Posts Tagged ‘SED’

Peter ist Euer Erlöser! (Das Nasselsteinistische Manifest) (Teil 2)

11. Juni 2019

Was wäre, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte? Die Frage läßt sich ziemlich leicht beantworten, wenn man zu seinen beiden Geistesverwandten Stalin und Mao blickt, die tatsächlich „den Krieg“ gewonnen haben! Millionen sind elendig verreckt, aber Rußland sähe heute kaum anders aus, wenn es die UdSSR nie gegeben hätte. Das gleiche gilt für das heutige China. Und Hitler-Deutschland! 1975 zeigte der WDR ein interessantes Fernsehspiel, das bezeichnenderweise nie wieder die Archive verlassen hat (wenn es denn überhaupt noch existiert!): Zahnschmerzen. Hier wurde dargestellt, daß Hitler-Deutschland sich im Jahre 1975 in kaum etwas von der Bundesrepublik unterscheidet. Die Ideologie ist vielleicht anders, aber das tägliche Leben der Menschen unterscheidet sich kaum. (Siehe auch das weithin bekannte Buch bzw. den Film Vaterland!)

Oder man nehme die sogenannte „DDR“: Die Herrschenden der SED haben sich leidlich bemüht ein wahrhaft sozialistisches Land aufzubauen und die mittleren und unteren Ebenen hatten gar keine andere Wahl als mitzuspielen, aber abseits von „sozialistischen Bekundungen und Gesten“ blühte vollkommen losgelöst von illusionären „Planvorgaben“ ein reger Tauschhandel zwischen Kombinaten und Fabriken, die Menschen haben sich eng vernetzt, um die ständige Mangelwirtschaft zu umgehen, und auf ihren Datschen ein Leben geführt, das dezidiert NICHTS mit der „DDR“ zu tun hatte. Oder wie der Ost-CDU-Politiker Peter-Michael Diestel nach der Wende auf die Wessie-Kritik, warum er sich in/mit der „DDR“ widerstandlos arrangiert hatte, sinngemäß sagte: „Ich habe mir doch von diesen roten Clowns mein Leben nicht kaputtmachen lassen!“

Was immer in der Politik geschieht, was immer für großartige „Visionen“ doch der Gesellschaft aufgezwungen werden, die Arbeitsdemokratie läuft weiter bzw. reorganisiert sich stets von selbst. Das ist so, weil sie keine „Idee“ ist, sondern sie ist die Gesellschaft selbst. Solange es Menschen gibt, die arbeiten, wird es auch die Arbeitsdemokratie geben. Lenin und Stalin haben alle „Kulaken“ umgebracht, d.h. alle, die auf dem Land mehr waren als bloße Kulis und die Roten Khmer haben sogar jeden umgebracht, der auch nur ansatzweise einen eigenen Kopf hatte, aber kein Terror ist in der Lage, den Lebensfunken zum Erlöschen zu bringen. Das sieht man ja auch bei den individuellen Biopathien: selbst wenn die lebensfeindliche Erziehung, der „elterliche Terror“, beispielsweise eine Krebsschrumpfungs-Biopathie induziert hat, pulsiert der Organismus eben auf einer tieferen Ebene weiter und sei es in Gestalt eines Tumors. Das gleiche gilt für alle denkbaren individuellen Neurosen und Krankheiten. Im trotzigen „Das Leben geht weiter!“ ist eine tiefe Wahrheit enthalten.

Auch von daher kann man alle „Erlöser“ und „Heilsbringer“, auch die vermeintlich „orgonomischen“, in die Tonne treten!

Die Antifa aus metaphysischer Sicht (Teil 2)

26. Mai 2019

Eine schöne Komposition von Antifa-Aufklebern, die ich in einer Norderstedter U-Bahn-Station aufgenommen habe. Das ganze war mir wegen den deutschnationalen Farben Schwarz-Weiß-Rot aufgefallen. Der biosoziale Bedeutungsgehalt dieses Kunstwerks ist kaum auslotbar! Es wird einem geradezu schwindelig.

Erstmal die peinlichen Anglizismen: „rebel“ statt Rebell, „fascist“ statt faschistisch, „action“ statt Aktion, „cops“ statt Bullen (ACAB = „all cops are bastards“ = alle Bullen sind Schweine), etc. Man schämt sich seines eigenen Wesens, des eigenen Volkes – und dies, obwohl beim gegenwärtigen Bildungsstand des Durchschnittsdeutschen kaum jemand weiß, was „Sale“ bedeutet oder gar „Come in and find out“. Von schwachsinnigen Begriffen wie „Handy“ oder „service point“ will ich erst gar nicht anfangen. Das ist so bemerkenswert, weil diese Rebellen sich damit, wenn man so will (und weil mir kein besserer Begriff einfallen will) „metaphysisch“, auf die Seite des Fremden stellen. Das Über-Ich, die Panzerung, also das eigentliche Substrat jedweden Faschismus, ist das verinnerlichte Fremde. Das Kind identifiziert sich mit den strafenden Eltern und damit letztendlich mit der Gesellschaft, die ihm so fremd ist wie der Spruch „Come in and find out“, weil es Angst vor Vernichtung hat. So reproduziert sich die gepanzerte Gesellschaft. Wenn dann „Antifaschisten“ sich in Anglizismen ergehen… Mind-boggling!

Es gemahnt an Freud, wenn der Aufstand gegen das „Bullenschwein“ (ACAB) neben der ultimativen Jünglingshorde steht, den Fußballfans (hier von Sankt Pauli). Die Söhne, die sich gemeinsam gegen den Urvater erheben. Ödipus in Potenz. Und dann noch die Faust, die das Hakenkreuz zerschlägt, nach Reich das unbewußte Symbol des Geschlechtsverkehrs (hier von Mama und Papa). Rebellen gegen „Rechts“, das Recht, das Althergebrachte (verkörpert durch die altdeutsch Schrift). Papas strenges Gesicht.

Wie gesagt unausschöpflich, aber der wichtigste Aspekt ist, daß im linken Charaktersyndrom gegen den Vater („das Establishment“) rebelliert wird, während der konservative Charakter mit dem Vater in Wettbewerb tritt. Von daher die Subversion und Umverteilungsmanie des Linken (Sozialismus) und der Agon des Konservativen (Kapitalismus). Das erklärt alles, was man über die Antifa wissen muß.

Es bleibt allenfalls die Frage, wogegen die Jugend in einer antiautoritären Gesellschaft auf diese Weise überhaupt noch rebelliert. Es geht hier um Tiefenpsychologie. Von daher wird nicht notwendigerweise gegen den eigenen Vater rebelliert, sondern gegen das umfassende Vaterimago. Entsprechend kann der Antifant durchaus zusammen mit dem eigenen Vater, wenn nicht sogar durch diesen ermuntert und angestachelt, gegen DEN Vater rebellieren. Ein Gutteil der Antifanten sind Kinder von Funktionären der SPD, SED, Grünen und ähnlicher rotfaschistischer Organisationen. Das Gesindel kalbt.

Der Rote Faden: Der rote Parasit

25. Juli 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Der rote Parasit

Herbert Marcuse und das sozio-politische Spektrum

27. Januar 2016

Warum sind im Osten Pegida und die AfD so stark, im Westen aber eher schwach?

Der Mensch ist keine Maschine. Menschen, die im Sozialismus der „DDR“ aufgewachsen sind, können „kapitalistischer“ sein, als jeder Wessi, wie ich persönlich immer wieder gesehen habe. Knallhart im Geschäftsleben und im Beruf, extrem geschäftstüchtig. Gleichzeitig findet man aber auch Leute, die brave Stammwähler der SED („Die Linke“) geblieben sind, der „DDR“ nostalgisch nachtrauern und die alten „sozialistischen Werte“ hochhalten. Es ist so ähnlich, wie in der individuellen Panzerstruktur: die einen wuchsen in einer asozialen Alkoholikerfamilie auf, wurden vernachlässigt und mißhandelt, und werden doch zu gesunden, praktisch ungepanzerten Erwachsenen, während die anderen unter denkbar besten Voraussetzungen rührend umhegt in einer intakten Familie aufgewachsen sind, vielleicht sogar in einer orgonomisch orientierten, und doch zu neurotischen Wracks werden. Da der Mensch keine Maschine ist, ist seine Entwicklung unvorhersehbar.

Der Mensch ist eine Maschine! Das kann man in Labors von psychologischen Instituten nachweisen, wo sich etwa messen läßt, daß Männer durch zwei richtig angeordnete Punkte und einen vertikalen kurzen Strich auf einem weißen Blatt Papier sexuell erregt werden. Wir reagieren auf primitivste Schlüsselreize genauso wie Insekten oder Amöben. Nichts anderes als Biomaschinen! Entsprechend sind wir fast beliebig manipulierbar. Beispielsweise wurden wir im Westen seit 50 Jahren im Sinne des pestilenten Charakters Herbert Marcuses flächendeckend beeinflußt und das seit den ersten Stunden unseres Lebens (Schule, Universität, Kultur, Werbung, „Wissenschaft“, Politik, Alltagsästhetik, Medien). Der Kult der Minderheiten und des Perversen und vor allem alles Außereuropäischen, die Gängelung der Sprache und eine generelle Umwertung aller Werte der autoritären Gesellschaft, Multikulti und Gendermainstreaming. In einem solchen Umfeld, d.h. unter Biorobotern, die derartig programmiert wurden, kann sonstwas passieren, etwa ein Silvesterabend in Köln: Pegida und die AfD werden niemals Fuß fassen können. Im Westen gehen der Selbsthaß, die Selbstverachtung und Selbstekel bis zur Selbstvernichtung:

Anders sah es in der „DDR“ aus. Hier haben die kommunistischen Verschwörer alles getan, damit der zersetzende Dreck eines Herbert Marcuse nicht über die Mauer schwappte. Es wurde alles getan, daß die Menschen sich mit dem Staat, der Nation, dem Volk identifizierten, die Sprache wurde (im Rahmen der kommunistischen Ideologie) funktionsfähig gehalten und generell der Dekadenz Paroli geboten. (Ähnliches läßt sich über Rußlanddeutsche sagen.) Dergestalt haben wir die paradoxe Situation, daß unter den Kommunisten mehr konservativ strukturierte Menschen aufgewachsen sind, während im freien Westen das rote Gesindel, zu einem Gutteil KINDERFICKER, die Freiheit hatte, jene Seelenkrüppel heranzuzüchten, Pack, die letzte Mischpoke, das heute Die Grünen und eine verbrecherische Organisation wie die SPD in die Parlamente wählt.

Eine Ironie der Geschichte, daß nun ausgerechnet die ehemaligen Bürger der „DDR“ die einzige Kraft sind, die unser Vaterland noch retten können!

Da der Mensch keine Maschine ist, kann man sein Verhalten unmöglich genau voraussagen, aber immerhin gelingt das mit den Verhaltenstendenzen der überwiegenden Mehrheit von größeren Gruppen. Das ist der Bereich der Charakterologie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zeitigen die und die Erziehungsarten die und die Charaktere, wie von Wilhelm Reich und Elsworth F. Baker beschrieben.

Hier die klassische Aufstellung des soziopolitischen Spektrums nach Elsworth F. Baker:

Während sich auf der rechten Seite des Spektrums seit Baker nichts geändert hat, sehen die Orgonomen die linke Seite heute etwas anders. Der Sozialist hat mit dem pseudoliberalen „modernen Liberalen“ sozusagen den Platz getauscht. Der Sozialist träumt von „wirklicher Gerechtigkeit“, d.h. das abstrakte Versprechen des Liberalismus nach „Freiheit“ soll auch gesellschaftlich durchgesetzt werden. Die wirtschaftlichen Ursachen der Ungleichheit sollen bekämpft und damit erst die materiellen Voraussetzungen für die Freiheit geschaffen werden. Das ist klassisches sozialdemokratisches Gedankengut. Der pseudoliberale „moderne Liberale“ ist hingegen alles andere als nur ein „konsequenter Liberaler“, sondern der Todfeind jedes Liberalismus. Er ist die Verkörperung der extrem illiberalen „political correctness“, sozusagen die bildungsbürgerliche Variante des mörderischen Kommunisten. Er geht über Leichen. Wenn es seinen Zielen entgegenkommt, sollen die Massen ruhig leiden, hungern und verrecken!

Gehen wir von der Mitte nach rechts:

Da haben wir zunächst den Konservativen, wie er uns beispielsweise im größten deutschen politischen Blog, Politically Incorrect, entgegentritt.

Extrem Konservatives findet sich auf nationalistisch-völkischen Seiten, etwa von Burschenschaften.

Reaktionäres findet sich etwa bei fundamentalistischen Katholiken, nichts als moralinsaurer Haß.

Wie es aussieht, wenn der pure Obskurantismus bei „deutschen Patrioten“ durchbricht zeigt sich bei Neoheiden und „Reichsdeutschen“.

Reich hat das alles in seiner Massenpsychologie des Faschismus eingehend analysiert.

Nun von der Mitte nach links:

Einen ehrlichen, konsequenten klassischen Liberalismus findet sich auf Die Achse des Guten.

Typisch für diese Denkungsart ist ein Faible für das urbane Leben, den „Kosmopolitismus“ und ein Hang zu einer mechanistischen Lebensanschauung („Skeptizismus“).

Den Weg weiter nach links brauchen wir hier nicht zu verfolgen, weil heutzutage praktisch alle Medien und alle Parteien eine sozialistische Gesinnung vertreten. Die Volksparteien sind durch und durch sozialistisch geprägt. Die sogenannten „Grünen“ und Die Linke sind nichts weiter als Emotionelle Pest links vom Sozialismus. Ich werde mich hüten, diesen apokalyptischen Abschaum hier auch noch zu verlinken!

Die von Baker eingeführte Betrachtungsweise wird zweifelhaft, weil sie offensichtlich nur für die einigermaßen stabile autoritäre Gesellschaft vor den 1960er Jahren gilt. (Baker formulierte seine sozio-politischen Gedanken Anfang der 1960er Jahre.) Mit dem Zerfall hin zu einer antiautoritären Gesellschaft kam es zu absurden Verwerfungen, die das Konzept eines „sozio-politischen Spektrums“ scheinbar ad absurdum führen. Man denke nur einmal an die Grünen, wo man anfangs nicht so recht wußte, ob nun Heinrich Himmler oder Stalin auferstehen würden.

Ich kann mich sehr gut an eine der ersten Sendungen mit „Ekel Alfred“ und seinem linken Schwiegersohn erinnern, wo der „Nazi“ Alfred erzreaktionäre ökologische Thesen vertrat und gegen die Kernkraft wetterte, während sein fortschrittsoptimistischer sozialdemokratischer Schwiegersohn souverän die moderne Lebensmittelindustrie, Atomkraftwerke, etc. als Garant des Fortschritts pries und gegen den reaktionären Wurzelsepp Alfred verteidigte. Das neo-Leninistische Konzept Herbert Marcuses hat es fertiggebracht, diese zwar gepanzerte, aber immerhin vorhersehbare Welt zu kippen. Da der technische Fortschritt nicht mehr gegen, sondern im Widerspruch zu Marx‘ Vorhersage für den Kapitalismus arbeite, müsse, frei nach Lenins Devise „Je schlechter, desto besser!“, das Wirtschaftsgetriebe mit „ökologischen“ Forderungen zerstört werden. Je mystischer, fortschrittsfeindlicher, von irrationalen Ängsten getriebener und „bekloppter“ die Massen werden, desto besser!

Die Situation ist mittlerweile soweit gediehen, derartig viele Menschen hängen krankhaften Phantasien etwa über „Chemtrails“, „9/11“, „Illuminati“ und ähnlichen Geistesblähungen an, daß ab und an die Vertreter des rechten Spektrums, die an sich für derartigen Obskurantismus prädestiniert sind, den klareren Durchblick zu haben scheinen.

Das ganze kann einen ziemlich runterziehen, deshalb hier die Erinnerung, daß es unverstellte Emotionen gibt, daß das Leben ein überspringendes inneres Feuer ist und wozu der Mensch in der Lage ist, wenn er mit der kosmischen Orgonenergie mitschwingt. Lichtjahre jenseits von Modjus wie Marcuse:

Die sozio-politische Charakterologie Elsworth F. Bakers am Beispiel der Bundestagsparteien

3. Dezember 2012

Die von Elsworth F. Baker 1967 vorgestellte sozio-politische Charakterologie bzw. deren leichte Modifikation durch Charles Konia (The Emotional Plague, 2008) sieht wie folgt aus:

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Nach links hin von einer hypothetischen „gesunden Mitte“ haben wir der Reihe nach den Liberalen, den Sozialisten, den Pseudo-Liberalen und den Kommunisten. Es ist kaum bis gar kein Kernkontakt vorhanden und die Fassade dient der Abwehr gegen die mittlere Schicht, um beim Kommunisten zu kippen, d.h. in den Dienst der mittleren Schicht zu treten. Man denke nur an die unterschiedlichen Funktionen des Pazifismus bei der westlichen Linken in den 1980er Jahren („atomfreie Zonen“) und des damaligen „Pazifismus“ der nuklear aufrüstenden UdSSR.

Nach rechts hin haben wir den Konservativen, den Erzkonservativen, den Reaktionär und den Schwarzen Faschisten. Hier ist mehr Kernkontakt vorhanden, wenn auch zu einem Gutteil mystisch verzerrt. Die Fassade drückt nach rechts hin immer prominenter und nackter die mittlere Schicht aus. Das macht etwa das berühmte „Faszinosum“ des Nationalsozialismus aus: „es wird die Sau rausgelassen“.

Es bringt wenig bis nichts, diese Aufstellung auf die deutsche Parteienlandschaft zu übertragen, da diese generell nach links verschoben ist und da jede Partei „eine Welt für sich ist“ mit einer jeweils komplexen Geschichte. Gehen wir die Parteien deshalb nacheinander durch:

Die Grünen waren eine Sammlungsbewegung aus den Erben Rudi Dutschkes, liberal gesinnten „Bürgerrechtlern“ und echten Ökologen, d.h. „Konservativen“ im eigentlichen Sinne des Wortes. Die beiden Extreme der Partei, echte charakterologische Kommunisten wie Jutta Ditfurth auf der einen und Menschen des „rechten Spektrums“ auf der anderen Seite, wurden sehr schnell aus den Reihen der Partei weggegrault bzw. verließen sie enttäuscht, weil diese eine „FDP mit grünem Anstrich“ geworden sei oder, auf der anderen Seite, sich als „Wassermelone“ entpuppt habe: außen grün, innen rot. Was blieb, waren vollkommen kontaktlose „pazifistische Liberale“, die von Pseudoliberalen, die so taten, als wären sie selbst ebenfalls genuine Liberale, mißbraucht wurden.

Nachdem Kommunisten erst einmal mit Hilfe der Liberalen und Sozialisten an die Macht gekommen sind, sind nicht etwa wie vorher die Konservativen ihr Hauptfeind, sondern ihre ehemaligen liberalen und sozialistischen Bundesgenossen. Nichts kann eine kommunistische Herrschaft weniger brauchen als „subversive“, „kritische“ Geister und Leute, die nach „Solidarität“ („Fraktionsbildung“!!) rufen. Was sie braucht sind willfährige Untertanen, die sich nicht viel um Politik scheren bzw. tun, was ihnen gesagt wird. Wenn die Kommunisten diesen „konservativen“ Bevölkerungsanteil mit Versatzstücken der kommunistischen Ideologie indoktrinieren können, um so besser! Beim Untergang des Kommunismus fand man entsprechend Liberale und Sozialisten eher bei den Regimegegnern als bei den Parteimitgliedern der SED/PDS. Zwar stirbt langsam das alte konservative Milieu der DDR weg, doch sind wohl immer noch weite Kreise der Parteimitglieder und Wähler der Linken in Ostdeutschland eher konservative Charaktere. In Westdeutschland ist das vollkommen anders, was die Partei Die Linke immer wieder an den Rand der Spaltung führt, denn hier dominiert das charakterologisch extrem linke Spektrum die Partei.

Die SPD war in den Industriezentren und Metropolen Westdeutschlands so etwas wie die „SED des Westens“. Noch heute kontrolliert sie in weiten Teilen den gesamten Staatsapparat und die Medien, in NRW praktisch flächendeckend. Wie im Fall der SED war auch hier ein Großteil der Mitglieder, erst recht aber der Wähler, eher konservativ strukturiert. Das änderte sich spätestens in den 1970er Jahren, als die ehemalige Arbeiterpartei zunehmend eine Partei der Pseudointellektuellen wurde. Zentrum der Partei war natürlich stets die sozialistische Ideologie von „Gerechtigkeit“ und „sozialem Ausgleich“. Entsprechend findet die SPD erst seit kurzem zu sich selbst, da nun die sozialdemokratische Ideologie besser zur durchschnittlichen Charakterstruktur der Parteimitglieder paßt.

Am authentischsten waren seit jeher die beiden „bürgerlichen Parteien“ CDU/CSU und FDP, denn hier stimmte die offizielle konservative bzw. liberale Ideologie stets mit der jeweiligen Charakterstruktur der Parteianhänger überein. Wenn man mal von manchen sozialistischen Absonderlichkeiten am Anfang der Parteigeschichte der CDU absieht und davon, daß ausgerechnet die FDP lange Zeit geradezu ein Auffangbecken für „alte Kameraden“ war. Durch die Verschiebung des soziopolitischen Spektrums nach links ist von der genannten „Authentizität“ wenig geblieben. Nicht von ungefähr spricht man von der zunehmenden „Sozialdemokratisierung“ der CDU.

Die FDP hätte die Chance gehabt, als „Partei der Freiheit“ zu überleben, hat aber Selbstmord verübt, weil der Liberale bei all seinen hehren „Prinzipien“ wankelmütig ist. Wegen seiner Struktur und der ihr inhärenten Kontaktlosigkeit kann er sich dem Linkstrend nicht entgegenstellen. Der Konservative ist den Linken ebenfalls ausgeliefert, weil er an Werte wie Fairneß und „Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden!“ glaubt. Werte, auf die die extreme Linke, insbesondere der Kommunist, spuckt!

Die Spaltung der Partei Die Linke in Ost und West

4. Juni 2012

Das drohende Auseinanderbrechen der Partei Die Linke in Ost und West, die auf dem gestern beendeten Parteitag wie ein Damoklesschwert über der Partei hing, ist ein Paradebeispiel für die bio-soziologische Charakterologie.

Grob gesagt haben wir es in den neuen Bundesländern mit einer (im übrigen hoffnungslos überalterten) Volkspartei zu tun, die aus einem sozialen Milieu hervorgegangen ist, das nach dem Krieg einem ganzen Land aufgezwungen worden war. Die „DDR“ war offiziell „realsozialistisch“, doch die Menschen, die zufällig auf dem Hoheitsgebiet der „DDR“ lebten, repräsentierten zu einem Gutteil alles andere als eine „sozialistische Charakterstruktur“. Das durchschnittliche SED-Mitglied und sogar (vielleicht sogar erst recht!) Mitglieder der Stasi waren von ihrer Charakterstruktur und den damit einhergehenden alltäglichen Wertvorstellungen vielleicht sogar eher konservativ. Ideologisch mögen sie von „der Sache“ zwar überzeugt gewesen sein und diese „Gesinnung“ auch über die Wende hinaus gerettet und ihren Kindern vermittelt haben, aber charakterstrukturell ähnelten und ähneln sie eher dem rechten SPD-Wähler und sogar dem durchschnittlichen CDU-Wähler in Westdeutschland.

Ganz anders sieht die Sache bei den Mitgliedern von Die Linke in Westdeutschland aus. Hier finden wir fast durchweg Leute, die aus rein charakterologischen Gründen zu Die Linke gefunden haben. Es sind von ihrer Charakterstruktur her Kommunisten. Das und nicht irgendwelche ideologische Auseinandersetzungen, die letztendlich nur Rationalisierungen sind, erklärt auch den Haß von dem Gregor Gysi sprach, als er die Zustände in der Bundestagsfraktion von Die Linke beschrieb.

Hier treffen in ein und derselben Partei soziopolitische Charakterstrukturen aufeinander, die wie Materie und Antimaterie reagieren. Die einen wurden in Zusammenhänge hineingeboren, aus denen sie sich langsam wieder lösen wollen (durch eine Annäherung an die Grünen und die SPD), die anderen wollen sich umgekehrt aus eben diesen „bürgerlichen Zusammenhängen“ befreien und „Fundamentalopposition“ betreiben. Die einen streben letztendlich die Stärkung der bürgerlichen Demokratie an, die immer einen starken linken Flügel braucht, während die Agenda der westdeutschen Sektierer letztendlich die Zerstörung dieses „Ausbeutersystems“ ist.

Zugespitzt könnte man sagen, daß es den ersteren darum geht, die Nachwirkungen des Roten Faschismus zu bewältigen, der ihrer Charakterstruktur an sich fremd ist. Den letzteren geht es ganz im Gegenteil darum, in Befolgung ihres „charakter-strukturellen Zwangs“ ein neues rotfaschistisches System zu errichten, d.h. anderen aufzuzwingen.

Hier noch einmal die Roten Faschisten, die mittlerweile wieder aus dem NRW-Landtag rausgeflogen sind. Eine Sozial-„Wissenschaftlerin“, eine Gymnasiallehrerin (sic!), eine promovierte Sozialarbeiterin, eine Lehrerin (sic!)…

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