Posts Tagged ‘Homosexuelle’

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie, e. Transsexualität / f. Mit Schlips und Gürtel / g. Fassade und Kern

4. Oktober 2026

DAS BLAUE BUCH 2012-2016: 3. Medizinische Orgonomie,e. Transsexualität / f. Mit Schlips und Gürtel / g. Fassade und Kern

Wie die Umwelt auf die Orgonomie blickt

27. September 2026

Wie Reich heute gesehen wird? Nicht anders als zu seiner Zeit. Liest man die FBI-Akten über Reich, wird man depressiv. Reich schickt ihnen Material, sie fragen bei der Atomenergie-Kommission AEC („Photoeffekt, Compton-Effekt, Paarbildungseffekt, Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlen, RBW, Gray, Sievert, Bequerel und Röntgentechnik“) und bei der von der Rockefeller Foundation kontrollierten Gesundheitsbehörde FDA nach – und erfahren, daß Reich „Pseudowissenschaft“ betreibt. Er gibt ihnen das Conspiracy-Material und sie schließen, daß die darin dokumentierten Reich-Gegner doch vollkommen recht haben: gefährliche Pseudowissenschaft. Unter jedem Brief, der an Reich ging, als interne Anmerkung: „…pseudo science…mentally unsoud…mental case…“. Er schickt ihnen den Plan für das ORANUR-Experiment zu und ihre einzige Reaktion ist die Nachfrage beim Postministerium, ob das überhaupt rechtens ist, daß eine solche pseudowissenschaftliche Geschäftemacherei-Organisation wie die Wilhelm Reich Foundation über den Postweg für Spenden wirbt.

Und wie sieht es bei den vermeintlichen Gegnern des Systems aus? Wolfgang Rieger im Nachwort zu Wilhelm Burian: Sexualität, Natur, Gesellschaft (Freiburg 1985):

Um den marxistischen Reich (…) gruppieren sich verschiedene Zirkel: die hauptsächlich in Freiburg agierende Marxistisch-Reichistische Initiative und die Wilhelm-Reich-Initiative Berlin. Sie versuchen „die politökonomische Analyse der marxistischen Theorie“ (emotion 1:112) zu erweitern um den von Reich entwickelten (…) Ansatz (…). Bunter wird es, betrachtet man, wer sich auf den späten Reich bezieht. Hierher gehören dann die Reich-Therapeuten: angefangen bei Fritz Perls und Paul Goodman, auf die die Gestalt-Therapie zurückgeht, über Alexander Lowen, den Begründer der Bioenergetik, Dieter Duhm, der in seiner Kommune Rudolf Steiner und Wilhelm Reich zusammenbringen will („Nur wo Hoden, Vaginalwände und Herzmembranen pulsationsfähig sind, kann Lebendiges sich einnisten“), und Otto Mühl, dem aktionistischen Chef der AAO, bis hin zu den zahllosen Heilpraktikern und Therapeuten, die ihre Dienste marktschreierisch anpreisen. Hierher gehören aber auch die Ufologen, Kosmolgen, Esoteriker, Wünschelrutengänger und Schwerkraftforscher, die fleißig Zeitungen, Blätter und Blättchen publizieren mit so kuriosen Titeln wie „Die Wolken sterben“. Darin erinnert ein gewisser Jerome Eden Vergeßliche: „Für regelmäßige orgastische Entladung sorgen!“

Der amerikanische Anthropologe Richard Grossinger schreibt ähnliches in seinem Buch Wege des Heilens (München 1982): Für Reich wären „die Galaxien selbst (…) ungeheure ‚Bestien‘, die sich über Millionen Jahre der Kopulation hingeben, ausgedehnt über das Gewebe von Zeit und Raum, getrennt von uns durch eine bloße Membran, die sich peristaltisch bewegt, uns aber auch mit ihr verbindet.“

So sah es vor 40 Jahren aus, als die Orgonomie eine genauso kurze wie kleine Renaissance erlebte. Danach kam dann die Sache mit dem Orgonit (in Kunstharz eingegossener Elektroschrott), der die gesamte Orgonomie förmlich aufgefressen hat. Interessiert sich heute jemand für Orgon und googelt, wird er vor allem auf Orgonit, Chemtrails und anderen Esoterik-Müll stoßen. Und was Reich selbst betrifft, hassen ihn die Linken, weil er der ultimative genital-normative Denker ist. Die Rechten hassen ihn, weil er irgendwo zwischen Frankfurter Schule, Kinsey und Foucault schweineigelt.

Dem schwarzen Faschisten dringen verzerrte (perverse) Empfindungen aus dem Kern ins Bewußtsein: um den Zwiespalt zwischen gesundem Empfinden und extremer Perversion zu lösen, bekämpft er die letztere in seiner Umwelt als absolute gesetztes Böses („Kommunisten“, „Homosexuelle“, etc.) und verteidigt dagegen verzweifelt Symbole des orgonotischen Kerns („Ehre“, „Reinheit“, „Nation“, etc.). Der Kommunist hat diesen Kontakt (selbst wenn er abstoßend verzerrt ist) vollkommen verloren, so daß bei ihm der Konflikt zwischen der mittleren (asozialen) Schicht und der (pseudosozialen) Oberfläche besteht. Um diesen zu lösen, muß er sich eine verabsolutierte Ideologie zulegen, mit der er mit allem moralischen Elan nach Belieben morden kann. Was also beide soziopolitischen Bastarde der Religion verbindet, ist, daß verzweifelt der Himmel auf Erden erstrebt wird.

Ich kann mich noch gut an die Religion erinnern, in das die Reich-Renaissance eingebettet war, das „New Age“, dessen ideologisches Gebäude sich durch folgendes Kombinationsschema beschreiben läßt (Psychologie heute, Okt. 1985) – das noch heute die Grüne Politik und damit DIE Politik bestimmt:

Alle Worte kann man beliebig miteinander kombinieren, etwa „harmonische Dissipationssynthese“!

In einer Vorlesungsreihe an der Berliner FHW mit dem Titel Wege aus der ökologischen Krise (die im Sommer 1986 Parallel zu den Wilhelm Reich-Vorlesungen der emotion-Redaktion lief) finden wir natürlich „Fritjof Capra’s ‚Wendezeit’“ (für den Reich noch im „alten Paradigma“ befangen ist – da Reich nicht ins obige Verschiebungsschema paßt), „Rationalität und Transzendenz“ sollen verbunden werden, „Wendezeichen“ mehren sich und die Frage „New Age – Post-Moderne – was kommt danach?“ wird beantwortet.

Ich muß da immer an Reichs Blick auf den Nationalsozialismus denken – in dem sich, Reich zufolge, das vegetative Leben seine Bahn brach (Die sexuelle Revolution).

Ähnlich wie der Nazismus ist auch die New-Age-Bewegung wie eine gigantische Organisation aufgezogen. Und genau wie der Nazismus basiert auch diese Bewegung auf einer Hierarchie (…). Die Oberen (…) wissen immer mehr als die einfachen Gefolgsleute. (…) Nazismus und New-Age-Bewegung sind politisch-spirituelle Größen, die auf den gleichen esoterischen Grundlagen basieren (…) Das politische Klima in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ist vergleichbar mit der heutigen Situation. Die Vereinigten Staaten befinden sich in einer sehr ähnlichen Lage. Seit dem Vietnamkrieg hat sich eine starke Wende zu „Wandervogel“-Ideen und östlichen Mystizismus vollzogen. Die New-Age-Bewegung wie der Nazismus beschreiben den „Weg“ zur Erlangung eines „transzendentalen Bewußtseins“, zur Transformation der Massen durch Einweihung in „Mysterien“. (…) Ein anderer gemeinsamer Punkt (…): „(…) Eine neue Rasse betritt den Planeten. Die herrschende Rasse ist eine sterbende Rasse. das zunehmende Interesse an Psychotechnologien, geistigen Übungen und heiligen Traditionen ist die Offenbarung einer neuen, intelligenten Rasse, die sich unter dem Widerstand der herrschenden Rasse formiert und eine einheitliche planetarische Kultur entwickelt.“ (John White) Hitler sagte fast genau dasselbe. (C.E. Cumbey z.n. H.-J. Ruppert: New Age, Wiesbaden 1985)

Die erwähnten Psychotechniken (Meditation, Reichianische Körpertherapien, etc.) zerstören systematisch das körperliche Orgonfeld und weiten es konfus aus, wobei Autonomie und Willenskraft zerstört wird.

Die trans Pest (Teil 2)

21. August 2026

Primäre Triebe kommen stets da heraus, wo sie nach der gegebenen Natur der Dinge sollen, bei a, b und c, sie werden zu sekundären Trieben, wenn sie unnatürlicherweise bei d, e, f, g, h, i, j …. u, v, w, x, y, z herauskommen, da die Panzerung a, b und c verstopft. Da dieser falsche, krankhafte Abfluß immer noch eine gewisse Erleichterung und damit Energieökonomie garantiert, kann man sekundäre Triebe als sozusagen „queere“ Selbstheilungsversuche des Organismus betrachten. Deshalb fühlen sich trans Leute während und nach der Transition jedenfalls zunächst so erleichtert. Das Fatale ist nun, daß diese Perversionen keine tiefgreifende Befriedigung schenken, immer ein Rest an nagender Unruhe bleibt und sie deshalb immer weiter ausufern. Deshalb hält bei trans Leuten die Erleichterung nicht lange an und es geht ihnen meist schlechter und schlechter, egal wie sie das zu überspielen versuchen. Die Gesellschaft sei schuld und deshalb müsse man immer radikaler für trans Rechte eintreten. Der krankhafte Spieler, der erst aufhört, wenn er ruiniert ist, ist ein weiteres Beispiel, obwohl der selten die Gesellschaft für seinen Abstieg in die Hölle verantwortlich macht.

Sekundäre Triebe vermitteln nur die Illusion kurativ zu sein, sind es aber nicht – im Gegenteil. Es muß darum gehen, sie einzuschränken und den Patienten beizubringen, die Angst auszuhalten, die der daraus resultierende Energiestau erzeugt. Je mehr der Patient lernt, die Angst zu ertragen, desto mehr findet er auch den Mut durch die Barriere durchzubrechen, die „a, b und c“ blockiert.

Das, woran der Therapeut im Patienten als heimlichen Verbündeten im Kampf gegen die Neurose appelliert, sind niemals die sekundären Triebe, sondern immer die untergründig noch vorhandenen, sozusagen „okkult“ gewordenen primären Triebe. Sie drücken sich als Traum von einem besseren Leben, Idealismus, Kulturbeflissenheit, Religiosität, „Spiritualität“, Sentimentalität, etc. aus. Diese erhebenden Gefühle sind ein verzerrter Kontakt zum Kern, während sekundäre Triebe ganz zur sekundären Schicht oder gar zur Fassade gehören. Dies erklärt übrigens auch, warum die orgonomische Sozialpsychiatrie den Konservativen so wohlgesonnen ist. Im gesellschaftlichen Organismus vertreten die Konservativen nämlich diesen verzerrten Kernkontakt, an den man appellieren muß, wenn man die Gesellschaft gesund machen will. Die orgonomische Sozialpsychiatrie ist demgegenüber so unerbittlich gegen alles Liberale und Linke eingestellt, weil die Liberalen und Linken als Vertreter der Fassade tendenziell dazu neigen, den sekundären Trieben, dem DOR, freien Lauf zu lassen und dies sogar als therapeutisch erachten. Pride! Damit zerstören sie die Gesellschaft. Und wenn konservative Politiker dies beklagen und gegen Rock, Rap, Porno, queer und trans und Gewalt wettern – werden sie von den pseudoliberalen Medien lächerlich gemacht, gar als „Nazis“ beschimpft.

Ein Patient hat queere oder trans Impulse. Ist deren Ausleben stets zu unterbinden? Wie gesagt bieten solche sekundären Triebäußerungen langfristig keine Befriedigung und bilden eine Spirale nach unten (totale Abpanzerung, Zusammenbruch oder Krebs), aber natürlich sind es partielle Energieentladungen, die zumindest kurzfristig eine gewisse Energieökonomie sichern. Es ist wohl ein Kunstfehler, den Patienten in seiner sekundären Triebäußerung zu unterstützen, aber es wäre auch verantwortungslos sie mir nichts dir nichts einzuschränken und so vielleicht einen psychotischen Zusammenbruch, einen Selbstmord oder so zu provozieren.

Das wichtigste ist, den Betroffenen niemals, unter keinen Umständen moralisch und menschlich zu verurteilen. Nur die Liebe kann heilen. Es ist nur die Frage, was man „liebt“. Reich hat das Mitte der 1950er Jahre sehr gut in bezug auf seine Wüstenforschung ausgedrückt. Er hat die Wüste liebengelernt, weil sie in Gestalt von stacheligen Kakteen und Getier immer noch heroisch gegen den Tod ankämpft. Genauso kann man auch etwa einen einfach nur ekligen masochistischen passiven psychotischen Homosexuellen lieben, weil tief drinnen, entgegen einem Horror-Leben, doch noch irgendwie das Lebendige gegen den Tod ankämpft. Man liebt also nicht á la relativistischen Multi-Kulti-Liberalismus den Homosexuellen und sein „alternatives“ Leben oder sieht darin den ersten Schub der Befreiung, sondern man liebt seine Kernfunktion und bewundert ihn, weil er weiterkämpft, da wo ich oder du bereits Selbstmord begangen hätten. Ein liebenswerter, empfindsamer und auf seine Weise starker und Achtung verdienender Mensch! Therapie bedeutet, diesen Kern zu sehen und ihn zu unterstützen und soweit wie möglich ins Leben zurückzurufen, indem man von außen durch all den Dreck ihm charakteranalytisch entgegenkommt. Die Kakteen (die masochistischen und homosexuellen Perversionen) müssen dem frischen Gras weichen. Und um eine Wüste zu begrünen, begießt man nicht die Kakteen, aber man haut sie auch nicht einfach um, sondern man beschneidet sie nach und nach, um in deren Schatten Platz für das grüne Gras zu machen, das man hegt und pflegt und vorsichtig begießt, bis es schließlich triumphieren und selbst die Macht übernehmen kann.

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 4. Sexualökonomie, d. Der moderne Sexterror

28. Juli 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 4. Sexualökonomie, d. Der moderne Sexterror

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 4. Sexualökonomie, c. Kritik an der Sexualökonomie

22. Juli 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 4. Sexualökonomie, c. Kritik an der Sexualökonomie

Warum ich LSR abgrundtief hasse und verachte

13. April 2026

Die drei Parias des Geistes (Laska) werden rehabilitiert und dergestalt ins diametrale Gegenteil verkehrt:

LaMettrie wird unisono auf den „Maschinenmenschen“ reduziert. Monoton taucht sein Name auf, wenn irgendwas von „Kybernetik“, „Robotik“ und „Transhumanismus“ die Rede ist. Der Mensch ist eine Maschine, in die man mittels Drogen irgendwelche Phantasma einspeisen kann:

Stirner wird immer wieder von allen möglichen Perversen und Transen ins Feld geführt: Psychische Gesundheit ist Spuk! Ich bin, wer ich bin!

Und schließlich Reich, der seine beiden Vorgänger in sich vereinigt. Dazu möchte ich ausnahmsweise KI zitieren:

Wilhelm Reich wird oft als eine Art „Urvater“ oder visionärer Vorläufer des Transhumanismus betrachtet, obwohl er primär als Psychoanalytiker und Begründer der Körpertherapie bekannt ist. Die Verbindung ergibt sich vor allem aus seinem Streben nach einer fundamentalen Überwindung menschlicher Limitierungen durch die Manipulation biologischer Energien.

Hier sind die zentralen Parallelen und Konzepte, die diese Einordnung stützen:

Überwindung des „Körperpanzers“: Reich lehrte, daß Menschen durch Erziehung und Trauma eine muskuläre und psychische Panzerung entwickeln, die den freien Fluß der Lebensenergie verhindert. Sein Ziel war die Befreiung des Menschen von diesen biologischen und psychischen Fesseln – ein Kerngedanke des Transhumanismus, der die biologischen Schranken des Menschen erweitern oder aufheben will.

Orgon-Energie als technologische Optimierung: Mit der Entdeckung der „Orgon-Energie“ und dem Bau von Geräten wie dem Orgon-Akkumulator versuchte Reich, die menschliche Vitalität und Gesundheit durch externe Apparaturen gezielt zu steigern. Dieser Ansatz, den menschlichen Körper durch Technik zu „optimieren“ oder zu heilen, ist ein Grundpfeiler transhumanistischen Denkens.

Wissenschaftlicher Messianismus: Reich glaubte, durch die Entschlüsselung der Lebensenergie eine universelle Lösung für Krankheiten und gesellschaftliche Mißstände gefunden zu haben. Diese Vision einer durch Wissenschaft und Technik herbeigeführten „perfekten“ Existenz spiegelt den Optimismus moderner Transhumanisten wider.

Vordenker der Transformation: Während Reich sich auf die biologisch-energetische Ebene konzentrierte, zielen heutige Transhumanisten auf digitale oder genetische Upgrades ab. Beide eint jedoch der radikale Bruch mit dem traditionellen Menschenbild und die Überzeugung, daß der Mensch kein „fertiges“ Wesen ist.

In der Rezeption wird Reich daher oft als jemand gesehen, der die Grenzen zwischen Psychologie, Biologie und Technologie aufbrach, was ihn zu einer inspirierenden, wenn auch umstrittenen Figur für transhumanistische Strömungen macht.

Und was spezifisch die gesellschaftliche Zersetzung mit den Themen Geschlecht und Sexualität betrifft das folgende. Die Beispiele mögen antiquiert sein, doch es zeichnen sich Tendenzen ab, daß es in diese Richtung mit der Reich-Rezeption weitergeht.

1. Feminismus (Körperpolitik & Patriarchatskritik)

Alice Schwarzer: In ihrem frühen Werk (z.B. Der kleine Unterschied und seine großen Folgen) und in der Zeitschrift EMMA finden sich Spuren von Reichs Thesen zur sexuellen Unterdrückung der Frau als politisches Machtmittel.

Germaine Greer: In ihrem Klassiker Der weibliche Eunuch (1970) bezieht sie sich auf Reich, um zu erklären, wie Frauen durch gesellschaftliche Unterdrückung ihrer Sexualität und Lebensenergie entfremdet werden.

Shulamith Firestone: In The Dialectic of Sex (1970) verbindet sie Marx und Freud, nutzt dabei aber stark Reichs Ansatz, daß die sexuelle Revolution die Basis für die soziale Revolution sein muß.

Dianne Post: Die US-amerikanische Feministin bezog sich später explizit auf Reichs Analysen zur autoritären Familienstruktur als Keimzelle des Patriarchats.

2. Homosexuellenbewegung & Sexualpolitik

Hans-Georg Stümke: In seinem Standardwerk Homosexuelle in Deutschland analysiert er, wie die frühe Schwulenbewegung der 70er Jahre (z.B. die HAY in Berlin) Reich als theoretisches Fundament nutzte, um den Zusammenhang zwischen Faschismus und Homophobie zu erklären.

Rosa von Praunheim: Sein Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971) atmet den Geist von Reichs „Sexualökonomie“. Der Titel spiegelt Reichs Idee wider, daß die Umwelt (die Gesellschaft) das Individuum neurotisch macht.

Guy Hocquenghem: Der französische Theoretiker (Das homosexuelle Begehren, 1972) radikalisierte Reichs Thesen und verband sie mit Deleuze/Guattari, um die bürgerliche Moral als Unterdrückungsmechanismus zu entlarven.

Reimut Reiche: In Sexualität und Klassenkampf (1968) setzte er sich intensiv mit Reich auseinander, um die sexuelle Befreiung innerhalb der Studentenbewegung theoretisch zu begründen (wenn auch kritisch gegenüber Reichs späterem „Biologismus“).

3. Übergreifende Vordenker (Frankfurter Schule)

Herbert Marcuse: Er ist die wichtigste Brücke. In Triebstruktur und Gesellschaft (1955) rehabilitierte er Reich für die Neue Linke. Ohne Marcuses Reich-Rezeption hätte es die theoretische Grundlage für die sexuellen Revolten der 68er (Feminismus und Gay Lib) so nicht gegeben.

Max Stirner, Soter (Teil 18)

25. Juli 2025

Max Stirner vertritt die These, daß „der Stein auf der Straße“ und meine Vorstellung von ihm das gleiche Sein haben und durch dieses Sein rein gar nichts gerechtfertigt sei (Der Einzige, S. 383). Alle Prädikate, die ich den Dingen zuschreibe, alle meine Aussagen und Urteile, sind meine – Geschöpfe (Der Einzige, S. 378). Alles ist das „Meinige“, will sagen „Meinung“ (Der Einzige, S. 381f). Schönheit liegt, Stirner zufolge, demnach im Auge des Betrachters. Stirner fehlen die Maßstäbe. Er ist wie der Homosexuelle und Päderast (deren großer Held Anfang des letzten Jahrhunderts er wurde), der subjektiv glücklich ist und sich frägt, warum er sich ändern soll. „Ich bin, wer ich bin!“

Knapp und bündig gegen Stirner: der Einzelne, der „Einzige“, das Subjektive, die „Meinung“ ist niemals schön. Es gibt keine schönen Individuen und je „individueller“ ein Mensch ist, als desto unschöner wird er empfunden. Er ist ein „Charakter“! Als schön werden nur Durchschnittstypen angesehen. Schön ist nur der ideale Mensch, d.h. buchstäblich jenes real nicht existierende „Gespenst“ (um einen Ausdruck Stirners zu verwenden), der entsteht, wenn man alle Menschen überblendet und so das „vollkommene Gattungswesen“ (Feuerbach, Marx) erschafft. In diesem vollkommenen Wesen zeigen sich die Formgesetze der kosmischen Orgonenergie in vollkommenster Form (das Platonische Ideal, Goldener Schnitt, Orgonom-Form, D’Arcy Thompson, „perfekte Statik“, etc.). Ästhetisches Empfinden ist nicht gesellschaftlich andressiert, sondern angeboren; eine biologische Konstante der Spezies Homo sapiens. Genauso bemerkenswert ist, daß diese Ästhetik strengen mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Im zweiten Band von Also sprach Zarathustra schreibt Nietzsche entsprechend: „Wenn die Macht gnädig wird und herabkommt in’s Sichtbare: Schönheit heiße ich solches Herabkommen“ (Studienausgabe Bd. 4, S. 152).

Wenn Stirner dermaßen viel Abneigung entgegengebracht wird, hat das nicht nur etwas mit der Über-Ich-Problematik zu tun (Ethik), sondern auch etwas mit der Ästhetik. Leider ist beides über Platons „Alles Gute ist schön!“ unheilvoll miteinander verknüpft. Eine Stirnerianische Ästhetik hingegen ist undenkbar – weshalb jemand wie Reich lieber dem „vollkommenen Gattungswesen“ nachstrebte, sich bei Marx und Freud verfing, alle möglichen, um mit Laska zu sprechen, Palimpsests auftrug und Stirner nur hier und da im vorbeigehen erwähnte. Das war keine Verdrängung von Stirner, sondern eine Entfremdung von ihm. Das Palimpsests-Auftragen war Ausfluß eines Kampfes zwischen Stirner und Plato in Reichs Brust; ein Resultat dessen, daß dieser Kampf nie begrifflich auf den Punkt gebracht wurde. Wer sah beispielsweise bisher die funktionelle Identität von Reichs „Marxismus“ und Die kosmische Überlagerung?

Holen wir weiter aus, indem wie Stirner in fünf Sätzen zusammenfassen: Ausnahmslos alle Menschen sind Egoisten (Christen sind vermeintlich „Altruisten“, weil sie den „himmlischen Lohn“ erwarten!), aber der echte, d.h. zu sich stehende Egoist, weiß von seiner Einzigkeit, d.h. er wird nicht vom „Über-Ich“ (dem „Heiligen“) bestimmt, das alle in „Platonistische“ Muster einpaßt. Er ist frei von Ethik und reguliert sich selbst, ist Eigner seiner selbst. Als bewußter Egoist verfügt er über sein Eigentum. Sein (zumindest potentielles) Eigentum ist alles, dem er die „Heiligkeit“ abspricht. Dieses Eigentum ist sozusagen das Siegel des Einzigen, so wie der Deutsche „einzigartig“ mit Deutschland assoziiert ist.

Wo ist hier Platz für die Ästhetik, also Schönheit? Der Eigner ist potentiell mit dem gesamten Universum assoziiert – ist eben kein „Charakter“! (Siehe dazu meine Interpretation der „Ewigen Wiederkehr“ in Der verdrängte Nietzsche.) Erst nachdem die Willkür des Über-Ichs, d.h. wenn das „Heilige“, gebrochen ist, kann sich das universelle Ideal entfalten. Ein Beispiel ist der „Stirnerianismus“ selbst, der wie bereits angeschnitten, zentral von Perversen, Homosexuellen, Päderasten wie John Henry Mackay und anderen Vertretern des „ich bin schön, so wie ich bin“ bestimmt wurde: „Wir sind allzumal vollkommen! Denn wir sind jeden Augenblick Alles, was Wir sein können, und brauchen niemals mehr zu sein“ (Der Einzige, S. 403f). – Sie verwechselten sich mit dem, was die Gesellschaft, das Über-ich aus ihnen gemacht hat: sekundäre „Natur“, so daß die „ideale“ primäre Natur nicht „herabkommen“ konnte.

Wenn die Panzerung aufgehoben ist, waltet nicht mehr die irre Willkür, sondern die Platonischen Naturgesetze, gegen die übrigens Stirner rein gar nichts hatte. Die über Generationen erforschten ewigen mathematischen (und damit physikalischen) Gesetze wollte er nicht missen (Der Einzige, S. 40, 374).

Leute, die durchaus „guten (LSR-) Willens“ sind, wehren sich gegen LSR (z.B. auch Reich gegen Stirner), weil sie sich nach jenem „Kosmischen“ sehnen, was nach der Auflösung der Panzerung kommt. Bei L („der Mensch als Maschine“), S („Verbrechertum“) und R („der Mensch als sich windender Wurm“) finden sie jedoch vermeintlich das genaue Gegenteil. Natürlicherweise wenden sie sich lieber gleich dem Erhabenen zu (Diderot, Marx, Freud): D („höheres Menschentum“), M („vollkommenes Gattungswesen“) und F („Sublimierung“) – was sie in der Falle hält und immer tiefer in den Sumpf zieht. Eine teuflische Dialektik, die Reich mit seiner Orgonforschung aufbrechen wollte.

Wenn Feuerbach vom vollkommenen Gattungswesen spricht und der „sozialistische Humanismus“ Marxens von der „voll entfalteten, gymnastisch gestählten, sozialistischen Persönlichkeit“ ist selbstverständlich immer da Vincis Homo quadratus mit seinen vollkommenen Pythagoreisch/Platonischen Proportionen mit gemeint! Bei Marx geht es um die Beseitigung der Arbeitsteilung, deren Überwindung, etwa durch die Vereinigung von „produktiver Arbeit mit Unterricht und Gymnastik“ (Kraft durch Freude), aus dem spezialbegabten „Teilindividuum“ das allseitig begabte gesellschaftliche Individuum macht. Bezeichnenderweise beruft sich Marx bei dieser „materialistischen“ Fassung des Platonischen „Gattunsgwesens“ auf Robert Owen: „Aus dem Fabriksystem, wie man im Detail bei Robert Owen verfolgen kann, entsproß der Keim der Erziehung der Zukunft, welche für alle Kinder über einem gewissen Alter produktive Arbeit mit Unterricht und Gymnastik verbinden wird, nicht nur als eine Methode zur Steigerung der gesellschaftlichen Produktion, sondern als die einzige Methode zur Produktion vollseitig entwickelter Menschen“ (Das Kapital I, Ullstein Taschenbuch, S. 439 [MEW Bd. 23, S. 508]).

Ich habe zwar nicht die Aufgabe oder den Beruf bzw. die Berufung Mensch zu sein, aber ich bin Mensch. Dieses Menschsein ist Teil meiner Eigenheit, weshalb ich mich etwa für Primatologie interessieren „sollte“. Das gleiche gilt für mich als Naturwesen und Weltwesen. Zumal ich in der Natur wirklich ich sein kann, denn die ist frei vom Über-Ich. Und mit „in der Natur“ meine ich nicht nur (z.B.) eine Waldwiese, sondern wirklich alles, was nicht vom Über-Ich vermurkst ist. Ich lebe schon in einer „Kinder der Zukunft-Welt“, an deren Maßstäben ich die, for lack of a better term, „Über-ich-Welt“ identifizieren und beseitigen kann.

Ist die Orgonomie prüde? (Teil 2)

12. Juni 2025

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist die gesellschaftliche Ablehnung von Homosexuellen rätselhaft, denn sie fallen ja als Konkurrenten beim Kampf um die Gunst des jeweils anderen Geschlechts aus und stellen auch keinerlei Belastung für die Gemeinschaft dar.

Entsprechend reagieren auch Genitale Charaktere auf Homosexualität: während der emotional („psychisch“) gesunde Mensch sich vor Pornographie ekelt, sind ihm Perversionen im allgemeinen und Homosexualität im besonderen vollkommen gleichgültig.

Demnach müßte Homophobie ein typisches Produkt von Panzerung sein. Und tatsächlich werden in dem erwähnten Artikel Forschungsergebnisse referiert, denen zufolge, genau wie Freud einst sagte, insbesondere jene homophob sind, die selbst homosexuelle Tendenzen in sich hegen. Beispielsweise reagierten bei einem entsprechenden Versuch homophobe Männer zu 54 % auf homoerotische Filme mit sexueller Erregung, während es bei (zumindest in dieser Hinsicht) psychisch gesunden Probanden nur 24 % waren.

Besonders interessant ist die Sache, wenn man sie von der soziopolitischen Charakterologie her betrachtet, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia beschrieben wird. Hier spielt das fehlgeleitete Ekelgefühl eine zentrale Rolle:

So fanden Psychologen der Cornell-Universität in Ithaca in Tests mit hundert Probanden heraus, daß Männer und Frauen mit größerer Tendenz, Ekel zu entwickeln, auch bei der Konfrontation mit homosexuellen Praktiken mehr Ekelreaktionen zeigen als für dieses Gefühl weniger empfängliche Versuchspersonen. Ekelgefühle waren bei konservativen Menschen grundsätzlich stärker ausgeprägt als bei politisch eher links stehenden, ergaben weitere Studien – was erklären könnte, weshalb in konservativen Kreisen die Ablehnung von Homosexualität größer ist.

Ekel ist per se nichts „Verwerfliches“ oder „Ungesundes“, sondern gehört zu unserer grundlegenden biologischen Ausstattung. Dieses Gefühl ist für das Überleben ähnlich wichtig wie die Angst. Aber genau wie bei der Angst bringt es die Panzerung, und die damit einhergehende Fehlsteuerung der organismischen Orgonenergie, mit sich, daß wir dieses überlebenswichtige Gefühl auch bei Dingen empfinden, wo es keinerlei rationale Funktion mehr erfüllt. Daß diese Fehlsteuerung bei Konservativen, die mehr „in ihren Gefühlen leben“, stärker ausgeprägt ist als bei eher „verkopften“ Linken ist naheliegend.

Genauso wie bei irrationalen Ängsten kann hier nur beharrliche Aufklärung weiterhelfen, um das Leben von Homosexuellen in unserer Gesellschaft langfristig erträglicher zu machen. Provokationen wie die typischen „Christopher Street Day-Paraden“ wirken hier eher kontraproduktiv. (Viele konservativ eingestellte Homosexuelle beklagen, daß ihre Gemeinschaft politisch instrumentalisiert wird und sie von Linken zynisch als „Bürgerschreck“ verheizt wird. Traditionell sind Homosexuelle Träger der Hochkultur, des guten Geschmacks und der „guten Sitten“!)

Zwar ist es löblich, daß Biologen sich in den Kampf gegen die Homophobie einreihen, aber wie das geschieht, ist mehr als fragwürdig. Nicht etwa anhand der Funktion des Orgasmus, sondern ausgerechnet anhand einer Perversion überwinden sie ihre Fixierung auf den Reproduktionserfolg. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen urplötzlich ein, daß Sexualität noch andere Funktionen hat als den bloßen Austausch von Genmaterial.

In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht habe ich mich zur Genüge mit dem Unsinn befaßt, den eine in dieser Hinsicht vollkommen politisierte Biologie in den letzten Jahren verzapft hat. Hier nur folgendes zur Ergänzung:

Der Neuroethologe Donald Edwards (Georgia State University, Atlanta) hat „Pseudo-Geschlechtsverkehr“ zwischen Flußkrebs-Männchen untersucht. So etwas hatte man bisher nur bei Säugetieren, insbesondere Primaten beobachten können. Von den 20 männlichen Flußkrebs-Paaren, die getestet wurden, versuchte bei 16 Paaren das eine Männchen das andere in die Rolle des Weibchens zu drängen. Bei 12 Paaren führte dies zu einer „Pseudo-Paarung“. Diese Tiere überlebten alle den Beobachtungszeitraum von 24 Stunden. Bei den restlichen 8 Paaren blieben die rivalisierenden Männchen aggressiv und die Hälfte der unterlegenen Männchen wurde vom jeweiligen Gegner sogar getötet, zerlegt und verspeist.

„Homosexualität“ bei Tieren ist also nichts weiter als eine Anpassung, um die innerartliche Gewalt zu regulieren. Der hier evident werdende Gegensatz von Aggression und Sexus unterstützt Reichs sexualökonomische Thesen.

Nun zur Pädophilie:

The Telegraph berichtete 2013 von einer Konferenz der University of Cambridge über die psychiatrische Klassifikation der diversen sexuellen „Spielarten“. Philip Tromovitch (Doshisha University, Japan) sagte: „Pädophile Interessen sind für Männer natürlich und normal. Zumindest eine beträchtliche Minderheit der normalen Männer hätte gerne Sex mit Kindern… Normale Männer fühlen sich von Kindern angeregt.”

Tom O’Carroll, ein Intensivtäter und langjähriger Kämpfer für die Legalisierung von Sex mit Kindern war anwesend und kommentierte später auf seinem Blog: „Wunderbar! Es waren einmalige Tage, an denen ich mich relativ beliebt fühlte!“

Es gäbe, so The Telegraph, in Teilen des akademischen Establishments das Bestreben, die Grenzen dessen, was an „Kindersex“ akzeptabel sei, immer weiter auszuweiten. Hier werde ein Diskurs wieder aufgegriffen, der in den 1970ern und 80ern dominierte:

Mit der Pille, der Legalisierung von Homosexualität und abnehmenden Tabus gegenüber vorehelichem Sex waren die Siebziger die Zeit einer ziemlich plötzlichen sexuellen Emanzipation. Viele Liberale durchschauten natürlich die zynische Rhetorik von PIE [eine Pädophilen-Organisation] von wegen „Kinderbefreiung“. Aber für andere auf der linken Seite war Sex von oder mit Kindern nur eine weitere repressive Grenze, die geschleift werden mußte – und der akademische Bereich war einer der wichtigsten Unterstützer.

Aus Deutschland kennen wir das von der entarteten Kinderfickerpartei, die Grünen! Wenn sie nur könnten, wie sie wollten, d.h. wenn das hinderliche gesunde Volksempfinden selbst in der eigenen ansonsten maximal degenerierten Klientel nicht wäre…

Die Demokraten im U.S. Congress kämpfen für die Bürgerrechte: alle möglichen Gruppen sollen vor „Hate Crimes“ geschützt werden, etwa Stadtstreicher und alle denkbaren ethnischen und sexuellen Minderheiten. Tatsächlich sollen alle gegenwärtig von der American Psychiatric Association aufgelisteten „Paraphilien“ so geschützt werden wie heute bereits die Homosexuellen. Es wäre nach dieser Gesetzgebung möglich, daß beispielsweise ein Exhibitionist nur eine Ordnungswidrigkeit begeht, während die Frau, vor der er sich entblößt hat und die in einem Anfall von Panik nach ihm getreten und ihn wüst beschimpft hat, in Zukunft ein Bundesgesetz bricht und dafür ins Zuchthaus kommen könnte.

Selbstverständlich werden in Zukunft auch Kinderficker geschützt werden.

Parallel sind seit Jahren Bemühungen innerhalb der American Psychiatric Association im Gange, das Werk zu vollenden, daß 1973 begann, als auf Druck der Schwulenbewegung die Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten gestrichen wurde.

2003 haben während des jährlichen Treffens der American Psychiatric Association in San Francisco Charles Moser und Peggy Kleinplatz dafür plädiert, „Paraphilien“ aus dem „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-IV-TR) zu streichen. Dazu zählen sie ausdrücklich Sadomasochismus, Exhibitionismus, Fetischismus, Transvestismus, Voyeurismus und – Pädophilie! Die Situation der „Paraphilen“ heute würde jener der Homosexuellen Anfang der 70er Jahre entsprechen.

Dieser Aufruf zur „Emanzipation“ der Perversen ist nur folgerichtig, zumal die beiden bis zum heutigen Tag Psychiater darauf hinweisen, daß es keinerlei Kriterien dafür gibt, was gesunde Sexualität eigentlich ausmacht.

Ohne Reich steht die Psychiatrie vor der Wahl zwischen Relativismus und Moralismus.

In DNP – Der Neurologe & Psychiater (10/05) präsentiert der bekannte Sexologe Volkmar Sigusch so etwas wie eine Zusammenfassung seines 2005 erschienenen Buches Neosexualitäten (Frankfurt: Campus). Trotz seines notorischen Reich-Hasses lohnt sich ein Blick auf sein Resümee der sexuellen Revolution:

Das, was einst als Lust, Rausch und Ekstase ersehnt wurde, wird seit zwei oder drei Jahrzehnten von dunklen Wolken voller Ekel, Wut, Bitterkeit, Rache, Angst und Haß überschattet: Übergriffe, AIDS, Ausbeutung, Pornographie, Kindesmißbrauch, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung, Abhängigkeit, etc. Hinzu komme eine Tendenz zur „Entleiblichung des Sexus“: Telefon-Sex, Partner-Treffs im Internet, „Cybersex“.

Die „sexuelle Revolution“ ist die schlimmste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Siehe dazu den Abschnitt „Üble Entstellungen orgonomischer Wahrheit“ in Christusmord (1978, S. 333-342).

Der „sozial-demokratische“ Abschaum im U.S. Congress ist dabei, die endgültige Zerstörung der westlichen Kultur zu besiegeln. Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn die Orgontherapie verboten wird, denn die will ja Neurosen und Perversionen heilen. Herbert Marcuse wird über Wilhelm Reich triumphieren. Stichwort: „Reorientierungstherapien“.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Homosexualität und die Angst der Psychiater”

29. September 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Homosexualität und die Angst der Psychiater“ und folgende

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „AIDS” und folgende

14. Februar 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „AIDS“ und folgende