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Pseudomoral und natürliche Moral

23. April 2026

Wer kennt sie nicht, die moralinsauren Fratzen von rotgrünen Politikern, Journalisten und „Aktivisten“! Weißt man auf das Leid der Millionen Vertriebenen aus den Ostgebieten oder der Opfer des alliierten Bombenterrors hin, perlt es an ihrer aalglatten Oberfläche ab wie Dreck. Ihre widerwärtige herzlose „Moral“ und ihr vermeintliches „Mitgefühl“ wird nur durch das Elend ganz bestimmter Gruppen aktiviert, etwa Juden oder Palästinenser, während sie die Not anderer vollkommen kalt läßt, wenn sie sie nicht sogar rechtfertigen bzw. relativieren. Die Opferzahlen etwa in Dresden 1945 werden soweit heruntergespielt, daß das ganze in einer Art Grundrauschen verschwindet. Was bleibt, ist ein gleichgültiges Schulterzucken. Oder beispielsweise wären die Opfer des Stalinismus notwendig gewesen, um sich der Nationalsozialisten erwehren zu können. Der Jude, der dich ständig mit seiner Betonung des angeblich grassiereden Antisemitismus nervt und dessen einzige Religion der Holocaust ist, kann kaum den „Untergang Edoms und Amaleks“ erwarten. Kritisiert man diesen faschistoiden Wahnwitz, ist man – „Antisemit“! Der Wahnsinn, oder sagen wir lieber die Niedertracht, kennt keine Grenzen.

Immer sind die anderen schuld. Wie Reich in Äther, Gott und Teufel schrieb:

Die Menschheit, in Millionen Fraktionen, Gruppen, Nationen und zuletzt Staaten aufgesplittert, zerfleischte sich mit gegenseitigen Beschuldigungen. „Die Griechen sind schuld“, sagten die Römer, und „die Römer sind schuld“, sagten die Griechen. So bekriegten sie einander. „Die alten jüdischen Priester sind schuld“, riefen die jungen Christen; „Die Christen haben den falschen Messiah gepredigt“, riefen die Juden und schlugen den harmlosen Jesus ans Kreuz. „Die Mohammedaner und Türken und Hunnen sind schuld“, schrien die Kreuzfahrer. „Die Hexen und die Ketzer sind schuld“, heulten die späteren Christen jahrhundertelang und mordeten, henkten, räderten, verbrannten Ketzer. (…) „Die Königin ist schuld“, riefen die Volksvertreter und köpften die Königin. Das Volk tanzte heulend um die Guillotine. Es produzierte Napoleon. „Die Österreicher, die Preußen, die Russen sind schuld“, hieß es nun. „Napoleon ist schuld“, klang es zurück. „Die Maschinen sind schuld“, schrien die Weber, und „Das proletarische Lumpenpack ist schuld“, klang es zurück. „Die Monarchie ist schuld, es lebe die Konstitution!“ riefen die Bürger. „Das Bürgertum und die Konstitution sind schuld, erschlagt sie, hoch die Diktatur des Proletariats“, riefen die proletarischen Diktatoren, und „die Russen sind schuld“, brüllte es zurück. „Deutschland ist schuld“, riefen die Japaner und die Italiener im Jahre 1915. „England ist schuld“, riefen die Väter der Proletarier 1939, und „Deutschland ist schuld“, riefen dieselben Väter der Proletarier1942. „Italien, Deutschland und Japan sind schuld“, heißt es 1940. (S. 29f)

Der Punkt dabei ist, daß es immer um die Auseinandersetzung zwischen A und B geht. Einer von beiden hat immer Schuld und wird vom jeweils anderen angeklagt. Man nehme etwa das Verhalten der Deutschen gegen die Polen während des Zweiten Weltkriegs. Ausgespart wird das Verhalten der Polen gegenüber den Deutschen vor und nach dem Krieg!

Reich:

Nur wenn man sich streng außerhalb dieses Inferno hält, vermag man zu staunen, daß das Menschentier fortfuhr „schuldig“ zu rufen, ohne an seinem Verstande zu zweifeln; ohne daß es einer Menschenseele eingefallen wäre, nach der Herkunft der Schuld zu fragen. (S. 30f)

Die ganze viehische „moralische“ Empörerei dient nur dazu die wirkliche Sauerei unsichtbar zu machen, nämlich die lebensfeindliche Emotionelle Pest, die dem ganzen zugrundeliegt: C.

Deine „Mahnmale“ und „Gedenktage“ bedeuten mir rein gar nichts und wenn ich in deine Betroffenheitsvisage schauen muß, könnte ich im Strahl KOTZEN! Es ist ausnahmslos eine denkbar perfide Lüge. Dabei geht es mir nicht um ein Aufrechnen der Schandtaten von Deutschen an Tschechen und Tschechen an Sudetendeutschen, um ein beliebiges Beispiel herauszugreifen, sondern um das Schandtaten-Verüben an sich bzw. um die Beweggründe hinter allen Schandtaten. Diese tiefere Ebene, der Punkt C, wird verdeckt, unzugänglich gemacht, nie angegangen – und zwar desto effektiver je intensiver man die Gegenseite bekämpft: A gegen B bzw. B gegen A, das jeweils „Gute“ gegen das jeweils „Böse“. Und das stets mit einem fanatischen Moralismus. Eine „Moral“, die verkündet, alle Weißen, alle Männer, alle „Leugner“ müßten ermordet werden! Eine „Moral“ die wirklich jede denkbare Scheußlichkeit rechtfertigt und mit einem Heiligenschein versieht: Deine gesamte Moral, dein „Antifaschismus“, ist eine mörderische Lüge! Und je moralischer und „edler“ du mir daherkommst, desto widerlicher bist du mir.

Der Leser wird fragen, ob diese meine Empörung nicht selbst Ausdruck einer Moral ist. Nun, die übliche Moral des Bereichs „A gegen B“ (Neurose und Politik) ist, wie erläutert, eine bloße Pseudomoral, die die groteske blutige Travestie der natürlichen Moral (Genitalität gegen Emotionelle Pest: Sexualökonomie, Arbeitsdemokratie gegen Emotionelle Pest: Ökonomie) ist.

Besprechung von Andreas Peglau: RECHTSRUCK IM 21. JAHRHUNDERT (Teil 1)

13. August 2017

Der folgende Absatz faßt Andreas Peglaus Buch zusammen:

Je intensiver gesunde Gefühle und gesunde Sexualität weiterhin durch patriarchal-autoritäre Normen und Institutionen, durch Kleinfamilien und Kirchen unterdrückt und pervertiert werden, je schlimmere Erniedrigungen, je mehr Existenzangst der neoliberale Kapitalismus dem hinzufügt, desto mehr destruktives Potential steht zur Verfügung – gerade für „rechte“ Bewegungen. Hier läßt sich die anerzogene Unterwürfigkeit beibehalten; sie muß nur auf Ersatzführer und neue Idole umgelenkt werden. Der seit Kindheit angestauten Wut werden zudem sozial Schwächere, oftmals bereits Ausgegrenzte als Feindbilder präsentiert, an denen man sich ohne größeres Risiko abreagieren kann. (S. 85)

Die erste Hälfte des Buches (50 Seiten), wo es um Reichs Entwicklung bis 1933 geht, dessen Massenpsychologie des Faschismus und, wenn auch sehr kurz, um dessen späteres Schicksal, gehört zum Besten, was ich je über Reich gelesen habe. Hier möchte ich aber sogleich meinen ersten Kritikpunkt anbringen. Die heute verbreitete Version der Massenpsychologie des Faschismus verkleistert durch die wirre Aufteilung in Kapitel, die nicht mit der der Originalversion von 1946 übereinstimmt, daß das Buch aus drei klar voneinander getrennten Teilen besteht: das gering revidierte und mit Zusätzen versehene 1933 erschienene Buch über den Nationalsozialismus, eine Mitte der 30er Jahre verfaßte Abrechnung mit dem Stalinismus und drittens einen Anfang der 40er Jahre verfaßten Abschnitt über die Arbeitsdemokratie. Über diesen letzten Teil verliert Peglau kein einziges Wort! Peglau erwähnt, mit Berufung auf David Boadella, daß Reich am Ende psychisch zunehmend angeschlagener wurde, doch mit keinem Wort wird die Emotionelle Pest erwähnt oder wird erwähnt, daß der McCarthyismus (die „Rechte“ in den USA) bei Reichs Verfolgung keine Rolle spielte.

Wer heute von der Alternative „Kapitalismus oder Klima“ spricht (siehe S. 75), so als würde hier nicht „Wissenschaft“ für bestimmte Interessen manipuliert und instrumentalisiert, ist schlichtweg naiv. Ähnliches ließe sich über die angeblich „lebensbejahende“ Politik der offenen Grenzen sagen, die die Löhne und die Sozialstandards drückt! Übrigens setzt Peglau „Fremdenfeindlichkeit“ durchweg mit „Lebensfeindlichkeit“ gleich (S. 107). Die Biologie sieht das anders – jeder Schimpanse sieht das anders. Ja, jedes Volk auf dem Planeten sieht das anders, bis auf die Weißen. Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, nicht für die Interessen der eigenen Gruppe einzutreten? Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, Araber mit einem durchschnittlichen IQ von 85 und Afrikaner mit einem von 70 zu Millionen ins Land zu lassen? Was ist daran „lebensbejahend“, sich den Islam ins Land zu holen? Beide Faktoren (niedriger IQ und Islam) sind mit einer Demokratie nicht vereinbar.

In diesem Zusammenhang muß ich eine Stelle im Buch erwähnen, bei der ich laut auflachen mußte. Peglau setzt Demokratie mit „Volksherrschaft“ gleich, was alle Menschen, also auch die Fremden umfasse (S. 103). Der naheliegende Einwand von wegen „Volk“ wird in einer Fußnote abgebügelt: es wäre haltlos von einem ewig abgeschotteten „Staatsvolk“ zu reden, man brauche nur ins Berliner Telefonbuch schauen. Ohne die hier evident werdende „ständige Durchmischung inklusive Zuwanderung“, „dürfte wohl auch heute kein deutscher Staat mehr existieren: Nationalistische ‚Inzucht‘ führt planmäßig zum Aussterben“ (S. 151). Mal abgesehen davon wie abwegig dieser Gedanke bei einem 80 Millionen-Volk ist und daß Peglau hier plötzlich die Biologie anführt: Wie verpeilt ist es, Millionen von Moslems ins Land zu holen, die über viele Generationen hinweg tatsächlich systematisch Inzucht betrieben haben?

Peglau will uns aufklären, uns die Augen öffnen, uns Mitgefühl und Solidarität vermitteln, zeigt aber untergründig eine erschreckende Kälte, Kontaktlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Peglau erwähnt den GULAG und Hiroshima, warum nicht das weitaus Näherliegendere: den Alliierten Bombenterror und die Vertreibung aus dem Osten? Warum beklagen deutsche Gutmenschen stattdessen den alliierten Bombenterror in Japan oder die Massenvertreibungen im Nahen Osten? Diese komplette Absurdität, für die Peglau offenbar jedes Sensorium fehlt, ist ein Thema der Massenpsychologie, das man mit Hilfe eines Buches aufschlüsseln kann, welches ich am Ende erwähnen werde. Antisemitismus? Der ist heutzutage wohl eher ein Problem der Linken, die geradezu besessen von „Israel und den Palästinensern“ ist. Sich für tote Juden zu „engagieren“ ist billig! Wer nicht zu Israel steht, soll gefälligst von der Shoa und vom Antisemitismus schweigen! Apropos Juden: die Juden von 1933 werden von Peglau mit den heutigen Moslems, Zigeunern, Homosexuellen und Arbeitslosen verglichen! (S. 84). Da zieht sich bei mir wirklich alles zusammen. Es ist auch geschichtsblind: die Juden waren überdurchschnittlich, teilweise geradezu sensationell erfolgreich… Es ist der helle Wahnsinn Reichs Widerstand gegen die NSDAP mit dem heutigen „Antifaschismus“ gleichzusetzen, der durchweg vollständig risikolos und schlichtweg verachtenswert ist. Die organisierte Emotionelle Pest auf deren Seite sich Peglau stellt – im Namen Wilhelm Reichs!

Peglau rückt den Neoliberalismus zumindest in die Nähe des Faschismus. Dagegen stellt er Gleichheit und Gerechtigkeit, so als würden diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Das sieht man allein schon daran, daß es einen Sozialstaat nur bei geschlossenen Grenzen geben kann. Von einem „neoliberalen System“ in Deutschland zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil die Staatsquote bei fast 45% liegt. Ebensogut könnte man von einem sozialistischen System sprechen. Aber ich möchte mich gar nicht auf die Diskussion einlassen, beispielsweise trat Friedrich von Hayek für eine staatliche Grundsicherung ein, sondern darauf hinweisen, daß Peglau eine linke Vision präsentiert, andere eine rechte Vision präsentieren könnten, – diese Visionen an sich aber vollkommen irrelevant sind. Sie sind der jeweilige Ausdruck unterschiedlicher Charakterstrukturen. Erst nachdem diese in ihrer Dynamik durchschaut worden sind, kann man sich daran machen, die Welt jenseits der beiden ideologischen Scheuklappen zu betrachten. Peglau selbst führt Reichs Dreischichten-Modell (Kern, sekundäre Schicht, Fassade) an (beispielsweise S. 105f), kommt aber nicht auf den Gedanken, daß der „Liberalismus“ (gemeint ist der Linksliberalismus und Sozialismus) und damit seine, Peglaus im Buch ausgebreitete Theorien direkter Ausdruck der oberflächlichen Schicht ist. Folgt man Elsworth F. Bakers Ausführungen in Der Mensch in der Falle ist Peglau ein „sozialistischer Charakter“.

Daß Peglau kein einfacher Liberaler ist, wird an seiner grundsätzlich positiven Haltung zur sogenannten „DDR“ deutlich (weil diese grundsätzlich antifaschistisch gewesen sei), insbesondere aber aus folgenden beiden Sätzen, die man mehrmals lesen sollte:

Klare „Verordnungen“ der Führenden gegen faschistoide Tendenzen und entsprechendes Handeln könnten einiges [für die antifaschistische Umerziehung] bewirken – trotz der autoritären Strukturen: Wer sich wünscht, einer Obrigkeit zu folgen, käme dadurch zumindest in Konflikt mit seiner Fremdenfeindlichkeit. (S. 114)

Der Terror des antideutschen Merkel-Regimes, der politischen Korrektheit, der Drohung mit der Vernichtung der bürgerlichen Existenz für bloße Meinungsäußerungen grinst uns an! Peglau, will jedweder Entwicklung nach rechts die Grundlage entziehen (S. 116). Für ihn gibt es nur eine einzige Richtung, die akzeptabel ist. Selbst Die Linke ist ihm mittlerweile zu rechts (S. 85).

Peglau analysiert den tiefenpsychologischen Hintergrund des AfD-Anhängers. Man sollte sich eher fragen, was in jemandem vorgeht, der so etwas bejaht wie das Parteiprogramm Der Linken. Elsworth F. Baker hat diese Frage beantwortet:

Der-Mensch-in-der-Falle