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ÄTHER, GOTT UND TEUFEL: Übersetzung des Klappentexts und der Inhaltsangabe des Originals von 1949

25. November 2018

In diesem Buch beschreibt Wilhelm Reich den Prozeß des funktionellen Denkens und wie die innere Logik dieses objektiven Denkprozesses ihn zur Entdeckung der kosmischen Orgonenergie und anderer grundlegender orgonomischer Entdeckungen der letzten drei Jahrzehnte führte. Funktionelles Denken und Organempfindungen sind wesentliche Werkzeuge der naturwissenschaftlichen Forschung und entscheidend für die Bewältigung der Probleme des Lebendigen. Der Unterschied zwischen der Denkweise des orgonomischen Funktionalismus und der mechanistischen und mystischen Denkweise wird deutlich durch die Darstellung der Beziehung der kosmischen Orgonenergie zu den beiden Grundpfeilern des menschlichen Denkens: „Gott“ und „Äther“. Reich zeigt, wie der „Teufel“ in Religion und Volksglauben eine Verzerrung des menschlichen Körpergefühls darstellt und wie die Orgonomie jenseits des Reiches des Teufels geht.

I. DIE WERKSTÄTTE DES ORKONOMISCHEN FUNKTIONALISMUS
Das „zu viel auf einmal“ der Orgonomie; die Funktion des Orgasmus – der einzige Zugang zu den kosmischen Orgonenergie-Funktionen; außerhalb des Rahmens von Mechanismus und Mystizismus; der Funktionalismus als Forschungsinstrument; die wissenschaftliche Ordnung der Freiheit; der biophysikalische Standpunkt; Grundlagenforschung auf unbekanntem Gebiet.

II. DIE ZWEI GRUNDPFEILER MENSCHLICHEN DENKENS: „GOTT“ UND „ÄTHER“
Der Standpunkt der Lebendigen; das Irren des Menschentiers; irrationale Fehler; die Logik des Irrens; das „GÖTTLICHE“, das „ABSOLUTE“, das „STATISCHE“; die Suche nach Schutzmaßnahmen gegen Fehler; die Frage der „SCHULD“ im Bereich des Wissens; naive Fragen und ausweichende Antworten; das Gemeinsame von Gott und Äther; Unterschiede zwischen Gott und Äther; die „Nichtexistenz des Äthers“; die Selbstkontrolle der Forschung; das gemeinsame Prinzip irrationaler Fehler; die biophysikalische Panzerung.

III. DIE ORGANEMPFINDUNG ALS WERKZEUG DER NATURFORSCHUNG
Die Rationalität der primären biophysikalischen Emotionen; Wahrnehmung – unterschiedlich bei gepanzerten und ungepanzerten Organismen; das Lebendige als Bezugsrahmen; das Kind als Lebewesen und als Bürger; biosexuelle Energiestauung; gepanzertes und ungepanzertes Leben; Reaktionen der Gepanzerten auf die Orgonomie.

IV. ANIMISMUS, MYSTIZISMUS UND MECHANISMUS
Das Verbot gegen die Untersuchung des Lebendigen; die Charakteranalyse öffnet das Tor zur Einsicht in die Empfindungen; Weltbild und Struktur des Forschers; die Natur ist unexakt; Angst vor der Organempfindung und Angst vor der Orgonforschung; Animismus und Mystizismus; Mystizismus und Erforschung des Mystizismus; die Panzerung des Mystikers; die pulsierende Welt des orgonomischen Funktionalismus; die Reinhaltung von Sinneswerkzeuge; die Lebensfunktion als Modell grundlegender Naturvorgänge; die Natur ist im Fluß; grundlegende Natur und abgeänderte Natur; funktionelle Krebsforschung; das Gemeinsame und das Trennende; der Funktionalismus löst Widersprüche auf; funktionelle Verbindungen, keine Zauberei; mechanistische, mystische und funktionelle Vorstellungen vom Organismus.

V. DAS REICH DES TEUFELS
Religion und die kosmische Erfahrung des Menschen; Gott und Teufel; das Übersehen des Wesentlichen; Hauptmerkmale des gepanzerten Menschen; die Logik der Moral; der gemeinsame Nenner des gesellschaftlichen Versagens des Menschen; Ereignisse aus Sicht der Lebenden beurteilen; Orgasmusangst als Hindernis für ein rationales Leben; Orgonomie geht über den Teufel hinaus.

VI. KOSMISCHE ORGONE ENERGIE UND „ÄTHER“
Die Existenz einer alles durchdringenden und nachweisbaren Energie; kein „leerer Raum“; Allgegenwart; orgonomisches Potential; Orgon-Metabolismus; Pulsation; Pulse und Wellen; West→Ost-Bewegung; Sichtbarkeit; Erstrahlung; Wärmeerzeugung; die orgonotische Sensibilität des Beobachters; die Eigenschaften der Orgonenergie und des Äthers; Zusammenfassung.

Das Ende der mechano-mystischen Genetik

25. Juni 2013

Wie kardinal falsch alles bisherige Denken in der Biologie war, springt einem unmittelbar beim Problem der Sexualität ins Auge. 1942 beklagte Reich in Die Funktion des Orgasmus, daß die Naturforschung wohl stets versuche, metaphysische Annahmen auszuschalten, wenn sie dann aber in Erklärungsengpässe gerate, sie doch nach einem „Zweck“ oder „Sinn“ suche, die man ins Funktionieren lege. Zur Widerlegung des finalen „Zweck“-Denkens in der Biologie gibt Reich u.a. folgendes an:

Die Harnblase kontrahiert sich nicht, „um die Funktion der Harnentleerung zu erfüllen“ (…). Sie kontrahiert sich aus einem Ursachenprinzip heraus, weil ihre mechanische Füllung eine Zuckung bewirkt. Das kann auf jede andere Funktion beliebig übertragen werden. Man verkehrt nicht geschlechtlich, „um Kinder zu zeugen“, sondern weil Flüssigkeitsüberfüllung die Genitalorgane bioelektrisch auflädt und zur Entladung drängt. In der Entspannung werden die Sexualstoffe entleert. Es steht also nicht die „Sexualität im Dienst der Fortpflanzung“, sondern die Fortpflanzung ist ein fast zufälliges Ergebnis des Spannungs-Ladungs-Vorgangs im Gebiete der Genitalien.

Und an anderer Stelle: „Die Funktion bestimmt das Ziel, nicht – wie der Vitalist glaubt – das Ziel die Funktion“ (Orgonotic Pulsation, 1944). So denkt aber nicht nur der Vitalist, sondern auch der Genetiker, für den das Lebendige von einer Art Programm, den „Genen“ gesteuert wird. Gene sind jedoch Funktionen des Protoplasmas und nicht umgekehrt. Die DNA wird von Enzymen gesteuert, verdoppelt, etc., d.h. vom Protoplasma.

Der Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker hat sich sogar zur Äußerung verstiegen, daß das Erscheinungsbild der Spezies „eine objektivierte Semantik der genetischen Information“ sei und das Analoges für die Physik gelte: „Spezies entspricht dort einer bestimmten Teilchensorte“, die die Objektivierung hypothetischer „Atome der Information“ (Ure) sei (Aufbau der Physik, München 1985, S. 576). Das ist seine persönliche Ausformung des für Physiker typischen Platonismus, der die Genetik nachhaltig geprägt hat. Tatsächlich waren die Gründerväter der modernen Genetik zu einem Gutteil Physiker, wie Emilio Segrè in seinem Buch Die großen Physiker und ihre Entdeckungen (München 1984) ausgeführt hat.

Es hat jedoch das Reich des Organischen der Physik den Weg weisen, so wie es in der Orgonomie verwirklicht wurde! Versucht umgekehrt die Physik die Biologie zu leiten, weist sie in die falsche Richtung, d.h. von der Orgonenergie und damit vom Lebendigen weg. Wie das Lebendige funktioniert, zeigt das Problem der Organbildung, zu dem sich Reich 1949 prinzipiell wie folgt geäußert hat:

Eine unbefangene Beobachtung des organismischen Funktionierens kann nicht darin fehlgehen, die Tatsache freizulegen, daß die Organe weder die Wirkung noch das Resultat irgendwelcher Ursachen sind, sondern Variationen im Prozeß des Wachsens und expandierender, anschwellender Membranen plus Teilung funktioneller Einheiten. (Orgone Energy Bulletin, Vol. 2, S. 178)

Auf welchen wackeligen Beinen die Genetik, die stattdessen alles mit „Steuerprogrammen“ erklären will, steht, haben nun Magnus Nordborg vom Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und ein internationales Team gezeigt.

Die Biologen fanden bei 180 schwedischen Ackerschmalwand-Pflanzen (Arabidopsis thaliana) „massive Abweichungen“ im Genom. Im Vergleich zum bisher als Referenz verwendeten Arabidopsis-Genom je Variante der Pflanze 200 bis 300 neue Gene oder Genfragmente. Das Erbgut von Arabidopsis thaliana sei im Vergleich zum nächsten Artverwandten Arabidopsis Lyrate auf die Hälfte geschrumpft, wobei bei verschiedenen Varianten unterschiedliche Teile des Genoms weggefallen seien. Das Erbgut zwischen einzelnen Ackerschmalwand-Varianten könne dergestalt bis zu 10 Prozent variieren. Fehler würden dann durch später auftauchende Veränderungen ausgeglichen. Außerdem fanden die Forscher 4,5 Millionen einzelne Nukleotide ausgetauscht und eine halbe Million kleiner Einfügungen und Streichungen.

Es würde ihn ganz und gar nicht wundern, wenn das Erbgut nicht nur bei der Ackerschmalwand, sondern auch bei anderen Organismen so variabel wäre, meinte Nordborg. „Ich glaube, es hat noch niemand auf solche Unterschiede geschaut, aber ich könnte mir vorstellen, daß sich viele Leute ihre ursprünglichen Daten noch einmal ansehen werden, wenn sie unsere Studie gelesen haben“, sagte er.

Auch beim Menschen würden die Genetiker mehr und mehr erkennen, wieviel Variationen es auf dem Erbgut gibt. „Nicht nur einzelne Nukleotide unterscheiden sich, auch große Stücke können sich verdoppeln oder neu angeordnet werden“, erklärte Nordborg.

Natürlich glaubt Nordborg weiterhin, daß das Genom die Bauanleitung des Lebens sei, nur sei dieser „Bauplan“ „salopper“ verfaßt, als man bisher angenommen habe. „Die einzelnen Ausgaben haben unterschiedlich viele Seiten, weil es viele Ergänzungen gibt. Im Großen und Ganzen erzählen sie“, so Nordborg, „aber alle die gleiche Geschichte.“

Die „Bauanleitungen“ sind also von Organismus zu Organismus (bzw. von Variation zu Variation) unterschiedlich lang und voller Fehler, die dann aber in späteren „Kapiteln“ wieder korrigiert werden. Das Plasma, das das alles schließlich „lesen“ und verarbeiten muß, muß offensichtlich ganz schön intelligent sein…

Das, was unseren Kindern eingetrichtert wird und was ihr gesamtes Lebensgefühl, ihr Körpergefühl bestimmt („Bioroboter“!), könnte sich in wenigen Jahren als das erweisen, was es ist: mechano-mystischer Schwachsinn.

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