Posts Tagged ‘Wissenschaftstheorie’

nachrichtenbrief124

1. Dezember 2018

Das Radio in meiner Küche wurde verstellt!

31. Juli 2018

Wilhelm Reich und Hans Hass hatten einen funktionellen Forschungsansatz. Bei der Betrachtung einer Gegebenheit, etwa eines Mikroorganismus unter dem Mikroskop oder eines Korallenriffs beim Tauchgang, geht es weniger um die Gestalt der Dinge, ihre Entwicklungsgeschichte oder gar darum sie richtig mit ihrem lateinischen Namen zu benennen, sondern primär im ihre Funktion. Leider macht die Gewöhnung unser Auge wie blind für die Funktion. Deshalb verbannte Reich jedes Wissen über Mikrobiologie aus seinem Gehirn und weigerte sich, sich in die aktuelle Fachliteratur einzuarbeiten, um sich ganz auf das Funktionelle konzentrieren zu können. Desgleichen Hans Hass, der beispielsweise in seiner anthropologischen Erforschung von Menschenmassen Filme benutzte, die er im Zeitraffer, verlangsamt, rückwärts, etc. abspielte, aus der Vogelperspektive aufnahm, etc. Er wollte so sein Gehirn austricksen und es dazu zwingen auf die Menschen zu blicken, als sei er ein Außerirdischer. Reich sprach vom funktionellen Blickwinkel „aus dem Flugzeug“. Darauf beruht auch die gesamte Ethnographie: der Fremde sieht Dinge, funktionelle Zusammenhänge, für die der Einheimische wie blind ist. Oder nehmen wir Leute, die nach Jahren im Ausland nach Deutschland zurückkehren und denen Dinge auffallen, für die wir vollkommen „betriebsblind“ sind: die wachsende Rücksichtslosigkeit im Alltag, die Überfremdung, der Verfall der Infrastruktur, die Erosion aller Standards, der Dreck auf den Straßen und in den Parks, die schlechte Stimmung und Angespanntheit der Leute, etc.

Seit vielen Jahren höre ich, wenn überhaupt, ausschließlich Deutschlandfunk, weil ich dort weitgehend von „Musik“ verschont werde, jetzt habe ich durch Zufall und weil ich zu faul war, das Radio wieder richtig einzustellen, in der Küche über längere Zeit NDR2 gehört, die neusten Hits. Fremde Klänge, nie zuvor vernommen – und ein Kulturschock. Ein geschmackloser Geräuschbrei und darüber ein Geknödel aus verkrampften Hälsen, das eher an den Toilettengang bei chronischer Verstopfung als an Gesang gemahnt. Neulich habe ich irgendwo den kurzen Kommentar eines Angestellten der Musikindustrie gelesen: das, was man heute im Radio an Sprechgesang-„Musik“ hört, hätte man noch vor 20, wenn nicht 10 Jahren sofort in den Mülleimer geschmissen, wenn das als Demo eingesendet worden wäre. Und das bei Rap-„Musik“, die ohnehin nie besonders anspruchsvoll war! Das Niveau fällt ins Bodenlose.

Hier ein Beispiel aus der Sparte Fäkalmusik:

Genauso geht es mir mit meiner mittlerweile jahrzehntelangen Fernsehabstinenz. Manchmal kriege ich Sekunden- und Minutenfetzen mit. Wer tut sich diesen Dreck nur freiwillig an? Jeder muß doch spüren, daß beim Zuschauen reihenweise Hirnzellen aus Verzweiflung Selbstmord verüben! Und selbst wenn man den Ton abdreht: jeder Schauspieler, insbesondere aber die jungen, wirkt konturlos, ohne jede Persönlichkeit. Bioroboter!

Ein „Außerirdischer“ wie ich sieht die letzten Zuckungen einer sterbenden Kultur.

nachrichtenbrief111

23. April 2018

ZUKUNFTSKINDER: 4. Geburtshilfe, b. Die Emotionelle Pest auf der Entbindungsstation

16. Februar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

4. Geburtshilfe, b. Die Emotionelle Pest auf der Entbindungsstation

nachrichtenbrief100

31. Dezember 2017

nachrichtenbrief97

14. Dezember 2017

nachrichtenbrief95

7. Dezember 2017

nachrichtenbrief94

5. Dezember 2017

nachrichtenbrief38

26. Juni 2017

Zum wissenschaftlichen Anspruch der orgonomischen Medizin

11. Februar 2017

Wenn es wirklich wissenschaftlich zugehen würde, müßten ein Großteil der Medikamente vom Markt genommen werden und ein Großteil der Ärzte hätten gravierende Probleme, weil sie ständig unhaltbare Diagnosen stellen und unsinnige Therapien vorschlagen. Das ist so, weil die Medizin sozusagen haltlos in der Luft schwebt. Sie ist überhaupt keine Wissenschaft, ihr liegen keine grundlegenden Konzepte zugrunde, sondern sie ist eine ewige, elende Flickschusterei.

Man mag anführen, daß die Orgonomie sich als allerletztes als eine solche grundlegende Theorie für die Medizin eigne, da ihre Grundannahmen so „metaphysisch“ sind, daß sie empirisch weder zu verifizieren noch zu falsifizieren sind. Das erinnert mich an die Relativitätstheorie, die ebenfalls, da sie materielle Geschehnisse mit Veränderungen am „metaphysischen“ Raum-Zeit-Gefüge erklärt, in dieser Hinsicht ziemlich fragwürdig ist. Entsprechend wird denn ja auch immer wieder behauptet, daß es keine Experimente gäbe, die die Relativitätstheorie bewiesen. Dazu sagt Hubert Goenner, Professor für Theoretische Physik in Göttingen: „Aus den geschilderten verschiedenartigen Experimenten, mit denen die Spezielle Relativitätstheorie überprüft und mit hoher Genauigkeit als eine Naturvorgänge richtig beschreibende Theorie bestätigt wurde, sehen wir (…), daß die Rede vom experimentum crucis, als einem alles entscheidenden Experiment, in der Physik in der Regel unangebracht ist. Bis eine Theorie anerkannt ist, muß ein ganzes Netz von sich gegenseitig stützenden und die Theorie in verschiedener Weise testenden Beobachtungen und Experimenten aufgebaut worden sein“ (Goenner: Einsteins Relativitätstheorien. Raum, Zeit, Masse, Gravitation. München: C.H. Beck, 2005, S. 49).

In der wirklichen Wissenschaft (und es gibt keine „wissenschaftlichere“ Wissenschaft als die Physik!) geht es eben nicht so zu, wie Karl Popper und seine Nachbeter, etwa die Vertreter der „Evidence Based Medicine“, es uns weismachen wollen! Wie um alles in der Welt will man eine grundlegende Theorie wie die Relativitätstheorie oder die Orgontheorie oder die Quantentheorie „falsifizieren“?! Es kann einzig und allein darum gehen, ob das von Goenner beschrieben „Netz“ hält oder nicht hält und wie groß die Löcher im Gewebe des Netzwerkes sind!

Mag sein, daß im Sinne des Wissenschaftsverständnisses eines Pharmakologen die orgonomische Medizin „denselben Status wie die Fußreflexzonentherapie“ hat, aber aus genuin wissenschaftlicher Sicht stellt sie ein beeindruckend eng geknüpftes, man verzeihe den Ausdruck, „Goennersches Netz“ dar!

Jeder verantwortungsvolle Orgonom wird seinen Patienten sofort zu einem Darmspezialisten schicken, wenn es irgendwo im Bäuchlein zwickt und zwackt! Aber er würde sich ziemlich verarscht vorkommen, wenn der Darmspezialist aus seiner Maulwurfsperspektive heraus sich anmaßen würde, etwas über die umfassende Funktion, die das Darmsymptom im Gesamtgefüge des Krankheitsgeschehens hat, auszusagen.