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Der moderne Weg in die Falle

26. Mai 2026

In seinem Buch Human Armoring (Lit, 1997) schreibt Morton Herskowitz zur Kindererziehung:

Ein gesunder Elternteil mißt der Erfüllung der Bedürfnisse des Kindes im frühen Säuglingsalter mehr Bedeutung bei als der Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse. Er ist dazu in der Lage, weil er nicht durch unerfüllte kindliche Bedürfnisse belastet ist, die im Widerstreit zu denen seines Kindes stehen. Wenn das Kind das Säuglingsalter hinter sich läßt, verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern in Richtung Gleichberechtigung. Gelegentlich verweigert die Mutter dem Kind etwas, um ihr eigenes unmittelbares Bedürfnis zu befriedigen. Sofern die grundlegenden Bedürfnisse des Kindes erfüllt wurden, ermöglicht die Gleichstellung der elterlichen Bedürfnisse mit denen des Kindes dem Kind, in seinen Forderungen vernünftig zu werden und die Rechte anderer zu respektieren. (S. 143)

Heute ist es so, daß wegen der Kontaktlosigkeit der Mütter das Kind in den ersten Monaten seines Lebens in einer emotionalen Kältewüste heranwächst. Es stellt einen Störfaktor in der „Selbstverwirklichung“ der Mutter dar. Man denke nur neuerdings an den verheerenden Einfluß des Smartphones! Ständig ist die Mutter abgelenkt, nicht bei der Sache etc. Psychopharmaka und die Teufelsdroge Cannabis, die allesamt jede emotionale Verbindung verunmöglichen, tun ein Übriges. Später dann, wenn sich tatsächlich alles mehr zur Gleichberechtigung zwischen Mutter und Kind verschieben sollte, wird allein schon aus schlechtem Gewissen ein kleiner Tyrann herangezüchtet, dem man alles, wirklich alles durchgehen läßt, um seine „Liebe“ zu ihm zu zeigen. Je absurder, kränker und „sekundärer“ die kindlichen Forderungen sind, desto eifriger wird ihnen stattgegeben! Das macht man aus genau der gleichen Kontaktlosigkeit, aus der heraus man vorher den Säugling nicht beachtete. Imgrunde ist es ein und dasselbe: „Mach doch, was du willst! Stör mich nicht!“

In der ersten Phase wird das Kind zerstört, in der zweiten zerstört diese Teufelsbrut dann langfristig die Eltern. Die primären Bedürfnisse des Kindes wurden nicht respektiert, als es auf die Welt kam, nun respektiert es nicht die Bedürfnisse der Eltern: „Bereite dich auf die Schule vor!“ „Halt‘ die Fresse du scheiß Schlampe!“ – Imgrunde ist das die gleiche Antwort, die die Mutter nach der Geburt dem Säugling gab, als es 100% Aufmerksamkeit von ihr verlangte.

Schon mal aufgefallen, daß die junge Generation wie Hingeschissen wirkt – und sich auch so benimmt?!