Archive for September 2014

Psychopharmakotherapie – Psychotherapie – Orgontherapie

30. September 2014

Evan Mayo-Wilson (Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health) et al. konnten in einer Metaanalyse von 101 klinischen Studien nachweisen, daß nicht etwa Medikamente, sondern Gesprächstherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, sich am besten für soziale Angststörungen eignet.

Das ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert, denn ursprünglich galten Psychopharmaka als Erlösung von der Psychoanalyse, die im psychiatrischen Alltag ihre Versprechungen in keinster Weise hat einlösen können. Und zweitens ist es zumindest in den USA so, daß die Psychiater fast vollständig die Psychotherapie aufgegeben und sich ganz auf das bloße Verschreiben von Pillen spezialisiert haben. Die vermeintlich minderwertige Psychotherapie wird Laien (d.h. Nichtmedizinern) überlassen. Aber offensichtlich hat die Psychiatrie aufs falsche Pferd gesetzt! Psychotherapie ist nämlich nicht nur effektiver, sondern hat im Gegensatz zu den Psychopillen auch dauerhafte Auswirkungen auch lange nach Ende der Behandlung.

Nicht nur die Psychiatrie, sondern das gesamte Gesundheitswesen ist fehlgegangen, denn es gib einen eklatanten Mangel an ausgebildeten Psychotherapeuten, so daß der Griff zur Pille auch von daher fast zwangsläufig ist.

Für die Studie analysierten Mayo-Wilson und seine Kollegen Daten von über 13 000 Patienten, die alle unter schwerer und langanhaltender sozialer Angst litten. 9 000 erhielten die übliche Medikation oder ein Placebo, 4 000 erhielten eine Psychotherapie. Nur wenige der analysierten Studien untersuchten die Kombination von Medikation und Gesprächstherapie. Es gab keinerlei Evidenz dafür, daß eine kombinierte Therapie besser als eine pure Gesprächstherapie ist!

Im Vergleich der Gesprächstherapien erwies sich die kognitive Verhaltenstherapie im Einzelsetting als am effizientesten. Wenn es denn nicht anders gehe, seien unter den Medikamenten die SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) am wirksamsten. Doch könnten Medikamente mit schweren Nebenwirkungen verbunden sein, viele Menschen sprächen überhaupt nicht auf sie an und die Symptome würden nach Absetzen der Pillen wiedereinsetzen. Bei sozialen Angststörungen sollten Medikamente deshalb immer nur die zweite Wahl sein.

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie dreht sich alles um die Beziehung zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen. Den Patienten soll dabei geholfen werden, ihre irrationalen Ängste anzugehen und ihr Ausweichen vor sozialen Kontakten zu überwinden. Sie sollen sich ihrer Angst stellen und lernen unangenehme Erregungszustände auszuhalten, d.h. die Orgonenergie und ihre Bewegung. Das ist genau der Gegenteilige Ansatz zur Psychopharmakologie, wo es darum geht, das Erregungsniveau zu senken und die Patienten im wahrsten Sinne des Wortes „cooler“ zu machen.

Die Nähe der Verhaltenstherapie zur Orgontherapie ist evident! Charles Konia schreibt über die Verhaltenstherapie:

Das rationale Element der Verhaltenstherapie befaßt sich mit dem Problem der Toleranz für Energie, etc. Darüber hinaus wird die lebenswichtige Bedeutung des orgonotischen Kontakts zwischen Patient und Therapeut nicht vollständig erkannt. Ihr Vorhandensein in der therapeutischen Beziehung ist eine Sache des Zufalls.

Genau das ist der Beitrag, den die Orgontherapie leisten kann. Es geht dabei nicht um spezielle Techniken, etwa „körpertherapeutische“ Interventionen, sondern darum, jeweils das zu tun, was langfristig einen geregelten Energiehaushalt sichert. Wie das geschieht, ob mit Techniken der Psychoanalyse, der Verhaltenstherapie, der Körpertherapie oder sonstigem, ist von sekundärer Bedeutung. Entscheidend ist, was der orgonotische Kontakt diktiert. In der Verhaltenstherapie hingegen wird mit festgelegten „Manualen“ gearbeitet und der Patient kann nur hoffen, daß der Verhaltenstherapeut seine Interventionen mit Feingefühl und im Sinne des gesunden Menschenverstandes durchführt. Der tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapeut kann sich dann gegebenenfalls mit dem beschäftigen, was in der mechanisch vorgehenden Verhaltenstherapie unangetastet geblieben ist. Im schlimmsten Fall werden die Symptome „kognitiv verarbeitet“, d.h. sie werden durch Gehirnpanzerung und die damit einhergehende Kontaktlosigkeit gebunden. Das war mehr oder weniger explizit Freuds Therapiekonzept („bewußte Verurteilung der Triebe“).

Letztendlich geht es in den gängigen Therapien immer darum die Energie des Organismus zu drosseln, zu binden oder zu „konditionieren“. Nichts davon funktioniert wirklich, weil sich die Natur nicht bändigen läßt. Es gibt nur einen Weg: das Lebendige seiner Bestimmung nach sich frei entfalten lassen, d.h. die Herstellung von Selbstregulation (Orgontherapie).

orgonthzwm

Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 9)

29. September 2014

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Peter Crist: Die biosoziale Grundlage der Familien- und Paartherapie (Teil 9)

acologo

Gegenorgonomie (Teil 2)

24. September 2014

Bereits Reich selbst mußte mit der sich formenden „Gegenorgonomie“ ringen. Beispielsweise hat er sich vehement gegen die „Urreichianer“ Paul Ritter und David Boadella gewehrt.

Reich zitiert in seinem Orgone Energy Bulletin (Vol. IV) den Partisan Review (1952):

An der Universität (…) wurde Billie (…) in die avangardistische Welt von Rimbaud und Wilhelm Reich eingeführt.

An der gleichen Stelle bespricht Reich das Buch Faces in the Crowd (1952) von David Riesman:

Eine der Personen, die er untersucht, ist ein heranwachsender Junge, der ein „Reichianer“ ist. (…) Es hat (…) seinen Wert für die Beschreibung wie der „Reichianismus“ sich einem heranwachsenden Jungen darstellt und fügt eine weitere Illustration in bezug auf die Verdrehung der Sexualökonomie durch die Leute hinzu.

Baker schrieb Anfang der 60er Jahre:

Nur die „abscheulichste Entstellung“ orgonomischer Wahrheit (…) könnte [Reichs] Arbeit, seine Denkweise und seine Hoffnungen für die Menschheit mit denen moderner Liberaler, Linker und Beatnik-Bohemiens gleichsetzen, die auf die eine oder andere Weise versucht haben, sich mit der Orgonomie zu identifizieren. (Der Mensch in der Falle)

Zu diesen Leuten gehörten William Burroughs (Yage Letters), Ed Sanders und Tuli Kupferberg (The Fugs), Paul Goodman, Norman Mailer („Der apokalyptische Orgasmus.“ „Jazz ist Orgasmus.“) und viele andere.

In dem Film WR – Die Mysterien des Organismus (1971) von Dusan Makevejew, der ein polymorph-perverses Bild der Orgonomie präsentiert, war der genannte Tuli Kupferberg zu sehen. Helmut Salzinger (Rock um die Uhr, Head Farm, Odisheim 1982) zitiert ihn wie folgt:

„Ich sage (…) das Ziel der Revolution ist die Abschaffung der Onanie.“ Und seine Version der Internationale heißt „Intersexionale“ (…) „Es sind die kranken und sexlosen Seelen, die den Krieg verursachen,“ sagt Kupferberg und bringt damit die Lehre des Psychoanalytikers und abtrünnigen Freud-Schülers Wilhelm Reich auf einen einzigen Satz.

Für Reich war, wie er einmal seiner zeitweiligen Sekretärin Lois Wyvell sagte, Jazz und Rock „Ficker-Musik“.

Die englische Gruppe Hawkwind sang auf der 1973 erschienenen LP Masters of the Universe über einem entsprechend treibenden Baß-Riff in ihrem Song Orgone Accumulator:

I’ve got an orgone accumulator and it makes me feel greater.

Mag sein, daß hier Boadellas Einfluß im Swinging London zum Tragen kam. Wie vielleicht auch im autobiographischen Buch Groupie (1969) von Jenny Fabian, wo einer auftritt, der Wilhelm Reich studierte, „Vorlesungen über ihn“ belegt, einen ORAC gebastelt hat und verzweifelt versucht, sie klitoral orgasmisch zu machen.

1975 hat die Para-Punk-Sängerin Patti Smith den Song Birdland veröffentlicht, der, inspiriert durch Peter Reichs Erinnerungen an seinen Vater in A Book of Dreams (deutsch Der Traumvater, München 1975), von Wilhelm Reich und UFOs handelte.

Zehn Jahre später wurde die Pop-Sängerin Kate Bush durch das Buch zu ihrem Song Cloudbusting inspiriert. Im dazugehörenden Videoclip ist Donald Sutherland als Reich zu sehen, der mit seinem Sohn Peter an einem schrullig-viktorianischen Ding herumhantiert, das entfernt wie ein Cloudbuster aussieht. Schließlich wird er von Regierungsbeamten wegen dieser Tätigkeit verhaftet. Eingebaut in die Szenenfolge ist ein Exemplar von A Books of Dreams und ein Foto von Reich und Peter zu sehen.

Es geht wohl noch an, wenn sich Neurotiker gegenseitig quälen, aber leider wird es immer offensichtlicher, daß die menschliche Struktur für die Aktivitäten der Reichianer ein viel zu beschränktes Feld ist. Es beginnt mit medizinischen Quacksalbern und endet bei Cloudbuster-Dilettanten, die die atmosphärische Situation nur verschlimmern und ganze Landschaften gefährden!

Man sollte nie aus den Augen verlieren, daß der Reich-Cloudbuster das machtvollste Instrument der Orgonomie ist und daß die Orgonenergie der Ursprung aller anderen Energiearten, einschließlich der Nuklearenergie, ist. Der Orgoningenieur hantiert mit der größten Macht, die je dem Menschen zur Hand gereicht wurde. Jeder Orkan, der von einem Cloudbuster-Operateur umgelenkt wird, hat mehr Energie als Hunderte von Atombomben.

Dem Reichianischen Magazin emotion (Nr. 3, 1981) habe ich den folgenden Ausschnitt aus einem Interview mit den französischen Reichianern Roger Dadoun und Gerard Ponthieu (dem Directeur de la Publication der eingegangenen Reichianischen Zeitschrift La Revue Sexpol) entnommen. Er handelt von einer Cloudbuster-Operation ihres „Laboratoire d’Orgonomie Generale“ (später „Laboratoire d’OrthoGenetique“):

In Frankreich existiert eine Gruppe, die mit den „Cloudbustern“ (von Reich entwickelte Geräte zur Beeinflussung des Wetters [natürlich hat er sie entwickelt, um DOR zu beseitigen, PN]) arbeitet. Vergangene Woche war ich mit diesen Leuten zusammen in der Provinz, auf dem Land, um diese Geräte einzusetzen. (…) Dreimal hat es funktioniert, aber klimatologisch hat es Probleme gegeben. Der Himmel war zu geladen. Die atmosphärische Zusammensetzung hat sich sehr stark verändert aufgrund der sogenannten atomaren Experimente. Das gleiche trifft auch für die Orgonenergie zu. [sic!] Die Radioaktivität ist so stark geworden, daß es immer schwieriger wird festzustellen, wann man damit operieren kann. In einem bestimmten Augenblick gab es ein solches Unwohlsein um diesen „Cloudbuster“ herum, daß man die gesamte Arbeit unterbrechen mußte. Obwohl man in diesem konkreten Fall nicht von Radioaktivität sprechen konnte, denn die Geigerzähler zeigte keinen wesentlichen Ausschlag. […] Der Himmel war zu beeinträchtigt, um eine Serie von interessanten Experimenten machen zu können. Außerdem braucht man eine ganze Anzahl von „Cloudbustern“. Das war ja immer der Ausgangspunkt von Reich, mehrere von diesen Geräten zu haben, um interessante Experimente machen zu können. Das war bei uns nicht der Fall.

Wozu gebraucht man einen Cloudbuster eigentlich, wenn nicht die atmosphärische VerDORung einen dazu zwingt?! Und ist es in diesem Zusammenhang wirklich angebracht von „interessanten Experimenten“ zu sprechen?

Im Reichianichen Magazin Wilhelm Reich Blätter erschien 1980 (Heft 3) die folgende Anzeige:

Suche erfahrenen Partner für Cloudbuster-Versuche im August 1981 auf Formentera (Balearen). Unterbringung geregelt.

In einem nicht datierten Brief an „die Unterstützer des Life Energy Action and Research Network“ (das das eingestellte International Journal of Life Energy herausgab) wurde das folgende bekanntgemacht:

Obwohl wir zur Zeit nicht publizieren, ist LEARN immer noch eine Organisation für Reichianische Forschung. Diesen Sommer [1981] hoffen wir zur Kontrolle des Wetters [mit dem Cloudbuster] zu kommen.

Es gibt kein größeres Verbrechen als das Herummanipulieren an den uns allen gemeinsamen Quellen des Lebens. Doch genau dies wird Tag für Tag von diesen Reichianischen Autoritäten angestrebt. Und mit was für einer Grundeinstellung!

Der Berliner „Künstler“ Christoph Keller hat 2003 in New York „Wilhelm Reichs Regenmacher-Maschine“ „reaktiviert“.

Keller habe den Cloudbuster „rekonstruiert“ und in den letzten Monaten „Experimente“ auf den Dächern von New Yorker Wolkenkratzern durchgeführt.

Wie es der Zufall will, trafen seine Experimente mit einer nahezu präzedenzlosen Schlechtwetterperiode zusammen. (…) Keller erinnert mit der Wiederaufführung der „Cloudbuster“-Experimente daran, daß der Himmel (…) wie das unterdrückte Unterbewußte anmutet, das es mittels angewandter Orgonpraxis zu entladen, ja, zu befreien galt.

Diese zwei Teile über die „Gegenorgonomie“ waren eine geradezu lächerlich oberflächliche Skizze des Phänomens „Reichianismus“. Vertieft wird das in der umfangreichen Sammlung meiner Rezensionen „Reichianischer Bücher“.

Suffer the Children

21. September 2014

jeromeedenseite

Der Text ist wichtig, weil in einer orgonomischen „Niemandszeit“ geschrieben wurde: im Jahr nach dem Tod von Wilhelm Reich. Im Anschluß an Reich macht sich Eden Sorgen über einen „bio-kosmischen“ Zeitumbruch: die „Mechanisierung“ der Atmosphäre und der Menschen, die in dieser Atmosphäre leben. Genau das ist kurz danach eingetreten: um 1960 herum kam es zu einem der dramatischten Einbrüche der Menschheitsgeschichte – aus der autoritären wurde die antiautoritäre Gesellschaft.

Jerome Eden: Suffer the Children: Danksagung und Vorwort

Islam und Rassismus

20. September 2014

Kaum brennt irgendwo eine Moschee, gibt es einen Kurzschluß in einem Wohnhaus mit „Südländern“ oder wird auf einem Moscheebauplatz etwas Schweinefleisch entdeckt, reisen Vertreter höchster Staatsämter an, um ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen. So jetzt wieder Sigmar Gabriel anläßlich des ungeklärten Brandes der Mevlana-Moschee in Berlin-Kreuzberg. pi-news berichtete darüber. In einem PI-Leserkommentar dazu, wird alles Notwendige gesagt:

Brandanschläge auf Moscheen, Synagogen und Kirchen seien immer auch „ein Anschlag auf das Zentrum der Gesellschaft“, sagte der Vizekanzler am Sonnabend.

Dummes Zeug. Blödes Phrasengedresche. Moscheen sind nicht das Zentrum der Gesellschaft.

Gerade angesichts des Konflikts im Irak gelte es, ein Zeichen des friedvollen Zusammenlebens der Religionen zu setzen, es dürfe keinen Kampf der Kulturen geben.

Hier in Deutschland war fast 70 Jahre alles ruhig und friedlich, bis Moslems ununterbrochen und penetrant damit begannen, unsere Gesellschaft in genau den Moslemkäse umzuformen, der für islamische Gesellschaften typisch ist. Dazu gehört auch das pausenlose Beschwören von “Christen, Juden und Moslems”.

Unsere Gesellschaft ist weitgehend säkular mit christlicher Geschichte! Mit geht dieses Religionsgejaule auf die Nerven. Und Gabriel, übrigens: Wenn Anschläge auf Kirchen Anschläge auf das “Zentrum der Gesellschaft” sind, warum höre ich von dir nie was, wenn z.B. Antifanten, Satanisten, Moslems, Linke, Gelangweilte Kirchen anzünden und sich darüber öffentlich ein Loch in die Mütze freuen?

Hier: Auf der Seite der Freiburger Antifa wird am Heiligen Abend 2013 triumphierend folgende Bilanz gezogen:

In Südbaden wurden dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit gleich zwei Kirchen angezündet. In Eimeldingen wurde beim Brand am 26. November die Orgel vollständig zerstört, ohne dass der zündelnde Schlingel erwischt worden wäre. In Ühlingen-Birkendorf verursachte ein sympathischer Brandstifter einen Riesenschaden an der Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Margareta. Im mittelbayerischen Beilngries brannte am 7. Dezember die Stadtpfarrkirche St. Walburga lichterloh und farbenfroh, ein Beichtstuhl und die Orgel wurden schwer beschädigt. Ob der Brand am 22. Dezember in der Herz-Jesu-Kirche in Aschaffenburg vorsätzlich gelegt wurde, ist zwar leider noch unklar, jedoch liegt der Verdacht erfreulich nahe, da bereits am 9. Dezember der Opferstock in der Kirche angezündet worden war. Die segensreichen Taten wurden ganz im Geiste von Papst Johannes XXIII. verübt, der einst sagte: „Tradition heißt: Das Feuer hüten, nicht die Asche aufbewahren.“

Dieser unverhohlen gefeierte “Spaß”, Kirchen und ihr Inventar abzufackeln, findet nach Bekunden jener Antifa-Gruppe seit 2009 alljährlich in der Adventszeit statt – mit verheerenden Folgen.

Kam da je was von Siggi? NEIN!

Mehr angezündete Kirchen: Garbsen. Wuppertal. Müggelheim. Eimeldingen. Ühlingen-Birkendorf.

Und noch mehr Kirchenbrandstiftungen, allein in den letzten drei Monaten 2014:
9. August:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/feuer-in-kalkumer-kirche-brandstiftung-vermutet-aid-1.4441870
3 x Geilenkichen, 1 x Kohlscheidt, Juni:
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/brandstiftung-in-kirchen-taeter-weiter-auf-freiem-fuss-1.853446
Greifswald, Juli:

http:// www. nordkurier. de/greifswald/kirche-in-greifswald-in-flammen-298688707.html

Diese Schauveranstaltung war widerlich! Aber Maizeck hat den Bruder im Geiste und Kumpel im Leibe ja schon zum Fastengebrechen eingeladen…

Was soll man noch zum absurden Affentheater „NSU“ sagen? Esther Saoub (ARD-Studio Kairo) hatte vor einigen Jahren folgendes zum „Marwa-Prozeß“ (offenbar ein stehender Begriff!) zu sagen:

Wer in Deutschland eine Muslimin beschimpft, muß bestraft werden, und wer einen kaltblütigen und heimtückischen Mord begeht sowieso.

Demnach macht es also einen Unterschied, wen ich beschimpfe? Ich würde dieses Selektieren „Rassismus“ nennen, wenn denn Islam eine „Rasse“ wäre.

Aber zurück zum Kommentar:

Gefahr kann von allen Seiten ausgehen. Doch wer sich in Deutschland negativ über Minarette oder Kopftücher äußert, muß damit rechnen, daß eines Tages auf diese Worte Taten folgen.

Wer sich „negativ über Minarette oder Kopftücher äußert“, muß damit rechnen, daß rechtsradikale Psychopathen Muslime niedermetzeln! Wer sich negativ äußert!

Damit gehört jedwede auch noch so milde Islamkritik verboten: Volksverhetzung, Aufruf zum „Rassenhaß“ und Mord!

Tatsächlich muß ich Frau Saoub sogar teilweise Recht geben. Wie in Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht dargelegt, war der Nationalsozialismus eine Reaktion auf die scheinbar unaufhaltsame Ausbreitung des Roten Faschismus. Ähnlich ist heute zu befürchten, daß es von neuem zu einem Ausbruch von wildgewordenem Kleinbürgertum kommt („Nationalsozialismus“). Wenn sich der Islam weiter ausbreitet, wird man das Aufflackern der „rassistischer“ Emotionellen Pest bald überall in der nicht-islamischen Welt beobachten können.

Das wird dem Islam letztendlich dienlich sein, ähnlich wie der Nationalsozialismus im Endeffekt die Ausbreitung des Kommunismus beschleunigt hat. Genauso hat der Angeklagte im „Marwa-Prozeß“, Alex W., ungewollt die Islamisierung Deutschlands vorangebracht wie kaum ein anderer.

Mit dem nach außen Tragen von sekundären Trieben kann man die Emotionelle Pest nicht bekämpfen. Man stärkt sie eher, weil nur noch zusätzlich Irrationalismus in den sozialen Organismus getragen wird. Das einzige, was hilft, ist kontaktvolles Denken und Handeln: das Gegenteil des „Rassismus“ einer Esther Saoub und eines Alex W., der heute vorherrscht!

Der Mörder von Fort Hood konnte trotz seines seit Jahren andauernden offen islamistischen Auftretens nur deshalb 13 Soldaten töten, weil er gemäß der kontaktlosen Political Correctness als Moslem, d.h. als Mitglied einer „potentiell verfolgten Minderheit“, sakrosankt war. Wäre er ein WASP gewesen, der sich in rechtsradikalen Kreisen bewegte und durch Nazi-Gerede auffiel, wäre er sofort aus dem Verkehr gezogen worden. Rassismus.

rassenhaß

James DeMeos Blog wurde von den Betreibern wiederholt aus dem Netz genommen, nachdem sich Moslems beschwert hatten: es würde durch die Saharasia-These Haß und Rassismus verbreitet!

Wenn hier irgendjemand „rassistisch“ ist, dann die Moslems, die sich verzweifelt bemühen, wie Araber aufzutreten, von der Kleidung bis hin zu Manierismen. Die Araber selbst wollen ihre „Rasse“ „rein“ halten, indem es für einen Nichtaraber unmöglich ist, eine arabische Frau zu heiraten. Man nenne mir nur ein Beispiel, wo ein nichtarabischer Moslem (von „Ungläubigen“ ist hier erst gar nicht die Rede!), eine arabische Muslima geheiratet hat!

In Ägypten wurde 2007 der Blogger Kareem Amer, ein 22jähriger Moslem, zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wegen „Aufstachelung zum Haß gegen den Islam“. Anläßlich der antichristlichen Ausschreitungen in Alexandria im Oktober 2005 hatte er geschrieben:

Die Moslems haben die Maske abgenommen, um ihr wahres haßerfülltes Gesicht zu zeigen und sie haben der Welt gezeigt, daß sie auf dem Gipfel ihrer Brutalität, Unmenschlichkeit und Kriminalität angelangt sind. Einige mögen denken, daß die Handlungen der Moslems nicht den Islam repräsentieren und nichts mit den islamischen Lehren zu tun haben, die von Mohammed vor vierzehn Jahrhunderten eingeführt wurden, aber die Wahrheit ist, daß sich ihre Handlungen nicht von den Lehren des Islam in seiner ursprünglichen Form unterscheiden.

Die Politisch Korrekten wollen auch im Westen derartige „Islamophobie“ strafbar machen! Dabei hatte Amer untertrieben: der „Islamische Staat“ hat in Syrien und im Irak haben gezeigt, daß es immer noch eine Steigerung der islamischen Barbarei gibt.

Bezeichnenderweise sind auch die linksliberalen Verteidiger der „Rechte“ der Moslems voll von Rassismus. Dazu nochmal zurück nach Fort Hood. Damals redete sich die Doppelfrau an der Spitze der deutschen Justizverwaltung um Kopf und Kragen:

Im Rahmen des Sonntagsstammtisches des Bayerischen Rundfunks sprach sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger angesichts des Anschlages von Fort Hood dafür aus, daß Muslime nicht eingesetzt werden sollten, wenn sie dabei gegen ihre Glaubensbrüder „agieren“ müßten – und dort nicht eingesetzt werden wollen.

Wie einer der Leser von Politically Incorrect anmerkte, bedeutet das nichts anderes, als daß, Frau Leutheusser-Schnarrenberger zufolge, Moslems prinzipiell nicht in diese Gesellschaft zu integrieren sind! Die letztendliche Loyalität von Moslems gilt, wenn man Frau Leutheusser-Schnarrenbergers Einwurf zuende denkt, immer und überall einzig dem Islam.

Wenn wir (mit Blick auf Fort Hood) nicht mal Soldaten islamischen Glaubens trauen können, wie können wir dann überhaupt irgendeinem Moslem vertrauen?

Dieses Land ist noch kein Polizei-, sondern ein Rechtsstaat, der sich weitgehend darauf verlassen muß, daß sich die Bürger an die Gesetze halten und beispielsweise nicht systematisch die Sozialkassen ausplündern. Dieser Staat kann nicht liberal und freiheitlich bleiben, wenn sich eine ständig wachsende Gruppe in dieser Gesellschaft diesem Land gegenüber im Grundsatz nicht verpflichtet fühlt, sondern es nur ausnutzt.

Wie viele radikale Moslems sind mittlerweile Bürger dieses Landes mit allen Rechten? Bürger, deren Interessen dieses Land auch im Ausland vertreten muß!

Ich erinnere nur an das „CIA-Opfer“ Khaled el-Masri. Die ganze haarsträubende Geschichte findet man bei Wikipedia.

Wenn es überhaupt einen Skandal gab, dann ist er darin zu suchen, daß dieser Mann deutscher Staatsbürger werden konnte. Unser deutscher Mitbürger Khaled el-Masri war seit Jahren regelmäßiger Besucher der Moschee im „Multikulturhaus“ (!) in Neu-Ulm und des Islamzentrums in Ulm, zwei Hochburgen des radikalen Islam („Islamismus“) in Deutschland. Auch pflegte er enge Kontakte zum Al-Kaida-Aktivisten Reda Seyam. Und was machte Frau Leutheusser-Schnarrenberger? Unter dem Stichwort „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit (Art. 2 I)“ schrieb sie über Der Fall Khaled el Masri. Regierungen im Zwiespalt zwischen Terrorbekämpfung und Menschenrechten. Die Herausgeber des Bandes Grundrechte-Report 2006 meinten damals:

Nichts geändert hat sich auch an der Grundthese der Herausgeber, Jahr für Jahr durch die Realität bestätigt, daß ernsthafte Gefahren für unseren freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat mit seinen Bürger- und Menschenrechten weniger ausgehen von sog. Verfassungsfeinden und verfassungsfeindlichen Bestrebungen, sondern in erster Linie vom Staat und seinen Institutionen, und daher der Schutz der Verfassung nicht etwa in den Händen der Verfassungsschutzbehörden liegt, sondern Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger ist.

Bürger wie Khaled el-Masri, der sich wirklich sehr aktiv für die Grundrechte einsetzt?! Wie gesagt, man lese den Wikipedia-Eintrag über el-Masri! Man überfliege auch die Titel weiterer Beiträge zum Grundrechte-Report 2006:

Gesinnungstest für Muslime Diskriminierende Einbürgerungspraxis in Baden-Württemberg

Moscheegänger unter Kontrolldruck Repressionen gegen Muslime auf zweifelhafter Grundlage

Wenn Fundamentalisten Toleranz fordern

Gericht bricht Kirchenmonopol Das Ende der Diskriminierung von Weltanschauungsgemeinschaften an öff. Schulen

Der lange Weg zur Gleichbehandlung Islamischer Religionsunterricht an öffentlichen Schulen

Abschiebegegner ohne Rechte

Auftrag Menschenjagd Kommandosoldaten der Bundeswehr im schmutzigen Krieg am Hindukusch

Aufklärung und Prävention Die offenen Aufgaben der Bundesregierung im Kampf gegen den Terrorismus mit Blick auf die Menschenrechte

Die Folterungen in Abu Ghraib und das deutsche Völkerstrafgesetzbuch

Die Zelle im zweiten Stock Grundrechtsverletzungen durch die Ausländerbehörde

Dieses Land kann nicht lebenswert bleiben, wenn man ständig Angst haben muß, von jungen aggressiven muslimischen Männern angegriffen zu werden. Wer traut sich abends noch ohne innere Anspannung raus und kann guten Gewissens seine Kinder in die Schule schicken? Nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer, insbesondere die Lehrerinnen, leben in panischer Angst. Sogar die Polizei hat Angst vor jungen Türken und Arabern. Die mutige Islam-Kritikerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger deutet an, daß Soldaten Angst haben müssen, von ihren muslimischen „Kameraden“ in den Rücken geschossen zu werden.

Wie soll sich nach Ihrer Meinung, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, der Bürger im Alltag gegenüber dem potentiell meuchelmörderischen Feind verteidigen? Pfefferspray, Arbeitsschuhe mit Stahlkappen, Münzen in einem Strumpf, wie von Charles Bronson in Ein Mann sieht rot? Sollen wir uns die Mühe machen Krav Maga zu betreiben, Frau Leutheusser-Schnarrenberger?

Im Gegensatz zu den üblichen Kampfsportarten, meistens fernöstlicher Provenienz, geht es hier ausschließlich um effektive Selbstverteidigung ohne viel Brimborium. Krav Maga wurde im Zweiten Weltkrieg von Juden entwickelt, die sich gegen islamophile Nationalsozialisten zur Wehr setzen mußten und wurde später kontinuierlich von den Israelis im Kampf gegen sogenannte „Palästinenser“, d.h. nahöstliche Nazis, weiterentwickelt.

Die Biologie jenseits der Biologie: Rassenkampf, Männeremanzipation und Tierliebe

8. September 2014

Sowohl zu Zeiten der autoritären Gesellschaft, als auch heute in der anti-autoritären Gesellschaft gibt es zwei zentrale Dogmen, die niemand in Frage stellen darf: erstens gäbe es einen fundamentalen Unterschied der Geschlechter und zweitens unterscheiden sich die Rassen und Kulturen fundamental. Galt früher Freuds Diktum, daß „man“ „das Weib“ nicht verstehen könne und daß es „minderwertig“ sei, gilt heute die Frau als eine Art gesonderte Spezies, der alle möglichen Rechte und Privilegien zustehen. Zu Zeiten des Kolonialismus galten „die Farbigen“ als „minderwertig“, während ihnen heute als automatisch „Höherwertige“ alle möglichen Rechte und Privilegien zugestanden werden. „Den Menschen“ gäbe es nicht und habe es nie gegeben.

In seiner Sexualökonomie sprach Reich jedoch explizit über den Menschen. In seiner Orgasmusforschung machte er keinerlei Unterschied zwischen den Geschlechtern, jedenfalls was den zentralen Punkt betrifft: die Erregungskurve des Geschlechtsakts. Eine Ungeheuerlichkeit sowohl in der viktorianischen Zeit, als auch für die moderne Sexualmythologie.

Und was natürliches Sexualverhalten anbetrifft, machte er keinerlei Unterschied zwischen den diversen Menschengruppen. Liest man hingegen die anthropologische Populärliteratur werden beispielsweise westafrikanische Aschanti und finnische Lappen als zwei Menschengruppen dargestellt, die sich in ihrem Sexualverhalten derartig unterscheiden, als handele es sich nicht um Vertreter ein und derselben Spezies Homo sapiens.

Michel Odent zitiert in seinem Buch Die Natur des Orgasmus (München 2010, S. 40f und 57) drei bemerkenswerte Studien, die darauf verweisen, daß es unterhalb aller vermeintlich „offensichtlichen“ Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Rassen eine tiefere Ebene gibt, die Reich erschlossen hat:

E. Vance und N. Wagner führten mit Collegestudenten eine interessante Studie durch, in der sie Orgasmen von Frauen und Männern unter der Perspektive des subjektiven Erlebens verglichen. Sie ließen Studentinnen und Studenten Berichte über ihre eigenen Orgasmen verfassen. Eine Gruppe von Beurteilern (…) versuchte zu erraten, welcher Bericht von einer Frau oder einem Mann stammte. Die Forscher hatten geschlechtsspezifische Wörter in den Berichten durch neutrale Bezeichnungen ersetzt (…), ehe sie sie den Beurteilern vorlegten. In ihrer Analyse der Daten kamen die Autoren zu dem Schluß, daß „die Beurteiler nicht in der Lage waren, aus der schriftlichen Beschreibung eines Orgasmus das Geschlecht der jeweiligen Person abzuleiten. […] Außerdem waren weder Frauen noch Männer besser darin, in der Beschreibung eines Orgasmus Merkmale zu erkennen, die darauf hindeuteten, ob sie von einer Frau oder von einem Mann verfaßt war […].“

Anthropologische Untersuchungen stützen die Vorstellung, daß Verliebtheit ein fest einprogrammiertes Verhaltensmerkmal des Menschen ist. Die romantische Liebe scheint ein universelles Phänomen zu sein, das nicht nur unter ganz bestimmten kulturellen Bedingungen entsteht. Forscher von der University of Honolulu verglichen die Werte, die Collegestudentinnen und -studenten aus einer individualistischen Kultur (den USA) und aus einer kollektivistischen Kultur (Korea) auf der „Skala der leidenschaftlichen Liebe“ und der „Skala der kameradschaftlichen Liebe“ erzielten. Sie konnten keine kulturellen Unterschiede feststellen. Eine 1992 bei einer Tagung der American Anthropological Association vorgestellte Studie ergab, daß die Vorstellung der romantischen Liebe in 147 von 166 untersuchten Kulturen existierte. Wie steht es um die übrigen 19? Die Teilnehmer der Tagung halten es für wahrscheinlich, daß die betreffenden Anthropologen ganz einfach nicht in der Lage waren, die für diese fremdartigen Kulturen typischen Spielarten romantischen Verhaltens zu erkennen.

Klaus hat hier neulich indirekt auf den neurechten „Männerrechtler“ Jack Donovan hingewiesen. Was Donovan sagt, hat viel für sich. Tatsächlich ist es extrem erhellend, wenn man menschliches Verhalten mit der Brille des Primatologen betrachtet, aber erstens sind wir genausowenig Schimpansen (oder Bonobos), wie Gorillas Schimpansen sind und zweitens ist die Tierart Homo sapiens etwas besonderes, weil wir einen direkten Zugang zur kosmischen Orgonenergie haben. Ich habe das – narzißtisch spreizt er sich der Peter – in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht ausgeführt.

Entsprechend glaube ich, daß die von Donovan propagierte Männerbündelei, so natürlich sie auch ist, in einer nicht-neurotischen Gesellschaft nicht mehr in diesem Sinne aufträte. Weder die moderne Verschwuchtelung, noch die „alten Kameraden“. Sondern:

Erstens (Baker), die Liebe zwischen Mann und Mann unterscheidet sich in nichts zwischen der Liebe zwischen Mann und Frau (sie wird sogar in den Genitalien verspürt!) – mit dem alles entscheidenden Unterschied, daß es keinerlei Drang zur genitalen Überlagerung gibt.

Zweitens (Konia), Beziehungen werden vollkommen unabhängig vom Geschlecht (oder gar von der kulturellen Zugehörigkeit) durch die Zusammenarbeit bestimmt und hören auf, wenn beispielsweise die Arbeitsfunktion einer oder eines der Beteiligten zusammenbricht.

Diese beiden Funktionen (Liebe und Arbeit) sind direkter Ausdruck unserer Natur als „pulsierende Orgonenergie-Säcke“ und nicht im üblichen Sinne genetisch verankert.

Dieser, man verzeihe mir die Wortschöpfung, „meta-genetische“ Bereich tritt uns insbesondere in unserer Beziehung zu Tieren entgegen:

Die meisten Menschen sind sich gar nicht bewußt, wie vollkommen bizarr unser Verhältnis zu Tieren und teilweise auch der Tiere zu uns ist. Wenn man mal von „vermenschlichten“ Haustieren absieht, interessieren sich Tiere unterschiedlicher Arten nicht füreinander. Raubtiere sind keine Ausnahme, denn schließlich haben sie keine emotionale Beziehung zu ihren Opfern – genausowenig wie wir zu dem Hähnchen, das wir essen. Nur wir Menschen fühlen uns emotional zu Tieren hingezogen und, was noch verwunderlicher ist, Tiere zu uns Menschen. Es ist, als würden wir im jeweils anderen etwas Unnennbares erkennen.

Zu diesem Blogeintrag wurde ich inspiriert, als ich zufällig auf YouTube folgendes Video sah und dazu den anschließenden Kommentar las:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=8fNAIoHlYBY%5D

Das ist geil! Es zeigt nur, daß die Menschen wirklich die einzige Spezies auf der Erde sind, die das Wohlbefinden aller anderen Arten bewahren können. Die meisten Tiere fahren nicht fort so liebevoll zu sein, auch nicht gegenüber ihren eigenen Eltern, sobald sie erwachsen sind, doch so viele Tiere, sowohl wilde als auch domestizierte, neigen dazu, wenn sie durch Menschen großgezogen wurden, immer eine Art Zuneigung zu ihren ehemaligen Betreuern zu bewahren. Es ist wirklich erstaunlich!

Was sieht ein solcher Löwe (oder ein beliebiges anderes Säugetier) in uns? Er ist mit etwas konfrontiert, was unmittelbar aus der Orgonenergie heraus operiert und nicht auf der Grundlage bloßer Biorobotik funktioniert. Für die Tiere gibt es keine Mutterliebe jenseits der Aufzucht der Kleinen, keinen Sexus außerhalb der Saison, keine Solidarität jenseits der „egoistischen Gene“.

Um was es geht, läßt sich am ehesten mit folgender heterogenen Funktionsgleichung beschreiben:

biobio1

Evolution ist die Transformation von primordialen Orgonenenergie-Funktionen (OR) in Materie (M); freies, „ungeregeltes“ Funktionieren wird in mechanisches Funktionieren umgewandelt. Man lese ein Buch über Verhaltensbiologie: es ist, als hätte man es nicht mit Lebendigem zu tun, sondern mit Robotik. Erst im Menschen wird der „OR-Bereich“ wieder sichtbar. Das zieht Tiere magisch an – sie werden sich sozusagen ihrer eigenen Natur „bewußt“, wenn sie uns sehen und spüren. Wir kommen dem entgegen, weil wir im Tier („wie süüüüüß!“) nur das Lebendige sehen und spüren können:

biobio2

Die Sehnsucht nach Frieden: Putin und die soziopolitische Charakterologie

7. September 2014

Eines der Probleme beim Verstehen der orgonomischen Soziologie ist ihr Diktum, daß die Biologie fundamentaler sei als die Soziologie und daß deshalb gesellschaftliche Probleme in erster Linie biologischer Natur seien. Ist es nicht aber vielmehr so, daß soziologische Prozesse die Biologie bestimmen?! Man denke nur daran, wie in Kliniken die Mutter-Kind-Bindung beeinflußt wird oder an die Einschränkungen der jugendlichen Genitalität. Haben denn die Orgonomen nie Reich gelesen?

Der Knackpunkt ist, daß soziologische Vorgänge „an sich“ keinerlei Durchschlagskraft haben. Genau das lamentieren „Reformer“ ja seit jeher: keinerlei Aufklärung würde die Menschen wirklich berühren, alle staatlichen Programme scheiterten an der „menschlichen Natur“, nichts ändere sich jemals wirklich. Soziologische Faktoren werden erst dann wirksam, wenn sie zu einer „zweiten Natur“ werden, – wenn sie sozusagen selbst zur Biologie werden. Das werden sie durch die Umformung der Charakterstrukturen der Gesellschaftsglieder, etwa durch das, was auf Entbindungsstationen geschieht oder dadurch, wie Menschen ihre Pubertät durchleben. In diesem Sinne bestimmt die Biologie wirklich alles.

Ich habe versucht, das mit folgender Illustration greifbarer zu machen:

krw023

Die Biologie liegt tiefer als die Soziologie, aber die Soziologie bestimmt die Biologie, – was, wie oben erläutert, kein Widerspruch zur Aussage ist, daß die Biologie alles bestimmt. Entsprechend ist natürlich ursprünglich die Biologie die Quelle der Probleme (das Straucheln des Bewußtseins vor der bioenergetischen Tiefe, wie in Die kosmische Überlagerung beschrieben, und DOR, wie von Reich im Aufsatz „Die emotionale Wüste“ nahegelegt), doch aktuell ist es stets die Soziologie, die auf die Biologie rückwirkt.

In diesem Sinne sind innen- und außenpolitische Probleme, Probleme biologischer Art. Konkret bedeutet das vor allem, daß man etwa das Geschehen in der Ukraine nur mit der von Elsworth F. Baker entwickelten soziopolitischen Charakterologie verstehen kann.

Die Vertreter der obenerwähnten „Aufklärung“ und der staatlichen Intervention, sozusagen „die Vertreter der Soziologie“, finden sich auf der linken Seite des politischen Spektrums. Sie leben ganz in der charakterlichen Fassade abgeschnitten von der „ersten Natur“ (dem bioenergetischen Kern) und der „zweiten Natur“ (der soziologisch determinierten sekundären Schicht). Aus diesem Grund können sie nicht mit der „tierischen“ Aggression umgehen, die von Faschisten (die ganz in der sekundären Schicht leben) und Kommunisten (deren Fassade dem Ausdruck ihrer sekundären Schicht dient) ausgeht. Entsprechend hilflos gehen sie mit dem „ehemaligen“ KGB-Agenten Putin um, der an der Spitze eines nationalsozialistischen Großreiches steht und exakt genauso agiert wie einst Adolf Hitler. Die liberalen Westler sind mit Kräften konfrontiert, mit denen sie aus charakterstrukturellen Gründen nicht umgehen können.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden praktisch alle Konflikte durch derartige „Friedensbewegte“ ausgelöst. Das beginnt mit der Appeasement-Politik gegen das geradezu lächerlich schwache Deutschland, das Frankreich bis zur französischen Niederlage in jeder Hinsicht haushoch unterlegen war, geht über Kennedy, den weder die Chinesen noch die Russen ernst genommen haben – es ist ein Wunder, daß Kennedy nicht über Cuba und Taiwan den atomaren Weltbrand ausgelöst hat! – und nun der neue Kennedy (Obama) vs. Putin. Man glaube doch nicht, daß Putin das mit der Krim und „Neurußland“ sich gegenüber McCain erlaubt hätte! Wenn ich das schon höre, daß der Westen Putin nicht hätte „provozieren“ sollen. Obamas Schwäche und die Schwäche der EU hat ihn „provoziert“, sonst nichts!

Was Putin und Neurußland betrifft, kann ich mich nur dem Frontpage Magazine anschließen:

Putin setzt uns nur dann schachmatt, wenn wir ignorieren, was Winston Churchill in seiner Rede von 1946, „Die Sehnsucht nach Frieden“, über die Russen sagte: „Es gibt nichts, was sie so sehr bewundern wie Stärke.“

Wir müssen uns daran machen, kreative Wege zu finden, um jene Stärke zu zeigen, die Putins Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihn innehalten läßt.

Erstens können wir den bedrängten ukrainischen Streitkräften anspruchsvollere Waffen und Training anbieten, zusammen mit mehr Austausch von Geheimdienstinformationen. Zweitens können wir die Dissidenten auf der Krim und anti-russische Ukrainer in der Ostukraine mit verdeckten Operationen helfen, um eine Gegenkraft aufzubauen, die Putins Traum einer kostengünstigen Okkupation unterhöhlt.

Der dritte und vielleicht wichtigste Punkt ist, daß Obama nun mobile Raketenabwehrsysteme in Polen und der Tschechischen Republik bereitstellen sollte, wovon er irrigerweise während seiner ersten Amtszeit als Teil seines gescheiterten Versuchs Abstand gehalten hatte, die Beziehungen zu Rußland auf eine positivere Richtung „neu auszurichten“. Tatsächlich sollte Obama Ungarn und die baltischen Staaten der Liste hinzufügen. Mit anderen Worten das tun, vor dem Putin am meisten Angst hat: ihn mit einer Einkesselung-Strategie in Zaun halten.

Es gibt keine Garantien, daß diese Maßnahmen funktionieren werden. Aber eins ist sicher: wenn wir nichts tun, außer ein paar weitere Sanktionen hinzuzufügen, wird Putins Aggression mit der östlichen Ukraine nicht aufhören.

Mit Putin kann man nur umgehen, wenn man sozusagen „biologisch aggressiv“ vorgeht, also nicht diplomatisch und mit dem Appell an „liberale Werte“. Niemand will einen klassischen oder gar nuklearen Krieg, aber Putin wird durchmarschieren, wenn wir Angst vor Aggression zeigen: er wird die baltischen Staaten „befreien“, Polen neu binden, ein „neutralisiertes“ Deutschland fordern – und immer so weiter… Siehe dazu unbedingt auch hier.

Es ist nicht einfach, die soziopolitische Charakterologie so zu akzeptieren, wie man die psychiatrische Charakterologie hinnimmt. Und selbst bei der ist es schwer genug, weil sich zu viele „Widersprüche“ auftun. Doch wenn man erst mal einen Blick dafür hat, dann erwartet man nicht mehr, daß ein Zwangscharakter sich buchstäblich wie ein rostiger Roboter bewegt und verhält oder daß eine Hysterikerin ständig rumschreit, um dann theatralisch in Ohnmacht zu fallen. Es geht nur um Verhaltenstendenzen, die am Schluß immer dominieren. Ganz ähnlich ist es bei den soziopolitischen Charakteren. Hinzu kommt, daß es in Europa zu einer „Rotverschiebung“ (Konia) gekommen ist, die es fast unmöglich macht, Bakers „Schablone“ auf europäische Verhältnisse zu halten und einen darüber hinaus dazu zwingt Leute als „Kommunisten“ einzustufen, die formal kaum links von der (vermeintlichen!) Mitte liegen.

Entsprechend geht mit dieser Rotverschiebung eine Polarisierung der Gesellschaft einher, die jeden rationalen politischen Diskurs, wie er früher noch zumindest ansatzweise möglich war, verunmöglicht. Beispielsweise werden von links und rechts die lächerlich schwachen Politiker des Westens als „Kriegstreiber“ gebrandmarkt, kaum, daß sie auch nur ansatzweise etwas Kritisches über Putin gesagt haben – während Putin Panzer rollen läßt. Jede Diskussion wird zunehmend verunmöglicht, weil man mit irgendwelchen unbeweisbaren bzw. unwiderlegbaren Verschwörungstheorien kommt. Das ist eine direkte Entsprechung der Tendenz in der psychiatrischen Charakterologie, wo die „klassischen“ muskulär gepanzerten Neurotiker zunehmend durch okular gepanzerte Quasipsychotiker verdrängt werden, die immer bizarrere Symptome zeigen. Die Biologie bestimmt das gesellschaftliche Geschehen! Beispielsweise können Putin und etwa die Islamisten beliebig mit den durchsichtigsten Lügen und Taschenspielertricks mit uns spielen, weil wir buchstäblich unfähig geworden sind, räumlich zu sehen.