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Orgonomische Gesellschaftspolitik

21. September 2026

Am Ende von Reichs soziopolitischer Entwicklung stehen drei Einsichten:

1. Der heilsame Realismus des Konservativen steht auf einem „metaphysischen“ Fundament, das einen fatalen Irrtum verkörpert: dem Glaube an die grundsätzliche Verworfenheit des Menschen, die „Erbsünde“. Deshalb kann man ihnen die „Kinder der Zukunft“ nicht anvertrauen: sie wollen ihnen „das Böse“ austreiben.

2. Sozialismus ist naturwidrig und „krank“; eine psychische und soziale Krankheit, die die Massen immobilisiert. Er macht sie sowohl zu parasitären Tätern (sie sitzen nur da und warten darauf, daß „die Gesellschaft“ sie aus Schuldbewußtsein bedient) als auch zu Opfern von pestilenten Parasiten:

3. Die linken Mundwerker schwadronieren von „Klasseninteressen“, vertreten aber in der Tat nur ihre eigenen „rationalen“ parasitären Interessen (die Ausbeutung der Arbeitsdemokratie), gehen überwiegend jedoch ihren irrationalen Charakterzielen nach (die Zerstörung der Arbeitsdemokratie).

Den Linken kann man erstrecht nicht die „Kinder der Zukunft“ anvertrauen! Heutzutage soll den Kindern „Werte“ vermittelt werden, wobei ihnen jedoch gleichzeitig die Grundlage aller Werte, die Tugenden ausgetrieben werden. Zum Beispiel wird ihnen über die Darstellung der nationalsozialistischen KZs „Toleranz“ nahegebracht – und dabei gleichzeitig alle bürgerlichen Tugenden (z.B. Redlichkeit, Gehorsam, Mut, etc.) als üble „Sekundärtugenden“ denunziert, die die KZs erst ermöglicht hätten. Aus den Kindern werden lebensuntüchtige hohle Schwätzer, dümmliche Besserwisser und anmaßende Steinewerfer gemacht! Es fehlen die biologischen Grundlagen, es fehlt buchstäblich der Kern und die Substanz, also das, was der Konservative „Charakter“ nennt.

Ein anderes Beispiel für den Umgang mit primären und sekundären Trieben ist die Bekämpfung der Kriminalität. Linke argumentieren gegen „autoritäre“ Maßnahmen. Dadurch werde die Kriminalität nur verlagert und anderswo „entladen“. Während der Konservative mit seinem Moralismus dazu tendiert, primäre Triebe wie sekundäre Triebe zu behandeln, ist die mechanistische Sichtweise des Linken genau umgekehrt: er behandelt die sekundären Triebe (in diesem Fall die alltägliche Kleinkriminalität) so, als handele es sich um einen primären Trieb, der in jedem Fall entladen werden müsse. Natürlich ist das Gegenteil der Fall: sekundäre Triebe kann man nicht befriedigen (orgastische Impotenz), vielmehr verstärken sie sich, wenn man sie auslebt („Sucht“). Für derartige bioenergetische Einsichten fehlt dem Linken jedes Organ. Deshalb ist er gesellschaftspolitisch unzurechnungsfähig.

Die desaströsen Folgen dieser Kontaktlosigkeit zeigt beispielhaft die Entwicklungspolitik, welche genau jene mafiösen Regime in der „Dritten Welt“ am Leben erhält, die ihre Länder im Elend halten. Je mehr sie ihre Völker ausplündern, desto mehr Entwicklungshilfe bekommen sie. Verantwortungslosigkeit wird belohnt und auf diese Weise gefördert. Stereotyp fordern die Linken für die Länder der Dritten Welt „Bodenreform“, um den Hunger zu besiegen. Doch die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat gezeigt, daß Bodenreform typischerweise (angefangen beim Russischen Reich – einst die Kornkammer Europas, neuerdings in Zimbabwe – einst die Kornkammer Afrikas) zu Hungerkatastrophen und chronischem Mangel führt. Ständig wird nach staatlichen Eingriffen verlangt, um die „Auswüchse des Kapitalismus in der Dritten Welt“ einzuschränken. Schaut man sich das Leben in diesen Ländern aber genauer an, sieht man, daß der Staat durch Mißwirtschaft und Korruption die Gesellschaft systematisch zerstört; eine Gesellschaft, die nur durch die „informelle Wirtschaft“ zusammengehalten wird, also durch einen organisch gewachsenen arbeitsdemokratischen „Ur-Kapitalismus“.

Ausgerechnet die, welche die hirnrissige These vertreten, daß „wir auf Kosten der Dritten Welt leben“, haben nichts als Häme für jene übrig, die befürchten, daß ihnen das weggenommen wird, was die Armutsflüchtlinge an Unterstützung erhalten und an allgemeinen Integrationskosten verursachen. Hilfe für die Dritte Welt soll u.a. darin bestehen, daß wir selbst im Namen der „Solidarität“ so verarmen und durch Massenzuwanderung unser eigenes Boot zum Sinken bringen – auf daß wir selbst Hilfe benötigen. Deutschland hat fast 7 mal so viele Einwohner pro Quadratkilometer als die USA und mit fast 15 Prozent einen absurd hohen Ausländeranteil (die eingebürgerten Paß-„Deutschen“ nicht mitgerechnet!), so daß in den Großstädten die Deutschen in den nächsten Jahren zu einer Minderheit im eigenen Land werden und bis 2050 die Hälfte der deutschen Gesamtbevölkerung „ausgetauscht“ sein wird. Ja, eine rechtradikale Verschwörungstheorie, denn das werden natürlich alles „Deutsche“ sein! Da nur Armutsflüchtlinge ins Land kommen, ist die Arbeitslosenquote bei ihnen doppelt so hoch wie bei den (Paß-) Deutschen. Vollkommen absurd! Glaubt irgendjemand, der auch nur etwas Verstand hat, daß Spitzenkräfte ausgerechnet in die bürokratisierte Steuerhölle Deutschland einwandern wollen?! Ein sozialistisches Land, aus dem Spezialisten reihenweise auswandern! Mal abgesehen davon, was wir den Ursprungsländern antun, wenn wir ihnen die Elite nehmen.

Man betrachte nur die rot-grün regierten Städte: ein Blick in die sozialistische Zukunft! Mit jedem Stadtteil, der umkippt, wird die rot-grüne Dominanz sicherer. Nicht zuletzt durch den Stimmenzuwachs für rechtsradikale Parteien – der den Anlaß für neue „antifaschistische“ Volksfronten liefert. Im rot-grünen Kriminellen-Paradiesen sieht es fast so aus, als wären nicht etwa die Kriminellen das Hauptproblem der Politik, sondern die Polizei, die die „Bürgerrechte“ von Drogendealern gefährdet. Sie werden 30mal gefaßt und immer noch nicht in Haft genommen. Ihnen Brechmittel zu verabreichen, um an die verschluckten Beweise zu gelangen: undenkbar! Schließlich geht es um Bürgerrechte – sagt die Fassade aus „Toleranz, Entspannung und Deeskalation“. Das wirkliche Motiv ist „Emanzipation“, d.h. die Zerstörung der Gesellschaft.

Woher dieser Todestrieb? Ähnlich wie der Schizophrene (okulare Panzerug) im Verlauf der Orgontherapie zu einem stinknormalen Neurotiker (Körperpanzerung) wird, weil die Schizophrenie ein Ergebnis der neurotischen gepanzerten Gesellschaft ist, ist die linke Struktur (okulare Panzerung) aus der konservativen (Körperpanzerung) hervorgegangen – und verwirklicht deren eingangs erwähnten Fluch auf das Leben.

Deutschland und die Emotionelle Pest (23)

8. Dezember 2025

Zeitzeugen haben immer wieder berichtet, daß alle Hollywood-Streifen über den Zweiten Weltkrieg, etwa Der Soldat James Ryan, ein vollkommen falsches Bild zeichnen, egal wie sie sich bemühen, die Deutschen nicht klischeehaft zu behandeln. Sie können die damalige Wirklichkeit unmöglich darstellen, denn es war tatsächlich so, daß, wenn beispielsweise 20 deutsche SS-Männer auf eine US-Einheit von 100 Soldaten stießen, die letzteren kaum eine Chance hatten. Wenn umgekehrt 100 Amerikaner auf 20 Deutsche stießen, zogen sie sich erst in Panik zurück, ließen die deutsche Einheit unter Artilleriebeschuß setzen und trauten sich selbst erst wieder aus der Deckung, wenn jede Menge amerikanischer Panzer auf dem Schlachtfeld erschienen waren.

Daß die deutschen Soldaten mit ihren Erzählungen eigener Heldentaten nach dem Krieg durchaus nicht übertrieben haben, hat der bereits erwähnte bedeutende Militärhistoriker Martin van Creveld in seinem Buch Kampfkraft (ARES Verlag, Graz 2007) aufgezeigt, in dem er die amerikanische Armee mit der deutschen Wehrmacht verglich. Das Ranking der Kampfkraft sah demnach ungefähr wie folgt aus: 1 Waffen-SS-Mann = 2 Soldaten der Wehrmacht = 5 englische Soldaten = 10 US-Marines = 20 normale US-Soldaten. Das meinte ich, wenn ich vom „Mangel an Professionalität“ der US-Armee sprach, die dann von technischem Overkill (mit entsprechenden Kollateralschäden!) überkompensiert werden mußte, das ansonsten nicht notwendig gewesen wäre. Man denke nur an Vietnam. Das erklärt auch zum Teil den weltweiten Antiamerikanismus.

Interessanterweise ist die Kampfkraft der Armeen direkt mit der Sexualökonomie der Gesellschaften verknüpft, die sie an die Front geschickt haben! Es ist schon etwas seltsam, wenn man ein militärhistorisches Buch über die „Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945“ wie das von van Creveld liest und dabei unvermittelt ausgerechnet der Name „Wilhelm Reich“ auftaucht (S. 26). Im Kapitel über die Rolle des Nationalcharakters in der Kampfkraft der deutschen und amerikanischen Armee referiert der Autor die typischen Charakteristika, die man „dem Deutschen“ gemeinhin zuschreibt, und er fährt fort:

All dies ist zweifellos das Ergebnis einer verfrühten Erziehung zur Sauberkeit, zu der deutsche Mütter angeblich neigen. Unter Verwendung der Gedanken von Wilhelm Reich sind einige Psychologen zu dem Schluß gelangt, die Deutschen hätten einen zwanghaften analerotischen Charakter. Das führt zu Starrheit, Disziplin und Unfähigkeit zur Entspannung. Ihr Verhältnis zu Frauen wird „oft durch bewußte und unbewußte Furcht, Aggression und Verachtung bestimmt“.

Der Autor van Creveld zitiert hier eine Untersuchung aus dem Jahre 1948 (Some Psychological Hypotheses on Nazi Germany) von Kecskemeti und Leites.

Interessanterweise sind die Ausführungen über den amerikanischen Nationalcharakter weit näher an Reichs sexualökonomischen Erkenntnissen. Der Autor referiert breit ein Buch über den Unterschied zwischen Green Berets und Kriegsdienstverweigerern (D.M. Mantell: Familie und Aggression: Zur Einübung von Gewalt und Gewaltlosigkeit. Eine empirische Untersuchung, Frankfurt a.M. 1972):

Im Gegensatz zu den Kriegsdienstverweigerern wuchsen die kriegsfreiwilligen Elitesoldaten (Green Berets) in weniger harmonischen Familien auf. Zwischen den beiden Elternteilen herrschte eine Beziehung von Überordnung und Unterordnung. Es wurde in den Familien besonders auf materiellen Besitz, Sozialstatus, Arbeit und Fleiß, Ordnung und Sauberkeit, Disziplin, Anpassung, Gehorsam und körperliche Ertüchtigung Wert gelegt. Bei den Familien der späteren Kriegsdienstverweigerer waren es hingegen Güte, Freude am Leben und persönliche Leistung. Während bei den ersteren vor allem Stehlen, Lügen, Vandalismus und Ungehorsam als Sünden galten, war es bei den letzteren in erster Linie Rücksichtslosigkeit, die geächtet wurde. Außerdem waren in den „kriegerischen“ Familien Strafen und Drohungen viel weiter verbreitet.

Und schließlich:

Die Kriegsdienstverweigerer betrachteten Frauen als gleichberechtigte Partner und die Sexualität als gemeinsame Erfahrung. Obwohl zu oberflächlicher Beziehung fähig, lachten sie doch nie über Frauen oder verachteten sie. Im Gegensatz dazu waren die „Green Berets“ „bemerkenswert skrupellos und gefühllos“ in ihren Beziehungen zu Frauen. Auch waren sie männliche Chauvinisten in dem Sinne, daß sie die sexuelle Freiheit nur auf die Männer beschränken wollten. Das wiederum bedeutete, daß eine Frau, mit der sie schliefen, automatisch zu einem Gegenstand der Verachtung wurde. (van Creveld, S. 29)

Ich verweise auf meinen Vergleich von Deutschen und Franzosen in Teil 7 und natürlich generell auf Teil 2.

Leserbrief in PSYCHOLOGIE HEUTE, 1980

26. März 2025

Leserbrief in PSYCHOLOGIE HEUTE, 1980

ZUKUNFTSKINDER: 6. Das sexuelle Elend der Jugend, b. Die Bedeutung von Vorbildern

21. März 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

6. Das sexuelle Elend der Jugend, b. Die Bedeutung von Vorbildern