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Das ultimative Tabu (Teil 3)

7. September 2021

Charles Konias Blogeintrag von 2013 findet sich hier (siehe „Das Problem die Emotionelle Pest zu erkennen“).

Dazu mein damaliger Leserbrief, Konias Antwort, gefolgt von dem Leserbrief eines anderen Lesers und Konias abschließender Antwort auf diesen:

Ich zitierte den Sozialpsychologen Richard Königsberg wie folgt [vgl. https://www.libraryofsocialscience.com/ideologies/resources/koenigsberg-genocide-as-immunology/ ]:

„Die Juden stellten in der Vorstellung Hitlers und anderer Naziführer einen fremden Mikroorganismus im Blutkreislauf der Deutschen dar. Da die Juden virulente Mikroorganismen im politischen Körper waren, war es notwendig, jeden einzelnen von ihnen zu vernichten, damit sie sich nicht erneut teilen und vermehren konnten. Die SS-Männer fungierten als ‚Killerzellen‘ innerhalb des nationalen Organismus und hatten die Aufgabe, die gefährlichen Mikroorganismen zu identifizieren, aufzuspüren und zu vernichten. Am Abend des 22. Februar 1942 traf Hitler mit Himmler und einem dänischen SS-Major zusammen und legte seine Überzeugung dar:

Die Entdeckung des Judenvirus ist eine der größten Revolutionen, die in der Welt stattgefunden hat. Der Kampf, den wir heute führen, ist von der gleichen Art wie der Kampf, der im letzten Jahrhundert von Pasteur und Koch geführt wurde. Wie viele Krankheiten haben ihren Ursprung in dem jüdischen Virus! Wir werden unsere Gesundheit nur wiedererlangen, wenn wir den Juden ausrotten.

Hitler konzipierte die Endlösung aus der Perspektive der Immunologie. Als ‚Arzt des deutschen Volkes‘ würde er handeln, um das Leben des Volkes zu retten, indem er die Krankheitserreger vernichtet, die die Quelle der deutschen Krankheit sind.“

Dr. Konia darauf: „Vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar. Aus einer charakterologischen Perspektive war Hitler ein brillanter paranoider Psychopath. Er nahm ein rationales Verständnis der Emotionellen Pest und stellte es auf den Kopf, indem er die Idee von Krankheitserregern auf die Menschen projizierte, die er persönlich haßte, die Juden.“

Ein anderer Kommentator, „Mondrianus“, warf folgendes ein:

„Der Text von Peter Nasselstein und Ihr Kommentar dazu behandeln einen interessanten Aspekt der Nazi-Ideologie und (aus orgonomischer Sicht) die Funktion des Antisemitismus darin.

Wie Dr. Elsworth Baker und Sie herausgearbeitet haben, haben rechte Menschen nach dem ‚Drei-Schichten-Modell der Persönlichkeit‘ viel mehr Kernkontakt als linke Marxisten.

Tatsächlich ist das ‚gemeinsame Funktionsprinzip‘ von beiden Weltanschauungen (in scharfem Gegensatz zu anderen ‚Weltanschauungen‘ wie Sozialismus, Liberalismus, modernem Liberalismus, Judentum und ‚politischer Korrektheit‘), daß sie in den Naturgesetzen verwurzelt sind und sich immer auf diese beziehen. Das bedeutet, daß der Mensch und sein soziales Leben von einem biologischen Standpunkt aus betrachtet werden – und daß diese biologische Dimension wichtiger ist als wirtschaftliche oder rationalistische Fragen.

Daher betrachten sowohl die Orgonomie als auch der Nationalsozialismus (im Gegensatz zum Liberalismus oder Sozialismus) Homosexualität als krank und ‚unnatürlich‘.

Aus diesem Grund waren Hitler, Himmler, Hess usw. sehr angetan von naturheilkundlichen Ansätzen wie Homöopathie, Kräutertherapien usw. Bemerkenswerterweise kamen sie sogar der Anerkennung der Orgonenergie nahe (sie beriefen sich häufig auf Reichenbachs ‚Od‘, auf Mesmers ‚Animalischen Magnetismus‘ usw.). So zynisch es klingen mag, in den Konzentrationslagern führte Himmlers ‚SS‘ sogar medizinische Experimente mit dem durch, was sie ‚Tierwärme‘ (= Orgonenergie) nannten. In einem Versuchsaufbau sollte untersucht werden, ob die Leben von Ostfrontsoldaten, die an extremer und lebensbedrohlicher Unterkühlung litten, durch die körperliche Zuwendung (d.h. Umarmungen, Streicheln, Halten des Soldaten im Arm) von Frauen gerettet werden können.

Und genau in diesem Zusammenhang war – wie Peter Nasselstein hervorhob – in der nationalsozialistischen Ideologie ‚jüdisches‘ Verhalten identisch mit dem, was Reich als ‚sekundäre Triebe in der Mittelschicht‘ bezeichnen würde. In den Augen der Nazis bedeutete ‚jüdisch‘ sein: herumschleichen, lügen, Klatsch und Verleumdung verbreiten, ein pornographisches Sexualleben haben, schwul oder pervers sein, Mädchen verführen, andere erpressen, ein trickreicher und unmoralischer Geschäftsmann sein, andere wirtschaftlich ausbeuten und so weiter. Dieses ‚Jüdischsein‘ wurde dem ‚Arischsein‘ (= ein ‚genitaler Charakter‘ in Reichs Bezugsrahmen) entgegengesetzt, denn ‚arisch‘ bedeutete, ehrlich, aufrichtig, anständig, fleißig, heterosexuell zu sein – und das alles in einem gesunden Körper verwurzelt, wie im alten griechischen Sprichwort ‚Mens sana in corpore sanum‘. Daher waren die Arier laut Hitler in der Natur verwurzelt und gute Sportler – im Gegensatz zu ‚den Juden‘, die als intellektuelle Eierköpfe betrachtet wurde, nie die Wälder durchwanderten, einen schwachen und kranken Körper haben und schlechte Sportler sind.

Hitler war sich auch der mittleren Schicht in sich selbst und in den Deutschen durchaus bewußt, als er sagte, jeder Deutsche müsse ständig ‚das Jüdische in uns‘ bekämpfen und vertreiben – was orgonomisch ausgedrückt hieße: ein echter Arier muß sich immer bewußt sein, daß er leicht vom ‚Jüdischen‘ (oder ‚sekundären Trieb‘) in sich selbst verführt werden kann.

Hitler bezieht sich hier offensichtlich auf den genialen Philosophen Otto Weininger, der in sehr jungen Jahren Selbstmord beging, weil er das ‚Jüdische‘ in sich nicht ertragen konnte, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger.

Und Hitler bezog sich auch auf den berühmten Ausspruch von Martin Luther (der streng antisemitisch war): ‚Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn‘, was bedeutet: ‚Indem ich mich des Judentums erwehre, kämpfe ich für das Werk Gottes‘. In orgonomische Begriffe übersetzt hieße das: ‚Im Kampf gegen (die Verführung durch) die teuflischen Nebentriebe kämpfe ich für die Genitalität, Gott, die Natur, die Gesundheit und das Orgon!‘

Dies alles zeigt zwei Dinge:

a) daß rechtsgerichtete Menschen tatsächlich mehr Kernkontakt haben als Marxisten oder moderne Liberale,

b) aber daß dieser Kernkontakt stark verzerrt ist. Und wegen dieser Verzerrung haben die Nazis ihre Naturwahrnehmung falsch etikettiert. Sekundäre Triebe wurden falsch benannt und fälschlicherweise echten jüdischen Menschen zugeschrieben und auf sie beschränkt. Die Wahrnehmung der Orgonenergie durch die Nazis führte zu grausamen KZ-Experimenten, und ihr Verständnis der Natur führte zu Rassismus (was ihr Verständnis der Biologie deutlich von dem der Orgonomie unterscheidet).

Aufgrund des oben gesagten wird klar, warum sich die Nazis so provoziert fühlten, als – nur wenige Wochen nachdem Hitler Kanzler geworden war – das Judentum 1933 seine Kriegserklärung an Deutschland abgab: [https://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express.php PN]

Und 1945 betrachteten die Nazis den ‚Morgenthau-Plan‘, der die körperliche Kastration aller deutschen Männer vorsah, als den letzten Versuch der ‚teuflischen Juden‘, Gott und die Genitalität der Arier zu vernichten.“

Konia zu Mondrianus: „Ihr Kommentar zeigt deutlich, wie wichtig die Unterscheidung der drei Schichten der menschlichen bio-psychischen Struktur ist. Dies war einer von Reichs wichtigsten Beiträgen.“

Hatte Adolf Hitler einen Führerschein?

29. Mai 2021

Das folgende, hatte ich 2012 veröffentlicht, kann es aber so unmöglich im Weltnetz stehenlassen. Die Ergänzungen bzw. Korrekturen sind in rot:

Anläßlich des Rücktritts von Christian Wulff, der in seiner Charakterstruktur in jeder Beziehung die Bevölkerung widergespiegelt hat, blicke ich auf einen seinen Vorgänger zurück:

Wohl kaum ein Mann hat sich jemals weniger zum „Führen“ eines Landes geeignet als Adolf Hitler. Er ist an die Macht gekommen, weil sich der einfache Michel mit ihm vollkommen identifizieren konnte. Er war genauso entscheidungsschwach, kriecherisch, zaghaft, kleingeistig, rachsüchtig und ressentiment-beladen wie der durchschnittliche deutsche Untertan.

Sigurd Hoel hat Reichs Einschätzung der Person Hitler von 1933 wie folgt zusammengefaßt:

Hitler habe mit verblüffender Aufrichtigkeit seiner Verachtung für die Massen Ausdruck gegeben.

Er hat wieder und wieder die Massen als „formbaren Lehm“ bezeichnet, von Natur passiv und weibisch, außer Stand zu denken, aber wohl geeignet zu fühlen, und mit einem unbewußten Wunsch in sich, brutalisiert, kommandiert, am Nacken gefaßt und geleitet zu werden.

Wobei, so Hoel, anzumerken sei, daß Hitler selbst gefühlsmäßig in hohem Grad ein „Massenmensch“ ist („Kulturkampf und Literatur“, Zeitschrift für politische Psychologie und Sexualökonomie, 1936, S. 89).

Im Zweiten Weltkrieg mußte Hitler zu seinen Siegen geradezu getragen werden. Er war baß erstaunt, als er mit seinem kleinen Feldzug gegen Polen einen europaweiten Krieg vom Zaun brach, auf den Deutschland in keinster Weise vorbreitet war. Hätte Frankreich ernstgemacht und, statt zaghaft ins Saarland einzufallen und sich schon bald wieder zurückzuziehen, auf breiter Front das von der Wehrmacht entblößte Deutschland angegriffen… Als ihm dann das militärische Genie Manstein, das sich vollkommen zufällig bei der chaotischen Entscheidungsfindung mit seinem militärstrategisch revolutionären Angriffskonzept durchgesetzt hatte, trotz allem den triumphalen Sieg über den „Erbfeind Frankreich“ schenkte, verhinderte Hitler höchstpersönlich die Vernichtung des britischen Expeditionsheeres in Dünkirchen, die ihm mit einem Schlag die Weltherrschaft beschert hätte.

Es wird oft behauptet, Hitler habe hier in die Kriegshandlungen eingegriffen, um nicht wie sein Vorgänger Wilhelm II. zu einer belächelten Randfigur zu werden, entscheidender ist aber wohl, daß er unter keinen Umständen das von ihm bewunderte britische Weltreich gefährden wollte. Deshalb war ihm auch nie der Gedanke gekommen, den Spaniern ihre Schulden beim Deutschen Reich zu erlassen, wenn sie Gibraltar nehmen würden – was den Untergang des Empire besiegelt hätte. Man denke auch an die groteske Verzweiflungstat von Rudolf Heß! Churchill hat andererseits das Commonwealth zerstört, zu dessen Rettung er in den Krieg gezogen war – schließlich auf der Seite Roosevelts, der explizit die Unabhängigkeit der britischen Kolonien forderte. Auf diese Weise hatte Hitler ungewollt die ganze Irrationalität von Politik bloßgestellt. Man kann nicht oft genug wiederholen, daß das gleiche verachtenswerte geisteskranke Pack (bzw. natürlich die gleiche Gesinnung) die „westlichen Demokratien“ bis heute beherrscht. Man denke nur an groteske Figuren wie Macron oder Biden!

Nach großem Zaudern entschloß er sich dann schließlich doch England anzugreifen. Erste Voraussetzung war die Erringung der Luftherrschaft, doch kaum war die zum Greifen nahe, entschloß sich Hitler, militärisch vollkommen sinnlos, die Ressourcen der Luftwaffe für die Bombardierung englischer Städte einzusetzen. Rache dafür, daß die RAF ein paar Bomben auf Hamburg und Berlin geworfen hatte. Das nutzte die RAF, um sich von den verheerenden Schlägen zu erholen und die „Luftschlacht um England“ war für Deutschland verloren.

Das stimmt so, aber es fehlt ein entscheidendes Element: Churchill hat mit der Bombardierung von Zivilisten angefangen und Hitler brauchte Tage, um endlich mit gleicher Münze zurückzuschlagen. Wie angedeutet, war das sozusagen sein „zweites Dünkirchen“, aber wer ist hier der Machiavellistische Bösewicht?

Um Großbritanniens letzten potentiellen Verbündeten auf dem Kontinent zu beseitigen und so die Insel doch noch in die Knie zu zwingen, entschloß sich Hitler mal so eben die Sowjetunion anzugreifen. Der Vormarsch verlief glatt. Mir hat einmal ein Lehrer beschrieben, wie seine Einheit von den Ukrainern voller echter Begeisterung als Befreier empfangen wurde. Moskau war in Reichweite, dessen Fall das Stalinistische Regime unter keinen Umständen hätte überleben können. Und was tat Hitler? Er befahl die Zweiteilung der siegreichen Armee in zwei Heeresgruppen und den Zug Richtung Kaspisches Meer, um, logisch schlichtweg nicht nachvollziehbar, „Territorium zu erobern“… Gleichzeitig wurde auf Befehl Hitlers die durch und durch deutschenfreundliche Bevölkerung derartig drangsaliert, daß den Stalinistischen Kommissaren ob des unerwarteten Propagandaerfolgs die Freudentränen in die Augen schossen.

Diese, meine Passage grenzt an groben Unfug: Halder, Manstein und die restlichen vermeintlichen Genies im Generalsrang, wollten stupide den Waffengang gegen Frankreich wiederholen: Überraschungsangriff, Hauptstadt nehmen, fertig. Tatsächlich hätte der Fall Moskaus rein gar nichts gebracht, außer die Front noch grotesker auszuweiten. Hitlers ursprünglicher Plan, den die fachidiotische Generalität hintertrieben hatte, war es den südlichen Teil der Sowjetunion, also die Ukranie und den Kaukasus, zu nehmen (also genau das zu tun, was Stalin befürchtete), um die Sowjetunion auszuhungern, vom Öl abzuschneiden und diese Ressourcen selbst zu nutzen, um für einen möglichen Stellungskrieg gewappnet zu sein.

Nach dem Desaster von Stalingrad, das wieder ganz alleine Hitler persönlich zu verantworten hatte, bot sich eine allerletzte Möglichkeit, den Ostfeldzug, wieder unter Manstein, doch noch zu einem für Deutschland akzeptablen Ende zu bringen: die gigantische Panzerschlacht im Kursker Bogen. Eine Niederlage hätte das definitive Ende der Roten Armee bedeutet. Und tatsächlich stand ein deutscher Sieg so gut wie fest, hätte Hitler nicht den Angriffsbefehl drei Monate hinausgezögert, bis die Russen ihre Verteidigungsstellungen bis zur Perfektion ausgebaut hatten. Resultat war ein Remise – von dem sich die Wehrmacht nie wieder erholt hat.

Die allerletzte Chance für Deutschland waren die „Wunderwaffen“. Deutschland hatte den ersten einsatzfähigen Düsenjäger, was dem Reich die Lufthoheit über den europäischen Kontinent selbst noch nach der Landung der Alliierten zurückgegeben hätte. Dresden würde noch heute in alter Pracht stehen. Und es ist nicht ganz auszuschließen, daß die Amerikaner eine welthistorische Niederlage erlitten hätten. Stattdessen befahl Hitler, daß die verzweifelt knappen Ressourcen für die militärisch vollkommen sinnlosen „Vergeltungswaffen“ V1 und V2 verschwendet wurden. Wobei man sich natürlich fragen muß, ob nicht Churchill mit seinen Kriegsverbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung genau so etwas provozieren wollte.

Nicht zuletzt hat Hitlers Antisemitismus Deutschland den Rest gegeben. Für fast alle anderen Nazigrößen, etwa Goebbels und Göring, war der Antisemitismus, dieser „Sozialismus der Dummen“ (Bebel), nur ein Mittel zum Zweck, d.h. der einzige Kleister, der die heterogene „Bewegung“ einigermaßen zusammenhalten konnte. Für Hitler war es jedoch eine „Herzensangelegenheit“. Man muß nur die Liste der Nobelpreisträger, fast durchweg Amerikaner und Israelis, durchgehen, um anhand all der aschkenasischen Namen zu sehen, was Deutschland dank Hitler an geistigem Kapital verlorengegangen ist. Nicht zuletzt die Atombombe, die Hitler hintertrieben hat, weil für ihn die Atomphysik eine „jüdische Wissenschaft“ war.

Sir Ian Jacob, Militärberater in Churchills Kriegskabinet, sagte, die Alliierten hätten den Krieg gewonnen, „weil unsere deutschen Wissenschaftler besser waren als ihre deutschen Wissenschaftler“. Man muß aber auch sagen, daß die Deutschen in ihrer Atomforschung weitaus weiter waren, als uns weisgemacht wird. Das angereicherte Uran in der Bombe, die Hiroshima vernichtete, und auch deren Zünder waren Beutegut der Alliierten. Die NASA war weitgehend ein deutsches Unternehmen etc.

Reich hätte diese ganze Katastrophe bereits 1933 vorhersagen können, als er in Die Massenpsychologie des Faschismus über „Führer und Massenstruktur“ schrieb:

Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein „Führer“ Geschichte machen.

Hitler konnte Geschichte machen, weil er die Verkörperung des kriecherischen, „lehmigen“, „femininen“ „Massenindividuums“ war. Hitler war die Verkörperung von Entscheidungsschwäche, ängstlichem Zaudern, ängstlicher Fremdenfeindlichkeit, kindischer Rachsucht und kindischer Großmannssucht. Die Verkörperung des Kleinen Mannes, der dem deutschen Volk die Ehre genommen hat. Oder wie es auf dem Grabstein von Johann Friedrich Adolf von der Marwitz heißt: „Sah Friedrichs Heldenzeit und kämpfte mit ihm in all seinen Kriegen. Wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte.“ Worte, die sich einzig Graf Stauffenberg zu Herzen nahm…

Das, was Hitler an die Macht brachte, hat gleichzeitig Deutschland vernichtet. „Das“ war der kleine Michel, den Hitler verkörpert hat wie sonst niemand. Das Hitler wirklich „Deutschland war“, zeigen die Reaktionen auf das Stauffenberg-Attentat etwa in Feldpostbriefen. Der deutsche Michel hat seine kongeniale Verkörperung wirklich über alles geliebt!

Man muß auch daran denken, daß der Massenmörder und Zerstörer des britischen Weltreichs, Churchill, heute mehr denn je als größter Brite überhaupt gefeiert wird – weil er England „vor Hitler rettete“. Wenn man sich mit Geschichte beschäftigt, muß man immer mit einem gewissen Kotzreiz ringen, weil man ständig mit der Panzerung des Menschen konfrontiert wird. SEIT 6000 JAHREN IST DIE WELT EIN IRRENHAUS!

Schluß mit Schwurbel

8. Mai 2021

So die Überschrift eines anonymen Pamphlets aus meinem Briefkasten.

Beinahe jede Woche sieht man seit vielen Monaten in Deutschland dasselbe Bild: Ohne Abstand und Masken tanzen Querdenker*innen und Schwurbler*innen mit Nazis und Reichsbürger*innen Polonaise durch die Innenstädte, sei es im letzten Sommer in Berlin oder wie zuletzt in Leipzig, Kassel und Stuttgart. Auf den Bühnen wird dabei unter großem Applaus keine Chance ausgelassen, absichtlich wissenschaftliche Fakten zu verdrehen, mit Nazis und Pädophilen zu kuscheln und den Holocaust zu relativieren. In den krudesten Verschwörungstheorien wird vor allem Antisemitismus immer wieder befeuert. Nicht selten werden auf den Demonstrationen Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen attackiert. Die Polizei läßt sie dabei gewähren, immer wieder tauchen Fotos von Polizist*innen auf, auf denen sie Hand in Hand mit Querdenker*innen gehen. Die Gegendemonstrationen hingegen werden mit Gewalt zerschlagen, obwohl sich hier an die Hygienemaßnahmen gehalten wird.

„Nazis und Pädophile“! Das ist ein beliebtes Sujet vermeintlich „linker“ Propaganda schon zu Zeiten der Weimarer Republik: daß „die Rechten“ mit allen Arten abscheulicher Perversionen in Zusammenhang gebracht werden. Irgendwann bricht das ganze Toleranzgedöns der Linken in sich zusammen – und sie erweisen sich als dieselben ressentimentbehafteten, haßerfüllten Kleingeister wie die „Nazis“. Und, jaja. „krudeste Verschwörungstheorien und Antisemitismus“… Und das von Leuten, die die Wirklichkeit auf den Kopf stellen, denn die Gewalt auf den besagten Demonstrationen geht immer von der „Anti“fa aus, die so die Bilder für die Propagandisten dieses Unrechtsregimes fabrizieren und nicht zuletzt den Schergen des Regimes die Rechtfertigung liefern, auf harmlose Bürger einzuprügeln, als wären wir in Weißrußland. – In diesem bösartigen Pamphlet wird wirklich alles auf den Kopf gestellt.

Auch in Hamburg gab es mehrfach größere Demonstrationen, auf denen sich dieses Bild gezeigt hat. Von rechten und rechtsextremen Parteien und Gruppierungen hat man schon von Anfang an ein großes Interesse an der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ beobachten können. Dabei beteiligen sie sich aktiv an Demonstrationen und übernehmen Themen und Parolen. NPD, AfD und auch gewaltbereite Bruderschaften sehen in der Bewegung ein großes Mobilisierungspotential für sich und versuchen dadurch massiv neue Wähler*innen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.

Als wären unser Pamphletisten beim sogenannten „Verfassungsschutz“ (Staatsschutz), wird mittels konstruierter Kontaktschuld und Gleichsetzen von Gruppen (bzw. „Gruppen“), die nichts miteinander zu schaffen haben, die Rechtfertigung für den Entzug aller Bürgerrechte fabriziert, letztendlich des Lebensrechts selbst. Wenn du dein demokratisches Demonstrationsrecht wahrnimmst und dir eine andere Meinung als die offizielle dieses Unrechtsregimes erlaubst, bist du unversehens – nicht besser als Himmler und Heydrich!

In diesem Zusammenhang kann man auch in Hamburg wieder ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Gruppierungen beobachten, so hat die npd in letzter Zeit auch in Hamburg Nord großflächig plakatiert und auch völkische Gruppen wie die sogenannte „Identitäre Bewegung“ treten immer selbstbewußter auf. Recherchen des Online-Portals „EXIF“, die durch die WDR-Sendung „Monitor“ bestätgt wurden, legen ein breites Netzwerk an Mitstreiter*innen rund um die rechtsextreme sogenannte „Gruppe 5“ offen, die Terroranschläge in ganz Deutschland plante. Auch Hamburger Neonazis waren darin verstrickt, die in öffentlichen faschistischen Facebookgruppen verkündeten, daß sie dabei sind, sich zu bewaffnen. Nach den rassistischen Anschlägen in Halle, Hanau und der Ermordung Walter Lübckes müssen solche Ankündigungen mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Die Hamburger Behörden lassen diese Vorfälle jedoch ohne Konsequenzen geschehen.

Unsere Staatsjugend beruft sich auf die Staatsmedien und die steuerfinanzierte, staatlich gelenkte „Zivilgesellschaft“, um ein „Härter durchgreifen!“ zu fordern.

Wie kommt dann Charles Konia dazu, so etwas als „antiautoritär“ zu bezeichnen? Es ist wie „1968“: es werden nur die unmittelbaren Autoritäten angegriffen und als verachtenswerte „wirre Schwurbler“ diffamiert, während man gleichzeitig der Wirklichkeit enthobene mythische Lichtgestalten anhimmelt. Früher waren das Mao und Marcuse, heute sind es Drosten und Merkel, obwohl diese nachweislich nur Unsinn von sich geben.

Die „Querdenken-Bewegung“ wirkt wie ein Nährboden, auf dem die alten vergammelten rechtsextremen und faschistischen Ideologien wieder neu und ungestört gedeihen können. Indem sie sich mit antisemitischen Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlichen Falschbehauptungen verflechten, schaffen sie ein brandgefährliches Klima, dem wir uns entschlossen entgegenstellen müssen.

Die Polizei stellt gegen diese Umtriebe nicht nur immer wieder ihre eigene Unfähigkeit unter Beweis, vielmehr sieht man nicht nur anhand der immer wieder aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke in der Polizei, daß sie selber tief in diesen verwurzelt ist. Deshalb ist die Organisation und Vernetzung eines stabilen antifaschistischen Widerstandes um so wichtiger. Kein Fußbreit den Faschisten und Leerdenker*innen in Hamburg Nord!

Die Linken HASSEN Traditionen (die Verwurzelung, die den Einzelnen stark und unabhängig macht), Selberdenken („kontrarevolutionäre Fraktionsbildung“) und natürlich sämtliche Autoritäten – deren härteres Durchgreifen sie gleichzeitig fordern. Eben diese Rebellion gegen den Staat bei gleichzeitiger Vergötterung des Staates, die Gleichzeitigkeit von pseudo-anarchischer Rebellion und feigem Untertanengeist, macht den Faschismus (in diesem Fall den roten Faschismus) aus. „Rebellen“, die sich an Anstands…, Verzeihung: Abstandsregeln halten!

FÜR EINEN SOLIDARISCHEN UMGANG IN DER KRISE

Corona ist so real wie alle knapp 80.000 Todesfälle (stand 5. April), die es bisher allein in Deutschland gefordert hat. Ohne uns von der zweiten Welle aus dem Januar erholt zu haben, befinden wir uns jetzt schon mitten in der dritten Welle. Das ist die Folge vorschneller Lockerungen und eines zu schwachen Lockdowns, der nur die Freizeit einschränkt und die Wirtschaft weiter laufen läßt. Immer wieder kommt auch der Vorschlag für eine Ausgangssperre auf, auch bei uns in Hamburg wurde über Ostern und erstmal bis zum 18. April eine solche beschlossen – Das Problem: Während die Ausgangssperre sich weiter nur auf das Privatleben auswirkt, bleiben Fabriken und Betriebe weiter offen. Die Kosten für diese inkonsequente Ausklammerung der Wirtschaft müssen sowohl Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, die seit Monaten geschlossen bleiben müssen, als auch die Gesellschaft, die trotz harter Einschränkungen in der Freizeit immer mehr Tote zu beklagen hat.

Ganz eindeutig: „die Wirtschaft“, d.h. der Kapitalismus hat an dieser mittelschweren Grippewelle Schuld… Wobei man die Millionen zusätzlicher Hunger- und Armutstoten, inbesondere in Afrika, getrost vergißt. Rassen…, Verzeihung: Klassenkampf:

Auch im Privaten trifft die Krise nicht alle gleich. Während sich die Quarantäne in exklusiven Villen mit großen Gärten an der Alster und uneingeschränkten Online-Möglichkeiten ganz gut aushalten läßt, fällt den Menschen in vielen anderen Haushalten mit viel zu kleinen Wohnungen die Decke auf den Kopf. Auch die technischen Voraussetzungen reichen oft nicht fürs Home-Office oder -Schooling. Die Folgen sind unter anderem eine Zunahme häuslicher Gewalt, Jugendliche, die in der Schule nicht mehr mitkommen und totale Überforderung. Durch die Umstellung auf Kurzarbeit oder dem kompletten Verlust des Arbeitsplatzes kommt noch ein größeres Armutsrisiko dazu. Trotzdem schütten die Konzerne, die ihren Mitarbeiter*innen jetzt weniger Lohn geben, Rekord-Dividenden an Aktionäre aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird durch die Krise nochmal deutlich größer. Die kapitalistische Absurdität und soziale Ungerechtigkeiten zeigen sich in der aktuellen Krise unverschönt!

Äh, das hätten so auch Querdenker schreiben können! Aber zum Glück geht es weiter:

Wir fordern einen echten solidarischen Lockdown, der im Interesse der Menschen steht und nicht nur das kapitalistische System schützt. Um unzählige weitere Todesfälle zu verhindern, müssen alle nicht lebensnotwendigen Betriebe für ein paar Wochen geschlossen werden und zwar bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten, finanziert durch die Profite der Krisengewinnler!

Kommt mit uns auf die Straße! Stellt euch dem Verschwörungswahn und den neuen rechten Umtrieben entschlossen entgegen und erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!

Politik und Polizei werden uns nicht helfen – wir müssen selber aktiv werden!

„Erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!“ Aber am besten finde ich noch die Illustration dieses Pamphlets, die derartig voller ungewollter, selbstentlarvender Ironie ist… Linke Trottel!

Himmlers SS und die heutigen Gutmenschen

27. Juli 2020

Wir haben es hier mit exakt der gleichen Bevölkerungsgruppe zu tun: aufstrebende Intellektuelle und Leute, die gegen das bürgerliche Leben rebellieren. Man denke nur an den alten SS-Mann Martin Schleyer, der seine Baader-Meinhof-Bewacher in ärgste Bedrängnis brachte, als er ihnen auseinandersetzte, daß er in seiner Jugend genauso gewesen sei wie sie und daß sie doch ähnliche Ideale hätten. Da ist erst mal das Opfer des eigenen Selbst für die vermeintlich „höhere Sache“, das Absehen vom eigenen Überlebenswillen (symbolisiert durch den Totenkopf im SS-Emblem) und dann natürlich das Denken in vermeintlich „höheren Zusammenhängen“ (beim bekennenden Buddhisten Himmler war es der selbstlose Kampf für den Erhalt der „höheren“ „Rasse“ und damit die Erhaltung „wahren Menschentums“).

Und es ist kein Zufall, daß ihre ach so neue Ethik von den Gutmenschen anhand des „Ganzbrandopfers“, dem Holocaust erarbeitet wurde. Dieses ist Ausgangspunkt einer neuen Religion ähnlich dem Christentum. Das sieht man insbesondere daran, daß die einzige naheliegende Folgerung dieses Menschheitsverbrechens, nämlich der Schutz des lächerlich kleinen Israels (so groß wie Hessen oder Schleswig-Holstein und zu einem Gutteil aus der Negev-Wüste bestehend!), vom typischen Gutmenschen nicht nur weit von der Hand gewiesen wird, sondern durch einen kaum verhohlenen Antisemitismus („Israel-Kritik“) ersetzt wird.

Wenn ich schreibe, daß sich die Parallelen vervollständigen, wenn die Schutzstaffel der Gutmenschen der „schwarze Block“ ist, dann ist das mehr als ein Bonmot. Man muß die Herrenmenschenattitüde unserer akademischen Jugend selbst erlebt haben! Wenn sie krakeelen „Nie wieder Deutschland!“ und sich an der Vorstellung des „Volkstods“ berauschen, spricht aus ihnen die Totenkopf-Moral!

Es ging und geht stets um die Unterdrückung des „egoistischen [„jüdischen“] Egos“ und die Überwindung des „nackten, nüchternen Überlebenswillens“. Nur kein (sexuelles) Tier sein! Für eine „höhere (asexuelle) Moral“ stehen!

Man lese bitte Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus, der sich an das Ende der 1920er Jahre erinnert: „Freud verstand den Glücksverzicht der Menschenmassen (…) großartig zu rechtfertigen (…). Einige Jahre später brachte ein pathologisches Genie (Hitler) in der Ausnutzung der menschlichen Unwissenheit und Glücksangst Europa in den Abgrund – mit der Parole des ‚heroischen Glücksverzichts‘“ (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 159).

Damals schrieb Freud sein Unbehagen in der Kultur als Antwort auf Reich. Reich kommentiert dazu: „Zwar wäre [so Freud] das Luststreben unausrottbar, doch beeinflußt sollte nicht die [gesellschaftliche] Unordnung, sondern der Trieb nach dem Glück werden.“ Also genau das Programm, das Himmler und andere Buddhisten verfolgen, etwa unsere heutigen erzreaktionären „Reichianer“. Reich weiter: „Man könne also hoffen [so Freud], durch Einwirkung auf die Triebregungen (nicht also auf die Welt, die darben läßt!) von einem Teil des Leidens frei zu werden. In extremer Weise geschähe dies, indem man den Trieb ertötet, wie die orientalische Lebensweisheit lehrt und die Yogapraxis ausführt“ (ebd., S. 166). Man denke nur an die heutigen dünnlippigen Veganer!

Die Massenpsychologie des Faschismus im Juni 2020 (Teil 2: Black Lives Matter)

18. Juni 2020

Reich, Sohn eines jüdischen Großgrundbesitzers und „Herrenreiters“, war die ängstlich-unterwürfige Einstellung seiner fast durchgängig jüdischen Kollegen in der Psychoanalyse fremd, denen typischerweise noch das Ghetto und die Angst vor Pogromen in den Gliedern steckte. Nur keinen Wirbel machen und anecken, war ihr Motto. Heute findet man das Syndrom, das Reich bei seinen psychoanalytischen Kollegen angewidert hat, bei Leuten wie Spielberg (etwa in seinem Machwerk München) und anderen „jüdischen“ Linksintellektuellen, die aus neurotischem (d.h. antisemitischem!) Selbsthaß heraus, „Israel kritisch gegenüberstehen“ und etwa Mossad-Agenten ein schlechtes Gewissen andichten, wenn sie extralegal Mörder richten.

Ein weiteres Motiv ist Feigheit und entsprechend der Versuch nach dem Motto zu beschwichtigen: „Der ganze Planet will Israel vernichten – aber seht doch: ich gehöre nicht dazu!“ Man denke nur daran, wie demonstrativ Freud die „Kultur“ und insbesondere die „christliche“ Sexualmoral hochhielt, während Reich in Skandinavien als „jüdischer Pornograph“ verunglimpft wurde.

Genau die gleiche verachtenswerte Haltung findet man heute bei Weißen, die ständig bekunden müssen, daß sie „anders“ seien und die sich gegenseitig in abartigen Unterwerfungsgesten gegenüber Schwarzen überbieten. Das Verlogene dabei ist, daß die europäischen Juden ihren christlichen Mitbürgern intelligenzmäßig weit überlegen waren (im Durchschnitt um gigantische 15 IQ-Punkte). Unter diesen Voraussetzungen mußte jeder Beschwichtigungsversuch ihrerseits den antisemtischen Haß nur noch steigern.

Ich kann das für die USA und die Schwarzen und Weißen dort verständlicherweise nicht ausführen, sondern nur darauf hinweisen, daß dort der Unterschied ebenfalls sage und schreibe 15 IQ-Punkte beträgt. Ich könnte auch ausführen, warum es in Malaysia und in Indonesien völkermordartige Pogrome gegen Chinesen gab, aber die Wahrheit ist verboten… Die Wahrheit, daß heute die BLM-Schwarzen die Nazis sind und die angeblichen „Nazi-Weißen“ die Juden.

Ist euch in eurer Verblendung eigentlich nie aufgefallen, daß „sie“ dazu aufrufen, die weiße Rasse mit Stumpf und Stiel auszumerzen? Sie fordern das öffentlich und linksliberale Weiße können sich dabei vor Begeisterung gar nicht wieder einkriegen!

Der rechte Blick auf DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS (Teil 1)

20. März 2020

Was könnte „rechter“ sein, als zunächst einmal Hitler Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem man darstellt, was er wirklich wollte – jenseits von gut und böse! Er betrachtete sich selbst als „Künstler mit soldatischer Haltung“.

Was die meisten „Antifaschisten“ nicht sehen, ist, daß Hitler (laut Reich „der Generalpsychopath“ schlechthin) alles getan hat, um den Staat zu zerschlagen (den er als „jüdische“ Institution betrachtete). Das fast unglaubliche Chaos und das Zuständigkeitswirrwarr im nationalsozialistischen Staat waren gewollt. Die Starken sollten sich durchsetzen, ohne daß sich die Schwachen hinter „Recht und Ordnung“ verstecken können. Der „verschlagene Jude“ „David“ sollte keine Chance haben gegen den „gradlinigen Arier“ „Goliath“. In gewisser Weise war Hitler „antiautoritär“, d.h. die (sekundären) Triebe sollten frei walten können. Er war ein politischer Ökologe, d.h. der Mensch sollte zur Natur zurückkehren – und nach Hitler ist die Natur ein ewiger Kampf und vom Überleben der Stärksten geprägt. Eine absurd verkürzte Primitivversion des Darwinismus

Hitlers Weltbild war aber nicht nur soziopathisch und äußerst trostlos, er war auch ein „Künstler“, ein „Ästhet“. Über Wagner wurde er von Schopenhauers Vorstellung von der „Welt als Wille und Vorstellung“ beeinflußt – jedenfalls einer ebenfalls absurd verkürzte Primitivversion derselben. Der brutale Wille kommt in der Kunst zur Ruhe und erlebt seine Apotheose. Daher die Besessenheit der Nazis Kunstwerke zu stehlen; Wagner, klassische Musik usw. und vor allem Architektur. Dies war auch der zweite Grund für den Haß auf „den Juden“. Nicht nur, daß der schwache „David“ durch Tricks die Natur umging und den starken „Goliath“ tötete, der Jude zerstörte auch Kunst, Musik, alle Schönheit und damit das einzige, was das Leben, das an sich brutal und schmerzhaft ist, lebenswert macht und dem ganzen Kampf Sinn verleiht. (Orgonometrisch betrachtet sind Träume, und damit auch Phantasien, der Orgasmus im Bereich des koexistierenden Wirkung!)

Hitler war ein Alptraum von orgastischer Impotenz, sekundären Trieben und Ersatzkontakt. Reich war in jeder Hinsicht der „Gegenhitler“. Dies erklärt auch, warum Menschen Hitler folgten und warum Hitler bis heute die am meisten diskutierte Person der Weltgeschichte ist. Ein nicht abklingen wollendes Faszinosum! Die Leute können nicht genug von Hitler bekommen. Sie suchen nach Reich und landen aufgrund ihrer Orgasmusangst beim „Gegenreich“.

nachrichtenbrief146

27. Januar 2020

Die funktionelle Beziehung zwischen antiautoritären Grünen und autoritären „Grünen“

2. Dezember 2019

Warum sind die linksradikalen, „kulturbolschewistischen“ Grünen so versessen darauf, die Grüne Fahne des Propheten (die saudische Flagge) im Herzen Europas zu pflanzen? Sind doch die Moslems soziopolitisch auf der anderen Seite des Spektrums verortet! Siehe die neuste Studie hier. Gemeinhin wird das so erklärt, daß man einen gemeinsamen Feind hat: den demokratisch-kapitalistischen Westen und seine Freiheiten. Nicht ohne Grund spricht man bei den Grünen von einer „Verbotspartei“! Man kann auch auf den seltsamen Hang zur Pädophilie und zum Antisemitismus verweisen. Oder gar auf die gemeinsame Intoleranz gegenüber der Genitalität und der ebenfalls gemeinsamen Toleranz für die abstoßendsten Perversionen. Erwähnenswert ist auch die komplette Ablehnung der Wissenschaft, insbesondere der Evolutionsbiologie („Biologismus“!), und eine (prinzipiell ja lobenswerte) Haltung zu angeborenen körperlichen und geistigen Behinderungen, bei der Toleranz und Fatalismus eins werden. Aber das spielt sich alles auf einer Metaebene ab. Man versteht sich instinktiv und ohne Worte –könnte das Gemeinsame aber auch kaum in Worte fassen! Viel offensichtlicher ist das Gemeinsame im ganz konkreten Alltag:

Der Muselmane ist aus seinem Heimatland gewohnt, daß die staatlichen Autoritäten von Grund auf korrupt und kriminell sind, nur Verachtung verdienen und mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Zwischen Albanien und Marokko auf der einen und Bangla Desh auf der anderen Seite gilt das eine Mantra: „Legal, illegal, scheißegal!“ „Alle Bullen sind Schweine!“ Auf verquere Weise sind dergestalt die Menschen dieser extrem autoritären, patriarchalischen, paläokonservativen, extrem rassistischen Länder gleichzeitig auch extrem antiautoritär eingestellt. Hinzu kommt, daß wegen des strengen Alkoholverbots alle dauerbekifft sind.

Da den Menschen in dieser Weltregion zur gleichen Zeit jede Art von Selbstbeherrschung und Selbststeuerung fremd ist, warten sie darauf, daß die Umwelt Maßstäbe setzt. Man denke nur an den Zwang zur Verschleierung, ohne die die Männer, denen jede Selbstkontrolle fremd ist, sofort zu Vergewaltigungsmonstren werden. Diese Muselmanen passen perfekt in eine „antiautoritäre“ politisch korrekte Gesellschaft, in der jeder Flirtversuch ein Himmelfahrtskommando ist und jede noch so harmlose Meinungsäußerung dein Leben ruinieren kann. Im Prinzip ist das identisch mit der Scharia!

Apropos Scharia: die gnostische Grundstruktur der beiden grünen Ideologien ist identisch. Grüne leben davon sich gegen „Rechts“ abzugrenzen. „Rechte“ sind für sie das Böse schlechthin; Untermenschen, deren Argumente von vorherein ohne jedwede Abwägung abgelehnt werden. Bei Moslems sind es die „Ungläubigen“, die mit abgrundtiefer Verachtung gestraft werden..

Eine weitere sofort ins Auge springende Gemeinsamkeit ist die vollständige Unfähigkeit zur Dankbarkeit. Das Grüne Gesindel ist vollkommen unfähig ihren DEUTSCHEN Vorfahren gegenüber, denen sie alles verdanken, ihre Dankbarkeit, ihren Respekt und ihre Liebe zu zeigen. Das ist ja auch der Kern ihrer antiautoritären Charakterstruktur. Wegen ihres verqueren extrem autoritären (!) Gottesbildes ist das bei den Mohammedanern aber auch nicht anders: auch sie sind unfähig auch nur ansatzweise sowas wie Dankbarkeit gegenüber den DEUTSCHEN zu empfinden. Alles, was ihnen widerfährt, kommt unmittelbar von Gott, entsprechend ist alles, was dieses Land ihnen auf einem silbernen Teller serviert, ein unmittelbares Geschenk Allahs, eine Belohnung dafür, daß sie den Deutschen Schweinefleichfressern widerstehen… In dieser Beziehung sind sie genauso moralisch verkommen wie die Grünen.

Und schließlich kommt noch der gemeinsame antiautoritäre Haß auf jedwede Bildung und Erziehung hinzu. Guckst du hier und hier.

Deutschland und die Emotionelle Pest REDUX (Teil 5)

18. Mai 2019

Aus funktioneller Sicht war der Erste Weltkrieg ein Angriff Frankreichs (das Rußland wirtschaftlich „in der Tasche hatte“) wegen nationalistischer Rache (Emotionelle Pest) und Englands Bemühen, seinen wirtschaftlichen Rivalen Deutschland ein für allemal zu vernichten (Emotionelle Pest). Da der Versailler Vertrag nicht funktioniert hat, war der Zweite Weltkrieg einfach eine Fortsetzung des Ersten Weltkriegs, oder glaubt irgendjemand ernsthaft, daß Frankreich und England sich um Polen oder gar um die Juden geschert haben? Hitlers Angriff auf die Sowjetunion muß man separat betrachten.

Zunächst einmal ist es völlig irreführend, die Wehrmacht als militärisch überlegen zu betrachten. Tatsächlich war die französische Armee in ihrer Qualität und an Menge der Ausrüstung der deutschen Armee weit überlegen. Diese konnte nur aufgrund des militärischen Genies von General von Manstein und der völligen Inkompetenz der französischen Generäle, die sich hinter der idiotischen Ligne Maginot sicher fühlten, gewinnen. Während die Deutschen ohne nennenswerten Widerstand nach Paris marschierten, bewachten Hunderttausende französischer Elitesoldaten die Maginot-Linie… Als Deutschland die UdSSR angriff, war das nur deshalb ein spektakulärer Erfolg, weil sich die Rote Armee im Angriffsmodus befand, Angriffsstellungen eingenommen hatte und daher so gut wie wehrlos war. In Filmen werden nie die alten Doppeldecker gezeigt, die die Luftwaffe noch im Einsatz hatte, und die Pferdefuhrwerke, mit denen das Heer gen Osten zog. Ohne Hitlers Angriff hätte die Rote Armee wenig später Europa erobert („vom Hitler-Faschismus befreit“). Währenddessen war die Roosevelt-Regierung im Wesentlichen ein Haufen von Kommunisten…

Im Jahr 1945 hat Stalin nicht wirklich gesiegt, sondern wurde schließlich hinter dem Eisernen Vorhang eingesperrt und seiner Dynamik beraubt. Ein halbes Jahrhundert später brach die Sowjetunion endgültig zusammen.

Was ist mit dem Holocaust? Dessen völlige Sinnlosigkeit macht ihn noch tragischer – wenn das überhaupt möglich wäre. Bin ich ein deutscher Nationalist und Hitler-Fan? Eigentlich hätte ich eine Fortsetzung des alten friedlichen „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ vorgezogen, das strukturell unfähig war, überhaupt irgendjemanden anzugreifen, aber leider durch die Emotionelle Pest (Napoleon) zerstört wurde. Ich würde jetzt in einem unabhängigen Staat leben, „Die Freie und Hansestadt Hamburg“, und neben dem freigewählten Hamburger Senat ansonsten nur einem in Wien oder sonstwo hofhaltenden blassen römisch-deutschen Kaiser Untertan sein und das auch nur weitgehend symbolisch. Hitler war einfach ein krimineller Psychopath (Reich nannte ihn „Generalpsychopath“) und meine Verachtung für die deutsche Generalität ist maßlos, weil sie diese Witzfigur nicht rechtzeitig ausgeschaltet hat. Bin ich ein Nazi, wenn ich mich frage, warum Hitler gegen die chemische und biologische Kriegsführung ein Veto eingelegt hat? Ich bin schlichtweg an Details interessiert, die nicht in die Erzählung passen, die uns etwa das Staatsfernsehen jeden Tag von neuem eintrichtert. Ansonsten verweise ich auf A.J.P. Taylors Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges – einen passionierten Deutschenhasser.

Die Schönheit Deutschlands vor der Katastrophe des Großen Krieges war schlichtweg unermeßlich. Durch das Erbe der Kleinstaaterei gab es praktisch keine „Provinz“. Jedes Kaff war irgendwann mal „Residenzstadt“, florierende Hansestadt oder „Pfalz“ gewesen und barst geradezu vor Kulturgütern. Selbst Fabriken sahen wie Schlösser aus (man denke nur an die Hamburger Speicherstadt). Ein Gutteil dieses Kulturerbes wurde von dem alliierten Bombenterror unwiederbringlich zerstört. Die Landschaft war noch nicht zersiedelt und durch „Flurbereinigung“ ruiniert. Ich schreibe dies in einem Waldstück am Rande Hamburgs. Ohne den Zuzug der Vertriebenen, Opfer des zweiten Menschheitsverbrechens nach dem erwähnten Bombenterror, würde ich jetzt nicht eine Siedlung zwischen den Bäumen erkennen, sondern mein Blick würde über Felder und Wiesen gleiten. Dieses Land ist geradezu abenteuerlich übervölkert. Und was tun wir? Der Hamburger Senat baut auch noch die letzten verwilderten Grünflächen mit Häusern für fremdrassische Neusiedler zu, die nichts, aber auch rein GAR NICHTS auf diesem geheiligten Boden zu suchen haben. Und das alles nur, um eine imaginäre „deutsche Schuld“ zu tilgen. Eine „Schuld“, die uns von Leuten ständig eingebleut wird, die zu einem Großteil Todfeinde Israels sind und dieses Land, DEUTSCHland, mit Antisemiten fluten! Deutschland und die Emotionelle Pest…

Besprechung: Marx, Engels, Lenin, Trotsky – GENOCIDE Quotes (The Hidden History of Communism’s Founding Tyrants, in their Own Words) von James DeMeo

13. Mai 2019

In der Einleitung zu dieser Zitatensammlung ist ständig von „königlichen Despoten“ die Rede, so als wäre die beiden Kaiser Despoten gewesen. Wenn man das mit dem mörderischen Wüten der „Demokratien“ England, Frankreich und insbesondere Belgien in deren Kolonien vergleicht… Nicht vergessen sei auch, daß diese Demokratien Verbündete des despotischen Rußland gegen das „despotische“ Deutschland waren. Im Ersten Weltkrieg einen Kampf zwischen Gut und Böse sehen zu wollen, ist mystisches, d.h. irrationales Denken, das sich in seiner Struktur beispielsweise kaum vom Antisemitismus unterscheidet.

Ein zweites Leitmotiv, das das Büchlein durchzieht, ist die Linie, die von den deutschtümelnden, antisemitischen, „antislawischen“ und antidemokratischen Marx und Engels zu Hitler gezogen wird. Beispielsweise zeigt ein Zitat, daß Marx 1870 auf der Seite Preußens stand und daß seiner Meinung ein deutscher Sieg im sich abzeichnenden Krieg den Interessen der Arbeiterbewegung im allgemeinen und des Marxismus im besonderen diene (S. 26). Ja, und?! Bindeglied zwischen „Marx“ und „Hitler“ ist die Unterstützung und Finanzierung Lenins durch das deutsche Oberkommando, das Friedensdiktat von Brest-Litowsk (wo Rußland übrigens nur nichtrussische Gebiete abgeben mußte!) und nach dem Krieg die strenggeheime enge Kooperation der Reichswehr mit der Roten Armee. Das ganze schließlich gekrönt vom Hitler-Stalin-Pakt.

Neben Marx wird auch Lenin zitiert, der 1920 erklärte:

Ich bin kein Freund der Deutschen, aber im gegenwärtigen Augenblick erscheint es mir besser, sie zu nützen, als sie herauszufordern. Ein unabhängiges Polen ist eine große Gefahr für Sowjetrußland; aber es ist ein Übel, das auch sein Gutes hat, denn solange es besteht, können wir auf Deutschland rechnen. Die Deutschen hassen die Polen genauso wie wir und werden sich jederzeit mit uns verbünden, um dieses Land zu vernichten. … Deutschland will Rache, und wir wollen die Revolution. Im Augenblick haben wir die gleichen Ziele. Wenn sich unsere Wege einmal trennen werden, werden die Deutschen unsere größten und erbittertsten Feinde sein. Aber die Zeit wird erweisen, ob aus den Trümmern Europas eine deutsche Hegemonie oder der kommunistische Zusammenschluß erwachsen wird. (S. 48)

Wieder: Ja, und?! Formal ist hier Lenin, ein offenbar sehr kluger Mann, nicht „böser“ oder zynischer als jeder andere Politiker dieser Zeit. Ich denke dabei insbesondere an England und Frankreich. Diese Zitatenauswahl empfinde ich als tendenziös, als wolle DeMeo sagen, daß Deutschland schlechthin böse war und daß Marx und Engels böse gewesen seien, weil sie deutsche Nationalisten waren, während Lenin und Trotzki böse gewesen seien, weil sie auf die deutsche Karte setzten. Es geht um nicht weniger als die Eroberung der Welt! DeMeo:

Lenin, Trotzki und Stalin hatten sich alle an Geheimplänen deutscher Techniker und Ingenieure beteiligt, neue Munitionsfabriken tief im sowjetischen Territorium zu errichten, geschützt vor den neugierigen Blicken der Versailler Inspektoren, mit Aufteilung der produzierten Waffen. In diesen neuen Fabriken wurden nach gemeinsamen Plänen der Sowjets und des deutschen Oberkommandos neue Generationen von Jagd- und Bomberflugzeugen, Panzern und Artillerie, Giftgas und anderen Waffen für einen späteren offenen Eroberungskrieg gegen den Rest der Welt heimlich hergestellt und getestet. Diese Täuschung blieb auch nach 1933, als Hitler an die Macht kam, geheim, und in Deutschland erschienen „wie durch Zauberei“ riesige Mengen neuer und erschreckender Waffen. Der bekanntere „Hitler-Stalin-Pakt“ von 1939, kurz vor der gemeinsamen Invasion Polens durch Deutschland und die Sowjetunion, war die erste öffentliche Ankündigung einer tödlichen Verschwörung für die Welteroberung, die zwischen den deutschen Militaristen und den bolschewistischen Sowjets zwei Jahrzehnte zuvor ausgebrütet worden war. (S. 60)

Man weiß gar nicht, wo anzufangen! Es kann keine Rede davon sein, daß da großartig Rüstungsgüter für die deutsche Armee hergestellt und nach Deutschland, gar nach Hitlers Machtergeifung, gebracht wurden. Hitler hat seinen Generälen nach der besagten Machtergreifung strengstens verboten, die alten Kontakte in die Sowjetunion zu aktivieren. Der Hitler-Stalin-Pakt war von beiden Seiten Machiavellistische Diplomatie, nicht Ausfluß der angeblichen „Welteroberungspläne der deutschen Militarkaste“. (Ebenso hätte Deutschland Polen als Partner und etwa das faschistische Italien als Gegner haben können!) Beim Polenfeldzug drohte der Wehrmacht, die angeblich die Welt erobern wollte, die Munition auszugehen, etc.pp. Auf diesen ganzen Komplex werde ich in den nächsten Tagen näher eingehen. Aber zunächst zum eigentlichen Inhalt der Broschüre: die Sammlung von Zitaten von Marx, Engels, Lenin und Trotzki, die von Linken (einschließlich Reich!) gerne als Lichtgestalten gegen den mörderischen Stalinismus abgehoben werden. Doch deren eigene Worte verdammen sie, „die Klassiker“. Diese zeichnen nämlich den Roten Terror vor, wenn sie ihn nicht direkt anordnen. Erschreckend ist die Menschenverachtung, mit der „Klassen“ und ganze Völker der Ausmerzung überantwortet werden. Das ganze mutet wie eine mörderische Mischung aus (Pseudo-) Hegelianismus und (Pseudo-) Darwinismus an. Für Marx, Engels & Co. gehen die „Gesetze“ der Geschichte gefühllos wie ein Erdbeben über Individuen und ganze Nationen hinweg und es gilt das eherne Gesetz der „Auslese“. Menschen werden zu „Ungeziefer“.

DeMeo bietet ein Zitat Maos (das einzige eines Stalinisten im Buch) über den Laogai, den chinesischen GULAG, das mir vollkommen neu war und das denkbar plastisch den Unterschied zwischen der „Stalinistischen“ und der Reichschen Marx-Interpretation verdeutlicht:

Unsere Wirtschaftstheorie besagt, daß der Mensch die grundlegendste Produktivkraft ist. Mit Ausnahme derer, die aus politischen Erwägungen physisch ausgerottet werden müssen, müssen Menschen als Produktivkraft eingesetzt werden vorausgesetzt sie sind unterwürfig. Laogai-Einheiten zwingen Gefangene zur Arbeit. Die grundlegende Politik des Laogai lautet: „Zwangsarbeit ist das Mittel, während Gedankenreform das grundlegende Ziel ist.“ (S. 13)

Man vergleiche das mit dem „Marx-Kapitel“ in Menschen im Staat und den Ausführungen über die „natürliche Organisation der Arbeit“ in Die Massenpsychologie des Faschismus! „Gebt Veratwortung der lebensnotwedigen Arbeit!“ DeMeo zeigt mit seiner Zitatensammlung, daß Reich einem Mythos anhing, der nichts mit dem lebensfeindlichen und despotischen Grundwesen des Marxismus zu tun hat. Die Tragik ist, daß dieser rosarote Mythos der amerikanischen Jugend flächendeckend eingetrichtert wird (mit aktiver Hilfe rotverstrahlter pestilenter „Reichianer“!) – und daß DeMeos Buch niemals zum „Kleinen Roten Buch“ dieser Generation werden wird.

Wie der Marx-Mythos geschaffen wurde und was Marx und Engels wirklich an mörderischem Schrott verzapft haben (hunderte Seiten wörtlicher Zitate!) findet sich in den beiden Werken von Konrad Löw:

Der Mythos Marx und seine Macher, München 1996

und

Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie, München 1999

Nicht Menschen gehören ausgerottet, sondern menschenverachtende Ideologien wie der Marxismus.