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ZUKUNFTSKINDER: 6. Das sexuelle Elend der Jugend, e. Der kastrierte Junge

7. April 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

6. Das sexuelle Elend der Jugend, e. Der kastrierte Junge

Das Trauerspiel der Reich-Editionen

19. Februar 2018

Publish or die! Für Reich war das Publizieren seiner Arbeiten überlebenswichtig. Das begann mit seiner Arbeit als Psychoanalytiker und später als Sexualpolitker, den man schon bald mundtot machen wollte, und mündete schließlich in seinen sexualökonomischen und später orgonomischen Schriften im Exil. Beispielsweise waren seine Veröffentlichungen in den 1950er Jahren eine Hauptwaffe gegen die Kampagne der FDA und der amerikanischen Linkspresse gegen ihn. (Es ist durchaus vergleichbar mit Trumps heutigen Twittern!) Ohne seine Publikationsarbeit wäre er sehr schnell in der Versenkung verschwunden. Entsprechend wurde von ihm und später seinen Mitarbeitern, insbesondere Theodore P. Wolfe, eine ungeheure Arbeit und Sorgfalt in die Aufmachung der Schriften und Periodika investiert. Entsprechend wird man kaum je irgendeinen Fehler finden. Und das war lange vor den heutigen Rechtschreibprogrammen und unendlich vielen Recherche- und Korrekturmöglichkeiten, die wir heute mit den Computern haben!

Das hohe Niveau änderte sich nach Reichs Tod als Chester M. Raphael und seine Partnerin Mary Boyd Higgins Herausgeber seiner Schriften wurden. Anfangs passierte außer das eine oder andere verpeilte Vorwort nicht viel, denn die von Wolfe in enger Zusammenarbeit mit Reich angefertigten Übersetzungen wurden neu aufgelegt und erhielten teilweise positive Besprechungen, weil man nicht erwartet hatte, daß die FDA eine so wertvolle Literatur hat verbrennen lassen. Doch seit Anfang der 1970er Jahre wurden diese Originalübersetzungen, von denen ein eigentümlicher sprachlicher Zauber ausging, durch Neuübersetzungen ersetzt, die fast durchweg ein Desaster waren. Der Sprachduktus war für amerikanische Ohren mit einem Mal hölzern und „teutonisch“ und vor allem voller faktischer Fehler. Beispielsweise wurde aus dem „Generalpsychopathen“ (Hitler, unter dem u.a. seine Generäle litten) idiotischerweise „psychopathic generals“ – und zahllose andere Beispiele von Übersetzungsmurx (siehe hier und hier). Und das alles im Namen einer Organisation, die Reichs Namen trug. Es war alles sozusagen „Reich-offiziell“!

Aus verschiedensten Gründen konnte man sich nach Reichs Tod praktisch nur noch aufregen. Wirklich in jeder Neuausgabe wurde irgendein Bockmist gebaut, so als wollte man Reich posthum noch toter machen, als er ohnehin schon war. Dabei waren seine Schriften nach seinem Tod für sein Überleben (bzw. natürlich für das Überleben und die Verbreitung seiner Ideen) um Potenzen wichtiger als zu seinen Lebzeiten. Die Arbeit war auch um soviel einfacher, denn der Kanon lag abgeschlossen vor.

Den Leuten, die dieses posthume Verbrechen an Reich begangen haben, glaube ich keine einzige Sekunde, daß es keine andere Möglichkeit gab, daß man doch froh sein solle, daß Reich überhaupt wiederveröffentlicht wurde und was für ungeheure persönliche Opfer sie doch aufgebracht haben. Mir kommen die Tränen! Tatsächlich geht es nur um eins: daß sich diese Leute unglaublich stark voller Liebesinbrunst zu Reich hingezogen fühlen, er ihnen aber imgrunde fremd ist, sie deshalb nicht „mitschwingen“ können, aber auch nicht von ihrem vermeintlichen Erlöser lassen können. Die Lösung dieses Konflikts kann jeder in der Umgebung an den diversen Beziehungs- und Ehehöllen sehen: man kommt nicht vom angeblich „geliebten“ Partner los und versucht ihn deshalb mittels „Sabotage“ nach und nach buchstäblich umzubringen.

Deshalb reagiere ich so überaus empfindlich etwa jetzt auf Kinder der Zukunft. Reichs Wort ist Reich selbst, das ist das einzige, was von ihm geblieben ist, das ist sein LEBEN. Kleinere Fehler, wir sind alle nur Menschen – aber hier geht es um ein MASSAKER. Nehmen wird etwa die drei „Orgasmuskurven“ im „Kapitel“ über „Die sexuellen Rechte der Jugend“. Auf S. 160 ist die Orgasmuskurve zum Beispiel mit „F = Vorlust – Vorspiel“ beschriftet. Das „F“ wurde so aus der amerikanischen Ausgabe übernommen für „forepleasure – foreplay“. Im deutschen Orgnalmanuskript steht natürlich „V“! Was der unbedarfte Leser von Kinder der Zukunft in diese und die anderen aberwitzigen Beschriftungen (etwa „C = Beginn des Höhepunkts“ – im Orginal „A = Einsetzen der ‚Auslösung‘“) hineininterpretieren mag… S. 165: „N = Unlust nach der Ejakulation“, im Original „U = nachfolgendes Unbehagen“. S. 169: die Hemmungen werden mit „I“ statt wie im Original mit „H“ beschriftet. Man kann hier nur die Sorgfalt der amerikanischen Herausgeber und Übersetzer loben, denn „V = foreplay“ etc. wäre einfach derartig lächerlich gewesen!

Selbst die Herausgeber der amerikanischen Ausgabe sind dumm dran. Die Fußnote „Sulfonamides are the appropriate drugs used today“ wird übersetzt als:

Anm. der Hrsg. der amerik. Ausg.: Der weiche Schanker wird heutzutage antibiotisch behandelt. (S. 171)

Oder gar aus…

The incidence of later stages of syphilis has been declining, even without the indicated treatment, because antibiotics are now so frequently used for other infectious diseases as well.

…wird das veritable Gegenteil:

Anm. der Hrsg. der amerik. Ausg.: Die Syphilis ist durch die Antibiotikabehandlung zwar deutlich zurückgegangen, die Anzahl der Neuerkrankungen stieg ab (sic!) seit 1990 wieder deutlich an. Vor allem in Großstädten und unter Homosexuellen ist auch heute die Syphilis weit verbreitet.

Übrigens „1990“: die (einzige) amerikanische Ausgabe erschien 1983!

Alle gehen selbstherrlich mit Reich um. Die amerikanischen Herausgeber maßen sich an aus Versatzstücken selbst ein „Buch von Wilhelm Reich“ aus dem Hut zu zaubern, das er so nie geschrieben hat, und der deutsche Übersetzer setzt in einer zweiten Schicht an Selbstherrlichkeit noch eins drauf. Also normal ist das nicht!

Besprechung von Andreas Peglau: RECHTSRUCK IM 21. JAHRHUNDERT (Teil 1)

13. August 2017

Der folgende Absatz faßt Andreas Peglaus Buch zusammen:

Je intensiver gesunde Gefühle und gesunde Sexualität weiterhin durch patriarchal-autoritäre Normen und Institutionen, durch Kleinfamilien und Kirchen unterdrückt und pervertiert werden, je schlimmere Erniedrigungen, je mehr Existenzangst der neoliberale Kapitalismus dem hinzufügt, desto mehr destruktives Potential steht zur Verfügung – gerade für „rechte“ Bewegungen. Hier läßt sich die anerzogene Unterwürfigkeit beibehalten; sie muß nur auf Ersatzführer und neue Idole umgelenkt werden. Der seit Kindheit angestauten Wut werden zudem sozial Schwächere, oftmals bereits Ausgegrenzte als Feindbilder präsentiert, an denen man sich ohne größeres Risiko abreagieren kann. (S. 85)

Die erste Hälfte des Buches (50 Seiten), wo es um Reichs Entwicklung bis 1933 geht, dessen Massenpsychologie des Faschismus und, wenn auch sehr kurz, um dessen späteres Schicksal, gehört zum Besten, was ich je über Reich gelesen habe. Hier möchte ich aber sogleich meinen ersten Kritikpunkt anbringen. Die heute verbreitete Version der Massenpsychologie des Faschismus verkleistert durch die wirre Aufteilung in Kapitel, die nicht mit der der Originalversion von 1946 übereinstimmt, daß das Buch aus drei klar voneinander getrennten Teilen besteht: das gering revidierte und mit Zusätzen versehene 1933 erschienene Buch über den Nationalsozialismus, eine Mitte der 30er Jahre verfaßte Abrechnung mit dem Stalinismus und drittens einen Anfang der 40er Jahre verfaßten Abschnitt über die Arbeitsdemokratie. Über diesen letzten Teil verliert Peglau kein einziges Wort! Peglau erwähnt, mit Berufung auf David Boadella, daß Reich am Ende psychisch zunehmend angeschlagener wurde, doch mit keinem Wort wird die Emotionelle Pest erwähnt oder wird erwähnt, daß der McCarthyismus (die „Rechte“ in den USA) bei Reichs Verfolgung keine Rolle spielte.

Wer heute von der Alternative „Kapitalismus oder Klima“ spricht (siehe S. 75), so als würde hier nicht „Wissenschaft“ für bestimmte Interessen manipuliert und instrumentalisiert, ist schlichtweg naiv. Ähnliches ließe sich über die angeblich „lebensbejahende“ Politik der offenen Grenzen sagen, die die Löhne und die Sozialstandards drückt! Übrigens setzt Peglau „Fremdenfeindlichkeit“ durchweg mit „Lebensfeindlichkeit“ gleich (S. 107). Die Biologie sieht das anders – jeder Schimpanse sieht das anders. Ja, jedes Volk auf dem Planeten sieht das anders, bis auf die Weißen. Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, nicht für die Interessen der eigenen Gruppe einzutreten? Was sollte daran „lebensbejahend“ sein, Araber mit einem durchschnittlichen IQ von 85 und Afrikaner mit einem von 70 zu Millionen ins Land zu lassen? Was ist daran „lebensbejahend“, sich den Islam ins Land zu holen? Beide Faktoren (niedriger IQ und Islam) sind mit einer Demokratie nicht vereinbar.

In diesem Zusammenhang muß ich eine Stelle im Buch erwähnen, bei der ich laut auflachen mußte. Peglau setzt Demokratie mit „Volksherrschaft“ gleich, was alle Menschen, also auch die Fremden umfasse (S. 103). Der naheliegende Einwand von wegen „Volk“ wird in einer Fußnote abgebügelt: es wäre haltlos von einem ewig abgeschotteten „Staatsvolk“ zu reden, man brauche nur ins Berliner Telefonbuch schauen. Ohne die hier evident werdende „ständige Durchmischung inklusive Zuwanderung“, „dürfte wohl auch heute kein deutscher Staat mehr existieren: Nationalistische ‚Inzucht‘ führt planmäßig zum Aussterben“ (S. 151). Mal abgesehen davon wie abwegig dieser Gedanke bei einem 80 Millionen-Volk ist und daß Peglau hier plötzlich die Biologie anführt: Wie verpeilt ist es, Millionen von Moslems ins Land zu holen, die über viele Generationen hinweg tatsächlich systematisch Inzucht betrieben haben?

Peglau will uns aufklären, uns die Augen öffnen, uns Mitgefühl und Solidarität vermitteln, zeigt aber untergründig eine erschreckende Kälte, Kontaktlosigkeit und Ahnungslosigkeit. Peglau erwähnt den GULAG und Hiroshima, warum nicht das weitaus Näherliegendere: den Alliierten Bombenterror und die Vertreibung aus dem Osten? Warum beklagen deutsche Gutmenschen stattdessen den alliierten Bombenterror in Japan oder die Massenvertreibungen im Nahen Osten? Diese komplette Absurdität, für die Peglau offenbar jedes Sensorium fehlt, ist ein Thema der Massenpsychologie, das man mit Hilfe eines Buches aufschlüsseln kann, welches ich am Ende erwähnen werde. Antisemitismus? Der ist heutzutage wohl eher ein Problem der Linken, die geradezu besessen von „Israel und den Palästinensern“ ist. Sich für tote Juden zu „engagieren“ ist billig! Wer nicht zu Israel steht, soll gefälligst von der Shoa und vom Antisemitismus schweigen! Apropos Juden: die Juden von 1933 werden von Peglau mit den heutigen Moslems, Zigeunern, Homosexuellen und Arbeitslosen verglichen! (S. 84). Da zieht sich bei mir wirklich alles zusammen. Es ist auch geschichtsblind: die Juden waren überdurchschnittlich, teilweise geradezu sensationell erfolgreich… Es ist der helle Wahnsinn Reichs Widerstand gegen die NSDAP mit dem heutigen „Antifaschismus“ gleichzusetzen, der durchweg vollständig risikolos und schlichtweg verachtenswert ist. Die organisierte Emotionelle Pest auf deren Seite sich Peglau stellt – im Namen Wilhelm Reichs!

Peglau rückt den Neoliberalismus zumindest in die Nähe des Faschismus. Dagegen stellt er Gleichheit und Gerechtigkeit, so als würden diese sich nicht gegenseitig ausschließen. Das sieht man allein schon daran, daß es einen Sozialstaat nur bei geschlossenen Grenzen geben kann. Von einem „neoliberalen System“ in Deutschland zu sprechen, ist schon deshalb abwegig, weil die Staatsquote bei fast 45% liegt. Ebensogut könnte man von einem sozialistischen System sprechen. Aber ich möchte mich gar nicht auf die Diskussion einlassen, beispielsweise trat Friedrich von Hayek für eine staatliche Grundsicherung ein, sondern darauf hinweisen, daß Peglau eine linke Vision präsentiert, andere eine rechte Vision präsentieren könnten, – diese Visionen an sich aber vollkommen irrelevant sind. Sie sind der jeweilige Ausdruck unterschiedlicher Charakterstrukturen. Erst nachdem diese in ihrer Dynamik durchschaut worden sind, kann man sich daran machen, die Welt jenseits der beiden ideologischen Scheuklappen zu betrachten. Peglau selbst führt Reichs Dreischichten-Modell (Kern, sekundäre Schicht, Fassade) an (beispielsweise S. 105f), kommt aber nicht auf den Gedanken, daß der „Liberalismus“ (gemeint ist der Linksliberalismus und Sozialismus) und damit seine, Peglaus im Buch ausgebreitete Theorien direkter Ausdruck der oberflächlichen Schicht ist. Folgt man Elsworth F. Bakers Ausführungen in Der Mensch in der Falle ist Peglau ein „sozialistischer Charakter“.

Daß Peglau kein einfacher Liberaler ist, wird an seiner grundsätzlich positiven Haltung zur sogenannten „DDR“ deutlich (weil diese grundsätzlich antifaschistisch gewesen sei), insbesondere aber aus folgenden beiden Sätzen, die man mehrmals lesen sollte:

Klare „Verordnungen“ der Führenden gegen faschistoide Tendenzen und entsprechendes Handeln könnten einiges [für die antifaschistische Umerziehung] bewirken – trotz der autoritären Strukturen: Wer sich wünscht, einer Obrigkeit zu folgen, käme dadurch zumindest in Konflikt mit seiner Fremdenfeindlichkeit. (S. 114)

Der Terror des antideutschen Merkel-Regimes, der politischen Korrektheit, der Drohung mit der Vernichtung der bürgerlichen Existenz für bloße Meinungsäußerungen grinst uns an! Peglau, will jedweder Entwicklung nach rechts die Grundlage entziehen (S. 116). Für ihn gibt es nur eine einzige Richtung, die akzeptabel ist. Selbst Die Linke ist ihm mittlerweile zu rechts (S. 85).

Peglau analysiert den tiefenpsychologischen Hintergrund des AfD-Anhängers. Man sollte sich eher fragen, was in jemandem vorgeht, der so etwas bejaht wie das Parteiprogramm Der Linken. Elsworth F. Baker hat diese Frage beantwortet:

Der-Mensch-in-der-Falle

Orgontherapie: ein Licht in der Finsternis

14. Juli 2017

Primäre Triebe kommen stets da heraus, wo sie sollen (bei a, b und c), sie werden sekundär, wenn sie bei d, e, f, g, h, i, j …. u, v, w, x, y, z herauskommen. Da dieser, wenn man so sagen kann, „falsche Abfluß“ immer noch eine gewisse Energieökonomie garantiert, kann man sekundäre Triebe als Selbstheilungsversuche des Organismus betrachten. Das Fatale ist nun, daß sie keine Befriedigung schenken und deshalb immer weiter ausufern. Der krankhafte Spieler, der erst aufhört, wenn er ruiniert ist, ist dafür ein Beispiel. Sekundäre Triebe geben also nur die Illusion kurativ zu sein, sind es aber nicht – im Gegenteil. Es muß darum gehen, sie einzuschränken und den Patienten beizubringen, die Angst auszuhalten, die der daraus resultierende Energiestau erzeugt. Je mehr der Patient es aushält, diese „Stauungsangst“ zu ertragen, desto mehr findet er auch den Mut durch die Barriere durchzubrechen die „a, b und c“ blockieren.

Ist aus Ausleben sekundärer Triebe stets zu unterbinden? Wie gesagt, bieten solche sekundären Triebäußerungen langfristig keine Befriedigung und bilden eine Spirale nach unten (totale Abpanzerung, Zusammenbruch oder Krebs), aber natürlich sind es partielle Energieentladungen, die zumindest kurzfristig eine gewisse Energieökonomie sichern. Es ist zwar ein Kunstfehler, den Patienten in seiner sekundären Triebäußerung zu unterstützen, aber es wäre auch verantwortungslos sie mir nichts dir nichts einzuschränken und so vielleicht einen psychotischen Zusammenbruch, einen Selbstmord oder eine „somatische Entladung“ (eine Biopathie) zu provozieren.

Das wichtigste ist aber, ihn niemals moralisch und menschlich zu verurteilen. Nur die Liebe kann heilen. Es ist nur die Frage, was man „liebt“. Reich hat das sehr gut in bezug auf die Wüste ausgedrückt: er hat sie liebengelernt, weil sie immer noch heroisch gegen den Tod ankämpft. Genauso kann man auch etwa einen einfach nur ekligen masochistischen passiven psychotischen Homosexuellen lieben, weil tief drinnen, entgegen einem Horror-Leben, doch noch irgendwie das Lebendige gegen den Tod ankämpft. Man liebt also nicht, á la relativistischem Multi-Kulti-Liberalismus, den Homosexuellen und seinen „alternativen Lebensstil“ oder sieht darin, á la manche „Reichianer“, den ersten Schub der Befreiung, sondern man liebt seine Kernfunktion und bewundert ihn, weil er weiterkämpft, da wo ich oder du bereits Selbstmord begangen hätten. Therapie bedeutet, diesen Kern zu sehen und ihn zu unterstützen und soweit wie möglich ins Leben zurückzurufen. Die Kakteen (die masochistischen und homosexuellen Perversionen) müssen dem frischen Gras weichen. Und um eine Wüste zu begrünen, begießt man nicht die Kakteen, aber man haut sie auch nicht einfach um, sondern man beschneidet sie nach und nach, um Platz für das grüne Gras zu machen, das man hegt und pflegt und nach Kräften begießt.

Der linke Schwulinkski Wilhelm Reich

6. April 2017

Bei Freud ist eine Sexualbetätigung dann pervers, wenn sie auf das Fortpflanzungsziel verzichtet, bzw. es noch nicht erfüllen kann (Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, Frankfurt: Fischer Taschenbuch, 1992, S. 302). Dementsprechend muß Freud seinen Schüler Reich als ebenso pervers eingestuft haben, wie etwa einen Homosexuellen, jemand der sein „Steckenpferd reitet“ und die von der Fortpflanzung losgelöste Genitalität fetischisiert.

Die orgonomische Haltung zur Homosexualität hat Reich bereits 1932 in Der sexuelle Kampf der Jugend abschließend zusammengefaßt: Homosexualität ist eine Fehlentwicklung, die man, im Gegensatz zur Heterosexualität, behandeln kann. Der Krankheitswert zeigt sich auch daran, daß beim Homosexuellen die Befriedigung geringer ist als beim vergleichbaren Heterosexuellen. Doch solange die sexualfeindliche Erziehung Homosexualität erzeugt und die Betroffenen glücklich sind und nicht geheilt werden wollen, geht ihre Homosexualität niemanden etwas an.

Aus seiner großem psychoanalytischen Erfahrung heraus ist Reich zu dem Schluß gekommen, „daß die meisten ‚Homosexuellen‘ ihre Besonderheit einer Fehlentwicklung in ihrer Kindheit verdanken, und daß die Fixierung im allgemeinen um das vierte Lebensjahr herum erworben wird, weshalb ihr Ursprung den Betoffenen außerhalb des Bewußtseins bleibt. Reich konnte in zwölf Fällen eine Heilung erreichen, so daß zuvor Homosexuelle ein unwillkürliches Verlangen nach Frauen empfanden“ (Max Hodann: History of Modern Morals, S. 57, 1937 in England erschienen, 2013 von James DeMeo nachgedruckt).

Apropos Hodann: hier seine Beschreibung der Leunbach-Affäre, die das Ende der Sexpol markierte: Politischer Abtreibungsprozeß in Dänemark.

Du kannst mir mal am Hobel blasen!

22. Dezember 2016

Kuang-Yi Ku von der Design Academy in Eindhoven, Niederlande, ein Zahnarzt, der zum Künstler wurde, will im Zahnlabor des King’s College in London die Art und Weise, wie wir über Medizin denken, mit Hilfe von Sexprothesen verändern. Sein Workshop ist Teil der Ausstellung „Mouthy“ der Science Gallery, in der Werke gezeigt werden, in denen sich Kunst und Wissenschaft vereinigen. In dem Artikel, in dem seine Arbeit vorgestellt wird, heißt es:

Die Wissenschaft hat keine große Erfolgsbilanz vorzuweisen, wenn es darum geht, menschliche Sexualität in Forschung und Praxis zu integrieren. Die Zahnmedizin betrachtet beispielsweise drei Funktionen für die Mundhöhle: Ästhetik, Aussprache und Kauen. „Es gibt eine andere Funktion, Sex, die in den Lehrbüchern nie erwähnt wird“, sagt Ku. „Ich komme aus der Homosexuellen-Gemeinschaft und ich erkannte, daß die Ausbildungsinstitute der Medizin sehr patriarchalische Systeme sind, sehr ernst, und die Professoren sind sehr traditionell, vor allem in den asiatischen Ländern. Folglich wollte ich mich diesem Zusammenhang nähern.“

Resultat ist eine Zahnprothese, die die Fellatio lustvoller machen soll. Zum erwähnten Workshop gehören auch Frauen aus der LGBT-Gemeinschaft der Universität. Fellatio-Hilfen sind für Lesben zwar irrelevant, doch die LGBT-Gemeinschaft sei im ganzen offener eingestellt, was Körperveränderungen betrifft, und sie böte so eine hervorragende Plattform dafür, wie Kunst und Wissenschaft zu diesen körperlichen Modifikationen beitragen könnten. Kuang-Yi Ku selbst plant, seine Prothese schließlich mit lebendem Gewebe zu überziehen und fest im Gaumen zu verankern und dergestalt den Mund so zu modifizieren, wie es den sexuellen Präferenzen des betreffenden Klienten entspricht. Der Leiter der Science Gallery sieht den umfassenden Zusammenhang:

Ein Gutteil des Denkens über Gesundheit löst sich vom Aufheben des Negativen von Krankheit, Tod, Schmerz und bewegt sich zu etwas das ihm eigen ist, den positiven Dingen, die wir mit Hilfe aller möglichen Interventionen anstreben sollten. Das ist demnach Teil einer Bewegung, die Technologie einsetzt und Wissenschaft benutzt, um das Leben zu verbessern und nicht nur um Schaden zu mindern.

Wie man bei Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia nachlesen kann, hat sich der linksliberale Charakter, also genau jene Klientel, die heute die entarteten Kunstgalerien und die „Wissenschaft“ dominieren, vollständig von seinem bioenergetischen Kern gelöst. Sexualökonomische Analysen im Sinne Reichs findet man heutzutage nur in konservativen Publikationen, während sich die linksliberalen in Geschlechtsgleichschaltung („Gendermainstreaming“) erschöpfen. Die Verknüpfung der Sexualwissenschaft mit ihren biologischen Grundlagen, wie Reich sie in der Orgonbiophysik vorexerziert hat, nimmt heute eine extrem „antibiologische“ Wende, d.h. die Körper sollen mit Hilfe von Robotik, Schnittstellen zum Computer und genetischen Modifikationen so modifiziert werden („Transhumanismus“), daß sie den pervertierten Trieben des gepanzerten Menschen entsprechen.

Die Zukunft wird ein Horrorfilm sein, dessen Grauen unser jetziges Vorstellungsvermögen übersteigt. Die einzige Überlebenschance der Menschheit ist die allgemeine Verbreitung der von Elsworth F. Baker und Charles Konia entdeckten soziopolitischen Charakterologie im allgemeinen und die Analyse des liberalen Charakters im besonderen. Siehe dazu Dr. Konias Blog http://www.orgonomie.wordpress.com.

Die Orgonomie und ihre Kritiker

13. Juni 2016

Auf Amazon habe ich eine interessante Besprechung von Charles Konias Buch The Emotional Plague gefunden. Interessant deshalb, weil sich der Rezensent wirklich mit dem Thema beschäftigt hat, beispielsweise auch Bakers Der Mensch in der Falle kennt, aber trotzdem die gängigen, immer und immer wiederkehrenden Mißverständnisse widergibt:

  1. Osama bin Laden leide, so behaupte Konia, unter „orgiastischer Impotenz“ (sic!), ohne daß Konia dafür den geringsten Beleg vorlege. Wir wüßten nichts über Osamas Sexualleben – außer, daß er einige Ehefrauen hatte. (Immerhin haben wir seit neustem weitere Einblicke.)
    Erst einmal heißt es „orgastische Impotenz“. Es ist absolut bezeichnend, daß die Kritiker immer und immer und immer wieder ad nauseam irgendetwas von „orgiastischen Freuden“ oder so im Kopf haben. Es geht um die Endlust, um Befriedigung, nicht um sexuelle Exzesse! Der Orgasmus ist außerdem kein isoliertes Ereignis, sondern drückt in einem großen Ereignis die gesamte Pulsationsfähigkeit des Organismus aus; dessen Fähigkeit einheitlich zu funktionieren (= Gesundheit).
  2. Konia liefere keine Beweise dafür, daß die Erfahrung eines befriedigenden Orgasmus die politischen Ansichten von jemand geändert hätten.
    Dazu ist zu sagen, daß man keinen Orgasmus „haben“ kann. Solange Osama derjenige ist, der er ist, solange wird er keinen befriedigenden Orgasmus haben. Er müßte vorher eine Orgontherapie durchlaufen, d.h. Hingabe lernen, also ein ganz anderer werden, der kaum noch etwas mit Osama gemeinsam hätte. Erfahrungsgemäß ist es jedoch so, daß Menschen mit extremen politischen und religiösen Ansichten gar nicht erst eine Therapie beginnen bzw. sehr bald wieder abbrechen – eben weil sie extrem orgastisch impotent sind und auch nicht den geringsten Kontrollverlust zulassen können. Es ist beispielsweise sinnlos gläubige Katholiken oder gläubige Marxisten in Orgontherapie zu nehmen.
  3. Der Kritiker moniert, daß Konia behauptet, die sozialen Bewegungen der 1960er Jahre wären von unbefriedigter Sexualität angetrieben worden. Dabei sei es doch ganz im Gegenteil zu dieser Zeit zu einer sexuellen Befreiung gekommen.
    An diesem „Argument“ zeigt sich das ganze Elend der Reich-Diskussion: konsequent werden die Emotionen draußen vorgelassen. Man nehme eine alte Jungfer, die zufrieden und sorglos in den Tag hineinlebt – bis ein junges glückliches Paar in die Nachbarschaft zieht. Plötzlich wird der alten Jungfer ihre Lebenssituation bewußt und sie wird manifest neurotisch, weil das sexuelle Erregungsniveau steigt. Etwas ähnliches geschah in den 1960ern, als die Menschen unglücklicher wurden, nicht etwa obwohl, sondern weil alles lockerer wurde. Das erklärt auch, warum heute der islamische Fundamentalismus immer extremere Formen annimmt und nicht etwa zu Zeiten explodierte, als die sexuelle Unterdrückung viel schwerwiegender war.
  4. Konia führe alle möglichen Erkrankungen und sozialen Übel auf eine Störung der Orgasmusfähigkeit zurück, ohne überzeugende Belege für diese Verbindung zu präsentieren.
    Es ist ganz einfach. Man nehme etwa Herzerkrankungen. Sie gehen darauf zurück, daß das Herz Blut durch eine chronisch kontrahierte Peripherie pressen muß. Das nennt sich Panzerung. Faschismus entsteht, weil Menschen nicht selbst ihr Leben in die Hand nehmen können. Die Panzerung hindert sie daran. Das Hauptsymptom der Panzerung ist aber die orgastische Impotenz. Gleichzeitig erhält die orgastische Impotenz die Panzerung aufrecht, indem sie ihr die notwendige Energie zuführt.
  5. Konia behaupte, daß alle Bemühungen das Los des Menschen zu verbessern gescheitert wären. Der Kritiker führt hingegen nacheinander die Beendigung der Sklaverei, die Senkung der Kindersterblichkeitsrate, die Erhöhung der Lebenserwartung, die verbesserten Lebensbedingungen der Arbeiter, der Frauen und der Minoritäten, die Emanzipation der Homosexuellen und generell die zunehmende Toleranz an. Diese Erfolge hätten wenig bis nichts mit Reichs Theorien zu tun.
    Der Punkt ist, daß jeder einzelne Fortschritt, so begrüßenswert er auch jeweils ist, über kurz oder lang zu mehr menschlichem Leid geführt hat. Das Ende der Sklaverei in den USA mündete schließlich darin, daß die „schwarze Gemeinschaft“ heute effektiv zerstört ist. In Afrika garantiert die sinkende Kindersterblichkeit ein immer weiter wachsendes Massenelend. Die Emanzipation der Frau hat sie und ihre Kinder unglücklich gemacht. Und der Traum der Homosexuellen mündete in der AIDS-Hölle. Tatsächlich illustriert das Lied „Go West“ der Pet Shop Boys das Elend jeder Massenbewegung, sei es der der Homosexuellen „nach San Francisco“ oder die der Arbeiter „nach Moskau“. Wem es (im Bewußtsein dessen, was die Pet Shop Boys hier zum Ausdruck bringen wollten) bei diesem Video nicht die Kehle zuschnürt, der hat nichts von der Tragik der menschlichen Existenz verstanden – genau darauf wollte Konia anspielen.

Es ist offensichtlich, worauf das ganze zuläuft: Die Kritiker greifen zwei Dinge heraus (etwa „orgastische Impotenz“ und „Osamas Verhalten“) und verlangen, daß eine Kausalität zwischen dem ersten und dem zweiten Faktor nachgewiesen wird. Die Orgonomie hingegen verweist auf einen dritten Faktor, der diese beiden Faktoren umfaßt und die Verbindung zwischen ihnen indirekt herstellt. (In diesem Fall ist das schlichtweg die Panzerung mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen.)

Mechanisten werden Funktionalisten niemals verstehen und Funktionalisten werden Mechanisten niemals überzeugen können.

Was schließlich die Mystiker betrifft: Für die ist alles einfach „das Sein“. Dinge sind, wie sie sind. „Es ist so, wie es ist.“ Wir müssen einfach den „göttlichen Plan“ erkennen, wie im Christentum, oder „die Leere erfahren“, wie im Zen. Diese Leute sehen kaum einen Unterschied zwischen Funktionalismus und Mechanismus. Beides sind für sie einfach nur Gedankengebäude von Ignoranten, die die Wahrheit nicht erkennen wollen.

Da er ein funktioneller Denker war, lernte Reich in seiner psychotherapeutischen Praxis, daß die Fähigkeit zur sexuellen Befriedigung mit besserem Kontakt zu sich selbst (Selbstvertrauen) und zu seinen Mitmenschen (Einfühlungsvermögen) einhergeht, so daß die alte moralische Zwangsordnung überflüssig wird.

Gelingt es dem Gesundenden, den passenden Partner im Geschlechtsleben zu finden, dann zeigt sich nicht nur, daß alle nervösen Symptome verschwinden – mehr, er kann nun mit erstaunlicher Leichtigkeit, die ihm früher unbekannt war, sein Leben ordnen, Konflikte unneurotisch erledigen, und er entwickelt eine automatische Sicherheit in der Lenkung seiner Impulse und sozialen Beziehungen. Dabei folgt er durchaus dem Prinzip der Lebenslust. Die Vereinfachung seiner Einstellung zum Leben in Struktur, Denken und Fühlen beseitigt viele Quellen von Konflikten aus seinem Dasein. Gleichzeitig damit erwirbt er eine kritische Einstellung zur heutigen moralischen Ordnung. (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 31f)

Bei jungen Erwachsenen gehört eine befriedigende Sexualität zur gesunden psychologischen und sozialen Entwicklung. Das zeigt eine Studie von Freya Sonenstein und Adena Galinsky von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. Auf der Grundlage der Daten von 3237 Befragten im Alter von 18 bis 26 ist es die erste repräsentative Untersuchung der Beziehung zwischen Entwicklungsvorteilen und der sexuellen Befriedigung. Abgeglichen wurden dabei Selbstvertrauen, Autonomie und Empathie mit regelmäßigem Orgasmus, passiver und aktiver oraler Befriedigung. Das Ergebnis läßt sich in drei Punkten zusammenfassen.

  1. Bei jungen Frauen sind Selbstachtung, Autonomie und Empathie mit den drei Typen sexueller Lust positiv korreliert.
  2. Bei jungen Männern ist es die Empathie.
  3. Bei jungen Männern ist das Niveau der Befriedigung in allen drei Bereichen sexueller Lust höher. 9 von 10 berichten, daß sie meistens oder immer einen Orgasmus haben, während es bei den jungen Frauen weniger als die Hälfte sind.

Zu Punkt 1 führt Galinsky aus, daß die drei Aktiva (Selbstvertrauen, Autonomie, Empathie) es jungen Frauen und jungen Männern ermöglichen ein höheres Niveau sexueller Lust zu erfahren. Da frägt man sich natürlich: Warum nicht umgekehrt? Liegt die Kausalkette sexuelle Lust → Selbstvertrauen, Autonomie, Empathie nicht näher?!

Zu Punkt 2 bringt Garlinsky die Hypothese vor, daß empathische Personen auf die Bedürfnisse ihres Partners besser eingehen und so ein positiver Feed-Back-Zyklus entsteht. So wird die Funktion des Orgasmus, d.h. eine energetische Betrachtungsweise, systematisch aus dem Blickfeld gerückt.

Zu Punkt 3 führt Galinsky an, daß junge Frauen mit mehr Hindernissen für die sexuelle Befriedigung konfrontiert sind als junge Männer. Deshalb führe sexuelle Befriedigung bei ihnen auch zu einer größeren Steigerung von Selbstvertrauen und Autonomie (Punkt 1). Man könne aber auch die Theorie aufstellen, daß diese beiden Entwicklungsvorteile für junge Frauen wichtig sind, weil sie dazu beitragen Hemmungen der sexuellen Kommunikation und Experimentierfreude niederzureißen.

Man sieht, wie grotesk das mechanistische Denken ist. Da zerbrechen sich Wissenschaftler allen Ernstes den Kopf darüber, ob Kontakt zu sich selbst und anderen (Selbstvertrauen und Empathie) die Voraussetzung für sexuelle Befriedigung darstellt oder umgekehrt sexuelle Befriedigung zu besserem Kontakt führt!

Dieses Fehlen einer energetischen Betrachtungsweise hat dramatische gesellschaftliche Folgen, denn mechanistisches Denken führt schnurstraks zu entsprechenden sozialistischen Maßnahmen (social engineering). Sonenstein gibt an, daß Studien wie diese bei der Entwicklung von Strategien gegen riskantes Sexualverhalten, das zu Geschlechtskrankheiten und unbeabsichtigten Schwangerschaften führt, beitragen könnten. Eine Untersuchung, die zu einem besseren Verständnis der Dynamik der sexuellen Befriedigung führt, soll also dazu genutzt werden junge Frauen und Männer besser zu kontrollieren. Statt einfach die Sexualität zu befreien und damit die Selbststeuerung der Menschen zu stärken, also das zu unterstützen, was Reich als „sexuelle Revolution“ bezeichnet hat, sollen staatliche Programme entwickelt werden, um junge Frauen und junge Männern zu instruieren. Das woran das ganze krankt, nämlich mangelnde Selbstregulation, wird so weiter behindert.

Immerhin kommt Galinsky zu einer für Mechanisten bahnbrechenden Erkenntnis:

Sexuelle Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von sexuell übertragbaren Infektionen, unbeabsichtigten Schwangerschaften, Gewalt oder anderen Problemen. Es ist die Anwesenheit von sexuellem Wohlbehagen.

Noch drei Dinge sind zu erläutern:

  1. Durch sexuelle Befriedigung gewinnen Frauen vor allem an Selbstbewußtsein und Autonomie, während es bei Männern Empathie ist. Das verweist auf die grundlegenden biologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Während bei den ersteren die Hingabe im Vordergrund steht, ist es bei letzten die Aggression. Man betrachte doch nur Primaten oder das Verhalten von kleinen Mädchen und Jungen! In einer befriedigenden Partnerschaft gleichen sich die Geschlechter hormonell an, wie in Die Funktion des Orgasmus (Teil 3) ausgeführt: Frauen werden selbstgewisser, Männer werden weicher. Entsprechend lebten früher weibliche Hausangestellte und Soldaten im Zölibat: die ersteren wollte man fügsam halten, die letzteren gemeingefährlich machen.
  2. Mit der Frage, warum Frauen so viel mehr „Orgasmusschwierigkeiten“ haben als Männer hat sich bereits Reich beschäftigt. Er war sich nicht sicher, ob die soziale Stellung der Frau oder vielleicht doch biologische Ursachen letztendlich verantwortlich sind. Siehe dazu meine Ausführungen in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht. Früher stand die Angst vor ungewollter Schwangerschaft und sozialer Ächtung („Schlampe!“) im Vordergrund, heute im Zeitalter der Supermodels ist es die Entfremdung vom eigenen Körper, der bis zum Selbstekel geht.
  3. Daß in dieser Studie der genitale Orgasmus genauso gewichtet wird wie „Oralsex“, zeugt von einer Ignoranz, die schlichtweg fassungslos macht. Für das heutige Amerika ist die Fixierung auf oralen Sex ohnehin bezeichnend. Das läßt sich unmittelbar auf Clintons Aussage zurückführen, seine verklemmten Sexspiele mit einer Untergebenen wären kein Sex gewesen. Seitdem nehmen Fellatio und Cunnilingus ungefähr die gleiche Rolle ein wie früher die Masturbation: ein billiger Kompromiß, da man anders die drängende Sexualität von Jugendlichen nicht bändigen kann. Siehe dazu meine Ausführungen in Die Bedeutung von Vorbildern.

Homosexualität und die Angst der Psychiater

10. Februar 2015

In Info Neurologie & Psychiatrie Februar 2010 erschien ein sehr interessanter Kongreßbericht über ein Symposium zum Thema „Sexual orientation in psychiatry and psychotherapy“ der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN).

Was verursacht Homosexualität? Dr. Lieselotte Mahler, Berlin wies u.a. darauf hin,

daß nur bei etwa der Hälfte der Homosexuellen, die einen eineiigen Zwillingsbruder bzw. eine -schwester haben, diese ebenfalls homosexuell sind. Bei zweieiigen Zwillingen sind die Konkordanzraten mit 16-22% noch niedriger, bei adoptierten Geschwistern liegen sie zwischen 6% für Lesben und 11% für Schwule, das ist ein zwei- bis fünfmal höherer Anteil als in der Gesamtbevölkerung.

Offensichtlich spielen also genetische Faktoren eine gewisse, wenn auch nicht dominierende Rolle. Sollte da die Krankheit Homosexualität nicht zumindest in der Mehrzahl der Fälle prinzipiell heilbar sein? Wäre ich Arzt würde ich allein schon mit dieser Frage meine Approbation gefährden!

In der Titelgeschichte der gegenwärtigen Ausgabe des Stern (5.2.15) über die Gefahren der Psychotherapie heißt es beispielsweise:

Therapeuten können Menschen von Ärger und Sorgen erlösen. Manche verstehen das allerdings falsch. Zum Beispiel, wenn sie einen glücklichen Homosexuellen von seiner Homosexualität befreien wollen.

Seit Anfang der 1990er Jahre kennt Psychotherapie und Psychiatrie die Homosexualität nicht mehr als Krankheitsbild. In der in Europa gängigen Internationalen Klassifikation der Krankheiten 10. Revision (ICD-10) taucht nur noch die Ziffer F66.1 auf: „ich-dystone Sexualorientierung“ (heterosexuell – F66.11, homosexuell – F66.12).

Dazu machte Prof. Michael King, London während des Symposiums die spitze Bemerkung:

Ich habe noch nie einen Hetero gesehen, der sich Sorgen um seine sexuelle Orientierung gemacht hat…

Daß „ICD-10: F66.11“ keine wissenschaftlich fundierte Diagnose ist, sondern anti-wissenschaftliche politische Korrektheit, wird King natürlich nie explizit zugeben.

Eine von ihm und Kollegen 2008 vorgelegte Metaanalyse zeigte bei Homosexuellen eine um das Doppelte bis Vierfache erhöhte Lebenszeitprävalenz für Depressionen, Suizidalität und Alkoholabhängigkeit.

Prof. Götz Mundle, Hornberg beschwichtigte natürlich während des Symposiums sogleich, daß, wie könnte es anders sein, die Gesellschaft schuld am Leiden der Homosexuellen sei: Pathologisierung und Stigmatisierung führe bei den Homosexuellen zu einer krankmachenden „internalisierten Homophobie“. Mundles Kollegin Mahler zufolge handelt es sich bei der „sexuellen Orientierung“ eh nur um ein Konstrukt, das alle möglichen Abstufungen kennt und sich aus vielen Komponenten zusammensetzt.

Ich frage mich: Kann man das gleiche nicht beispielsweise über die Schizophrenie sagen? Aber käme jemand auf den Gedanken, diese deshalb nicht als Krankheit zu betrachten? (Nun ja, die „Anti-Psychiatrie“ ist tatsächlich so weit gegangen…)

Ohnehin hört sich das alles nach einem sich gegen jede Kritik immunisierendes Ideologiegebäude an, nicht nach Wissenschaft. Nach dem Muster: die wissenschaftlichen Erhebungen weisen zwar auf x, aber man müsse das ganze von einer bestimmten Blickwarte (sozusagen vom „Genderstandpunkt“, wie einst vom „Klassenstandpunkt“) aus betrachten und dann erweise sich halt das Gegenteil, nämlich y als richtig. Dialektik!

Symptomatisch für diese antiwissenschaftliche Atmosphäre ist der Leserbrief eines Psychiaters aus der Märzausgabe 2010 von Info Neurologie & Psychiatrie:

Mit Interesse habe er den Bericht über das Symposium in der Februarausgabe gelesen, wobei vor allem die erhöhte Komorbidität für psychische Störungen seine Aufmerksamkeit geweckt habe. Beschwichtigend hebt er jedoch sogleich hervor, daß er „etliche“ homosexuelle Freunde und Bekannte habe, auch Homosexuelle psychotherapeutisch betreue, aber, wie er ausdrücklich hervorhebt, wegen, so wörtlich, „anderweitiger“ psychischer Störungen. Danach wagt er dann zu berichten:

Erst vor Kurzem hat mir eine sehr erfahrene Münchner Therapeutin von einer ursprünglichen lesbischen Patientin berichtet, die im Verlauf einer längeren Therapie wegen einer vorwiegend depressiven Symptomatik mit Borderline-Einschlag schließlich zu einer heterosexuellen Orientierung gelangte und nach einer ersten gescheiterten schließlich eine harmonische zweite Ehe mit zwei Kindern eingegangen ist. Also ist es über die Behandlung einer psychischen Symptomatik zu einer sexuellen Neuorientierung gekommen! Ein sicherlich nicht sehr häufiger, aber interessanter Verlauf.

Reich hat, ähnlich wie King oben, darauf verwiesen, daß entgegen solcher Heilerfolge bei Homosexualität die Heterosexualität sozusagen „unheilbar“ ist. (Übrigens hat auch King gegen seine eigenen Forschungsergebnisse und sogar, ganz offensichtlich, gegen seine eigene Meinung beim eingangs referierten Symposium hervorgehoben, daß Homosexualität definitiv keine Krankheit sei. Definitiv! Wo es paßt, ist bei diesen Leuten nichts ganz sicher und muß „differenziert“ betrachtet werden, aber hier: „definitiv“!)

Zur Sexualökonomie der Homosexualität siehe Die Funktion des Orgasmus (Teil 2). Wo wissenschaftlich nachgewiesen wird, daß ausschließlich Vaginalverkehr befriedigen kann. Definitiv!

Um Fehlinterpretationen vorzugreifen: Es geht nicht darum, Homosexualität als „Krankheit“ darzustellen, die von einem Orgontherapeuten „geheilt“ wird. Erst einmal funktioniert die Therapie nur über die Motivation des Patienten. Letztendlich heilt sich der Patient selbst. Der Therapeut assistiert ihm nur, meist indem er ihm im übertragenen Sinne einen Spiegel vorhält. „Deine Schultern sind hochgezogen!“ – Und kaum ein Homosexueller empfindet sich als „krank“ (solange ihm das nicht von irgendwelchen religiösen oder ideologischen Spinnern eingeredet wird). Stattdessen geht er beispielsweise zum Therapeuten, weil er seine Beziehungen als unauthentisch empfindet und gerne besseren Kontakt zu seinen eigenen Gefühlen haben will. Er geht so weit in der Therapie, wie er will, d.h. soweit ihn seine Motivation auf dem Weg zur Gesundheit trägt. Beispielsweise: „OK, ich weiß jetzt, was ich wirklich will!“ Er kann nun sein schwules Leben mehr auskosten. Viel Spaß dabei! Ich wünsche ihm dabei alles Glück der Erde! – Ihm kann aber nicht geholfen werden, wenn die Orgonomie nun aus politisch korrekten Gründen ihr Gesundheitskonzept aufgibt und beispielsweise hochgezogene Schultern und eine flache Atmung als „alternative Körperhaltungen“ hochleben läßt!

Homosexualität, Pädophilie und Genitalität

30. Juli 2014

Aus evolutionsbiologischer Sicht ist die gesellschaftliche Ablehnung von Homosexuellen rätselhaft, denn sie fallen ja als Konkurrenten beim Kampf um die Gunst des jeweils anderen Geschlechts aus und stellen auch keinerlei Belastung für die Gemeinschaft dar.

Entsprechend reagieren auch Genitale Charaktere auf Homosexualität: während der emotional („psychisch“) gesunde Mensch sich vor Pornographie ekelt, sind ihm Perversionen im allgemeinen und Homosexualität im besonderen vollkommen gleichgültig.

Demnach müßte Homophobie ein typisches Produkt von Panzerung sein. Und tatsächlich werden in dem erwähnten Artikel Forschungsergebnisse referiert, denen zufolge, genau wie Freud einst sagte, insbesondere jene homophob sind, die selbst homosexuelle Tendenzen in sich hegen. Beispielsweise reagierten bei einem entsprechenden Versuch homophobe Männer zu 54 % auf homoerotische Filme mit sexueller Erregung, während es bei (zumindest in dieser Hinsicht) psychisch gesunden Probanden nur 24 % waren.

Besonders interessant ist die Sache, wenn man sie von der soziopolitischen Charakterologie her betrachtet, wie sie von Elsworth F. Baker und Charles Konia beschrieben wird. Hier spielt das fehlgeleitete Ekelgefühl eine zentrale Rolle:

So fanden Psychologen der Cornell-Universität in Ithaca in Tests mit hundert Probanden heraus, daß Männer und Frauen mit größerer Tendenz, Ekel zu entwickeln, auch bei der Konfrontation mit homosexuellen Praktiken mehr Ekelreaktionen zeigen als für dieses Gefühl weniger empfängliche Versuchspersonen. Ekelgefühle waren bei konservativen Menschen grundsätzlich stärker ausgeprägt als bei politisch eher links stehenden, ergaben weitere Studien – was erklären könnte, weshalb in konservativen Kreisen die Ablehnung von Homosexualität größer ist.

Ekel ist per se nichts „Verwerfliches“ oder „Ungesundes“, sondern gehört zu unserer grundlegenden biologischen Ausstattung. Dieses Gefühl ist für das Überleben ähnlich wichtig wie die Angst. Aber genau wie bei der Angst bringt es die Panzerung, und die damit einhergehende Fehlsteuerung der organismischen Orgonenergie, mit sich, daß wir dieses überlebenswichtige Gefühl auch bei Dingen empfinden, wo es keinerlei rationale Funktion mehr erfüllt. Daß diese Fehlsteuerung bei Konservativen, die mehr „in ihren Gefühlen leben“, stärker ausgeprägt ist als bei eher „verkopften“ Linken ist naheliegend.

Genauso wie bei irrationalen Ängsten kann hier nur beharrliche Aufklärung weiterhelfen, um das Leben von Homosexuellen in unserer Gesellschaft langfristig erträglicher zu machen. Provokationen wie die typischen „Christopher Street Day-Paraden“ wirken hier eher kontraproduktiv. (Viele konservativ eingestellte Homosexuelle beklagen, daß ihre Gemeinschaft politisch instrumentalisiert wird und sie von Linken zynisch als „Bürgerschreck“ verheizt wird. Traditionell sind Homosexuelle Träger der Hochkultur, des guten Geschmacks und der „guten Sitten“!)

Zwar ist es löblich, daß Biologen sich in den Kampf gegen die Homophobie einreihen, aber wie das geschieht, ist mehr als fragwürdig. Nicht etwa anhand der Funktion des Orgasmus, sondern ausgerechnet anhand einer Perversion überwinden sie ihre Fixierung auf den Reproduktionserfolg. Wie aus heiterem Himmel fällt ihnen urplötzlich ein, daß Sexualität noch andere Funktionen hat als den bloßen Austausch von Genmaterial.

In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht habe ich mich zur Genüge mit dem Unsinn befaßt, den eine in dieser Hinsicht vollkommen politisierte Biologie in den letzten Jahren verzapft hat. Hier nur folgendes zur Ergänzung:

Der Neuroethologe Donald Edwards (Georgia State University, Atlanta) hat „Pseudo-Geschlechtsverkehr“ zwischen Flußkrebs-Männchen untersucht. So etwas hatte man bisher nur bei Säugetieren, insbesondere Primaten beobachten können. Von den 20 männlichen Flußkrebs-Paaren, die getestet wurden, versuchte bei 16 Paaren das eine Männchen das andere in die Rolle des Weibchens zu drängen. Bei 12 Paaren führte dies zu einer „Pseudo-Paarung“. Diese Tiere überlebten alle den Beobachtungszeitraum von 24 Stunden. Bei den restlichen 8 Paaren blieben die rivalisierenden Männchen aggressiv und die Hälfte der unterlegenen Männchen wurde vom jeweiligen Gegner sogar getötet, zerlegt und verspeist.

„Homosexualität“ bei Tieren ist also nichts weiter als eine Anpassung, um die innerartliche Gewalt zu regulieren. Der hier evident werdende Gegensatz von Aggression und Sexus unterstützt Reichs sexualökonomische Thesen.

Nun zur Pädophilie:

The Telegraph berichtet von einer Konferenz der University of Cambridge, Juli 2013, über die psychiatrische Klassifikation der diversen sexuellen „Spielarten“. Philip Tromovitch (Doshisha University, Japan) sagte: „Pädophile Interessen sind für Männer natürlich und normal. Zumindest eine beträchtliche Minderheit der normalen Männer hätte gerne Sex mit Kindern… Normale Männer fühlen sich von Kindern angeregt.”

Tom O’Carroll, ein Intensivtäter und langjähriger Kämpfer für die Legalisierung von Sex mit Kindern war anwesend und kommentierte später auf seinem Blog: „Wunderbar! Es waren einmalige Tage, an denen ich mich relativ beliebt fühlte!“

Es gäbe, so The Telegraph, in Teilen des akademischen Establishments das Bestreben, die Grenzen dessen, was an „Kindersex“ akzeptabel sei, immer weiter auszuweiten. Hier werde ein Diskurs wieder aufgegriffen, der in den 1970ern und 80ern dominierte:

Mit der Pille, der Legalisierung von Homosexualität und abnehmenden Tabus gegenüber vorehelichem Sex waren die Siebziger die Zeit einer ziemlich plötzlichen sexuellen Emanzipation. Viele Liberale durchschauten natürlich die zynische Rhetorik von PIE [eine Pädophilen-Organisation] von wegen „Kinderbefreiung“. Aber für andere auf der linken Seite war Sex von oder mit Kindern nur eine weitere repressive Grenze, die geschleift werden mußte – und der akademische Bereich war einer der wichtigsten Unterstützer.

Aus Deutschland kennen wir das von der entarteten Kinderfickerpartei, die Grünen! Wenn sie nur könnten, wie sie wollten, d.h. wenn das hinderliche gesunde Volksempfinden selbst in der eigenen ansonsten maximal degenerierten Klientel nicht wäre…

Die Demokraten im U.S. Congress kämpfen für die Bürgerrechte: alle möglichen Gruppen sollen vor „Hate Crimes“ geschützt werden, etwa Stadtstreicher und alle denkbaren ethnischen und sexuellen Minderheiten. Tatsächlich sollen alle gegenwärtig von der American Psychiatric Association aufgelisteten „Paraphilien“ so geschützt werden wie heute bereits die Homosexuellen. Es wäre nach dieser Gesetzgebung möglich, daß beispielsweise ein Exhibitionist nur eine Ordnungswidrigkeit begeht, während die Frau, vor der er sich entblößt hat und die in einem Anfall von Panik nach ihm getreten und ihn wüst beschimpft hat, in Zukunft ein Bundesgesetz bricht und dafür ins Zuchthaus kommen könnte.

Selbstverständlich werden in Zukunft auch Kinderficker geschützt werden.

Parallel sind seit Jahren Bemühungen innerhalb der American Psychiatric Association im Gange, das Werk zu vollenden, daß 1973 begann, als auf Druck der Schwulenbewegung die Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten gestrichen wurde.

2003 haben während des jährlichen Treffens der American Psychiatric Association in San Francisco Charles Moser und Peggy Kleinplatz dafür plädiert, „Paraphilien“ aus dem „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-IV-TR) zu streichen. Dazu zählen sie ausdrücklich Sadomasochismus, Exhibitionismus, Fetischismus, Transvestismus, Voyeurismus und – Pädophilie! Die Situation der „Paraphilen“ heute würde jener der Homosexuellen Anfang der 70er Jahre entsprechen.

Dieser Aufruf zur „Emanzipation“ der Perversen ist nur folgerichtig, zumal die beiden Psychiater darauf hinweisen, daß es keinerlei Kriterien dafür gibt, was gesunde Sexualität eigentlich ausmacht.

Ohne Reich steht die Psychiatrie vor der Wahl zwischen Relativismus und Moralismus.

In DNP – Der Neurologe & Psychiater (10/05) präsentiert der bekannte Sexologe Volkmar Sigusch so etwas wie eine Zusammenfassung seines 2005 erschienenen Buches Neosexualitäten (Frankfurt: Campus). Trotz seines notorischen Reich-Hasses lohnt sich ein Blick auf sein Resümee der sexuellen Revolution:

Das, was einst als Lust, Rausch und Ekstase ersehnt wurde, wird seit zwei oder drei Jahrzehnten von dunklen Wolken voller Ekel, Wut, Bitterkeit, Rache, Angst und Haß überschattet: Übergriffe, AIDS, Ausbeutung, Pornographie, Kindesmißbrauch, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung, Abhängigkeit, etc. Hinzu komme eine Tendenz zur „Entleiblichung des Sexus“: Telefon-Sex, Partner-Treffs im Internet, „Cybersex“.

Die „sexuelle Revolution“ ist die schlimmste Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Siehe dazu den Abschnitt „Üble Entstellungen orgonomischer Wahrheit“ in Christusmord (1978, S. 333-342).

Der „sozial-demokratische“ Abschaum im U.S. Congress ist dabei, die endgültige Zerstörung der westlichen Kultur zu besiegeln.

Zum Abschluß nochmals zu den Grünen. Woher mein abgrundtiefer Haß? Weil diese Pestratten alles terrorisieren, was gesund ist und Zukunft hat. Man lese etwa diese Stellungnahme des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft zur Verteidigung von Reorientierungstherapien von Homosexuellen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wenn die Orgontherapie verboten wird, denn die will ja Neurosen und Perversionen heilen. Herbert Marcuse wird über Wilhelm Reich triumphieren.

Wie sieht es mit HIV/AIDS heute aus? (Teil 2)

15. September 2013

Haverkos und Drotman („Measuring inhalant nitride exposure in gay men: implications for elucidating the etiology of AIDS-related Kaposi’s sarcoma“, Genetica, Vol. 95, No. 1-3, 1995) untersuchen epidemiologische Studien nach möglichen Kofaktoren in der Entwicklung von Kaposi-Sarkoma. Dabei fanden sie, daß mit dem Beginn der HIV-Hypothese die Fragebögen für die Studien entsprechend verändert wurden, d.h. es wurde mehr Gewicht auf Sexualpraktiken gelegt und weniger ausführlich nach Drogenmißbrauch und insbesondere nach der Inhalation von Nitrit („Poppers“) gefragt, wo die ersten Studien noch eine klare Korrelation gefunden hatten, spätere dann überhaupt keine mehr.

Eine Studie von Ellison, Downey und Duesberg über „HIV as a surrogate marker for drug use: a re-analysis of the San Francisco Men’s Health Study“ zeigt, daß

  1. die HIV-Infektion stark mit Drogenkonsum korreliert;
  2. Homosexualität stark mit Drogenkonsum korreliert; und daß
  3. das Vorkommen von Krankheiten, die AIDS definieren, nicht auf HIV-Positive beschränkt ist, sondern mit 98% fast ausschließlich mit Drogenkonsum korreliert.

Der Engländer Stewart zeigt in seinem Aufsatz „The epidemiology and transmission of AIDS: a hypothesis linking behavioural and biological determinants to time, person and place“, daß AIDS auf die Risikogruppen (Homosexuelle und Fixer) beschränkt bleibt und nicht auf die allgemeine Bevölkerung durch Heterosexuelle übertragen übergreift. Des weiteren weist Stewart nach, daß das HIV aus biologischen und epidemiologischen Gründen unmöglich allein für die diversen AIDS-Krankheiten, die das Syndrom definieren, verantwortlich sein kann.

Mullis schließlich führt in seinem Aufsatz „A hypothetical disease of the immune system that may bear some relation to the Acquired Immune Deficiency Syndrome“ aus, daß AIDS von einer überwältigenden Anzahl unterschiedlichster Organismen hervorgerufen sein könnte, die einzeln vielleicht harmlos sind, in ihrer Gesamtheit aber langsam das Immunsystem untergraben. Für die Entwicklung dieser Krankheit macht er den promiskuen Verkehr in der Schwulenszene verantwortlich, der erstmals in der Menschheitsgeschichte den Organismus mit derartig vielen potentiellen Krankheitserregern konfrontierte.

Die Ausführungen in Genetica sind bei aller Ausführlichkeit aber nur ein Ausschnitt aus der AIDS-Kritik, der sich beliebig ergänzen läßt. Das AIDS-Syndrom ist nicht ansteckend und hat nichts mit dem sexuellen Akt zu tun, da das AIDS-Syndrom nicht durch den HIV-Virus hervorgerufen wird. Es konnte in vitro noch nicht nachgewiesen werden, daß HIV Immunzellen angreifen! Wie denn auch, denn Retroviren töten als zelluläre Parasiten die Zellen nicht etwa ab, sondern fördern eher deren Wachstum. Also können HIV-Retroviren T4-Zellen gar nicht töten. Besonders grotesk ist, daß für die Herstellung der AIDS-Tests HIV-Retroviren in isolierten T4-Zellen gezüchtet werden, also ausgerechnet in jenen Zellen, die sie doch angeblich abtöten! Es ist nicht nachgewiesen, daß HIV überhaupt in irgendeiner Weise schädlich ist! Höchstens ist es ein Marker. HIV zeigt einfach nur an, daß das Immunsystem bereits bei der „Infektion“ geschwächt war und nichts gegen HIV ausrichten konnte: HIV-Infektionen gibt es nur bei Immunschwäche, also genau umgekehrt wie bei der orthodoxen Theorie.

Das Immunsystem ist von der Psyche des Menschen extrem abhängig, so daß allein schon die AIDS-Diagnose für sich, das Immunsystem K.O. schlägt. Man braucht sich nur die Indikatoren für das Immunsystem bei einem Patienten anschauen, ihm sagen, daß er nach einem langwierigen grauenerregenden Todeskampf wahrscheinlich bald sterben wird. Wie dann wohl diese Parameter aussehen?! Ein Schwuler (oder ein Fixer) mit all seinen psychischen Knacks wegen der gesellschaftliche Ächtung, der Totaldurchseuchung mit Geschlechtskrankheiten, Drogen etc. bekommt natürlich zusätzlich wegen seines geschwächten Immunsystems den vollkommen harmlosen HIV – bricht wegen dieses vermeintlichen Todesurteils emotional zusammen, womit auch das Immunsystem kollabiert und dann kommen die Ärzte, bestärken ihn in seiner Todesangst und verschreiben ihm das toxische Zytostatikum AZT oder andere AIDS-Mittel, die durchweg ebenfalls extrem toxisch sind.

AIDS ist ein Syndrom, ein Sammelsurium von mehr als zweidutzend Folgekrankheiten, die man irgendwie mit HIV verbindet, in Wirklichkeit wird es aber durch Drogen, Antibiotika und Unterernährung verursacht. Alle AIDS-Fälle kommen aus den Ballungszentren, wo der Drogenkonsum hoch ist. AIDS wird durch „Recreational Drugs“ hervorgerufen, die Leute zwischen 20 und 45 nehmen. Bei den Homos wird das Immunsystem allein schon durch die Sex-Droge „Poppers“ zerstört. Allen AIDS-Erkrankungen gehen Hepatitis-Infektionen voraus, die bei Blutern, Homosexuellen und Fixern ganz normal sind, desgleichen bei den Afrikanern, die unter hygienisch abenteuerlichen Verhältnissen leben müssen. So ist die Immuninstanz Leber geschädigt.

Hinzu kommt die aggressive Anti-Hepatitis-Medikation. Darüberhinaus wurden alle AIDS-Kranken vor ihrer Erkrankung mit Antibiotika vollgepumpt, so daß die Darmflora zerstört wurde und verpilzt ist, was bedingt, daß dem Organismus keine Nährstoffe mehr zugeführt werden können, andererseits dringen z.B. Fremdeiweiße durch die geschädigte Darmwand, bei deren Abwehr die T4-Zellen verbraucht werden. Der hohe Medikamentenkonsum von Homosexuellen, die von allen möglichen Geschlechtskrankheiten bedrängt werden, und von Fixern ist bekannt, weniger bekannt ist, daß Afrika mit hier seit Jahrzehnten verbotenen Horror-Antibiotika wie z.B. Chloromezin überschwemmt wird. So wird die Darmflora ganzer Populationen vernichtet, zusammen mit der afrikanischen Mangelernährung muß das AIDS erzeugen!

Die AIDS-Propaganda hat eine ähnliche Qualität wie die Hexen- und Judenverfolgungen, bei denen es auch um die so typische pornographisch/moralistische Mixtur aus perversem Sex, Tod und blinder Lebensangst ging. Die ganze AIDS-Aufklärung ist nichts weiter als eine besonders abartige Form der antigenitalen Emotionellen Pest. Verzicht auf Sex ist die Antwort auf AIDS. Bezeichnenderweise ist man sehr viel liberaler, wenn es um Drogen geht! „Sex tötet dich, aber bei Drugs mußt du selber wissen, was du tust, da wollen wir nicht schulmeisterlich auftreten!“ Das ist die MTV-Moral. Sex ist nur als Voyeurismus gut und sicher.

Am schlimmsten ist diese Pest in Amerika, wo seit jeher die antisexuelle Reinlichkeitshysterie wütet. In den USA gibt es von der Administration gesponserte 10stündige Schulkurse für Abstinenzpropaganda für Grundschüler. Da wird buchstäblich verkündet: „Wenn du Geschlechtsverkehr hast, bedeutet das deinen sicheren Tod, denn auch Kondome sind nicht sicher. Es gibt keinen Safer Sex! Also lieber keinen Sex haben! Um sich fortzupflanzen braucht der Mensch ja sowieso nur drei oder viermal in seinem Leben als Jungfrau/mann mit einer Jungfrau/mann Sex zu haben. Noch niemand ist an Mangel an Sex gestorben. Say no to sex! Simply say no!“ – Nicht mal Masturbation wird diskutiert, denn diese sei im Gegensatz zur Abstinenz gesundheitsschädlich.

Und die Linke ist auch nicht besser, wenn sie in ihren Aufklärungsklassen z.B. vor Kindern mit diesen ekelhaften Präservativen herumhantiert, wobei einem wirklich alles vergeht (und das ist wohl auch der Sinn der Sache). Nach den Homosexuellen gehen hier in Deutschland jetzt die Sadomasochisten an die Öffentlichkeit und wollen als vollkommen normal und gesund anerkannt werden. Unterstützt werden sie von der neo-Marxistischen Marcuseianischen Linken: die heterosexuelle Genitalität sei ein geschichtliches Zivilisationsprodukt der letzten achthundert Jahre, von dessen Zwängen uns die sich outenden Schwulen, Päderasten, Gummifetischisten, Sodomiten und Sadomasochisten wieder befreiten.

In einer sexualökonomisch geregelten Gesellschaft hätte AIDS keinerlei Chance, wie ja auch die AIDS-Ausbreitung im puritanischen Amerika oder z.B. im katholisch saharasia-afrikanischen Brasilien zeigt, in dessen Macho-Gesellschaft Homosexualität und Transvestitentum blühen, wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Alle Prognosen waren falsch, was die AIDS-Ausbreitung in der Normalbevölkerung betrifft. Was ist das für eine merkwürdige Viruskrankheit! Nehmen wir mal an, die HIV/AIDS-Hypothese ist korrekt:

Bei Normalbürgern, die aufeinander treffen, liegt die Wahrscheinlichkeit einen HIV-Positiven zu treffen bei 1:100 000 und die Wahrscheinlichkeit sich dabei eine Ansteckung zuzuziehen bei 1:100 bis 1:1000. Das ergibt pessimistisch geschätzt 1:10 000 000, bei einem beliebigen heterosexuellen One-Night-Stand-Sexualkontakt AIDS zu kriegen. Bei nicht beliebigen, festen Partnern, die man genauer kennengelernt hat, steht es 1:unendlich. Unter Jugendlichen ist die Chance AIDS zu kriegen absolut Null, doch gerade sie haben die größte Angst, werden von der organisierten Reaktion am meisten hysterisiert. Nach einer Umfrage, wovor denn deutsche Jugendliche Angst haben, stand AIDS mit 92 % an der Spitze, dabei würden m.E. alle Geschlechtskrankheiten aussterben, wenn sich Sexualkontakte auf die eigene Altersstufe beschränkten. Unter dieser Voraussetzung sind junge Menschen in jedem Fall noch am wenigsten gefährdet. Hat das schon mal irgendeiner der AIDS-Experten gesagt?

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