Posts Tagged ‘FBI’

Wie die Umwelt auf die Orgonomie blickt

27. September 2026

Wie Reich heute gesehen wird? Nicht anders als zu seiner Zeit. Liest man die FBI-Akten über Reich, wird man depressiv. Reich schickt ihnen Material, sie fragen bei der Atomenergie-Kommission AEC („Photoeffekt, Compton-Effekt, Paarbildungseffekt, Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlen, RBW, Gray, Sievert, Bequerel und Röntgentechnik“) und bei der von der Rockefeller Foundation kontrollierten Gesundheitsbehörde FDA nach – und erfahren, daß Reich „Pseudowissenschaft“ betreibt. Er gibt ihnen das Conspiracy-Material und sie schließen, daß die darin dokumentierten Reich-Gegner doch vollkommen recht haben: gefährliche Pseudowissenschaft. Unter jedem Brief, der an Reich ging, als interne Anmerkung: „…pseudo science…mentally unsoud…mental case…“. Er schickt ihnen den Plan für das ORANUR-Experiment zu und ihre einzige Reaktion ist die Nachfrage beim Postministerium, ob das überhaupt rechtens ist, daß eine solche pseudowissenschaftliche Geschäftemacherei-Organisation wie die Wilhelm Reich Foundation über den Postweg für Spenden wirbt.

Und wie sieht es bei den vermeintlichen Gegnern des Systems aus? Wolfgang Rieger im Nachwort zu Wilhelm Burian: Sexualität, Natur, Gesellschaft (Freiburg 1985):

Um den marxistischen Reich (…) gruppieren sich verschiedene Zirkel: die hauptsächlich in Freiburg agierende Marxistisch-Reichistische Initiative und die Wilhelm-Reich-Initiative Berlin. Sie versuchen „die politökonomische Analyse der marxistischen Theorie“ (emotion 1:112) zu erweitern um den von Reich entwickelten (…) Ansatz (…). Bunter wird es, betrachtet man, wer sich auf den späten Reich bezieht. Hierher gehören dann die Reich-Therapeuten: angefangen bei Fritz Perls und Paul Goodman, auf die die Gestalt-Therapie zurückgeht, über Alexander Lowen, den Begründer der Bioenergetik, Dieter Duhm, der in seiner Kommune Rudolf Steiner und Wilhelm Reich zusammenbringen will („Nur wo Hoden, Vaginalwände und Herzmembranen pulsationsfähig sind, kann Lebendiges sich einnisten“), und Otto Mühl, dem aktionistischen Chef der AAO, bis hin zu den zahllosen Heilpraktikern und Therapeuten, die ihre Dienste marktschreierisch anpreisen. Hierher gehören aber auch die Ufologen, Kosmolgen, Esoteriker, Wünschelrutengänger und Schwerkraftforscher, die fleißig Zeitungen, Blätter und Blättchen publizieren mit so kuriosen Titeln wie „Die Wolken sterben“. Darin erinnert ein gewisser Jerome Eden Vergeßliche: „Für regelmäßige orgastische Entladung sorgen!“

Der amerikanische Anthropologe Richard Grossinger schreibt ähnliches in seinem Buch Wege des Heilens (München 1982): Für Reich wären „die Galaxien selbst (…) ungeheure ‚Bestien‘, die sich über Millionen Jahre der Kopulation hingeben, ausgedehnt über das Gewebe von Zeit und Raum, getrennt von uns durch eine bloße Membran, die sich peristaltisch bewegt, uns aber auch mit ihr verbindet.“

So sah es vor 40 Jahren aus, als die Orgonomie eine genauso kurze wie kleine Renaissance erlebte. Danach kam dann die Sache mit dem Orgonit (in Kunstharz eingegossener Elektroschrott), der die gesamte Orgonomie förmlich aufgefressen hat. Interessiert sich heute jemand für Orgon und googelt, wird er vor allem auf Orgonit, Chemtrails und anderen Esoterik-Müll stoßen. Und was Reich selbst betrifft, hassen ihn die Linken, weil er der ultimative genital-normative Denker ist. Die Rechten hassen ihn, weil er irgendwo zwischen Frankfurter Schule, Kinsey und Foucault schweineigelt.

Dem schwarzen Faschisten dringen verzerrte (perverse) Empfindungen aus dem Kern ins Bewußtsein: um den Zwiespalt zwischen gesundem Empfinden und extremer Perversion zu lösen, bekämpft er die letztere in seiner Umwelt als absolute gesetztes Böses („Kommunisten“, „Homosexuelle“, etc.) und verteidigt dagegen verzweifelt Symbole des orgonotischen Kerns („Ehre“, „Reinheit“, „Nation“, etc.). Der Kommunist hat diesen Kontakt (selbst wenn er abstoßend verzerrt ist) vollkommen verloren, so daß bei ihm der Konflikt zwischen der mittleren (asozialen) Schicht und der (pseudosozialen) Oberfläche besteht. Um diesen zu lösen, muß er sich eine verabsolutierte Ideologie zulegen, mit der er mit allem moralischen Elan nach Belieben morden kann. Was also beide soziopolitischen Bastarde der Religion verbindet, ist, daß verzweifelt der Himmel auf Erden erstrebt wird.

Ich kann mich noch gut an die Religion erinnern, in das die Reich-Renaissance eingebettet war, das „New Age“, dessen ideologisches Gebäude sich durch folgendes Kombinationsschema beschreiben läßt (Psychologie heute, Okt. 1985) – das noch heute die Grüne Politik und damit DIE Politik bestimmt:

Alle Worte kann man beliebig miteinander kombinieren, etwa „harmonische Dissipationssynthese“!

In einer Vorlesungsreihe an der Berliner FHW mit dem Titel Wege aus der ökologischen Krise (die im Sommer 1986 Parallel zu den Wilhelm Reich-Vorlesungen der emotion-Redaktion lief) finden wir natürlich „Fritjof Capra’s ‚Wendezeit’“ (für den Reich noch im „alten Paradigma“ befangen ist – da Reich nicht ins obige Verschiebungsschema paßt), „Rationalität und Transzendenz“ sollen verbunden werden, „Wendezeichen“ mehren sich und die Frage „New Age – Post-Moderne – was kommt danach?“ wird beantwortet.

Ich muß da immer an Reichs Blick auf den Nationalsozialismus denken – in dem sich, Reich zufolge, das vegetative Leben seine Bahn brach (Die sexuelle Revolution).

Ähnlich wie der Nazismus ist auch die New-Age-Bewegung wie eine gigantische Organisation aufgezogen. Und genau wie der Nazismus basiert auch diese Bewegung auf einer Hierarchie (…). Die Oberen (…) wissen immer mehr als die einfachen Gefolgsleute. (…) Nazismus und New-Age-Bewegung sind politisch-spirituelle Größen, die auf den gleichen esoterischen Grundlagen basieren (…) Das politische Klima in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ist vergleichbar mit der heutigen Situation. Die Vereinigten Staaten befinden sich in einer sehr ähnlichen Lage. Seit dem Vietnamkrieg hat sich eine starke Wende zu „Wandervogel“-Ideen und östlichen Mystizismus vollzogen. Die New-Age-Bewegung wie der Nazismus beschreiben den „Weg“ zur Erlangung eines „transzendentalen Bewußtseins“, zur Transformation der Massen durch Einweihung in „Mysterien“. (…) Ein anderer gemeinsamer Punkt (…): „(…) Eine neue Rasse betritt den Planeten. Die herrschende Rasse ist eine sterbende Rasse. das zunehmende Interesse an Psychotechnologien, geistigen Übungen und heiligen Traditionen ist die Offenbarung einer neuen, intelligenten Rasse, die sich unter dem Widerstand der herrschenden Rasse formiert und eine einheitliche planetarische Kultur entwickelt.“ (John White) Hitler sagte fast genau dasselbe. (C.E. Cumbey z.n. H.-J. Ruppert: New Age, Wiesbaden 1985)

Die erwähnten Psychotechniken (Meditation, Reichianische Körpertherapien, etc.) zerstören systematisch das körperliche Orgonfeld und weiten es konfus aus, wobei Autonomie und Willenskraft zerstört wird.

Der Rote Faden (Band 2): 53. Der Faschismus in Amerika

21. Dezember 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 53. Der Faschismus in Amerika

DER ROTE FADEN (Band 2): 20. Weitere Besuche durch FDA-Inspektoren

19. Juli 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 20. Weitere Besuche durch FDA-Inspektoren

DER ROTE FADEN (Band 2): 6. Mildred Bradys Rede- und Pressefreiheit

30. März 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 6. Mildred Bradys Rede- und Pressefreiheit

Verschwörungstheorien (Teil 1)

21. September 2022

Oswald wollte mit dem Mord an John F. Kennedy unsterblich werden, einer verpfuschten, schizoiden, vollkommen leeren und perspektivlosen Existenz entkommen – und selbst im fernen Hamburg noch nach Jahrzehnten ein Begriff sein. Außerdem haßte er Amerika und insbesondere dessen Repräsentanten abgrundtief. Das geht eindeutig aus seinen Aktivitäten, seine „Flucht“ in die Sowjetunion und seine Aktionen für Castro, und aus seinen Äußerungen hervor, seine Tagebucheintragungen und das, was er etwa seinen Kameraden bei den Marines erzählte.

Ich möchte diesem Mörder und widerlichen Gernegroß hier jedoch kein weiteres Denkmal setzen, sondern ihn nur als Beispiel für das nutzen, was jeden rationalen Diskurs zerstört: der fatale Hang zur Mythenbildung im mechano-mystischen Zeitalter. Nach der gleichzeitig mystischen und mechanistischen Auffassung des gepanzerten Menschen muß ein großes Ereignis (etwa der Mord an einem kultisch verehrten jugendlich wirkenden US-Präsidenten) einen entsprechend großen Auslöser haben (eine gigantische Verschwörung).

Immer populärer wird die Verschwörungstheorie, daß Lyndon B. Johnson Kennedy ermorden ließ! Denn damit der Mordkomplott möglich war, müssen nicht nur die Mafia, die Polizei von Dallas, das CIA und das FBI involviert gewesen sein, sondern auch der Secret Service, also der Geheimdienst, der für den Schutz der höchsten Regierungsvertreter verantwortlich ist, insbesondere aber für den Präsidenten und den Vizepräsidenten!

Was absolut typisch für derartige extrem exotische Verschwörungstheorien ist, ist die Fixierung auf nebensächliche Details, die über jedes Maß aufgeblasen werden, und der Verweis auf angebliche „Zeugen“, deren Aussagen niemand überprüfen kann. Währenddessen finden die zentralen Punkte, das Wesentliche, wirklich nie Erwähnung. Bezeichnend ist dafür auch Oliver Stones Film JFK, der wirklich an keiner Stelle auch nur eine einzige Andeutung auf die 53 (sic!) Beweise für Oswalds Schuld enthält. Auch erfährt man so gut wie alles über Oswalds Mörder Jack Ruby, nur nicht, daß er mit einer Hündin (sic!) liiert war, deren Welpen er als seine Kinder betrachtete, und daß er unter einem hirnorganischen Schaden litt.

Kaum einer der Verschwörungstheoretiker gibt sich die Mühe, den fünfstündigen Gerichtsprozeß zu verfolgen, in dem Oswalds Schuld ohne Zweifel von einer unabhängigen Jury festgestellt wurde.

Der Ankläger Oswalds, Vincent Bugliosi hat ein 1600seitiges Buch verfaßt, an dem er über 20 Jahre lang arbeitete. In diesem Buch, Reclaiming History: The Assassination of President John F. Kennedy, wird erstmals der gesamte Fall in allen seinen Aspekten, einschließlich aller bekannten Verschwörungstheorien, abgehandelt. Aber Verschwörungstheoretiker lassen sich durch nichts in der Welt von ihrem Wahn abbringen, daß große Ereignisse, große Ursachen haben müssen.

Am Fall Oswald läßt sich ablesen, worum es im Leben geht: daß man sich an das Wesentliche hält, statt mit unüberprüfbaren Nebensächlichkeiten das Wesentliche wie ein Taschenspieler aus dem Fokus der Aufmerksamkeit zu lenken. Wie in der individuellen Neurose, in der die Lebensenergie beispielsweise in vollkommen sinnlosen Grübeleien über abstruse Nichtigkeiten oder gar über zusammenphantasiertes Zeugs verausgabt wird, gehen in diesen Verschwörungstheorien der Gesellschaft unglaubliche Ressourcen verloren. Ganze Bibliotheken sind mit schierem Unsinn gefüllt – und in all den Hunderten, wenn nicht Tausenden von Bänden wird man nirgends die erwähnten, wohldokumentierten 53 Beweise finden und wenn doch hier und da den einen oder anderen, dann werden sie schlichtweg zerredet.

Man nehme etwa das berühmte Photo, das Oswald mit dem Gewehr zeigt, mit dem er Kennedy erschoß, der Pistole im Halfter, mit der er den Polzisten J.D. Tippit erschoß und einer kommunistischen Zeitung in der Hand. Unzählige Traktate wurden darüber verfaßt, daß dieses Photo, das allein schon in jedem Mordprozeß den Angeklagten an den Galgen bringen würde, „ganz offensichtlich gefälscht sei“, was „zig Experten“ nachgewiesen hätten. Wie oft muß Oswalds Witwe eigentlich bestätigen, daß sie das Photo im Garten ihres Hauses geschossen hat? Es gibt einen Zeugen, der aus dem fünften Stock des School Book Depository direkt in der Etage über sich drei Schüsse hörte und sogar die Patronenhülsen auf den Boden fallen hörte. Der Attentäter hatte sich vor dem Fenster einen regelrechten Hinterhalt gebaut, d.h. Kisten so aufgetürmt, daß man bei Betreten des Raumes den Schützen nicht gleich sehen konnte. Niemand hat irgendjemand Fremden im Haus gesehen. Oswald war der einzige, der nach der Parade bzw. dem Attentat nicht zu seiner Arbeitsstelle zurückkehrte. Er hatte am Morgen erstmals ein längliches Paket mit zur Arbeit gebracht. So kann man mit 53 Beweisen, der jeder für sich für eine Verurteilung ausreichen würde, fortfahren. Doch die Verschwörungstheoretiker wären wahrscheinlich nicht mal zu überzeugen, hätte man Oswald bei der Tat gefilmt! „Fälschung!“ „Wer sagt, daß er überhaupt auf Kennedy geschossen hat?“ „Und wenn, daß er getroffen hat?“ „Und wurde der Film überhaupt am Tag des Attentats aufgenommen?“ „Ist das überhaupt Oswald?“

Das Infame bei der ganzen Angelegenheit ist, daß die Verschwörungstheoretiker mit dem Anspruch auftreten, daß sie „den Finger auf die Wunde“ legten, während Leute wie Bugliosi nur immer ängstlich ausweichen würden. Damit wird in der Gesellschaft aktiv die okulare Panzerung verbreitet: die Menschen sollen nicht mehr glauben, was sie sehen und was bei näherer Betrachtung selbstevident ist, sondern sie sollen sich in der Phantasiewelt extrem komplizierter und vollkommen unglaubwürdiger Plots mit ausufernden Querverbindungen verlieren. Oder mit anderen Worten: sie sollen paranoid werden! Sie sollen so denken, wie Schizophrene denken, bei denen alle Eindrücke das gleiche Gewicht haben! Und das alles im Namen der Aufklärung!

Das ganze ist exakt wie eine individuelle Neurose aufgebaut, deren kompliziertes Gebäude nur dem einen Zweck dient, das Individuum vor der Wirklichkeit, der Wahrheit, vor dem Kontakt zu schützen. Gepanzerte Menschen können klares Denken, wie es Bugliosi vorexerziert, ein Denken von A zu B zu C zu D und letztendlich zu Z nicht zulassen. Alles wird zerredet, nie kommt man zum Kern der Angelegenheit. Noch schlimmer: jene, die auf den Kern verweisen, wird vorgehalten, sie wollten die Wahrheit einfach nicht sehen. Diese aktive Aufrechterhaltung der Neurose, dieses aktive Bekämpfen der Gesundheit, bezeichnet man übrigens als Emotionelle Pest! Auf die gleiche Weise wird etwa von sogenannten „Skeptikern“ die Orgonforschung zerredet.

Es ist wie in der Orgontherapie, wenn der Patient auf den Hinweis, daß er unmotiviert vor sich hin grinse, nicht etwa damit reagiert, daß er seine Kontaktlosigkeit überwindet und etwa anfängt zu weinen, sondern indem er seine „intellektuelle Überlegenheit“ ausspielt. Solchen Patienten, meist pseudo-liberale Charaktere, kann man nicht helfen, sie sind untherapierbar. Genauso kann man Verschwörungstheoretikern nicht helfen, da sie sich mit ihrem Glaubenssystem perfekt abgepanzert haben. Das schlimme ist, daß sie diese ihre Neurose aktiv verbreiten und so die gesamte Gesellschaft verpanzern. Sie sind wie Kiffer, die den unwiderstehlichen Zwang empfinden, andere zu Proselyten zu machen, auf daß schließlich alle um sie herum bekifft, d.h. kontaktlos sind. Verschwörungstheoretiker bekämpfen nicht etwa die Emotionelle Pest, sie sind die Emotionelle Pest.

Beispielsweise wurde dem bekannten klinischen Psychologen Mattias Desmet angesichts seines Buches The Psychology of Totalitarianism vorgeworfen, seine, Reichs Massenpsychologie des Faschismus ziemlich nahekommende, Analyse würde den Verschwörern des Great Reset um Klaus Schwab, Bill Gates und George Soros in die Hände spielen. Die Massenpsychologie würde systematisch den Blick von den Verschwörern ablenken, stattdessn auf ihre Opfer, die Massen, hinlenken und so eine Nebelwand errichten, hinter der die Verschwörer weiter ungehindert agieren können. Genauso könnte man mit Charles Konias neuem Buch Clueless umgehen!

Muß man also alles glauben, was „die Mächtigen“ vorgeben, um als „gesund“ gelten zu können? Nein, natürlich nicht. Beispielsweise wollte Bugliosi aufgrund des Irak-Krieges George W. Bush wegen Mordes anklagen! Der Unterschied ist, daß Bugliosi mit neuen Beweisen seine Meinung ändern wird. Bei diesen geht es übrigens stets um „berechtigte Zweifel“, nie um absolute Sicherheit. Wenn es nach der ginge, dann könnte niemand niemals zu irgendetwas verurteilt werden! Einmal muß die Gestalt geschlossen werden – oder wir werden alle miteinander verrückt…

Das gesagte läßt sich natürlich auch auf die diversen Verschwörungstheorien um 9/11 anwenden.

Wie die organisierte regierungsamtliche/monopolkapitalistische Emotionelle Pest operiert

17. September 2022

Wie die organisierte regierungsamtliche Emotionelle Pest operiert? Das beste Beispiel war die „DDR“ mit der von der Stasi gegen die demokratische Opposition betriebenen „Zersetzungsarbeit“. Wie das konkret aussieht, kann man an drei Beispielen festmachen, die unmittelbar mit Wilhelm Reich verbunden sind, dessen Existenz durch eine Koalition aus monopolkapitalistischer Pharmaindustrie und kommunistischen Intellektuellen zerstört wurde. Exakt die gleiche Koalition ist heute bei Corona aktiv. Man gehe auf eine Montagsdemonstration und höre sich an, was einem die sogenannte „Antifa“ (sic!) ins Gesicht gröhlt!

1. UFOs, Reichs „Ea“: Jeder Kenner der Materie weiß, wie die diversen US-Dienste (Geheimdienste der Luftwaffe, Armee und Marine, FBI, CIA, NSA etc.) mit diesem Phänomen umgegangen sind. Von Anfang an wurden Wahrheiten (egal, ob es hier wirklich um Außerirdische geht, um geheime Waffenprojekte oder anderes, was nicht öffentlich werden darf) mit Halbwahrheiten, Lügen und barem Unsinn vermischt, etwa „Theorien“ über die „Hohlerde“, bis jedwede rationale Auseinandersetzung mit dem UFO-Phänomen unmöglich wurde, weil man sich schlichtweg lächerlich machte und wegen dem heillosen Durcheinander jede vernünftige Theoriebildung unmöglich wurde. Reichs „Contact with Space“ verpuffte in einem psychotischen Alptraum.

2. Die Lebensreformbewegung: Reich war so unglaublich erfolgreich, weil er auf der Welle der Lebensreformbewegung in Wien, Berlin, Kopenhagen, Oslo und New York City ritt. Das ganze war eine Jugendbewegung, ein Aufbruch zu einem freieren Leben, die nach Reichs Tod in den 1960er Jahren sogar weiter fahrt aufnahm. Heute wissen wir, daß das CIA seine Zersetzungstaktiken, die etwa in den 1980er Jahren in Polen angewendet wurden, um den Warschauer Pakt zu unterminieren, in den 1960er Jahren widerrechtlich im eigenen Land zum Einsatz brachte, um eine „sowjetische“ Revolution in den USA zu verhindern. Zentral war Timothy Leary, der ganz offen mit seinen Verbindungen zur CIA prahlte: die amerikanische Jugend wurde systematisch unter Drogen gesetzt und über Freaks wie Charlie Manson wurde eine schützende Hand gehalten, um die Jugendbewegung zu diskreditieren und das ganze wieder in einen – psychotischen Alptraum verpuffen zu lassen. (Übrigens wurde in den letzten Jahren von den gleichen Kräften gegenüber Trump ein Szenario abgespielt, wie es gegen mißliebige ausländische Regierungen von jeher angewendet wird. Wir haben es in den USA gegenwärtig mit einem anhaltenden STAATSSTREICH zu tun! Reich hat in den 1950er Jahren ähnliches für seine Zeit behauptet.)

3. Der „Reichianismus“ selbst: Wer glaubt, daß das, was ich in „Reichianische Bücher“ hier, hier und hier ausführlichst beschrieben habe, ein natürlicher Ausfluß der Tätigkeit Reichs war, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Man denke nur daran, wie heute die Wahrheitsbewegung regierungsamtlich zerstört wird, etwa indem sie mit der immer populärer werdenden „Theorie“ der „Flacherde“ verbunden wird und allem anderen möglichen Unsinn. Es treten lauter „Timothy Learys“ auf, die aus ihr einen psychotischen Alptraum machen, so daß niemand mehr AUFWACHEN kann!

Zum Schluß eine Warnung: ich werde niemandem erlauben den NACHRICHTENBRIEF zu zersetzen. Schon gar nicht jenes Gesindel zu Wort kommen lassen, das Trump und etwa die AfD mit Reichs Massenpsychologie des Faschismus bekämpfen will. Reich wird für das exakte Gegenteil dessen, was er intendiert hat, instrumentalisiert.

Und was Corona und den durch die CIA provozierten Dritten Weltkrieg betrifft: die Spritze ist ein antiinflationäres Instrument. Die Güter werden wertvoller, wenn sie auf weniger Menschen verteilt werden müssen. „Sie“ (der Club of Rome) wollen diesen Planeten für sich alleine und einen Restbestand von Sklaven. Ihre Ideologie ist durch und durch Grün! Übrigens steht auch hier die FDA im Mittelpunkt des Geschehens:

BIBLIOGRAPHY OF ORGONOMY, PART ONE: 1954-1957 (ORANUR II)

25. Januar 2022

BibliographiederOrgonomie - Kopie

Bibliography of Orgonomy, PART ONE: 1954-1957 (ORANUR II)

Item 54b (Conspiracy, An Emotional Chain Reaction) wurde vervollständigt.

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Cattle Mutilations (Teil 2)

1. April 2021

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist jeromeedenseite.jpg.

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Cattle Mutilations

Filmbesprechung: LOVE, WORK AND KNOWLEDGE. THE LIFE AND TRIALS OF WILHELM REICH

13. September 2019

Ein Film, den jeder, der an der Orgonomie interessiert ist, sich anschauen sollte, allein schon wegen den sensationellen Photos und Filmsequenzen aus den Archiven. Auf vimeo gehen, mit Kreditkarte ausleihen und anschauen!

Wie immer in derartigen Filmen nerven die nichtssagenden Interviews, in denen in absurd kurzen Segmenten allbekannte Allgemeinplätze verbreitet werden, die ebensogut von der Hintergrundstimme präsentiert hätten werden können. Und was sollen die paar Minuten Außenaufnahmen in Europa? Sinnlos herausgeworfenes Geld der Spender! Die Macher hatten ein ganzes Archiv von Filmrollen und Tondokumenten zu ihrer Verfügung. Warum werden wir dann mit den Gesichtern irgendwelcher Geisteswissenschaftler und Psychotherapeuten aus Wien, Düsseldorf, Berlin und Oslo, deren Gesichter die Atmosphäre des Films bestimmen, gequält? Außerdem: ich will in einem quasi offiziellen Reich-Film ums Verrecken nicht den Vorsitzenden der „Alexander Lowen Foundation“ sehen oder Lowens ehemalige Mitarbeiterin Alice Ladas. Auch nicht irgendwelche Psychiater und Psychoanalytiker aus New York. Gleichzeitig kommt (außer Morton Herskowitz) kein einziger Orgonom zu Wort. Übrigens schließt der Film (jedenfalls ist der Film Sekunden, vielleicht eine Minute später zuende) mit dem Verweise auf Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus und wie aktuell das Buch doch heute sei – eindeutiger Verweis auf Donald Trump…

Was die Klinik der Orgontherapie betrifft ist der Film ein Ausfall, stattdessen konzentriert er sich vor allem auf Reichs wissenschaftliche Beiträge, Orgon-Biophysik. Es wird aber kaum beschrieben was er getan hat und wie er es getan hat und wie die Gerätschaften im einzelnen aussehen. Man sieht kein Orgon leuchten oder in der Atmosphäre wabern, keinen Reich-Bluttest und keine Anwendung des Orgonenergie-Akkumulators. Macht die Orgonomie ohne psychiatrische Orgontherapie überhaupt Sinn? Es ist ja schließlich ein emotionales, kein „wissenschaftliches“ Problem, daß das Orgon nur die Provenienz von ein paar isolierten Sektierern ist! Und wer nun auf die „Kinder der Zukunft“ verweist: die fehlen in dem Film, wie auch A.S. Neill und die Trobriander.

Nichts über Reichs Aufenthalt in Washington, den Gerichtssaal, das Gefängnis, die Zelle, in der er gestorben ist oder auch nur seine Wohnverhältnisse auf Orgonon. Die einzigen Interviewpartner, die sich lohnen, sind Herskowitz, der aber nichts von seinem Verhältnis zu Reich, und wie Reich so war, sagt, und die noch lebenden Zeitzeugen aus Maine. Weltbewegendes hat einzig und allein Andreas Peglau zu sagen, nämlich daß Reich bis 1940 der einzige Psychoanalytiker war, der öffentlich den Nationalsozialismus und Faschismus mit psychoanalytischen Erkenntnismitteln angegangen ist. Der Rest waren feige Opportunisten!

Wie alle derartigen Produktionen ist der Film einerseits mit Material überfüllt, andererseits, wie angedeutet, lückenhaft. Das ist ein Film für die Schule und für das späte Abendprogramm von Spartensendern, aber nichts fürs Kino oder etwas, mit dem man Reich bekannter machen könnte. Man hätte ein Thema wählen und das im Film entwickeln sollen. Ich hätte das gewählt, was im Film auffällig fehlt: das autonome Nervensystem, der Orgasmusreflex auf der einen und die Emotionelle Pest auf der anderen Seite. Keines der heutigen Kids will eine dröge Biographie, die so vor sich hinplätschert, sehen. Wenn ich mich schon langweile! Das muß knalliger rüberkommen – was in diesem Fall auch funktioneller wäre. Etwa: „Wien: Kulturdebatte Reich/Freud, Berlin: Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Stalinismus, skandinavisches Exil: sexualökonomische Lebensforschung, amerikanisches Exil: Reich/Einstein, der Kalte Krieg: Mildred Brady und die FDA, die fünfziger Jahre: Atombomben und UFOs.“ Mit jeweils 15 Minuten wird es schon knapp, aber es wäre eine runde Sache. Da macht man sechs kurze Filmessays über Reich, die, da leicht zu handhaben, jeweils perfekt sind und vor allem den heutigen Sehgewohnheiten entsprechen, schneidet sie zusammen, Vorgeschichte und Nachspann – Film fertig!

Heute hat kein Mensch mehr den Atem, um sich eine fast zweistündige Dokumentation anzuschauen! Filme sind nicht dazu da, um zu informieren (sollen die Leute doch Bücher lesen oder meinetwegen hören!), sondern um etwas zu tun, was kein anderes Medium tun kann: langes und wirres Gerede durch bewegte Bilder ersetzen, alles „augenfällig“ machen und mit filmischen Mitteln Spannungsbögen erzeugen, mit denen man bioenergetisch mitgehen kann. Ich verweise nur auf Reichs Diskussion mit dem sowjetischen Filmemacher Sergei Eisenstein! (siehe mein Buch Der Rote Faden).

Was mir wirklich auf den Keks gegangen ist, ist die Geschichte mit den diversen Untersuchungen Reichs durch Regierungsbehörden wie dem FBI, der Einwanderungsbehörde und sogar dem Außenministerium. Diese durchweg „anti-kommunistischen“ Untersuchungen hatten, bis auf die zweiwöchige Internierung auf Ellis Island Ende 1941 (schlimm genug!), keinerlei negative Folgen für Reichs Arbeit, zumal sie kaum von ihm wahrgenommen wurden! Überflüssige Filmzeit! Tatsächlich ist die FBI-Sache der Aufhänger des ganzen Films, denn mit ihr beginnt er. (Tatsächlich ist der Beginn des Films mit seinen zeitlichen Sprüngen verwirrend und desorientierend.) Gleichzeitig wurde der ganze eindeutig kommunistisch inspirierte Komplex Mildred Brady, Garfield Hays und die amerikanische Pressekampagne kleingeredet und relativiert. (Ich verweise dazu erneut auf mein Buch Der Rote Faden.)

Verwirrend ist auch, daß der Wiener Justizpalast im Film zweimal brennt, PA- und SAPA-Bione mit dem gleichen Filmmaterial illustriert werden und die gleichen kleinen Orgonenergie-Akkumulatoren, die zur Krebsforschung dienten, auch das ORANUR-Experiment illustrieren. Das wirkt auf den Zuschauer nicht nur irritierend, sondern schlichtweg dilettantisch! Ärgerlich auch, daß die Photos, die von Reich im Verlauf des Films gezeigt werden, nicht streng chronologisch angeordnet sind. Wenn vom Reich des Jahres 1933 die Rede ist, möchte ich kein Photo von der Reise nach Moskau 1929 sehen. (Übrigens auch von der kein Wort!)

Das einzige Aha-Erlebnis, das ich bei diesem Film hatte, betrifft Reichs Auseinandersetzung mit der FDA und seine Expedition nach Arizona 1954/55. Etwas, was ich nie so klar gesehen habe: Reich habe diese Unternehmung zur Begrünung einer Wüste vor allem auch deshalb unternommen, um der Regierung zu zeigen, wie unbedingt wichtig seine Arbeit ist und wie nichtig im Vergleich dazu seine juristischen Probleme. Auf diese Weise wollte er den Gordischen Knoten zerschneiden und seinen Hals aus der Schlinge ziehen. Diese dergestalt extrem wichtige, für Reich persönlich überlebenswichtige Expedition, brauchte natürlich Geld, weshalb Reichs Mitarbeiter Michael Silvert auf eigene Initiative die auf Orgonon gelagerten Orgonenergie-Akkumulatoren über mehrere Landesgrenzen hinweg nach New York City verfrachtete, um sie dort gewinnbringend an Patienten zu vermieten. Das war tragischerweise aber genau die Aktion, die die Gerichtsauflagen brach und Reich zwei Jahre später ins Gefängnis brachte…

Filmkritik: Der neue Reich-Film

28. Juli 2018

von Robert (Berlin)

In den Räumen der Sigmund-Freud Privatuniversität des riesigen Tempelhofer Flughafengebäudes gab es am 26. Juli 2018 die deutsche Erstaufführung des Films „Love, Work and Knowledge. The life and trials of Wilhelm Reich“.

Am Empfang gab es gleich einen netten Stoffbeutel mit Infomaterial. Für Essen (Knabbereien) und Getränke war obendrein gesorgt. Der Film wurde wegen hoher Anmeldezahlen in zwei Räumen gezeigt.

Augenblicklich erkannte ich die Koryphäen Bernd Senf und Heike Buhl. Nach einer kurzen Einführung durch einen Studenten ging es los.

Der Film selbst hat die Lauflänge von 110 min, was ziemlich mühevoll war. Da der Film in Englisch ist, war hier die Sprecherin von besonderer Bedeutung. Aber sie sprach leider ziemlich verwaschen, wie mir meine Nachbarin bestätigte, was das Verstehen noch schwieriger machte.

Einige Schwerpunkte im Film waren der Konflikt mit Freud und der Verfolgung durch das FBI. Es wurden viele unbekannte Fotos und Filmclips gezeigt, häufig war die Stimme von Reich selbst zu hören. Reich filmte selbst Aufmärsche der KPD. Seiner Zeit als Psychoanalytiker wurde viel Platz geschenkt, aber ob Aussagen von heutigen linken Psychoanalytikern oder eines abgehalfterten Soziologen wirklich so wichtig sind, bezweifle ich.

Der Zeit mit Elsa Lindenberg wurde viel Platz gegeben. Besonders manche Fotos von Reich zeigen ihn von einer mir bisher unbekannten, ausdrucksvollen Art. Weiterhin wurden unbekannte Fotos seiner Familie und Mitarbeiter gezeigt. Teile der Funktion des Orgasmus und People in Trouble scheinen von Reich vor der Publikation auf Magnetband gesprochen zu sein, wie im Film zu hören war.

Sehr interessant ebenfalls spätere Aufnahmen und Filmclips vom Orgonmotor, den Mäuseexperimenten und dem ersten Bau des ORAC, häufig in Farbe. Jedoch ist die amerikanische Periode sehr stark der Verfolgung und dem Prozess gewidmet. Hier fehlte mir einiges, so z.B. die therapeutische Entwicklung.

Leider ist der gesamte Film mit einem traurig klingenden Streichinstrument unterlegt, was eine bedrückende Atmosphäre hinterlässt. Da doch einige Punkte von Reichs Leben wegfielen, ist zu fragen, ob der Film nicht besser in zwei oder drei Teilen hätte gedreht werden sollen. Desgleichen der Schnitt erschien seltsam unausgegoren, manchmal erschienen Szenen aus späteren Zeiten, die Kohärenz war mir nicht ersichtlich. Im Abspann merkte man, dass eine starke Linksdrift vorhanden war, das ACO tauchte nicht auf. Morton Herskowitz wurde mehrmals mit seinen Aussagen wiedergegeben.

Bei der anschließenden Diskussion war ich nicht mehr dabei.

Fazit: Der Film überzeugt mit viel neuem Material. Insgesamt ist er etwas lückenhaft und manchmal wieder weitschweifig. Allerdings bin ich nicht in Lage, alles korrekt zu beurteilen, weil meine Englischkenntnisse verbesserungswürdig sind. Eine Teilnehmerin meinte, Untertitel (in Englisch) wären gut gewesen.