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Verschwörungstheorien (Teil 2)

22. September 2022

Neuerdings gibt es praktisch kein größeres Ereignis mehr, um das sich keine Verschwörungstheorien spinnen, seien das nun Schulmassaker oder Terroranschläge. Dieser Irrsinn hat mit dem Wesen der antiautoritären Gesellschaft zu tun, die immer mehr von Zweifel an wirklich jedweder noch so rationaler Autorität geprägt ist.

Man nehme die Sache mit der „NSU“. Das reicht von lächerlichen bzw. schlichtweg blödsinnigen Bemerkungen, wie etwa die drei Terroristen hätten ihren kostspieligen Lebensstil niemals nur mit Bankrauben finanzieren können, bis zu Spekulationen, was einen Wohnungsbrand und einen Wohnmobilbrand nicht überstehen kann. Wer so etwas schreibt, hat sich nie mit dem Thema wirklich befaßt. Man suche im Netz unter dem Begriff „Wohnungsbrand“ oder ähnlichem nach Bildern. Fast auf jedem Photo wird man unmittelbar neben vollkommen verkohlten Gegenständen leicht entflammbare Dinge liegen sehen, die wie unberührt wirken. Jeder, der mal im Garten etwas verbrannt hat, weiß, daß es gar nicht so einfach ist, wirklich alles zu verbrennen – man muß das Feuer durch Herumstochern und Umverteilen geradezu zwingen, auch wirklich seine Arbeit zu tun. Und was das widersprüchliche Verhalten der Täter anbetrifft: bei fast jedem Fall in xy-ungelöst stellt sich diese Frage dem fassungslosen Zuschauer! Bei ganz normalen Unfällen im Autoverkehr zeigt sich, daß sich Zeugenaussagen teilweise kraß widersprechen können. Wie soll es da erst bei Schießereien aussehen, bei denen sich wirklich jeder in einem psychischen Ausnahmezustand befindet!

Verschwörungstheoretiker ergehen sich in einem elendigen Gesülze über kriminaltechnischen und kriminalpsychologischen Kleinkram einerseits und obskure Machenschaften von irgendwelchen „Seilschaften“ andererseits. Das Perfide dabei ist, daß derartige imgrunde inhaltslose Diskussionen ihrem Wesen nach wirklich in alle Ewigkeit so fortgeführt werden können. Währenddessen beschäftigt sich keiner mit der eigentlichen Verschwörung, die etwas mit den bio-sozialen bzw. „sozio-charakterologischen“ Zuständen in diesem Land zu tun haben.

Es gibt zweierlei Arten von Verschwörungstheorien: die mechano-mystischen und die funktionellen. Die ersteren sind davon geprägt, daß es um komplizierte Einzelfragen der Ballistik, Statik, Elektrotechnik, des Flugzeugbaus, der Verwaltungsarbeit, etc. geht. Typischerweise verzettelt sich der „investigative“ Verschwörungstheoretiker vollkommen in diesen Einzelheiten. Dieses mechanistische Sichverzetteln wird flankiert durch die mystische Vorstellung einer alle Fäden in den Händen haltenden „verborgenen Macht“ im Hintergrund. Implizit wird sie als allwissend und allgegenwärtig angesehen, – obwohl sie ungreifbar ist.

Funktionelle Verschwörungstheoretiker schauen dem hingegen nach der – Funktion. Beispielsweise sind beim Thema „Überwachungsstaat“ („1984“) weniger irgendwelche Enthüllungen über wirkliche oder angebliche Machenschaften beispielsweise der NSA von Interesse, sondern die massenpsychologischen Zusammenhänge in einer mechano-mystischen Welt.

Charles Konia führt dazu aus:

Die Vorstellung, daß Menschen fähig zur Selbstregulierung sind, fähig mit ihrem Leben alleine fertigzuwerden, steht außerhalb des Rahmens des mechanistischen Denkens. Stattdessen werden Unerfahrenheit und törichte oder unmoralische Entscheidungen als Ursache der Probleme der Menschen betrachtet. Zu diesem Glauben gehört, daß es „Sozialwissenschaftler“ und „Weise“ gäbe, „kultivierte Geister“ jenseits des durchschnittlichen Bürgers. Daher seien sie am besten in der Lage, positive Lösungen für die enormen Probleme der Menschheit herbeizuführen. Dieses spezielle Wissen, über das die wenigen Erleuchteten verfügten, müsse umsichtig angewendet werden, um die Handlungen der weniger Bevorzugten zu leiten.

Dementsprechend müßte Macht in die Hände von Einzelpersonen aus den oberen Gesellschaftsetagen gelegt werden, die über die Fähigkeit verfügen, die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Dies müßten hochrangige Politiker und andere sein, die am besten wissen, was die Massen brauchen. Sie müßten die Kontrolle ausüben und die Verantwortung tragen für Regierungsprogramme, Unternehmen, Gesundheitswesen, Bildung, Medien und so weiter. Daher müsse die Regierung hierarchisch von oben nach unten aufgebaut sein, damit dieses erweiterte Wissen und die damit verbundenen Sozialleistungen und der Reichtum, der daraus abgeleitet wird, richtig durch die genannten Personen von oben nach unten weitergeleitet werden kann. Da angenommen wird, daß alle Menschen gleich sind und identische Bedürfnisse haben, geht es beim Social Engineering von oben darum, einheitliche soziale Bedingungen und Codes des politisch korrekten Verhaltens bereitzustellen, denen die Massen folgen sollen. Auf der Grundlage dieses neuen moralistischen Ansatzes, der einen Code des politisch korrekten Denkens und Verhaltens auferlegt, ist es relativ einfach die Menschen zu manipulieren und zu kontrollieren.

In dieser neuen klassenlosen Gesellschaft gibt es keine individuellen Unterschiede zwischen Menschen. Auf maschinenhafte Weise wird den Menschen gesagt, was sie denken sollen; sie werden emotional programmiert und abgestumpft durch wohlorganisierte Medienkampagnen, um im Denken, Fühlen und Verhalten gleich zu sein, während, was auch immer von ihrer Arbeitsfunktion geblieben ist, mechanisch auf das niedrigste mögliche Niveau degradiert wird. Was Orwell in 1984 vorhergesagt hat, wird zunehmend zur politisch korrekten Realität von heute. (Neither Left Nor Right, S. 115f)

Man sieht, hier wird weitgehend das gleiche ausgeführt, was heute die meisten Verschwörungstheoretiker verbreiten. Konia beschreibt, wie in der mechano-mystischen Gesellschaft die Energie gemäß dem „mechanischen Potential“ von oben nach unten fließt und sie sich dergestalt tatsächlich zunehmend so organisiert, wie Verschwörungstheoretiker von jeher vermutet haben. Statt sich selbst zu organisieren („orgonomisches Potential“), wird die Gesellschaft zu einer Maschine mit einem zentralen Steuermodul.

Diese Zusammenhänge kann man aber nicht verstehen, wenn man selbst dieser mechano-mystischen Geistesverfassung anheimgefallen ist. Alles, was man dann tun kann, ist eine Karikatur der Wirklichkeit zu liefern. Der mechano-mystische Verschwörungstheoretiker geht beispielsweise von den oberflächlichen Symptomen des „Überwachungsstaates“ aus und versucht dann eine „ganzheitliche“ Erklärung für diese Vorgänge zu finden, wobei er stets bei mystischen Vorstellungen über „Geheimgesellschaften“ und anderes in jeder Hinsicht okkultes Zeugs landet. Vorstellungen, die nirgends hinführen und nie zu irgendwelchen praktischen Konsequenzen führen, außer daß die entsprechenden Verschwörungstheorien in einem heillosen Durcheinander versanden. Dazu trägt auch das komplementäre Verzetteln in technischen Details bei, die mit schier unglaublicher Akribie auseinanderklabüstert werden, ohne daß es je zu einem überzeugenden Ergebnis kommt. Das ist so, weil die funktionellen Zusammenhänge, insbesondere aber die charakterologischen Determinanten menschlichen Verhaltens, nicht gesehen werden.

Gegen dieses mechano-mystische Denken hat Reich bereits 1933 in seiner massenpsychologischen Studie über den Faschismus angeschrieben, als er den Kommunisten vorhielt, sie sollten endlich aufhören Hitler als „bloßen Agenten des Finanzkapitals“ zu sehen, der die Massen wie ein Varietémagier „betrügt“, sondern erkennen, wie die Entwicklung hin zum Faschismus in der autoritätshörigen und freiheitsängstlichen durchschnittlichen Charakterstruktur des Massenindividuums gründet. Hieraus schöpfe das Finanzkapital seine Macht, nicht primär aus ökonomischen Mechanismen und akribisch geplanten „Verschwörungen“, in denen ein Hitler auch nur die Marionette „verborgener Drahtzieher“ ist. Die Nazis selbst hingen natürlich entsprechen Verschwörungstheorien an!

Auch heute stehen am „logischen“ Ende der Verschwörungstheorien schiere Wahnsysteme, die meistens antisemitisch ausgerichtet sind.

Die gesellschaftlichen Zusammenhänge sind an sich sehr simpel und einfach zu durchschauen, sei es nun vor 90 Jahren oder heute, aber durch die Panzerung wird alles dermaßen verzerrt, zerrissen, wirr und selbstblockierend, daß schließlich jeder jeden anderen als Teil der Verschwörung ansieht, – was auf gewisse Art der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Das Problem ist nur, daß sich auf diese Weise nicht nur nichts ändert, sondern das Elend noch weiter zementiert wird. Es ist, als hätte Reich seine Massenpsychologie des Faschismus nie geschrieben!

Der Irrsinn regiert die Welt

3. September 2022

Hitler hat, ganz Darwinist, einfach darauf vertraut, daß sich das (Starke und deshalb) Gute durchsetzt. Am Ende wollte er ja den überlegenen Slawen ein plattgemachtes Germanien überlassen. Und über die Juden schrieb er in Mein Kampf, ob nicht das „unerforschliche Schicksal“, also für Hitler Gott selber, „den Endsieg dieses kleinen Volkes in ewig unabänderlichem Beschlusse wünsche“.

Antisemit war er, weil er, wieder ganz Darwinist, in den Juden sozusagen das „biologische Substrat“ jener jüdisch-christlich-marxistischen Weltanschauung ausmachte, die den ewigen Kampf ums Überleben des Stärkeren hintertreibe, deshalb lebensfeindlich sei – und deshalb ausgemerzt gehöre.

Aber hat er jemals wirklich im wortwörtlichen Sinne an die jüdische Weltverschwörung geglaubt? Bei Himmler ist das absolut sicher. Am Ende hat er mit Vertretern des jüdischen Weltbundes verhandelt, weil er allen Ernstes fest davon überzeugt war, daß die im Hintergrund die Fäden ziehen. (Genauso wie es heute Millionen glauben, die dem „antizionistischen“ „Zeitgeist“ folgen!) Den besagten Vertretern hat er natürlich auch erzählt, daß er persönlich gar nichts gegen Juden habe. Ich bin geneigt ihm zu glauben.

Vor zehn Jahren hat der deutsch-syrische Islam-Experte Bassam Tibi eine schöne Anekdote im Radio erzählt: In einer Live-Diskussion im ägyptischen Fernsehen wurde er gefragt, ob es stimme, daß in Deutschland Moslems verbrannt werden. Total perplex und verwirrt hat Tibi das natürlich verneint. Nach der Fernsehsendung wurde er vom Chefredakteur zur Seite genommen. Er könne ihm doch nun unter vier Augen eingestehen, daß er von der deutschen Regierung bezahlt werde, um solche offensichtlichen Lügenmärchen („Moslems werden in Deutschland nicht verbrannt!“) zu verbreiten. – Große Teile der Weltbevölkerung scheinen genauso total irre und wahnhaft zu sein, wie es Himmler war. Total meschugge.

Und es sind nicht nur absurde, d.h. islamische Länder wie Ägypten oder Pakistan! Millionen, zig Millionen, Deutsche hängen den allerwirrsten Verschwörungstheorien an. Man schaue sich das Internet an! Beispielsweise Blogs, meine „Kollegen“: manche sind dermaßen irre, wirklich psychotisch, daß man es kaum glauben kann. Channeling, Botschaften von UFO-Kommandanten vom Planeten Venus, etc. Und das ist kein Randphänomen, sondern derartige Blogs sind ein großer Erfolg, was man am leichtesten anhand der zahlreichen Kommentare ablesen kann. Bei anderen sehr erfolgreichen Blogs kann ich beim besten Willen nicht ausmachen, ob ich es mit Nationalsozialisten oder gewöhnlichen Bolschewisten zu tun habe. Und man glaube nicht, daß sich die Auswüchse des Darwinismus seit Hitler viel gebessert haben.

Ähnlich wie einst die Nationalsozialisten im einzelnen Menschen primär nur den Träger des Erbgutes seiner Rasse sahen, definiert auch der Vorreiter der neuen Gottlosen, der Engländer Richard Dawkins, den Menschen als „Verpackung der allein wichtigen Gene“, deren Erhaltung der vorrangige Zweck unseres Daseins sei.

Die Welten der Wissenschaft und hohen Politik auf der einen und des schieren Irreseins auf der anderen Seite scheinen weit voneinander getrennt zu sein, doch Reich hat in Werken wie Die Massenpsychologie des Faschismus und Äther, Gott und Teufel gezeigt, daß überall der gleiche Wahnsinn Methode hat:

Das geschieht in allen gepanzerten Menschen, unabhängig davon wie „rational“ sie sich auch immer gerieren mögen.

Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 7)

17. April 2022

Seit Jahrtausenden wird der Planet von den Wüstenvölkern des Nahen Ostens tyrannisiert. Nur ein von unbeugsamen Völkern bewohntes Westeuropa hörte nie auf, dem mörderischen Imperialismus aus der Wüste Widerstand zu leisten. Als einziger Hort der Freiheit auf dem Globus konnte sich hier die Wissenschaft (und damit die Waffentechnik) entfalten, die es diesen freien Völkern schließlich ermöglichte, den Planeten aus den Fesseln der Sklaverei zu befreien.

Sie gewannen den Kalten Krieg gegen das neofeudalistische Sklavensystem des Realsozialismus. Zuvor hatten sie erbarmungslos das Sklavensystem des Nationalsozialismus ausradiert. In den Jahrhunderten zuvor hatten sie den arabischen Sklavenhandel im Mittelmeer (dem vor allem Europäer zum Opfer gefallen waren) und später auf dem gesamten afrikanischen Kontinent unterbunden. Seit dem Mittelalter wurden fünfzig Millionen Afrikaner von Mohammedanern versklavt. Erst die Europäer setzten dem ein Ende. Der deutsche Historiker Egon Flaig spricht von „humanitärem Kolonialismus“.

Vor tausend Jahren waren die Territorien nördlich und westlich der Alpen die einzige Region auf der Welt, in der es keine Sklaven gab. Aus dieser historischen Warte war der Kolonialismus ein Befreiungskrieg gegen den Islam; Flaig zufolge, „das größte und langlebigste sklavistische System der Weltgeschichte“. Am schlimmsten traf es Afrika. Noch Ende des 19. Jahrhunderts zogen lange Sklavenkarawanen durch die Sahara. Im Sudan und bis tief nach Schwarzafrika hinein entstanden islamisierte Räuberstaaten, die nur eine Aufgabe hatten: Sklavenbeschaffung. Die subsaharischen Sklavenjagden, schreibt Flaig, „waren häufig Genozide im strengen Sinne, da von vielen Ethnien buchstäblich niemand mehr übrigblieb“.

Die Europäer gingen schon früh gegen die Sklaverei vor, doch erst als die Briten 1882 Ägypten besetzten, endete der Sklavenhandel auch im Nahen Osten. In Afrika gingen die Versklavungskriege weiter, erfaßten Zentralafrika und das Kongobecken. Arabische Sklavenjäger erreichten die Großen Seen. In Europa drängten darum die Abolitionisten – die Gegner der Sklaverei – darauf, die Sklavenjagden in Afrika gewaltsam zu beenden. Nichts anderes, meint Flaig, war der Ausgangspunkt der europäischen Kolonialherrschaft in Afrika.

Ich betrachte die „antikoloniale Befreiung“ nach dem Zweiten Weltkrieg, die leider unausweichlich war, weil sich Westeuropa im Kampf gegen den nationalsozialistischen Sklavenhalterstaat vollkommen verausgabt hatte, als eine der größten Tragödien der Weltgeschichte. Die Linksliberalen und Sozialisten sahen in der „Befreiung“ der Asiaten und Afrikaner den Anbruch einer neuen geradezu paradiesischen Zeit. Tatsächlich kam die Hölle auf Erden: Mißwirtschaft, Militärdiktaturen, Hoffnungslosigkeit, Verfall.

Zu welchem dramatischen Umschwung es gekommen ist; daß ein erschöpftes Europa seinen aufklärerischen freiheitlichen Impuls verloren hat, zeigte sich 2003, als die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) sich entschied, ihren Bericht über das Anwachsen des Antisemitismus in Europa unter Verschluß zu halten. Die Autoren der Studie hatten nämlich zum Ärger der Leiterin der EUMC, Dr. Beate Winkler, herausgefunden, daß ein Großteil der antisemitischen Vorfälle in Europa auf Moslems und Sympathisanten der „palästinensischen Sache“ (plus Linksextremisten und Globalisierungsgegner) zurückgeht. Es wurde befürchtet, eine Veröffentlichung könnte die Feindseligkeit gegenüber Moslems verstärken.

Nicht nur die Juden sind verloren, die gesamte Menschheit ist verloren, wenn diese repressive Toleranz gegenüber den Mohammedanern anhält! Saharasia und Islam sind augenfällig in der heutigen Welt identisch:

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Zum Thema die wirklich paßgenaue Illustration auf Michael Mannheimers Blog. Wir stecken gerade mitten im Endkampf Saharasias – einer Bewegung, die vor 6000 Jahren begonnen hat. Heute hat sie sich mit dem Roten Faschismus verbündet und mit dem Kapitalismus. Zu letzterem ein interessantes Zitat aus einem Leserbrief in der TAZ:

(…) Bei demographisch bedingt schrumpfenden Umsätzen und leerstandsbedingten Wertminderungen der immobiliengestützten Eigenkapitalbasis der Banken bricht der Mechanismus der Geldschöpfung sprich der Kreditvergabe zusammen, weil die Zinsforderungen nicht mehr erbracht werden können. Diesen turnusmässigen Zusammenbruch und die üblicherweise damit einhergehenden Verwerfungen wie Kriege, Revolutionen, etc. möchten die Geldherren solange wie möglich hinauszögern um noch mehr Eigentumsrechte zu erlangen und somit ihre Position sprich Eigenkapitalbasis für die Zeit des Neustarts nach dem unvermeidlichen Zusammenbruch zu stärken. Das Mittel ihrer Wahl ist die Zuwanderung riesiger Menschenmassen, welche in dieser Anzahl nur aus Unqualifizierten und Ungebildeten (vorwiegend des islamischen Raums) rekrutiert werden können. Aussagen der deutschen Wirtschaftsverbände, wir bräuchten mindesten 500.000 Zuwanderer pro Jahr, meinen damit nicht Arbeitskräfte, sondern Konsumenten, Wohnungs- und Ladenmieter. Anders als die Eliten hat die noch wohlhabende Mitte der Gesellschaft keine Möglichkeit sich der gesteuerten Umverteilung ihres Vermögens an die neue dumpfe Konsumentenkaste zu widersetzen. Dort wird das Geld vollständig verkonsumiert und damit nach und nach durch Profitakkumulation in Vermögen der Wirtschaft und des Bankwesens gewandelt. (…)

Es klingt komisch – aber in einem ähnlichen Rahmen („Moskau und Rockefeller“) sah Reich am Ende seine Probleme in den USA.

Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 6)

16. April 2022

Um was es bei Saharasia geht, sah man vor einigen Jahren am Geschehen im Westsudan und heute im Norden Nigerias, wo eine kleine Minderheit arabischer (bzw. arabisierter) Nomaden die seßhafte schwarz-afrikanische Urbevölkerung systematisch tyrannisiert und vertreibt. Seit Jahrhunderten setzt sich dieses Muster von Norden nach Süden über den afrikanischen Kontinent fort.

Unter Ausschluß einer ohnehin desinteressierten Weltöffentlichkeit, die sich lieber über den verzweifelten Überlebenskampf Israels aufregt und sich für die „Menschenrechte“ islamischer „Widerstandskämpfer“ einsetzt, werden von den „Befreiungsbewegungen“ im Kongo die letzten Reste der Pygmäen ausgerottet. Dazu gehört das Abschlachten ganzer Familienverbände, Massenvergewaltigungen und Versklavung.

Der Spiegel berichtet über eine Verbindung von Gesellschaftsstruktur und Geographie in Ozeanien, die in mancher Hinsicht an das erinnert, was in der Saharasiatheorie für die großen Festlandsmassen beschrieben wird. Während die einen Polynesier in Frieden lebten, bekriegten sich die anderen, beispielsweise die Bewohner der Osterinseln, auf das Grausamste.

Der Anthropologe Barry Rolett (University of Hawaii) und der Geograph Jared Diamond (University of California) untersuchten für ihre in Nature (431: 443-446) vorgestellte Studie 69 Inseln. Dort, wo das Innenland zerklüftet und schwer zugänglich war und deshalb das Ökosystem weitgehend intakt blieb, entwickelten sich friedliebende Gesellschaften, die weitgehend dem Südseeklischee entsprachen. Auf jenen Inseln jedoch, wo es leicht war, die Wälder zu roden, kam es schnell zu Hungersnöten und den entsprechenden Konflikten: saharasia-artige Gesellschaften entstanden.

Es ist immer das gleiche mit den durch und durch rassistischen Linken: sie träumen von einer besseren Welt und schaffen dabei die Hölle auf Erden. Einer der neuen Helden der Linken ist der Indio Evo Morales, Präsident von Bolivien. Er will aus seinem Land eine „multikulturelle Gesellschaft“ machen!

Ich referiere eine Sendung des Deutschlandfunks von 2009 über „Kommunitäre Justiz in Bolivien“.

In der streng patriachalischen Kultur der Indios Boliviens, die einst zum Inka-Reich gehörten, sind „Ehrenmorde“ an der Tagesordnung. Wie in der islamischen Rechtsprechung gibt es öffentliche Auspeitschungen; Ehebruch der Frau und Homosexualität bei Männern wird mit Steinigung geahndet. Auch die „Befehlsverweigerung“ gegenüber den Eltern und den Dorfältesten ist ein todeswürdiges Verbrechen.

Im indianischen Erbrecht können nur die Söhne Land erben. Frauen sind auf das Land des Ehemanns angewiesen.

Auch wenn die Frau oft die gesamte Familie ernährt, muß sie sich dem Mann unterordnen. Häusliche Gewalt ist an der Tagesordnung (…). Die Frau darf sich über Dinge, die in ihrer Ehe passieren, nicht beklagen. Noch mehr tabuisiert wird der sexuelle Mißbrauch von Mädchen durch Mitglieder der eigenen Familie. Das kommt häufig vor (…), aber nur die wenigsten Fälle werden angezeigt. Die kommunitäre Justiz betrachtet Vergewaltigung nicht als Verbrechen. Sie kann mit der Schenkung einer Kuh oder eines Schafes bereinigt werden. Oder man zwingt das Mädchen, ihren Vergewaltiger zu heiraten.

Im Rahmen seiner „emanzipatorischen“ Anstrengungen hat Evo Morales diese scharia-artige indigene Justiz der aus Europa importierten Rechtsprechung gleichgesetzt. Seit Anfang des 2009 hat sie Verfassungsrang. Sie ist das Instrument, mit dem politische Gegner „basisdemokratisch“ eingeschüchtert und sogar ermordet werden.

Es ist nur natürlich, daß sich lateinamerikanische „Volksbefreier“ wie Evo Morales und sein venezolanischer Spießgeselle, der verstorbene Hugo Chavez mit der islamischen Welt, insbesondere dem Iran, im Kampf gegen den „US-Imperialismus“ solidarisieren und dabei auch vor offenem Antisemitismus nicht zurückschrecken.

Wie die folgende Karte von James DeMeo zu seiner Saharasia-Theorie zeigt, war das Inka-Reich, das am Ende einer ganzen Kette patriarchalischer Großreiche im Gebiet des heutigen Bolivien und Peru lag, letztendlich eine „Agentur“ Saharasias. Vor Jahrtausenden hatte jenes Gebiet, das heute mit der (bis auf Israel) in sich geschlossenen Kernregion des Islam identisch ist, Peru und Bolivien unauslöschlich seinen Stempel aufgeprägt.

Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 5)

14. April 2022

Der Geograph und Anarchist Pjotr Kropotkin (1842-1921) war in vieler Hinsicht ein Vorläufer James DeMeos und seiner Saharasia-Theorie. Ich verweise auf den Artikel von Mike Davis: „Klimapioniere – Von Eiszeiten, Wassermangel und Wüstenzonen“, wo ich auch den Hinweis auf Ruskin gefunden habe.

Kropotkin war der erste, der in den 1870er Jahren die Vorstellung aufbrachte,

daß die 14 000 Jahre seit dem letzteiszeitlichen Maximum eine Epoche anhaltender, katastrophischer Austrocknung der Kontinentalgebiete seien. Diese Theorie – man könnte sie die „alte klimatische Deutung der Geschichte“ nennen – war zu Beginn des 20. Jahrhunderts äußerst einflußreich, verlor aber in den 1940er Jahren mit dem Aufkommen der dynamischen Meteorologie und deren Unterstellung eines sich selbst justierenden physikalischen Gleichgewichts rasch an Bedeutung.

Es ging dabei insbesondere um die These von der Austrocknung seit der letzten Eiszeit als Triebkraft der eurasischen Geschichte. Danach waren Ostturkestan und das Kernland der Mongolei einst wasserreich und „kulturell fortgeschritten“. Davis zitiert Kropotkin:

All das ist nun verschwunden, und es muß die schnelle Austrocknung dieser Gebiete gewesen sein, die ihre Einwohner nötigte, hinunter zur Dsungarischen Pforte, ins Tiefland von Balqasch und Obi zu wandern und dabei die Einwohner der Niederungen vor sich herzutreiben, was die großen Einfälle und Völkerwanderungen in Europa während der ersten Jahrhunderte unserer Zeitrechnung bewirkt hat.

Man vermeint DeMeo zu lesen, während der nächste Russe sozusagen das Negativ von Kropotkin ist:

Lew Gumiljow (1912-1992), ein sowjetischer Historiker, Ethnologe und Anthropologe prägt seit der Endzeit der Sowjetunion den antiwestlichen, „eurasischen“ Diskurs sowohl der rechtsradikalen Kreise in Rußland als auch bei den russischen Randvölkern, den von Gumiljow glorifizierten „Steppenvölkern“. Das ganze bezeichnet man als „Neo-Eurasianismus“. Gumiljow ist sozusagen der „Karl Haushofer“ eines neuen Nationalsozialismus.

In den 1950er Jahren begann Gumiljow sich mit der Geschichte der Kazaren und anderer Steppenvölker im mittelasiatischen Teil der Sowjetunion zu beschäftigen. Für ihn stellen die Russen im Verbund mit den Steppenvölkern eine „Großethnie“ dar, die sich immer wieder gegen den Hauptfeind, die Großethnie „katholisches Europa“, zur Wehr setzen mußte. Die Steppenvölker hätten dabei der gemeinsamen Mission wiederholt neue Kampfkraft beigesteuert, nachdem die Russen jeweils der Trägheit verfallen waren.

Die in einzelnen Erscheinungen vielleicht bedauerliche, in ihrer Gesamtheit jedoch fruchttragende Migration aus den südlichen Steppengebieten sei von Trockenperioden und der Wüstenausbreitung bestimmt gewesen, die wiederum auf die Sonnenaktivität und andere kosmische Einflüsse zurückgingen. Die „kosmischen Strahlen“ hätten diesen Völkern gleichzeitig auch „passionarnost“ verliehen; die Passion, Energie, Vitalität, den inneren Impetus, um andere Völker zu übermannen. Diese Strahlen seien vielleicht sogar für Mutationen und das Auftreten neuer „Rassen“ verantwortlich.

Im Rückgriff auf u.a. Wladimir Wernadski sind für Gumiljow Menschen „Funktionen“ der Biosphäre. Die Ethnien seien nicht nur eine Ansammlung von Individuen, sondern Teil umfassender „biogeochemischer“ Prozesse. Sie wären dem Zweiten Thermodynamischen Gesetz unterworden, der zum Energieausgleich und Stillstand führt, gäbe es nicht Phänomene gleicher Stärke, die dem entgegenwirkten. Die lebendige Materie besäße anti-entropische Eigenschaften. Diese Energie sei genauso real wie jene, die von den Physikern studiert wird.

Sie bringt die Organismen dazu sich zu entfalten und zu vermehren. Dazu zählten auch die Menschen und Völker. Ausgelöst durch die bereits erwähnten „kosmischen Strahlungen“, die bestimmte Abschnitte der Erdoberfläche unabhängig von geographischen Barrieren träfen, würde es zu „passionierten“ Eruptionen und Exzessen bei den Völkern kommen, mit deren Hilfe sie die akkumulierte Energie wieder entladen. Dies erkläre warum mächtige Eroberer schnell wieder in Vergessenheit geraten. Ihr „Erschlaffen“ ist nur allzu natürlich.

Die entsprechenden energetischen Prozesse führen gesetzmäßig nacheinander zum Aufstieg einer Ethnie, ihrer Entwicklung, dem imperialen Höhepunkt, gefolgt von Trägheit, Rückzug und Erinnerung an die glorreichen Zeiten. Beim Aufwallen der nationalen Passion und ihrer „orgasmischen“ Entladung komme es zu den großen Eroberungen. So sah Gumiljow beispielsweise das derzeitige Verhältnis zwischen dem trägen Europa und dem von nationaler Passion getriebenen Arabien.

James DeMeo verweist in seinem Buch Saharasia zwar auf Gumiljows Forschungen über die Auswirkungen von Dürreperioden in Zentralasien auf die Wanderungsbewegungen der Steppenvölker, erwähnt jedoch weder die quasi „orgonomischen“ Anteile von dessen Theorie noch, daß Gumiljow sozusagen eine „faschistische Variante der Saharasia-Theorie“ vertritt. Geradezu zwangsläufig muß dieser „Anti-DeMeo“ im Antisemitismus münden: Für ihn stehen die Juden außerhalb der beschriebenen energetischen Prozesse. Sie seien ein merkantiler Fremdkörper, der in keiner organischen Beziehung zu seiner Umwelt steht.

Um das richtig einordnen zu können, verweise ich auf meine Ausführungen in Der Blaue Faschismus, wo gezeigt wird, daß der Nationalsozialismus auf ähnlichen quasi „orgonomischen“ Theorien beruht.

Bleiben wir auf dem eurasischen Kontinent: David Zhang (University of Hong Kong) et al. haben bei der Analyse von Klimadaten und historischen Aufzeichnungen entdeckt, daß es im Osten des chinesischen Kaiserreichs im vergangenen Jahrtausend immer dann gehäuft zu kriegerischen Auseinandersetzungen gekommen ist, wenn in diesem Zeitraum das Klima besonders kalt war. Im ganzen traten sechs große Kältephasen auf, die mit Perioden zusammenfielen, in denen es gehäuft zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam. Die Wissenschaftler führen das auf die verringerten landwirtschaftlichen Erträge zurück. Die Kriege brachen meist etwa zehn bis dreißig Jahre nach Beginn der jeweiligen Klimaperiode aus. Die Forscher weisen auch darauf hin, daß der Dreißigjährige Krieg und andere Krisen in Europa und Asien mit dem Höhepunkt der „kleinen Eiszeit“ zusammenfallen.

Das ist eine weitere Bestätigung für einen zentralen Aspekt von James DeMeos Saharasiatheorie: lebenswidrige Umwelteinflüsse führen zu lebenswidrigem Verhalten. (Übrigens stehen wir gegenwärtig am Beginn einer neuen kleinen Eiszeit!)

Einer Studie von Richard Neugebauer von der Columbia Universität in New York zufolge erhöht eine mangelhafte Nährstoffversorgung im Mutterleib das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, deutlich. Beim Vergleich von klinischen Daten zwischen 1971 und 2001 von Patienten die vor, während und nach einer extremen Hungersnot Mitte des 20. Jahrhunderts in China zur Welt gekommen waren, wurde festgestellt, daß sich bei jenen, die während der Hungerperiode geboren wurden, das Risiko für Schizophrenie verdoppelt hatte.

Die Forscher fragen sich, ob der generelle Nährstoffmangel oder das Fehlen eines bestimmten Stoffes während der Schwangerschaft das auslösende Moment ist. Bezeichnenderweise wird nicht gefragt, ob auch der Umgang mit den Kindern unter dieser extremen Streßsituation eine Rolle spielt. Jedenfalls bestätigt diese Studie aufs neue James DeMeos Saharasia-These: daß Panzerung ursächlich auf Wüstenbildung (oder in diesem speziellen Fall auf die soziale Ver-Wüstung durch den Kommunismus) zurückgeht.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 3. Reich und die Juden / Antijudaismus

12. April 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 3. Reich und die Juden / Antijudaismus

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 3. Reich und die Juden / Das Judentum (Teil 2)

5. April 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 3. Reich und die Juden / Das Judentum (Teil 2)

Orgonomie und Metaphysik (Teil 24)

13. Januar 2022

Die Orgonomie war von Anfang an eine „jüdische“ Angelegenheit, man denke nur an „jüdische“ Orgonomen wie Richard Blasband oder Barbara Koopman. Die Psychoanalyse war jüdisch und die Sexpol war jüdisch in dem Sinne, daß nichtjüdische Exponenten wie C.G, Jung und Ernest Jones auffallen. Ähnliches läßt sich über die sozialdemokratischen Bewegungen sagen. Beide Stränge der „Emanzipationsbewegung“ (!) brachten eine fatale Dynamik zum Ausdruck: statt auf sich selbst zu blicken und sich zu ändern, setzten Juden alles daran die nichtjüdische Gesellschaft zu verändern: das Familienleben der (potentiellen) Antisemiten, das Wirtschaftsleben, Kultur und Wissenschaft („Liebe, Arbeit und Wissen“). Das wiederum unterfütterte den virulenten Antisemitismus. Man versuche doch durch die Augen eines Antisemiten zu blicken, der die Schrecken der bolschewistischen Revolution vor Augen hatte und der heute die Umvolkung vor Augen hat! Daß beide Projekte den Juden selbst am meisten schadete bzw. schadet, rundet den ganzen Wahnsinn ab. Hinzu kommt, daß wenn Juden selbstkritisch werden, sich diese Kritik typischerweise ausgerechnet gegen Israel richtet, das sie nichts angeht, statt mit Reich (Christusmord, Reich Speaks About Freud) einzusehen, daß die Antisemiten in vielem recht hatten, – und sich zu ändern.

Nie wird das getan, was zur einzig möglichen Lösung führt: der Blick nach innen. Statt sich selbst zu ändern, geht man daran die gesamte Gesellschaft ändern zu wollen. Das hat eine Entsprechung in der Kosmologie: statt den „Äther“ (das Orgon) ins Kalkül zu nehmen, läßt man das gesamte Universum expandieren, erfindet die „dunkle Materie“ und „dunkle Energie“ und alle möglichen anderen Absonderlichkeiten. Die Lösung findet sich in der Charakterstruktur, die es einen unmöglich macht, die Realität in Perspektive zu sehen, d.h. das Wesentliche vom Unwesentlichen zu scheiden und entsprechend zu handeln.

Hier nun in einem Beitrag zwei alte Blogeinträge von mir aus dem Jahre 2012 über den Antisemitismus, die ich aus dem Netz nehmen mußte, weil sie von Antisemiten mißbraucht worden sind. Tatsächlich waren das meine populärsten Blogeinträge überhaupt. Ich könnte jetzt, wie billig, auf diese Antisemiten eindreschen, die könnten sich wehren und so weiter – und niemand würde erfassen, daß das Problem bzw. die Lösung des Problems jenseits solcher Gegensätze in einem tieferen, dritten Faktor zu suchen ist: in der charakterstrukturellen Panzerung der Massen, die zu den absurdesten mystischen Verzerrungen führt.

NIKOLAI LEVASHOV (2012)

Seit 2007 habe ich gezögert von folgendem zu berichten und meine damalige Einsicht immer wieder verdrängt. Aber irgendwann kommt alles Verdrängte an die Oberfläche.

Zunächst einmal wird dem aufmerksamen Leser aufgefallen sein, daß ich in meiner Besprechung des skandalösen Begleitbandes zu OROP Wüste den zweiten Teil des Büchleins, der von Richard Blasband zu verantworten ist, unterschlagen habe. Die Erklärung ist einfach. Wenn ich Blasbands Aufsatz lese, vergehe ich am Anfang des Berichtes in maßloser Bewunderung für diesen Orgonomen, – um am Ende, nachdem er den russischen Wunderheiler und „Seher“ Nikolai Levashov eingeführt hat, einfach nur traurig den Kopf zu schütteln, weil er Arnim Bechmanns Glauben an eine quasi „anthroposophische“ „Weiterentwicklung“ der Orgonomie die „orgonomische“ Beglaubigung verleiht. Blasband präsentiert den Okkultisten Levashov als Autorität, die abschließend über Reich urteilen kann. Levashov sei geistig mit vielen Millionen außerirdischen Zivilisationen und „hunderten anderen Universen“ in Kontakt! Das ganze gehört zum Abgefahrensten, was ich jemals gelesen habe – und ich kenne mich wirklich in der okkulten und angeblich „esoterischen“ Literatur aus. So wollte Heiko Lassek, der das damalige Buchprojekt zu verantworten hatte, dem deutschen Publikum Reich nahebringen!

Aber kommen wir zu Levashov selbst:

Jahrgang 1961 gehörte Levashov nach einer Karriere beim Militär zu den zahllosen Wunderheilern, die die Fernsehkanäle des untergehenden rotfaschistischen (mechanistischen) Sowjetreichs bevölkerten und den Übergang zum schwarzen Faschismus (Mystizismus) in Rußland augenfällig machten. (Siehe dazu meine Ausführungen in Der blaue Faschismus.) Im desorientierten Rußland machten sich schwarzfaschistische Sekten wie Scientology, die Osho-Bewegung, Hare Krishna und nicht zuletzt autochthone Bewegungen breit, die Okkultismus, Antisemitismus und „Eurasiertum“ miteinander verbanden. Ganz ähnliches trug sich in China mit der faschistischen Sekte Falun Gong zu. Genau das ist der Grund dafür, daß Reich seine ehemaligen kommunistischen Genossen so abgrundtief hassen lernte: sie haben die Massen, die sie doch angeblich befreien wollten, freiheitsunfähiger und dümmer gemacht als je zuvor.

James Demeo hat sich eingehend mit dem Fall Levashov auseinandergesetzt. In seinem in Rußland wegen Verbreitung von Antisemitismus und Rassenhaß verbotenen Buch Russian History Viewed Through Distorted Mirrors beschreibt Levashov auf Grundlage der „slawisch-arischen Veden“ die außerirdische Herkunft der Menschenrassen. Levashov klingt dabei wie Helena Blavatsky, die Urmutter aller Nazi-Esoterik. Das jüdische Alte Testament stelle die gleiche Geschichte aber aus Sicht der feindlichen anti-arischen Kräfte dar, d.h. aus der Perspektive der schwarzen Magier. Dabei ginge es um den kosmischen Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen evolutionärem Fortschritt und Niedergang. Entweder befreie sich die Erde von den „jüdischen Parasiten“ oder die Menschheit werde untergehen. Unter anderem würden, so Levashov, die Juden mit den von ihnen kontrollierten Massenmedien die Gesellschaft sexualisieren und so die Evolution sabotieren. Die „evolutionäre Tür“, um über das Tiersein hinauszugelangen, schließe sich bei jedem Menschen zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr. Wenn zu dieser Zeit die psychischen Energien für Sex verschwendet würden, bleibe nicht genug für die spirituelle Entwicklung übrig.

2009 verkündete Levashov bei einem Treffen mit Lesern seines Buches, daß in den letzten Jahrtausenden die Feinde der Menschheit, die „sozialen Parasiten“ (d.h. die Juden) alles getan hätten, um die Slawo-Arier zu versklaven und zumindest teilweise zu vernichten. Das Weltjudentum würde die ganze Menschheit versklaven und zu einen Zustand bloßen Tierseins degradieren. Sie würden jährlich Hunderte Millionen Menschen zerstören durch giftige Nahrung und Medizin, verschmutztes Wasser und verschmutzte Luft, Krieg und Terror. Levashov rufe aber nicht zur Gewalt gegen Juden auf, denn Kriege und Revolutionen seien das Hobby der Feinde, die gelernt hätten, bei solchen Auseinandersetzungen die besten der besten Slawo-Arier zu töten. Der einzige Weg sei, die Wahrheit zu verbreiten. Die Feinde hätten Todesangst davor, daß wir erkennen, wer wir selbst und wer sie sind; wir begreifen, daß wir keine Sklaven sind und unsere Sklaventreiber weit wegschicken könnten.

Mit diesem Nazi-Programm wollte Levashov an der letzten Präsidentschaftswahl in Rußland teilnehmen, scheiterte aber daran, daß er, der zwischen 1991 und 2006 in den USA weilte, nicht lange genug in Rußland gelebt hatte, um antreten zu dürfen. Seinen Wahlaufruf kann man nur würdigen, wenn man weiß, daß, Levashov zufolge die „Mischrasse“ der Juden von außerirdischen Parasiten befallen wurde und seit Jahrtausenden damit beschäftigt sei, die arische Rasse insbesondere aber das „vedisch-arische Rußland“ zu zerstören. Dazu diente die Christianisierung Rußlands, Ivan der Schreckliche, Peter der Große und die von jüdischen Finanzkapitalisten in Amerika finanzierte Russische Revolution und der ebenfalls von diesen Kreisen finanzierte Hitlerismus. Heute würden die Juden (natürlich im Verbund mit den Freimaurern) das russische Volk mit genmanipulierter Nahrung, Impfprogrammen, Drogen, etc. auszuradieren suchen. Auch gäbe es einen geheimen Krieg Amerikas gegen Rußland, beispielsweise gingen, wie der „Wissenschaftler“ Levashov ausführt, die verheerenden Brände in Rußland 2010 auf HAARP zurück.

In seinem Nazi-Wahlprogramm stellt sich der „russische Wissenschaftler“ Nikolai Levashov als jemand vor, der sich in den letzten 20 Jahren selbstlos fürs Vaterland aufgeopfert und gefochten habe. Rußland mache jetzt die schwierigste Phase seiner Geschichte durch. Die Feinde seien stark und zahlreich. In den letzten Jahrtausenden hätten sie erfolglos versucht, Rußland mit Waffengewalt zu unterwerfen. In den letzten Jahrhunderten sei es jedoch zu einem geheimen, hinterhältigen Krieg gekommen, den die Russen nicht rechtzeitig wahrnahmen und gegen den sie sich nicht entsprechend schützen konnten. Das Ergebnis dieser geheimen Machenschaften sei heute überall evident: die Bevölkerung Rußlands nehme rapide ab, die Geburtenrate falle, die Industrie sei fast zerstört, die Armee geschwächt, die Reichtümer des Landes würden erbarmungslos ausgeplündert. Geblieben sei ein Leben, in dem die Russen zu lebenslanger Sklaverei verurteilt seien. In wenigen Jahren sei der Punkt erreicht, an dem der Feind den endgültigen Vernichtungsschlag ausführen könne. Die einzige Rettung, die geblieben sei: Levashov.

Über die Rolle Israels in der modernen Welt hat Levashov folgendes zu sagen: Kurz vor Beginn einer Demonstration im Dezember 2011 sei in Rußland ein 200 Mann starke israelische Sondereinheit eingetroffen. Sie sollten in die Menge und auf Polizeibeamte schießen, um so ein Blutbad zu provozieren. Levashov erinnert in diesem Zusammenhang seine Zuhörer daran, daß auch im Herbst 1993 „jüdische Sondertruppen“ eingesetzt worden waren, als Präsident Jelzin das damalige Parlament stürmen ließ. Damals seien 1500 Menschen umgekommen. Levashov verweist auf den Ausbruch der arabischen Revolutionen im vergangenen Jahr, in denen es anfangs auch „unbekannte Scharfschützen“ gegeben habe, die in die demonstrierende Menge und auf Sicherheitsbeamte geschossen haben. Danach hätten die „demokratischen Massenmedien“ des Westens hysterisch nach humanitären Interventionen gerufen. Nun sei von den Zionisten etwas ähnliches wie in Muammar Gaddafis Libyen in Rußland geplant. Die Ankunft der israelischen Sondertruppen in Rußland mit der Aufgabe Terrorakte zu begehen, sei allein schon ein gigantisches Verbrechen, aber Levashov weist auf noch weiterreichende Pläne der „Weltregierung“ hin: Die sich versammelnden Massen würden von Satelliten aus mit psychotronischen Strahlen beschossen. Dadurch solle eine Massenpsychose wie während des „arabischen Frühlings“ hervorgerufen werden.

Levashov zufolge wollen die Juden („die Parasiten“) den Dritten Weltkrieg inszenieren, indem sie die islamische Welt provozieren. Bereits Hitler hat die Juden sowohl für den Ersten Weltkrieg als auch für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verantwortlich gemacht… Übrigens hat es, Levashov zufolge, den Holocaust nie gegeben. Er sei, so Levashov, eine „dreckige Lüge“.

Der schleichende Genozid am vedisch-arischen Volk Rußlands, die angeblichen Geheimaktionen des Mossad und die jüdische Holocaust-Propaganda seien alles Teil eines kosmischen Kampfes der Mächte des Bösen gegen das Licht. Einer der Opfer dieses Kampfes sei Levashovs Frau Svetlana gewesen, die in einem schloßartigen Anwesen in Frankreich lebte. Die dunklen kabbalistischen Kräfte hätten diese Seherin ständig auf okkulter Ebene angegriffen und versucht ihr Gedächtnis, das über die Äonen zurückreichte und die Machenschaften der dunklen Mächte in der Geschichte kannte, ihr Augenlicht, sowie ihr Herz zu zerstören. Glücklicherweise konnte Levashov durch Fernheilung die schwarzen Kabbalisten immer wieder in ihre Schranken weisen und beispielsweise Svetlanas Herzgewebe neu wachsen lassen, doch schließlich erlag Svetlana den okkulten Angriffen: ihr Herz explodierte von innen.

Man kann sich unschwer ausmalen, was für Theorien in die Welt gesetzt werden, wenn Levashov bald seiner wirklich monströsen Fettleibigkeit zum Opfer fallen wird!

Hier das Beileidsschreiben der ehemaligen Orgonomin und heutigen Lavashov-Anhängerin Barbara Koopman:

Lieber Nicolai – geschätzter Lehrer und Mentor. Mein Herz ist voller Mitgefühl für Dich und Svetlana in dieser Zeit des unbeschreiblichen Verlustes. In der Geschichte dieses Planeten stechen Du und die strahlende Svetlana als Bollwerke gegen die lebensnegativen Kräfte des Bösen hervor, die die Menschheit bedrohen. Eure Opfer und Euer Mut sind nicht in Worte zu fassen und was die Menschheit Euch beiden schuldet ist unermeßlich. Ich habe wunderbare Erinnerungen an Svetlana, daran, wie ich durch ihre magnetische Präsenz wie geblendet war und wie mich ihr Mitgefühl und ihr Liebreiz bewegt haben. Unsere Begegnungen waren meist kurz, aber es war immer ein Privileg, wenn sich unsere Pfade kreuzten und wir in einer gemeinsamen Sache zusammenfanden. Für diejenigen von uns, die das Privileg besitzen Dich zu kennen und zu schätzen, wäre es im Sinne des Gedächtnisses an Svetlana angebracht, sich aus den Tiefen unseres Kummers zu erheben und unsere Unterstützung für den kosmischen Kampf nochmals zu bekräftigen, den Du und sie so selbstlos gefochten habt. Mit Liebe, Barbara Koopman, 21.11.2010

Die selbstlose Svetlana, die, bevor sie sich während der Perestroika der einträglicheren Spökenkiekerei zuwandte, als Schlagersängerin durch die UdSSR getingelt war, hatte insbesondere von den Tempelrittern geschwärmt. Sie wären die ersten gewesen, die die Strategien und die Taktiken der „sozialen Parasiten“ durchschaut und ihr eigenes Finanzsystem dagegengesetzt hätten. Doch die „sozialen Parasiten“ hätten ihre unterwürfigen Sklaven, den französischen König und den Papst, benutzt, um den Templerorden zu zerschlagen und dann dessen Finanzsystem übernommen. Mit anderen Worten: „Wenn es dem internationalen Finanzjudentum noch einmal gelingen sollte…“ (siehe oben).

Übrigens ließ sich Svetlana als „Svetlana de Rohan Levashova“ nach ihrem französischen Landsitz titulieren. Ihre welterschütternden Offenbarungen über Kreuzritter, Katharer, etc. schrieb sie unter teilweise unmenschlichen Bedingungen. Die „sozialen Parasiten“ ließen sie in ihrem Schloß nämlich fast erfrieren. Ich nehme eher an, daß die hohe Frau die Rechnung der Stadtwerke nicht rechtzeitig beglichen hatte… Eine große, huldvolle Dame! Auch Nikolai hat es mit dem Adel: er ist „Prinz Levashov“, hat u.a. den Orden „Pride of Russia“ und jede Menge akademischer Titel und Ehren, die ebenfalls zweifelhaft sind.

Im letzten Link wird beschrieben, wie die „Geistheilungen“ Levashovs und seiner Schüler auf dessen kosmologischen Vorstellungen beruhen, d.h. der Anisotropie des Raumes. Aber auch seine politischen, d.h. antisemitischen Vorstellungen beruhen auf der Anisotropie des Raumes. Die Erde bewege sich gerade durch einen Abschnitt des Raumes, der von Dämonen bevölkert ist und jenes Volk, das, Levashov zufolge, wegen seiner materialistischen Grundhaltung dafür besonders anfällig ist, wurde Werkzeug dieser Dämonen. So wurden die Juden für Levashov zu „sozialen Parasiten“ und zum Feind der Menschheit schlechthin.

Orgonomie und Metaphysik (Teil 23)

9. Januar 2022

Auf meiner Seite über Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur wird der mechano-mystische Charakter der quantenmechanischen Theorien David Bohms freigelegt. In „esoterischen“ Kreisen wird er geradezu als Prophet des neuen Zeitalters vergöttert.

Worum es geht, zeigt folgende Stelle aus einer mittlerweile aus dem Netz verschwundenen Website:

Bohm meinte, daß ein wichtiger Grund, warum sich die Menschen dieses Planeten, hinsichtlich Rasse, Nationalität, Religion und all dem anderen, feindlich gegenüberstehen, in ihrer Tendenz begründet liegt, alles in Bruchstücken zu sehen. Weil der Mensch sich selbst und alles um ihn herum als unabhängig und sich selbst genügend betrachtet, wird er ich-zentriert und abwehrend; „… (…) Er ist unfähig, die Menschheit wirklich als die grundlegende Realität zu betrachten, deren Ansprüche an erster Stelle stehen.“ Bohm zufolge beginnt dieses Problem der Fragmentierung auf der Ebene des Eigeninteresses (…). Bohm errichtete seine kommunistische Utopie auf der unhaltbaren Annahme, daß das Universum eine perfekt geordnete mystische Ganzheit ist (…). Die meisten Wissenschaftler sind unbeeindruckt von Bohms Verweis auf eine primordiale universelle Harmonie, die sich abwechselnd verbirgt und offenbart. Sie sind sich der chaotischen Zufälligkeit vollkommen bewußt, die Bohm, in seiner Liebe für perfekte Ordnung, nicht wahrhaben wollte. Sie sehen in der Natur, wie Bohr und Heisenberg es getan haben, das Unscharfe und Unsichere; nicht das Werk eines (…) Gottes, der, wie in der mittelalterlichen Theologie, ein Schweizer Uhrmacher ist.

Ein hervorragendes Beispiel für die gängige Mischung aus faschistischem Mystizismus und kommunistischen „Mechanismus“, die eine Karikatur der Orgonomie darstellt.

Das „Neue Zeitalter“ ist ein klaustrophobischer Alptraum, in dem alles mit allem verbunden ist, alles Bedeutung hat und man buchstäblich nicht frei atmen kann. Kaum entdeckt der Mensch in der Quantenphysik, daß die Natur nicht mechanisch ist, sondern Freiheit herrscht, deutet er alles so, daß der Mechanismus noch getoppt wird. Und kaum wird die Orgonenergie entdeckt, um nicht nur dem Mechanismus, sondern auch dem Mystizismus den garauszumachen kommt – folgendes:

Vor mir liegt ein Werbeartikel aus einer Esoterikpostille. Es dreht sich um „Elektrosmog“ und „Chemtrails“, also um die Leiden hysterischer Frauen und paranoider Männer. Statt einen Psychiater zu konsultieren, sollen sie sich mit „Orgonite“ wappnen. „Pranakristalle“, das „Orgonschild“ und das „Pranalicht“ (bzw. die „Orgonlampe“) soll vor Elektrosmog schützen. Für großräumige Bereiche wurde die „Akasha-Säule“ entwickelt. Statt in Metern wird ihr Wirkradius in Kilometern angegeben, so daß auch „Chemtrails“ aufgelöst werden können.

Ebenfalls auf der Grundlage des Orgonites funktionieren die „Pranatropfen“, die in ihren unterschiedlichen Ausführungen bestimmten „Erzengeln“ zugeordnet werden: Uriel, Jophiel, Raphael, Chamuel, Michael, Zadkiel und Metatron sowie Elohim höchstpersönlich. Er spricht alle „Chakren“ gleichzeitig an! Daneben gibt es noch den Pranakristall Brahman, der ebenfalls alle Chakren betrifft. Die Pranakristalle sollen einen mit Orgonenergie erfüllten Raum erschaffen, „welcher Schutz vor Elektrosmog und negativen Gedanken schafft“. Das bereits erwähnte Orgonschild eignet sich speziell für Notebooks und neutralisiert das von ihnen ausgehende DOR. Es werde dabei vollständig in Orgon umgewandelt.

Im Vergleich dazu wirkt jeder katholische Sektierer vom Opus Dei aufgeklärt, frei und rational!

Trevor Constable war einer der Ersten, der diese Gedankenwelt vertreten hat, dieses okkult verstellte Lebensgefühl, in dem Reich mit dem verbunden wird, was Europäer für Hinduismus und Taoismus halten, und nicht zuletzt mit Rudolf Steiners Anthroposophie. Es wäre durchaus möglich gewesen, daß das heute die Orgonomie ist! Siehe dazu meine Besprechung von Constables Buch The Cosmic Pulse of Life. Wie vollkommen absurd das alles ist, wird deutlich, wenn man an Reichs Massenpsychologie des Faschismus erinnert.

Constable war Co-Autor u.a. der beiden folgenden militaristischen Bücher und ein großer Verherrlicher der Deutschen Luftwaffe: Das waren die deutschen Jagdfliegerasse 1939–1945 (Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1972) und Holt Hartmann vom Himmel! Die Geschichte des erfolgreichsten Jagdfliegers der Welt (Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1971). Was für eine merkwürdige Synthese von Schwärmereien über Rudel und Hartmann mit…

Der Wikipedia-Eintrag zu Constable meint dazu:

Die beiden Historiker Ronald M. Smelser und Edward J. Davies rechnen die kontextlose und heroisierende Darstellung Hartmanns durch Constable und Toliver zu den Versuchen der Romantisierung und nachträglichen Verbrüderung mit den „Helden“ der „Sauberen Wehrmacht“, die nun im Kontext des Kalten Krieges an der Seite ihrer westlichen Waffenbrüder erneut gegen die Gefahr aus dem Osten stünden. Durch die fehlenden Quellenangaben und den Einfluß der dargestellten Offiziere auf die Präsentation seien diese Werke keine geschichtswissenschaftlichen Darstellungen, sondern Ausdruck von Popkultur.

Weiter im Gruselkabinett:

Das erste Mal traf ich auf den angeblichen „UFO-Kontakler“ Billy Meier über eine Bekannte, die mir ganz begeistert erzählte, daß 1963 bei Jerusalem ein verschollenes Evangelium von Jesus entdeckt worden sei, das ganz mit Reichs Auffassung der Jesus-Geschichte harmoniere, der Talmud Jmmanuel. Demnach habe, so meine Bekannte, Jesus nicht gesagt, daß den geistig Armen das Himmelreich gehöre, sondern den Wissenden. Ich wußte sofort, daß es sich nur um eine plumpe Fälschung handeln könne, denn in der revidierten Fassung macht Jesus‘ Aussage überhaupt keinen Sinn mehr. „Die Ersten werden die Ersten sein!“ – Meier, der diesen „Talmud“ veröffentlicht hatte, war für mich innerhalb von Sekunden erledigt. Übrigens ist dieses Machwerk antisemitisch: man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.

Später sah ich dann Meiers dilettantisch gemachten UFO-Photos und -Filme. Das einzige, was mich kurz pausieren ließ, waren Photos über seine angebliche Zeitreise 65 Millionen Jahre zurück zu den Dinosauriern, die seine außerirdischen Freunde mit ihm unternommen hatten. Insbesondere ein Flugsaurier sah erstaunlich realistisch aus. Wie sollte er das gefälscht haben? Noch überzeugender war ein Photo einer Raumfahrerin von den Plejaden. Die Frau war wirklich von überirdischer Schönheit und sah merkwürdig „humanoid“ aus. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man so ein Photo als Schweizer Bergbauer herstellen kann!

Schließlich stolperte ich im Internet über die denkbar einfache Lösung: die Dinosaurier hat er mit einer Polaroid-Kamera aus einem bekannten Bildband über die Urzeit aufgenommen.

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Und die Untertassen-Arierin „Asket“ war Tänzerin in einer amerikanischen Fernsehshow mit Dean Martin! Meier hatte sie vom Bildschirm abphotographiert!

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Wozu der ganze Betrug? Meier will seine krude New Age-Philosophie verbreiten, indem er sie Jesus und außerirdischen Blondinen in den Mund legt. Er möchte gerne, geltungssüchtig wie er ist, als Prophet einer Gemeinde vorstehen. Tatsächlich gehören zu seinen gläubigen Anhängern sogar renommierte Universitätsprofessoren, die den Talmud Jmmanuel zu ihrer neuen Bibel erkoren haben und ganze Abhandlungen darüber schreiben.

Ich erwähne Meier als Muster, um den Fall Nikolai Levashov besser einordnen zu können. Der russische „Geistheiler“ Levashov zählt sogar einst führende Orgonomen zu seiner Anhängerschaft. Ich habe bereits meiner positive Erfahrung mit der „Geistheilung“ erwähnt, die Levashov praktiziert und lehrt. Als ich dem Levashov-Schüler, Richard Blasband, damals vor 30 Jahren sagte, daß mich das, was er da mache, an den „Mesmerismus“ erinnert, wie ihn Jerome Eden praktiziert hat, reagierte er sichtlich verärgert. Es ginge gar nicht primär um die Beeinflussung des Energiefeldes des Patienten durch das Energiefeld des Therapeuten, sondern um the mind, den vom Körper unabhängigen „Geist“, der durch „gerichtete Intention“ wirksam wird. Überhaupt: durch Erzählungen erfuhr ich, daß Levashov-Anhänger extrem empfindlich reagierten, wenn man gegenüber dieser „Neuerung“ skeptisch blieb und die Orgonomie partout nicht „spirituell“ ergänzen wollte.

Es ging darum, den „orgonomischen Dogmatismus“ aufzugeben, offen und „wissenschaftlich“ zu sein – und die Philosophie von Levashov anzuerkennen, in der der körperlose „unsterbliche Geist“ des Menschen eine zentrale Rolle spielt. Die angebliche „Geistheilung“ war nur ein Vehikel für die Verbreitung eines obskurantistischen Weltbildes, das teilweise faschistoide Züge trägt.

Mir wurde erzählt, was Levashov doch für eine beeindruckende Persönlichkeit sei („beeindruckender als Reich!“); ein echtes Wunderwesen und wissenschaftliches Genie mit einer bezwingenden persönlichen Aura. Um so enttäuschter war ich, als ich schließlich auf seiner Website Photos von ihm sah. Eine ausgesprochen unförmige und unsympathische Erscheinung mit null Charisma. Seine geschmacklosen Gemälde. Und all der pseudo-esoterische Unsinn und die Verschwörungstheorien, wie die einstige spirituelle Weltmacht Rußland, im Laufe der Geschichte ihre Vorherrschaft verlor, weil der spirituelle Schutzschirm, der das Reich umgab, brüchig wurde.

Ein einheitliches Psi-Feld des Reiches, das durch hochstehende Volkhvs mittels Pyramiden aufrechterhalten wurde, wurde nach der Zerstörung der Tempelstadt Asgard-Iryisky von Horden von Dschungaren, die die „kleine“ Hilfe schwarzer Magier benutzten, deutlich geschwächt.

Das erinnert alles fatal an Tolkiens Der Herr der Ringe! Absolut gruselig. Etwa das gleich Niveau, auch inhaltlich, wie L. Ron Hubbard und seine „Scientology“. Schlimmer!

Den zweiten Teil seiner Autobiographie bewirbt er mit folgendem Auszug:

Geboren in der UdSSR und in diesem Land dreißig Jahre lang vor meiner Abreise in die USA gelebt habend, war ich ganz sicher, daß das sozialistische Regime eine Schöpfung sozialer Parasiten war mit dem Ziel, den besten Teil der Nation zu zerstören – die starken Menschen, wie sie in der Thora und im Alten Testament genannt wurden – um das Rückgrat der Nation zu brechen und die Übriggebliebenen in Sklaven zu verwandeln… […] Ich möchte darauf hinweisen, daß ich auch in den USA keinerlei Freiheit gefunden habe! Im Gegenteil, ich sah ein weiteres parasitäres System, wo die Menschen zu Sklaven umgewandelt wurden, während sie sich selbst als frei betrachteten…

Soziale Parasiten haben sowohl das sowjetische als auch das amerikanische System geschaffen, um den besten Teil der Nation zu zerstören und so die Nation zu vernichten. „Die starken Menschen, wie sie in der Thora und dem Alten Testament genannt werden“ –, werden von „sozialen Parasiten“ zerstört. Erinnert Sie das an etwas? Etwa an ideologische Versatzstücke des Nationalsozialismus?

Aber zurück zu seiner Arbeit über die Historie Rußlands:

Der Inhalt dieses Buches entspricht den slawisch-arischen Veden und archäologischen Entdeckungen der letzten Jahrzehnte, die durch die „Einwände“ der „echten“ Historiker vollkommen zur Seite gewischt wurden. In gewisser Weise sind sie „im Recht“. Das Wort „Historie“ hat seinen Ursprung in einer Zusammenführung der beiden Wörter „von + Thora“, das bedeutet „Geschichten aus der Vergangenheit des jüdischen Volkes“. Tatsächlich hat das Buch von Veles nichts zu tun mit der Geschichte des jüdischen Volkes, einfach weil es die Vergangenheit des russischen Volkes widergibt. Aber ich sehe persönlich keinerlei Problem in ihm, da es keinen Versuch unternimmt, die Geschichte der Jüdischen zu verzerren oder die irgendeines anderen Volkes. Dieses Buch beschreibt die Vergangenheit der Slawen. Jetzt haben wir eine sehr interessante Situation: Juden haben das Recht, ihre Vergangenheit, ihre Geschichte wie alle anderen Menschen zu haben, außer uns, den Slawen, die ihre Vergangenheit nicht haben dürfen, zumal es eine große ist.

Wie die Juden eine eigene Geschichte haben, stehe den Russen auch eine (nicht-jüdische) Geschichte zu. Übrigens ist die in diesem Zusammenhang von Levashov präsentierte Etymologie gröbster Unfug. „History“ (bzw. russisch история = istorija) kommt vom griechischen Wort historia, das so viel wie „Wissen durch Ergründen“ bedeutet. Und mal ganz abgesehen von der Etymologie: Daß die Russen ein griechisches Fremdwort benutzen, weil es in ihrer eigenen Sprache für „Geschichte“ keines gibt, zeigt doch, daß sie keine Geschichtsschreibung kannten. Wie bei Billy Meier: allein schon wegen dieses erbarmungswürdigen Dilettantismus war für mich dieser Mann sehr bald gestorben. Daß er offensichtlich ein Antisemit zu sein scheint, macht das ganze nur noch schlimmer. (Woran erkennt man einen Antisemiten? Er ist vom Thema „Juden“ besessen und erwähnt es in den unmöglichsten Zusammenhängen. In diesem Fall wird zwanghaft die „Thora“ erwähnt.)

Der eine erfindet Kontakte zu den „Plejaden“, der andere beeindruckt sein Umfeld mit „Mesmerismus“ – um als Prophet, der das Schicksal des Planeten in den Händen trägt, auftreten zu können. Levashovs erstes Buch ist betitelt The Final Appeal to Mankind. Seine Anhänger insinuieren, sein Geist (mit anderen Worten: er) käme von einem anderen Planeten, um die Menschheit zu retten.

Es ist verblüffend, wie leicht man doch aus seinem Gleichgewicht gerissen werden kann. Wie leicht ich doch aus dem Konzept zu bringen bin. Je kruder der Betrug, desto überzeugender. Meiers, na ja, „aufwendige“ UFO-Photos konnten mir nur ein müdes Lächeln entlocken, aber aus Büchern bzw. vom Fernsehschirm abphotographierte Bilder haben mich verunsichert! Hätte Levashov nicht den Fehler gemacht, eine geschmacklose „slavo-arische“ Internetseite zu kreieren, wäre ich wohl heute noch unsicher, ob nicht vielleicht doch etwas dran ist an seinem letzten Weckruf an die Menschheit.

Es liegt mir durchaus fern, Meier und Levashov (pseudo-) rationalistisch abbügeln zu wollen! Wer meine Blogeinträge verfolgt hat, weiß, daß ich durchaus offen bin für Dinge, die von anderen schon vom Tisch gewischt werden, bevor sie sie überhaupt angesehen haben. Ich glaube gerne, daß Meier und Levashov über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen und in ihrem Umfeld Dinge geschehen, die „unerklärlich“ bleiben. Es ist nur immer eine Frage, wo die Quelle dieser Kräfte ist. Nehmen wir dazu ein letztes Beispiel: Benjamin Creme und seine Verkündigung des „Weltenheilandes“ Maitreya, dessen Kommen von gigantischen UFOs angekündigt werden wird.

Creme wurde von dem amerikanischen Journalisten George Noory interviewt. Noory hatte schon mehr als 5000 derartige lange Interviews über „esoterische Fragen“ hinter sich gebracht, fühlte sich aber nach dem Interview mit Creme erstmals so schlecht, daß er befürchtete in Ohnmacht zu fallen, wenn er mit dem Gespräch fortfahre. Es sei das seltsamste und unheimlichste Gefühl, das er je in seinem Leben verspürt habe. Gleichzeitig berichteten Hunderte von Zuhörern der in den USA sehr populären Radiosendung Coast to Coast, daß sie sich nach der Sendung krank gefühlt hätten. Es war, als wäre der Antichrist aus den Pforten der Hölle geschritten…

Das ultimative Tabu (Teil 3)

7. September 2021

Charles Konias Blogeintrag von 2013 findet sich hier (siehe „Das Problem die Emotionelle Pest zu erkennen“).

Dazu mein damaliger Leserbrief, Konias Antwort, gefolgt von dem Leserbrief eines anderen Lesers und Konias abschließender Antwort auf diesen:

Ich zitierte den Sozialpsychologen Richard Königsberg wie folgt [vgl. https://www.libraryofsocialscience.com/ideologies/resources/koenigsberg-genocide-as-immunology/ ]:

„Die Juden stellten in der Vorstellung Hitlers und anderer Naziführer einen fremden Mikroorganismus im Blutkreislauf der Deutschen dar. Da die Juden virulente Mikroorganismen im politischen Körper waren, war es notwendig, jeden einzelnen von ihnen zu vernichten, damit sie sich nicht erneut teilen und vermehren konnten. Die SS-Männer fungierten als ‚Killerzellen‘ innerhalb des nationalen Organismus und hatten die Aufgabe, die gefährlichen Mikroorganismen zu identifizieren, aufzuspüren und zu vernichten. Am Abend des 22. Februar 1942 traf Hitler mit Himmler und einem dänischen SS-Major zusammen und legte seine Überzeugung dar:

Die Entdeckung des Judenvirus ist eine der größten Revolutionen, die in der Welt stattgefunden hat. Der Kampf, den wir heute führen, ist von der gleichen Art wie der Kampf, der im letzten Jahrhundert von Pasteur und Koch geführt wurde. Wie viele Krankheiten haben ihren Ursprung in dem jüdischen Virus! Wir werden unsere Gesundheit nur wiedererlangen, wenn wir den Juden ausrotten.

Hitler konzipierte die Endlösung aus der Perspektive der Immunologie. Als ‚Arzt des deutschen Volkes‘ würde er handeln, um das Leben des Volkes zu retten, indem er die Krankheitserreger vernichtet, die die Quelle der deutschen Krankheit sind.“

Dr. Konia darauf: „Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar. Aus einer charakterologischen Perspektive war Hitler ein brillanter paranoider Psychopath. Er nahm ein rationales Verständnis der Emotionellen Pest und stellte es auf den Kopf, indem er die Idee von Krankheitserregern auf die Menschen projizierte, die er persönlich haßte, die Juden.“

Ein anderer Kommentator, „Mondrianus“, warf folgendes ein:

„Der Text von Peter Nasselstein und Ihr Kommentar dazu behandeln einen interessanten Aspekt der Nazi-Ideologie und (aus orgonomischer Sicht) die Funktion des Antisemitismus darin.

Wie Dr. Elsworth Baker und Sie herausgearbeitet haben, haben rechte Menschen nach dem ‚Drei-Schichten-Modell der Persönlichkeit‘ viel mehr Kernkontakt als linke Marxisten.

Tatsächlich ist das ‚gemeinsame Funktionsprinzip‘ von beiden Weltanschauungen (in scharfem Gegensatz zu anderen ‚Weltanschauungen‘ wie Sozialismus, Liberalismus, modernem Liberalismus, Judentum und ‚politischer Korrektheit‘), daß sie in den Naturgesetzen verwurzelt sind und sich immer auf diese beziehen. Das bedeutet, daß der Mensch und sein soziales Leben von einem biologischen Standpunkt aus betrachtet werden – und daß diese biologische Dimension wichtiger ist als wirtschaftliche oder rationalistische Fragen.

Daher betrachten sowohl die Orgonomie als auch der Nationalsozialismus (im Gegensatz zum Liberalismus oder Sozialismus) Homosexualität als krank und ‚unnatürlich‘.

Aus diesem Grund waren Hitler, Himmler, Hess usw. sehr angetan von naturheilkundlichen Ansätzen wie Homöopathie, Kräutertherapien usw. Bemerkenswerterweise kamen sie sogar der Anerkennung der Orgonenergie nahe (sie beriefen sich häufig auf Reichenbachs ‚Od‘, auf Mesmers ‚Animalischen Magnetismus‘ usw.). So zynisch es klingen mag, in den Konzentrationslagern führte Himmlers ‚SS‘ sogar medizinische Experimente mit dem durch, was sie ‚Tierwärme‘ (= Orgonenergie) nannten. In einem Versuchsaufbau sollte untersucht werden, ob die Leben von Ostfrontsoldaten, die an extremer und lebensbedrohlicher Unterkühlung litten, durch die körperliche Zuwendung (d.h. Umarmungen, Streicheln, Halten des Soldaten im Arm) von Frauen gerettet werden können.

Und genau in diesem Zusammenhang war – wie Peter Nasselstein hervorhob – in der nationalsozialistischen Ideologie ‚jüdisches‘ Verhalten identisch mit dem, was Reich als ‚sekundäre Triebe in der Mittelschicht‘ bezeichnen würde. In den Augen der Nazis bedeutete ‚jüdisch‘ sein: herumschleichen, lügen, Klatsch und Verleumdung verbreiten, ein pornographisches Sexualleben haben, schwul oder pervers sein, Mädchen verführen, andere erpressen, ein trickreicher und unmoralischer Geschäftsmann sein, andere wirtschaftlich ausbeuten und so weiter. Dieses ‚Jüdischsein‘ wurde dem ‚Arischsein‘ (= ein ‚genitaler Charakter‘ in Reichs Bezugsrahmen) entgegengesetzt, denn ‚arisch‘ bedeutete, ehrlich, aufrichtig, anständig, fleißig, heterosexuell zu sein – und das alles in einem gesunden Körper verwurzelt, wie im alten griechischen Sprichwort ‚Mens sana in corpore sanum‘. Daher waren die Arier laut Hitler in der Natur verwurzelt und gute Sportler – im Gegensatz zu ‚den Juden‘, die als intellektuelle Eierköpfe betrachtet wurde, nie die Wälder durchwanderten, einen schwachen und kranken Körper haben und schlechte Sportler sind.

Hitler war sich auch der mittleren Schicht in sich selbst und in den Deutschen durchaus bewußt, als er sagte, jeder Deutsche müsse ständig ‚das Jüdische in uns‘ bekämpfen und vertreiben – was orgonomisch ausgedrückt hieße: ein echter Arier muß sich immer bewußt sein, daß er leicht vom ‚Jüdischen‘ (oder ‚sekundären Trieb‘) in sich selbst verführt werden kann.

Hitler bezieht sich hier offensichtlich auf den genialen Philosophen Otto Weininger, der in sehr jungen Jahren Selbstmord beging, weil er das ‚Jüdische‘ in sich nicht ertragen konnte, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger.

Und Hitler bezog sich auch auf den berühmten Ausspruch von Martin Luther (der streng antisemitisch war): ‚Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn‘, was bedeutet: ‚Indem ich mich des Judentums erwehre, kämpfe ich für das Werk Gottes‘. In orgonomische Begriffe übersetzt hieße das: ‚Im Kampf gegen (die Verführung durch) die teuflischen Nebentriebe kämpfe ich für die Genitalität, Gott, die Natur, die Gesundheit und das Orgon!‘

Dies alles zeigt zwei Dinge:

a) daß rechtsgerichtete Menschen tatsächlich mehr Kernkontakt haben als Marxisten oder moderne Liberale,

b) aber daß dieser Kernkontakt stark verzerrt ist. Und wegen dieser Verzerrung haben die Nazis ihre Naturwahrnehmung falsch etikettiert. Sekundäre Triebe wurden falsch benannt und fälschlicherweise echten jüdischen Menschen zugeschrieben und auf sie beschränkt. Die Wahrnehmung der Orgonenergie durch die Nazis führte zu grausamen KZ-Experimenten, und ihr Verständnis der Natur führte zu Rassismus (was ihr Verständnis der Biologie deutlich von dem der Orgonomie unterscheidet).

Aufgrund des oben gesagten wird klar, warum sich die Nazis so provoziert fühlten, als – nur wenige Wochen nachdem Hitler Kanzler geworden war – das Judentum 1933 seine Kriegserklärung an Deutschland abgab: [https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express.php PN]

Und 1945 betrachteten die Nazis den ‚Morgenthau-Plan‘, der die körperliche Kastration aller deutschen Männer vorsah, als den letzten Versuch der ‚teuflischen Juden‘, Gott und die Genitalität der Arier zu vernichten.“

Konia zu Mondrianus: „Ihr Kommentar zeigt deutlich, wie wichtig die Unterscheidung der drei Schichten der menschlichen bio-psychischen Struktur ist. Dies war einer von Reichs wichtigsten Beiträgen.“