische Katastrophe geradezu apokalyptischen Ausmaßes dar.

Die Mär vom „natürlichen Gleichgewicht“

30. November 2015

Reichs Lebenswerk wurde in jeder Hinsicht kritisiert, nicht zuletzt von „Reichianern“. Soweit ich es überblicken kann, wurde aber, man möchte sagen charakteristischerweise, der eine alles entscheidende und vielleicht auch einzig relevante Kritikpunkt ausgelassen: Reich hat sein gesamtes Lebenswerk auf der Vorstellung vom „natürlichen Gleichgewicht“ aufgebaut. Von der Orgasmustheorie anwärts durchzieht diese Vorstellung alles.

Außerhalb der Orgonomie prägt sie nicht nur ökologische Vorstellungen, sondern beispielsweise auch diverse „alternativ-ökonomische“ Gesellschaftsentwürfe, in denen es keine ökonomischen Zyklen mehr gibt: Friede, Freude, Eierkuchen. Oder man denke an die Sache mit dem zu verhindernden „Klimawandel“, der auf der absurden Vorstellung eines „stabilen Weltklimas“ beruht. Der gesamte Klimaunsinn erweist sich immer mehr als wissenschaftlich nicht haltbarer Unsinn, als mittelalterlicher Aberglaube. Man nehme etwas die NASA-Studie, die jetzt „Wissenschaftler“ vor ein Räsel stellt. Nicht zuletzt entspricht das „natürliche Gleichgewicht“ dem angeblich „Neuen Denken“ und der vermeintlichen „Esoterik“. Man denke nur an die „östlichen Weisheiten“ von der „ewigen Harmonie“.

All das mag en vogue sein, ist aber wissenschaftlich unhaltbar. Es ist das Denken von Vorgestern! Es ist das Denken von Mechanisten, für die das Universum eine imgrunde perfekt ablaufende Maschine ist, und es ist das Denken von Mystikern, für die es eine ebenso perfekte „Alleinheit“ ist. Das dem nicht so ist, läßt sich ganz einfach vergegenwärtigen, indem man eine Hasenpopulation und eine Fuchspopulation nimmt. Früher glaubte man wie selbstverständlich, daß sich über kurz oder lang ein „natürliches Gleichgewicht“ zwischen diesen beiden Populationen ausbilden werde. Ein Idyll, wie es typischerweise am Schreibtisch ausgebrütet wird. Tatsächlich, d.h. wenn man die Sache im einzelnen beobachtet, ist es jedoch so, daß bei einem großen „Hasenangebot“ die Population der Füchse überproportional anwächst, bis es zu einer Hungerkatastrophe bei den Füchsen kommt, weil sie die Hasen so gut wie ausgerottet haben. Die Fuchspopulation bricht zusammen, dafür wächst nun die Hasenpopulation ungebremst an. Und so immer weiter in einen ewigen Hin- und Her, das in der Realität nicht mal gleichmäßig verläuft.

So ist es überall in der Natur inklusive der Welt des Menschentiers: sei dies beim Klima der unregelmäßige Wechsel zwischen lebenspositiven Warm- und lebensnegativen Kaltperioden oder beim ewigen Wechselspiel von Angebot bei zu wenig Nachfrage und Nachfrage bei zu wenig Angebot. Die Homöostase in unserem Körper mag auf den ersten Blick eine Ausnahme bilden, d.h. ein wirkliches „natürliches Gleichgewicht“ darstellen, aber das ist eine Illusion. Ein absolut gleichmäßig schlagendes Herz kündigt einen Herzinfarkt an. Genauso pathologisch wäre es, wenn alle Parameter im Körper ständig exakt gleich blieben. Das perfekte „natürliche Gleichgewicht“ kündigt die Katastrophe an! Es ist, als wenn die Parameter ständig etwas schwanken müßten, um katastrophale große Schwankungen schon am Anfang auffangen zu können. Das ist alles andere als ein „natürliches Gleichgewicht“, sondern ein ständiges Ringen. Man denke an den Überlebenskampf des Immunsystems gegen interne Verfallerscheinungen und von außen kommende Krankheitserreger. Wobei es für den Organismus kaum eine größere Katastrophe geben kann, als das Wegfallen jeder Herausforderung für das Immunsystem. Es sei an das Überhandnehmen von Allergien und Asthma in den industrialisierten Ländern erinnert. Eine Folge der überbordenden Hygiene, die noch zu ganz anderen Katastrophen führen wird.

Kaum anders sieht es auch bei der „psychischen Gesundheit“ aus. Die Vorstellung eines „ausgeglichenen Seelenlebens“ sorgt zwar für Milliardenprofite für die Pharmaindustrie und hält ganze Berufszweige aufrecht (sogenannte „Psychotherapeuten“), aber sie ist ein pseudowissenschaftlicher Aberglaube gegen jede Evidenz. Man zeige mir auch nur einen einzigen „ausgeglichenen“ Menschen!

Reich war einer der Hauptvertreter dieser überholten Denkweise. Und praktisch alle „Reichianer“ folgen ihm eben deshalb. Man lese doch die ganze pseudokritische Bekennerliteratur durch: Seelen-, Sozial- und Ökokitsch der übelsten Sorte! Teilweise glaubt man sich unvermittelt in einem der zahllosen „Psychokulte“ wiederzufinden.

Können wir Reich demnach getrost abhaken? Der Mann ist seit bald 60 Jahren tot! Es geht hier um WISSENSCHAFT. Man schafft ja auch nicht „die Biologie“ ab, weil sich zentrale Vorstellungen der Biologie als vollständig irrig erwiesen haben! Sie hat sich weiterentwickelt und man kann heute beispielsweise im Umweltschutz besser abschätzen, wie Tierpopulationen am effektivsten erhalten werden, d.h. wie man einen finalen Zusammenbruch verhindern kann. In den Wirtschaftswissenschaften sieht man langsam ein, wie kontraproduktiv etwa Keynesianische Bemühungen sind Konjunkturschwankungen einzudämmen: wer kleine Schwankungen verhindert, erzeugt „Blasen“, die auf katastrophale Weise schließlich platzen. Es gibt keine Kindererziehung „nach den Grundsätzen der Selbststeuerung“, bzw. wird diese auch immer wieder ins Desaster führen. Vielmehr gilt es die angeborenen Schwächen des Kindes zu erkennen und entsprechend in jedem Einzelfall zu verhindern, daß es zu einer neurotischen Entwicklung kommt. „Die“ orgonomische Erzehung kann es nicht geben.

Dieser drei letzten Punkte zeigen, wohin sich die Orgonomie wird weiterentwickeln müssen: Es geht nicht darum, einem mythischen, geradezu mystischen, „natürlichen Gleichgewicht“ nachzustreben, sondern darum Bedingungen zu schaffen, in denen die natürliche Schwankungsbreite nicht nach oben oder unten überschritten wird und alles kollabiert; dazu gehört aber eben auch Schwankungen zuzulassen.

Siehe auch meine Ausführungen in Warum ich kein Christ bin.

DOR-Notstand, Schmuddelwetter und Bienensterben

20. Januar 2015

Das größte, imgrunde das einzige, Problem der Gesellschaft ist das Ausweichen vor dem Wesentlichen.

Statt angesichts der weltweiten Wetterkapriolen sich daran zu erinnern, daß Wilhelm Reich und Jerome Eden dies schon vor Jahrzehnten vorausgesagt haben, werden die Menschen mit mechanistischen CO2-Szenarien für dumm verkauft. Statt die von Reich und Eden beschriebene gemeinsame lebensenergetische Grundlage von „Werteverfall“, „Orientierungslosigkeit“, „Anspruchsdenken“, „Esoterikwelle“, „demographischer Katastrophe“, „Jugendgewalt“, „drohende Versteppung der ostdeutschen Agrarflächen“, „Absterben der Korallenriffe“, etc.pp. zu sehen – wird hilflos an den Symptomen herumgedoktert (von hochgiftigen Energiesparlampen bis seelenzerstörende Kinderkrippen) und mit diesen Maßnahmen die Situation teilweise noch verschlimmert. Es ist wie beim „Bioenergetiker“, „Radix-Lehrer“ oder Möchtegern-„Orgontherapeuten“, der seinem Patienten helfen will, aber nicht weiß, was er tut und darum alles nur weiter verschlimmert.

Bleiben wir beim „Klimawandel“, wie er sich in unseren Breiten konkret darstellt. In den letzten Jahren werden wir, mit einigen bemerkenswerten Ausnahmen, von warmen, verregneten Wintern und kalten, feuchten Sommern mit vorherrschenden Westwinden geplagt. Ostwind hingegen bringt uns „knackige“ Winter und heiße Sommer, d.h. eine gesunde atmosphärische Pulsation. Ich habe darüber bereits in Woher weht der Wind? geschrieben.

Der Orgonom Charles Konia hat die These aufgestellt, der verheerende El Nino (also der ausbleibende natürliche Ostwind in den Tropen und das Vorherrschen von Westwind) sei Folge einer schrumpfenden Orgonenergie-Hülle des Planeten, in der nur noch Platz ist für die West-Ost-Bewegung der atmosphärischen Orgonenergie, aber nicht mehr für komplexere gegenläufige Energieströme (R.A. Harman: „Recent Advances in Cosmic Superimposition“, Journal of Orgonomy, Nov. 1986).

Vielleicht steckt hinter ausbleibenden Wintern und Sommern in unseren Breitengraden ein ähnliches Phänomen.

Zum DOR-Notstand gehört zentral auch das „drohende Aussterben der Honigbienen“. Weltweit werden Bienenstöcke von ihren Völkern verlassen und Bienen sterben massenhaft aus unerklärlichen Gründen.

Den wenigsten Menschen ist bewußt, daß die Honigbiene zu den wichtigsten Nutztieren überhaupt gehört. Vielleicht könnten wir auf den Honig verzichten, aber auf das Bestäuben etwa von Obstbäumen auf keinen Fall.

Die mechanistische Forschung ist vollkommen hilflos und kann keine eingrenzbare Verursachung dieser schleichenden Menschheitskatastrophe benennen.

Am nächsten an die Wahrheit kommen vielleicht Forscher von der University of Virginia. Sie führen das rätselhafte Bienensterben auf die allgemeine Luftverschmutzung zurück. Die Geruchsmoleküle von Blumen würden beispielsweise mit Ozon chemisch reagieren, wodurch das Pflanzenaroma nicht mehr wie früher einen Kilometer, sondern vielleicht nur noch 200 Meter weit reichen würde. Entsprechend müßten die Bienen länger nach ihren Nahrungsquellen suchen.

Siehe dazu Das ORANUR-Experiment II (Contact with Space), wo Reich das atmosphärische DOR mit Luftverschmutzung im allgemeinen und Ozon im besonderen in Zusammenhang bringt.

dorbienen