Posts Tagged ‘DNA’

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 13

7. April 2019

orgonometrieteil12

13. Krebs und Kommunismus

ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

31. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

Das omnigenische Modell

22. Juni 2017

Die Genetik, wie sie sich der „gebildete Laie“ vorstellt, ist tot! Es gibt nicht die Gene für Körpergröße, Schizophrenie, den IQ, etc., sondern ein unüberschaubares Gewebe von Genen, die alle ihren kleinen Beitrag leisten und dabei mit allen möglichen anderen zusammenwirken. Evan Boyle, Yang Li und Jonathan Pritchard von der Stanford University denken zwar auch, daß es „Kerngene“ geben muß, aber Gene funktionieren nicht isoliert, sondern machen nur in ihrem Zusammenspiel biologisch Sinn. Sie beeinflussen sich in großen Netzwerken, so daß, wenn ein beliebiges Gen verändert wird, sich das auf ganze Gen-Netzwerk auswirkt. Außerdem sind diese Netzwerke miteinander verbunden. Was bedeutet, daß Änderungen im Grunde jedes unbedeutenden Gens so fortwirken, daß das die Kerngene für ein bestimmtes Merkmal beeinflußt.

Das ist weit entfernt von der mechano-mystischen Genetik, die uns in den Medien vorgesetzt wird und von den Knock-Out-Mäusen, mit deren Hilfe unglaublicherweise manche einen Doktor-Titel in Biologie erhalten. Orgonomisch gehört die Genetik in den Funktionsbereich der „koexistierenden Wirkung“ und ist Ausdruck des Übergangs von Zeit (t) in Raum (Länge, L). Der genetische Code ist damit nicht einfach eine Ansammlung von Information, eine mechanische Anreihung von „Buchstaben“, wie sie eine mechanische „relative Bewegung“ hinterläßt, sondern gemäß der orgonotischen Funktion der „koexistierenden Wirkung“ eine unauflösliche Einheit ähnlich einem guten Film, in dem jede Szene, die Ganzheit widerspiegelt, ein Roman, eine Symphonie, eine indischer Raga, etc. Die Genetik den Knock-Out-Mäuse-Genetikern zu überlassen, ist ungefähr so, als würde man einen mit einer Kettensäge ausgestatteten Schlachter auf Speed als Tierarzt für Haustiere fungieren lassen.

transtl

Krebsiger Zerfall nach dem Tod

30. Januar 2017

Alex E. Pozhitkov (University of Washington) et al. konnten in ihrer Arbeit „Tracing the Dynamics of Gene Transcripts after Organismal Death” zeigen, daß nach dem Tod sich das Leben im Körper fortsetzt, vielleicht für zwei Tage. Die Forscher stellten eine „schrittweise Abschaltung“ nach dem Tod fest, wo einige Gentranskriptionen, die Übertragung von DNA auf RNA und der erste Schritt der Genexpression, geringer wurden, während andere sich nach dem Tod sogar verstärkten. Einige Zellen scheinen zu kämpfen und zu versuchen, sich selbst zu reparieren, speziell Stammzellen. Dabei kommt es insbesondere zu Aktivitäten, die üblicherweise mit Streß, Immunabwehr, Entzündung und Krebs verbunden sind. Interessanterweise ist auch Gentranskription, die mit der embryonalen Entwicklung verbunden ist, erhöht. Es sei, als ob Teile des Körpers in der Zeit zurückgingen, d.h. zelluläre Eigenschaften der sehr frühen Entwicklung zeigen.

Wie Reich in Der Krebs gezeigt hat, versucht sich der Körper beim Absterben auf einem primitiveren Niveau neu zu organisieren.

Blogeinträge September-Dezember 2010

12. September 2016

Im Augist 2010 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge September-Dezember 2010

  • Wie ich das amerikanische Gesundheitssystem erlebt habe
  • Die Tea-Party-Bewegung und die Emotionelle Pest
  • Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion
  • Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?
  • Ahmadinedschads Strategie
  • Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens
  • Die Gefahren des Multikulturalismus
  • Integrieren sich die Moslems oder „übernehmen sie das Ruder“?
  • Sollte der Liberalismus tot sein, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam
  • Homosexualität bei Jugendlichen
  • Der Mut zum Auffinden eines Heilverfahrens für Krebs
  • Das Marihuana-Problem

 

 
Kommentare zu „Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion“

Robert schrieb 2012:
http://de.wikipedia.org/wiki/49%E2%80%9351_Park_Place

Robert:

Kommentar zu „Ahmadinedschads Strategie“

Robert 2013:
„Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.“
Hier verwischt Konia mehrere Themen und hinterläßt ein großes Durcheinander. Die Fakten sprechen eindeutig für eine Sprengung der 3 Hochhäuser am 11. September. Wer keine ACO-induzierte Augenblockade hat, kann es kinderleicht erkennen.
Ahmadineschad hat dieselben Ziele wie andere Musels, die Weltherrschaft des Islam. Das ist schließlich das Ziel ihrer Religion.
Der Iran hat in den lezten 500 Jahren kein Land angegriffen, wieso sollte er es jetzt tun?
Die USA sind mit viel größeren Verbrechern (z. B. Bahrain, Saudi-Arabien) verbündet, als es das muselmanische Iran ist.
Weil Konia eine schwere Augenblockade hat, kann er nicht die Verbrechen der US-Regierung sehen (und was ist mit Obama?) und leugnet alles in Bezug auf dieses Thema. Damit zerstört er die orgonomische Soziologie stärker, als es jeder linke Schreiberling, der sich auf Reich beruft, machen könnte.

Kommentare zu „Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens“

Peter 2012: Wie verpeilt doch unsere Kultur seit langer Zeit ist!
In Faust I sagt Mephistopheles:

Das kommt nur auf Gewohnheit an.
So nimmt ein Kind der Mutter Brust
Nicht gleich im Anfang willig an,
Doch bald ernährt es sich mit Lust.
So wird’s Euch an der Weisheit Brüsten
Mit jedem Tage mehr gelüsten.

O.:
Unterschätzt bzw. nicht geschätzt wird hier von einer Frau/ „Orgonomin“ das Beisein des Vaters. Dieser wird nicht einmal erwähnt. Also auch in der Orgonomie eine mechanistische Sicht über die überpotente Rolle der Frau. Ist dies nicht ein Zeichen des liberalen Feminismus beim ACO? Ich bin froh, dass man aus Reich nicht mehr eine Frau machen kann. War es doch ein Mann, der auf die wichtigsten Dinge bei der Geburt hinweist, wenn auch ein Arzt.
In mystischer „reichianischer“ Idealisierung wird auf den Mutter-Kind-Kontakt gleich nach der Geburt verwiesen und sogar dem Fötus bei Geburt eine aktive Rolle zugewiesen (new!).
Verschwiegen wird bei dieser Annahme, dass der Fötus auch genau so aktiv sich der „Austreibung“ und dem Zur-Welt-kommen sich über Tage hinweg verweigern kann, wenn diese durch ärztliche, mechanistisch-orientierte Prozesse gestört und verschreckt wird. Beispielsweise durch die Ankündigung einer gewaltvoll einzuleitenden Kaiserschnittgeburt mit Narkotisierung der Mutter. (Totaler Kontaktverlust zum Kind!)
Und hier muss der Vater mit klarem Kopf dabei sein, um die „medizinischen“ Phanastereien der ständig wechselnden Ärzte entgegen zu wirken, damit das Kind in Ruhe und nach eigenem Rhythmus kommen kann, wenn Mutter und Kind bereit sind. Das Fötus bestimmt den Zeitpunkt nicht die Mutter oder die Medizin.
Kein Wort hiervon von der ACO-Orgonomin? Wo ist der Vater nach ihrer Vorstellung? Dies ist (liberale) Freiheitskärmerei, nach dem „Ich weiß es besser“ Muster neoreichianischem Theoretisierens.
Hier wird eben gerade nicht aus der Praxis gesprochen, sondern eine „politische“ (reichistische) Position vertreten, die vorgibt es besser zu wissen.
Für die Einzelsequenz, dass evtl. das Kind zur Brust allein finde, steckt insofern ein Funke Sinn, als dass der Kontakt zwischen Mutter und Kind nicht in diesem Moment zu stören ist. Das Neugeborene braucht den sofortigen Kontakt zur Muttern auf dem Bauch.
Ob es wie es hier mechanistisch-orgonomisch anklingt, die Strecke vom Bauch zur Brust leistungsorientiert selbstständig zurücklegen muss, darüber muss man wohl wieder streiten und dies nicht zum Dogma machen. Der Vater wird auch vom ersten Moment an vom Kinde wahrgenommen. Wer diesen Zeitpunkt verpasst, liebe „abwesende Väter“, ist emotional raus aus dem Kontakt zum Kind! Welcher Orgonom hat dies erzählt? Ich.
____________________
Das ACO wird zunehmend auch an ihren eigenen Ansprüchen gemessen werden und diesem sozialpolitischen Ansichten Bakers konfrontiert, wenn es dem nicht zu genügen scheint. – „Die Geister, die ich rief …“ (aus Zauberlehrling)
Es kann auch nicht annehmen, dass sie alleine sich um die „Kinder der Zukunft“ bemüht haben. Andeutungen in Halbsätzen über die Kompetenz von Säuglingen reicht nicht, um zu beeindrucken.

Kommentar zu „Integrieren sich die Moslems oder ‚übernehmen sie das Ruder‘?“

Robert schrieb 2013: Über diese Spaltung in extreme und moderate Moslems sagt auch dieser Artikel etwas aus
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/harlem-shake-bringt-schuelern-in-tunesien-und-aegypten-aerger-ein-a-886364.html

Kommentar zu „Wenn der Liberalismus tot ist, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam“

Peter: Gegen „sozialdemokratische“ Kryptokommunisten wie Helmut Schmidt, der für die Niederschlagung des Tiananmen-Aufstands von 1989 Verständnis zeigte:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/tibeter_und_andere_chinesen/

Kommentare zu „Homosexualität bei Jugendlichen“

Marcel 2013: Zu viele weibliche Hormone während der Schwangerschaft sollen eine Rolle spielen, das wäre dann eine Art Behinderung. In 20 Jahren werden sie sich wahrscheinlich Behindertenausweise austellen lassen.

Robert 2015: Furcht vor Familie
Familie vernachlässigen und Einzelgängertum überbetonen: Die Politik der vergangenen Jahre wirkt. Glaubt man der Shell-Jugendstudie, würden inzwischen sogar mehr Jugendliche lieber neben einem schwulen Pärchen (88 Prozent, Tendenz steigend) als neben einer deutschen Familie mit vielen Kindern (82 Prozent, Tendenz gleichbleibend) wohnen.

Furcht vor Familie

Kommentare zu „Das Marihuana-Problem“

Robert 2013:
„befreit sie aus ihrer sexuellen Not“
„and putting them out of their sexual misery“
Etwas grob übersetzt, weil eine Befreiung ist es ja nicht, eher ein wegdrängen/ausschalten.
a) to put somebody/something out of business jdn/etwas aus dem Geschäft drängen;
b) to put somebody out of a job jdn entlassen;
c) to put somebody/something out of one’s mind jdn/etwas vergessen
d) (extinguish) fire löschen; candle, cigarette ausmachen; (turn off) lights ausschalten

Peter:
„put him out of his misery“ meint an sich Gnadenschuß!

O.: Konia könnte auch mal darauf eingehen, dass das Leben des Kiffers schon vorher abgestumpft ist und die Droge der missglückte Versuch ist, dieser Realität sich zu entziehen und zu entspannen (was man von der heutigen Droge M. auch nicht mehr sagen kann, weil da so manches beigemischt wird – was auch den Medizinern entgeht).
Das Marijuanna der Siebziger ist nicht das von heute und wird ganz anders (exzessiver) konsumiert. Warum darüber kein Wort?
Ferner sei auch erwähnt, dass das M. mal wieder modern ist und wohl zu einem Großteil den Konsum der harten Drogen verdrängt, zumindest in der Menge, damit ist die Chance eines Entzuges hoffnungsvoller als bei Heroin.
Medizinisch auch interessant, dass es in der Medizin als anerkanntes Medikament gegeben wird, um Schmerzzustände zu betäuben oder den Appetit zu beeinflussen.

O.:
Die Frage nach der Legalisierung von Drogen sollte endlich entschieden werden. Sie gehören reszeptfrei in den Apotheken zu erwerben, damit sie von der Straße und aus den Schulen verschwinden. Natürlich können sich dann Kriminelle keine goldene Nase mehr verdienen. Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren, weil sie legal sind und eine ordentliche Aufklärung hierzu liegt im Interesse der Allgemeinheit.
Eltern haben Vorbildfunktion, wenn sie weitestgehend drogenfrei leben, werden auch die Kinder in der Regel keine Drogen nehmen, es sei denn, sie haben eine absolute verklemmte Haltung dazu.
Die freigewordenen Polizeikräfte könnten sich dann mal den Wirtschaftskriminellen widmen, insbesondere denen der Nahrungsmittelindustrie, es wäre doch schön, wenn keine Gifte und vergammeltes Essen (statt Bio) auf den Tisch kämen.

Johannes:
Genau, Drogen gehören weg von der Straße und auch das Elend in den Hohn-Häusern kann dadurch nur besser werden. Durch „reine“ Repression kann man das Elend nur verlagern. Apotheken sind ein guter Vorschlag.
Hier schmeißen Leute Flaschen und Müll aus ihren Fenstern, hören nachts rücksichtslos lauten Dreck… Inwieweit sie ihre Rezeptoren befeuern, weiß ich nicht, doch ihr Verhalten spricht für sie.
Cannabis ist v.a. nicht ohne…, weil es nicht ausschließlich entspannend, oder „nur“ psychedelisch wirkt, etwa das Innere offenbaren würde, sondern dabei gleichzeitig auch betäubt, also Empfindungen blockiert, wobei man hierbei bedenken muss, dass es um verschiedene Rezeptoren mit unterschiedlicher Rezeptoraffinität geht. Sogesehen denke ich, dass manche Sorten möglicherweise schon geeignet sein können, um Schmerzpatienten zu behandeln.
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehe ich das anders. Es sollte aber auch mehr über Ritalin und SSRI gestritten werden.
Diese vielen angeblichen Räuchermischungen mit synthetischen Cannabinoiden wurden hier bislang nicht diskutiert. Diese sind weitaus schlimmer und trotzdem sehr verbreitet. Seit einigen Jahren werden sie immer häufiger und besser getarnt in Cannabisprodukten gefunden.
Echte Psychedelika könnten hingegen wieder therapeutisch wirklich sinnvoll eingesetzt werden.

Das ist die andere Seite: http://youtu.be/XKVGKU-NzRQ
Dieser eine Prozentanteil, welcher in dem ersten Video erwähnt wird, bedeutet tatsächlich nicht wenige „Fälle“.
Die vielen vorher erzeugten, ausgeblendeten, sogenannten latenten Psychosen, oder auch „Hausfrauen“- und Minipsychosen, geförderten Neurosen und Psychosen durch unsere „nette“ und verpestete Gesellschaft sollten als Ursachen aber auch miteinbezogen werden.

O.:
Insbesondere südländische Menschen kommen schnell in psychotische Zustände, wenn ihnen der Boden unter den Füßen weggerissen wird: Sie den Arbeitplatz verlieren und die Frau sich daraufhin von ihnen trennt und den Sex verweigert.
Bei einer Häufung oder erhöhten Intensität von Stressoren, scheint mir das „Gehirn“ abzuschalten oder in die Psychose zu flüchten, um die Realität nicht mehr wahrnehmen zu können, da sie unerträglich geworden ist für den Betroffenen.

Klaus:
„Drogen würden an Reiz und Attraktivität verlieren.“ Da habe ich Zweifel, da diese Drogen ja nicht NUR deshalb einen Reiz haben, weil sie illegal sind.

O.:
Mangels alternativer Erlebnissweilten werden auch viele Jugendliche noch vom Techno der Oma- und Opageneration angezogen. Die Drogen müssen schließlich auch verkauft werden, somit ist die Unterhaltungsindustrie als „Subkultur“ hierauf spezialisiert. Eine komatisierte Drogengeneration wird nicht kritisch denken wollen, noch können, zu gravierend sind die „gelochten Hirne“, die in der Substanz geschädigt sind. Diese Zielgruppe wird man nicht mehr erreichen. Aber wenn sie zu Apotheke laufen müssen, wie Rentner, die ihre Medikament abholen, dürfte dies ihnen wohl auch langsam uncool erscheinen. Der coole Drogendealer wird dann nicht mehr ihr Lieferant sein, sondern die weißkittelige Apothekenhelferin (auf 400,00 € Basis angestellt). Das BTM wird von Fahrern für 3,30 € Stundenlohn zur Apotheke mehrfach täglich vorbeigefahren.
Nun könnte auch der Drogenkonsum in Discos untersagt werden, wer konsumiert, bleibt draußen, wie die Raucher. – Man kann sich noch einiges ausdenken … Schließlich ist das heimische Konsumieren vor dem Fernseher doch sinnvoller, um das Programm der privaten Sender zu ertragen.

Klaus Says:
Die alten grünen Standardargumente. Eignen sich die Erfahrungen in Holland zum einen und in Zürich zum anderen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Platzspitz ) dazu, diese doch recht gutmenschliche Sicht zu stützen?

Auflösung von Strukturen und Freilegung von Strukturen

9. Juni 2016

Was ist Orgonomie? Imgrunde dreht es sich um zwei Dinge: das Auflösen und das Freilegen von Strukturen. Erstens soll die Energie aus ihren materiellen Beschränkungen befreit werden und zweitens zeigt sich, wie die Energie für Strukturierung sorgt.

Das Human Genome Project hat herausgefunden, daß der Mensch seine Existenz nicht etwa einem Mehr, sondern einem Weniger an Genen verdankt. Im Vergleich zum Schimpansen fehlen beim Menschen 510 DNA-Sequenzen, die bis auf ein einziges Gen sämtlich der Regulation der Genexpression dienen. Zwei dieser fehlenden regulatorischen Gene konnte man bisher dingfest machen: das eine begrenzt das Hirnwachstum, das andere ruft auf dem Penis Stacheln hervor. Das Fehlen dieser beiden Gene ist also für unser wucherndes Hirngewebe und für unsere liebevolle weitgehend monogame Sexualität verantwortlich. Soweit Manfred Spitzer, Herausgeber der Nervenheilkunde, in einem Editorial (5/2011).

Für uns ist neben dieser bemerkenswerten Verbindung zwischen Gehirn und Genital zunächst von Bedeutung, daß Entwicklung primär mit einem Wegfall von Hemmungen verbunden ist, die zuvor einen freien Ausdruck der organismischen Orgonenergie verhindert haben. Ich habe diesen Aspekt bereits in Die Verfassungen des Lebendigen angeschnitten.

Das erinnert an die Entwicklung der Bione aus nichtlebender, sozusagen „eckiger“ Materie. Durch Quellung, Autoklavieren oder Glühen wird die Materie soweit „aufgelöst“, daß sich eine nachgiebige membranöse Hülle bildet, die der Fließbewegung und Pulsation des Orgons nachzugeben vermag.

Vergleicht man die Morphologie eines Menschen mit der eines Affen wird deutlich, daß der menschliche Organismus weit mehr durch das Orgonom geprägt ist und entsprechende mathematische Gesetzmäßigkeiten widerspiegelt. Darauf bin ich in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht eingegangen.

Schließlich beweisen die von Spitzer referierten Forschungsergebnisse auch, daß der Mensch nicht außerhalb der Evolution steht. Es hat keines Gottes, bzw. keiner „Götter“ (außerirdischer Gentechniker), bedurft, um aus Menschenaffen die heutigen Menschen zu machen. Tatsächlich berauben derartige mystische und mechano-mystische Theorien dem Menschen seiner kosmischen Bedeutung, die Reich erstmals offengelegt hat. Ich verweise auf meine Ausführungen über die Entwicklung der Orgasmusfunktion im Tierreich in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.

In der psychiatrischen Orgontherapie wird nichts anderes getan als den Menschen zu befähigen, seiner biologischen Bestimmung gerecht zu werden: frei mit der kosmischen Orgonenergie mitzuschwingen.

Und was das „strukturierende“ Wesen dieser Energie betrifft:

In „The Electroscope (Part II)“ (The Journal of Orgonomy, Vol. 4, No. 1, May 1970) diskutiert Courtney F. Baker (unter dem Pseudonym C. Frederick Rosenblum) das Funktionieren von Elektroskopen aus dem Blickwinkel der Orgonphysik.

Besonders interessant ist das Verhalten einer Leuchtstoffröhre im Feld eines elektrostatischen Generators. Bewegt man die Leuchtstoffröhre immer weiter von einer Metallplatte, die an den Generator angeschlossen ist, weg, sieht man, daß es einen Abstand gibt, an dem die Röhre aufhört zu erstrahlen, das Leuchten in einer weiteren Entfernung aber wieder anfängt. Ähnliche „Schalen“ des elektrostatischen Feldes beobachtete Baker am Elektroskop, als er einen geladenen Kamm vom Elektroskop weg und wieder auf es zu bewegte.

Als Beispiele für energetische Schalen um geladene Körper herum erwähnt er das Atommodell mit seinen unterschiedlichen „Elektronenschalen“, das „Titius-Bode-Gesetz“, das sich Gravitationsfeld der Sonne und der äußeren Planeten zeigt (siehe dazu meine Ausführungen im IV. Kapitel von Orgonometrie: Teil 1), den „Energiekörper“ des Menschen mit seinen unterschiedlichen Schichten und die unterschiedlichen Schichten der Erdatmosphäre.

Ich möchte auf eine weitere Schichtung verweisen, die auf den ersten Blick denkbar weit von allen „bioenergetischen“ Überlegungen entfernt zu sein scheint: die geologischen Schichten der Erdkruste.

Minerale und Gesteine sind häufig rhythmisch gebändert, was bislang durch Schwerkraft oder sequentielle Stoffzufuhr erklärt wurde. Mechanische Erklärungsmuster allein sind nicht in der Lage, die beobachtbare Vielfalt gebänderter Strukturen zu deuten. Rhythmite können auch durch interne Phänomene der Selbstorganisation (z.B. Liesegang-Ringe) entstehen, die durch äußere Energiepotentiale noch verstärkt werden. – Neben dem Schwerefeld verfügt das elektrische Feld der Lithosphäre über wesentliche gefügebildende Kräfte, so wahrscheinlich auch bei der Lagerstättengenese. Durch naturverwandte Elektrolyse-Experimente lassen sich rhythmische Mineralgefüge erzeugen, die das Verständnis natürlicher Gefüge erweitern. (Jacob, K. H.; Krug, H.-J. & Dietrich, S. (1992): „Lagerstättenbildung durch Energiepotentiale in der Lithosphäre“, Erzmetall, 45: 505-513)

Wie ein solches denkbar einfaches Experiment, das nun wirklich jeder nachvollziehen kann, aussieht, wird im folgenden Video gezeigt (ab min 7:20):

Genetik: Mystizismus, Mechanismus, Funktionalismus (Teil 2)

24. Februar 2016

Von Herbert Spencer stammt die Aussage: „Leben ist die dauernde Anpassung innerer Beziehungen an äußere.“ Bereits 1865 postulierte Spencer

die Existenz physiologischer Bausteine – er siedelte sie irgendwo zwischen der Ebene der Zellen und der Ebene einfacher organischer Moleküle an –, die seiner Ansicht nach über die Fähigkeit der Selbstreproduktion verfügen und artspezifisch organisiert sein müßten. (John Brockman: Die Geburt der Zukunft, München 1987)

Heute wissen wir natürlich mehr über die Natur dieser „physiologischen Bausteine“, aber in Wirklichkeit sind wir trotz all der gentechnologischen Euphorie heute auch nicht viel weiter als Spencer.

So kann man z.B. gar nicht genau erklären, wie sich die DNA überhaupt reproduziert, d.h. was die Teilung verursacht. Hier kann nur Reichs Spannungs-Ladungs-Formel weiterhelfen, die die Zellteilung als orgastischen Vorgang verständlich macht. Im übrigen irrt sich Hans Hass gewaltig, wenn er phylogenetisch zuerst die Nukleinsäure auftreten läßt, die sich Hilfsorgane, also den Rest der Zelle schafft, um ihre eigene Reproduktion zu sichern – zumal hier Hass mit seiner eigenen Theorie in Konflikt gerät, wie wir noch sehen werden.

Ein Jahrzehnt bevor Hass‘ Wie der Fisch zum Menschen wurde (München 1979) herauskam, las ich das populärwissenschaftliche Buch Die Welt in der wir leben werden (Hrsg. Y.Z. Young und Tom Margerison, München 1969). Hier waren Bione („Proteinmikrosphären“) abgebildet, die man Anfang der 1960er Jahre, also 30 Jahre nach Reich, „entdeckt“ hatte. Unter der elektronenmikroskopischen Aufnahme sich spontan teilender Bione war da zu lesen:

Wie die Grundeinheit des Lebens, die einzelne Zelle, entstanden ist, weiß man nicht, aber es ist interessant, daß sich mikroskopisch kleine kugelige Gebilde etwa von der Größe einfachster Bakterien abtrennen, wenn die unter Wärmeeinwirkung gebildeten proteinähnlichen Ketten in einer Lösung abgekühlt werden. Die aneinanderliegenden konzentrischen Kugeln vermitteln den Eindruck von Zellen, die sich teilen; [unten] läßt eine elektronenmikroskopische Aufnahme deutlich eine doppelte, umschließende Schicht erkennen, die an eine Zellmembran erinnert. Solche kugeligen Gebilde sind noch weit von der lebenden Zelle entfernt, aber sie lassen vermuten, daß manche ihrer Grundstrukturen sich unter bestimmten Umständen aus rein chemischen Reaktionen entwickelt haben könnten.

Hier bei den Bionen, und damit bei der Orgasmusfunktion, ist der Grund zu suchen, wie und warum sich die DNA selbst reproduzieren kann. Die DNA ist nur ein Instrument des Lebens, nicht umgekehrt! Es muß die funktionelle Rangordnung wiederhergestellt werden.

Nach Hass ist das Erbrezept die „eigentliche und zentrale Regierung im Körper“ und „das gesamte Zentralnervensystem eine Hilfseinheit, die ihr einen Teil der Steuerungsgeschäfte abnimmt.“ So können wir Hass Reichs Kritik des mechanistischen Konzepts vom Gehirn als „Direktor“ des Körpers entgegenhalten. Für Reich bildet nämlich der Organismus „ein natürliches Kooperativ gleichwertiger Organe verschiedener Funktion“, dies sei die biologische Begründung der Arbeitsdemokratie. Und eine wirklich konsequente Energontheorie müßte hier an sich konform gehen, wenn selbst Hass schreibt:

Wir neigen zur Ansicht, die Grundlage zu unserem Fortschritt sei unser besonders entwickelter Geist gewesen, unsere Intelligenz. Das stimmt aber nur zur Hälfte. Denn eine zweite Voraussetzung war ebenso entscheidend: ein Organ mit dem wir künstliche Gebilde herstellen und mit unserem Körper verbinden konnten – unsere Hände.

Genauso wäre auch die DNA ohne Enzyme und das Protoplasma nichts.

Die Lebensenergie ist der wirkliche Motor des Lebens, aber Hass ist leider nicht bis zu ihr durchgedrungen. So kann Hass auch schreiben, die Frage, wie das Leben, die ersten Einzeller entstanden seien, würde „wohl für alle Zeit“ dem menschlichen Spürsinn entzogen sein und „ab Einsetzen des Lebensprozesses wird jedes Energon – stets und ausnahmslos – von anderen Energonen aufgebaut.“ So kann nur jemand schreiben, dem die Lebensenergie und ihre Schöpferkraft fremd ist.

Die Orgasmusformel, die Grundlage der biologischen „Arbeitsdemokratie“, bestimmt die Energone (jedenfalls jene, in denen sich die funktionelle Rangordnung noch nicht umgekehrt hat). Und hier könnte man dann wieder einen „anderen“, wirklich energontheoretischen Hass zitieren:

Die Energontheorie führt (…) unerbittlich zu der Schlußfolgerung (…), daß auch jene steuernde Struktur (…) bloß ein Funktionsträger wie alle übrigen ist, durchaus nicht Zentrum und Herr, sondern auch nur Diener. Der wirkliche „Herr“ ist und bleibt immer die auf Energieerwerb ausgerichtete Struktur. Diese kann – zumindest in manchen Fällen – auch ohne zentrale Steuerung ihre Leistung erbringen.

Das stimmt mit Reichs Aussage in Massenpsychologie des Faschismus überein, daß organismisches Funktionieren nicht vom Gehirn abhängt,

da sich die Organe des Organismus biologisch zweckmäßig betätigten, lange ehe es in Milliarden Organismen ein Gehirn gab. Und wie die Physiologie experimentell nachwies, funktionieren die wesentlichen Lebensfunktionen bei einem enthirnten Hund oder Huhn lange fort.

Aber auch die DNA ist für das Leben nicht unbedingt notwendig, jedenfalls zeigt Reichs Bion-Forschung, daß die Lebensfunktionen („Spannung-Ladung-Entladung-Entspannung“, Orgonom) älter sind als die in der DNA kodierte Information.

Die sekundäre Rolle der DNA tangiert natürlich auch die heikle Frage des Lamarckismus – und beide, Reich und Hass, sind ausgesprochene Lamarckisten. So wehrt sich z.B. Hass heftig dagegen, wie sonst in der offiziellen Biologie bei sexueller Fortpflanzung davon zu sprechen, daß „Fehler kombiniert werden“, vielmehr spricht er von der Kombination von Veränderungen,

weil immer noch offen ist, ob nicht doch, – wie Lamarck und Darwin vermuteten – eine Vererbung erworbener Eigenschaften stattfindet. Der Wirkungszusammenhang sähe dann so aus: Die Erbänderungen würden dann nicht bloß als Folge auftretender Fehler, der Mutationen, erfolgen. Vielmehr würden individuelle Anpassungen (wie sie zumindest den höheren Lebewesen auf Grund ihrer Regulationsfähigkeiten möglich sind) erblich werden. Die individuellen Veränderungen würden in diesem Fall während der Lebensdauer auf das Erbrezept zurückwirken, dieses abändern. Der Teilungsvorgang würde dann bereits an einem veränderten Erbrezept erfolgen.

Weniger direkt Lamarckistisch ist das energontheoretische Konzept, daß alle Strukturen des Organismus, also auch das Erbrezept, von der Notwendigkeit bestimmt werden, im Durchschnitt eine positive Energiebilanz zu erzielen. In diesen Zusammenhang gehört auch eine Frage, die Hass aufwirft: Wie kommt es zur „Koordination der Gene“? Wie konnten die Muskeln, Nerven, Knochen, Blutgefäße etc. sich so sinnvoll koordiniert entwickeln, wo doch vollkommen verschiedene Abschnitte in den Erbrezepten für sie zuständig sind?

Hätte jede der Entwicklungen stets auf mutative Fortschritte bei den anderen warten müssen, dann wäre eine solche gemeinschaftliche Entwicklung nie möglich gewesen.

Hass’ eigene Erklärungsversuche verlaufen recht unbefriedigend, denn er beruft sich einerseits auf den Zufall (durch die Zweigeschlechtlichkeit, d.h. durch immer neue Gen-Kombinationen, wären die statistischen Chancen für ein zufälliges Zusammenwirken der Gene sehr groß), andererseits aber auf die Notwendigkeit, denn auch wenn im einzelnen der Zufall herrsche, wäre die Gesamtentwicklung ganz und gar nicht zufällig, sondern halt durch die Notwendigkeit einer positiven Energiebilanz bestimmt.

Eine derartige Argumentation ist typisch für das Ausweichen vor Lebensenergie-Funktionen.

Die beiden Genetiker G. Ledyard Stebbins und Francisco J. Ayala vergleichen die Gene mit Mitgliedern eines Orchesters: „so virtuos sie auch als Solisten sein mögen, es entsteht doch Mißklang, wenn sie nicht dasselbe Stück spielen“ („Die Evolution des Darwinismus“, Spektrum der Wissenschaft, September, 1985).

Die Frage bleibt, „wer“ die Musik geschrieben hat, die sie spielen. Ich verweise nochmals auf die Abbildung im 1. Teil, die die Orgonom-Formen im menschlichen Organismus zeigt.

Genetik: Mystizismus, Mechanismus, Funktionalismus (Teil 1)

23. Februar 2016

Eine Fessel unseres Denkens ist das „Rätsel der Zweckmäßigkeit“ aus dem Hans Hass die Glaubensvorstellungen und Religionen erklärt. Der Mensch war mit einer zweckmäßig eingerichteten Natur konfrontiert und „die Grundfunktion der menschlichen Intelligenz – weit auseinanderliegende Ursachen und Wirkungen zu verknüpfen und zu erforschen –“ brachte den Menschen dazu, an übersinnliche Wesen als Ursache dieser Zweckmäßigkeit zu glauben. Diesen illusorischen „Wesen“ unterwerfen wir uns, seien es nun „Götter“ oder Gene, die durch eine Willenshandlung oder „Zufall“ angeblich schicksalshaft die Zweckmäßigkeit der Energone und ihrer Organe bestimmen. Dieser Metaphysik (Zweckmäßigkeit wird von außen, z.B. dem „Geist“, in die Welt hineingetragen) setzt Hass den „unheimlichen Gedanken“ entgegen, daß Zweckmäßiges ganz von selbst entstehen kann, „einfach dadurch, daß alles Unzweckmäßige verschwindet.“ Ich habe mich mit dieser Sichtweise von Hass bereits in Die Orgonomie und die Energetik (Teil 4) beschäftigt.

Die Metaphysik der bisherigen Sichtweise macht Hass z.B. daran fest, daß der angebliche Schöpfer von Zweckmäßigkeit ja unmöglich bestimmen kann, was zweckmäßig ist. Ich kann wohl beliebige Schlüssel erschaffen, aber deren Zweckmäßigkeit bestimme nicht ich, sondern einzig und allein das Schloß. Die moderne Evolutionstheorie stellt jedoch die Welt finalistisch auf den Kopf, indem sie die Zweckmäßigkeit der Lebensstrukturen auf den Informationsgehalt der Gene zurückführt. Information, die das Werk einer gigantischen Lotterie sei. Für diese letztlich metaphysische Biologie ist der „Informationsgewinn“ der DNA der zentrale Motor der Evolution und ihr großes Welträtsel ist, „wie aus Zufällen so viel Zweckmäßigkeit entstehen konnte“.

Trennt man sich jedoch mit Hass

vom Grundkonzept, daß Höherentwicklung die Zielrichtung der Evolution sei, und erkennt man statt dessen, daß alle Differenzierung und Höherentwicklung nur Werkzeuge sind, welche die Eignung haben, einen Bewegungsfluß in Potenz und Volumen zu steigern, dann fallen diese Schwierigkeiten fort. Dann ist Zweckmäßigkeit nicht eine rätselhafte Folge dieser oder jener Zufallskombination materieller Grundeinheiten, sondern die an einem Raumzeitpunkt einzig mögliche oder beste Voraussetzung ein sich steigerndes energetisches Geschehen zu bewirken oder fortzusetzen. (…) Die Strukturen, über die sich ein Prozeß steigern kann, sind von der Funktion, solches zu ermöglichen, determiniert. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

Leider krankt die „offizielle“ Biologie noch immer an der Teleologie und ist zu solchen einfachen funktionellen, energetischen Überlegungen nicht in der Lage. Es ist die alte Metaphysik – im mechanistischen Gewande der Genetik. In ihr findet sich ein mystischer Platonismus verkörpert, der von der Physik her die Biologie vergiftet hat. Es geht einfach um die Frage, was „das verborgene Gemeinsame“ (CFP) in der Natur ist:

  1. Entweder sind es die Platonischen „regulären Körper“, die sich in der DNA und den Elementarteilchen offenbaren, als „Idee des Lebewesens“ und „Urbild der Materie“; oder
  2. das verborgene Gemeinsame ist die Energie und ihr Haushalt. Diese Ansicht vertritt Hass.

Nicht Informations- sondern Energieerwerb ist das Entscheidende. Information nur ein sekundäres Hilfsmittel. Hass:

Für alles „Leben“, für alle „Tätigkeit“, für jeden „Vorgang“ ist als primäre notwendige Voraussetzung Energie nötig. Somit erklärt – und bestimmt – die Art des Energieerwerbes die Grundstruktur aller Pflanzen und Tiere. Wie auch immer sie zustande kamen – ob über Zufälle oder göttliche Wirksamkeit –, die für sie nötige Grundstruktur ist ihnen gleichsam vorgezeichnet, ist demnach Ausdruck einer „Notwendigkeit“. Diese legt fest, wie ein Tier oder eine Pflanze gestaltet sein muß, um zweckmäßig zu sein.

Aus orgonomischer Sicht ist zu ergänzen: Während bei tierischen Energonen und ihren funktionellen Einheiten durchweg die (geschlossene) Orgonom-Form auftritt, wird die unbelebte Natur von der Überlagerungsfunktion beherrscht (offenes Orgonom). Strukturen werden also aus orgonomischer Sicht nicht nur durch die Art des Energieerwerbs bestimmt, sondern auch von der Bewegungsform der (Orgon-) Energie.

Die folgende Illustration ist David Dressler: „Orgonomes in the Human Body“ (Offshoots of Orgonomy, No. 5, 1982, S. 37-39) entnommen.

Die Verfassungen des Lebendigen

10. Februar 2016

Der Brauch ist der Herrscher in allem. (Pindar, 522-442 v.Chr.)

Hans Hass‘ Energontheorie zufolge gibt es drei Arten von Energonen:

  1. die Einzeller,
  2. die Mehrzeller, die zusammen die erste Hälfte der Evolution bestimmt haben, und, in der zweiten Phase der Evolution,
  3. die „Hyperzeller“ („Berufskörper“ und Erwerbsorganisationen)

Die Energiequelle der ersten Hälfte der Evolution ist die Sonne. In der von den Hyperzellern getragenen zweiten Hälfte der Evolution lebt das einzelne Energon vom Bedarf, insbesondere dem Luxusbedarf, der anderen Energone.

Wir können entsprechend von einem „gesellschaftlichen Organismus“ sprechen. Er müßte, wäre diese Denkweise korrekt, Funktionselemente mit den „herkömmlichen“ biologischen Organismen gemeinsam haben. Hier wird es sinnvoll sein, zwischen Protozoen (Zellkern) und Metazoen (Gehirn) und so die folgenden drei Ebenen zu unterscheiden:

In der ersten Phase der Evolution baut das Genom das Menschentier auf, das dann mit Hilfe seines Gehirns in der zweiten Stufe in der Lage ist, Berufskörper aufzubauen. Wir, die Berufskörper, werden so selber zu „Keimzellen“ höherer Einheiten.

Die funktionelle Identität zwischen der ersten und zweiten Evolutionsphase beschreibt Hass wie folgt:

Wenn ein Unternehmen ein weiteres, ebensolches hervorbringt (…), dann sind eine Unmenge von Einzelbefehlen dazu nötig (…). Bringt eine Tanne eine andere hervor oder ein Fuchs einen Fuchs, dann ist das wiederum nur über entsprechende Steuerungen möglich.

Das geht so weit, daß die beiden Phasen von den gleichen Marktgesetzen bestimmt werden: die Produkte der DNA können auf ihre Produktion sowohl stimulierend als auch hemmend rückwirken, so daß hier der Bedarf die Produktion steuert und rationell mit den Ressourcen umgegangen wird. Genauso sieht es in der freien Marktwirtschaft aus.

In der zweiten Phase der Evolution entsprechen den Genen die „Meme“: Ideen, die wichtiges „kulturelles Erbgut“ transportieren. Der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Phase der Evolution ist vor allen Dingen die Geschwindigkeit der Entwicklung. Während die natürliche Evolution nach menschlichen Maßstäben unendlich langsam abläuft, überfordert uns die Geschwindigkeit der technischen („zivilisatorischen“) Evolution.

Demgemäß ist nach Hass das Erbrezept, das als erste Einheit des Lebens Erfahrungen speichern konnte, „die eigentliche zentrale Regierung im Körper“. Im Verlauf der Evolution bildete dieser „Herrscher in allem“ ein flexibleres Organ aus, das Zentralnervensystem, „das ihm einen Teil der Steuerungsgeschäfte abnimmt“.

Der Physiker Alfred Gierer weist aus einer etwas anderen Perspektive auf die Kontinuität von DNA und ZNS hin:

Ganz formal kann man die Evolution der erblichen Eigenschaften als Lernprozeß ansehen, ebenso gut läßt sich aber auch individuelles Lernen als Evolutionsprozeß auffassen; in beiden Fällen werden nämlich durch Versuch und Irrtum Verhaltensweisen mit nützlichen Folgen selektiv begünstigt. (Die Physik, das Leben und die Seele, München 1985)

In jeder einzelnen Zelle ist das gesamte Erbrezept des Organismus vorhanden. Daß eine Leberzelle nicht als Nervenzelle funktioniert, wird dadurch erreicht, daß bestimmte Hemmstoffe („Repressoren“) die nicht benötigten Genbereiche maskieren. Bemerkenswerterweise gibt es entsprechende Vorgänge auch in der Hirnphysiologie. Beim Prägungslernen werden aus einem Überangebot an Synapsenverbindungen bestimmte ausgewählt und verstärkt, während andere abgebaut werden. Diese Art von Lernen geht demnach mit einem Minus an Nervenzellmaterial einher, Teile des Gehirns werden sozusagen „maskiert“.

Es ist nicht so, daß sich die Gene entschließen nun eine Leber aufzubauen, vielmehr sendet das umgebende Gewebe Signale aus, die die Gene soweit inaktivieren, bis nur noch z.B. Leberzellen entstehen können. Diese Situation kann man mit der Reizverarmung beim Gehirn vergleichen, bei der nur eine Prägung eingehämmert wird, was wie bei den Genen zur dramatischen Abnahme der ursprünglichen Kapazität führt. Je reichhaltiger die Eindrücke aus der Umgebung sind, desto kleiner ist der Synapsenverlust – je unspezifischer das umgebende Gewebe ist, desto weniger spezialisiert sich die Zelle.

Auch kommt man immer mehr zu der Erkenntnis, daß Gene nicht etwa den Organismus mechanisch in allen Einzelheiten vorprogrammiert aufbauen, dazu wäre auch ihr Informationsgehalt viel zu gering, sondern vielmehr das autonome (orgonotische) Funktionieren des Protoplasmas „stören“ und in neue Richtungen lenken. Genauso stört das Gehirn das autonome Funktionieren des Organismus, was man dann „instinktive Handlung“ oder „willentliche Handlung“ nennt – je ob die orgonotische Pulsation von Memen oder Genen gestört wird.

In der Keimbahn sind die Erbrezepte potentiell unsterblich. Nach Hass gibt es in der zweiten Phase der Evolution eine Entsprechung: die Sprache gibt „dem Menschen die Möglichkeit, Erfahrungen, die sonst mit seinem Tod erlöschen würden, auf Nachkommen zu übertragen“. So sei schließlich über die Sprache die umstrittene Lamarcksche Vererbung erworbener Eigenschaften doch möglich geworden.

Dem Erbgut, das sich nur über Mutationen verändern kann, tritt ein weiterer Steuerungsmechanismus zur Seite: das entsprechende, seine Erfahrungen auf andere übertragende Gehirn. Es ist ungleich anpassungsfähiger, ungleich fähiger, individuell Erarbeitetes im Erbgang weiterzugeben.

Hass bezeichnet den Menschen als „aufbauende und steuernde Keimzelle“. Während beim Genom noch die Funktion „aufbauendes Rezept“ und „Steuerung“ zusammenfallen, würden sie sich in der weiteren Entwicklung, der Funktionsverlagerung zum Gehirn, trennen. Bei den Tieren verlagert sich die Steuerung auf das Gehirn, während die Steuerungsrezepte noch vom Genom stammen. Auf dem Weg zum Menschen schließlich, könnten sich die beiden Funktionen aufs neue vereinigen, da das Gehirn selbstständig neue Verhaltensrezepte aufbauen kann.

Nach Hass kam es infolge zu einem weiteren, letzten Entwicklungsschritt, denn die „Rezepte zur Steuerung künstlicher Funktionsträger“ verblieben nicht im Gehirn.

Bei der Zusammenarbeit von mehreren Menschen verteilten sich diese Rezepte (…) über die beteiligten Gehirne (…). Bei weiterem Anwachsen löste sich in diesen „Organisationen“ das Steuerungsrezept vom einzelnen Gehirn los – in Gestalt von geschriebenen oder gezeichneten Vorschriften.

Hass spricht schließlich von der Wissenschaft als „Riesengemeinschaftsorgan“ in der Tradition: DNA – ZNS – Bibliotheken, Computer, etc.

Hass findet auch eine funktionelle Verbindung zwischen dem Genom und den Verfassungen der Staaten: so wie die Rechtsordnung das den Staat Konstituierende sei, „so ist auch die ‘Rechtsordnung’ Erbrezept das den individuellen Körper eines tierischen und pflanzlichen Organismus Konstituierende“.

Das mechanistische Denken haftet an den Strukturen und ist blind für die beschriebenen funktionellen Identitäten. Der Mystizismus zieht kurzschlußartig Verbindungen, wo gar keine funktionellen Beziehungen bestehen.

Apoptose

8. August 2015

In den modernen Lehrbüchern wird der Vorgang des „programmierten Zellselbstmordes“ bzw. der „Apoptose“ wie folgt beschrieben:

Zunächst verläßt die Zelle den Gewebeverbund und nimmt eine runde Form an. Dann bilden sich im Zellinneren Flüssigkeitsreservoirs („Bläschen“), die sich mit der Zellwand verbinden. Dabei verfällt die Zelle nicht – wie man annehmen könnte – in Agonie, sondern vollzieht „wilde Bewegungen“; schließlich fließt Wasser aus, die Zelle schrumpft und zerfällt in apoptotische Vesikel.

Das hat Reich bereits Mitte der 1930er Jahre beschrieben. Damals bezeichnete er das als „bionösen Zerfall“. Ihm kommt hier eindeutig die wissenschaftliche Priorität zu – und allein schon dafür gebührt ihm posthum der Nobelpreis!

Heute gehen die Fachveröffentlichungen über Apoptose in die Zehntausende. In populärwissenschaftlichen Zeitschriften finden sich ständig Artikel über Apoptose, teilweise mit faszinierenden elektronenmikroskopischen Aufnahmen der sich von der Zelle abschnürenden Bione („apoptotische Vesikel“).

Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt, Rheuma, Alzheimer, Parkinson und andere Krankheiten werden vom bionösen Zerfall („Apoptose“) her erklärt.

Heute weiß man beispielsweise, daß Krebsmedikamente nicht etwa, wie bis vor kurzem angenommen, die Krebszellen einfach vergiften, vielmehr aktivieren sie das „genetische Selbstmordprogramm der Krebszellen“ und lösen so bei ihnen eine Apoptose, also den bionösen Zerfall, aus. Demnach funktionieren die orthodoxen Krebstherapien ähnlich wie der Orgonenergie-Akkumulator, d.h. indem sie den bionösen Zerfall beeinflussen.

Der entscheidende Unterschied ist, daß der Orgonenergie-Akkumulator die orgonotische Potenz des Gesamtorganismus erhöht, der dergestalt nicht mehr so leicht bionös zerfällt und sich im Krebsgewebe reorganisiert (was zur Tumorbildung führt) bzw. sich gegen bestehendes Krebsgewebe besser verteidigen kann und es in die apoptotische Auflösung treibt.

Man kann unmittelbar bei einem Grasaufgußpräparat sehen, daß das Gras nicht oder nur geringfügig apoptotisch zerfällt und entsprechend

keine oder nur sehr wenige Protozoen (bildet), wenn (das Präparat) von Anbeginn im Orgonakkumulator gehalten wird. Das Orgon lädt offenbar das Grasgewebe auf und verhindert dessen Zerfall in Protozoen. (Der Krebs, Fischer TB, S. 62)

Beim Menschen kann der gleiche Vorgang mit dem Bluttest verifiziert werden. Bei diesem handelt es sich um die Beobachtung der natürlichen Apoptose von Blutzellen, die dem Körper entnommen und in physiologischer Kochsalzlösung unter dem Mikroskop beobachtet werden. Je nachdem wie langsam oder schnell die Apoptose die Roten Blutkörperchen auflöst, ist es um den orgonotischen Ladungszustand des Organismus beschaffen.

Setzt man den Patienten in einen Orgonenergie-Akkumulator, verändert sich dementsprechend der Bluttest (auch entwickeln die Patienten nicht die für Krebsfälle so typische Anämie). Der Reichsche Bluttest zeigt, wie der Patient gegen die Krankheit reagiert und spiegelt so unmittelbar die Gesundheit des ganzen Organismus wider.

Was die Atmung im klinischen Bereich ist, ist der Bluttest im Labor: der unmittelbare Ausdruck des Gesundheitszustandes, d.h. ob der Organismus in einer Kontraktionshaltung (Sympathikotonie) befangen ist, was sich bei den Roten Blutkörperchen in der Schnelligkeit des bionösen Zerfalls zeigt.

Traum der heutigen Wissenschaft ist, neben der gezielten Apoptose von Krebsgewebe, die Einschränkung der Apoptose im gesunden Gewebe und damit die ewige Jugend mittels Gentechnik.

Es gibt auch Ansätze, die Wirkung von HIV damit zu erklären, daß sich das Virus in nur wenigen Immunzellen einnistet und von dort aus die gesunden Immunzellen mit Eiweißmolekülen beschießt, die bei den gesunden Immunzellen das „Selbstmordprogramm“ der Apoptose aktivieren. So wird das Immunsystem langsam durch bionösen Zerfall zerstört.

Das ähnelt verblüffend der Vorstellung von der Krebsschrumpfungs-Biopathie, die Reich entwickelt hat, man muß nur die eine „Krankheitsursache“ (HIV) durch einen funktionellen Zerfallsprozeß ersetzen: Immunzellen zerfallen und erzeugen, wie jedes zerfallende Eiweiß, „T-Bazillen“ (die „tückischen Eiweißmoleküle“ der HIV-Hypothese), diese T-Bazillen greifen dann die vorgeblich „gesunden“ Immunzellen an, die daraufhin selbst in T-Bazillen zerfallen. Vielleicht wird so die AIDS-Forschung auf überraschende Weise Reich verifizieren.

Ständig sterben in unseren Organen, beispielsweise der Haut, Zellen über den bionösen Zerfall ab. Noah Fierer et al. von der University of Colorado in Boulder gelang es beim Vergleich der DNA von Bakterien, die von Computertastaturen und -mäusen abgenommen wurden, auf die Benutzer zu schließen. Offensichtlich hat jeder Mensch auf seinen Händen sozusagen „persönliche“ Bakterien. Fierer glaubt sogar, daß die Bakterienflora auf unseren Händen derartig individuell ist, daß sie forensisch auf ähnliche Weise Anwendung finden könnte wie der Fingerabdruck. Dieser „Fingerabdruck“ regeneriert sich schnell, nachdem man seine Hand gewaschen hat.

Die Bakterien können nicht von außen kommen, da wir sonst alle die gleiche Bakterienflora hätten. Es ist natürlich denkbar, daß sich nach jedem gründlichen Waschen diese individuelle Flora sozusagen von „Rückzugsgebieten“ ausgehend regeneriert. Aber das erscheint mir wenig plausibel, zumal die Hygiene, insbesondere der Hände, immer gründlicher wird und unsere Haut weitaus schneller von „fremden Bakterien“ bevölkert werden könnte. Bleibt die Option, daß die individuelle Bakterienflora Resultat des bionösen Zerfalls unserer genetisch unverwechselbaren Körperzellen ist. Das ließe sich ganz leicht überprüfen, indem man die Bakterienflora von eineiigen Zwillingen miteinander vergleicht.

2006 hatten Samuel Hooper und seine Kollegen von der Cardiff University in Tumoren von Patienten mit Mundkrebs Bakterien entdeckt. Insgesamt wurden 20 Proben von Krebsgewebe untersucht, wobei im Inneren des Tumors eine Vielzahl von Bakterien gefunden und identifiziert wurde. Davon gehören manche vielleicht sogar bisher unbekannten Arten an. Einige Arten fanden sich nur im Tumor, andere nur im angrenzenden „gesunden“ Gewebe. Ob die Bakterien die Tumorbildung verursachen oder erst später in das entartete Gewebe eindringen, können die Wissenschaftler bislang nicht sagen.

Wie kommen (teilweise bisher unbekannte) Bakterien in das Krebs- und das vermeintlich „gesunde“ Gewebe? Reich hat diese Frage vor 75 Jahren gestellt und beantwortet. Siehe sein Buch Der Krebs und meine Besprechung von Alan Cantwells The Cancer Microbe.