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Der Rote Faden: Reich vor Gericht

18. Dezember 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

5. Reich in Amerika

a. Drei Sozialistinnen

b. Reich und der Kalte Krieg

c. Der rote Faden einer Verschwörung

d. Reich vor Gericht

 
 

Robert (Berlin) schrieb 2013:
http://archive.bangordailynews.com/2001/09/24/former-u-s-attorney-peter-mills-dies-at-90-maverick-lawmaker-took-on-white-only-club/

Robert (Berlin):
“ Es waren Leute wie der Harvard-Ökonom John Kenneth Galbraith, die derartige Agencies ins Leben riefen…“

Galbraith wurde 1908 geboren, die FDA 1927. Ich nehme also an, dass du andere Agencies meinst.

Darauf antwortete Peter:
Die FDA geht auf 1906 zurück und läßt sich sogar weiter zurückverfolgen. Zur allmächtigen Behörde wurde sie erst 1938 nach einer Kampagne von Journalisten, Konsumentenvereinigungen (Brady!) und den linken Beratern der Roosevelt-Administration a la Galbraith. Die kennt heute kein Mensch mehr, deshalb díeser Name.

Robert (Berlin) schrieb 2012:
Ich denke, er wollte wie sein Vorbild Giordano Bruno für seine Überzeugungen sterben. Dass das Gericht ihm nicht folgen würde, war von vornherein klar und damit wollte er als Märtyrer nach seinem Tod erscheinen, was er aber (jedenfalls bis heute) nicht ist.
Ich hätte mir gewünscht, er wäre nicht so ein Fanatiker gewesen und hätte sich vor Gericht klug genug verhalten.
Ellis Island hätte ihm eine Warnung sein müssen, dass die USA nicht der Staat sind, für den ihre Propaganda sich ausgibt.

Darauf Peter:
Nein, das Gegenteil ist der Fall. Reich hat seine grenzenlose Hilflosigkeit überkompensiert zu einer schließlich ausufernden Illusion, daß ihm nichts geschehen könne, da er zu bedeutsam sei.

Wieder Robert:
„grenzenlose Hilflosigkeit“

Damit macht du ihn zu einem Idioten, der für sein Verhalten keine Verantwortung tragen kann. Wenn er nicht durchgeblickt haben soll, heißt es, er war geistig nicht zurechnungsfähig, also indirekt auch die Bestätigung für den Rufmord, er wäre Psychotiker.
Er hatte einen Beraterstab von Ärzten um sich, und da waren auch vernünftige Meinungen gewesen. Reichs Strategie hätte sein müssen, zu retten was zu retten ist, evtl. auszuwandern. Seine naive Dämlichkeit in Bezug auf die USA, die der alten in Bezug auf die UdSSR gleicht, musste in eine Katastrophe münden.

Robert (Berlin) schrieb 2013:
Im Diagramm müsste ganz unten bildlich stehen
Verteidigung versus Anklage führt zu Meinung

Darauf Peter:
In der obigen Gleihung kommt es zur Überlagerung (–> <–), in der unteren nicht (). Im deutschen Gericht wird Arbeit geleistet, aus der ein Produkt hervorgeht, im amerikanischen Gericht findet eine Art „Bürgerkrieg“ statt, aus dem eine Partei als Gewinner hervorgeht.

O.:
Bei der Rechtssprechung gibt es eben viel zu lachen, mit Recht hat es nichts zu tun, dafür aber umso klarer mit gesprochenem Unrecht.

Peter schrieb 2014:
Das angelsächsische Rechtssystem ist eine Schweinerei, das von verbrecherischen Organisationen wie der FDA oder Scientology nach Belieben gebraucht werden kann:

In January 1995, the cult obtained summary judgment for $300,000 in liquidated damages and $334,671.75 in costs. A summary judgment is given without trial. As a general rule, if you can survive the paper mountain tactic and evidence is heard, the cult will lose, such is the horror their own documents arouse. But it is very easy to abuse legal process and keep an opponent locked up in pretrial hearings (‘the law can be used very easily to harass’ as the scripture of Scientology states). None of my own cases was actually heard, save for the first, which allowed the publication of A Piece of Blue Sky. A judge, appointed to review the English legal process, as I was being ploughed under, said ‘The case in English law is that he with the deepest pockets wins.’ Scientology hires the best, and most expensive, lawyers, and if you lose a hearing, you can end up bankrupt. I was charged over £16,000 for a single hearing, through this tactic. By the time I withdrew, in 1996, I was used to spending seven days a week briefing lawyers. Luckily, I was able to escape without signing a gagging order. Tens of other critics have been less fortunate.

http://tonyortega.org/2013/08/10/jon-atack-and-a-special-guest-wrestle-with-gerry-armstrongs-legal-scientology-nightmare/

Ein Amerikaner hat mir mal folgenden Witz erzählt: „Was sind 30 Leichen von Rechtsanwälten am Grunde eines Sees? Ein guter Anfang!“

David:
PN hat gesagt:

Das angelsächsische Rechtssystem ist eine Schweinerei, das von verbrecherischen Organisationen wie der FDA oder Scientology nach Belieben gebraucht werden kann

Und er hat gesagt, dass es gar nicht um die Wahrheit gehe.

Statt dessen gehe es nur darum ohne Rücksicht auf die Wahrheit sich durchzusetzen.

Scheinbar OffTopic ist der folgende Film über das „Wolfskind“ Genie – Kindheit in der Hölle:

… am Ende der Forschungen – so erscheint die Sache mir: Zudrehen des Geldhahns, fragwürdige Beweisführung dass die Forschungen und Experimente dem Kind geschadet hätten; Einweisung der jungen Frau – die bei Auffinden 13, also eigentlich kein Kind mehr sondern schon in der Pubertät war – in das Pflegeheim oder die Wohn-Einrichtung, in der sie immer noch ist.

Am Ende des Films Anwältin der – mit Erfolg klagenden Seite – zu sehen.

Typisch amerikanische, korrupte Murks-Justiz. So sehe ich das.

Peter schrieb 2015:
Hier ein interessanter Artikel über das Unrechtssystem US-Justiz:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-21/editorial-wahnsinn-regiert-die-weltwoche-ausgabe-212015.html

Peter:
Wchtiger Artikel, um Reichs Frutration mit dem amerikanischen Rechtssystem zu verstehen, das partout nicht an den Hintermännern der FDA-Affäre interessiert war:
http://tonyortega.org/2015/06/27/did-scientology-hire-the-man-sent-to-prison-for-hacking-us-not-his-job-to-find-out-judge-said/
Ortega über den Richter: He wasn’t running a “truth commission,” he said.
DIE WAHRHEIT INTERESSIERT NICHT.

Peter 2016:
Der Rechtsstaat in Deutschland wird zunehmend zu einer Karikatur:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/landgericht-muenchen-i-zeuge-in-handschellen-abgefuehrt-a-1101639.html
Der helle Irrsinn!

Claus 2017:
Welche Rolle spielt die Wahrheit des Sprachlichen in Charakteranalyse und Orgonomie? Klar, Reich entfernte sich vom bloßen Wort und ging dazu über, den Charakter einzubeziehen. Es ist allerdings auffällig, wie wenig Wert Wahrheit in öffentlichen Diskursen zurzeit hat. Migranten werden als Flüchtlinge verkauft, so gut wie unwidersprochen. Alle Medien haben dabei mitgemacht. Wer noch fragt, macht sich zum Affen. Ist Lügen oder wenigstens Täuschen/Verschweigen zum Grundzug des öffentlichen und beruflichen Lebens geworden?

Renate schrieb 2014:
Radionisch gesehen hatte Reich vermutlich folgendes Problem:
Mögliche Prägungen im Familiensystem:
Tuberkulose: Wissen und Macht ergibt EIGENSINN – ICH WILL
Erkennbar an Lunge, Haut und Allergien

Dazu O.:
Radionik ist eine esoterische experimentelle Form energetisch zu wirken und kehrt einen positiven Effekt in einen negativen um, postuliert aber das Gegenteil: angeblich „schützt“ es, „neutralisiert“ schlechte Energien (die es erst potentiert) oder hätte „heilende Wirkung“ – irgendwie auf unerklärliche Weise nach einer Bioresonanz. Radioniker glauben den Gral des Wissens entdeckt zu haben und hätten heilende Macht erhalten. So überzeugt von diesem Unfug ziehen sie wie Rattenfänger durch die Lande und „beraten“ für teuer Geld, welches Tant (nutzloses Giftzeug) man nun einkaufen solle: Einwirbler, Wasserentstörgeräte, Stromentstörer, Wasserorgonisierer und Elektrosmogneutralisier. Mit „Kopierstationen“ werden Wässerchen verteilt in Ampullen oder Energieauflader fürs Trinkwasser in den Raum gestellt.
Radionik sollte Radioaktivik heißen, es produziert ein hochenergetisches DOR Feld und ist dementsprechend total gefährlich. Dies wird von den Verkäufern nicht gespürt, die Freude über das Geld scheint zu groß zu sein. Haut, Mund (Geschmack) und Lunge (Atemwege) reagieren sehr schnell, nicht auszudenken, was passiert, wenn Leute dieses angeblich „gute“ Wasser trinken.
Ich habe bislang keine Methode gefunden, was den Müll neutralisiert.

Renate:
Wie stellst du fest, ob es ein DOR Feld produziert?
Es ist mir sehr wichtig das zu wissen.
Wie ist deine Meinung zur Homöopathie?

O.:
Zunächst spüre ich eine Ladung, erhöhte Ladung im Raum, von der ich zu Anfang nicht genau wusste, ob sie schädlich ist, aber es fühlt sich nicht wie ein ORAC an. Der Raum sollte radionisch entstört (Stromsystem, Steckleiste, Wasserhahn und eine Kegel, um ein Wasserglas z.B. aufzuladen) sein. Letzterer war ein Dauerproblem, der Rest wurde sofort entsorgt (Mülltonne).
Nach 30 Minuten in diesem Raum/ Wohnung ging ich nach Hause und wir hatten alles schon entfernt, weil klar war, dass es schlecht sich anfühlt. Die Instrumente wurden „professionell“ angebracht und hätten ein Vermögen gekostet.
Insbesondere das Wasser im Mund machte ihn taub und wurde sofort ausgespuckt (was schon zu spät war).
Ich nehme so gut wie keine Medikamente, bestenfalls Kräutertees und Aufgüsse, bei Bedarf Homöopathisches, wenn ich weiß es schnell wirkt bei mir. Homöopathie hat nichts mit Radionik zu tun und ich lass mir das vom Arzt „verschreiben“. Mit Heilpraktikern komme ich nicht so gut zurecht, die haben merkwürdige Ansichten und wollen einen lange als Kunden halten, ohne dass etwas (bei mir) erkennbar hilft. Kindern kann es oft gut helfen.
Symptome nach der DOR-Verseuchung mit obigen Raum nach 30 Minuten Aufenthalt. Es fühlt sich nicht gleich wie Oranur an, sondern eher wie eine Überkonzentration von (umgekippten, abgestandenem) Orgon, wie wenn man die falschen Materialien beim ORAC benutzt hat. Im Kegel ist aber von außen kein metallischer Anteil zu sehen.
Erkältungssymptome, Kopfschmerz, Übelkeit – alles nicht übertrieben und Zahnfleischentzündung (schmerzhaft über Tage) ein mattes, energieloses Gefühl; Duschen und etwas Alkohol haben nicht richtig gewirkt, viel Schlaf war wichtig; die Haut war trocken, Hände fühlten sich geschwollen an … das war das, an was ich mich erinnere.
Das Experiment kann ich jederzeit wiederholen (ich verzichte aber gerne darauf und werde radionisch kontaminierte Räume meiden), da ich den Kegel noch nicht entsorgt habe – Jugend forscht eben gerne
Die Geräte basieren auf Paul Schmidt. Seine Pendel und Ruten hatte ich vor vielen Jahren schon probiert und ein Tischentstörer gegen Bildschirmstrahlung hatte keine spürbare Wirkung und entstört auch nicht den DOR-Kegel.

Renate:
Das ist ein Missverständnis, das was du beschreibst hat nichts mit Radionik zu tun, das ist vielleicht Radiästhesie oä. Wenn das die Homepage von dem von dir angesprochenen Paul Schmidt ist
http://www.paul-schmidt-akademie.de/
kann ich deine Reaktion darauf verstehen! Alleine diese Gebäude, omg
Radionik ist eher so wie Homöopathie aber ohne die konkrete Potenzierung von Pflanzen oä.

O.:
Paul Schmidt hat mit Radiästhesie begonnen und heute wird es als Radionik fortgesetzt. Nach dem er völlig überzeugt, das erste verkaufte, wird nun auch das zweite (nach seinem Namen) verkauft unter gleicher Firma Rayonex. Letzteres erinnert an „Informationsmedizin“, die an der „energetischen Medizin“ angekoppelt wurde: Energie und Information mithilfe von sog. „Kopierstationen“ werden „Frequenzen“ oder Schwingungen übertragen, die irgendwie in Resonanz seien.
Das dürfte es doch treffen und wäre somit nahezu dasselbe. […]
Um Wissenschaft und „Medizin“ geht es hier nicht. Den Berufsstand des Heilpraktikers bringt es in Verruf.
Die Gebäude der Akademie sind (mir eigentlich völlig egal) echt wie Walt Disney Land oder illuminatisch (obwohl sie dabei wohl nicht gedacht haben). Die Ausstrahlung dieser Personen ist so sektentypisch, da könnte ich nie eine Ausbildung machen. Eine Kollegin von mir lässt keinen Mist aus und beginnt jetzt auch damit, da kann ich es mir m al anschauen. Es ist so unglaublich wie viel Menschen hiervon sich anziehen lassen. Für mich geht da die Blödheit voll mit in Resonanz. Weiß der Teufel, warum ich mal auch den Kram gekauft habe, obwohl ich es nie benutzt habe, das kann man nur mit Mind Control erklären.
PS: Mag sein, dass ich den Unterschied zur Radionik noch immer nicht begriffen habe. Für mich ist es irgendwelche Information (Schwingung über scheinfunktionsfähige Geräte) auf Quarzsand zu übertragen und das strahlt dann DOR ab, was „Lebensenergie“ oder so genannt wird.
PN: „[…]“ = zensiert aus den üblichen Gründen bei O.

O.:
hier ein paar links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Radi%C3%A4sthesie
„Die behauptete Heilwirkung der Radionik besteht im Wesentlichen darin, Impulse zu erzeugen, die den Selbstheilungsprozess im System des Patienten anregen sollen. Dazu wird der zu Behandelnde schwachen elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Im Erfolgsfall sollen deren Schwingungen im Energiefeld eine Resonanz verursachen, die dazu führten, dass die Störungen verschwinden.
Die Behandlung gliedert sich in eine energetische Analyse und eine anschließende Therapie. Ursprünglich wurden radionische Analysen mit radiästhetischen Werkzeugen wie Pendeln oder Ruten durchgeführt. Die Therapie erfolgte jedoch schon damals über elektronische Apparaturen, die elektromagnetische Schwingungen erzeugen konnten.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Radionik
„energetische Analyse“ = Luftblase der Worte.
Demnach geht beides ineinander über, und nachdem schon ersteres Unfug war, ist nicht zu erwarten das zweiteres plötzlich der intelligente Durchbruch sein wird, abgesehen vom Marketing für den radionischen Gerätepark mit den schönen Bildanimationen der Organe.

Robert (Berlin) schrieb 2014:
Welchen Sinn soll es nachträglich machen, Reich als großen Psychologen, der die Justiz reformieren möchte, darzustellen?
Er hat sich dümmlich und vollkommen unrealistisch verhalten, weil er an irgendwelchen aufgesetzten Propagandaquatsch der U.S. Gesetzgebung Glauben wollte – wie vorher an den Kommunismus. Insofern hatte der geborene Amerikaner Baker ganz recht, weil er wußte, wie verlogen die Justiz seines Staates ist und dass man nur mit den Waffen des Systems kämpfen kann.
Reich hatte sich selbst in eine Sackgasse manövriert, weil er ständig seine irrelevanten Theorien über Recht, Wahrheit und Psychiatrie in seinen Prozess einbezog, so dass der Kläger leichtes Spiel hatte. Für die Prozessführung waren seine Theorien hinderlich und sabotierten jeglichen Erfolg. Insofern war es systemimmanent logisch, Reich in eine psychiatrische Gefängnisanstalt einzuweisen.
Es wäre viel klüger gewesen, nach dem Prozess seine Theorien schriftlich auszuarbeiten und sie während des Prozesses peinlichst aus dem streng formalistischen System der Justiz herauszuhalten.
Aber nachher ist man immer klüger!

Der Rote Faden: Rassenhygiene

26. Mai 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion:

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.c.

16. April 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 7)

27. Juli 2013

Daß die Juden in den 1930er Jahren keine Freunde (und erst recht keine Macht) hatten, wird im Zusammenhang mit der internationalen Konferenz von Evian, Frankreich, 1938 evident, die als sehr wichtig, wenn nicht entscheidend für das spätere Schicksal der deutschen Juden betrachtet werden kann. Wie es bei Wikipedia zu Recht heißt, war das Ergebnis der ganzen Konferenz eine „moralische Katastrophe“ für die westlichen Demokratien, da sich viele Länder schlichtweg weigerten (mehr) Juden aufzunehmen.

Hitler tat zunächst alles, um die Juden aus Deutschland zu vertreiben, indem er ihnen das Leben unerträglich machte. Nur leider konnten die Juden nirgendwo hin. Mit Beginn des Krieges betrachtete Hitler die Juden als seine Geiseln und die Ausreise wurde untersagt. Infolge mußten die Juden die Erfolge der Alliierten mit ihrem Leben bezahlen. Keine andere Menschengruppe war jemals dermaßen verraten und verkauft – und das mitten im 20. Jahrhundert!

Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus der Hölle:

Tatsächlich, das Gas wird knapp. Immer neue Transporte kommen. Einmal, als drei Tage die Zufuhren von Menschen zum Krematorium stockten – Waggonmangel, sagte die SS –, ist Höß in Eile nach Budapest gefahren. Dann rollen wieder die Züge und die Schlote rauchen. Auch jetzt läßt er die Aktion nicht gefährden. Er gibt Befehl, daß weniger Gas in die Gaskammern eingeleitet wird. Viele werden nur betäubt, nicht mehr getötet, kommen also noch lebend auf den Loren ins Krematorium und werden so verbrannt. Und noch einen Befehl gibt Höß, um Gas zu sparen: Vor den Krematorien werden im Freien Holzstöße errichtet. In das Feuer werden die Kinder ungarischer Juden geworfen. Die Kinder deshalb, weil sie das geringste Gewicht haben. Aus jedem Transport werden starke Männer ausgesucht, die müssen die Kinder – also auch ihre eigenen Kinder – lebend in die Flammen werfen. Als letzte werden diese Männer vergast. Unsere Genossen aus Birkenau schreiben uns: „Wir sehen, wie sich im brennenden Scheiterhaufen kleine Flammenkugeln bewegen und herauskriechen.“

Aus Verbitterung darüber, daß die verfolgten deutschen Juden von der internationalen Staatengemeinschaft schmählich im Stich gelassen wurden, hatte der jüdische Schriftsteller Stefan Lux bereits 1936 eine Sitzung des Völkerbundes in Genf gestürmt, um sich vor dem versammelten Auditorium eine Kugel durch den Kopf zu schießen.

Übrigens wird dieser Vorfall anschaulich dargestellt in der Eingangsszene des preisgekrönten Spielfilms Der Stellvertreter, der schwerpunktmäßig von dem bemerkenswerten SS-Mann Kurt Gerstein (und der mangelnden Unterstützung des Vatikans für sein Engagement gegen den Holocaust) handelt

Historiker haben genug Beweise für die Tatsache gesammelt, daß die Alliierten von Anfang an über den Holocaust Bescheid wußten und sich durchaus bewußt waren, was geschah und wo es geschah. Als die Massenvernichtung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges erst richtig begann, hatten die amerikanische und die britische Luftwaffe die absolute Lufthoheit über Deutschland und viele von der Wehrmacht besetzte Länder, so daß ihnen die Juden-Deportationen nicht verborgen bleiben konnten. Sie hatten Tausende von Fotos aus ihrer Luftaufklärung sowie zahllose Nachrichten von Agenten vor Ort. Hinzu kommt, daß Tausende deutscher Kommunisten regelmäßig nach Moskau berichteten und unzählige deutsche und polnische katholische Gemeindepfarrer den Vatikan informierten. Aber obwohl den Alliierten die Vorgänge bis ins Detail bekannt waren, warfen sie nie auch nur eine einzige Bombe auf irgendein Konzentrationslager oder auf die Schienen, die zu ihnen führten!

Göring hat sich als Chef der Deutschen Luftwaffe immer darüber beklagt, daß die Angloamerikaner aufgrund der hochentwickelten Technologien in ihren Flugzeugen „ein Ei in einem deutschen Bahnhof treffen“ könnten – aber zur gleichen Zeit waren sie offensichtlich nicht in der Lage (oder nicht willens?) ein Konzentrationslager, das viel größer als beispielsweise ein Fußballstadion ist, zu bombardieren! Ist es nicht erstaunlich, daß über Jahre hinweg die Alliierten kaum einen Finger krümmten, um dem Holocaust Einhalt zu gebieten?

Zynischerweise galt unter SS-Männern die Arbeit als Wärter in einem Konzentrationslager als „der ungefährlichste Job auf Erden“, denn während sogar die Zivilisten (einschließlich Frauen und Kindern) in den Wohnvierteln der deutschen Städte tagtäglich dem „Moral Bombing“ der Alliierten ausgesetzt waren, wurde kein KZ je bombardiert. Etwas zugespitzt kann man sagen, daß die Eisenbahnlinien in die Vernichtungslager die einzigen Verkehrswege waren, die bis zum Ende des Krieges nie bombardiert wurden, obwohl doch Millionen von todgeweihten Juden auf ihnen Tag und Nacht transportiert wurden!

Der ganze Komplex wird durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung nochmal scharf beleuchtet.

Man könnte spekulieren, ob es einen klandestinen Konsens (bzw. eine emotionale Verschwörung im Sinne Reichs) gab, wonach die Alliierten nichts unternehmen würden, um die Schoah zu stören, – um dann nach dem Krieg elegant die moralische Schuld ganz alleine den Deutschen zuschieben zu können. In diesem Zusammenhang denke ich auch an einflußreiche Amerikaner wie den Unternehmer Henry Ford, der ein glühender Antisemit war und Hitler finanziell förderte, wo er nur konnte. Man kann davon ausgehen, daß Amerikaner wie er und seine Anhänger dem applaudierten, was in deutschen Konzentrationslagern vor sich ging, und ganz begeistert waren, „daß die Nazis für uns die Arbeit erledigen“.

Daß diese Vermutung gar nicht mal so abwegig ist, hat Edwin Black in seinem Buch Nazi Nexus: America’s Corporate Connection’s to Hitler’s Holocaust gezeigt. Ford war 1920 auf eine „Mitschrift“ der angeblichen „Protokolle der Weisen von Zion“ gestoßen und veröffentlichte sie zunächst in einer 91-teiligen Serie in einer Tageszeitung, die er extra zu diesem Zweck gekauft hatte, um sie dann als Buch, The International Jew, in einer Auflage von 500 000 Stück herauszubringen und als Postwurfsendung überall im Land zu verteilen. Ein Jahr später, Anfang 1921, erschien das Buch in Deutschland und war sofort ein großer Erfolg. Ford wurde Hitlers Held, der entscheidend dessen „Weltanschauung“ prägte.

Auch ansonsten wurde Hitler von amerikanischem Denken geprägt. Die Carnegie Institution hatte seit 1911 im Namen der „wissenschaftlichen Eugenik“ Abermillionen das Recht zum Leben abgesprochen. Sie sollten der „nordischen Rasse“ Platz machen. Alle sozialen Übel seien genetisch bedingt und entsprechend sollten „minderwertige Blutlinien“, etwa 90 Prozent der Menschheit, ein Ende gesetzt werden. Zu den Plänen gehörten Sterilisationsprogramme, Konzentrationslager und Gaskammern (sic!).

Diverse eugenische Maßnahmen wurden in den Gesetzesbüchern von 27 Bundesstaaten der USA verankert. Insgesamt wurden etwa 60 000 Personen zwangssterilisiert, andere wurden interniert, ihre Ehen für ungültig erklärt oder sie wurden sogar mittels medizinischer Vernachlässigung ermordet. Die Carnegie Institution in Zusammenarbeit mit der Rockefeller Foundation exportierte dieses Gedankengut, einschließlich der Idee, daß die Juden eliminiert werden müßten, mit Millionenaufwand an die Universitäten der Weimarer Republik.

Selbst Hitler studierte während seiner Festungshaft die amerikanische Eugenik und pries in Mein Kampf die Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht als Vorbild für Deutschland. Hitler schrieb Madison Grant, der Führungsfigur der amerikanischen Eugenik, einen Brief, in dem er dessen Schriften als „meine Bibel“ bezeichnete. Der Leiter der American Eugenics Society, Leon Whitney, lobte umgekehrt später die Politik des Dritten Reichs, das das in die Tat umsetze, von dem die amerikanischen Eugeniker nur träumen könnten. Und natürlich wurden die „Blitzkriege“ und der Holocaust selbst nur durch amerikanische Technologie, insbesondere von General Motors und IBM möglich.

Bei den Nürnberger Prozessen wurden viele deutsche Ärzte und Krankenschwestern für Dinge zum Tode oder zu hohen Haftstrafen verurteilt, die die „Wissenschaft“ der westlichen Demokratien vorher propagiert hatten. Die „Euthanasie“ von „minderwertigen“ oder chronisch kranken Menschen wurde bereits 1883 von dem renommierten britischen Wissenschaftler Francis Galton in der Zeitschrift National Eugenics gefordert. In der Folgezeit hatte es reichlich nicht-deutsche (europäische und vor allem amerikanische) Wissenschaftler und Politiker gegeben, die verlangten, daß Millionen von schwachen und kranken Bürgern ihrer Nationen ausgerottet werden; wegen der „Rassenhygiene“, aus wirtschaftlichen Gründen oder als „Gnadenakt“.

Euthanasie von geistig Kranken wurde in vielen Ländern, einschließlich den USA, konzipiert und praktiziert (und natürlich auf Massenbasis in der Sowjetunion), bevor die deutschen Nationalsozialisten es taten – aber diese Beweise wurden von den Alliierten unterdrückt und bei den Nürnberger Prozessen nicht als Beweismittel zugelassen, so daß es so erscheinen mußte und sollte, als ob nur die deutschen Faschisten solch eine barbarische Idee entwickeln konnten. Siehe in diesem Zusammenhang auch:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=WgpaKkrZex4%5D

Das Konzept einer „Endlösung“, die als das typische Beispiel für das „barbarische Deutschland“ betrachtet wird, wurde von dem renommierten amerikanischen Harvard-Professor Charles Davenport eingeführt, Jahrzehnte bevor die deutschen Nazis diese Idee aufgriffen. Unter US-Wissenschaftlern war es vor 100 Jahren weithin anerkannt, daß weiße „Kaukasier“ europäischer Herkunft als die „Herrenrasse“ zu gelten hatten, während Juden und die geistig oder genetisch Kranken getötet und alle Schwarzen (die als Zwischenglied zwischen Tier und Mensch galten) nach Afrika zurückdeportiert werden sollten. Diese „wissenschaftlich“ verbrämte Emotionelle Pest, deren antisexuelle Kernsubstanz jedem Unvoreingenommenen sofort ins Auge springt, war also nicht auf die „bösen Deutschen“ beschränkt, sondern sie war de facto auch bei den anderen Nationen der Welt weitverbreitet.

Es war der Hexenwahn des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, daß der Hexenwahn zu Beginn der Neuzeit ebenfalls von den damaligen „Wissenschaftlern“ getragen wurde! Und – nicht nur Reichs soziologische Arbeiten in den 1930er Jahren, sondern gerade auch seine Laborarbeit zur „Lebensforschung“ war eine bewußte Antwort auf die Nazi-Barbarei: Reich wollte der lebensfeindlichen Nekrologie seiner Zeit eine wahrhaftige Biologie entgegensetzen.